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Benutzername: pepponeh
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Danksagungen: 45 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 126 Bewertungen
Bewertung vom 31.05.2020
Ein halbes Herz
Lundberg, Sofia

Ein halbes Herz


weniger gut

Inhalt:
Ihre Kamera ist ihr Schutzwall gegen die Welt – denn obwohl die schwedische Fotografin Elin Boals eine glänzende Karriere in New York absolviert, hat sie sich zurückgezogen in ihren ganz eigenen Kosmos. Niemandem gewährt sie Zugang zu ihrem Inneren, nicht einmal ihrer Familie. Als sie völlig unerwartet einen Brief aus ihrer Heimat Gotland erhält, brechen die Erinnerungen mit Macht über sie herein. Denn Elin hütet ein tragisches Geheimnis – eine tiefe Schuld, die sie damals dazu trieb, die Insel für immer zu verlassen. Und nun spürt sie, dass sie an den Ort ihrer Kindheit zurückkehren muss, wenn sie jemals wirklich glücklich werden will …

Meine Meinung:
Elin ist Fotografin, verheiratet und hat eine Tochter. Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer einfach, zumal Elin sich immer mehr in die Vergangenheit verliert. Und genau das ist es, was das Lesen auch etwas schwierig macht. Ständige Zeitsprünge sollen vielleicht etwas Spannung aufbauen. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Hat Elin als Kind noch um die Gunst ihrer Mutter und um die Familie gekämpft, lässt sie ihren eigenen Mann in der Gegenwart links liegen und widmet sich nur ihrer Fotografie.
Diese Passagen in der Gegenwart fand ich extrem zäh und teilweise sogar langweilig geschrieben. Erschwerend kam auch hinzu, dass mir Elin extrem unsympathisch war. So zogen sich die etwas über 400 Seiten lange dahin und ich war doch froh, als ich endlich fertig war.

Bewertung vom 27.12.2019
Der Store
Hart, Rob

Der Store


weniger gut

Cloud, ein Unternehmen der Zukunft. Hier kann man alles online bestellen, was man zum Leben braucht oder auch nicht braucht. Klingt paradiesisch, nicht allerdings für die Arbeiter, die von Cloud tagtäglich ausgebeutet werden. Zinnia und Paxton, die sich in der Firma kennengelernt hatten, versuchen, diese Mißstände auffliegen zu lassen.

Als Thriller betitelt, ist dieser Roman für mich einfach nur langatmig und langweilig geschrieben. Die Story hätte man locker auch auf 300 Seiten unterbringen können. Vielleicht wäre das sogar besser gewesen. So zieht sich alles nur unnötig in die Länge und ich habe oft kurz vor dem Abbruch gestanden. Immer wieder habe ich mich gezwungen, weiter zu lesen, aber unter Lesespaß verstehe ich etwas anderes.

Fazit: von mir keine Leseempfehlung, mir war die Zeit echt zu schade.

Bewertung vom 01.08.2019
Nordlicht - Die Tote am Strand / Boisen & Nyborg Bd.1
Hinrichs, Anette

Nordlicht - Die Tote am Strand / Boisen & Nyborg Bd.1


sehr gut

Eins vorweg, ich bin eigentlich eher der Thriller-Leser. Reine Kriminalromane sind nicht so mein Ding. Und doch fand ich den ersten Fall des neuen Ermittlerduos toll zu lesen. Von Anette Hinrichs war es bisher mein erstes Buch, und es wird sicher nicht das letzte gewesen sein. Der tolle Schreibstil ässt den Leser gleich ins Geschehen eintauchen. Und obwohl nicht wirklich Spannung aufkommen will, so ist der Krimi doch sehr flüssig zu lesen. Einzig mit den Namen hatte ich so meine Probleme, ich habe etwas Zeit gebraucht, bis ich die nordischen Namen immer zuordnen konnte.
Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg werden zufällig zu gemeinsamen Ermittlern in einem Mordfall, der eigentlich schon vor zwölf Jahren abgeschlossen war. Doch dann taucht eine Leiche auf, mit der niemand mehr gerechnet hatte. Unterschiedlicher können zwei Ermittler kaum sein, und doch ergeben sie für mich das perfekte Team. Anette Hinrichs schafft es, ihre Protagonisten interessant erscheinen zu lassen, ohne viel Privates preis zu geben. Die Polizeiarbeit steht für beide im Vordergrund, da ist nicht viel Platz für Privates.
Auch das Ende kommt jetzt nicht wirklich überraschend, und doch habe ich bis zur letzten Seite mit Freude gelesen. Für mich ist dies ein grundsolider Kriminalroman mit einer interessanten Story und sehr sympathischen Ermittlern. Ich freue mich schon auf den zweiten Fall von Boisen und Nyborg.

Bewertung vom 28.04.2019
Cows
O'Porter, Dawn

Cows


gut

Inhalt:
Ein Roman für Frauen, die in keine Schublade passen

Tara muss sich als berufstätige Single-Mum Anfang 40 und einzige Frau in ihrem Job einiges anhören. Auch die Feministin Cam, die aus Überzeugung Single und kinderlos ist, wird von ihrem Umfeld nicht gerade gefeiert. Die Mittzwanzigerin Stella wünscht sich sehnlichst ein Kind, doch um an einen Erzeuger zu kommen, muss sie tief in die Trickkiste greifen.
Als ein haarsträubender Fehltritt von Tara die selbstbewusste Single-Mum zum Gespött der Nation macht, knüpfen sich unsichtbare Bande der Freundschaft zwischen den drei Londonerinnen.
Ein Roman über Frauen, die ihren eigenen Weg gehen, und sich nicht dafür entschuldigen.

Meine Meinung:
Drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und jede hat ihren Traum, dem sie nachlaufen und den es zu verwirklichen gilt. Tara ist alleinerziehende Mutter und hat mit den "Übermuttern" so ihre Probleme. Denn sie muss auch noch einen Fulltime-Job bewältigen und ist nebenbei noch auf der Suche nach ihrem Traumprinzen. Den lernt sie eher zufällig kennen, macht sich aber beim ersten Date etwas rar. Am nächsten Tag erlebt sie eine bitterböse Überraschung und alle Welt scheint plötzlich gegen sie zu sein.
Einzig Cam, eine Internet-Bloggerin ist auf ihrer Seite. Während sich Tara immer mehr verkriecht, hält allein die Kommunikation mit Cam sie am Leben.
Und dann ist da noch Stella, Mutter und Schwester an den Krebs verloren und den Ehemann an eine andere Frau. Und die Uhr tickt, denn sie will unbedingt ein Kind. Aber von wem?

Die drei Frauen werden sehr realistisch beschrieben, der Leser kann sich eigentlich in alle drei hineinversetzen, auch wenn mir nicht alle gleich sympathisch waren. Ich muss aber gestehen, dass die Sympathien im Laufe des Buches schon mal von einer Protagonistin auf die andere übergesprungen sind. Normalerweise entscheide ich mich da sehr spontan.
Sorgte anfangs das ständige Hin- und Herspringen aus den verschiedenen Erzählperspektiven noch für eine nette abwechslungsreiche Unterhaltung, so wurde es doch irgendwann etwas eintönig, auch weil die Handlung nicht richtig voran kam. Ich hatte immer das Gefühl, irgendwas müsse jetzt noch passieren, was aber nicht der Fall war. Das Ende war dann für mich doch sehr überraschend und traurig zugleich. Hätte man 100 Seiten gespart, hätte das Buch von mir glatt einen Stern mehr erhalten.

Dawn O'Porter ist für mich eine neue Autorin, die ich bisher noch nicht kannte. Das wird sich aber sicher bald ändern, den dies war definitiv nicht mein letztes Buch von ihr.

Bewertung vom 25.12.2018
Tattoo / Carver & Lake Bd.1
Dyer, Ashley

Tattoo / Carver & Lake Bd.1


weniger gut

Eines gleich vorweg: Tatoo ist nicht der Thriller, den ich mir erhofft hatte. Ruth Lake und Greg Carver sind Partner, allerdings fand ich beide nicht sehr sympathisch. Dass das Buch dann auch noch über 500 Seiten hat tat sein Übriges, dass ich nicht wirklich warm werden konnte mit der Handlung. Schon der Anfang war sehr undurchsichtig. Warum manipuliert Lake den Tatort, bei dem ihr Partner angeschossen wurde? Und auch später geht sie nicht immer ganz nach Protokoll vor. Trotzdem zieht sich die Handlung fast schon langweilig in die Länge. Der eigentliche Fall des „Dornenkillers“ rückt schon fast etwas in den Hintergrund. Der Leser wird wenig in die Ermittlungsarbeit einbezogen. Dafür bekommt man immer öfters die Differenzen zwischen den „Partnern“ Carver und Lake mit, die sich immer wieder belügen und kaum den Eindruck eines funktionierenden Ermittlerduos hinterlassen.
Die Auflösung des Täters kam für mich dann letztendlich auch nicht überraschend, so dass ich dem Buch niemals den Titel „Thriller“ verleihen könnte.
Für mich ist diese Reihe, falls es denn eine wird, bereits nach dem ersten Fall beendet. Schade.

Bewertung vom 06.09.2018
Bonfire - Sie gehörte nie dazu
Ritter, Krysten

Bonfire - Sie gehörte nie dazu


weniger gut

Abby wollte nie wieder in ihre alte Heimat zurück. Doch genau dort muss sie jetzt hin, um als Anwältin in einem Umweltskandal zu ermitteln. Mit Schrecken muss sie feststellen, dass das „Spiel“, mit dem sie als Kind tyrannisiert worden ist, noch immer existiert.
Mobbing in der Schule ist jetzt wirklich nichts Neues, hier wurde das Thema in einen Thriller eingebaut, der mich allerdings nicht ganz überzeugen konnte. Für mich blieb die Spannung etwas zu sehr auf der Strecke, und da mir auch die Protagonisten zu wenig ans Herz gewachsen waren, erschien mir das Erstlingswerk von Krysten Ritter streckenweise langweilig. Vielleicht war das auch der Grund, warum ich nicht voll bei der Sache war und einige Abschnitte mich nur noch verwirrten, was sich natürlich auch in meiner Bewertung niederschlägt. Ich muss zugeben, dass ich das Buch irgendwann abgebrochen habe.
Fazit: Für mich war dies ein einmaliger Ausflug zu einer neuen Autorin.

Bewertung vom 30.05.2018
Das Böse, es bleibt
D'Andrea, Luca

Das Böse, es bleibt


weniger gut

Nach „Der Tod so kalt“ war dies der zweite Roman des Autors. Auch hier spielt die Handlung wieder in den Bergen Südtirols. Marlene ist auf der Flucht vor ihrem Ehemann, dem sie auch noch die Saphire aus dem Safe gestohlen hat. Dass sich dies ein Mafiaboss wohl kaum gefallen lassen kann, ist dem Leser gleich klar. Nach einem Autounfall erwacht Marlene in einer Hütte und wähnt sich in Sicherheit.
Genau wie im ersten Buch hatte ich auch hier wieder meine Probleme, mich in die Sprache und den Schreibstil des Autors hineinzufinden. Aber anders als beim Vorgänger konnte ich diese nicht ablegen, sondern es zog sich durch bis zum Ende, so dass an ein flüssiges Lesen nicht zu denken war. Dadurch fehlte es in meinen Augen auch an Spannung. Die Handlung wurde teils unnötig in die Länge gezogen. Letzten Endes hatte ich das Gefühl, das die Handlung hätte man auch mit 200 Seiten schreiben können.
Fazit:
Hierfür von mir leider keine Empfehlung

Bewertung vom 31.12.2017
Acht Berge
Cognetti, Paolo

Acht Berge


schlecht

Pietro und Bruno sind schon seit ihrer Kindheit Freunde. Und das ist auch schon alles, was ich aus dem Buch mitnehmen konnte. Ich breche selten ein Buch ab, aber hier konnte ich mich als Thriller-Leser nicht durchquälen und habe das Buch nach der Hälfte weggelegt. Ich habe mich schon lange bei keinem Buch mehr so gelangweilt wie hier. Viele Landschaftsbeschreibungen, die sich immer wieder wiederholten, keine Handlung, bzw. immer wieder die gleiche. Das ist wirklich nichts für mich. Das einzige Positive, was ich diesem Buch abgewinnen konnte, ist die Kürze mit gerade einmal 245 Seiten. Aber selbst die habe ich nicht geschafft. Jetzt freue ich mich regelrecht auf ein spannungsgeladenes Buch, das ich gleich als nächstes beginnen werde.

Bewertung vom 03.09.2017
Was man von hier aus sehen kann
Leky, Mariana

Was man von hier aus sehen kann


sehr gut

Eine interessante Idee, die die Autorin gekonnt und spannend umgesetzt hat. Ich muss zugeben, dass ich mir dieses Buch vom Cover her nie gekauft hätte. Aber dann hätte ich definitiv etwas verpasst. Die Protagonisten werden liebevoll und sehr lebendig beschrieben, die Handlung ist nie vorhersehbar und immer mit etwas Humorgespickt.

Fazit:
Obwohl es absolut nicht mein Genre ist, habe ich dieses Buch genossen und würde es auch bedingungslos weiterempfehlen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 02.06.2017
Ich, Eleanor Oliphant
Honeyman, Gail

Ich, Eleanor Oliphant


weniger gut

Eleanor hatte keine glückliche Kindheit. Sie baut eine Schutzmauer um sich herum auf und lässt niemanden an sich heran. Doch plötzlich beschließt sie, dass sie „normal“ werden will. In vielen kleinen Schritten erlebt sie Dinge, die wir als selbstverständlich ansehen.
Auch wenn ich mich sehr gut in Eleanor hineinversetzen kann, ist mir doch die Geschichte etwas zu träge geschrieben. Eleanor in ihrer fast schon überheblichen Art passt so gar nicht zu der Person, die sie eigentlich darstellen soll.
Ich finde es traurig, dass es so viele Menschen gibt, die sich so weit abschotten und denken, dass sie alleine viel besser klar kommen. Und genau hier habe ich das Gefühl, dass sich die Autorin gar nicht wirklich schlau gemacht hat über dieses Phänomen.
Die Idee, dieses Thema aufzugreifen finde ich toll, allerdings hat mir die Umsetzung weniger zugesagt.