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Westafrika, Ende des 19. Jahrhunderts. Aminah, ein verträumtes junges Mädchen, wird brutal aus ihrem Zuhause gerissen und als Sklavin verkauft. Wurche ist eine privilegierte Frau, doch ihr Vater zwingt sie, eine ungewollte Ehe einzugehen. Als Aminah und Wurche sich auf dem Sklavenmarkt von Salaga begegnen, verbinden sich ihre Schicksale unwiderruflich miteinander. Beide hadern mit den Grenzen, die ihnen Zeit und Gesellschaft auferlegen. Beide riskieren ihr Leben. Und beide verlieben sich in denselben Mann.
Harruna Attah, AyeshaAyesha Harruna Attah wurde in Ghana geboren, studierte in den USA u.a. an der Columbia University und der NYU und lebt heute mit ihrer Familie im Senegal. Ihr Roman »Die Frauen von Salaga« ist von dem Schicksal ihrer Ururgroßmutter inspiriert.
Burkhardt, ChristianeChristiane Burkhardt lebt und arbeitet in München. Sie übersetzt aus dem Italienischen, Niederländischen und Englischen und hat neben den Werken von Paolo Cognetti u. a. Romane von Fabio Geda, Domenico Starnone, Wytske Versteeg und Pieter Webeling ins Deutsche gebracht. Darüber hinaus unterrichtet sie literarisches Übersetzen.
Burkhardt, ChristianeChristiane Burkhardt lebt und arbeitet in München. Sie übersetzt aus dem Italienischen, Niederländischen und Englischen und hat neben den Werken von Paolo Cognetti u. a. Romane von Fabio Geda, Domenico Starnone, Wytske Versteeg und Pieter Webeling ins Deutsche gebracht. Darüber hinaus unterrichtet sie literarisches Übersetzen.
Produktdetails
- Verlag: Diana
- Deutsche Erstausgabe
- Seitenzahl: 320
- Erscheinungstermin: 7. März 2019
- Deutsch
- Abmessung: 205mm x 139mm x 29mm
- Gewicht: 444g
- ISBN-13: 9783453292192
- ISBN-10: 3453292197
- Artikelnr.: 54464275
Herstellerkennzeichnung
Die Herstellerinformationen sind derzeit nicht verfügbar.
»Ein glänzendes historisches Drama.« The New Yorker
Zwei grundverschiedene Frauen Ende des 19. Jahrhunderts in Westafrika.
Aminah ist ein junges Mädchen, sie möchte die gleiche Arbeit einmal verrichten, wie ihr Vater, der Schuhmeister ist. Sie möchte frei und selbständig entscheiden, wie sie ihr Leben gestalten möchte. …
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Zwei grundverschiedene Frauen Ende des 19. Jahrhunderts in Westafrika.
Aminah ist ein junges Mädchen, sie möchte die gleiche Arbeit einmal verrichten, wie ihr Vater, der Schuhmeister ist. Sie möchte frei und selbständig entscheiden, wie sie ihr Leben gestalten möchte. Doch Aminah wird brutal aus ihren Zuhause gerissen und als Sklavin verkauft.
Dann ist da Wurche, die Tochter aus königlichem Hause, die genauso nach Freiheit strebt, nachdem ihr Vater sie Zwangsverheiratet, damit er einen wichtigen Verbündeten an sich bindet.
Sie begegnen sich und beide hadern mit den Grenzen, die ihnen die Gesellschaft auferlegt zu kämpfen und beide verlieben sich in den selben Mann.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, schnell war ich in der Geschichte und habe mit den beiden Frauen mitgelitten, deren beider Leben sehr detailreich beschrieben wurde.
Diese Geschichte ist zum Teil wirklich der Ururgroßmutter der Autorin geschehen. Es war sehr beeindruckend, die fremden Bräuche und Traditionen der afrikanischen Kultur zu lesen.
Fazit:
Ein aufwühlender und beeindruckender Roman, der mir sehr gut gefallen hat.
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Weibliche afrikanische Sicht auf die europäische Kolonialzeit
Ich war zunächst verwirrt, vor lauter ungewohnten Namen und unbekannten Speisen und Orten schwirrte mir der Kopf. Aber als die ersten Seiten „überwunden“ waren, bin ich abgetaucht in eine andere Welt. Nicht …
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Weibliche afrikanische Sicht auf die europäische Kolonialzeit
Ich war zunächst verwirrt, vor lauter ungewohnten Namen und unbekannten Speisen und Orten schwirrte mir der Kopf. Aber als die ersten Seiten „überwunden“ waren, bin ich abgetaucht in eine andere Welt. Nicht nur geografisch, auch die Historie der lokalen Geschehnissen inkl. Bräuche in Westafrika waren mir bisher nicht bekannt. Es spielt im späten 19. Jahrhundert im heutigen Ghana. Ein Roman der mich sehr bereichert hat, denn nicht nur habe ich eine spannende Geschichte gelesen, ich bin vor allem, neben der Lektüre, durch das Internet gesurft und von Begriff zu Begriff gesprungen. Am Ende habe ich doch mein Wissen erheblich ausgebaut. Oder wisst ihr auf Anhieb welche Europäer sich in Westafrika welche Landesteile gesichert haben? Wer welche Allianzen schloss? Und wie war das mit dem Sklavenhandel? Nach meiner Minirecherche haben sich die beschriebenen Orte und Geschehnisse als historisch wahr bestätigt.
Aber keine Sorge hier wird nicht ein Schlacht nach der anderen skizziert sondern es wird auf einer sehr persönlichen weiblichen Ebene erzählt, aus der Sicht zweier lokaler Frauen. Wurche, eine Königstochter, die gedanklich ihrer Zeit weit voraus ist und mehr Mitspracherecht einfordert in der Politik ihres Vaters. Und die andere, Aminah, die als Sklavin verschleppt wird und ihre Familie verloren hat. Beide erzählen ihre Geschichte im Wechsel. Mich hat vor allem die Ohnmacht und das Ausgeliefertsein der beiden Frauen sehr erschüttert und der Menschenhandel als übergeordnetes Thema.
Ayesha Harruna Attah schreibt packend und reißt einen mit. Brutal, aber realistisch ist das beschriebene. Die Geschichte ist lose eine Verarbeitung ihrer Familiengeschichte. Ihre eigene Ururgroßmutter wurde nur „die Sklavin“ genannt und mit diesem Roman gibt sie ihr eine Stimme.
Fazit: Lest mehr afrikanische Autor*innen um gute Bücher zu entdecken! Im wahrsten Sinne des Wortes tut sich da ein ganzer Kontinent auf.
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Diese wendungsreiche Erzählung entführt in die präkoloniale Zeit des 19. Jahrhunderts in Ghana.
In zwei Handlungssträngen, die schließlich immer enger miteinander verwoben werden, erzählt Ayesha Harruna Attah von zwei sehr unterschiedlichen jungen Frauen. Jede …
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Diese wendungsreiche Erzählung entführt in die präkoloniale Zeit des 19. Jahrhunderts in Ghana.
In zwei Handlungssträngen, die schließlich immer enger miteinander verwoben werden, erzählt Ayesha Harruna Attah von zwei sehr unterschiedlichen jungen Frauen. Jede beeindruckte mich auf ihre Weise.
Auf der einen Seite die aus einer Herrscherfamilie stammende Wurche, der das gelingt, was so vielen Menschen auch heutzutage und hierzulande nicht immer gelingt: Etabliertes in Frage zu stellen, selbstständig zu denken, und immer wieder beherzt neu zu entscheiden, wie der eigene Weg aussehen soll. Auf der anderen Seite die sanftere Aminah, in deren Gegenwart sich andere Menschen wohlfühlen und die trotz schrecklicher Erlebnisse und Verluste nicht aufgibt. Diese fiktive Figur ist vielleicht auch deshalb so liebevoll gezeichnet, weil sich die Autorin mit ihr ihrer Ururgroßmutter, von der sie kaum etwas weiß, annähert und dieser Frau, die in ihrer Familie nur „die Sklavin“ genannt wird, durch Aminah wieder einen Namen gibt. Völlig frei ist jedoch auch Wurche nicht …
Vieles bedroht zu jener Zeit und an jenem Ort den Frieden, die Freiheit und die Sicherheit der Menschen – Polygamie, arrangierte Eheschließungen, Gewalt in der Ehe, Menschenraub, Sklaverei, Missbrauch, Machtkämpfe und Krieg … Und ich fand es sehr ermutigend und inspirierend, wie beide Frauen trotz allem versuchen, ihren eigenen Weg zu gehen.
Der Schreibstil ist sehr schlicht, für meinen Geschmack etwas zu schlicht und vor allem am Anfang etwas zu nüchtern und distanziert. Dafür werden Atmosphäre und Stimmungen sehr eindrucksvoll beschrieben, der Zauber einer Karawane und die eher düstere Faszination der alten Sklavenstadt Salaga meisterhaft eingefangen. Eine erfrischend heitere Note brachte für mich manchmal der Blick auf die Europäer – wobei der sich ankündigende Kolonialismus natürlich weniger erfreulich ist ...
Auch den Romanfiguren nähert sich die Autorin zunächst wie einer Katze – sehr behutsam und respektvoll. Dennoch baut sie vielschichtige Charaktere auf, die sich nicht so leicht in Schubladen stecken lassen, und ich fühlte mich vor allem Aminah und Wurche bald sehr nahe.
Gewünscht hätte ich mir manchmal ein paar hilfreiche Anmerkungen der Übersetzerin oder, besser noch, einen kleinen informativen Anhang, auch wenn wohl die meisten Leser Zugang zum Internet als Informationsquelle haben. Dafür aber enthält das Buch im vorderen Teil eine schöne und nützliche Karte.
Alles in allem hat mich diese Geschichte sehr bewegt und stellte für mich eine sehr willkommene Horizonterweiterung dar!
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Das heutige Ghana steht im Mittelpunkt des Romans der Autorin Ayesha Harruna Attah; damit setzt sie dem Land ihrer Vorfahren sozusagen ein Denkmal.
Und zwar mit einer bunten Geschichte aus den 1890er Jahren, in denen vor allem die dortigen Frauen im Vordergrund stehen. Es fällt nicht schwer, …
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Das heutige Ghana steht im Mittelpunkt des Romans der Autorin Ayesha Harruna Attah; damit setzt sie dem Land ihrer Vorfahren sozusagen ein Denkmal.
Und zwar mit einer bunten Geschichte aus den 1890er Jahren, in denen vor allem die dortigen Frauen im Vordergrund stehen. Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, dass ihr Los - egal in welche der sozialen Schichten sie hineingeboren wurden - kein einfaches war und am Los von Aminah und Wurche bestätigt sich dies. Aminah, ein junges Mädchen, lebt mit ihrer Familie ein eher bescheidenes, jedoch erfülltes Leben und steht gerade vor der Entscheidung, eine ungewollte Ehe zum Wohle ihrer Familie einzugehen, als ihr Dorf niedergebrannt und sie und ihre Geschwister als Sklaven verschleppt und verkauft werden. Auf einem langen und steinigen Weg landet sie schließlich im Haushalt von Wurche, einer Königstochter, die bereits eine Ehe zum Wohle ihrer Familie abgeschlossen hat, in der sie alles andere als glücklich ist. Wurche erkennt in Aminah eine feinfühlige junge Frau und macht sie zur Amme ihres Sohnes. Aminahs Leben ändert sich das erste Mal seit der Verschleppung zum Guten, auhc wenn sie weiterhin auf eine Rückkehr zu ihrer Familie hofft. Auch werden die Frauen bald zu Konkurrentinnen.
Ein Roman, dessen Lektüre nicht allzu anspruchsvoll, dafür aber unterhaltsam ist. Zudem erhält man einen Einblick in das Leben im kolonialen Ghana und damit Anstöße, sich darüber weiter zu informieren. Literarisch ist das Werk nicht allzu ambitioniert, jedoch vermittelt es auf leichte, unanstrengende Art Eindrücke vom Leben der Frauen im Ghana vergangener Zeiten. Auch wenn der Stil eher luftig-leicht ist - die Inhalte sind es nicht. Sie künden vielmehr von einem schweren Los der Frauen, wobei es auch Männer nicht gerade leicht hatten. Doch die Frauen waren ihnen in vielerlei Hinsicht ausgeliefert, wobei es in einigen Bereichen durchaus auch Parallelen zu der Behandlung der Frauen in Europa und anderen damals als fortschrittlich angesehenen Ländern gab. Doch war die gesamte Situation Westafrikas damals durch die Kolonialisierung eine gänzlich andere und ungleich schwerere für die indigene Bevölkerung. Diese bildet hier lediglich den Rahmen für einen süffigen Roman im Stil von Barbara Wood. Die Handlung wird mir sicher nicht allzulange im Gedächtnis bleiben, doch hat dieser Roman mein Interesse an der Geschichte Westafrikas und auch der dortigen Literatur definitiv gesteigert!
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Obwohl ich Historienromane liebe, war dies der erste einer afrikanischen Autorin für mich.
Ayesha Harruna Attah ist gebürtige Ghanaerin und lebt nach ihrem Studium in den USA nun im Senegal. Grundlage für den vorliegenden Roman waren unter anderem Gespräche mit ihrem …
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Obwohl ich Historienromane liebe, war dies der erste einer afrikanischen Autorin für mich.
Ayesha Harruna Attah ist gebürtige Ghanaerin und lebt nach ihrem Studium in den USA nun im Senegal. Grundlage für den vorliegenden Roman waren unter anderem Gespräche mit ihrem Großvater, was der Geschichte in meinen Augen besondere Authentizität verleiht.
Die Handlung spielt im Westafrika Ende des 19. Jahrhunderts, die lokale Bevölkerung leidet unter den Kolonialherren. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht eines jungen Mädchens, das bei einem Überfall auf sein Dorf versklavt wird und seine Familie verliert und aus Sicht einer Königstochter, die vom Vater zu einer politisch arrangierten Hochzeit gedrängt wird. Beide Frauen hadern mit ihren Schicksalen und legen dennoch eine unglaubliche Stärke an den Tag.
Das Buch ist schön gestaltet, das Cover ein echter Hingucker. Eine Karte Westafrikas mit den wichtigsten Orten und Stammesgebieten erleichtert die Orientierung. Leider fehlt ein Glossar mit verwendeten afrikanischen Worten, nicht jeder Leser wird mit der westafrikanischen Küche, den Gottheiten o.ä. hinreichend vertraut sein, und wiederholtes Nachschlagen hemmt leider den Lesefluss.
Sprachlich darf man von diesem Roman nichts Überdurchschnittliches erwarten. Er liest sich leicht und gefällig, aber sowohl großartige Landschaftsbeschreibungen als auch tiefgehende Stimmungsbilder wird man vergeblich suchen. Das große Plus der Geschichte liegt in meinen Augen ganz woanders: Attah bringt dem europäischen Leser die - für die meisten - völlig fremde und in Teilen bereits vergangene Kultur Westafrikas näher. Und zwar quasi nebenbei, unaufgeregt, ohne Klischees zu bedienen oder eine extra Portion Exotik beizumischen. Und das finde ich sehr bemerkens- und begrüßenswert. Denn so fremd mir Sklavenraub und Zwangsehen auch sind, die Ängste der Protagonistinnen sind es nicht. Ich konnte mich bei der Lektüre gut in deren Charaktere hineinversetzen, und es bleibt die Erkenntnis: So sehr sich meine Kultur und Werte auch von der der Afrikanerinnen sein mögen, unsere Ängste ähneln sich und unser Streben nach Glück und Liebe eint uns alle.
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Die Autorin Ayesha Harruna Attah ist selbst in Ghana geboren und lebt mittlerweile wieder im Senegal.
Sie erzählt in diesem Buch „Die Frauen von Salaga“ die Geschichte ihrer Ururgroßmutter.
Dass die Autorin sich mit der ganzen Thematik intensiv auseinandergesetzt hat ist …
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Die Autorin Ayesha Harruna Attah ist selbst in Ghana geboren und lebt mittlerweile wieder im Senegal.
Sie erzählt in diesem Buch „Die Frauen von Salaga“ die Geschichte ihrer Ururgroßmutter.
Dass die Autorin sich mit der ganzen Thematik intensiv auseinandergesetzt hat ist alleine an ihrem Schreibstil zu bemerken.
Sie schreibt so bilderhaft, so intensiv, so bunt dass ich ständig bunte Bilder vor Augen hatte, die Trommeln gehört habe, ich war auf den verschiedenen Märkten, Pferderennen, Verhandlungen, habe Gerüche und Geräusche vor Augen gehabt.
Alleine deswegen lohnt es sich schon dieses Buch zu lesen!
Die zwei Protagonisten Wurche und Aminah habe ich beide sofort in mein Herz geschlossen, unterschiedlicher könnten ihre Leben nicht sein, und doch müssen sie sich gewissen Gesetzen, Familien und Traditionen beugen, wirklich frei sind beide nicht.
Mit Aminah leidet man starkt mit, die Autorin beschreibt hier sehr deutlich und ungeschönt wie es damals zu Sklavenmärkten kam bzw. wie man diese Sklaven „ für sich gewinnen“ konnte, es war ein lukratives Geschäft.
Menschenleben, Schicksale von Familien haben hier nicht interessiert.
Wurche ist sehr selbstbewusst und darf zwar einiges als Tochter von einem Stammesanführer aber auch hier wird sehr schnell klar, sie ist immer noch eine Frau und ein König kann nicht auf alle Wünsche seiner Tochter Rücksicht nehmen, auch sie muss sich Familie, Traditionen und Wünschen von anderen Menschen richten.
Zwei Welten und doch merkt man als Leser sehr schnell- in gewissen Bereichen sind sie sich erschreckend ähnlich.
Auch ein sehr interessanter Aspekt der in diese Geschichte mit einfließt ist die Verhandlungen und Machtverteilungen durch die Kolonialmächte, hier mit Deutschland, England und Frankreich.
Jedes Land wollte sich ein Stück von Afrika „erkaufen“, es sich zu Eigenen machen, es beherrschen, mit dem König oder Stammesanführer zusammenarbeiten.
Ob dies immer von Vorteil für ein Land, ein Dorf, eine Stadt war wird in diesem Buch auch sehr interessant und gekonnt dargestellt.
Dieser Roman bringt einem ein Afrika von früherer Zeit intensiv sehr nahe und besticht durch einen tollen und bilderhaften Schreibstil, mit zwei starken Protagonisten und eine Entwicklung die glaubwürdig und fantastisch beschrieben ist.
Mich konnte dieser Roman auf jeden Fall begeistern und ich spreche für dieses Buch eine ganz klare Leseempfehlung aus!
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"Die Frauen von Salaga" ist ein Roman, der von dem Drang nach Freiheit bereichtet und dabei sehr facettenreich und bunt erscheint, auch wenn das Thema Sklaverei natürlich sehr barbarisch ist. Nach Aminahs Entführung wird sie mehrfach verkauft und es zeigt sich schnell, das man …
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"Die Frauen von Salaga" ist ein Roman, der von dem Drang nach Freiheit bereichtet und dabei sehr facettenreich und bunt erscheint, auch wenn das Thema Sklaverei natürlich sehr barbarisch ist. Nach Aminahs Entführung wird sie mehrfach verkauft und es zeigt sich schnell, das man als Frau seine Rechte auch an seinem Körper verliert, wobei Aminah dabei Glück im Unglück hat. Wäre eine Vergewaltigung oder anderer Missbrauch zu lesen gewesen, hätte es mich noch mehr erschüttert. Aminah ist lediglich Fleisch, welches zum Arbeiten genutzt wird.
Die Autorin verarbeitet in diesem Roman das Leben ihrer Urgroßmutter, daher wirkt die Story definitiv authentisch und eindrücklich. Es schildert von einem wirklich harten Leben, wobei die Protagonisten zunächst sehr unterschiedlich erscheinen. Aminah wird zur Sklavin und Wurche, reich geboren, wird ihre Freiheit durch Zwangsheirat und der Tatsache eine Frau zu sein, einbüßen müssen. Keine wirklichen Rechte zu haben oder seine Meinung frei äußern zu können, ist grausam und dieses zieht sich komplett durch das Buch.
Die Zeit aus der die Story berichtet, ist gelungen dargestellt. Die Autorin besitzt einen sehr fesselnden Schreibstil, der das Leben von Aminah und Wurche wunderbar spiegeln kann. Meine eigenen Empfindungen während des Lesens konnte ich außen vor lassen, wobei ein bitterer Beigeschmack durch sehr viel Unrecht immerzu vorhanden war. Beim Lesen wird mir immer wieder bewusst, wie einfach mein Leben als Frau im Heute ist. Ich darf Entscheidungen treffen, ohne Angst vor Strafen. Ich muss meinen Körper nicht zur Schau stellen lassen, um einen möglichst hohen Preis zu erzielen. Das Sklaverei barbarisch ist, müsste ich eigentlich nicht erwähnen, wobei es Aminah noch gut getroffen hat, im Vergleich anderer Sklavinnen. Wurche ist eine Prinzessin, selbstbewusst und definitiv auch sehr klug, wobei manches Handeln Konsequenzen mit sich zieht, die dem geschuldet ist, als Frau nicht frei entscheiden zu dürfen, da Traditionen im Weg stehen. Selbstbestimmung sieht anders aus.
Zeitlich ist die Story an die Koloniealisierung Ghanas angepasst und kann somit überzeugen. Im Mittelpunkt stehen zwei Frauen, die trotz ihrer Unterschiede lernen miteinander zu agieren. Für mich ein sehr gelungener Roman, den ich gerne weiterempfehlen kann. Ein hartes Leben mitunter, welches eindrücklich und authentisch wiedergegeben wurde. Das Einzige, was mir mitunter schwer gefallen ist, ist die vielen Menschen mit ihren doch sehr schweren Namen auseinander zu halten. Irgendwann im Laufe des Lesens konnte sich dieses verbessern. Letztendlich ein sehr interessantes Buch, welches zwar anders war, als ich erwartet hatte, aber dadurch nicht weniger überzeugend.
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