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Benutzername: pepponeh
Wohnort: B.S.
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Danksagungen: 45 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 120 Bewertungen
Bewertung vom 30.05.2018
Das Böse, es bleibt
D'Andrea, Luca

Das Böse, es bleibt


weniger gut

Nach „Der Tod so kalt“ war dies der zweite Roman des Autors. Auch hier spielt die Handlung wieder in den Bergen Südtirols. Marlene ist auf der Flucht vor ihrem Ehemann, dem sie auch noch die Saphire aus dem Safe gestohlen hat. Dass sich dies ein Mafiaboss wohl kaum gefallen lassen kann, ist dem Leser gleich klar. Nach einem Autounfall erwacht Marlene in einer Hütte und wähnt sich in Sicherheit.
Genau wie im ersten Buch hatte ich auch hier wieder meine Probleme, mich in die Sprache und den Schreibstil des Autors hineinzufinden. Aber anders als beim Vorgänger konnte ich diese nicht ablegen, sondern es zog sich durch bis zum Ende, so dass an ein flüssiges Lesen nicht zu denken war. Dadurch fehlte es in meinen Augen auch an Spannung. Die Handlung wurde teils unnötig in die Länge gezogen. Letzten Endes hatte ich das Gefühl, das die Handlung hätte man auch mit 200 Seiten schreiben können.
Fazit:
Hierfür von mir leider keine Empfehlung

Bewertung vom 31.12.2017
Acht Berge
Cognetti, Paolo

Acht Berge


schlecht

Pietro und Bruno sind schon seit ihrer Kindheit Freunde. Und das ist auch schon alles, was ich aus dem Buch mitnehmen konnte. Ich breche selten ein Buch ab, aber hier konnte ich mich als Thriller-Leser nicht durchquälen und habe das Buch nach der Hälfte weggelegt. Ich habe mich schon lange bei keinem Buch mehr so gelangweilt wie hier. Viele Landschaftsbeschreibungen, die sich immer wieder wiederholten, keine Handlung, bzw. immer wieder die gleiche. Das ist wirklich nichts für mich. Das einzige Positive, was ich diesem Buch abgewinnen konnte, ist die Kürze mit gerade einmal 245 Seiten. Aber selbst die habe ich nicht geschafft. Jetzt freue ich mich regelrecht auf ein spannungsgeladenes Buch, das ich gleich als nächstes beginnen werde.

Bewertung vom 03.09.2017
Was man von hier aus sehen kann
Leky, Mariana

Was man von hier aus sehen kann


sehr gut

Eine interessante Idee, die die Autorin gekonnt und spannend umgesetzt hat. Ich muss zugeben, dass ich mir dieses Buch vom Cover her nie gekauft hätte. Aber dann hätte ich definitiv etwas verpasst. Die Protagonisten werden liebevoll und sehr lebendig beschrieben, die Handlung ist nie vorhersehbar und immer mit etwas Humorgespickt.

Fazit:
Obwohl es absolut nicht mein Genre ist, habe ich dieses Buch genossen und würde es auch bedingungslos weiterempfehlen.

Bewertung vom 02.06.2017
Ich, Eleanor Oliphant
Honeyman, Gail

Ich, Eleanor Oliphant


weniger gut

Eleanor hatte keine glückliche Kindheit. Sie baut eine Schutzmauer um sich herum auf und lässt niemanden an sich heran. Doch plötzlich beschließt sie, dass sie „normal“ werden will. In vielen kleinen Schritten erlebt sie Dinge, die wir als selbstverständlich ansehen.
Auch wenn ich mich sehr gut in Eleanor hineinversetzen kann, ist mir doch die Geschichte etwas zu träge geschrieben. Eleanor in ihrer fast schon überheblichen Art passt so gar nicht zu der Person, die sie eigentlich darstellen soll.
Ich finde es traurig, dass es so viele Menschen gibt, die sich so weit abschotten und denken, dass sie alleine viel besser klar kommen. Und genau hier habe ich das Gefühl, dass sich die Autorin gar nicht wirklich schlau gemacht hat über dieses Phänomen.
Die Idee, dieses Thema aufzugreifen finde ich toll, allerdings hat mir die Umsetzung weniger zugesagt.

Bewertung vom 04.03.2017
Der Tod so kalt
D'Andrea, Luca

Der Tod so kalt


sehr gut

Ein italienischer Thriller-Autor, das ist für mich Neuland. Aber ich denke, das Experiment ist gelungen. Luca D'Andrea hat einen soliden Kriminalroman geschrieben, der sowohl Spannung, Humor als auch Überraschungen bereit hält. Musste ich mich anfangs noch an den Schreibstil gewöhnen, war ich später dann umso schneller drin und da die Seiten auch nicht zu voll geschrieben sind, ist man auch relativ schnell mit dem Buch durch. Ich muss aber dazusagen, dass ich eigentlich eher einen Thriller erwartet hatte, und in diese Kategorie würde ich das Buch nicht einordnen.
Die Protagonisten werden sehr authentisch beschrieben und kommen auch größtenteils sympathisch herüber. Das ist für mich immer ein „Muss“ bei einem Buch.

Fazit:
Ein Erstlingswerk, das sich zu lesen lohnt, wenngleich der Autor auch noch gewisse Schwächen zeigt. Aber ich werde ihm definitiv noch eine zweite Chance geben.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 06.12.2016
DNA / Kommissar Huldar Bd.1
Sigurdardóttir, Yrsa

DNA / Kommissar Huldar Bd.1


ausgezeichnet

Für mich war es eine neue Autorin und ich bin eigentlich kein Freund skandinavischer Kriminalromane. Aber meine Meinung muss ich nach diesem Buch definitiv ändern. Von Beginn an hält mich die Spannung gefangen und die Autorin schafft es, diese Spannung bis zum Ende zu erhalten und sogar noch zu steigern. Hier ist absolut nichts vorhersehbar und am Ende war ich über die sehr gut ausgearbeitete Lösung doch überrascht.
Die Protagonisten werden sehr authentisch und sympathisch dargestellt, obwohl für meinen Geschmack die Beziehung zwischen Freya und Hulda etwas zu kurz kam. Aber da es sich ja um den ersten Teil einer Ermittlungsserie handelt, kann eine weitere Entwicklung ja noch in den Folgeromanen kommen. Und diese werde ich ganz sicher lesen.

Fazit:
Ein spannender Thriller mit einem überraschenden Ende, den ich jedem bedingungslos empfehlen kann.

Bewertung vom 30.11.2016
Hasen feiern kein Weihnachten
Blum, Anne

Hasen feiern kein Weihnachten


weniger gut

Der Leser wird anfangs mit Namen und Geschichten überschüttet, so dass ich mich fast schon überfordert fühlte. Ich konnte damit wenig anfangen, da ich ja auch nicht wusste, ob diese vielen Personen überhaupt wichtig für die Geschichte waren. Erst später habe ich dann gemerkt, dass hier einfach nur die Seiten mit nichtssagendem Geschreibsel vollgeschrieben wurden. Tessa fand ich toll. Ihre Art, wie sie ihren Freund abserviert hat, hat mir sehr imponiert. Aber kaum kam etwas Schwung in die Geschichte, wurde mein Lesefluss auch schon wieder ausgebremst mit endlosen Landschaftsbeschreibungen der alten Heimat. Jetzt kann ich jedenfalls verstehen, warum Tessa weggezogen ist. Ich bin zwar auch kein Stadtmensch, aber das war selbst mir zu viel. Danach wurde die Story langsam besser, aber da war das Buch auch schon fast zu Ende.
Fazit:
Eine tolle Idee, die hier leider etwas unglücklich umgesetzt wurde.

Bewertung vom 13.11.2016
Kein Wille geschehe
Kniesel, Guido

Kein Wille geschehe


ausgezeichnet

Inhalt:
Wer ist der Wahnsinnige, der innerhalb weniger Tage einem pensionierten Richter und einem Staatsanwalt die Kehlen durchschneidet und ihnen mit ihrem Blut »Amor Fati« − Liebe zum Schicksal − auf die Stirnen schmiert? Dem forensischen Psychiater Hendrik Jansen, der beide Opfer kannte, wird nach und nach klar, dass dies nur das grausame Vorspiel eines dem Fatalismus verfallenen Mörders war, der es im Grunde auf ihn abgesehen hat. Als Hendriks Frau mit dem gemeinsamen Sohn spurlos verschwindet, beginnt für ihn ein verzweifelter Kampf gegen einen Gegner, der von einem perfiden Plan getrieben wird ...

Meine Meinung:
Mit Guido Kniesel durfte ich mal wieder einen mir bis dato unbekannten Autor kennenlernen. Und ich muss sagen, ich habe es nicht bereut.
„Kein Wille geschehe“ hat mich von Beginn an gefesselt. Automatisch fieberte ich mir Jansen mit, als seine Familie verschwand. Die Protagonisten werden sehr anschaulich und vor allem auch sympathisch dargestellt, so dass das Kopfkino perfekt funktionierte. Der Autor schafft es, die Spannung im laufe der Handlung immer mehr zu steigern und der flüsssige Schreibstil tut sein Übriges, damit man als Thriller-Liebhaber das Buch nicht mehr aus der Hand legen will.

Fazit:
Absolute Leseempfehlung für jeden Thriller-Fan

Bewertung vom 12.11.2016
Lucy Schröders gesammelte Wahrheiten
Rehlein, Susann

Lucy Schröders gesammelte Wahrheiten


schlecht

Eins vorweg: Ich hatte das Buch gewonnen und innerhalb einer Leserunde gelesen. Und das war für mich der einzige Grund, warum ich es überhaupt bis zum Ende gelesen habe. Hätte ich es mir selbst gekauft, dann hätte ich spätestens nach hundert Seiten aufgegeben. Der Schreibstil war anfangs so gar nicht meiner. Und dass die Protagonisten allesamt unsympathisch und realitätsfern dargestellt wurden, tat sein Übriges, dass ich enorme Probleme hatte, überhaupt in die Geschichte hineinzufinden.
Lucy sollte sich meines Erachtens einmal dringend in psychiatrische Behandlung begeben. Sie führt ein Leben außerhalb meiner Vorstellungskraft. Und ich denke, genau das war auch mein Problem. Nicht, daß bei mir alles reibungslos funktioniert, aber es gibt einfach Lebensweisen, die für mich undenkbar sind.
Als Lucy dann einen Job im Kaufhaus erhält, wird der Leser plötzlich mit einer Anzahl Personen bombadiert, die mich kurz den Überblick verlieren liesen. Einzig Enno war für mich ein Sympathieträger, aber ein guter Protagonist macht eben noch lange kein gutes und vor allen Dingen interessantes Buch.

Bewertung vom 11.10.2016
Katzenpolka
Peetz, Oliver

Katzenpolka


weniger gut

Inhalt:
„Katzenpolka“ spielt im Polen der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Es handelt von einem psychisch gestörten Serienmörder und einem Elektrotechnikstudenten. Die Lebens- und Leidenswege beider treffen durch die innovative Erfindung des Studenten, einer mobilen Kleinkamera am Halse seiner Katze, aufeinander. Während der Gefangenschaft berichtet der Serienmörder einem Psychologen seine Lebensgeschichte, von seinen Taten, über die schicksalhafte Begegnung mit dem von Ängsten geplagten Studenten Jurek, bis hin zu seiner gewollten Verhaftung, welche Jurek zu verantworten hat.
Meine Meinung:
Das Buch erzählt die Geschichte eines Serienmörders, der seinen Lebenslauf im Gefängnis dem Psychologen erzählt. Schon als kleiner Junge beginnt Jasper Purwind dem Klischee folgend damit, Tiere zu quälen. Dabei muss ich allerdings sagen, dass mir die Sache mit dem Pferd mehr als unwahrscheinlich erscheint. Umso erstaunlicher finde ich dann allerdings, dass Jasper später sogar Hunde und Katzen liebt und Jureks Kater sich sogar zu ihm hingezogen fühlt.
Die Gespräche mit dem Psychologen zogen sich unendlich hin, richtige Spannung wollte auch nicht aufkommen, da Jasper ja nur aus der Vergangenheit erzählte und der Leser ja dadurch schon wusste, wie es ausgeht. Die Passagen mit Jurek und seinem Kater haben mir da schon deutlich besser gefallen. Hier konnte man den angenehmen Schreibstil des Autors sogar genießen.
Ich hatte mir von dem Buch deutlich mehr versprochen. Für mich fällt es auf keinen Fall in den Bereich der Psychothriller.