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Benutzername: Wuestentraum
Danksagungen: 456 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 311 Bewertungen
Bewertung vom 17.09.2018
Bonfire - Sie gehörte nie dazu
Ritter, Krysten

Bonfire - Sie gehörte nie dazu


sehr gut

Abby arbeitet als Anwältin und muss nach vielen Jahren in die Kleinstadt zurückkehren, in der sie aufgewachsen ist. Sie arbeitet mit ihrem Team an einem großen Umweltskandal. Schnell wird klar, dass Abby keine guten Erinnerungen an diesen Ort hat und auch die Menschen dort, vor allem einige Frauen, die sie damals tyrannisiert haben, sich bis heute nicht geändert haben. Es wird nicht einfach für Abby, diesen Fall zu bearbeiten und sich der Vergangenheit zu stellen.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Auch die Geschichte um den Umweltskandal war sehr interessant. Für meinen Geschmack war die erste Hälfte des Buches sehr langatmig. Man musste wirklich am Ball bleiben, um dann in der zweiten Hälfte belohnt zu werden. Denn die Geschichte kam eher langsam in Fahrt, aber dann fesselte sie mich richtig und hat mir sehr gut gefallen, vor allem das megaspannende und unvorhersehbare Ende.

Fazit:

Guter Thriller mit interessanter Story und megaspannendem Ende.

Bewertung vom 16.09.2018
Todeswoge / Emma Klar Bd.3
Peters, Katharina

Todeswoge / Emma Klar Bd.3


sehr gut

Emma Klar, ehemalige Polizistin und jetzt Privatdetektivin in Wismar bekommt einen neuen Fall, der einfach wirkt. Eine Frau aus Hamburg aus oberen Kreisen vermisst ihren Schulfreund Ingo Beyer und bittet Emma herauszufinden, wo er steckt. Nach einigen Recherchen findet Emma heraus, dass Beyer vor 5 Jahren des zweifachen Kindermordes verdächtigt und angeklagt wurde, er jedoch einen Freispruch bekam.

Plötzlich wird bekannt, dass in Wismar ein junges Mädchen vermisst wird. Emma fragt sich, ob das Verschwinden des Mädchens mit den Kindermorden in Hamburg zusammenhängt und was Beyer mit allem zu tun hat. Der einfach wirkende Fall wird zu einem komplizierten und undurchschaubaren Fall, in dem immer mehr Geheimnisse ans Licht kommen. Es werden das LKA sowie Johanna Krass vom BKA zur Unterstützung mit einbezogen, ebenso Christoph steht Emma als Hilfe zur Seite, worüber sie nicht unglücklich ist.

Ich bin eigentlich ein großer Fan von Katharina Peters und habe voller Erwartung den 3. Band dieser Ostseekrimi-Reihe um Emma Klar erwartet. Die Story war wie sonst auch gut und spannend. Doch leider wiederholt es sich in jedem Band, dass Emma am Ende selbst Opfer des jeweiligen Täters wird und im letzten Moment gerettet wird.

Was mich vor allem gestört hat in diesem Band war, dass sehr viele Rechtschreibfehler vorhanden waren. Ebenso als es um den Bruder der Auftraggeberin ging, auf Seite 61 hieß er Karsten, 20 Seiten später hieß er plötzlich Kilian. Ich musste erstmal zurückblättern und schauen, ob es sich um einen weiteren Bruder handelte, aber dem war nicht so. Also reine Unkonzentriertheit. Mein Gefühl all dessen war, dass schnell ein neuer Krimi geschrieben wurde, ohne dass eine exakte Korrektur und Überarbeitung des Manuskripts vorgenommen wurde, sonst hätten so viele Fehler nicht ihren Weg in ein gedrucktes Buch gefunden. Das fand ich sehr schade und ich weiß nicht, ob ich noch einen weiteren Band dieser Serie lesen möchte. Zudem gibt es ja auch noch zwei weitere Krimiserien von Katharina Peters, deshalb glaube ich, es sollten doch lieber weniger Krimis geschrieben und dafür genauer und vielleicht auch etwas durchdachter gearbeitet werden. Weniger ist manchmal eben mehr.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 08.09.2018
Das andere Haus
Fleet, Rebecca

Das andere Haus


sehr gut

Caroline und ihr Ehemann Francis tauschen für eine Woche ihre Wohnung gegen ein Haus, hunderte Kilometer von ihrem Wohnort entfernt. In der Nähe von London und doch in einem kleinen Vorort, hofft Caroline auf eine schöne und entspannte Urlaubswoche mit ihrem Mann. Doch kurz nachdem sie dort eingezogen sind, findet Caroline einige Dinge, die sie an einen Menschen aus ihrer Vergangenheit erinnert, den sie eigentlich vergessen wollte. Nach und nach geschehen merkwürdige Dinge in diesem fremden Haus und Caroline hat das untrügliche Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt und jemand ein übles Spiel mit ihr spielt.

Dieser Psychothriller war für mich keiner. Die Story beginnt langsam, man bekommt nach und nach einen Überblick über die private Situation von Caroline und ihrem Mann Francis, den Problemen in ihrer Ehe und kann durch die detailreiche Erzählung vieles verstehen oder nachvollziehen und sich ein gutes Gesamtbild verschaffen.

Die Charaktere waren authentisch dargestellt, obwohl ich oft das Verhalten von Caroline nicht verstanden habe. Für einen Psychothriller war mir die Handlung zu einfach, zu oberflächlich, zu mau. Obwohl mir die eigentliche Spannung für einen Thriller fehlte, war ich doch immer wieder neugierig, wie alles zusammenpasst und wie die Geschichte endet. Deshalb vergebe ich auch 4 Sterne, da das Buch trotz fehlendem Schauder, Spannung oder Gänsehaut die Neugier hochgehalten hat.

Fazit:

Für mich kein Psychothriller, aber bis zum Ende neugierig, wie die Geschichte endet. Hat mir trotzdem gefallen.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.08.2018
Guten Morgen, Genosse Elefant
Wilson, Christopher

Guten Morgen, Genosse Elefant


ausgezeichnet

Juri ist ein Junge von zwölfeinhalb Jahren und das Leben hat ihm schon schlimm mitgespielt. Es ist 1954 in Russland. Mit sechseinviertel Jahren hatte er einen schlimmen Unfall. Seitdem stimmt so einiges nicht mit ihm. Und das weiß Juri auch. Doch das auffälligste ist, dass er aussieht, als würde er immer lächeln. Aus seinem Gesicht scheint Güte und Mitgefühl. Fremde Menschen erzählen ihm ihre Geheimnisse und Juri hat gelernt, damit zu leben. Sein Vater ist der Tierarzt im Stadtzoo von Moskau.
Mitten in der Nacht werden Juri und sein Vater abgeholt und in eine Datscha gebracht. Sie wissen nicht was los ist, anfangs denkt sein Vater, er soll verhaftet werden. Doch dann werden sie zu dem wichtigsten Mann Russlands gebracht, dem Mann aus Stahl. Dieser ist krank und sofort angetan von Juri, so dass er in nicht mehr gehen lassen will. Er wird Vorkoster des wichtigen Mannes und jeder versucht Juri in Intrigen zu verwickeln. Aber Juri hat seine eigene Sichtweise und seine ganz eigene Art, mit den Dingen umzugehen. Er ist einfach ein toller und mutiger Junge. Doch ungefährlich ist es auch für ihn nicht.
Stalin lebt nicht mehr lange und Juri erzählt in Ich-Form das, was er im Umfeld von Stalin erlebt, viel Schlimmes, Grausames und Trauriges. Doch Juri bewahrt sich seine kindliche Naivität und Unschuld. Deshalb sind diese Dinge aus seiner Sicht auch so herzzerreißend und berührend. Seine Sichtweise und die Art, wie er mit allem umgeht.
Christopher Wilson hat mit viel Geschick und Einfühlungsvermögen geschafft, dass durch die Sichtweise eines 12-jährigen Jungen, der nach einem schweren Unfall körperlich und geistig behindert ist, der grausame Dinge sieht, diese ganze Grausamkeit und Brutalität in seiner kindlichen Unschuld und dessen Erzählweise den Leser sich verbeugen lässt vor diesem gelungenen, mitreißenden, mitfühlenden, berührenden und nachdenklich machenden Roman.

Fazit:
Ein wunderbarer Roman über einen Jungen, der anders ist, als andere Kinder. Ein wunderbarer und toller Junge. Liebevoll und berührend erzählt, und trotz der Traurigkeit muss man immer wieder auch schmunzeln. Ein Buch, das den Leser noch lange beschäftigt, eine Geschichte die noch lange nachhallt, einfach wunderschön.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.08.2018
Waldviertelmorde
Publig, Maria

Waldviertelmorde


gut

Walli Winzer, erfolgreiche PR-Agentur-Inhaberin steht kurz vor einem Burnout und beschließt, ihr Leben zu ändern und sich endlich Ruhe zu gönnen. Sie kauft ein altes Haus im Waldviertel, nahe Wien und zieht dort mit ihrem Kater Filou ein. Auch Lena, ihre Freundin, wohnt in dem Dorf. Dort allerdings Anschluss zu finden, ist als Außenstehende schwierig. Und die aufgetakelte Walli ist vielen Dörflern ein Dorn im Auge. Einzig der Tierarzt des Dorfes hat Interesse an Walli, was den anderen Dorfbewohnern gar nicht gefällt. Dann wird ein Toter gefunden und Walli wird verdächtigt. Um ihre Unschuld zu beweisen, fängt sie auf eigene Faust an, zu ermitteln. Dabei gerät sie ins Visier des wahren Mörders.

Es wird viel von Kater Filou berichtet, ebenso von Lisa, die Tochter von Wallis Freundin Lena und deren Freundin Sandra. Die beiden verbringen ihre meiste Zeit auf dem Reiterhof von Steiner.

Maria Publig hat einen sehr angenehmen und leichten Schreibstil, man ist schnell in der Geschichte. Leider kommt der erste Mord erst nach über 100 Seiten zur Erwähnung, was ich sehr ungewöhnlich für einen Krimi fand. Die Autorin bringt auch viel Lokalkolorit mit in die Geschichte und auch der Humor kommt gut zum tragen. Die Geschichte kam mir dann aber teilweise zu langatmig erzählt vor, Spannung kam bei mir nicht wirklich auf. Die Story war interessant, konnte mich für einen Krimi aber leider nicht fesseln.

Fazit:
Ein leichter Krimi, mit viel Lokalkolorit und gutem Schreibstil. Die Story ist interessant, aber Spannung kam bei mir leider nicht auf. Daher konnte mich dieser Krimi leider nicht fesseln.

Bewertung vom 09.08.2018
Vox
Dalcher, Christina

Vox


gut

Dystopie im 21. Jahrhundert in Amerika: Die Frauen dort dürfen nicht mehr als 100 Wörter am Tag sprechen. Sie erhalten Armbänder, die sie bestrafen, sobald sie mehr als 100 Wörter gesprochen haben.
Jean McClellan, eine Wissenschaftlerin, kann sich damit nicht abfinden, schon gar nicht im Sinne der Zukunft ihrer kleinen Tochter. Es bildet sich ein Widerstand, dem sich viele Menschen anschließen.

Es ist erschreckend zu lesen, wie die Regierung versucht, die Frauen derart zu kontrollieren, zu formen und ihnen solche weitreichenden Vorschriften zu machen. Sie raubt ihnen die Zukunft, ihre Freiheit und ihre Träume. Aber es gibt immer Menschen, die sich nicht einfach alles gefallen lassen und kämpfen.
Der Schreibstil war flüssig, der Anfang gut, die Idee interessant. Doch dann entwickelte sich die Geschichte für meinen Geschmack zu extrem, zu viel Action, zu viel Wissenschaft. Leider konnte mich dieser Roman nicht überzeugen.

Fazit:
Interessante Idee, doch leider für meinen Geschmack zu viel des Guten. Leider konnte mich dieser Roman nicht überzeugen oder begeistern.

3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.08.2018
Der Bote / Fredrik Beier Bd.2
Johnsrud, Ingar

Der Bote / Fredrik Beier Bd.2


gut

In einer Villa in einem reichen Vorort Oslos wird die Leiche eines Mannes gefunden. Die Bewohnerin des Hauses, eine alte Witwe, ist verschwunden. Der Tote wird als ihr Sohn identifiziert, der vor zwanzig Jahren bei einem Militäreinsatz ums Leben kam. In der Kanalisation wird eine weitere Leiche gefunden, sie weist schwere Folterspuren auf.
Hauptkommissar Frederik Beier hat große private Probleme. Nach einem Selbstmordversuch, bei dem er sich vor das Haus seiner Ex legte, muss er erst einmal wieder in die Spur kommen. Dies geht auch schnell, denn nachdem die Leiche des Mannes in der Villa gefunden wurde, muss er mit seiner Kollegin Kafa Iqbal einiges ermitteln. Beier sieht einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen, aber irgendjemand scheint verhindern zu wollen, dass etwas ans Licht kommt.
Dies war mein erstes Johnsrud-Buch. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, ich bin schnell in die Geschichte hineingekommen. Doch dann wurde es schwierig für mich zu lesen. Die vielen Charaktere und Rückblenden haben mich etwas verwirrt und teilweise überfordert, die politischen und militärischen Dinge waren für mich insgesamt einfach zu viel. Am Ende fügte sich zwar alles zusammen, aber durch teilweise langatmige politische Erzählungen war bei mir keine Spannung aufgekommen. Auch die Rückblenden mit den vielen verschiedenen Charakteren, waren verwirrend und gefielen mir nicht.

Fazit:
Ein Thriller mit sicher interessantem Thema, aber für mich zu politisch für einen Thriller und auch die vielen Rückblenden und Charaktere waren leider nicht meins.

Bewertung vom 06.08.2018
Die Weisheit der Wölfe
Radinger, Elli H.

Die Weisheit der Wölfe


ausgezeichnet

Unter Wolfsliebhabern ist Elli H. Radinger als Wolfsexpertin und Wolfsbeobachterin bestens bekannt.

In diesem Buch beschreibt sie detailliert, wie die Wölfe zusammenleben, wie familienbewusst sie sind und wie liebevoll sie miteinander umgehen, wie sie mit Raben ein Team bilden, wie sie gerne spielen und Spaß haben, wie sie trauern und wie ihre Beziehung zu den Menschen ist. Einfühlsam und liebevoll schreibt Elli H. Radinger über das Leben der freien Wölfe, wie sie in Yellowstone diese wunderschönen Tiere so lange schon beobachtet. Man spürt sofort ihre Liebe zu den Wölfen, die einfach zu ihrem Leben dazugehören.

Wunderschöne Bilder komplettieren dieses interessante und lehrreiche Buch. Ich habe hier so viel über die Wölfe erfahren, was ich nie für möglich gehalten hätte. Diese Beutegreifer faszinieren mich einfach und durch dieses Wissen, das man durch dieses Buch erhält, habe ich noch wesentlich mehr Respekt vor diesen wunderschönen Tieren, als ich es vorher schon hatte.

Elli H. Radinger ist für mich eine der erfahrensten, authentischsten und seriösesten Wolfsbeobachter. Sie macht am Ende des Buches darauf aufmerksam, dass der Wolf wieder zurück in Deutschland ist und dass es jeden Tag sein kann, dass Dir ein Wolf vor deiner eigenen Haustür begegnet. Sie sind in der Nähe. Und wie man sich verhalten soll, wenn man wirklich eine solche Wolfsbegegnung erlebt, beschreibt sie auch ausführlich.

Fazit:

Ein wunderbares, interessantes und lehrreiches Buch, mit wunderschönen Bildern. Einfühlsam und liebevoll erzählt Elli H. Radinger von dem Leben der Wölfe, gibt Einblicke in ihre jahrzehntelangen Beobachtungen und Erforschung dieser erhabenen, stolzen und bewundernswerten Tiere.

Für alle Wolfsliebhaber ein absolutes Muss.

5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 04.07.2018
The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?
Finn, A. J.

The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?


ausgezeichnet

Dr. Anna Fox ist nach einem schweren Traum an ihr Haus gefesselt. Sie leidet unter Agoraphobie und bekommt Panikattacken, sobald sie nur einen Schritt aus ihrem Haus machen soll. Sie verbringt die Tage damit, ihre Nachbarn zu beobachten und manchmal auch zu fotografieren, mit Leuten in Foren im Internet chatten und zu viel zu trinken und viele Medikamente einzunehmen. Sie ist in psychiatrischer Behandlung, Dr. Fielding kommt zu ihr nach Hause. Weiterhin hat sie in ihrem großen Haus die Souterrainwohnung an David, einen jungen Mann, seit 2 Monaten vermietet. Dann zieht in ihrem Nachbarhaus eine neue Familie ein, die Russels, Mutter, Vater und der jugendliche Sohn Ethan. Ethan besucht Anna kurz nach deren Einzug und auch Jane Russel lernt sie kurz darauf kennen, als Anna vor ihrer Haustür zusammengebrochen war und Jane ihr wieder ins Haus geholfen hatte. Dann beobachtet Anna, wie Jane am Fenster im Haus der Russels niedergestochen wird. Niemand glaubt Anna, da sie zu viel trinkt und viele harte Medikamente nimmt, was auch die Polizei durch den Psychiater erfährt, schenkt ihr niemand Gehör und tut alles als Halluzinationen ab. Anna verzweifelt an ihrem eigenen Verstand, sie war sich so sicher, diesen Vorfall wirklich beobachtet zu haben, doch aufgrund der plausiblen Zweifel der anderen weiß sie selbst nicht mehr, was real ist oder nicht.

Meinung:
Dieser Thriller umfasst über 500 Seiten. Da ich immer sehr skeptisch bei so dicken Büchern bin und Angst habe, es wird zu langatmig, langweilig und ausschweifend erzählt, machte ich mich an diesen Thriller. Und war von der ersten Seite an gefangen und begeistert.
Der Schreibstil von A. J. Finn hat ist einfach großartig und hat somit von Anfang an mein Interesse geweckt und mich sofort in die Geschichte gezogen. Während des ganzen Buches hatte ich niemals das Gefühl von Langatmigkeit oder Langeweile. Es wurde anfangs zwar sehr detailliert berichtet und einzelne Aktionen ausführlich beschrieben, aber es passte genau ins Bild und den Aufbau der Geschichte. Stetig wurde die Spannung aufgebaut und somit wurde der Sog immer größer, endlich zu erfahren, welches Trauma Anna Fox durchlebt hat, was mit ihrer Familie ist, und was sie unternimmt, nachdem sie diesen ominösen Vorfall beobachtete. Auch die Charaktere waren realistisch dargestellt, die unerwarteten Wendungen taten ihr übriges Positives was Spannung und Aktion betraf.

Fazit:
Ein super Thriller, mitreißend, fesselnd und spannend mit tollem Schreibstil und einer interessanten Hauptprotagonistin. Ich war einfach nur begeistert. Ich hoffe sehr auf weitere Bücher dieses Autors. Absolute Leseempfehlung.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 05.06.2018
Die letzte Stunde
Walters, Minette

Die letzte Stunde


gut

Klappentext:
Südengland, Juli 1348: An der Küste ist die Pest ins Land gekrochen. Binnen kürzester Zeit entvölkert sie ganze Landstriche, Angst und Panik regieren. Allein Lady Anne, die Herrin von Develish, nimmt das Heft in die Hand. Sie bringt all ihre Schutzbefohlenen auf ihrem Anwesen in Sicherheit und lässt die Zugangsbrücke verbrennen. In ihrem kleinen Reich zählen nicht mehr gesellschaftliche Konvention und Rang, sondern Einsatz für die anderen. Als neuen Verwalter setzt Anne Thaddeus ein, den niedrigsten, aber klügsten ihrer Diener. Doch kann sich die Schicksalsgemeinschaft gegen die schreckliche Krankheit behaupten, die vor ihren Toren tobt? Gegen die Verzweifelten und Raffgierigen, die Develish angreifen? Werden die kargen Vorräte reichen? Dann geschieht ein grausamer Mord und droht Lady Annes Gemeinschaft endgültig zu zerreißen ...
Ich lese gerne mal zwischendurch historische Romane und dies war mein erster von Minette Walters. Den Schreibstil habe ich als anspruchsvoll empfunden, so hatte ich teilweise Mühe, mich durch die vielen Seiten zu lesen.

Die Charaktere waren mir nicht alle sympathisch und weder Lady Anne noch Thaddeus noch Eleanor konnten mich emotional erreichen. Was mir wiederum sehr gut gefallen hat, waren die Auswirkungen der Pest zur damaligen Zeit, vor allem die wirtschaftlichen Aspekte. Auch die Standesunterschiede und deren Auswirkungen waren sehr interessant.

Ausführlich und teilweise schonungslos wird über die Pest berichtet. Was und wen sie alles zerstört, vor allem aber, wie die Menschen damit umgehen und wie sich selbst und anderen versuchen, zu helfen.
Meine Enttäuschung war am Ende groß, als ich feststellen musste, dass die Geschichte hier nicht endet, sondern es eine Fortsetzung geben wird.

Fazit:
Leider konnte mich dieser historische Roman nicht erreichen.