Unterleuten - Zeh, Juli
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Der große Gesellschaftsroman von Juli Zeh
Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma…mehr

Produktbeschreibung
Der große Gesellschaftsroman von Juli Zeh

Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass im Dorf schon bald die Hölle los ist ...

Mit "Unterleuten" hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

  • Produktdetails
  • Verlag: Luchterhand Literaturverlag
  • Seitenzahl: 639
  • 2016
  • Ausstattung/Bilder: 2016. 640 S. 215 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 139mm x 53mm
  • Gewicht: 830g
  • ISBN-13: 9783630874876
  • ISBN-10: 3630874878
  • Best.Nr.: 44025440
Autorenporträt
Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Ihr Roman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg und ist mittlerweile in 24 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem "Deutschen Bücherpreis" (2002), dem "Rauriser Literaturpreis" (2002), dem "Hölderlin-Förderpreis" (2003), dem "Ernst-Toller-Preis" (2003), dem "Carl-Amery-Literaturpreis" (2009) und dem Gerty-Spies-Literaturpreis der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (2009). 2013 wurde sie mit dem"Thomas Mann Preis" für ihr "vielfälgiges Prosawerk" geehrt, 2014 mit dem "Hoffmann-von-Fallersleben-Preis" für zeitkritische Literatur. Juli Zeh lebt in Leipzig.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Sieglinde Geisel findet Lesevergngen mit Juli Zehs Roman über eine Dorfgemeinschaft in Brandenburg. Auch wenn der Plot nur Mittel zum Zweck ist, wie Geisel von der Autorin erfährt, und die Frage nach dem eigenen Lebensmodus und der eigenen Identität im Zentrum des Textes steht, findet Geisel Gefallen an dem Roman, den sie mit Texten von Balzac und Thomas Mann vergleicht, weil auch in ihnen Epochenwenden und der Untergang einer Solidargesellschaft verhandelt werden. Die Dorfwelt bei Zeh funktioniert als exemplarisches Epochenbild, meint sie.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 21.03.2016
Nachts sind das Tiere
Provinzposse und Gesellschaftsroman: Juli Zeh erkundet in „Unterleuten“
den Mikrokosmos eines brandenburgischen Dorfes
VON JÖRG MAGENAU
Das Dorf ist ein Mikrokosmos. Das Personal ist überschaubar, die Konflikte sind es auch. Das bedeutet aber nicht, dass es hier friedlicher zugehen würde als andernorts. Auch die Dorfwelt verändert sich ständig, und wer glaubt, auf dem Land gewissermaßen aus der Zeitgeschichte austreten und in die Idylle eintreten zu können, hat sich gründlich getäuscht. Die Regeln kapitalistischer Profitmaximierung gelten auch hier, und die Leichen, die im Keller oder auf den Feldern herumliegen, lassen sich auf Dauer nicht verbergen.
  „Unterleuten“ heißt das fiktive Dorf in der Prignitz im westlichen Brandenburg, das dem neuen, voluminösen Roman von Juli Zeh den Titel gegeben hat. Zehn Jahre hat sie angeblich daran gearbeitet. Und der Name ist Programm: Einsamkeit ist anderswo. In diesem Örtchen ist man unter Leuten, und die sind allesamt sehr seltsam und sich außerdem spinnefeind. Unterleuten hat, wie alle Dörfer im Osten, Anfang der Sechzigerjahre Zwangskollektivierung, Enteignung und Umwandlung der Güter in eine LPG erlebt, hat die Wende als neuerlichen Schock überstanden, als neuerliche Enteignung, die der einstige Großbauer für sich zu nutzen verstand, indem er aus der LPG seine eigene GmbH gemacht hat. Will man es ihm vorwerfen? Immerhin hat er den Betrieb auf diese Weise erhalten und damit auch das Zentrum des Dorfes nebst Arbeitsplätzen. Biobauer ist er zudem, aber das hat nicht viel zu bedeuten, es ist nur ein Geschäftsmodell.
  Dass es Neider gibt und alte, verbitterte Kommunisten, die die neue Zeit verachten, ist klar. Gesellschaftliche Widersprüche auf dem Dorf sind elementar und werden ganz direkt von Mann zu Mann ausgetragen. Macht ist hier etwas, was sich unmittelbar verkörpert. Und so ist dieser Bauer ein schwerer, korpulenter Mann mit müdem Hundegesicht, der nicht versteht, warum alle ihn hassen, wo er doch so viel Gutes tut. Zwanzig Jahre später – der Roman spielt 2010 – hat sich die Dorfwelt erneut verändert, denn jetzt leben da auf einmal all die Zuzügler aus Berlin, Großstadtflüchter und Naturnaivlinge, die weder mit der DDR-Geschichte (und den zugehörigen Leichen) noch mit dem Landleben wirklich etwas zu tun haben.
  Um zwei exemplarische Paare handelt es sich dabei: einen Akademiker-Aussteiger, der als Karikatur seiner selbst zum übellaunigen Vogelschützer mutiert ist, und seine junge Frau, die nichts anderes als das Wohl des Säuglings im Blick hat. Außerdem gibt es eine sehr toughe Pferdenärrin, die sich in den Kopf gesetzt hat, eine Art Pferdehotel für Großstädter zu schaffen. Sie wird begleitet von ihrem langhaarigen Freund, der in der Computerspielbranche sein Geld verdient. Und dann ist da noch ein schwerreicher Investor aus Bayern, der Land einfach nur deshalb kauft, weil er es kann und die Zeit hat zu warten, bis die nächste Shoppingmall, Tankstelle oder aber – wie in diesem Fall – ein Windpark errichtet werden soll.
  Damit ist alles angerichtet für den Krieg auf dem Land, in dem es um Nutzflächen, Windräder und viel Geld, aber auch um DDR-Geschichte, Ehefrustrationen, Abhängigkeiten und einfach nur um Neurosen und Verrücktheiten geht, wie sie auf dem Dorf ja auch blühen: so wie bei der kleinen dürren Frau mit den unzähligen Katzen, die als Geliebte des Großbauern gilt und praktischerweise direkt neben ihm wohnt. Oder bei dem erfolglosen Dramatiker, der seine Ideenlosigkeit durch verbissenes, tägliches Rasenmähen zu kompensieren sucht. Für Unterleuten spricht allerdings, dass es hier keinen einzigen Nazi oder andere Rechtsradikale gibt, keine Flüchtlingsproblematik, keine Fremdenfeindlichkeit. Wie auch – wenn das Dorf zur Hälfte aus Berlin-Zuzüglern besteht. Und vielleicht ist das Jahr 2010 von heute aus gesehen eine friedlichere Vorzeit.
  Juli Zeh erzählt kapitelweise in wechselnden Perspektiven. Da ist zwar immer die auktoriale, allwissende Erzählerin (die sich in einem Schlusskapitel als Journalistin zu erkennen gibt), doch indem sie allen Figuren reihum nahe zu kommen versucht, gelingt es ihr, sie aus der Innen- und Außenperspektive zu zeigen, sodass sie mal massiv unsympathisch, mal vom Schicksal gezeichnet und höchst bemitleidenswert wirken. Diese Sichtwechsel machen den Reiz des Romans aus und lassen nach und nach komplexe Figuren entstehen, die mehr sind als die Abziehbilder, als die sie zwischenzeitlich auch erscheinen. Juli Zeh setzt ganz auf Handlung und Psychologie, aber ohne zu erklären und auszudeuten: Warum die Menschen so sind, wie sie sind, so bitter, so schweigsam, so naiv, muss jeder Leser aus den einzelnen Mosaikteilchen herauslesen.
  Sprachlich ist „Unterleuten“ einfach und konventionell gestrickt, geschrieben in einem ungebrochenen Vertrauen auf realistische Erzählweise, wie sie vielleicht nur noch diese Erzählerin (mit Namen Lucy Finkbeiner) aufbringt. Sätze wie „Jule schaute auf“, „Ich halte das nicht mehr aus“ oder „Gerhard bemühte sich, seiner Stimme einen sicheren Halt zu geben“, lesen sich wie schlichte Kolportage, und das ist der Sache ja auch durchaus angemessen. Schließlich ist das Dorf nicht die Heimat ästhetischer Avantgarde. „Unterleuten“ ist ein Kriminalroman, indem tatsächlich auch ein Mord aufgedeckt wird und Gewalt alltäglich ist. Dass die promovierte Juristin Juli Zeh sich für Kriminal-Handlungen interessiert, hat sie bereits in ihrem Debütroman „Adler und Engel“ (2001) oder in „Schilf“ (2007) bewiesen. Wie man Cliffhanger baut und Spannung produziert, weiß sie auch.
  Es könnte sein, dass Gesellschaftsromane überhaupt nur noch als Dorfromane möglich sind. Saša Stanišić hat mit „Vor dem Fest“ gezeigt, was in diesem Genre möglich ist, und selbst die Berlin-Romane der Gegenwart, wie jüngst bei Roland Schimmelpfennig, tendieren dazu, die Großstadt ins Brandenburgische hinein zu erweitern. Vielleicht arbeitet die Literatur da der politisch gescheiterten Länderfusion voraus, die eines Tages kommen wird, weil Brandenburg dann sowieso von Berlinern bevölkert ist, während die Einheimischen das Land in Richtung Westen verlassen haben. Juli Zeh weiß, wovon sie spricht. Sie lebt seit einigen Jahren in einem Dorf im Havelland.
Die Einheimischen gingen,
es kamen die Zivilisationsmüden
und die Windpark-Betreiber
Als promovierte Juristin weiß Juli Zeh, wie man eine Kriminalhandlung baut.
Foto: Steffen Roth/Agentur Focus
            
  
  
  
  
  
Juli Zeh: Unterleuten.
Roman. Luchterhand Literaturverlag, 640 Seiten, 24,99 Euro. E-Book 19,99 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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Besprechung von 18.06.2017
Das Dorf der Abgründe

Juli Zehs Roman ist ein Thriller unserer Zeit, der von ihren Widersprüchen und Verwerfungen erzählt .

Von Martin Schulz

Am Ende ist der Mann in den Brunnen gefallen. So viel wird man verraten dürfen. Doch dort "befand sich kein Wasser". So fällt der Sterbende in "Bilder, die ihn in sich aufnahmen". Ein letztes Mal also zerstößt die tragische Figur Unterleutens die Spiegelungen seiner selbst, bis Selbstund Fremdwahrnehmung endlich eins sind, ein Bild, Bilder.

Nein, eigentlich ist es ein Gemälde, das dann mit dem Ende des Buches vor einem liegt. Denn der Roman "Unterleuten" der Autorin Juli Zeh entfaltet ein Kaleidoskop des dörflichen Lebens unweit und doch so fern der Großstadt. Wie auf einem dieser etwas unübersichtlichen, aber an Facetten und Anekdoten überreichen Gemälde Brueghels zeigt "Unterleuten" das Leben im Dorf mit all seinen faszinierenden Menschen und Geschichten, aber auch mit seinen Widersprüchlichkeiten, Abgründen und Verwerfungen. Juli Zeh lässt ihre Leser ab der ersten Zeile eintauchen in diese Welt, in die Biographien von Ostdeutschen, die sich durchkämpfen mussten, aber auch von Zugezogenen und dem brüchigen, dem zerbrechenden Zusammenhalt im Dorf.

Was mich an diesem Roman am allermeisten fasziniert, sind die Personen, die Charaktere, die Juli Zeh mit wenigen Federstrichen so plastisch erfasst, dass man meint, mit ihnen verwandt oder zumindest sehr gut bekannt zu sein. Juli Zeh bringt uns "Unterleuten" als ein Dorf nahe, in dem wir jeden Grashalm kennen und den Qualm brennender Autoreifen riechen können.

Ich bin ein leidenschaftlicher Leser. Auch an den längsten Arbeitstagen versuche ich abends, zumindest zwei, drei Seiten zu lesen. Und seit Jugendtagen packen mich tolle Storys, interessante Charaktere und symbolische Szenen. Oft erinnere ich mich jahrzehntelang daran. Ich erlebe das als enormen Schatz, den die Literatur uns schenkt. Ein solcher Schatz ist "Unterleuten" von Juli Zeh.

Ich mag Menschen und ihre Geschichten. Das ist wohl meinem ursprünglichen Beruf als Buchhändler geschuldet. Als junger Mann mit eigenem Laden in meiner Heimatstadt Würselen las ich Bücher, um sie zu verkaufen. Meinen Kunden erzählte ich Kern-Szenen, blätterte Bilder vor dem geistigen Auge auf, die ein bestimmtes Buch bieten würde.

Mich verbindet mit Juli Zeh auch eine Debatte im F.A.Z.-Feuilleton - gehegt und gepflegt von ihrem damaligen Herausgeber und meinem leider verstorbenen Freund Frank Schirrmacher -, die ich mit meinem Text "Warum wir jetzt kämpfen müssen" eröffnet hatte. Es war der Versuch, die Digitalisierung in den Mittelpunkt einer politischen und gesellschaftlichen Debatte zu katapultieren. Die digitale Revolution ist in Wirklichkeit kein technisches Problem, sondern eine politische Gestaltungsaufgabe. Deshalb muss die Diskussion darüber raus aus der Nische der Technikfreaks und am besten mitten hinein in die Sozialdemokratie, die seit 154 Jahren Wandel gestaltet. Juli Zeh hat zu dieser Debatte mit einem Plädoyer für ein digitales Grundrecht und den Datenschutz beigetragen, und ich betrachte sie als wichtige Kämpferin für die politische Gestaltung dieser Herausforderungen.

Es ist also nicht verwunderlich, dass der Roman "Unterleuten" große moralische Fragen wälzt und Widersprüchlichkeiten unserer Zeit meisterhaft aufblättert. In einem Unterhändler eines Windenergiekonzerns, der die Bewohner von "Unterleuten" gegeneinander aufbringt, demaskiert Zeh ein zynisches Kalkül, für das der moralische Anspruch des Natur- und Klimaschutzes nur als Deckmäntelchen für knallharte Profitinteressen dient. Der Egoismus unserer Zeit wird in "Unterleuten" mit dem Satz beschrieben: "Der größte Vorteil entsteht, wenn jeder bekommt, was er sich wünscht." Die Zivilisationsmüdigkeit, die zwei der Hauptfiguren aus der Stadt ins Dörfliche treibt, lässt die Autorin dort auf eine schwer zugängliche Welt der Nostalgie treffen.

Am eindrücklichsten aber ist wohl das Schicksal Gombrowskis, des Mannes im Brunnen. Pragmatischer Verwalter des Erbes der örtlichen LPG, der wohlmeinend einen Gestaltungsanspruch für sich geltend macht. Er meint es gut, müsste man ihm zugutehalten. Doch von außen betrachtet steht dieser Paternalist vor allem für einen rücksichtslosen Machtanspruch, der auch vor Gewalt nicht zurückschreckt. Und so beginnen sich die Ränke und Intrigen im dörflichen Gefüge am Ende in diesem Mann zu verknoten, zu beißen, und er stirbt als Täter und Opfer zugleich.

Und so liegt das Gemälde "Unterleuten" der Autorin Juli Zeh vor uns. Ein Thriller unserer Zeit zwischen "Landlust" und überalternden ländlichen Räumen, zwischen Nostalgie und Aufbruch und zwischen Gestaltungsanspruch und reinem Machterhalt. Juli Zeh hat uns einen Schatz geschenkt, den niemand verpassen sollte.

Martin Schulz ist Kanzlerkandidat und Vorsitzender der SPD. Im Verlag Rowohlt Berlin ist diese Woche sein Buch "Was mir wichtig ist" erschienen.

Juli Zeh: "Unterleuten". Roman. BTB-Verlag, 656 Seiten, 12 Euro

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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„Juli Zehs furchtlos vor jedem Klischee ins Herz der bundesrepublikanischen Wirklichkeit zielender Gesellschaftsroman ist ein literarischer Triumph.“