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Benutzername: hapedah
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Bewertungen

Insgesamt 96 Bewertungen
Bewertung vom 21.01.2020
Für Leckerlis könnten wir ster'm
Niedlich, Sebastian

Für Leckerlis könnten wir ster'm


ausgezeichnet

Witzige Kurzgeschichten aus dem Leben mir zwei Katzen

Noch bevor der Autor Sebastian Niedlich und seine Frau wissen, welches Geschlecht die beiden ausgewählten Kätzchen haben, sind die Namen festgelegt, Simon und Garfunkel wird der Familienzuwachs benannt. Und natürlich stellt sich später heraus, dass beide Kätzchen weiblich sind.....schon der Beginn des Buches ist unterhaltsam und auch die folgenden Geschichten sind herrlich witzig geschrieben, es macht einfach Spaß sie zu lesen.

Dabei gibt der Autor den beiden Katzendamen eine Stimme, indem er ihnen Sätze in den Mund legt, die zur jeweiligen Situation passen. Er dichtet der draufgängerischen Simon einen liebenswerten Sprachfehler an, während die vorsichtige Garfunkel eher mit gebildeter Artikulation glänzt. Im Alltag benehmen die Beiden sich sehr typisch und versuchen dann oft, den angestellten Blödsinn mit Ausreden zu entkräften. Wer selbst mit einem oder mehreren Stubentigern zusammen lebt, dem wird manche der beschriebenen Situationen sehr bekannt vorkommen, einige der von den Miezen geäußerten Sätze meinte ich auch schon auf den Gesichtern meiner Katzen gelesen zu haben.....

Beim Lesen habe ich mich sehr über die Kapriolen der Katzendamen amüsiert und die lustigen Begebenheiten machen das Buch zu einer unterhaltsamen Lektüre, die man im Stück genießen oder auch in einzelnen Geschichten immer mal wieder zwischendurch lesen kann. Mir hat das Buch viel Spaß gegeben und ich empfehle es gern weiter, besonders an Katzenfreude, die sich in der einen oder anderen Geschichte vielleicht ein wenig wieder erkennen werden. "Für Leckerlis könnten wir ster´m" ist das erste Buch, das ich vom Autor Sebastian Niedlich gelesen habe und es hat mir Lust gemacht, weitere Bücher von ihm kennen zu lernen.

Fazit: Die Kurzgeschichten um die Katzendamen Simon und Garfunkel sind herrlich witzig geschrieben und haben mich gut amüsiert. Daher gebe ich gern eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 14.01.2020
Platzspitzbaby (eBook, ePUB)
Müller, Franziska K.; Halbheer, Michelle

Platzspitzbaby (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Michelle Halbheers Mutter ist schwer drogenabhängig, dennoch wird ihr bei der Trennung von ihrem Mann das Sorgerecht für die kleine Tochter zugesprochen. Über ihre Kindheit in der Drogenszene erzählt Michelle in diesem erschütternden Buch, dabei schildert sie die nicht nur die Zeit ihres Aufwachsens sondern stellt auch Hintergrundinformationen zusammen. Am Anfang des Buches wird geschildert, wie sich ihre Großeltern kennen lernen und wie die Töchter aus dieser Ehe darunter leiden, als Mischlingskinder in der Schweiz aufzuwachsen. Sandrine, die Mutter von Michelle, ist schon im jugendlichen Alter extrem in ihrem Verhalten und beginnt zeitig Drogen zu nehmen.

Mit der Ehe und der Geburt ihrer Tochter Michelle glaubt Sandrines Umfeld, dass sie den Weg aus dem Drogensumpf geschafft hat, nur Michelle und ihr Vater erleben den schrecklichen Alltag. Beim Lesen war es unfassbar für mich, dass Michelle nach der Trennung bei ihrer Mutter bleiben musste, obwohl diese bereits in der Szene auf dem Platzspitz unterwegs war und ihr Kind sträflich vernachlässigt hat. Als der Vater später bemerkt, dass die Tochter unterernährt ist und organisiert, dass sie an einer Tankstelle Sandwiches holen darf, unterbindet das die Mutter mit behördlicher Unterstützung, die Hilfe für das Kind sei ein unrechtmäßiger Eingriff in ihre Erziehungskompetenzen.

Später im Buch wird es deutlich angesprochen: drogenabhängigen Menschen wird zugestanden, dass sie nicht in der Lage sind, für sich selbst zu sorgen, in Hilfsprogrammen wird ihnen fertig gekochtes Essen, gewaschene Kleidung und alles weitere, was benötigt wird, zur Verfügung gestellt. Aber gleichzeitig sollen diese so hilfsbedürftigen Personen in der Lage sein, ihre Kinder zu versorgen und erziehen?? Das Leid dieser Kinder prangert die Autorin mit ihrer eigenen Lebensgeschichte an, auch heute noch leben viele Minderjährige bei ihren schwer drogenabhängigen Eltern und während es viele Hilfsangebote für die Süchtigen gibt, kümmert sich auch heute noch kaum jemand um das Leid ihrer Kinder.

Fazit: Dieses Buch hat mich traurig und sprachlos zurück gelassen, Michelle Halbheer mach darin auf die aufmerksam, die häufig übersehen werden und um die sich kaum eine Hilfsorganisation sorgt. Auch wenn der Ansatz mittlerweile dahin geht, dass es den Süchtigen nicht aus ihrer Sucht hilft, die Verantwortung für ein Kind zu tragen, gibt es immer noch Tausende von Kindern, die bei einem schwer abhängigen Elternteil aufwachsen und vernachlässigt werden.

Bewertung vom 13.01.2020
Kein Heldenleben (eBook, ePUB)
Casement, Nina

Kein Heldenleben (eBook, ePUB)


gut

Parodie auf´s Heldentum
Firm von Finsterfeste ist ein Held und verkauft seine Dienste wo immer ein edler Retter von Nöten ist. Den Namen hat er sich selbst ausgedacht, denn wie jeder weiß, gehört es sich für einen Helden natürlich von Adel zu sein. Um das nötige Kleingeld für Essen und Alkohol zusammen zu bekommen, schlägt er sich auf einem zwielichtigen Turnier durch, muss auf einem verfluchten Hügel nächtigen, sich mit einem schrägen Magier herumplagen und verirrt sich sogar in ein Laufhaus für Trolle. Dabei gerät Firm immer wieder in skurrile Situationen und muss aberwitzige Heldentaten vollbringen, bei denen er meistens mehr auf das Glück als auf seinen Verstand zählen kann. Seine Erlebnisse sind eine Parodie auf alle Heldengeschichten, die Nina Casement in ironischem Schreibstil verfasst hat. "(K)ein Heldenleben" ist nett zum Lesen zwischendurch, wenn man die Storys nicht zu erst nimmt, das kleine Büchlein hat man schnell durch, dabei blieb meine Begeisterung leider eher mittelmäßig.

Fazit: Die ironischen Kurzgeschichten haben ihren ganz eigenen schrägen Humor, für mich ist das Buch allerdings nicht über "ganz nett" hinaus gekommen.

Bewertung vom 13.01.2020
Das kleine Haus in den Dünen (eBook, ePUB)
Rogasch, Julia

Das kleine Haus in den Dünen (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Eigentlich sind Clara und Paul miteinander glücklich, doch seit bei ihrem Sohn Lennart eine Atemwegserkrankung festgestellt wurde, gibt es immer häufiger Streit. Da Clara beruflich kürzer tritt, um für den Sohn da zu sein, arbeitet Paul dreizehn Stunden am Tag, dennoch ist das Geld knapp und die Stimmung zwischen den Ehepartnern leidet unter den vielen Problemen. In dieser Situation trifft Clara auf ihren Jugendfreund Max, den sie seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat. Damals, nach einer gemeinsamen Nacht hatte Max Schluss gemacht und kurze Zeit später traf Clara auf Paul. Doch als Max der Familie nun anbietet, mit dem kranken Lennart ein paar Tage Urlaub in seinem Haus auf Sylt zu machen, kann Clara im Interesse ihres Sohnes nicht ablehnen. Auf der Insel angekommen, bemerkt sie bald, dass Max ihr nicht so gleichgültig ist, wie sie es gern hätte, doch auch mit seiner Gesundheit scheint nicht alles zum Besten zu stehen.

"Das kleine Haus in den Dünen" ist das erste Buch, das ich von der Autorin Julia Rogasch gelesen habe und es hat mich auf Anhieb in seinen Bann gezogen. Die Figuren sind so lebendig beschrieben, dass ich schon nach kurzer Zeit das Gefühl hatte, alle gut zu kennen, entsprechend habe ich mit ihnen allen mitgefühlt. Die Geschichte hat mich emotional berührt, als ich angefangen hatte zu lesen, mochte ich den Roman bis zum Ende nicht mehr aus der Hand legen. Der hauptsächliche Handlungsort ist die Insel Sylt, die detaillierte Beschreibung der Schauplätze hat trotz des ernsten Themas ein wenig Urlaubsstimmung in mir geweckt und ich wäre am liebsten wieder einmal an die Nordsee gefahren.

Fazit: Das ernste Thema ist zartfühlend geschildert und hat mich beim Lesen sehr berührt. Ein Buch, das ich gern weiter empfehle, dabei sollte aber eine Packung Taschentücher in greifbarer Nähe stehen.

Bewertung vom 13.01.2020
Die Brautprinzessin (eBook, ePUB)
Goldman, William

Die Brautprinzessin (eBook, ePUB)


gut

Erst als der Stalljunge Westley den Hof verlassen will, entdeckt das Mädchen Butterblume ihre Liebe für ihn. Doch um ihr ein gutes Leben bieten zu können, geht Westley dennoch fort um sein Glück zu machen und Butterblume hört später, dass er bei einem Piratenangriff getötet wurde. Da sich ihre Schönheit bereits herumgesprochen hat, kommt eines Tages Prinz Humperdinck, der dem Königreich einen Thronerben verschaffen muss, und befiehlt Butterblume, ihn zu heiraten. Um für den Prinzen standesgemäß zu sein, wird das Mädchen geschult und zur Prinzessin ernannt, doch bevor es zur Hochzeit kommt, wird Butterblume entführt.....

"Die Brautprinzessin" von William Goldman erzählt eine "Geschichte in der Geschichte". In der Rahmenerzählung schreibt der Autor, dass sein Vater ihm das Buch mit Butterblumes Abenteuern einst vorgelesen habe, als er in seiner Kindheit sehr krank war. Dabei stellt er dar, dass der Roman von einem fiktiven Schriftsteller namens Simon Morgenstern verfasst worden sei, erst Jahre später habe Wiliam Goldmann bemerkt, dass sein Vater die angeblich langweiligen Stellen aus Morgensterns Fassung weg gelassen hätte. Um die Geschichte für den eigenen Sohn spannender zu gestalten, habe Goldmann die "Originalgeschichte" Morgensterns gekürzt und neu veröffentlicht.

Durch die Erzählart der Rahmengeschichte, in der William Goldman sich selbst darstellt und dabei auch seine (fiktive, wie ich später erfuhr) Familie mit einbezieht, war ich zunächst geneigt, diesen Teil als Tatsache zu empfinden und habe sogar bei Google nach Simon Morgenstern gesucht. Diese ungewöhnliche Erzählweise macht das Buch auf jeden Fall originell, doch im späteren Verlauf der Handlung haben sich die "erklärenden" Rahmentexte arg in die Länge gezogen. Die Kerngeschichte um Butterblume, Westley und Prinz Humperdinck fand ich durchaus spannend und habe sie gern gelesen, dabei war ich dann von dem abrupten Ende überrascht und ein wenig enttäuscht, zumal es noch weit vor dem Ende des Buches kam. Die restlichen Seiten füllt Goldmann mit langatmigen Erzählungen von angeblichen Rechtsstreitigkeiten mit Morgensterns Erben und kurzen, nicht zusammenhängenden Geschichten über die Figuren aus der Kerngeschichte. Diesen Teil des Buches hätte der Autor für mich auch weg lassen können, der Rahmen war langweilig und die kurzen Kerngeschichten waren aus dem Zusammenhang gerissen und haben mich eher irritiert als unterhalten.

Fazit. Die durchaus spannenden Geschichte der Brautprinzessin war in einen leicht langweiligen Rahmen eingebettet, der letzte Teil des Buches schien mir willkürlich angefügt und war wenig unterhaltsam.

Bewertung vom 08.01.2020
Das wandelnde Schloss / Howl-Saga Bd.1
Jones, Diana Wynne

Das wandelnde Schloss / Howl-Saga Bd.1


ausgezeichnet

Märchenhaft magischer Fantasy-Klassiker
Als ältester von drei Schwestern ist es Sophie vorbestimmt zu versagen, wenn sie ihr Glück suchen sollte. So bleibt sie im Hutgeschäft ihrer Stiefmutter, als ihre beiden Schwestern zur Ausbildung fortgeschickt werden. Doch eines Tages erscheint die Hexe der Wüste im Hutladen und verflucht Sophie, so dass diese nun eine alte Frau ist. Damit ihre Stiefmutter nicht auch noch von ihrem Pech betroffen wird, geht Sophie davon und gelangt ins wandelnde Schloss, wo der herzlose Zauberer Howl mit seinem Lehrling Michael und dem Feuerdämon Calcifer lebt. Obwohl sie Howl nichts von ihrem Fluch erzählen kann, hofft Sophie, dass er ihr eines Tages helfen wird, ihre wirkliche Gestalt zurück zu bekommen, doch der Zauberer ist zuerst wenig begeistert von Sophies Haushaltsführung, die auch vor seinen Anzpügen nicht halt macht.

"Das wandelnde Schloss" ist eine Neuauflage des Fantasy-Klassikers von Diana Wynne Jones, der mich von Anfang an begeistert hat. Die verrückte Geschichte von Sophie, Howl, Michael und Calcifer hat etwas bezaubernd Märchenhaftes an sich, als ich begonnen hatte zu lesen, wollte ich das Buch nie wieder aus der Hand legen. Die originellen Figuren sind liebevoll gestaltet und der Schreibstil ließ mich beinahe durch die Seiten gleiten, der Roman ist wunderbar, verrückt, magisch, märchenhaft, witzig und voller skurriler Wendungen. Die resolute Sophie, der flatterhafte Howl, der ernsthafte Michael und der zynische Calcifer haben mich bezaubert und ich hatte viel Spaß dabei, sie bei ihrem Abenteuer zu begleiten. Das Buch gehört mit Sicherheit zu denen, die ich mehrmals lesen werde, einfach weil es mir Freude macht, wieder in die Geschichte einzutauchen. In einigen Monaten erscheint die Fortsetzung der Howl-Saga und obwohl darin andere Figuren im Mittelpunkt stehen werden, freue ich mich schon sehr auf das Buch und ein Wiedersehen mit Howl, Sophie, Calcifer und Michael.

Fazit: Die bezaubernde Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert, für Kinder ab 10 Jahren geschrieben zieht das Buch auch Erwachsene in seinen Bann und ich kann es nur jedem empfehlen um etwas Magie in den Alltag zu bringen.

Bewertung vom 08.01.2020
Dr. Rodolfo, Anwalt der Tiere, verklagt den Menschen
Zwilling, Jürgen

Dr. Rodolfo, Anwalt der Tiere, verklagt den Menschen


gut

Dr. Rodolfo ist ein Kater, der das Buch mit der Geschichte seiner Mutter beginnt. Als Weihnachtsgeschenk wurde sie als junges Kätzchen von unüberlegten Menschen angeschafft, die nicht bedacht hatten, was es bedeutet ein Tier zu halten. Kurze Zeit später wurde die junge Katze ausgesetzt und bekam zeitig ihre Jungen, die in der Wildnis geboren wurden. Rodolfo hat dann Jura studiert und vertritt in seiner Kanzlei, unterstützt von seiner Assistentin, der Katze Mimi, Tiere, die zu ihm kommen und ihr Leid über die Behandlung, die ihnen durch die Menschen widerfährt, zu klagen. Dr. Rodolfo hört sich in jedem Kapitel die Geschichte des jeweiligen Tieres an und erstellt eine Klageschrift gegen die Menschheit. Zwischen den Kapiteln gibt es philosophische Gedanken der Katze Mimi in Form von Gedichten.

In "Dr. Rodolfo, Anwalt der Tiere, verklagt den Menschen" macht der Autor Jürgen Zwilling darauf aufmerksam, was Tieren heutzutage von Menschen angetan wird. Das Thema ist sehr wichtig und die Form der Geschichte ist geeignet, Leser zu erreichen, die sich nicht mit reinen Sachbüchern auseinander setzten wollen. Leider fehlen dabei sachlich fundierte Quellen, der Hinweis auf allgemeine Informationsseiten im Internet wie z.B. Wikipedia genügt dafür nicht. Durch das immer gleich geschriebenen Ende der jeweiligen Kapitel wurde die Geschichte etwas eintönig und es fanden sich auch einige Fehler im Buch, die das Lesevergnügen geschmälert haben.

Doch trotz dieser Schwächen empfehle ich jedem, das Buch zu lesen. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, sollte Vieles bereits wissen, was Dr. Rodolfo in seiner Praxis zugetragen wird, aber leider denken wir Menschen noch nicht genug darüber nach, was Tiere oft erleiden müssen. Jürgen Zwilling macht auf dieses gedankenlose Verhalten aufmerksam um ein Umdenken zu erreichen, dafür verdient seine Geschichte Aufmerksamkeit und Respekt.

Fazit: Das Thema ist zu wichtig um die Augen davor zu verschließen, auch wenn einige Fehler und häufige Wiederholungen das Lesevergnügen etwas schmälern.

Bewertung vom 06.01.2020
(K)ein Womanizer für eine Nacht (eBook, ePUB)
MacAlister, Katie

(K)ein Womanizer für eine Nacht (eBook, ePUB)


gut

Auf einem Bahnhof beobachtet Kiera, die auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Exfreund ist, ein Paar, das sich lautstark streitet. Daneben steht ihr Baby im Kinderwagen, doch keiner der Eltern beachtet das laut brüllende Kind. Als sich schließlich beide vom Kinderwagen entfernen, geht Kiera hin, um das Baby zu beruhigen. Theo, der Vater des Kleinen, der eben erst von seiner Vaterschaft erfahren hat, bietet Kiera einen Job als Kindermädchen an, denn die Mutter des Babys hat ihm das Sorgerecht übertragen und hat sich aus dem Staub gemacht. Nur übergangsweise lässt sich Kiera auf das Angebot ein, doch schon bald knistert es zwischen ihr und Theo gewaltig.....

"(K)ein Womanizer für einen Nacht" ist leider nicht die beste Schreibleistung von Katie MacAlister. Obwohl ich ausgesprochener Fan der Autorin bin und bisher so ziemlich jedes Buch von ihr gelesen habe, hat mich diese Geschichte enttäuscht. Zu viele Details waren einfach nicht stimmig, schon die Namensfindung des Babys hat mich irritiert, als der Papa meinte, er glaube die Mutter hätte es Pjotr genannt - also beschließt Kiera, dass die englische Form davon Peter ist und so heißt das Kind dann eben jetzt. Auch die Liebesgeschichte fand ich sehr unrund du sprunghaft, Kiera ist mal starr vor Angst und dann wieder völlig offen und vertrauensvoll, dann wieder ängstlich und plötzlich gibt es eine heiße Nummer mit Theo und zwei Tage später heiraten sie. Das ganze Hin und Her wirkte auf mich eher merkwürdig als romantisch, so konnte mich die Geschichte nicht wirklich überzeugen.

Fazit: Die Geschichte ist leider ziemlich sprunghaft und unlogisch geschrieben, so dass ich die Romantik nicht wirklich spüren konnte.

Bewertung vom 05.01.2020
Kohlenwäsche
Salzmann, Thomas

Kohlenwäsche


ausgezeichnet

Hauptkommissarin Frederike Stier wird auf die Zeche Zollverein gerufen, am Fuß der orangen Rolltreppe wurde der Aktionskünstler Claude Freistein tot aufgefunden. Trotz gesundheitlicher Probleme und wenig Rückhalt aus den Reihen ihrer Kollegen geht Frederike zielstrebig jeder Spur nach. Kurze Zeit später werden auch Freisteins Agent und ein weiterer, unbekannter Mann ermordet und die taffe, abgeklärte Hauptkommissarin muss nicht nur den Hintergrund der Morde heraus finden, sondern sich auch gegen ihren Chef zur Wehr setzen, der sie lieber heute als morgen in den Ruhestand verabschieden möchte. Auch ihr Kardiologe rät Frederike dazu, deutlich kürzer zu treten, doch ihren letzten Fall will sie unbedingt noch mit Bravour aufklären..
"Kohlenwäsche" ist der erste Kriminalroman von Thomas Salzmann, der mich sofort gefesselt hat. Die sperrige Protagonistin Frederike hat sich langsam in mein Herz geschlichen und die Krimihandlung war spannend beschrieben. Oft habe ich innerlich um die Kommissarin gebangt, die nahezu sträflich mit ihrer Gesundheit umgegangen ist, durch die Beschreibung ihres Privatlebens wurde sie mir schnell vertraut und ich habe mit ihr gefühlt. Der Fall hat viel Lokalkolorit mitgebracht und in mir die Lust geweckt, die Gegend zu besuchen. Auch die Hintergrundinformationen aus der Kunstszene waren sehr interessant, alles in allem hat der Regionalkrimi für mich die perfekte Mischung mitgebracht, die mir das Lesen zum Vergnügen gemacht hat. Da der Autor bereits angekündigt hat, dass es weitere Fälle um Frederike Stier geben wird, freue ich mich bereits jetzt auf die Fortsetzungen.
Fazit: Der Regionalkrimi bringt die perfekte Mischung aus spannender Handlung und Informationen zum privaten Hintergrund der Protagonisten mit, gewürzt mit einer kräftigen Prise Lokalkolorit, besser geht es nicht.

Bewertung vom 05.01.2020
Drachenküssen leicht gemacht / Dragon Hunter Diaries Bd.2
MacAlister, Katie

Drachenküssen leicht gemacht / Dragon Hunter Diaries Bd.2


gut

Thaisa Moore ist darauf spezialisiert, altertümliche Dokumente zu dechiffrieren, mit denen sie bei ihrer Arbeit in einem Antiquitätengeschäft oft zu tun hat. Eines Nachts trifft sie in dem Laden den beeindruckenden Archer, der ein altes Manuskript gekauft hat und es so dringend an sich nehmen möchte, dass er nicht bis zur Öffnungszeit abwarten kann. Trotz der prekären Situation sprühen sofort die Funken zwischen Archer und Thaisa, die kurze Zeit später von Archers verfeindeten Zwillingsbruder Hunter entführt wird. Natürlich setzt Archer alles daran, seine neu gefundene Seelengefährtin zu befreien......
"Dragon Hunter Diaries - Drachenküssen leicht gemacht" von Katie MacAlister ist der zweite Band der Reihe Dragon Hunters. Obwohl ich ein ausgesprochener Fan der Autorin bin, konnte mich das Buch leider nicht so überzeugen, wie die früheren Drachen-Romane von Katie MacAlister. Die Geschichte ist durchaus spannend geschrieben, aber ich finde die Ereignisse viel zu knapp abgehandelt, einige Seiten mehr oder das Verteilen der Story auf zwei Bände hätten da sicher gut getan. Dazu kam die eher unfreiwillig komische Darstellung der Sexszenen, die mich sehr irritiert hat. Gerade die Liebesszenen kenne ich von Katie MacAlister sehr witzig und locker beschrieben, in dieser Geschichte war das alles eher plump formuliert - da es mir nicht möglich ist das Buch in Originalsprache zu lesen, vermag ich nicht zu beurteilen, ob es an der Übersetzung liegt oder ob der Roman eine der schwächeren Schreibleistungen der Autorin darstellt. Wirklich schade, denn ich zähle Katie MacAlister zu meinen Lieblingsautorinnen und in diesem Buch kommt ihr gewohntes Esprit leider nicht zur Geltung.
Fazit: Obwohl die Geschichte durchaus spannend ist, kommt die sonst so witzige Schreibweise der Autorin nicht zum Tragen, machen Ereignisse wurden beinahe im Schnelldurchlauf abgehandelt, ein paar Seiten mehr hätten das Potential wohl besser ausschöpfen können.