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Benutzername: solveig
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Bewertungen

Insgesamt 324 Bewertungen
Bewertung vom 26.12.2018
Klopf! Klopf! Komm herein, keiner bleibt heut Nacht allein!
Ashman, Linda

Klopf! Klopf! Komm herein, keiner bleibt heut Nacht allein!


ausgezeichnet

Herzerwärmend

„Ein kleiner Junge namens Till“ verfügt über ein gemütliches warmes Bett, in dem er sich zum Schlafen legt. Doch in dieser kalten Winternacht kommt er nicht so recht zur Ruhe; denn nach und nach finden sich einige Tiere ein, die der Kälte entfliehen wollen. Sie alle bitten nicht umsonst um Einlass, und so ist Tills Bett bald angefüllt mit unterschiedlichen tierischen Bettgenossen, die sich zusammen kuscheln und gegenseitig wärmen.
Es ist eine entzückende kleine Geschichte, in der Linda Ashman zeigt, dass sich bei gutem Willen auch Platz in der kleinsten Hütte - sprich: Bett - findet. Niemand wird in der Kälte stehen gelassen, bereitwillig teilen alle den Platz. Die gefälligen Reime in kindgerechter Sprache können recht schnell und begeistert von den kleinen Zuhörern mitgesprochen werden. Und so ganz nebenbei und unauffällig lernt das Kind zählen, während sich die Tierschar sukzessive vermehrt.
Chuck Groenink hat die bezaubernden Illustrationen zu dem Buch geschaffen, die sich in ruhigen, gedeckten Farbtönen präsentieren. Die großformatigen Bilder sind nicht zu detailliert ausgearbeitet, sondern konzentrieren sich auf das Wesentliche.
Unser Fazit: ein liebevoll gestaltetes, schön stabiles Pappbilderbuch, das auch (noch) ungeschickte Kleinkinderhände aushält.

Bewertung vom 19.12.2018
Meine Mutter, ihre Liebhaber und mein einsames Herz
Karrer, Cristina

Meine Mutter, ihre Liebhaber und mein einsames Herz


sehr gut

Eine komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung

Ihre ganze Kindheit und Jugend hindurch ist Christina auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit. Sie wächst in unterschiedlichen Familien auf: bei der Großmutter, bei Vater und Stiefmutter, im Heim, endlich auch bei ihrer geschiedenen Mutter. Diese ist nicht in der Lage, ihrem Kind Nähe und Wärme zu vermitteln; sie geht ganz in ihrem eigenen Leben auf. Trotz der Kühle ihrer Mutter versucht Christina eine gute Beziehung zu ihr herzustellen - was ihr ironischerweise am besten gelingt, als die Mutter nach ihrer Alzheimer-Diagnose selbst wieder zum Kind wird.
Die Journalistin und Reporterin Karrer berichtet in zwei Zeitebenen aus ihrem Leben. Aktuell stehen die Pflege und Sorge um ihre Mutter im Vordergrund. Doch immer wieder erzählt sie Erlebnisse aus der Vergangenheit und erinnert sich mit Wehmut, ohne nachtragend zu sein.
Dieses Buch ist die sensible Geschichte einer Tochter, die als Kind den Beistand ihrer Mutter schmerzlich vermisst, als Erwachsene jedoch Verständnis für sie entwickelt und einen Zugang zu der mittlerweile dementen Frau findet. Mein Fazit: Christina Karrer hat eine sehr ehrliche Erzählung verfasst, ohne Bitterkeit und stets optimistisch.

Bewertung vom 09.12.2018
Mythos
Fry, Stephen

Mythos


ausgezeichnet

Zeus sei Dank ...

… dass es Autoren gibt wie Stephen Fry! Sonst wären die griechischen Mythen nur halb so amüsant zu lesen. Denn der englische Autor und Komiker versteht es großartig, die sagenhaften Geschichten, die viele von uns aus dem klassischen „Schwab“ kennen, in eine moderne, frische Form zu transformieren. Gewissermaßen im lockeren Plauderton bringt uns Fry die griechische Mythologie nahe, vom Chaos zur Entstehung des Kosmos, vom Kampf der Titanen mit den Göttern bis hin zu deren Interaktionen mit ihren menschlichen Geschöpfen.
Nicht ohne Ironie macht Fry dabei deutlich, dass göttliche Wesen nicht nur Tugenden, sondern auch menschlich anmutende Schwächen haben. Er holt sie von ihrem Sockel und lässt sie in moderner Umgangssprache kommunizieren, so dass die Leser mühelos erfahren, „Was uns die Götter heute sagen“. Doch es steckt mehr in den Nacherzählungen und witzigen Kommentaren. Der Schriftsteller belässt es nicht nur beim Nacherzählen, sondern liefert eine Vielzahl an Hintergrundinformationen, von geschichtlichen Ereignissen bis zu ethymologischen Worterklärungen. Das gelingt ihm stets auf humorvolle Weise, nie fällt er in einen belehrenden Ton.
Stephen Frys Adoption der griechischen Mythologie ist eine Neuauflage fantastischer Erzählungen, in eine frische, unterhaltsame Fassung gebracht.

Bewertung vom 02.12.2018
Leben mit Goldrand. Altes Wissen lebendig gemacht
Zweifel, Meta

Leben mit Goldrand. Altes Wissen lebendig gemacht


sehr gut

Die Liebe zum Leben


Früher war alles besser? Ganz sicher ist Meta Zweifel nicht dieser Ansicht. Doch sie macht klar: viele überlieferte Kenntnisse und Weisheiten sind es wert, erhalten zu werden.
In mehreren kurzen Kapiteln plaudert sie zunächst über das praktische Alltagswissen, mit dem sie im Haus ihrer Großeltern bereits als Kind vertraut war. Sie erzählt von ihren Erinnerungen, die sich aus Gerüchen und Geschmäckern speisen und altvertraute Gefühle hervorrufen. Eingebettet in kleine, selbst erlebte Geschichten schildert sie die Haushaltung auf dem Lande in der Mitte des vorigen Jahrhunderts, schreibt über bewährte alte Heilmittel der Großmutter und Feiertagstraditionen. Das Goldrand-Geschirr etwa zierte nur zu besonderen Anlässen den Esstisch, so wurde der Sonntag für das kleine Mädchen ein spezieller Tag, ein Tag „mit Goldrand“. Jedem dieser Kapitel fügt die Autorin eine kleine Auswahl an Rezepten und Haushaltstipps bei, von denen die Leser Gebrauch machen können. Von der Praxis macht sie einen Abstecher zu eher nachdenklich stimmenden Sujets und streift Gedanken zum Thema „carpe diem“.
Meta Zweifel macht darauf aufmerksam, dass einige der althergebrachten Dinge inzwischen - mit modischem Vokabular aufgefrischt - durchaus wieder aktuell sind: Man denke nur an die Rückbesinnung auf (Un-)Kräuter als Heil- und Stärkungsmittel oder auch die moderne „No Food Waste“-Bewegung. Nicht verbissen, sondern liebevoll und mit Humor erscheinen ihre Mahnungen zu mehr Besinnung auf die kleinen, vielleicht unbeachteten, aber nicht unbedeutenden Dinge im Leben. So kommt der Ausdruck Achtsamkeit zum Tragen. Mehr als nur ein Modewort, drückt er Ehrfurcht vor dem Leben aus. Wohl bedacht und geschätzt: Sollte nicht eigentlich jeder Tag ein „Leben mit Goldrand“ sein?

Bewertung vom 22.11.2018
London MM-City Reiseführer Michael Müller Verlag
Nestmeyer, Ralf

London MM-City Reiseführer Michael Müller Verlag


ausgezeichnet

Modern, kompetent, gut durchdacht

London - eine Stadt mit mehr als 8 Millionen Einwohnern und einer Größe von ca. 50 km Durchmesser, kurz: die größte Stadt Europas! „Swinging London“ präsentiert sich in seinen zahlreichen unterschiedlichen Stadtteilen multikulturell; hier existieren über 50 Nationalitäten nebeneinander und es werden ca. 300 verschiedene Sprachen gesprochen. Da kann der unbedarfte Tourist leicht den Überblick verlieren!
Damit so etwas nicht passiert, bringt Ralf Nestmeyer System in die Reiseplanung. Mit seinem aktuellen London-Guide lotst er seine Leser sicher durch die diversen Bezirke und gibt dabei kompetente Hinweise auf Sehenswürdigkeiten, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. So kann der Leser zwischen achtzehn gut durchdachten Touren, die bereits im Inhaltsverzeichnis kurz charakterisiert sind, wählen oder sich für Ausflüge in die nähere Umgebung der englischen Hauptstadt entscheiden. Dabei geht der Autor nicht nur auf die üblichen Highlights ein, sondern gibt auch Hinweise zu unbekannteren, aber interessanten Details abseits der „normalen“ Touristenrouten. Auch die in die einzelnen Kapitel eingestreute Rubrik London im Kasten, die zusätzlich über Amüsantes, Spannendes oder Besonderes des jeweiligen Bezirks informiert, lädt dazu ein, die Metropole nicht nur oberflächlich zu betrachten. Stadtteilkarten mit den darauf markierten Sehenswürdigkeiten und zahlreiche Fotografien illustrieren die virtuellen Spaziergänge, die Nestmeyer in lockerer, humorvoller Art beschreibt. Als knapper Überblick erscheinen am Ende des Buches noch einmal die Adressen der erwähnten Museen, Geschäfte und Restaurants, „kompakt“ auf zehn Seiten zusammengefasst. Viele praktische Tipps rund um die Reise nach und in London ergänzen - farblich vom Hauptteil abgesetzt - den Guide, ebenso wie ein kurzer Sprachführer und zusätzliche Literaturhinweise. Beim Bummel durch London kann der Reisende ganz traditionell auf den beigefügten Stadtplan zurückgreifen oder sich verfügbare Informationen per App auf das Smartphone laden.
Mein Eindruck: ein gut durchdachter, sachgerechter und zeitgemäßer Reiseführer!

Bewertung vom 16.11.2018
Der Strand bei Nacht
Ferrante, Elena

Der Strand bei Nacht


sehr gut

Intensiv

An einem heißen Tag am Strand macht die Puppe Celina eine bittere Erfahrung: Sie erlebt, wie ihre geliebte Puppenmama Mati sie plötzlich vernachlässigt und lieber mit dem neuen Kätzchen spielt, das der Vater ihr geschenkt hat. Doch das ist für Celina noch nicht das Schlimmste; denn als am Abend die Familie aufbricht, um nach Hause zu gehen, bleibt sie mutterseelenallein am Strand zurück. Zu dem schrecklichen Gefühl, vergessen zu sein, kommt nun noch die Furcht vor der einsamen Nacht am Strand und dem Grausamen Strandwärter. Und dieser macht seinem Namen alle Ehre; mit einem großen Rechen harkt er die Sachen zusammen, die von den Strandbesuchern liegen gelassen wurden, und vernichtet alles, was er nicht zu Geld machen kann. In der Puppe Celina vermutet er Wörter, die er verkaufen will, und versucht, sie aus ihr heraus zu „angeln“.
Warum ausgerechnet Wörter? Wer Elena Ferrantes „Neapel-Saga“ kennt, weiß, welch hoher Stellenwert Worten beigemessen wird und wie sehr sie das Wesen eines Individuums ausmachen. Ebenso wichtig ist der Autorin die Beziehung zwischen Kind und Puppe, die sie aus Sicht der Puppe deutlich macht.
Ferrantes Erzählweise nutzt eine kindlich-naive Sprache, leicht verständlich und einfach. Auch Mara Cerris Illustrationen geben sich schlicht, wirken jedoch ebenso eindringlich wie Ferrantes Schilderung. Sie präsentieren sich farbig, aber nicht bunt, in den kühlen Farben der Nacht. Als überzeugende Ergänzung zum Text spiegeln sie die düstere, leicht unheimliche Atmosphäre der nächtlichen Situation am Strand und die Verlorenheit der kleinen Puppe.
Ein Bilderbuch für ein intensives Leseerlebnis!

Bewertung vom 04.11.2018
Gangsterblues
Bausch, Joe

Gangsterblues


ausgezeichnet

Eindrucksvoller Blick hinter Gefängnismauern

„Harte Geschichten“ über harte Jungs erzählt Joe Bausch in seinem Buch Gangsterblues.
Da er als Gefängnisarzt der Justizvollzugsanstalt Werl mit zahlreichen Häftlingen in Kontakt kommt, ist er nicht nur mit deren Gesundheit befasst, sondern wird oft auch - als Vertrauensperson - in ganz private Lebensgeschichten eingeweiht; denn selbst abgebrühte Gangster verspüren manchmal das Bedürfnis, über sich und ihre Probleme zu sprechen. Der Autor schildert ganz unterschiedliche Fälle: vom Häftling, der gar nicht zurück in die Freiheit entlassen werden will, über den Insassen, der aufgrund eines Justizirrtums einsitzt, bis hin zu einem fast perfekten Mordfall. Dabei hat Bausch all diese Schicksale verfremdet, wie er im Vorwort ankündigt, mit der Intention, sie Alltag und Situation im Strafvollzug spiegeln zu lassen.
"True Crime" - das klingt zunächst einmal recht reißerisch. Doch die zwölf Episoden, die der Autor beschreibt, erwecken den Eindruck von Sachlichkeit und Kompetenz. Joe Bausch schreibt nüchtern und fast ohne Emotionen, wie man ihn auch in seiner Fernsehrolle als Rechtsmediziner im Tatort kennt. Dennoch spürt der Leser die Empathie des Arztes, der in seinen Patienten in erster Linie den Menschen sieht, dem es zu helfen gilt, und nicht den Verbrecher. Mit diesem Buch ist Joe Bausch ein wirklich spannender Einblick in das Leben hinter Gefängnismauern gelungen.

Bewertung vom 02.11.2018
Endstation Brexit
Grabuschnig, Ralf

Endstation Brexit


sehr gut

Geschichte mit Spaßfaktor

In lockerem, saloppem Ton, aber fundiert bringt uns Ralf Grabuschnig die Historie der Briten näher. „Britannien“, wie die Römer die Insel während ihrer Besetzung nennen, erlebt im Lauf der Jahrhunderte die Besiedlung von diversen europäischen Völkern und Stämmen, die vom Festland her „immigrieren“. In einer Kurzfassung der sehr wechselvollen Geschichte Englands führt der Autor den Leser durch die Jahrhunderte und die wechselnden Machtverhältnisse.
Mit viel Humor erzählt er von den unterschiedlichen Königshäusern, Besetzungen und Kriegen, bis aus England schließlich das Großbritannien geworden ist, das wir heute kennen. Immer wieder flicht er Hinweise und Kommentare zum modernen England und seinen Problemen ein und setzt sie in Beziehung zur Historie. Dabei geht er natürlich auch der Frage nach, warum das europäische Festland für England so wichtig war/ist. Grabuschnigs geschichtlicher Exkurs zeigt, dass Historie nicht notwendigerweise ernst und langweilig sein muss; seine Ausführungen gelingen ihm auf äußerst unterhaltsame Weise, so dass der Leser ihm mit großem Vergnügen folgt.
„Die Geschichte hat uns leider gelehrt, dass wir unfähig sind, aus ihr zu lernen.“ stellt der Autor fest. Und das betrifft natürlich nicht nur die englische Geschichte. Wie Grabuschnig aufzeigt: Katastrophen gab es immer wieder einmal. Da werden wir den Brexit auch noch überstehen …

Bewertung vom 29.10.2018
Mein Name ist Trump - Hinter den Kulissen von Amerikas First Family
Fox, Emily Jane

Mein Name ist Trump - Hinter den Kulissen von Amerikas First Family


gut

Wie der Vater so die Kinder?

Vielleicht hätte Emily Jane Fox die Erläuterungen zu der Entstehung ihres Buches besser als Vorwort drucken lassen, anstatt sie im nachhinein folgen zu lassen. So würde deutlicher, dass sie diese Aufgabe eher mit gemischten Gefühlen anging.
Auch meine Gefühle als Leserin waren gemischt: Ein weiteres Buch über Amerikas umstrittenen Präsidenten? Der Untertitel „Hinter den Kulissen“ ist es, der neugierig macht. Und so schildert die Autorin auf gut fundierte Recherchen gestützt Trumps Privatleben aus der Perspektive seiner Kinder. Der Leser erfährt dabei einiges - ob neu oder bereits in den Medien ausgewalzt - über das öffentliche und private Dasein der „Mini-Voltrons“. Wie sah eigentlich ihre Kindheit aus? Wie haben sie ihre Eltern erlebt und wie gingen sie als Kinder mit dem Medienrummel um, der um Trump´sche Erfolge wie auch Skandale gemacht wurde?
Fox bemüht sich um sachliche Schilderung, dennoch sind (leise) Untertöne von Kritik oder Skepsis zu spüren. Ihr unterhaltsamer Stil, leicht und schnell zu lesen, ebenso wie die Beschreibungen zahlreicher (mir nicht so wichtig erscheinender) Details weisen auf ihren Beruf als Journalistin hin. So fühle ich mich etwa bei Berichten über Hochzeiten der Trump-Nachkommen in die Yellow Press versetzt. Immerhin glaubt der Leser nach dieser Lektüre, Donald Trump und seine Kinder etwas besser zu kennen - wenn auch nicht zu verstehen oder gar zu mögen.
Mit einer Feststellung hat die Autorin absolut recht: ohne so viel neugieriges Publikum und dessen Aufmerksamkeit fiele nur halb soviel Glanz auf diese Familie.

Bewertung vom 29.10.2018
Hallo, Jenseits
Röschli, Dolly

Hallo, Jenseits


gut

"Wir sind nie allein"

Leute wahrnehmen, die nicht (mehr) im realen Leben existieren und die andere Menschen nicht sehen können - ein Albtraum. Kann man trotzdem ein normales Leben führen?
Dolly Röschli schreibt in Hallo, Jenseits über die Erfahrungen mit ihren speziellen Fähigkeiten, die sie als Kind und während des Prozesses des Erwachsenwerdens gemacht hat.
In ihrem „autobiografischen Sachbuch“ beschreibt sie ihren bisherigen Lebenslauf, die Entwicklung und Schulung ihrer besonderen Begabung im Londoner Arthur Findley College. In gut verständlicher Weise und mit einfachen Worten behandelt sie das Thema Sterben und Tod, das sicher jeden von uns beschäftigt, und gibt Auskunft über Begriffe wie Lebensplan und Inkarnation. Zudem erhält der Leser Einblicke in ihre Arbeit als Medium für Rat- und Trostsuchende. Mit einem Kapitel über praktische Grundübungen zu Meditation im Alltag beschließt die Autorin ihr Buch.
Was ist dran an Medialität? Eine befriedigende Antwort auf diese Frage kann Röschli in ihrem Buch nicht geben, nichts von alledem, was sie berichtet, ist wissenschaftlich nachweisbar. Sie beruft sich auf Sensitivität und das „Bauchgefühl“, das den meisten Erwachsenen abhanden gekommen ist. Ob beim Leser Skepsis überwiegt oder ob er sich überzeugen lässt: Röschli bemüht sich, ihm mit ihren Schilderungen die Angst vor dem Tod zu nehmen.