Die Bagage (eBook, ePUB) - Helfer, Monika
Zur Bildergalerie
-21%
14,99 €
Statt 19,00 €**
14,99 €
inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Gebundenes Buch)
Sofort per Download lieferbar
Statt 19,00 €**
14,99 €
inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Gebundenes Buch)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
Als Download kaufen
Statt 19,00 €**
-21%
14,99 €
inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Gebundenes Buch)
Sofort per Download lieferbar
Abo Download
9,90 € / Monat*
*Abopreis beinhaltet vier eBooks, die aus der tolino select Titelauswahl im Abo geladen werden können.

inkl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Einmalig pro Kunde einen Monat kostenlos testen (danach 9,90 € pro Monat), jeden Monat 4 aus 40 Titeln wählen, monatlich kündbar.

Mehr zum tolino select eBook-Abo
Jetzt verschenken
Statt 19,00 €**
-21%
14,99 €
inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Gebundenes Buch)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
0 °P sammeln

  • Format: ePub

29 Kundenbewertungen


"Von uns wird man noch lange reden." Monika Helfers neuer Roman "Die Bagage" - eine berührende Geschichte von Herkunft und Familie Josef und Maria Moosbrugger leben mit ihren Kindern am Rand eines Bergdorfes. Sie sind die Abseitigen, die Armen, die Bagage. Es ist die Zeit des ersten Weltkriegs und Josef wird zur Armee eingezogen. Die Zeit, in der Maria und die Kinder allein zurückbleiben und abhängig werden vom Schutz des Bürgermeisters. Die Zeit, in der Georg aus Hannover in die Gegend kommt, der nicht nur hochdeutsch spricht und wunderschön ist, sondern eines Tages auch an die Tür der Bagage…mehr

  • Geräte: eReader
  • ohne Kopierschutz
  • eBook Hilfe
  • Größe: 1.63MB
Produktbeschreibung
"Von uns wird man noch lange reden." Monika Helfers neuer Roman "Die Bagage" - eine berührende Geschichte von Herkunft und Familie Josef und Maria Moosbrugger leben mit ihren Kindern am Rand eines Bergdorfes. Sie sind die Abseitigen, die Armen, die Bagage. Es ist die Zeit des ersten Weltkriegs und Josef wird zur Armee eingezogen. Die Zeit, in der Maria und die Kinder allein zurückbleiben und abhängig werden vom Schutz des Bürgermeisters. Die Zeit, in der Georg aus Hannover in die Gegend kommt, der nicht nur hochdeutsch spricht und wunderschön ist, sondern eines Tages auch an die Tür der Bagage klopft. Und es ist die Zeit, in der Maria schwanger wird mit Grete, dem Kind der Familie, mit dem Josef nie ein Wort sprechen wird: der Mutter der Autorin. Mit großer Wucht erzählt Monika Helfer die Geschichte ihrer eigenen Herkunft.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GB, GR, HR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Hanser, Carl GmbH + Co.
  • Seitenzahl: 160
  • Erscheinungstermin: 01.02.2020
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783446267329
  • Artikelnr.: 58254568
Autorenporträt
Monika Helfer, geboren 1947 in Au/Bregenzerwald, lebt als Schriftstellerin mit ihrer Familie in Vorarlberg. Sie hat Romane, Erzählungen und Kinderbücher veröffentlicht, darunter: Kleine Fürstin (1995), Wenn der Bräutigam kommt (1998), Bestien im Frühling (Deuticke, 1999), Mein Mörder (1999) und zuletzt bei Deuticke Bevor ich schlafen kann (2010), Oskar und Lilli (2011) und Die Bar im Freien (2012). Im Hanser Kinderbuch veröffentlichte sie gemeinsam mit Michael Köhlmeier 2010 Rosie und der Urgroßvater. Für ihre Arbeiten wurde sie unter anderem mit dem Robert-Musil-Stipendium und dem Österreichischen Würdigungspreis für Literatur ausgezeichnet. Mit ihrem letzten Roman Schau mich an, wenn ich mit dir rede (2017) war sie für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 10.02.2020

Die Last der Schönheit
Pass auf, dass du nicht wirst wie sie:
Monika Helfer erzählt von Herkunft, Familie und dem Jahr 1914
VON ULRICH RÜDENAUER
Das Fremde tritt in unterschiedlichster Gestalt auf, und immer ist es relativ, bezogen auf eine schon vorhandene Welt. Manchmal kann fremd sogar die Schönheit sein, weil sie inmitten einer unwirtlichen Umgebung Argwohn erregt. Maria, die Protagonistin in Monika Helfers Romans „Die Bagage“ ist schön, sie weiß, „dass sie den Männern gefällt, nicht einen kennt sie, bei dem sie nicht sicher ist“. Den Frauen im Ort gefällt sie nicht; sie sehen in ihr die Konkurrentin; eine Verführerin, obwohl Maria mit diesem Wort wohl nicht viel anzufangen wüsste. Maria und ihr Mann Josef Moosbrugger leben mit vier Kindern, zwei Kühen, einer Ziege außerhalb des Dorfes, in einem finsteren Tal, wo nur noch ein paar wenige Bauern sich angesiedelt haben. Die Moosbruggers aber kamen noch später, sodass ihnen nur der allergeringste Grund geblieben ist – „und am billigsten war der Boden, weil die Arbeit auf ihm so hart war“.
Die „Bagage“ werden sie genannt, weil Josefs Vater und Großvater Träger waren, solche, „die niemandem gehörten, die kein festes Dach über dem Kopf hatten, die von einem Hof zum anderen zogen und nach Arbeit fragten und im Sommer übermannshohe Heuballen in die Scheunen der Bauern trugen, das war der unterste aller Berufe, unter dem des Knechtes“. Die Bagage, das ist ein Schimpfwort, und die Auserwähltheit der schönen Maria und des eigenbrötlerischen Josef ist von Anfang an eine zwiespältige Angelegenheit. Die beiden gehören nicht dazu, und das macht sie zu Objekten der Missgunst. Schönheit hilft da wenig. Im Gegenteil: Sie ist nicht Verheißung von Glück, sondern wunschloses Unglück.
Maria Moosbrugger ist die Großmutter von Monika Helfer, und die 1947 im Bregenzerwald geborene Autorin hat die Geschichte ihrer Bagage in einen Roman verwandelt. Er beginnt im Jahr 1914, als der Frieden in der vermeintlichen Vorarlberger Idylle endet. Vom Großen Krieg bekommt man hier nicht viel mit, und doch bestimmt er fortan das Leben der Moosbruggers. Josef wird eingezogen und an die Front geschickt, wie einige andere Männer des Dorfes auch. Der Postbote, der Maria wie eine Heilige anhimmelt, ist allerdings unabkömmlich; der undurchsichtige Bürgermeister Gottlieb Fink ebenfalls; den Heldentod dürfen andere sterben.
Bevor Josef Moosbrugger aufbricht, um das Habsburger Reich auf dem Feld der Ehre zu vertreten, trägt er Fink auf, ein scharfes Auge auf seine Frau zu haben. Keiner, kein Mann, soll ihr während seiner erzwungenen Abwesenheit nahekommen. Das Misstrauen ist in die traumlosen Dörfler eingeschrieben. Gerade deshalb zählt der Herrgott hier viel, obwohl es fast scheint, als hätte er diese Gegend aus den Augen verloren; sein lokaler Stellvertreter, der Pfarrer, nimmt es dafür umso genauer mit dem Katechismus und der kirchlichen Moral. Wenn es sein muss, wünscht er seinen Schäfchen die Hölle aufs Haupt, zumal wenn sie plötzlich einen Bauch vor sich hertragen, wo vorher nur ein Bäuchlein war: Maria nämlich wird schwanger, mitten im Krieg, und die Gemeinde zerreißt sich das Maul. Stammt das Kind von jenem jungen Mann aus Hannover, der plötzlich an diesem Niemandsort aufgetaucht und dann nach ein paar Tagen wieder verschwunden war? Die Erzählerin lässt wenig Zweifel daran, dass die Liebe zwischen Maria und diesem Georg zwar mächtig entfacht, aber nicht vollzogen wird.
Dass Josef der Vater des heranwachsenden Kindes sein könnte – immerhin hat er seine Heimaturlaube im ehelichen Bett verbracht –, darauf kommt trotzdem niemand. Nicht einmal Josef selbst. Das Kind heißt Grete und ist die Mutter von Monika Helfer, oder zumindest ist die Biografie der früh verstorbenen Mutter in diese Figur eingeflossen. Helfer spielt mit offenen Karten: Sie macht deutlich, dass es hier um die eigene Geschichte geht; die Ich-Erzählerin gleicht der Autorin aufs Haar. Was nicht heißt, dass zwischen wahres Leben und Fiktion nicht ein Blatt Papier passen würde. Die große Kunst autobiografischen Schreibens besteht ja darin, aus dem Eigenen zu schöpfen, sich davon aber nicht erdrücken zu lassen. Die erzählerische Kraft rührt aus der Freiheit, dem Verbürgten in etwas Verborgenes zu folgen, das nur durch die Literatur lebendig werden kann.
Zwar ist Monika Helfers Text mindestens so reduziert wie der Boden der Moosbruggers karg ist: Es gibt kein Wort zu viel, keine überbordenden Beschreibungen. Und doch ist selbst die unscheinbarste der Figuren ganz präsent und plastisch. All das gelingt Helfer auf nur wenigen Seiten.
„Die Bagage“ handelt von Erfahrungen, Vorstellungen und Vorurteilen, die sich über Generationen vererben, von der Großmutter über die Mutter bis zur Tochter: „Meine ‚schöne‘ Großmutter war Vorbild und Vorwurf. Alles Gute hing an ihr, aber wenn meiner Mutter etwas an mir nicht passte, sagte sie, ich solle aufpassen, dass ich nicht werde wie sie.“
Auch wenn hier das aufreibende Landleben zu Beginn des letzten Jahrhunderts nüchtern geschildert wird – ein Heimatroman ist „Die Bagage“ nicht, noch nicht einmal sein Gegenteil. Das Aufklärerische geht ihm ebenso ab wie jenes existenzialistische Raunen, das man in manchen zuletzt erfolgreichen Büchern vernimmt, die vom einfachen, entsagungsreichen Leben zwischen einschüchternden Bergmassiven erzählen. Helfers „Bagage“ beschreibt vielmehr auf eindrückliche Weise, changierend zwischen fiktiven und autobiografischen Ebenen, wie jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat und es unweigerlich den Nachkommen aufbürdet und immer so fort – an einer Stelle lesen wir von Paula, der Tochter Monika Helfers, die vor Jahren bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Am ehesten lässt sich dieses unendlich schwere Gepäck vielleicht schultern, auch das zeigt dieses Buch, wenn man daraus ein Stück Kunst macht.
Monika Helfer: Die Bagage. Roman. Carl Hanser Verlag. München 2020. 159 Seiten. 19 Euro.
Es gibt kein Wort zu viel, und
doch sind selbst unscheinbarste
Nebenfiguren plastisch
„Diese Geschichte beginnt nämlich, als meine Mutter noch nicht geboren war“ – Monika Helfer.
Foto: imago / Rudolf Gigler
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
…mehr

Perlentaucher-Notiz zur Dlf Kultur-Rezension

In den höchsten Tönen lobt Rezensent Michael Opitz  diesen Roman, in dem die österreichische Autorin Monika Helfer die Geschichte ihrer Familie erzählt. Im Mittelpunkt stehen Helfers Großeltern, die "überirdisch schöne" Großmutter Maria und der im Dorf gefürchtete Großvater Josef, der als Soldat im Ersten Weltkrieg dienen muss. Bald machen andere Männer Maria Avancen, das Gerücht, das geborene Kind - die Mutter der Erzählerin - sei nicht Josefs Tochter, macht bald die Runde. Wie Bagage vom Leben ihrer Großeltern erzählt, die wenigen eigenen Erinnerungen durch überlieferte "Bausteine" anreichert und über die eigene Herkunft nachdenkt, findet Opitz "dicht und klug komponiert" und dennoch flüssig zu lesen.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Das ganze, biografisch inspirierte Familiendrama erzählt von den größten Gefühlen, die wir haben: Liebe, Wut, Neid und Trauer." Meike Schnitzler, Brigitte, 6/2020 "Eine berührend archaische Dorfgeschichte aus dem Bregenzerwald. In Österreich und Süddeutschland liebt jeder dieses Buch. Sprachlich herausragend." Marc Reichwein, Die Welt, 07.03.20 "Ein intensiver Roman ... dicht und sprachmächtig." Sabine Scholl, Der Standard, 08.03.20 "Es ist erstaunlich, welch einen Kosmos an komplexen Figuren Helfer auf diesen gerade einmal 160 Seiten aufzuspannen gelingt. Mit nur wenigen scharf gezeichneten Strichen tritt uns diese ganze Bagage mit einem bleibenden Eindruck entgegen." Tom Wohlfarth, Die Tageszeitung, 02.03.20 "Monika Helfer hat mit 'Die Bagage' ein beeindruckendes, klug komponiertes Herkunftsbuch geschrieben." Michael Opitz, Deutschlandfunk Kulutr, 28.02.20 "Ein Buch, das durch seine Kargheit und seine Schlichtheit besticht... Ein sehr tolles Buch!" Katja Gasser, ORF 2, 12.02.20 "Ein fein konstruiertes, unprätentiös erzähltes Buch, das die 'Leute' der Erzählerin als eigenständige Charaktere auftreten lässt und sie nicht zu blossen Staffage eines Allerweltsdofres macht. ... Ein un- und aussergewöhnlicher Roman." Rainer Moritz, Neue Zürcher Zeitung, 12.02.20 "Helfers 'Bagage' beschreibt auf eindrückliche Weise, changierend zwischen fiktiven und autobiografischen Ebenen, wie jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat und es unweigerlich den Nachkommen aufbürdet und sofort." Ulrich Rüdenauer, Süddeutsche Zeitung, 10.02.20 "Die Erzählerin ist nicht auftrumpfend. Sie reflektiert und misstraut der eigenen Perspektive. Möchte nicht um jeden Preis eine Ordnung in die Erinnerung bringen. Weiß aber, dass vergangene Drama sehr anschaulich und dramaturgisch geschickt zu schildern. Ihre literarische Kunst besteht dabei auch und vor allem in der sprachlichen Einfühlung, sodass die Figuren, die das Leben der Autorin geprägt haben, eine allgemeingültige Relevanz erhalten." Carsten Otte, SWR lesenswert, 09.02.20 "Ein kleines Buch, doch man liest lange darin, denn jeder Satz klingt nach in verschwommener, unbeschreiblicher Schönheit." Alexander Solloch, NDR Kultur, 04.02.20 "Ein literarisches Werk von großer Qualität, das die unterschiedlichen Zeitebenen elegant wechselt und in Beziehung zueinander setzt." Christoph Schröder, Tagesspiegel, 02.02.20 "Ein schmaler Roman, der vom ersten Weltkrieg bis in die Gegenwart reicht - einer der schönsten des Frühjahrs: In 'Die Bagage' erzählt Monika Helfer die Geschichte ihrer Familie, scheinbar einfach, aber voller Hintersinn." Franziska Wolffheim, Spiegel Online, 31.01.20 "Familienromane gibt es viele, dieser aber ist etwas ganz Besonderes - meine persönliche Entdeckung in diesem Frühjahr... Ein Buch, das bleibt!" Denis Scheck, ARD druckfrisch, 26.01.20 "Es geht um das Gepäck, das wir alle haben, nämlich die Familien und die Familienbeziehungen, die wir mit uns herumschleppen und das ist eben schön österreichisch 'die Bagage'... Ein Buch, das einem Staunen lernt für die Wunder der Welt." Denis Scheck, WDR2 Lesen, 26.01.20…mehr