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Eine außergewöhnliche LGBTQIA+ Geschichte über Selbstfindung, Mut, Freundschaft und wahre Liebe von Own-Voice-Autor George Lester
In Robin Coopers Leben läuft gerade nichts, wie es sollte: Während sich alle anderen schon aufs College vorbereiten, häufen sich bei ihm die Absagen. Für Robin bricht eine Welt zusammen, als sein großer Traum von der Schauspielschule zerplatzt und er plötzlich ohne Plan für die Zukunft dasteht. Und dann ist da auch noch die Sache mit seinem Freund Connor, der sich nicht offen zu ihm bekennt. Alles ganz schön kompliziert! Doch als ihn seine Clique an seinem 18.…mehr

Produktbeschreibung
Eine außergewöhnliche LGBTQIA+ Geschichte über Selbstfindung, Mut, Freundschaft und wahre Liebe von Own-Voice-Autor George Lester

In Robin Coopers Leben läuft gerade nichts, wie es sollte: Während sich alle anderen schon aufs College vorbereiten, häufen sich bei ihm die Absagen. Für Robin bricht eine Welt zusammen, als sein großer Traum von der Schauspielschule zerplatzt und er plötzlich ohne Plan für die Zukunft dasteht. Und dann ist da auch noch die Sache mit seinem Freund Connor, der sich nicht offen zu ihm bekennt. Alles ganz schön kompliziert! Doch als ihn seine Clique an seinem 18. Geburtstag in eine Drag Show schleppt, realisiert Robin, dass das Leben manchmal ganz eigene Pläne macht ...
Autorenporträt
George Lester arbeitet als Autor und freier Lektor, ist Musical- und Disney-Fan und begeistert auf der Bühne als Drag Queen mit dem Namen That Girl. Er lebt mit seinem Partner in Twickenham, London. Auf YouTube und Instagram (@ thegeorgelester) spricht George unter anderem über Bücher und übers Schreiben. In all seinen Farben ist sein Debüt bei ONE.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 28.01.2022

Sein Name ist Mae Bee
George Lester plädiert für Drag und Farbe
Contouring-Puder, Foundation-Stick, Eyeliner, Rouge, Lippenstift. Robins beste Freundin Natalie ist geübt darin, andere ins kalte Wasser zu werfen. Genau das, was Robin braucht, nachdem er eine Absage von der Schauspielschule erhalten hat und nicht weiß, wie es nach dem letzten Schuljahr weitergehen wird. Sein Selbstbewusstsein ist am Boden, aber genau jetzt zerrt die quirlige Nat ihn kurzerhand zur „Make-up-Shoppingtour“ und hilft so seinem Glück auf die Sprünge.
An seinem 18. Geburtstag waren die beiden bei der Drag Show „Dragcellence“. Seitdem denkt er an kaum etwas anderes als sich zu verkleiden und glitzerbunt zu schminken. Aber gleich zur Tat zu schreiten hatte er eigentlich nicht vor. Es ist der Beginn einer am Ende erfolgreichen Verwandlung, so viel sei verraten. „Öffne deine Augen, dein Herz und deinen Verstand – wer weiß, was du entdeckst“, rät eine erfahrene Queen dem Newcomer Robin, bevor er sich endgültig ins Rampenlicht wagt. „Boy Queen“ heißt das Debüt des Briten George Lester, der weiß, wovon er schreibt. „That Gurrrl“ nennt er sich als Drag Queen und feiert damit Bühnenerfolge. Aber auch der deutsche Buchtitel „In all seinen Farben“ passt. Der Roman breitet nicht nur in der sehr komischen Szene im Kosmetikladen das ganze Spektrum der Schminkpalette vor uns aus. Vordergründig geht es um die Konzeptkunst Drag, doch ganz allgemein darum, zu sich selbst zu finden und sichtbar zu werden. Mit anderen Worten: zu schillern. Damit steht „In all seinen Farben“ ganz in der Tradition der Coming-of-Age-Geschichten.
Robins öffentliches Auftreten als Drag Queen ist sein zweites Coming-out. Dass er schwul ist, wissen seine alleinerziehende Mum und sein lässiger Freundeskreis schon lange. Das Thema spielt in dem Roman nur indirekt eine Rolle. Robin hat was mit Connor am Laufen, dessen Freunde jedoch Homosexuelle verachten. Mehr noch: Sie haben Robin schon einmal verprügelt, während Connor unbeteiligt daneben stand. Trotzdem hat sich Robin in ihn verliebt in der Hoffnung, sie könnten eines Tages ihre Zuneigung offen zeigen. Doch Connor verleugnet sich, und damit auch ihn, immer wieder. Als er Robin zum ersten Mal geschminkt sieht, findet er das „ekelhaft“. Für Robin, der bereit war, für Connor eine riesengroße Lüge mit all ihren Konsequenzen zu leben, das entscheidende Wort zu viel. Von ganz anderem Format scheint da Seth zu sein, der Neue an der Schule.
George Lesters extrem dialoglastiger Erstling – epische Beschreibungen sind gar nicht seine Sache – kommt nur auf den ersten Blick unterhaltsam, schrill und verspielt daher. Vor allem ist die Geschichte eine wahrhaftige Auseinandersetzung mit Mobbing und Homophobie, wobei Worte genauso verletzen wie rohe Gewalt. Wir tauchen ein in die Welt der Drag Queens, und der Autor räumt dabei mit einigen Klischees auf. Beispielsweise, dass es eine rein männliche Angelegenheit ist. Drag ist Konzeptkunst, der Name, den jeder und jede für die Bühnenfigur wählt, Programm. So nennt sich im Buch eine Drag „Anne Drogyny“, eine andere in Anspielung auf „Dorian Gray“ von Oscar Wilde „Dory Ann Slay“. Robins Künstlername wird „Mae Bee“ werden. Abgeleitet von „maybe“ , weil er lange geglaubt hat, gar kein Talent zum Singen, Tanzen und Schauspielern zu haben. „In all seinen Farben“ ist ein Plädoyer für Mut, Toleranz und Geschlechtervielfalt. Man kann George Lester dafür nur mit den Worten des Buches gratulieren: „Condragulations“. (ab 13 Jahre)
FLORIAN WELLE
George Lester:
In all seinen Farben.
Aus dem Englischen
von Elisa Valérie Thieme. One, Köln 2021.
384 Seiten, 12,90 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Rezensent Florian Welle beobachtet interessiert, wie der Protagonist in George Lesters Debüt "In all seinen Farben" mithilfe der Dragkunst zu sich selbst findet. Der britische Autor und als "That Gurrrl" bekannte Dragqueen erzählt in dem Buch in traditioneller Coming-of-Age-Weise von der Drag-Tradition und dem schwulen Robin, der in vielerlei Hinsicht mit Ablehnung zu kämpfen hat. Sei es durch den sich selbst verleugnenden Connor, mit dem er was am Laufen hat, dessen homophoben Freundeskreis oder der Absage an einer Schauspielschule - letztendlich findet Robin mit seinem Auftreten als Dragqueen "Mae Bee" zu sich selbst, verrät der Rezensent. Und obwohl die Geschichte mit ihren vielen Dialogen auf den ersten Blick amüsant und verspielt wirkt, so behandle sie Welle zufolge vor allem die Themen Mobbing und Homophobie. Da bleibt dem Rezensenten letztendlich nichts anderes übrig, als dem Autoren für diesen gelungenen Erstling zu gratulieren.

© Perlentaucher Medien GmbH
"In all seinen Farben ist ein Plädoyer für Mut, Toleranz und Geschlechtervielfalt." Florian Welle, Süddeutsche Zeitung, 28.01.202"Ein empfehlenswerter Einblick in eine so schillernde wie zerbrechliche Welt, die viel harte Arbeit voraussetzt und jede Menge Dramen bereithält." Andrea Wedan, Buchkultur, Juli 2021"Wer bin ich und wer will ich sein? Das ist ein Thema, das wirklich jeden Jugendlichen betrifft und mit dem man sich, egal ob queer oder hetero, identifizieren kann. [...] Super authentisch." Carolin Wallraven, Die VORleser, 29.06.2021"Ein locker-flockiges Plädoyer für die Kunst der Travestie und den Mut, sich Showbühne und Leben zu erobern." Sebastian Loskant, NoRdsee-Zeitung, 28.06.2021"Mutiger Roman über Coming-out, Selbstfindung und die verschiedenen Wege der Liebe[...]" Neue Presse, 10.09.2021"Die Lesenden tauchen in die Welt der Drag-Shows mit ihren farbigen und exaltierten Darstellern ein und erfahren, dass es sich lohnt, ehrlich zu sich und den anderen zu sein." Katharina Siegenthaler, Magazin Querlesen, 12/2021