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Benutzername: xlisax1409
Wohnort: Ulm
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Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 114 Bewertungen
Bewertung vom 23.10.2021
What to say next
Buxbaum, Julie

What to say next


sehr gut

Die rührende Geschichte von Kit und David

Die sehr beliebte Kit brauch nach dem Tod von ihrem Vater unbedingt Abstand von allen und setzt sich deshalb ab sofort zu David an den Tisch. David hat Autismus und ist ein ziemlicher Außenseiter. David ist eine nette Abwechslung zu Kits anderen Freunden, weshalb die beiden damit beginnen, immer mehr Zeit miteinander zu verbringen…

Die Protagonisten:

Vor dem Tod von Kits Vater war sie immer bei den Beliebten vorne mit dabei, aber nun ist Kit eher ruhiger, möchte allein sein und ist sehr nachdenklich. Ich mochte Kit, sie hatte zwar ein bisschen diese, „alles ist abscheulich“ Vibes, die manchmal etwas viel werden können, aber war grundsätzlich ein sehr guter Charakter.
David ist unglaublich schlau, was ich sehr an ihm mochte, da es bei ihm mit der Kommunikation aber eher schwierig ist, kann er manches nicht richtig deuten, was ihm manchmal so ziemlich zum Verhängnis wird. Er ist einfach total süß auf eine richtig unschuldige Art und ich kam nicht darum herum, ihn zu mögen.

Die Umsetzung:

Bei dem Cover war ich mir nicht sicher, was ich erwarten sollte, da es nicht wirklich etwas über das Buch aussagte, aber da das Cover schlicht und bunt gehalten wurde, dachte ich eher an etwas Ruhigeres und irgendwo war es das auch. Den Schreibstil des Buches mochte ich sehr, wie die Autorin die Protagonisten sich ausdrücken lassen hat, mochte ich besonders. Sie hat die Charaktere der Protagonisten sehr gut getroffen.
Zu den Charakteren möchte ich noch sagen, dass ich es etwas schade fand, das die Nebencharaktere sehr kurz kamen. Die Nebencharaktere sind mir immer ziemlich wichtig, da diese das Buch meist noch besser machen können, als es sowieso schon ist und hier hatten die Nebencharaktere leider keinen Wiedererkennungswert, was aber nicht immer schlimm sein muss. In dieser Geschichte lag der Fokus so ziemlich darauf, dass sich Kit und David einander öffnen und sich auch gegenseitig helfen, weshalb es nun hier nicht so sehr ins Gewicht fällt. Beide haben ziemlich schwere Probleme und wie sie sich nur dadurch, dass sich Kit an Davids Tisch gesetzt hatte, nähergekommen sind, fand ich echt toll. Die Geschichte ist toll, wenn man einfach mal etwas Tiefgehenderes lesen möchte.
Mich erinnerte das Buch ein bisschen an „Chemical Hearts“, auch wenn die Bücher zugleich nicht unterschiedlicher sein könnten jedoch hatte ich bei beiden Büchern dasselbe Gefühl, als ich fertig war mit dem lesen. Ich hatte am Ende etwas anderes erwartet als ich dann bekommen hatte, fand es aber trotzdem gut gelöst. Obwohl mir Kit hier gegen Ende ein bisschen zu anklagend wurde.

Mein Fazit:

Ich finde das Buch echt schön, um es zwischendurch einfach mal durchzulesen, es ist süß, beinhaltet auch eine Menge Drama, aber es konnte mich trotzdem sehr fesseln. Das Ende war mir jetzt nicht ganz so rund, aber ich fand das Buch trotzdem sehr gut und gebe ihm 4 von 5 Sterne.

Bewertung vom 23.10.2021
Aribella und die Feuermaske
Hoghton, Anna

Aribella und die Feuermaske


sehr gut

Ein starkes Kinderbuch mit einem leider etwas schwachen Ende

Auf dem Marktplatz vor aller Augen passierte Aribella etwas, was weitreichende Folgen haben soll. Ihre Finger begannen urplötzlich Funken zu schlagen und kurz darauf erfuhr sie von den Cannovacci, mit ihren magischen Fähigkeiten und dass sie eine von ihnen ist. Sie sind die Beschützer der Stadt Venedig und sie werden gerade mehr als zuvor gebraucht…

Die Protagonisten:

Aribella kommt in eine ganz neue Situation gestolpert und ich fand es echt toll, wie vergleichsweise gut sie damit umgegangen ist. Sie war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie ist zudem mutig, setzt sich für ihre Freunde ein und ich konnte die Entscheidungen, die sie traf, eigentlich immer nachvollziehen. Die Cannovacci mochte ich ebenfalls sehr, sie waren alle so unglaublich vielseitig mit einer Menge verschiedener Gaben, die alle total einzigartig sind. Ich fand, dass die Charaktere sehr gut in das Buch passten.

Die Umsetzung:

Das Cover hatte mich zu dem Buch geführt, denn ich finde Venedig und seine Wasserstraßen total faszinierend und das Aribellas Geschichte in so einer Kulisse spielt, hat mich ziemlich hibbelig vor Vorfreude gemacht. Den Schreibstil des Buches fand ich super. Er ist einfach gehalten und flüssig, sodass ich ziemlich schnell mit dem Buch durch war. Das Buch begann sehr spannend. Aribella benutzte das erste Mal ihre Kräfte und die anschließende Verfolgungsjagd mit den Wachen verspricht Spannung pur. Die Cannovacci, denen Aribella begegnet, sind alle total interessant, jeder hat seine eigene Maske und Geschichte. Diese Story mitzuverfolgen machte mir unheimlichen Spaß, da es ernstere Situationen gab, aber auch nicht so ernste, in denen man einfach nur mit Aribella ihre neu entdeckte Welt erforschen konnte.
Das einzig wirklich negative, das ich über dieses Buch sagen kann, ist, dass das Ende mit dem großen Showdown leider nur ein paar Seiten lang war und nicht einmal besonders spannend, da es einfach so schnell abgehandelt wurde. Das (natürlich) unglaublich positive Ende war zudem ebenfalls sehr unrealistisch und es bleiben leider sehr viele Fragen offen.

Mein Fazit:

Das Buch zu lesen hatte super viel Spaß gemacht und die Werte, die es vertritt, finde ich ebenfalls toll. Das Ende war leider nicht wirklich spannend und sehr schnell und unglaubwürdig abgehandelt, aber sonst mochte ich das Buch. Es ist sehr gut für Kinder ab 10 Jahren geeignet. Deshalb gebe ich dem Buch 4 von 5 Sterne.

Bewertung vom 23.10.2021
Wut und Böse
Hoeder, Ciani-Sophia

Wut und Böse


gut

Ein wichtiges Thema, über das mehr gesprochen werden sollte

Ciani-Sophia Hoeder erzählt in diesem Buch darüber, was Frauen alles mit ihrer Wut anfangen können, wenn sie diese richtig verwenden und was die Gesellschaft wäre ohne weibliche Wut. Und wie hängt die Wut mit dem sozialen Umfeld und der mentalen Stärke zusammen?

Die Umsetzung:

Ich fand das Konzept der Wut von Frauen ein ganzes Buch zu widmen, sehr interessant und war deshalb sehr gespannt und meine Erwartungen wurden teilweise auch erfüllt. Den Schreibstil des Buches mochte ich sehr, er war eher fachlich und komplex, aber auch nicht zu unverständlich, was mir sehr zusagte.
Ich fand das es echt tolle Anregungen und Beispiele in diesem Buch gab, darüber, wie man seine Wut nutzen kann und wie die Welt aussähe, wenn Frauen nicht auch wütend werden würden.
Die Message des Buches war großartig. Man soll als Frau zu seiner Wut stehen, denn wenn man dies nicht macht, gibt man sich mit der Welt so zufrieden, wie sie ist.
Was mich jedoch am meisten und so ziemlich auch als einziges an diesem Buch gestört hatte, war, dass die Autorin immer von den weißen, heterosexuellen, nicht behinderten cis Männern gesprochen hatte und dem weißen Patriarchat, als sie sich geärgert hatte, was mich nach einer Weile einfach sehr gestört hatte, dass sie einfach sehr pauschalisierte. Meistens hatte sie dies leider nicht einmal begründet, was ich nicht nachvollziehen konnte.
An sich fand ich das Buch gut, aber es ist auf jeden Fall nicht so weit ausgereift, wie ich erhofft hatte.

Mein Fazit:

Ich fand das Buch grundsätzlich gut. Es kam zwar viel vor, dass ich schon vorher wusste und manchmal konnte ich mich nicht ganz für das Geschriebene begeistern oder einer Meinung mit der Autorin sein, jedoch war das Buch an sich interessant und nicht zu trocken. Deshalb gebe ich dem Buch 3 von 5 Sterne.

Bewertung vom 16.10.2021
Power Hour
Herbert, Adrienne

Power Hour


ausgezeichnet

Ein sehr inspirierendes und motivierendes Buch

Adrienne Herbert möchte mit ihrem Buch „Power Hour“ Menschen erreichen und ihnen zeigen, dass man mit nur einer zusätzlichen Stunde morgens, die man dafür nutzt, um seinen Zielen näherzukommen, sein ganzes Leben verändern und dadurch verbessern kann.

Die Umsetzung:

Als ich von dem Prinzip der Power Hour gehört hatte, wollte ich unbedingt mehr darüber erfahren, da ich schon länger immer circa eine Stunde früher aufstehe, wollte ich wissen, wie ich diese Zeit sinnvoller nutzen kann.
Menschen motivieren kann die Autorin auf jeden Fall, schon am Schreibstil merkt man dies, da sie den Leser direkt anspricht, wodurch ich mich gefühlt hatte, als würde mir ein Freund einfach etwas aus seinem Leben erzählen. Das gefiel mir sehr.
Der einzige wirkliche Kritikpunkt ist, dass ich mir mehr zu dieser einen zusätzlichen Stunde am Morgen erhofft hatte. Sie war zwar mehrere Male im Fokus, allerdings für mich zu wenig. Es wurde von inspirierenden Persönlichkeiten erzählt, die die Autorin interviewt hatte, von verschiedenen Einflüssen eines jeden Lebens und von der Power Hour, im Vergleich zum Rest tauchte sie halt eher unterschwelliger auf. Ich hätte gerne noch mehr Beispiele gehört, wie man diese nutzen kann. Im Großen und Ganzen fand ich das Buch trotzdem sehr lehrreich, vor allem das Kapitel über den Schlaf hat mich dazu gebracht, meinen Schlaf komplett umzustrukturieren.

Mein Fazit:

Ich fand das Buch sehr informativ und habe auch sehr viel daraus mitgenommen, es besteht aus einer guten Mischung aus Fakten und eigenen Erfahrungen, allerdings war es etwas schade, das der Fokus nicht wirklich konstant auf der einen morgendlichen Stunde lag. Da ich das Buch trotzdem sehr gut fand, gibt es von mir 4,5 von 5 Sterne. Eine klare Empfehlung.

Bewertung vom 16.10.2021
The Upper World - Ein Hauch Zukunft
Fadugba, Femi

The Upper World - Ein Hauch Zukunft


gut

Tolles Konzept mit mangelnder Umsetzung

Esso hält sich eigentlich aus jeglichen Gangaktivitäten heraus, allerdings gerät er zur falschen Zeit an den falschen Ort und muss um sein Leben fürchten. Währenddessen ebnet sich der Weg für ihn durch ein Fenster, durch das er in die Zukunft schauen kann.
Viele Jahre später ist dort die vielversprechend talentierte Fußballspielerin Rhia, die eigentlich anderes zu tun hat, als Esso dabei zu helfen, in der Zeit zurückzureisen. Jedoch kennt er ihre Mutter, von der sie unbedingt mehr wissen möchte und sie ist seine letzte Chance seine Freund vielleicht doch noch zu retten…

Die Umsetzung:

Als ich von dem Buch und dessen Grundidee gehört hatte, wurde ich neugierig, da das Buch Physik, Mathe und Zeitreisen vereinen sollte, aber so richtig überzeugt wurde ich leider nicht wirklich. Der Schreibstil des Buches sagte mir sehr zu, auch wenn ich es manchmal schade fand, dass die Sichten, aus denen das Buch geschrieben wurde, die von Esso und Rhia, meistens sehr schnell gewechselt wurden, sodass ich mich erst einmal daran gewöhnen musste. Ich finde den Lern-Aspekt des Buches trotzdem echt cool mit seinen Anhängen, die sich ganz hinten im Buch verbergen, bei denen man selbst entscheiden kann, ob man noch etwas mehr über die Physikalischen und Mathematischen Formeln, die Rhia und Esso benutzt hatten, wissen möchte oder nicht. Ich habe nicht so besonders lange gebraucht, um in die Geschichte hineinzukommen, da ich anfangs noch super gespannt war, allerdings zog sich die Handlung immer mehr, da mich vieles des Erzählten leider nicht wirklich interessiert hatte. Das mit Esso und den Gangs ging mir zu lange, da sich vieles immer wiederholt hatte, und ich denke, dass das Buch, wenn man Essos Sicht mit der von seiner damaligen Flamme Nadine getauscht hätte, einfach viel spannender und interessanter gewesen wäre. Rhias Sicht und ihre Geschichte fand ich hingegen viel fesselnder, ihre Probleme drehten sich nicht immer im Kreis und zudem gab es noch eine super interessante Story, die mit ihrer Herkunft zu tun hatte.
Esso ist dieser typische Schüler, der versucht, einfach nur bei den anderen gut anzukommen, um nicht selbst zur Zielscheibe zu werden, was mich jetzt nicht störte, allerdings ging es einfach unglaublich lange nur darum, wie er zu den Gangs steht, aber ich fand ihn trotzdem sympathisch.
Rhia mochte ich sehr, sie ist unglaublich ehrgeizig, musste schon sehr viel mitmachen, gibt aber trotzdem nicht auf und hat immer ihr Ziel vor Augen.
Die Geschichte spielte in zwei Zeitsträngen, wobei einer in der Vergangenheit spielte und einer in Rhias Gegenwart, diese zwei hatten sich auch gegen Ende hin gekreuzt, allerdings war das Ende einfach generell nicht ganz etwas für mich. Im Großen und Ganzen fand ich das Buch zudem bis zum Schluss auch sehr verwirrend, da manches für mich nicht wirklich verständlich war oder überhaupt aufgelöst wurde.

Mein Fazit:

Ich hatte zu große Hoffnungen in das Buch und wurde etwas enttäuscht, da ich etwas ganz andres erwartet hätte und mir das Buch manchmal einfach zu uninteressant war. Zudem wurde alles sehr schnell abgehandelt und wirkte dadurch zudem teilweise nicht wirklich nachvollziehbar. Es gab aber trotzdem noch einige positive Aspekte in diesem Buch. Deshalb gebe ich dem Buch 3 von 5 Sterne.

Bewertung vom 16.10.2021
Stärker als die Nacht / April & Storm Bd.1
Ashley, Karen

Stärker als die Nacht / April & Storm Bd.1


ausgezeichnet

Ich kann es kaum erwarten, dass April & Storms Geschichte weitergeht

April hatte ziemlich viel mitmachen müssen und wollte nun in San Francisco einen Neuanfang wagen und zwar mit ihrem Freund, nur hatte der sie leider komplett abserviert. Als sie eine neue Mitbewohnerin sucht, landet der Musiker Storm vor ihrer Haustür, er ist zwar keine sie, aber wird trotzdem Aprils neuer Mitbewohner. Storm schaut ziemlich mitgenommen aus und das nicht nur äußerlich, trotz den vielen Narben beider, fängt es an zu knistern…

Die Protagonisten:

Ich mochte April sehr, vor allem die Tatsache, dass sie eine Deutsche in Amerika ist. Sie hatte dadurch einen gewissen Charme versprüht, vor allem wenn sie sich nach diesem Stereotypischen Klischees eines Deutschen verhalten hatte, was so nichts mit dem lockeren Style der Amerikaner gemein hatte. Sie kam sehr nachvollziehbar für mich rüber und war einfach sympathisch.
Mit Storm konnte ich anfangs noch nicht wirklich etwas anfangen, aber umso mehr ich von ihm wusste, umso mehr mochte ich ihn. Er war sympathisch, etwas verwirrend, oft echt süß und dazu war seine Hintergrundgeschichte ziemlich interessant.
Die restlichen Charaktere waren auch sehr gut, vor allem das Fellbündel Sky.

Die Umsetzung:

Ich liebe das Cover, es ist echt wunderschön, genau wie die Geschichte von April & Storm. Als ich den Klappentext zu lesen bekommen hatte, wusste ich sofort, dass ich das Buch einfach lesen möchte und ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil gefiel mir sehr vor allem Aprils Sicht, wobei ich es etwas seltsam fand, das Storms Sicht aus der Erzählperspektive geschrieben wurde im Gegensatz zu Aprils Sicht. Daran hatte ich mich jedoch nach einer Weile gewöhnt. Anfangs war ich noch etwas skeptisch, da mich Storm sehr verwirrte, aber nach einer Weile konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Die Geschichte hatte mich unglaublich mitnehmen können, da das Buch oftmals sehr traurig und emotional und ebenso berührend war.
Eines der für mich besten Details war für mich allerdings, dass beide Protagonisten sich vegetarisch oder fast vegan ernährten, denn Vegetarier und Veganer sind eindeutig untervertreten in Büchern oder unglaublich nervig, aber das war zum Glück nicht der Fall hier. Das Ende hatte auf jeden Fall einen ziemlich guten Plot, wenn dieser auch nicht ganz ideal umgesetzt wurde. Es gab auch einen miesen Cliffhanger und ich muss einfach wissen, wie die Geschichte ausgeht, da mir April & Storm total ans Herz gewachsen sind.
Ich kann das Buch nur jedem wärmstens empfehlen.

Mein Fazit:

Ich liebe die Charaktere, auch wenn sie ein paar kleine Macken haben. Die Geschichte war total überraschend und unvorhersehbar und ich muss einfach unbedingt wissen, wie April & Storms Geschichte weitergeht. Das Buch war ganz kurz davor, zu meinen Lieblingsbüchern zu wandern, allerdings hatte mir dafür noch ein klein bisschen etwas gefehlt, aber das Buch bekommt trotzdem 5 von 5 absolut verdiente Sterne von mir.

Bewertung vom 06.10.2021
Friday Black
Adjei-Brenyah, Nana Kwame

Friday Black


sehr gut

Auf jeden Fall verstörend aber trotzdem sehr gut

Das Buch umfasst zwölf eigenständige Kurzgeschichten, die zum Nachdenken anregen. In den Geschichten spielen Diskriminierung, Rassismus und Konsum sehr große Rollen. Zudem interessieren sich die Menschen in diesem Buch meistens nur für sich selbst und für sonst eigentlich nichts…

Die Umsetzung:

Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, bevor ich das Buch zu lesen angefangen hatte, aber die Kurzgeschichten in diesem Buch sind fast alle ziemlich brutal und deprimierend gewesen und haben mich immer wieder zum Pausieren gebracht, da ich vieles davon erst einmal verdauen musste. Nana Kwame Adjei-Brenyahs Schreibstil war ganz okay und ich kam auch mit diesem klar, allerdings waren die Geschichten mir manchmal etwas zu wirr. Manche der Geschichten waren unglaublich gut, so wie die zum „Friday Black“, in der von der abartigen Brutalität beim Einkaufen an einem Tag wie unserem Black Friday erzählt wird, nur viel schlimmer und extremer. Diese Geschichte hatte mich mit „Die Alte Zeit“ am meisten berührt. „Die Alte Zeit“ fand ich am bewegendsten und tiefgründigsten, da der Protagonist zwar in einer völlig realitätsfernen Zukunft lebte, ich ihn aber trotzdem verstehen konnte, da in der Geschichte das Anderssein und verschiedene Gesellschaftsklassen thematisiert wurden. Es gab auch Geschichten, die nicht ganz mein Fall waren, da sie entweder zu flach oder unausgereift waren, aber bei zwölf Stück finde ich das okay, da nicht jeder alles mögen kann.
Ich werde auf jeden Fall weiterhin die Augen nach Nana Kwame Adjei-Brenyahs Büchern offenhalten, den an sich fand ich das Buch bis auf ein paar Kleinigkeiten echt klasse.

Mein Fazit:

Die Geschichten waren meiner Meinung nach manchmal nicht ganz ausgereift aber trotzdem gut, zudem haben es einzelne der Geschichten bis jetzt immer noch nicht aus meinem Kopf geschafft, da sie mich sehr beschäftigen. Ich würde das Buch aber trotzdem weiterempfehlen. Deshalb gebe ich dem Buch 4 von 5 Sterne.

Bewertung vom 06.10.2021
Eine Vision zur richtigen Zeit / Akademie Fortuna Bd.2
Kempen, Sarah M.

Eine Vision zur richtigen Zeit / Akademie Fortuna Bd.2


ausgezeichnet

Der Band kann locker mit dem ersten mithalten

Sorry hatte sich bei ihrer Prüfung vor allen bewiesen und gezeigt, wie nützlich ihre Vorhersagen sind, allerdings kann sie sich noch nicht ausruhen, da Ben von seinem eigenen Vater entführt wurde und nun versuchen Sorry und Missy ihn zu finden. Auf diesem Abenteuer kommen sie zudem auch noch einem der bestgehüteten Geheimnisse der Wahrsagerwelt auf die Schliche…

Die Umsetzung:

Ich liebe die Cover der Reihe, das des ersten Teils ist eher etwas eleganter in Lila und Gold gehalten worden und dieses hatte noch einmal eins darauf gelegt, mit seinen grünen Farbtönen. Der Schreibstil von Sarah M. Kempen ist wieder sehr flüssig und einfach, was mich nur so durch die Seiten fliegen lassen hat. Ich hatte das Buch bekommen und einen Tag später hatte ich es einfach schon durchgesuchtet, da ich es einfach nicht weglegen konnte.
Die Akademie Fortuna ist eine absolut fantastische Schule und ihre Schüler sind dies ebenso. Sorry ist mir richtig ans Herz gewachsen und vor allem Missy hat in diesem Band wieder für sehr viele Lacher bei mir gesorgt. Die Lehrer sind ebenfalls echt genial, vor allem Herr Gelatine, der durch Süßigkeiten Vorhersagen machen kann, war einfach genial. An diesem Band mochte ich sehr, wie sich die Gruppen vermischt hatten, denn Sorry und Missy kamen mit der Zeit sogar echt gut mit Estrella aus, was ich niemals gedacht hätte. Wie in dem Klappentext auch schon angekündigt wurde, gibt es noch einen großen Plottwist in diesem Buch und die Wendung, die das Buch genommen hatte, hätte ich absolut nicht erwartet. Sie war allerdings echt gut und ich würde so gerne schon am nächsten Teil weiterlesen.
Am aller besten in diesem Buch haben mir aber wieder die fantastischen Illustrationen von Alica Räth gefallen, diese haben die Charaktere wieder supergut eingefangen, ihre Charaktereigenschaften wurden eigentlich immer richtig gut präsentiert.
Ich kann der Reihe bis jetzt einfach nur eine klare Leseempfehlung aussprechen.

Mein Fazit:

Ich finde die Reihe einfach super. Sorrys Geschichte ist spannend, vermittelt gute Werte und ist für Leserinnen und Leser ab 10 Jahren perfekt. Das Buch konnte mich genau so gut wie der erste Teil unterhalten und deshalb bekommt das Buch von mir 5 von 5 Sterne.

Bewertung vom 26.09.2021
Goldmädchen
Iacopelli, Jennifer

Goldmädchen


ausgezeichnet

Glaub an dich und deine Träume

Audrey hatte es sich schon lange erträumt und nun wird es wahr, sie wird an Olympia teilnehmen! Aber kurz bevor die Reise beginnt, wird ihr Trainer wegen der angeblichen Vergewaltigung einer Teamkameradin vom FBI festgenommen. Das Team wird auf eine harte Probe gestellt. Wer hat recht und wie viel sind die Mädchen bereit zu geben, wenn es um die Medaillen geht?

Die Umsetzung:

Das Cover ist nicht ganz meins, weshalb ich mir anfangs nicht wirklich sicher war, ob das Buch etwas für mich wäre, aber als ich das erste Mal hineingelesen hatte, wusste ich sofort, dass ich Audrey gerne auf ihrer Reise begleiten wollen würde. Der Schreibstil war flüssig und leicht zu lesen, und dass das Buch aus Audreys Perspektive geschrieben ist, gefiel mir ebenfalls.
Genau das, was im Klappentext angeteasert wurde, wurde im Buch super umgesetzt und nach einer gewissen Anzahl von Seiten war ich wie gefesselt von diesem Buch.
Audrey war unglaublich authentisch, das mochte ich mitunter am meisten an ihr. Sie hatte immer ihr Ziel vor Augen und egal wie unwirklich etwas erschien, gab sie immer ihr Bestes. Sie ist eine sehr inspirierende Protagonistin.
Die restlichen Mädchen waren ebenfalls sehr authentische Charaktere, die ich meistens nur mögen konnte. Der Zusammenhalt der Gruppe und der Sportlerinnen allgemein hatte mir sehr gut gefallen, da egal ob sie schlussendlich Konkurrentinnen waren oder nicht, verhielten sie sich meist sehr sportlich gegenüber den anderen. Allgemein sind die Werte, die dieses Buch einfach großartig.
Das Buch ist auf jeden Fall sehr auf das Kunstturnen fokussiert, in dem Buch gibt es zwar auch noch die interessante Storyline mit dem Trainer und eine Romanze allerdings laufen diese eher im Hintergrund ab und werden um das ganze Kunstturnen herumgesponnen. Ich mochte genau dies jedoch sehr, da ich die Erzählungen von Audreys Trainings und ihren Wettkämpfen unglaublich spannend fand, aber ich denke, dass dies eindeutig Geschmackssache ist und manch ein anderer das Buch genau aus diesem Grund nicht so mögen könnte.

Mein Fazit:

Ich bin nicht wirklich leicht für Sport zu begeistern, aber dieses Buch war einfach fantastisch. Als wäre ich wirklich mit Audrey bei den Olympischen Spielen gewesen, zudem wirkte es auf mich auch sehr authentisch. Ich kann das Buch nur jedem wärmstens ans Herz legen und gebe dem Buch deshalb auch verdiente 5 von 5 Sterne.

Bewertung vom 25.09.2021
The promises we made. Als wir uns wieder trafen
Ahrnstedt, Simona

The promises we made. Als wir uns wieder trafen


gut

Die Liebesgeschichte war nicht wirklich meins…

Dessie und Sam waren vor langer Zeit einmal ein Paar, bis ein schlimmer Zwischenfall alles zunichtegemacht hatte. Nun, da Sam Leiter seiner eigenen Hotelkette ist und schlimme Drohungen erhält, sehen sich die beiden das erste Mal seit langer Zeit wieder, da ausgerechnet Dessie sein neuer Bodyguard wird. Die beiden empfinden immer noch irgendwie etwas füreinander, auch wenn beiden damals das Herz gebrochen wurde, jedoch ist es der ganze Herzschmerz wert?

Die Protagonisten:

Dessie war echt eine klasse Protagonistin, sie ist mutig, hat viele richtig beeindruckende Skills, da sie beim Militär war und gibt alles für ihre Freunde und ihren Job. Bei Sam weiß ich allerdings immer noch nicht, was ich von ihm halten soll… Er ist anscheinend echt toll, ich finde es auch fantastisch, dass er sich für Gleichberechtigung, das Klima und noch vieles Weiteres einsetzt, aber ich kam einfach nicht an ihn ran. Als wäre er ein Roboter oder Ähnliches.
Die Nebencharaktere waren ganz okay, konnten mich aber auch nicht wirklich umhauen, vor allem gegen Ende hin nicht.

Die Umsetzung:

Das Cover und die Gestaltungen des Buches gefielen mir sehr. Das Buch war das erste, das ich von Simona Ahrnstedt gelesen hatte und es war leider nicht wirklich etwas für mich. Der Schreibstil des Buches wirkte auf mich eher distanzierter, vielleicht lag es daran, dass das Buch aus der Erzählperspektive geschrieben wurde, aber ich konnte mich einfach nicht komplett in die Protagonisten hineinversetzen.
Die Begründung dafür, dass sich Dessie und Sam seit einer halben Ewigkeit nicht mehr gesehen hatten, da sie verletzt waren, fand ich gut und nachvollziehbar, allerdings mochte ich das Hin und Her ab ihrem Wiedersehen nicht unbedingt, vor allem da die Emotionen zwischen den beiden nicht wirklich präsent waren, es wirkte alles sehr oberflächlich.
Wenn man das Buch wegen dem Bodyguard-Aspekt lesen möchte, wäre es vielleicht nicht meine erste Wahl, aber dieser ist schon ganz interessant.
Das Ende war dann leider ein ziemlicher Reinfall für mich, es war zwar überraschend und für mich nicht vorhersehbar, aber es wurde dort einfach unfassbar absurd und ich denke, dass die Autorin einfach nicht wirklich einen Plan davon hatte, wie sie das Buch beenden wollen würde. Das Buch war zwar unterhaltsam, aber es konnte mich einfach nicht für sich begeistern.

Mein Fazit:

Leider konnten mich die Charaktere und die Handlung nicht wirklich abholen, die Emotionen waren für mich nicht wirklich vorhanden und die Geschichte wurde gegen Ende hin leider viel zu absurd. Deshalb kann ich dem Buch leider nur 2,5 von 5 Sterne geben. Man muss es nicht unbedingt gelesen haben.