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Benutzername: Ladybug_liest
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Bewertungen

Insgesamt 82 Bewertungen
Bewertung vom 18.11.2021
Vier Frauen - Jedes. Wort. Eine. Lüge.
LaManna, Gina

Vier Frauen - Jedes. Wort. Eine. Lüge.


sehr gut

Ein Society-Paar feiert an der kalifornischen Küste ihre Hochzeit und zieht diese ganz groß auf, denn egal was es kostet, alles soll perfekt sein. Die Braut Whitney lädt dazu sehr umfangreich ein und darunter sind auch die Protagonistinnen Lulu, Emily, Ginger und Kate. Manche davon Freundinnen aus Collegezeiten, manchen irgendwie verwandt. Dann findet das Probedinner statt und kurz darauf der Schrei! Ein Mann ist tot! Detective Ramone ermittelt und führt mit jeder dieser Damen und auch Angestellten Verhörgespräche und alle vier Frauen gestehen den Mord! Doch was steckt hinter diesen Geständnissen… was verschweigen die vermeintlichen „Täterinnen“ ……



Mit einem fesselnden Prolog der Neugier auf diese Story macht, beginnt der etwas anders aufgebaute Thriller. Entweder zu Beginn eines Kapitels oder teils auch am Ende werden Auszüge aus den Vernehmungsgesprächen zwischen dem Detective und dem Gegenüber eingefügt. Dies war sehr hilfreich und verursachte den Drang stets weiter lesen zu wollen. Eine „andere“ Art von Cliffhangern, die das Lesen sehr flüssig machten. Das zu Beginn viele Aufkommen von Protagonisten, sorgte erst mal für etwas Überforderung, doch mit etwas Zurückblättern zu den polizeilichen Protokollen, hatte ich schnell Kontrolle über die einzelnen Charaktere. Manche waren voller Geheimnisse und andere wiederum sehr arrogant und voller Frauenpower! Jede auf ihre Art passt für mich perfekt in den Plot und ich hatte aufgrund der Darstellung ein genaues Bild vor Augen.

Der Mord spielt in diesem Thriller eher eine Nebenrolle, viel mehr beschäftigt den Leser hier die Themen von Kinderlosigkeit, Untreue, Familie, Gewalt oder auch Reichtum. Ein sehr breites Spektrum, dass von der Autorin sehr gut zu einem wirklich spannenden und fesselnden Buch geschrieben wurde.



Mein Fazit:

Ich hätte diese Story eher in das Genre Drama eingeordnet und würde dieses Werk eher Frauen empfehlen. Mir hat es gut gefallen und ich geben hier 4 Sterne.

Bewertung vom 18.11.2021
Playlist
Fitzek, Sebastian

Playlist


sehr gut

Die 15-jährige Feline verschwindet spurlos auf dem Weg zur Schule. Der Privatermittler Alexander Zorbach, den wir schon aus den Werken „Der Augensammler“ und „Der Augenjäger“ kennen, wird

von der Mutter mit der Suche nach dem Mädchen beauftragt. Feline nutzte eine Playlist eines Musikstreamingdienstes und bei seinen Recherchen stellt er schnell fest, dass diese erst vor kurzem geändert wurde, obwohl das Mädchen schon länger verschwunden ist.

Zorbach ist überzeugt, dass Feline durch das Ändern ihrer Songliste Botschaften schickt und er muss schnellstens das Rätsel entschlüsseln, um so einen versteckten Hinweis auf die Entführer oder den Ort zu finden. Doch kann er Feline rechtzeitig retten? Denn je näher er der Lösung kommt, umso mehr gerät er in Lebensgefahr!



Nachdem ja jede Menge Promotion für dieses Werk gemacht wurde, war es klar, dass auch ich mich diesem Hype anschließe. Ich habe bisher alle Thriller von Fitzek gelesen und bin eher der Fan der ersten Bücher, denn sein aktuelles Werk hat mich leider nicht ganz überzeugen können. Für mich ist dies bereits das zweite Werk, dass meiner Meinung nach deutlich weniger Spannung und fesselnde Momente besitzt.



Die Idee und die Story an sich ist wirklich super, dass möchte ich gar nicht kritisieren, doch irgendwie fand ich hier nicht diesen typischen Psychofaktor, den ich eigentlich von den „Alten“ gewohnt bin.



Die Protagonisten Alexander Zorbach und Alina Gregoriv kennen die Fitzek Fans schon aus den Büchern „Der Augensammler“ und „Der Augenjäger“ und „Playlist“ ist eine sogenannte Fortsetzung davon. Man kann dieses Werk auch ohne Vorkenntnisse lesen, hat aber zum besseren Verständnis und intensiveren Bezug zu den Charakteren einfach mehr Hintergrundwissen.

Wenn man dieses Buch in den Händen hält, erkennt man gleich diese großartige Gestaltung. Hochwertiger Einband in schwarz gehalten, einem roten Buchschnitt, glänzend ausgewählte Schriftart und einem tollen Effekt, denn das Playzeichen in der Mitte des Buches verwandelt sich beim Bewegen in ein Auge.

Die Geschichte begann sehr spannend und aufgrund des tollen Schreibstils auch sehr fesselnd, doch irgendwann hatte ich den Eindruck die Story plätscherte so dahin. Ich kann auch nicht beschreiben, was mir an diesem Buch gefehlt hat. War es der Gänsehautfaktor oder waren aufgrund der groß aufgezogenen Erstvorstellung meine Erwartungen einfach zu hoch. Mir persönlich fehlten auch die „typischen“ Cliffhanger und Überraschungsmomente, die mich zum Weiterlesen animierten.

Ich kann mir vorstellen, dass das Hörbuch ein richtiges Highlight ist, da hier die Songs zusammen mit der Story einfach mehr verknüpft werden können.



Mein Fazit:

Die Story ist gut und auch irgendwie einzigartig, allerdings war ich einfach nicht so geflasht, wie ich es von den bisherigen Werken kenne. Vielleicht habe ich einfach auch nur sehr hohe Anforderungen an diesen großarten Thrillermeister. Ich gebe einen extra Punkt auf alle Fälle an dieses tolle Cover der Sonderausgabe …. 4 Sterne.

Bewertung vom 18.11.2021
Du gehörst uns
Delaney, JP

Du gehörst uns


sehr gut

Eher ein Familiendrama als ein Thriller erwartet uns mit diesem Buch. Pete Riley öffnet morgens einem Mann die Tür, der seinem zweijährigen Sohn Theo wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Miles Lambert offenbart dem verwirrten Vater, dass die Söhne der beiden Familien auf der Frühchenstation vertauscht wurden. Dem Wohle der Kinder nähern sich die beiden Familien schnell an, um so am Leben ihres jeweils leiblichen Kindes teilhaben zu können. Doch schon rasch stellt sich heraus, dass beide Familien und ihre Lebensumstände nicht unterschiedlicher sein konnten. David, der bei den Lamberts aufwächst ist aufgrund des Sauerstoffmangels während der Geburt geistig unterentwickelt, Theo dagegen ein temperamentvolles aufgewecktes Kind. Miles und seine Frau Lucy sind reich und ihr möchten das Krankenhaus auf Schadensersatz klagen und überzeugen Pete und Maddie diesen Schritt gemeinsam zu tun. Doch nach gewissen Vorfällen und im Rahmen der Ermittlungen wer hinter dem Kindestausch stecken könnte, kommen verstörende Erkenntnisse und Details ans Licht….



Wir erleben hier den Psychoterror von Eltern, die offenbart bekommen, dass ihr Kind gar nicht ihr leibliches Kind ist. Dieses Gefühl der Verzweiflung erleben wir mit aus der wechselnden Sichtweise von Pete und Maddie. Maddie hatte nach der Geburt Probleme eine Bindung zu ihrem Theo aufzubauen und findet nun einen Grund dafür. Dennoch möchte sie Theo, den sie über alles liebt nicht aufgeben und so kämpfen die Beiden mit allen Mitteln darum, ihr für sie gefühlt „eigenes“ Kind behalten zu dürfen.



Der für mich eher als Drama anstatt Thriller einzuordnende Plot beginnt sehr spannend und bleibt auch fesselnd über die gesamte Lesedauer. Wir erfahren viel von den Umständen aus Petes und Maddies Leben und können aufgrund der Ich-Perspektive direkt eine Bindung zu ihnen aufbauen. So ertappte ich mich des Öfteren, dass mir Pete etwas geheimnisvoll vorkam. Es gab während den einzelnen Kapitel immer wieder Auszüge aus der Fallakte und so erhielt man viele Informationen über Aussagen oder Schriftverkehr. Dies machte diese Story sehr abwechslungsreich und lockerte den Lesefluss auf.



Geschickt wurde ich vom Autor in die Irre geführt und am Ende mit einer unerwartenden Wendung aufgeklärt. Ich fühlte mich gut unterhalten auch wenn diese Story für mich kein Thriller war.

Bewertung vom 11.11.2021
Der Eisjunge / Nils Trojan Bd.9
Bentow, Max

Der Eisjunge / Nils Trojan Bd.9


ausgezeichnet

Dieser Psychothriller ist bereits der 9. Band um den Ermittler Nils Trojan. Auch wie im Vorgängerband „Der Mondscheinmann“, der übrigens mein erstes Werk von Max Bentow war, finde ich ist auch dieser Fall in sich abgeschlossen und man benötigt keine Vorkenntnisse. Falls es wichtige Details zu wissen gibt, werden diese ausreichend in Verbindung der aktuellen Story mitgeteilt. Nils Trojan kehrt von seiner Auszeit zurück und wird direkt zu einem neuen Tatort gerufen. Das Bild das ihn dort erwarte, wirkt wie ein Alptraum. Die Leiche wird mit einem Fell so drapiert, dass es aussieht als kauere ein Tier über dem Opfer. Kurze Zeit später ereignet sich der zweite Mord und wieder erwartete die Ermittler dieses Bild einer Leiche mit einem überzogenen Tierfell. Doch welche Botschaft will der Täter mitteilen, denn die Morde sind grausam und zugleich präzise inszeniert. Die gefundenen Hinweise und Spuren führen Trojan und sein Team nicht weiter und sie tappen lange im Dunkeln. Doch dann stößt Trojan auf eine Fährte und tappt dabei in mörderische Falle…..



Max Bentow schaffte es mich von Beginn an in seinen Bann zu ziehen und bereits nach dem Lesen des Prologs wusste ich die Story wird gut! Der Schreibstil ist flüssig und durch den Wechsel in die Vergangenheit des Täters sehr fesselnd. Als Leser machte ich mir natürlich so mein Bild wer dieser grausame Serienmörder wohl sein könnte und hatte zwischendurch auch eine Vermutung. Doch sobald ich mir ziemlich sicher war, den Mörder zu kennen, ergaben sich plötzlich ganz andere Fährten. Das fand ich großartig, wie der Autor mich des Öfteren an der Nase herumführte und deshalb hatte ich dieses Werk auch recht schnell gelesen.



Die Covergestaltung ist ähnlich wie allen bisherigen Fällen gestaltet und passt auch hier perfekt zur Story. Ich mag Bücher mit Haptik und hier wurden so einige Elemente des Covers damit hervorgehoben.



Mein Fazit:

Für alle Fans von Psychothrillern eine sehr gute Wahl. „Der Eisjunge“ ist ein außergewöhnliches und spannendes Lesevergnügen! Ich hoffe es folgen noch weiter Fälle rum um Nils Trojan. 5 Sterne

Bewertung vom 04.11.2021
Ich habe dich im Auge
Paul, Ramona

Ich habe dich im Auge


ausgezeichnet

Bei diesem Thriller ist mir gleich das clever durchdachte Cover aufgefallen. Auf den ersten Blick sieht man "nur" ein Auge, doch bei näherem Betrachten erkennt man eine junge Frau in der Pupille stehend. Deutlich und klar dargestellt zeigt sich hier für mich die Hauptprotagonist Alessa, die von ihrem Peiniger „im Auge“ ist.
Und dieses Stalking-Thema ist auch der Plot dieses Thrillers. Die attraktive Alessa spürt ständig diese „Beobachtungen“ und Angst bestimmt nun ihren Alltag. Doch dieses Gefühl ist nicht alles, denn sie wird auch regelmäßig mit Drohbriefen belästigt. Das Gefühl von Verrücktwerden zeigt sich auch in ihrem Beruf und nachdem durch einen unerklärlichen Vorfall fast ein dicker Auftrag durch die Lappen geht, nimmt sie sich eine kleine Auszeit. Im Fitnessstudio lernt sie den attraktiven Finn kennen, der sie auch vor einem Übergriff rettet. Doch trotz der Anzeige bei der Polizei, bleibt die Angst vor einem weiteren Angriff. Neben Finn erhält sie auch Untersützung von ihrer engen Freundin Fiona und Kollegin Noemi. Doch wem kann Alessa wirklich vertrauen? Zweifel kommen auf, denn manchmal ist der Feind näher als man denkt…..

Der Schreibstil der Autorin ließ mich die Seiten regelrecht verschlingen, flüssig und leicht verständlich in kurzen Kapitel geschrieben. Ich hatte auch von den Charakteren eine klare Vorstellung und schon direkt zu Beginn entsprechend Sympathien geschlossen. Alessas Ängste und Gefahren konnte man voll nachvollziehen und so fühlte ich mich des Öfteren mitten im Geschehen zu sein.
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Gut aus erarbeitet und geschickt hat die Autorin den Fokus auf unterschiedlich mögliche Täter gelenkt und am Ende mit einem spannenden Finale aufgelöst.

Bewertung vom 25.10.2021
Der kalte Glanz der Newa / Leningrad-Trilogie Bd.1
Creed, Ben

Der kalte Glanz der Newa / Leningrad-Trilogie Bd.1


gut

Dies ist der erste Fall für Leutnant Revol Rossel und spielt sich in der Nachkriegszeit im kalten Lenningrad und zwar im Jahr 1951. Zwischen drei Bahngleisen werden grausam verstümmelte Leichen wie Notenlinien aufgebahrt. Dieser Anblick ist selbst für hartgesottenen Polizisten nicht zu ertragen und erschüttern die Beamten zutiefst. Leutnant Rossel ermittelt in diesem Fall und muss sich während den Recherchen mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontieren. Denn jeder hat schon einen Fehler gemacht, doch manchmal waren sie tödlich…….

Direkt zu Beginn wird man als Leser mit dem grausigen Anblick des Tatorts konfrontiert. Die Schreibstil und die bildlichen Darstellung lassen einen direkt das Kopfkino einschalten. Auch die „kalte“ düstere Atmosphäre des eisigen Russlands ist sofort präsent, sodass ich gerne nach einer warmen Decke griff.

Der Lesefluss kam bei mir allerdings nicht so auf, denn ich hatte große Schwierigkeiten mit den vielen russischen sehr schwierig auszusprechenden Namen und verlor doch des Öfteren den Überblick.

Bewertung vom 20.10.2021
Im Versteck
Thiesler, Sabine

Im Versteck


ausgezeichnet

Nach dem Buch „Der Keller“ aus 2019 ist dies nun mein zweites Werk der Autorin. Wie schon zuvor, konnte sie mich mit dieser spannenden und nervenaufreibenden Story in allen Punkten überzeugen.



Den Leser erwartet eine gebundene Ausgabe mit 590 Seiten, die einen erst mal zurückschrecken lässt, doch der Schreibstil ist so packend, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen und schaffte es innerhalb zwei „langen“ Abenden die Story zu verschlingen.

Das Cover ähnelt dem Erscheinungsbildes von „Der Keller“, zwar nicht im Motiv sondern mit der Auswahl der gleichen Schriftart. Das mit Spinnen- und Staubweben verdeckte Fenster stellt das Versteck des Hauptprotagonisten Paul Bröger dar.

Er möchte fliehen und kauft sich ein ziemlich runtergekommenes Haus in der Toskana, sehr abgelegen und ohne Wasser- und Strom. Aber das stört ihn nicht, denn er ist auf der Flucht und versucht jeden menschlichen Kontakt zu meiden. Vor allem Kontakt zu jungen Mädchen, um seinen Trieb zu unterdrücken, diese zu entführen, brutal zu missbrauchen und dann zu töten.

Er will das eigentlich gar nicht tun, doch er hat sich in bestimmten Momenten der Begegnungen mit kleinen zarten Mädchen nicht im Griff und hofft deshalb, abseits der Bevölkerung, einsam mitten in den Bergen dieses innere Treiben unterdrücken zu können.

Doch dann verschwindet in der Nähe von Ambra ein achtjähriges Mädchen. Der dort ermittelnde Carabiniere Donato Neri übernimmt die Ermittlungen, aber das toskanische Städtchen ist in Stockstarre versunken und niemand will etwas gesehen haben… doch da geschieht etwas vollkommen Unerwartetes!



Das Buch ist in mehrere Abschnitte eingeteilt und zeigt auch Rückblicke in die schlimme Kindheits von Paul. Von Beginn an ist dem Leser auch klar, was für ein Mensch dieser Paul Bröger ist. Man hasst ihn für seine Taten und ist zurgleich regelrecht angezogen von der Story rund um sein Leben.

Es gibt sehr viel grausame Abschnitte und wer mit der Thematik Kindesmissbrauch und Gewalt Probleme hat, sollte es auch nicht lesen.

Alle anderen Fans von Spannung und Gänsehautmomenten kann ich dieses Werk nur empfehlen, denn nicht nur der faszinierende Plot, sondern auch die Geschichte aus Pauls Jugend, das Verhältnis zu seiner Mutter, die Ermittlungen oder seine neue Liebe in der Toskana sind auf eine unglaublich fesselnde und spannungsgeladende Weise niedergeschrieben. Ich hatte stets ein Bild der Protagonisten sowie der Schauplätze vor Augen und fühlte mich als Zuschauer direkt im Geschehen dabei zu sein.





Mein Fazit:

Auch wenn das Thema eher ein nicht zu Empfehlendes ist, muss ich dieses Buch zu meinen Lesehighlights von 2021 hinzufügen, denn nur selten habe ich Bücher mit so vielen Seiten faszinierend verschlungen!

5 Sterne

Bewertung vom 20.10.2021
Sharing - Willst du wirklich alles teilen?
Strobel, Arno

Sharing - Willst du wirklich alles teilen?


ausgezeichnet

Markus und seine Frau Betty gründen ein Sharing-Unternehmen, denn sie sind überzeugt, dass man nicht alles besitzen muss, um es zu nutzen.

Und so steht ihre Philosophie mit dem Gedanken für mehr Nachhaltigkeit, denn möglichst viele sollen Autos und Wohnung einfach teilen.



Doch als Bettina in die Hand eines Unbekannten gerät, nimmt das „Teilen“ eine andere Dimension an. Ihr Mann bekommt anonym einen Link geschickt und zeigt die öffentliche Misshandlung und Peinigung seiner Frau im Darknet. Wenn Markus seine Frau lebend wiedersehen will, muss er tun, was ihre Peiniger ihm befielt. Ausnahmslos, bedingungslos und ein Spiel spielen, dass er nicht gewinnen kann. Auch wenn er bereit ist, alles auf eine Karte zu setzen….



Diese Story hat eine unglaubliche Sogwirkung auf mich ausgeübt, dass ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte. Aufgrund des etwas größeren Schriftbildes und der kurzen

„Cliffhanger“-bestückten Kapitel ist das Buch weniger Stunden durchgelesen und man bleibt fasziniert zurück. Ich war mir so sicher, zu wissen wer hinter der ganzen Sache steckt und doch lag ich wie immer bei Strobel „FALSCH“!!!! Das nennt man wohl hohe Schreibkunst, die Arno Strobel hier geschickt verarbeitet. Wie bereits bei den Büchern „Offline“ und „Die App“ ist die ähnliche Covergestaltung deutlich erkennbar. Auch Sharing ist wieder ein mit dem Rahmen eines Tablets oder Smartphones versehen. Hat für mich deshalb einen hohen Wiedererkennungswert!



Mein Fazit:

Auch dieses Werk werde ich zu meinen Jahreshighlights hinzufügen, da ich hier ein großartiges Kopfkino erleben konnte. 5 Sterne

Bewertung vom 20.10.2021
Der Gejagte / Kommissar Johan Rokka Bd.4
Ullberg Westin, Gabriella

Der Gejagte / Kommissar Johan Rokka Bd.4


sehr gut

Bei diesem Buch handelt es sich bereits um den vierten Band aus der Johann-Rokka Krimireihe. Ich habe die ersten beiden Bände „Der Schmetterling“ und „Der Todgeweihte“ gelesen und habe doch tatsächlich den dritten Band verpasst. Dieser lautet „Der Läufer“ und ich hatte es erst bemerkt, als ich diesen Titel fertig gelesen hatte und ich das Buch rezensieren wollte.

Im Buch sind keinerlei Hinweise auf die Vorgängerbände, was ich auch etwas schade fand. Muss ehrlich gestehen, habe ohne Vorahnung einfach mit dem Buch begonnen und beim festgestellt, dass mir die Protagonisten Rokka und Jana doch sehr bekannt vorkamen und daraufhin beim Bibliothek mal durchgestöbert.

Diesmal geht es um einen Fall während der Elchjagdsaison. Eine Gruppe von sechs Jägern bricht zur Jagd auf. Kurz darauf hängt im Kühlhaus neben dem gehäuteten Elch eine aufgeschlitzte menschliche Leiche. Es handelt sich um einen der Jäger, eingeritzt in seine Haut ist die Ziffer 6. Johan Rokka beginnt zu ermitteln, doch auch er kann nicht verhindern, dass kurze Zeit später ein weiterer Kopf an einer Sennhütte hängt, daneben die Zahl 5. Die Verbindung zwischen den Verbrechen ist klar, doch wer macht Jagd auf die Schützen? Kann Rokka den Täter stellen, bevor er auch die verbliebenen vier Jäger umbringt?
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Die Autorin baut neben dieser Mordserie noch zwei weitere Handlungsstränge in diesen Krimi ein, denn parallel zu dem Fall erfahren wir auch von den geheimen Recherchen der Journalistin Stina Ollson, wie diese mit dem Elchjagdfall zusammenhängen wird erst kurz vor dem Ende aufgelöst werden. Ein dritter Handlungsstrang ist die Story um Eddie, der aufgrund seiner Drogen und kriminellen Vergangenheit von Rokka in eine Therapieheim untergebracht wurde.

Das Lesen dieses Werkes geht auch ohne Vorkenntnisse allerdings empfehle ich, um die Charaktere und Handlungen zu verstehen oder Hintergrundinformationen zu erfahren, die Krimireihe in der korrekten Reihenfolge zu lesen.

Der Schreibstil ist flüssig und die Seiten sind schnell gelesen . Aufgrund der verschiedenen Handlungsstränge bleibt die Spannung recht hoch und man rätselt wie diese Handlungen wohl zusammen gehören.

Die Protagonisten sind gut dargestellt und Rokka als greifbarer Charakter wirkt sympathisch. Seine engste Mitarbeiterin Jana allerdings hat sich im Laufe der Bände verändert. Wir erfahren hier sehr viel über ihr Elternhaus und das Verhältnis zu ihrem Vorgesetzen Rokka wird im Verlauf der Story verwunderlich immer enger, zumal sie in den vorigen Teilen sich eher zu dem weiblichen Geschlecht hingezogen fühlte.

Bewertung vom 13.10.2021
Probe 12
Thiele, Susanne;Lange, Kathrin

Probe 12


sehr gut

Der Wissenschaftler Anasias hat in seinem Labor in Georgien Phagen entwickelt und erforscht, die gefährliche multiresistente Keime bekämpfen kann. Genau an so einem Keim ist Tom’s Tochter erkrankt und gilt sogar laut Ärzten als austherapiert, denn kein zugelassenes Medikament schlägt mehr an. Er erhielt den Hinweis auf diese Proben und macht sich auf dem Weg, denn für das Leben seiner Tochter, würde er alles geben. Dass Gregory Anasias seine Forschungen der Menschheit kostenlos zur Verfügung stellen möchte, schein nicht jedem zu gefallen. Er ahnt bereits davon und konnte die Phagen noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, bevor er mitsamt seinem Labor in die Luft gejagt wird.

Die Wissenschaftsjournalistin Nina Falkenberg, die ihren früheren Mentor schätzte versucht nun zusammen mit Tom die Forschungsergebnisse nachzuvollziehen. Ein spannende Jagd mit einem Wettlauf gegen die Zeit beginnt……



Das Autorenduo Lange/Thiele legt hier zu Zeiten von Corona einen Thriller mit aktueller Brisanz zu Tage. Viren begleiten uns montan in allen Lebenslagen und so war es klar, dass ich dieses Werk lesen musste.

Mit mutigen und charakterstarken Protagonisten legten die Autoren einen Thriller hin, der jedem Leser eine Gänsehaut verursacht, wenn solch ein Zukunftsszenario zum Tragen käme. Mit wissenschaftlichen Details bespickt, erhalten wir ein sehr informatives und spannendes Lesevergnügen. Die Darstellung der Charaktere wurde mit tollen Dialogen und Charakterzügen sehr gut umgesetzt, sowohl hatte ich Nina als auch Tom mit seiner kranken Tochter sehr schnell ins Herz geschlossen.

Die verschiedenen Handlungsstränge kommen im großartigen Finale stimmig zusammen und ließ mich mit überraschenden Wendungen verdutzt und zugleich fasziniert zurück.



Die Covergestaltung von „Probe 12“ ist schlicht und passend zum Thema von Viren und Co. gestaltet. Den Titel kann man nach wenigen Kapiteln direkt dem Plot zuordnen und ich finde ihn sehr passend gewählt.

Die gesamte Story ist in drei Teile gegliedert, die jeweils mit Zitaten von Wissenschaftlern versehen sind. Die Unterkapitel sind allerdings etwas länger gehalten und die Perspektivwechsel innerhalb dieser Kapitel erfordern doch etwas Konzentration.



Mein Fazit:

Die gute Schreibweise und der brisante Plot hat mir spannende und fesselnde Lesestunden geschenkt. Für mich in Zeiten der Pandemie eine absolute Leseempfehlung. 4 Sterne.