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SalMar

Bewertungen

Insgesamt 292 Bewertungen
Bewertung vom 31.03.2024
You'd be Home Now
Glasgow, Kathleen

You'd be Home Now


ausgezeichnet

Emotional mitreißend

Man könnte meinen, Emmys Leben wäre einfach: Sie hat praktisch perfekte Noten und dank dem Reichtum ihrer Familie lebt sie in einem wunderschönen Haus. Aber unter der Oberfläche brodelt es gewaltig und auf der Highschool wird jede Schwachstelle geradezu ausgebeutet. Und Emmys (offensichtliche) Schwachstelle ist ihr Bruder Joey, der gerade aus der Entzugsklinik zurückkommt.
Nach „How to Make Friends with the Dark” ist das nun schon mein zweites Buch von Kathleen Glasgow, und auch dieses hat mich wieder komplett mitgerissen. Die Bücher der Autorin sind vom Aufbau her nicht unbedingt geradlinig geschrieben und es gefällt mir, dass man nicht wirklich weiß, wohin sie einen eigentlich führen will und wie wohl alles ausgehen wird.
Ich mag außerdem, wie menschlich und real sie ihre Charaktere schreibt, Hier gibt es keine perfekten Figuren, alle haben ihre Licht- und Schattenseiten.
Inhaltlich ist diese Geschichte nicht ohne und Wohlfühlmomente gibt es nicht allzu viele. Mich hat sie emotional auf jeden Fall sehr gepackt – und ich denke, das ist bei diesem Thema auch gut so.
Fazit: Ein unter die Haut gehender Jugendroman über Drogensucht und was es bedeutet, wenn ein Familienmitglied betroffen ist. Von mir gibt es eine absolute Lese- bzw. Hörempfehlung, nicht nur für Jugendliche.

Bewertung vom 31.03.2024
Cato und die Dinge, die niemand sieht
Goldewijk, Yorick

Cato und die Dinge, die niemand sieht


ausgezeichnet

Verdienter Preisträger

Die etwa 12jährige Cato muss das Meiste mit sich selbst ausmachen – ihr Vater ist mehr und mehr in sich gekehrt und Freunde finden fällt ihr schwer. Da trifft sie eines Tages auf die geheimnisvolle Frau Kano, die etwas schier Unglaubliches anbietet, nämlich individuelle Zeitreisen. Ob sie hier vielleicht sogar ihre verstorbene Mutter treffen kann, die sie nie kennengelernt hat?
Dieses Kinderbuch von Yorick Goldewijk wurde nicht ohne Grund als Kinderbuch des Jahres mit dem Goldenen Griffel ausgezeichnet. Neben einer wunderschönen äußeren Gestaltung, die die Geschichte im Ganzen super einfängt, wird hier eine wirklich originelle Idee meisterhaft erzählt. Die einfach zu lesende, aber fast poetische Sprache vermittelt sie außerdem perfekt.
Cato, aber auch eigentlich jede andere Figur des Buchs, ist einzigartig und ich fand es wunderschön, an ihrer Seite das Geheimnis um Frau Kano zu lüften. Gefallen hat mir insbesondere, wie die Geschichten der Personen clever ineinander verschachtelt sind, aber auch das Ende fand ich richtig gelungen.
Alles in allem ist es ein wirklich besonderes Buch, das mir definitiv im Gedächtnis bleiben wird und das ich praktisch allen ab 10 Jahren absolut empfehlen kann.

Bewertung vom 31.03.2024
Familien-Naturführer
Hedder, Katharina

Familien-Naturführer


ausgezeichnet

Macht Lust auf Draußensein

Der Familien-Naturführer ist genau das, was sein Name schon sagt: Er ist ein Nachschlagewerk für die ganze Familie, der einem die heimische Natur – Tiere und Pflanzen – näherbringt. Neben diesem Wissensteil gibt es aber auch noch rund 100 Seiten, auf denen verschiedenste Mitmachideen in den unterschiedlichen Bereichen der Natur (im Garten, im Wald, am Bach etc.) vorgestellt werden.
Es gibt wirklich unglaublich viel zu entdecken in diesem Buch! Wenn man erst einmal angefangen hat zu blättern, kommt man von einem zum nächsten – vor allem auch unsere Kinder, alleine schon wegen den vielen tollen Fotos von bekannten und unbekannten Tieren und Pflanzen, auf denen oft auch noch mal extra Hinweise zu auffälligen Merkmalen sind.
Natürlich ist es unmöglich, die gesamte heimische Tier- und Pflanzenwelt in einem solchen Band wiederzugeben, und stellenweise sind die Infos zu den Tieren auch eher knapp gehalten und ab und zu wünscht man sich vielleicht mehr Details. Aber ich finde das okay so, man kann ja bei besonderem Interesse auf ein spezielleres Buch zurückgreifen – dieses verstehe ich eher als Übersicht bzw. ein Buch, das neugierig machen soll.
Dafür spricht ja auch der Mitmachteil, den ich persönlich sehr gelungen finde. Hier gibt es wirklich eine Fülle an unterschiedlichsten Ideen (ganze 50 Stück), die so interessant sind, dass man auf der Stelle nach draußen gehen und loslegen möchte.
Alles in allem gefällt uns dieses Buch wirklich richtig gut und wir werden wohl regelmäßig darin stöbern und uns Ideen für den nächsten Nachmittag an der frischen Luft holen.

Bewertung vom 16.02.2024
Die Burg
Poznanski, Ursula

Die Burg


ausgezeichnet

Spannung hoch zehn

Der Milliardär Nevio hat eine ganze Burg zu einem Escape-Spiel vom Feinsten umgerüstet. Hochmodernste Technik soll die Besucher bald in jederlei Hinsicht begeistern. Zu Testzwecken lädt er eine Gruppe verschiedenster Experten ein, aber die KI scheint bald ganz andere Pläne zu haben…
Auch wenn Thriller eigentlich nicht zu meinen liebsten Genres zählen, dieses Buch hat mich einfach von der originellen Idee her so gereizt, dass ich nicht Nein sagen konnte. Und tatsächlich konnte mich die Geschichte auch in der Umsetzung so sehr begeistern, dass ich das Buch an einem Tag verschlungen habe.
Nach einigen wenigen einführenden Kapiteln findet man sich als Leser ziemlich schnell in der unterirdischen Escape-Welt wieder, und ab da lässt die Spannung (und die zunehmend beklemmende Stimmung) auch nicht mehr nach. Abwechselnd aus Sicht eines Teilnehmers und einer Mitarbeiterin des Technikteams erzählt, fängt einen die Geschichte sehr schnell ein und man fühlt sich wie mittendrin.
Mich konnte das Buch mit seiner Thematik, dem (leichten) Gruselfaktor und der tollen Spannungskurve wirklich sehr begeistern. „Die Burg“ war mein zweites Buch der Autorin, aber sicherlich nicht das Letzte. Absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 14.02.2024
The Fort
Korman, Gordon

The Fort


ausgezeichnet

Packende Geschichte über Freundschaft

Eine Gruppe Freunde macht nach einem heftigen Sturm eine Riesenentdeckung im Wald: Sie finden eine bisher verborgene Luke im Boden, die in einen voll ausgestatteten Bunker aus Zeiten des Kalten Krieges führt. Da jeder der Freunde gerade mit verschiedenen Problemen zu kämpfen hat, wird der Bunker zum heißgeliebten Treffpunkt und Rückzugsort der Jugendlichen.
Ich weiß ja nicht, wie das bei anderen war, aber als Kinder haben wir alle möglichen Lager im Wald gebaut – ein Fund wie der der Freunde in diesem Buch wäre also das ultimative Highlight gewesen. Schon allein deswegen fand ich die Idee zu dieser Geschichte unheimlich faszinierend. Aber die Umsetzung war tatsächlich überwältigend gut.
Jeder der Freunde ist ein ganz eigener Charakter, mit eigenen Macken und Vorzügen und eigenen Problemen, und ich fand es toll, dass man als Leser in verschiedene Perspektiven eintauchen durfte. Besonders faszinierend fand ich aber die Dynamik zwischen den Figuren und die Entwicklung der Freundschaft im Verlauf der Geschichte.
Für mich war dieses Buch bereits ein erstes Lesehighlight in diesem Jahr, und die Geschichte um die fünf Freunde wird mir wohl noch lange im Gedächtnis bleiben. Gordon Korman ist bisher komplett an mir vorübergegangen, aber nach diesem Buch werde ich da auf jeden Fall einiges nachholen. Absolute Leseempfehlung.

Bewertung vom 14.02.2024
Lila Leuchtfeuer
Sila, Tijan;Schneider, Lena

Lila Leuchtfeuer


sehr gut

Welt voller magischer Wesen und Gegenstände

Lila Leuchtfeuer ist eigentlich noch keine richtige Magichanikerin, aber als ihr Vater unterwegs ist, kann sie es nicht lassen und öffnet trotz Verbot seine Werkstatt. Das bereut sie aber ziemlich bald, denn statt der üblichen Aufträge muss sie nun das Flugfass der Hexe Tremebunda reparieren – und mit der ist absolut nicht zu spaßen…
Junge Leser dürfen hier in eine Welt voller magischer Wesen und Gegenstände eintauchen und sich zusammen mit Lila auf einen ziemlich abenteuerlichen Ausflug begeben. Lila muss diesen Auftrag aber nicht alleine meistern, sondern wird von einer bunten Truppe alter und neuer Freunde begleitet – und diese so verschiedenen und eigenen Figuren machen auf jeden Fall einen großen Teil des Reizes der Geschichte aus.
Das Autorenduo hat hier auf jeden Fall eine wunderbar kreative und spannende Geschichte geschaffen, die kleinen wie großen Lesern Spaß macht. Die Altersempfehlung ab 9 Jahren finde ich fast ein wenig zu hoch gegriffen, gerade mit den ansprechenden Illustrationen haben auch schon etwas jüngere Leser/Zuhörer Spaß daran.
Uns hat dieses Buch rundum gut gefallen und wir würden auf jeden Fall gerne für einen weiteren Band in diese Welt zurückkehren.

Bewertung vom 13.02.2024
Das Lexikon der erstaunlichsten Fakten - die Welt mit neuen Augen sehen: das Nachschlagewerk für visuelles Lernen
McCann, Jacqueline;Bédoyère, Camilla de la;Mills, Andrea

Das Lexikon der erstaunlichsten Fakten - die Welt mit neuen Augen sehen: das Nachschlagewerk für visuelles Lernen


ausgezeichnet

Feuerwerk an Informationen

Die üblichen Lexika kommen ziemlich trocken daher und ein kleines Bildchen zum jeweiligen Begriff ist schon das Höchste der Gefühle. Aber dieses hier aus dem Hause Ravensburger dreht den Spieß um und ist praktisch ein anschauliches und buntes Feuerwerk an Informationen.
Die Informationen auf den stolzen 256 Seiten sind thematisch angeordnet, so dass man ganz nach Lust und Laune in einem Themenbereich schmökern kann. Neben kurzen Sachtexten sind jeweils Doppelseiten grafisch so wunderbar aufbereitet, dass selbst Lesemuffel „hängenbleiben“. Uns hat dabei sehr gefallen, dass es oft schon einen Hinweis oder eine Überleitung auf die nächste Doppelseite gibt.
Die Altersangabe ab 6 Jahren finde ich gut getroffen, da die Kinder sich ab dem Schulalter dann die spannenden Informationen aus den Texten selbst erarbeiten können. Allerdings wird das Buch auch vom jüngeren Bruder in Beschlag genommen, den die Bilder allein schon begeistern.
Alles in allem ist das Buch auf jeden Fall eine Bereicherung für unsere Familienbibliothek und ich bin mir sicher, es wird noch einige Ahs und Ohs bei uns auslösen. Klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 13.02.2024
Wieso? Weshalb? Warum?, Band 4: Wir erforschen die Vulkane
Noa, Sandra

Wieso? Weshalb? Warum?, Band 4: Wir erforschen die Vulkane


ausgezeichnet

Wunderbar anschaulich und informativ

Im neuesten Band der Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ für 4-7jährige dreht sich diesmal alles um Vulkane – ob an Land oder im Meer, in der Ferne oder gar nicht so weit weg. In gewohnt gekonnter Art und Weise wird das Thema anschaulich behandelt und von allen möglichen Seiten beleuchtet.
Unser Jüngster verband Vulkane immer direkt mit seinen heißgeliebten Dinosauriern und fand sie schon allein deswegen sehr faszinierend, daher kam ein Buch zu diesem Thema praktisch wie gerufen. Und, wie bei dieser Reihe fast erwartet, konnte uns dieser Band auch wieder sehr begeistern.
Mit spektakulären Bildern, zahlreichen Klappen und einer Hülle an interessanten Informationen kann man hier schon zum (kleinen) Experten für Vulkane werden! Selbst Erwachsene können in diesem Buch regelmäßig staunen und so einiges dazulernen. Besonders gelungen finde ich insbesondere, wie die Zusammenhänge erklärt werden – zum Beispiel was tektonische Platten und die Entstehung von Vulkanen oder auch Gebirgszügen angeht.
Bei uns ist dieser Band in der ganzen Familie sehr gut angekommen, so dass wir auf jeden Fall eine absolute Empfehlung dafür aussprechen können – auch über die angegebene Altersspanne hinaus.

Bewertung vom 13.02.2024
Stars In Your Eyes
Callender, Kacen

Stars In Your Eyes


ausgezeichnet

Vielschichtige (Liebes-)Geschichte und definitiv keine Hollywood-Komödie

Obwohl sie etwa im gleichen Alter und beide POC sind, haben Mattie und Logan, die beiden Hauptdarsteller einer geplanten romantischen Komödie ansonsten wenig gemeinsam: Logan ist ein alter Hase im Geschäft und entsprechend desillusioniert, Mattie hingegen ein neues Sternchen am Schauspielhimmel. Klar, dass hier Welten aufeinanderstoßen, als die beiden vom PR-Team des Films eine Fake-Beziehung verordnet bekommen.
Anders als man erwarten könnte, wartet hier definitiv keine oberflächliche romantische Hollywood-Komödie auf die Leser – auch wenn man mit viel Filmbusiness und einer Liebesgeschichte rechnen darf. Stattdessen taucht man ein in eine vielschichtige Geschichte um zwei Schauspieler, die mit der Branche und ihren jeweiligen eigenen Dämonen zu kämpfen haben.
Kacen Callender konnte mich schon mit „Felix Ever After“ sehr begeistern, hier hat aber außerdem der Sprung von Young Adult zur Erwachsenenliteratur richtig gut geklappt. Zwar sind die Protagonisten noch recht jung, aber von der Thematik her hatte dieses Buch für mich keinerlei der etwas seichten New-Adult-Aspekte, wie man es vielleicht erwarten könnte.
Beide Charaktere fand ich sehr interessant geschrieben und die Entwicklung zwischen den beiden hatte, für meinen Geschmack, genau das richtige Tempo und fühlte sich, auch was das Ende angeht, sehr natürlich an.
Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut und obwohl es sich ernster und irgendwie auch melancholischer entwickelte als erwartet, war ich insgesamt schwer begeistert von dieser Geschichte, die sich eben nicht las, wie etwas, das man schon etliche Male so ähnlich gelesen hat. Absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 10.02.2024
Wir sitzen im Dickicht und weinen
Prokopetz, Felicitas

Wir sitzen im Dickicht und weinen


gut

Mutter-Tochter-Beziehungen

Die Beziehung zwischen Valerie und ihrer Mutter ist schon immer eine sehr spezielle und somit auch nicht einfache. Als ihre Mutter die Diagnose Krebs erhält, verstärkt sich der vorhandene Zwiespalt nur noch mehr. Wie bekommt man eine so schwierige Mutter-Tochter-Beziehung in den Griff, wenn man im Leben doch auch noch andere Baustellen hat?
Ich fand den Ansatz in diesem Buch richtig interessant, nämlich die Mutter-Tochter-Beziehungen im Kontext der verschiedenen Generationen einer Familie zu beleuchten. Etwa: Warum ist Valeries Mutter so wie sie ist, was hat sie für Erfahrungen mit ihrer eigenen Mutter gemacht? Und das gelingt diesem Roman, wie ich finde, sehr gut. Zugegebenermaßen waren für mich die Abschnitte in der Gegenwart am leichtesten zugänglich, aber es war auch sehr spannend, nach und nach zu erfahren, wie es den (anderen) Frauen in der Familie in der Vergangenheit ergangen ist.
Allerdings habe ich mir sehr schwergetan, die einzelnen Figuren auseinanderzuhalten bzw. zuzuordnen. Tatsächlich habe ich mir irgendwann einen Spickzettel mit einem Familienstammbaum geschrieben, weil ich immer wieder durcheinanderkam. Ich bin mir nicht ganz sicher woran das lag – vielleicht daran, dass die Perspektive sehr oft wechselt?
Alles in allem habe ich das Buch gerne gelesen und auch einige Gedanken mitgenommen. Vom Aufbau hätte ich es mir manchmal etwas geradliniger gewünscht, weshalb mich die Geschichte leider nicht ganz packen konnte.