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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Wuestentraum
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Bewertungen

Insgesamt 361 Bewertungen
Bewertung vom 20.10.2019
Kalter Strand / Kommissar Tom Skagen Bd.1
Nordby, Anne

Kalter Strand / Kommissar Tom Skagen Bd.1


ausgezeichnet

Eine junge Frau wird tot am Strand in Dänemark gefunden. Elena Storm ist ihr Name und lange Zeit ist die Frage, wurde sie ermordet und oder hat die labile Frau, die an Depressionen litt, Selbstmord begangen.

Gleichzeit tauchen drei Familien aus Deutschland auf, die nach Dänemark in eine Ferienhaussiedlung gefahren sind, um dort ihren Urlaub zu verbringen. Familie Hoffmann mit zwei Kindern, Familie Schneider mit zwei Kindern und das Ehepaar Wagner mit seinem Golden Retriever. Die Ferienhäuser der drei Familien liegen direkt nebeneinander. Anfangs genießen sie die schöne Umgebung, doch schon bald verändert sich alles. Es geschehen schreckliche Dinge und die Urlauber werden unter Druck gesetzt, Schlimmes zu tun.

Tom Skagen und seine Chefin Jette Vestergaard von Skanpol werden zu dem Fall von der örtlichen Polizei angefordert und reisen nach Ringkobing, um den verstörenden Vorfällen auf den Grund zu gehen. Anfangs geht es nur um die tote junge Frau Elena Storm. Doch Tom Skagen hat ein komisches Bauchgefühl, was die Ereignisse bei den drei deutschen Familien angeht.

Anne Nordby hat mit "Kalter Strand" den ersten Teil einer Reihe um die Ermittler Skagen und Vestergaard geschrieben. Sehr beeindruckend und fesselnd schildert sie die Vorgänge in Ringkobing, bei den Ermittlungen ist man als Leser hautnah dabei und verpasst nicht einmal gedankliche Überlegungen der Ermittler. Mit einem tollen fließenden Schreibstil und einer bildhaften Beschreibung der Ortschaften und Landschaften, ist man mittendrin im Fall in Dänemark.

Auch die Charaktere der einzelnen Protagonisten waren toll und authentisch dargestellt. Tom Skagen, der ein schlimmes Trauma durch ein furchtbares Erlebnis hat, Jette Vesteergaard mit ihren Eheproblemen, Mads Espersen, der beeindruckende hübsche dänische Polizist, Milla die hübsche Polizeissistentin und Aksel Möller, der die Ermittlungen leitet. Einzig Poulsen, der Dienststellenleiter tritt unmöglich und arrogant auf, alle anderen Charaktere waren mir auf Anhieb sympathisch.

Dieser Thriller besticht durch einen gekonnt gesetzten Ablauf der Geschichte, durch Spannung, die bis zum Ende hochgehalten wird und ein überraschendes Ende. Keine Fragen blieben offen, es wurde alles gut, detailreich beschrieben und aufgeklärt.

Fazit:
Ein klasse und spannender Thriller, der mich gefesselt hat.

Bewertung vom 20.10.2019
Die Frauen von Salaga
Attah, Ayesha Haruna

Die Frauen von Salaga


sehr gut

Zwei grundverschiedene Frauen Ende des 19. Jahrhunderts in Westafrika.

Aminah ist ein junges Mädchen, sie möchte die gleiche Arbeit einmal verrichten, wie ihr Vater, der Schuhmeister ist. Sie möchte frei und selbständig entscheiden, wie sie ihr Leben gestalten möchte. Doch Aminah wird brutal aus ihren Zuhause gerissen und als Sklavin verkauft.

Dann ist da Wurche, die Tochter aus königlichem Hause, die genauso nach Freiheit strebt, nachdem ihr Vater sie Zwangsverheiratet, damit er einen wichtigen Verbündeten an sich bindet.

Sie begegnen sich und beide hadern mit den Grenzen, die ihnen die Gesellschaft auferlegt zu kämpfen und beide verlieben sich in den selben Mann.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, schnell war ich in der Geschichte und habe mit den beiden Frauen mitgelitten, deren beider Leben sehr detailreich beschrieben wurde.

Diese Geschichte ist zum Teil wirklich der Ururgroßmutter der Autorin geschehen. Es war sehr beeindruckend, die fremden Bräuche und Traditionen der afrikanischen Kultur zu lesen.

Fazit:

Ein aufwühlender und beeindruckender Roman, der mir sehr gut gefallen hat.

Bewertung vom 20.10.2019
Die Weisheit alter Hunde
Radinger, Elli H.

Die Weisheit alter Hunde


ausgezeichnet

Elli H. Radinger schreibt in diesem ehrlichen und offenen Buch über ihr Leben und ihre Liebe zu ihrer Hündin Shira. Shira wird älter und Elli H. Radinger genießt jede mögliche Minute mit ihr. Es ist schön zu lesen, wie sehr sie sich um ihre Hündin kümmert und was sie alles mit ihr unternimmt. Aber ihr auch die Ruhe gönnt, die die Hündin braucht.

In "Die Weisheit alter Hunde" beschreibt die Autorin, was wir Menschen von den älteren Hunden lernen können, wie Gelassen zu sein, erkennen, was wirklich zählt und Liebe und Vertrauen. Durch die Geschichten, die zum Teil auch humorvoll erzählt werden, kommt man zum Nachdenken, nicht nur was das Zusammenleben mit dem eigenen Hund betrifft, sondern auch die eigene Lebenseinstellung überdenkt.

Mit ihrem liebevollen und klaren Schreibstil hat mich die Autorin in ihren Bann gezogen und ich habe jede Seite genossen. Besonders auch die schönen Fotos, die alle von älteren Hunden stammten, haben mein Herz berührt.

Ein wundervolles und berührendes Buch, bei dem mir öfter die Tränen kamen. Nicht nur für Hundeliebhaber ein Muss.

Fazit:

Wundervoll und emotional, ein Buch, welches mich sehr berührt hat.

Bewertung vom 12.10.2019
Schneewittchensarg / Ingrid Nyström & Stina Forss Bd.7
Voosen, Roman; Danielsson, Kerstin Signe

Schneewittchensarg / Ingrid Nyström & Stina Forss Bd.7


sehr gut

Bei einer Ausstellungseröffnung wird anstelle eines gläsernen Skeletts ein skelettierter Leichnam in einem gläsernen Sarkophag gefunden. Es stellt sich heraus, dass es sich um eine junge Braut handelt, die vor knapp fünfzig Jahren während ihrer eigenen Hochzeitsfeier verschwunden ist. Der Ausstellungsleiter ist auch gleichzeitig der Ehemann der verschwundenen Frau. Hat er etwas mit der Sache zu tun?

Die Ermittlerinnen Nyström und Forss ermitteln in diesem Fall und haben bald darauf mit drei großen Familienunternehmen zu tun, die allesamt Glashüttenbesitzer sind. Die Frage ist nur, wo wurde der Leichnam die ganzen Jahrzehnte aufbewahrt?

Der Schreibstil von Roman Voosen hat mir gut gefallen, die Charaktere waren authentisch dargestellt, der Ablauf der Ermittlungen übersichtlich und detailreich. Die Geschichte war interessant und gut aufgebaut. Auch falsche Fährten wurden gelegt und es gab ein überraschendes Ende.

Nur leider war es mir teilweise zu langatmig, so dass zwischendurch die Spannung etwas auf der Strecke blieb.

Fazit:

Ein interessanter Krimi mit interessanten Ermittlerinnen, gutem Schreibstil und authentischen Charakteren. Nur war er mir teilweise zu langatmig, so dass die Spannung sich für mich nicht durch das ganze Buch zog.

Bewertung vom 07.10.2019
MengeleZoo
Nygårdshaug, Gert

MengeleZoo


ausgezeichnet

Wenn man den Anfang dieses Buches liest, ahnt man nicht, wie grausam sich diese Geschichte entwickeln wird.

Mino ist 6 Jahre alt und lebt mit seinen Eltern und 3 Geschwistern in einem kleinen Dorf mitten im Dschungel in Lateinamerika. Er hilft seinem Vater, Schmetterlinge zu fangen, die dieser dann präpariert und damit seine Familie ernährt. Bis eines Tages eine Ölgesellschaft kommt und den Regenwald niederwalzt. Das kleine Dorf und seine Bewohner werden ausgelöscht. Verstört und geschockt bleibt Mino am Leben und wird nach Tagen sinnlosem Herumirrens von einem alten Magier aufgelesen, der sich liebevoll um ihn kümmert. Doch Mino's Leben verläuft nun nicht in ruhigeren Bahnen. Sein Kampf ums Überleben und sein Kampf für das Überleben des Regenwaldes beginnt erst.

Gerd Nygardshaug hat mit "Mengele Zoo" ein außergewöhnliches Buch geschrieben. Ich hatte über die Leseprobe einen Einblick über die Geschichte des Buches bekommen. Doch was ich dann zu lesen bekam, war unglaublich und heftig. Ich hatte mit so einer atemberaubenden und fesselnden Geschichte nicht gerechnet.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, klar, fließend und detailliert beschreibt der Autor die einzelnen Charaktere. Man empfindet sehr viel Sympathie für jeden einzelnen von ihnen und auch die Hintergründe für ihre grausamen Taten kann man vollends verstehen und befürworten. Doch die Taten selbst sind so grausam und brutal, dass man nur den Kopf darüber schütteln kann. Trotzdem hofft und bangt man mit der Mariposa-Gruppe, dass sie nicht gefasst werden.

Die Rettung der Natur und des Regenwaldes, mit allen ihnen zu Verfügung stehenden Mitteln, dafür kämpft die Mariposa-Gruppe. Dieses Buch regt sehr zum Nachdenken an.

Fesselnd und begeisternd, berührend und geschockt habe ich dieses Buch verschlungen. Eine außergewöhnliche Geschichte und ein absolutes Lesehighlight für mich. Ich hoffe, der 2. Band dieser 5 Bücher beinhaltenden Serie kommt bald in Deutsch heraus.

Fazit:

Außergewöhnlich, spannend, fesselnd und berührend. Ein Roman, den man unbedingt lesen muss.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.09.2019
Silent Victim
Mitchell, Caroline

Silent Victim


sehr gut

Emma hat sich in ihrer Schulzeit als Teenager in ihren Lehrer Luke verliebt. Inzwischen ist sie verheiratet und hat ein Kind. Doch Luke und das Geschehen von damals kann sie nicht vergessen. Eines Tages taucht Luke tatsächlich wieder bei ihr auf.

Emma glaubt, sie habe Luke erschlagen und auf dem Grundstück ihres Elternhauses vergraben. Als ihr Ehemann Alex eine neue Stelle annimmt, muss Emma ihr Elternhaus verkaufen. Sie will die Leiche vorher verschwinden lassen, doch das Grab ist leer. Sie erzählt alles ihrem Ehemann.

Emma zweifelt, was echt ist und was nicht. Was ist wirklich passiert und was nur in ihrer Phantasie. Sie glaubt langsam, verrückt zu sein.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Emma, Alex und auch Luke erzählt. Dadurch bekommt man langsam einen Überblick über das ganze Geschehen und die Vergangenheit.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, auch die Streuung falscher Fährten war geschickt gemacht. Das Thema von sexuellem Missbrauch wurde aufgegriffen, und die Autorin hat damit auch versucht klarzumachen, das man als Opfer keinesfalls schweigen sollte.

Fazit:

Ein interessanter und spannender Thriller, leider konnte mich das Ende nicht überzeugen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.09.2019
Im Herzen berührt
Schumacher, Isabelle

Im Herzen berührt


ausgezeichnet

Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Hand auf’s Herz gelegt und Dankbarkeit dafür gespürt, dass dieses Organ Ihr Leben steuert?

Diese Frage habe ich mir noch nie gestellt.

Dieses Buch regt sehr zum Nachdenken an. Besonders in Zeiten von Problemen und Sorgen zeigt Isabelle Schumacher Denkmuster, die einem helfen sollen, wieder Energie und Kraft zu bekommen, die in der heutigen hektischen Zeit und vollgepropftem Alltagsstress einem keine Zeit lassen für das in sich gehen.

Ihr Schreibstil und klar und selbst die medizinischen Einzelheiten zu diesem Thema waren gut verständlich beschrieben. Selbstliebe und Wertschätzung, Dankbarkeit, diese Themen werden erklärt und mit Meditationen begleitet, so dass jeder lernen kann, sich selbst zu lieben und zu wertschätzen.

Spirituell ist dieses Buch auch, aber es ist nicht überladen mit irgendwelchen Ratschlägen, wie in Selbsthilfebüchern, mit Affirmationen die man sich vorsagen soll und die eh nichts bringen. Man soll fühlen, über das Herz die Gefühle empfangen, die dann eine Änderung der eigenen Energiefrequenz zur Besserung führen sollen.

Ich habe durch dieses Buch viele ratsame und interessante Tipps bekommen, die ich auf jeden Fall weiter durchführen möchte. Und einen anderen Blickwinkel habe ich auch gewonnen, dass z.B. einfaches Vorsagen von bestimmten Affirmationen überhaupt nichts bringt, zumindest nicht auf lange Sicht gesehen.

Sich von alten Denkmustern lösen, neue Lebensenergie finden und den Zugang zum Herzen, Selbstliebe, Wertschätzung und Dankbarkeit empfinden, dass ist der Wunsch von Isabelle Schumacher um Liebe, Gesundheit, Wohlbefinden und Glück zu finden und zu erhalten.

Fazit:

Ein wunderbares und informatives Buch, welches mir sehr gut gefallen hat und welches ich mit Sicherheit immer wieder zur Hand nehmen werde.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 09.09.2019
Bretonisches Vermächtnis / Kommissar Dupin Bd.8
Bannalec, Jean-Luc

Bretonisches Vermächtnis / Kommissar Dupin Bd.8


ausgezeichnet

Kommissar Dupin hat es diesmal mit einem Fall in seiner Stadt Concarneau zu tun, in der er lebt. Über seinem Lieblingsrestaurant, dem Amiral, gab es einen Toten. Den angesehenen, aus einer reichen und alteingesessenen Familie stammenden Dr. Chaboseau. Er wurde aus dem Fenster im Dachgeschoss gestoßen. Wie sich herausstellte, war Dr. Chaboseau mit zwei weiteren gutsituierten und angesehenen Männern eng befreundet, Jodoc Luzel und Brecan Priziac, der eine Mitinhaber einer Schiffbaufirma und einer Brauerei, der andere stammt aus einer alteingessenen Apothekerfamilie. Alle drei sind nicht nur enge Freunde, sondern auch Geschäftspartner gewesen.

Dupin, der mit Claire über das Pfingstwochenende auch noch Besuch von seinen Schwiegereltern erwartet, ist von nun an jede Minute in dem Fall beschäftigt. Kurz nach dem Tod von Dr. Chaboseau wird ein Anschlag in Concarneau verübt und es gibt einen weiteren Toten. Dupin wird darauf aufmerksam gemacht, dass diese ganze Geschichte um die drei Geschäftsmänner sehr einem alten Kriminalfall von Maigret ähnelt, den Simenon 1931 geschrieben hatte "Der gelbe Hund". Immer wieder kommt Dupin in Gedanken darauf zurück und muss feststellen, dass er tief in der Geschichte der Stadt graben muss, um in seinem jetzigen Fall weiterzukommen.

Jean-Luc Bannalec hat mit viel Spannung und vor allem bretonischen Flair diesen achten Fall von Kommissar Dupin hervorragend wieder in Szene gesetzt. Den Ablauf der Geschichte, die verschiedenen Charaktere, die bis zum Ende spannende Ungewissheit, wer denn nun der wahre Täter ist, einfach toll. Fesselnd und spannend bis zum Ende. Was ich besonders gut finde ist die genaue und detaillierte Ermittlungsarbeit von Dupin, so kann man als Leser seine Gedankengänge gut nachvollziehen und einem entgeht nichts. Auch die verschiedenen Charaktere waren authentisch dargestellt, einige mehr, andere weniger sympathisch.

Weiterhin gut gefallen hat mir ebenso, wie das Private von Dupin in die Geschichte eingebaut wurde. Nicht zu viel, aber gerade genug, um sich ein Bild zu machen, besonders von seiner Schwiegermutter.

Fazit:

Ein gelungener, spannender und fesselnder achter Fall von Kommissar Dupin, der mir wieder super gefallen hat.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.09.2019
Unter der Drachenwand
Geiger, Arno

Unter der Drachenwand


sehr gut

Der junge Soldat Veith Kolbe wird in seinem 5. Kriegsjahr verletzt und kommt in ein Lazarett. Von dort aus nach Hause zu seinen Eltern. Doch er fühlt sich nicht wohl dort, kann nicht zur Ruhe kommen und so entschließt er sich, zu seinem Onkel nach Mondsee in der Nähe von Salzburg zu reisen, um dort die gewünschte Erholung und Ruhe zu finden.

In Mondsee bekommt er ein Zimmer bei der bösartigen Quartiersfrau Trude. Sie gängelt jeden, ist boshaft und gemein. Neben ihm im Nebenzimmer wohnt die Junge Margot mit ihrem kleinen Säugling, der kleinen Lilo. Veith macht die Bekanntschaft mit einer Lehrerin, die in ein Lager einzieht mit vielen verschickten Mädchen aus Wien, die in Mondsee bzw. Schwarzindien unterkommen sollen während der gefährlichen Kriegszeit. Doch die Lehrerin Margarete weist seine Avancen schroff zurück, sie scheint generell ein großes Problem mit Männern zu haben.

Veith und Margot, seine Nachbarin aus dem Nebenzimmer kommen sich langsam näher und obwohl Margot verheiratet ist, ihr Mann Ludwig ist an der Front, beginnen sie eine Affäre und sich zu lieben.

Neben ihrem Quartier lebt ein Brasilianer, der sein Gewächshaus und sein angebautes Gemüse und Orchideen hegt und pflegt und viel Arbeit damit hat. Eines Tages wird er verhaftet, da er sich negativ über den F. öffentlich geäußert hat. Veith und Margot übernehmen während seiner Verhaftungszeigt den Betrieb und haben so einiges um die Ohren.

Veith macht sich große Sorge, bald wieder gesund geschrieben zu werden und wieder in den Krieg ziehen zu müssen. Die Zeit in Mondsee und die Zeit mit Margot genießt er sehr. Und es kommt, wie es kommen muss.

Der Autor Arno Geiger hat mit einer ungewöhnlichen Sprache, die mich oft aus dem Lesefluss riss, ein intensive und berührende Geschichte geschrieben. Er berichtete über die schwere und schlimme Zeit um 1944, das Kriegsgeschehen, die Verfolgung der Juden und allen Kummer und Leid der Menschen zur damaligen Zeit. Sehr intensiv und detailliert beschrieb der einzelne Schicksale, die mich sehr berührt und bewegt haben.

Fazit:

Ein toller, intensiver Roman über die Kriegszeit, über einzelne Schicksale und die Geschichte des jungen Soldaten Veith. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen und mich sehr berührt. Einzig die ungewöhnliche Sprache des Autors, die mich oft aus dem Lesefluss riss, da ich wiederholt Sätze lesen musste, um sie zu verstehen, hat den Grund, warum ich keine 5 Sterne gebe.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.08.2019
Der Abgrund / Die Einsamkeit der Schuldigen Bd.2
Jos, Nienke

Der Abgrund / Die Einsamkeit der Schuldigen Bd.2


ausgezeichnet

"Der Abgrund" ist der zweite Teil des Thrillers von Nienke Jos. Meiner Meinung nach sollte man den ersten Teil unbedingt gelesen haben, um die Handlungen nachvollziehen zu können und um zu verstehen, warum die Protagonisten, die zum Teil auch im ersten Teil mitspielten, so handeln.

Auch im zweiten Teil wird eine Frau entführt. Aber wer glaubt, dies sei eine Wiederholung wie im ersten Teil, täuscht sich gewaltig. Mit außergewöhnlicher Sprache erzählt Nienke Jos wieder eine Geschichte über menschliche Abgründe, eklig, widerwärtig, mit unbändiger Gewalt. Und man ist angewidert und begeistert zugleich. Nienke Jos hat so einen mitreißenden und fesselnden Sprachstil, dass man einfach nicht aufhören kann, weiterzulesen. Selbst der Einblick in die Psyche eines sechsjährigen Jungen lässt einen erschaudern. Die Spannung ist von Anfang an vorhanden und zieht sich bin zum Ende durch.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Man erhält Einblicke in die kranke Psyche von Menschen, die grausam, gewalttätig und widerwärtig sind. Nienke Jos arbeitet dies auf, wie eine erfahrene Psychologin und setzt dieses gekonnt in Szene. So hat man als Leser das Gefühl, direkt in die Seele dieser Gewalttäter schauen zu können.



Fazit:

Spannung pur. Wieder war ich einfach nur begeistert. Vom Schreibstil der Autorin, den menschlichen Abgründen die sich auftaten, so gewalttägig und ekelhaft, dass man einfach nur gefangen war in der Geschichte und begeistert von allem.

Für alle Thrillerfans absolute Leseempfehlung.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.