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Benutzername: Wuestentraum
Danksagungen: 477 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 394 Bewertungen
Bewertung vom 28.07.2020
Weiße Fracht / Leander Lost Bd.3
Ribeiro, Gil

Weiße Fracht / Leander Lost Bd.3


sehr gut

Leander Lost ist als Austauschpolizist aus Deutschland für zwei Jahre in Portugal, die übrigens bald zu Ende sind.

In Fuseta wird die Leiche eines Deutschen gefunden. Er ist zu allem Übel der Bruder von Leander Lost seinem Chef aus Deutschland. Deshalb kommen zwei deutsche Kollegen nach Fuseta, was Leander gar nicht gefällt. Kurze Zeit später wird in einem Nebenort von Fuseta eine weibliche Leiche gefunden. Der Fall entwickelt sich anders, als zuvor angenommen und Leander wird persönlich in diesen Fall mit hineingezogen und er und seine Kollegen begeben sich selbst in große Gefahr.

Diese Geschichte um einen Drogenboss entwickelt sich megaspannend. Man fiebert mit Lost und seinen Kollegen mit, bangt um sie und verfolgt die wechselnden und turbulenten Ermittlungen.

Hauptpunkt in der Geschichte ist jedoch Leander Lost und wie er mit seinen Mitmenschen umgeht und immer mehr Gefühle entwickeln kann. Er ist so interessant, sein Charakter und sein Handeln machen einfach immer wieder neugierig, wie er sich entscheiden und weiterentwickeln wird. Er entwickelt Gefühle für die Schwester seiner Chefin. Und auch eine sogenannte Ziehtochter hat er, um die er sich sehr toll kümmert.

Auch die Frage, ob er wirklich wieder zurück nach Deutschland muss, hat mich während des Lesens immer wieder beschäftigt.

Das einzige, was mir gerade am Anfang nicht so gefallen hat, waren die vielen portugiesischen Namen, das hat meinen Lesefluss leider etwas beeinflusst.

Ansonsten hat mir dieser Krimi sehr gut gefallen. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.

Fazit:

Ein interessanter und spannender Krimi mit tollem Ermittler, schönes Portugal-Flair und tollen Charakteren.

Bewertung vom 07.06.2020
Ich bleibe hier
Balzano, Marco

Ich bleibe hier


ausgezeichnet

Trina lebt in einem idyllischen Bergdorf in Südtirol. Sie und ihre beiden Freundinnen Maja und Barbara sind dort aufgewachsen und sie werden alle drei Lehrerinnen. Doch die Faschisten verbieten ihr, als Lehrerin zu arbeiten. Die Leute aus dem Dorf müssen sich zwischen 1939 und 1943 entscheiden: Ob sie nach Deutschland auswandern oder Bürger zweiter Klasse in Italien sein wollen. Trina will bleiben, obwohl sie in ihrem Dorf nicht als Lehrerin tätig sein darf.

Trina verliebt sich in Erich Hauser und die beiden heiraten und bekommen zwei Kinder. Erich wird irgendwann eingezogen, denn fast alle Männer des Dorfes werden in den Krieg geschickt. Als er verletzt zurückkehrt und wieder eingezogen werden soll, fliehen sie in die Berge.

Als sie zurückkommen, steht zwar ihr Haus noch, doch ihr Dorf soll einem Stausee weichen. Ein weiterer Kampf beginnt. Trina und vor allem Erich kämpfen so sehr darum, dass der Stausee nicht gebaut und ihr Dorf nicht geflutet wird.

Der Schreibstil von Marco Balzano hat mir sehr gut gefallen. Klar und fließend kann man jede Seite dieser interessanten und eindringlichen Geschichte um Trina und ihre Familie verschlingen. Die Charaktere waren sehr schön und authentisch gezeichnet, auch die Geschichte selbst zog mich sofort in ihren Bann. Unfassbar, was viele Menschen zur damaligen Zeit durchmachen und erleiden mussten.

Dieser Roman zeigt, was manche Menschen durch Leid, Widerstand und Mut ausmacht und wofür sie mit Leib und Seele kämpfen. Dass diesen Mut viele Menschen haben sollten.

Fazit:

Ein wunderschön geschriebener, eindringlicher Roman, der mir sehr gut gefallen hat und noch nachhallt.

4 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 05.06.2020
Vardo - Nach dem Sturm
Hargrave, Kiran Millwood

Vardo - Nach dem Sturm


ausgezeichnet

Es ist der Weihnachtsabend im Jahre 1617. Ein gewaltiger Sturm tobt über das Meer und löscht mit einem Schlag alle Männer der Insel Vardo aus. Maren verliert dabei auch ihren Vater, ihren Bruder und ihren Verlobten. Nun ist es an den Frauen, die Arbeiten allein zu verrichten. Viele von ihnen finden, dass es sich nicht schickt, als Frau zu fischen oder zu jagen und so ziehen nicht alle gemeinsam an einem Strang, um zu überleben.

Der Schotte Absalom Cornet kommt drei Jahre später als Kommissar des Königs mit seiner Frau Ursa nach Vardo, um dort die Frauen zur Ordnung zu rufen. Ursa, die auf der einen Seite ihren Mann bewundert, hat auf der anderen Seite Angst vor ihm.

Ursa bewundert Maren, eine Frau, die so unabhängig ist, das hat sie noch nie zuvor gesehen. Die beiden freunden sich an, was in den Augen ihres Mannes Absalom ein Dorn im Auge ist und vernichtet werden muss. Als Ursa dahinter kommt, was ihr Mann wirklich auf der Insel vorhat, ist sie entsetzt.

Der Schreibstil war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, doch dann kam ich schnell in die Geschichte hinein. Sehr schlimm und grausam war das, was die Frauen ertragen mussten, diese dunkle Atmosphäre zog sich durch das ganze Buch, was mich als Leser aber sehr fesselte. Auch die Tatsache, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt, wo es um Hexenverbrennungen geht, machte diesen Roman noch interessanter für mich.

Das einzig schöne war die Freundschaft zwischen Maren und Ursa. Sie hob teilweise die negative Atmosphäre auf, dennoch fesselte die Geschichte derart, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Der Aufbau der Geschichte hat mir sehr gut gefallen und auch die Charaktere der Protagonisten waren anschaulich und realistisch dargestellt.

Fazit:

Ein toller, düsterer und emotional tiefgehender Roman, auf einer wahren Begebenheit, der mich zum einen entsetzte und zum anderen voll in seinen Bann zog. Er hat mich sehr gefesselt und mir super gefallen.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 19.05.2020
Hatha Yoga
Mittag, Martina

Hatha Yoga


ausgezeichnet

Dieses Yoga-Buch kaufte ich mir, um einen Einblick über Yoga und einen Überblick über die einzelnen Yoga-Übungen zu erhalten. Und dieses Buch hat alle meine Erwartungen übertroffen.

Es wird alles bis ins kleinste Detail erklärt und erläutert. Beginnend mit der Geschichte und Entstehung des Yogas, der Elemente, der Chakren und der einzelnen Asanas mit genauer Beschreibung, wie sie nicht nur körperlich sondern auch geistig wirken, war einfach toll und sehr informativ.

Dieses Buch ist eine riesige Bereicherung für jeden Yoga-Fan und auch Anfänger, wie ich es war. Auch für diejenigen, die Yoga-Lehrer werden möchten, ist dieses Buch passend, da auch die einzelnen Yoga-Sesssions toll und bildhaft erklärt werden.

Für dieses tolle Buch von mir auf jeden Fall 5 Sterne.

Bewertung vom 19.05.2020
Die Fremde auf dem Eis
Calonego, Bernadette

Die Fremde auf dem Eis


ausgezeichnet

Valerie Blaine ist als Reiseleiterin mit einer Gruppe auf einer Arktis Expedition. Sie hat ein dunkles Kapitel aus der Vergangenheit, ihre Mutter war vor langer Zeit während einer Arktis-Expedition gewaltsam zu Tode gekommen. Valeries Vater wollte nie darüber sprechen. Sie ist mit der Gruppe ganz in der Nähe des damaligen Unglücksortes. Und es scheint plötzlich Spuren in die Vergangenheit zu geben. Eine Frau erscheint bei einem Vortrag von Valerie, die angeblich ihre Mutter gekannt hat. Und dann wird auch noch eine tote Frau am Rand der Eisstrasse nach Tuktoyaktuk aufgefunden. Zudem gibt es plötzliche Explosionen und weitere beunruhigende Ereignisse geschehen und die Ermittler aus der Stadt stoßen auf erschreckende Geheimnisse.

Bernadette Calonego hat einen tollen Schreibstil, der mir sehr gut gefallen hat, flüssig, klar und fesselnd, so dass ich durch das Buch fliegen konnte. Die nach und nach an die Oberfläche tretenden Geheimnisse und Geschehnisse der Vergangenheit, machten die Geschichte umso spannender und man war neugierig, wie alles zusammenpasst. Valerie trifft Menschen, die ihre Eltern kannten und erfährt endlich mehr. Die verschiedenen Handlungsstränge flossen harmonisch ineinander und somit fügte sich alles perfekt zusammen.

Die bildhaft beschriebene wunderschöne Natur und viele Informationen zu in der Arktis lebenden Menschen waren äußerst interessant und geschickt in die Geschichte eingebunden, genauso wie die Liebesgeschichte zwischen Valerie und Cem. Mich hat an diesem Buch sehr begeistert, dass jeder Handlungsstrang das richtige Maß an Mitteilungen und Ereignissen hatte und genau die richtige Aufmerksamkeit bekam, die es benötigte, es war nichts überzogen oder zu langatmig erzählt.



Fazit:

Ein unglaublich spannender und interessanter Roman, dazu bildhaft beschrieben die wunderschöne Natur der Arktis und Kanada. Dieses Buch hat mir nicht nur tolle Lesestunden beschert und mich begeistert und gefesselt. Ich bekam zusätzlich viele tolle Informationen über das Leben in der Arktis und die Menschen, die dort leben. 5 Sterne und absolute Leseempfehlung.

Bewertung vom 17.04.2020
Hawaii
Acar, Cihan

Hawaii


gut

Kemal Arslan ist einundzwanzig Jahre alt. Er ist als Kind mit seinen Eltern in Hawaii gelandet. Ein Problemviertel in Heilbronn aus Betonbauten und Graffiti an den Wänden. Kemal hat eine traumhafte Karriere als Fußballprofi vor sich, als ihn ein Unfall ereilt und er nicht mehr spielen kann. Sein Traum ist geplatzt und nun sucht er wieder seinen Platz im Leben und in der Gesellschaft.

In diesem Roman begleiten wir Kemal ein paar Tage und Nächte, wie er planlos durch Heilbronn zieht. Wie er unbeteiligt auf einer türkischen Hochzeit ist, in ein Striplokal und ein Wettbüro geht, sich mit seinen Freunden trifft, und versucht, seine Exfreundin Sina, von der er sich getrennt hatte, wieder zurückzugewinnen. Es geht weiterhin um ein wichtiges Thema, nämlich die Straßenschlachten und der Gewalt zwischen Deutschen und Ausländern.

Doch eigentlich möchte man Kemal oftmals wachrütteln. Er scheint so teilnahmslos alles wahrzunehmen, aber er handelt in keinster Weise. Er lässt sich rumschubsen, verplanen, beschimpfen. Und tut nichts. Obwohl ihm vieles davon widerstrebt. Und am Ende läuft er eigentlich nur davon.

Cihan Acar hat einen tollen Schreibstil und die Geschichte von Kemal hat einen guten Aufbau. Auch die Thematik ist gut gewählt, doch leider konnte mich dieser Roman nicht in seinen Bann ziehen. Vielleicht lag es an der Art, wie Kemal all das Erlebte in diesen zwei Tagen und drei Nächten wiedergab, es kam bei mir so lustlos und völlig emotionslos rüber. Sicher war er niedergeschlagen über das Ende seiner Traumkarriere, da wäre wohl jeder megatraurig und enttäuscht. Aber er war so ziellos unterwegs, ohne jegliche Freude, alles was und wer ihm widerfuhr, nahm er einfach nur so hin.

Fazit:

Der Autor hat einen tollen Schreibstil und auch die eigentlichen Themen haben interessante Ansätze. Doch leider konnte mich dieser Roman nicht in seinen Bann ziehen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 10.04.2020
WW - 50 Lieblingsrezepte
Weight Watchers

WW - 50 Lieblingsrezepte


ausgezeichnet

Dieses Kochbuch ist toll gestaltet, das Cover in Gold gehalten, die schönen und großen Bilder zu den einzelnen Gerichten, die Rezepte mit den jeweiligen Zutaten gut leserlich und einfach erklärt, einfach klasse.

Ich habe einige Gerichte nachgekocht und bin samt meiner Familie total begeistert. Tafelspitz mit grüner Sauce, One Pot Pasta mit Hähnchen sowie Spargelcremesuppe waren einfach nach den Rezepten zu kochen, die Zutaten hat man ohnehin fast alle im Haus und sie waren so lecker, dass meine Familie anfangs gar nicht wusste oder geschmeckt hat, dass es WW-Gerichte waren. Sie waren total begeistert. So wie ich natürlich auch.

Dieses Kochbuch bietet aber nicht nur Gerichte, sondern auch historische Einblicke und Erfahrungsberichte, was es noch einmal sehr aufwertet. Es geht um den Beginn von WW sowie den Aufbau über die einzelnen Jahre. Detailliert und sehr interessant, denn diese Dinge, gerade auch über die Gründerin Jean Nidetch, habe ich nicht gewusst.

Ich gratuliere WW herzlich zum 50. Jubiläum und gleichzeitig zu diesem wunderschön gestalteten und tollem Kochbuch, welches ich noch oft in die Hand nehmen werde, um alle diese leckeren Rezepte zu kochen. Es ist eine Bereicherung für jede Küche, egal, ob man nun abnehmen oder einfach nur lecker und köstlich essen möchte. Mit diesem tollen Kochbuch kann man beides.

Fazit:

Supertolles Kochbuch, welches leckere Rezepte beinhaltet, die einfach nachzukochen sind und so köstlich schmecken. Ich bin sehr begeistert.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.04.2020
Nach Mattias
Zantingh, Peter

Nach Mattias


sehr gut

Mattias ist von einem zum anderen Tag nicht mehr da. Dieser Roman handelt von 8 Menschen, die ihm nahestanden oder ihn kaum kannten. Wie jeder auf seine Weise um ihn trauert und an ihn denkt und vermisst. Und welche Zusammenhänge es zwischen den einzelnen Personen gibt, in denen es immer um Mattias geht.

Peter Zantingh hat in diesem Roman nicht nur über die Trauer über einen verlorenen Menschen geschrieben, welche Wege jeder findet, um damit umzugehen, sondern zeigt auch auf, welche Konsequenzen es für jeden Einzelnen, der zurückbleibt, haben kann, wenn ein geliebter Mensch stirbt.

An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen, wenig Worte, wenig Erklärungen, dafür umso mehr zwischen den Zeilen lesen. Nachdem ich in der Geschichte drin war, hat er mir super gefallen. Der Autor erzählt nur das Nötigste, benutzt wenige Worte, damit sich der Leser am Ende alles selbst zusammenreimen kann. Das hat mir sehr gut gefallen, ebenso wie die einzelnen Geschichten der 8 Menschen, die entweder Freundin, Mutter, Großeltern, bester Freund, Spielgefährte oder aus anderen Gründen mit Mattias verbunden waren.

Eine sehr intensive Geschichte, trotz oder gerade wegen der fehlenden ausladenden Erklärungen und Erläuterungen ein Roman, der fesselt und berührt. Mir hat er sehr gut gefallen, ebenso die Charaktere, die der Autor erschaffen hat mit ihren jeweiligen Problemen, Erinnerungen und Gedanken.

Fazit:

Interessanter Roman, mit einem Schreibstil ohne zu viele Worte, der mich gefesselt und berührt hat.

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 31.03.2020
Eisiger Nebel / Theo Krumme Bd.6
Berg, Hendrik

Eisiger Nebel / Theo Krumme Bd.6


ausgezeichnet

Im Hafen von Husum wird eine übel zugerichtete Leiche gefunden. Theo Krumme und Pat, seine Kollegin, nehmen die Ermittlungen auf. Sie erfahren, dass der Tote aus Frankfurt stammte. Erst gingen sie von einem Touristen aus, dann aber finden sie in seinem Hotelzimmer Patronenhülsen. Auch hatte der Tote unter falschem Namen im Hotel eingecheckt. Krumme und Pat versuchen herauszufinden, was der Tote, der Castor hieß, in Nordfriesland wollte. Mit Sicherheit keinen Urlaub machen. Dann führt sie ihre Spur in das kleine Dorf Bornhörn, auf der Halbinsel Eiderstedt. Die Bewohner dort sind alle miteinander befreundet und halten fest zusammen. Doch schon bald befinden sie sich in großer Gefahr.

Hendrik Berg ist einer meiner Lieblingsautoren und ich habe alle seine Krimis um Krumme und Pat gelesen. Dies ist der 6. Band, und ich muss sagen, ich bin wieder begeistert.

Der Schreib- und Erzählstil sind einfach klasse. Der Aufbau der Geschichte ist so geschickt gemacht, dass eine hohe Spannung langsam aufgebaut wird, die sich immer mehr steigert und zum Ende hin derart hoch ist, dass man wie besessen weiterlesen muss, um zu erfahren, wie alles endet. Man kann das Buch auf keinen Fall beiseite legen.

Die kurzen Kapitel gefallen mir ebenso wie die Zeit, die sich der Autor für das megaspannende und heikle Ende genommen hat.

Die Charaktere sind wie immer toll. Sie sind schon wie eine Familie für den Leser, der diese Reihe verfolgt. Aber auch, wenn man die Vorbände nicht kennt, tut dies keinen Abbruch, da der Autor kurze Erwähnungen aus den Vorbänden einfließen lässt, so dass man trotzdem voll im Bilde ist.

Krumme und Pat sind ein tolles und eingespieltes Team, Marianne seine Lebensgefährtin eine sympathische und liebe Frau. Mannsen und seine Frau Petra sind einem genauso ans Herz gewachsen wie Harke, der etwas schräge aber liebenswerte riesige Mann, mit seinen Vorahnungen.

Was mir an dieser Krimireihe besonders gefällt, ist die familiäre Atmosphäre, die Charaktere und die privaten Einblicke, die hier einfach total dazugehören und auch nicht zu wenig sein dürfen.

Fazit:

Mich hat dieser 6. Band der Reihe wieder völlig begeistert, megaspannend, tolle Charaktere und ein mitreißender Erzählstil. Einfach toll. Ich freue mich schon sehr auf den 7. Band.

7 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 28.03.2020
Ich an meiner Seite
Birnbacher, Birgit

Ich an meiner Seite


ausgezeichnet

Arthur ist 22 Jahre alt und hat 26 Monate im Gefängnis verbracht. Was er getan hat, um ins Gefängnis zu kommen, erfährt der Leser erst später. Arthur bekommt die Chance, an einer Therapie nach dem "Starring-Prinzip" teilzunehmen und bekommt ein Zimmer in einer Haftentlassenen-WG. Nun soll er eine Hauptfigur erschaffen, der alles Gute und Schöne zuteil wird und der er nacheifern und das Beste aus sich machen soll. Doch Arthur hat sehr viel Pech und so wird ihm der Neustart alles andere als leicht gemacht.

Sein Vater verlässt die Familie, als Arthur noch ein Baby war und die Mutter wandert später mit einem neuen Mann an ihrer Seite, Georg, nach Andalusien aus. Sie hat einen Lebenstraum, ein Palliativinstitut im Luxussegment und das zieht sie mit Georg auch durch. Für Arthur und seinen älteren Bruder Klaus hat sie wenig Zeit, Liebe und Aufmerksamkeit, da sie alles in ihr Institut steckt. Klaus verschwindet irgendwann, keiner weiß wohin.

Auch Arthur packt eines Tages seine Sachen und fährt, nachdem durch unglückliche Zufälle seine eigentlichen Pläne über Bord gingen, nach Wien. Der Neuanfang dort gestaltet sich schrecklich, er hat mehr Pech, als man sich vorstellen kann. In seiner Not kommt er leider auf eine sehr dumme Idee und dadurch landet Arthur dann auch im Gefängnis.

Birgit Birnbacher hat einen sehr eigenwilligen und ganz anderen Schreibstil, der mich sehr begeistert hat. Sie schreibt oft in kurzen Sätzen, lapidar kann man sagen. Aber man muss als Leser bei diesem Roman zwischen den Zeilen lesen, was einfach klasse war. Dadurch, dass sie nicht alles gleich in ihren Sätzen preisgab, entstand eine Spannung, weil man unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht und warum Arthur nun ins Gefängnis musste. Es wurde in verschiedenen Zeitebenen erzählt, ebenso wurden Bandmitschnitte erwähnt, das "Schwarzsprechen", wie es der Therapeut Börd nannte.

Arthur erzählt von der schlimmen Zeit im Gefängnis und was er dort durchleiden musste. Als Leser war man einfach sehr entsetzt und Arthur hat mir schrecklich leid getan, so viel Leid ertragen zu müssen.

Der Aufbau des Buches war für mich perfekt gestaltet, die Charaktere, vom schrägen Therapeuten Börd bis zur älteren und kranken Schauspielerin Grazetta, waren authentisch dargestellt und haben mir sehr gut gefallen. Dieser Roman hat mich sehr begeistert.

Was mich vor allem noch überraschte, war die Danksagung am Ende des Buches. Dort erwähnt die Autorin die reale Vorlage für die Hauptfigur dieses Romans. Was dieses Buch noch berührender für mich machte, da es wirklich passiert ist.

Fazit:

Ein außergewöhnlicher Schreibstil, eine berührende Geschichte und tolle Charaktere. Dieser Roman hat mich sehr berührt und begeistert.

7 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.