Grüne Gurken - Hach, Lena
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Berlin, mitten in Kreuzberg: Lotte, neu in der Stadt, ausgesprochen tollpatschig, herrlich selbstironisch, normal begabt und total verknallt. In Vincent von Grüne Gurken. Oder so ähnlich. Auf jeden Fall in den Typen, der immer montags im Kiosk gegenüber auftaucht und genau 10 Grüne Gurken kauft.
Eine Geschichte über das, was wirklich wichtig ist: die richtige Stadt, der richtige Typ und die richtige Sorte Weingummis.
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Produktbeschreibung
Berlin, mitten in Kreuzberg: Lotte, neu in der Stadt, ausgesprochen tollpatschig, herrlich selbstironisch, normal begabt und total verknallt. In Vincent von Grüne Gurken. Oder so ähnlich. Auf jeden Fall in den Typen, der immer montags im Kiosk gegenüber auftaucht und genau 10 Grüne Gurken kauft.

Eine Geschichte über das, was wirklich wichtig ist: die richtige Stadt, der richtige Typ und die richtige Sorte Weingummis.
  • Produktdetails
  • Verlag: Mixtvision
  • 1. Auflage
  • Seitenzahl: 220
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Erscheinungstermin: 13. März 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 136mm x 20mm
  • Gewicht: 339g
  • ISBN-13: 9783958541085
  • ISBN-10: 3958541089
  • Artikelnr.: 54398684
Autorenporträt
Hach, Lena
Lena Hach wurde 1982 in Hessen geboren. Sie besuchte eine Schule für Clowns und studierte Anglistik, Germanistik und Kreatives Schreiben. Sie arbeitete zunächst als Journalistin und widmete sich dann der Kinder- und Jugendliteratur. Inzwischen sind viele Bücher von ihr erschienen. »Der verrückte Erfinderschuppen« wurde 2018 mit dem Leipziger Lesekompass ausgezeichnet.

Berlin, Katja
Katja Berlin ist Humorautorin aus Berlin. Sie hat mehrere Bestseller mit lustigen Infografiken veröffentlicht. Darüber hinaus hat sie eine Grafikkolumne in DIE ZEIT (Torte der Wahrheit) und im Handelsblatt Magazin. Außerdem schreibt sie eine Berlinkolumne für die Berliner Zeitung.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 19.03.2019

Berlin
bescheuert
Direkt vom Land nach Kreuzberg,
erste Liebe inbegriffen
Berlin! Die Bundeshauptstadt scheint aktuell der Hotspot der Republik zu sein – in der Realität wie auch in der Kinder- und Jugendliteratur. Unter den Neuerscheinungen der letzten Jahre finden sich zahlreiche Berlinromane, Krimis, Roadtrips und Abenteuergeschichten, die sich das bunte, weltoffene und multikulturelle Setting ebenso wie die sozialen Brennpunkte zu eigen machen. Auch Lena Hach wählt Berlin als Schauplatz für ihren Jugendroman und schreibt mit „Grüne Gurken“ nichts weniger als eine Liebeserklärung an die Metropole, mit all ihren Facetten und Eigenheiten, mit ihren Ecken und Kanten. Dabei kommt die Stadt anfangs alles andere als gut weg bei Ich – Erzählerin Lotte. Von ihren hochbegabten und hochambitionierten Akademiker – Eltern unfreiwillig aus der hessischen Provinz in die Hauptstadt – genauer gesagt, nach Kreuzberg – verfrachtet, findet die Jugendliche hier alles reichlich „bescheuert“.
Doch Berlin hat große Pläne mit Lotte: In bester Slapstick-Manier stolpert sie in ihren Krümelmonster-Hausschuhen und dem viel zu großen Dufflecoat ihres Vaters in das Abenteuer Großstadt; findet im „Späti“ – Kiosk auf der anderen Straßenseite einen urbanen und familiären Mikrokosmos, von dem aus sie ihren neuen Kiez erkunden kann. Und in dem sie sich Hals über Kopf verliebt. Dabei hält Lotte das mit der Liebe für beinahe so unwahrscheinlich wie die Möglichkeit, sich an Berlin und seine für sie zuweilen schrägen Bewohner zu gewöhnen. Aber nachdem dieser Junge mit den blonden Haaren und der sanften Stimme im Späti aufgetaucht und zehn saure Gurken (ausgerechnet die grünen!) gekauft hat, ist das mit dem „Blödfinden doch gar nicht so einfach.“
„Grüne Gurken“ – benannt nach der Weingummi-Sorte, die Lottes Schwarm jeden Montag im Späti ersteht – ist ein Liebesroman im besten Sinn: federleicht erzählt, fängt er den Zauber und die Zerbrechlichkeit einer Teenager-Romanze ein. Ohne Kitsch oder Pathos, dafür mit einer gesunden Portion Selbstironie, die Hach ihrer Protagonistin zuschreibt und die den Leserinnen in den Tortendiagrammen und Grafiken von Katja Berlin, die Lottes gefühlte Wahrheiten und zuweilen ziemlich widersprüchlichen Gefühle visualisieren, vor Augen geführt wird. Lotte ist eine begnadete Erzählerin, die sich selbst nicht so ernst nimmt und gekonnt mit ihren Schwächen kokettiert. Manchmal kindlich naiv, an anderen Stellen schon fast besserwisserisch, immer aber wortgewandt und humorvoll, schildert sie ihre Sicht auf die Dinge, die Stadt und die Welt. Dass die nicht nur quietschrosa ist, wie das Cover des Buches, lassen die titelgebenden sauren Süßigkeiten erahnen. Und so dreht sich zwar viel, aber eben nicht alles um Lottes erste Liebe. Auch schwierige Eltern – Kind – Beziehungen, infrage gestellte Freundschaften, Eifersucht, Trennung und ein Todesfall begegnen ihr in ihrem neuen Leben. (ab 12 Jahre)
MARLENE ZÖHRER
Lena Hach. Grüne Gurken.
Mit Illustrationen von
Katja Berlin.
Mixtvision, München 2019.
224 Seiten, 17 Euro
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 27.05.2019

So viele Hochbegabte!
Triumph der Infografik: Lena Hachs "Grüne Gurken"

Ein ebenso schlagfertiges wie tollpatschiges Mädchen, das sich weigert, hochbegabt zu sein. Ehrgeizige Eltern mit großen Ambitionen und wenig Zeit für ihr Kind. Ein Umzug wider Willen vom Land in die Großstadt. Ein unverhoffter Ferienjob in einem Kiosk mit bizarrem Sortiment. Ein geheimnisvoller Kunde, der immer das Gleiche kauft, und ein bester Freund, der aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen kann, wenn es um amouröse Fragen geht. Alles zusammen hervorragende Zutaten für einen kurzweiligen Teenager-Liebesroman, die Autorin Lena Hach gut zu verbinden weiß.

Während ihre Eltern, beide Naturwissenschaftler und hochbegabt, sich über ihre Karrieresprünge freuen und in der neuen Umgebung aufblühen, bewegt sich Lotte kaum aus der neuen Wohnung in Berlin-Kreuzberg. Wenn es nach ihr gegangen wäre, hätten sie niemals ihr Zuhause in dem hessischen Dorf aufgegeben, in dem sie aufgewachsen ist. Die Eltern drängen sie, sich erneut auf einen Test für Hochbegabung vorzubereiten, und gehen abends lieber mit ihren neuen Kollegen aus, als so wie früher gemeinsam mit Lotte zu kochen.

Die Geschichte kommt ins Rollen, als Lotte mal wieder abends allein zu Hause hockt und beschließt, sich im Späti gegenüber Fertigmilchreis zu besorgen. Ungeschickt wie sie ist, vergisst sie ihren Haustürschlüssel in der Wohnung und reißt unmittelbar nach Betreten des Ladens ein Regal um. Das hält Kioskbetreiber Yunus, der gerade eine schlechte Nachricht erhalten hat, nicht davon ab, Hals über Kopf zu verschwinden und Lotte die Verantwortung für den Späti für den Abend zu übertragen. Daraus entstehen ein Ferienjob und neue Bekanntschaften, die sie schließlich mit der Stadt versöhnen.

Ob Lotte gegen einen Poller rennt, während sie versucht, sich cool an einer Gruppe Berliner Jungs "in schlabberigen Hoodies" vorbeizudrücken; ob sie gerade mit einer überlaufenden Kloschüssel kämpft, während ihr Schwarm vor der Toilettentür steht; oder ob sie versucht, auf allen Vieren zu fliehen, weil er sie zufällig dabei erwischt, wie sie ihm heimlich nachspioniert - der Roman ist voller Slapstickszenen. Doch nicht nur ihre Ungeschicklichkeit macht Lotte und den Roman so lustig. Sie ist noch dazu klug bis altklug und selten um einen Vortrag voller unnützen Detailwissens verlegen. Auch das Stilmittel absurder Analogien, das Hach einsetzt, um aus Lottes Sicht Dinge und Begebenheiten zu beschreiben, indem vergleichbare, aber doch ganz andere Sachverhalte erläutert werden, trägt zur Komik bei. So ist die von ihren Eltern und dem Rest der Verwandtschaft mit großem Ernst geförderte Hochbegabung für Lotte eine Familientradition wie "Käsefondue zum Jahreswechsel". Und um sich mit denkbaren schlimmeren Peinlichkeiten zu trösten, als sie im Mantel ihres Vaters auf der Straße steht, fällt ihr die Möglichkeit ein, sich in der "hautfarbenen Unterwäsche von Oma" in Kreuzberg aus der Wohnung ausgeschlossen zu haben.

Es gibt in dem Roman auch tragische Momente, die mit der Endlichkeit von Liebesbeziehungen und Menschenleben zu tun haben, insgesamt ist er jedoch darauf angelegt, fröhlich zu stimmen, und das gelingt ihm auch. Bei allem Respekt vor den clownesken Einfällen der Autorin allerdings: Der Clou des Buches in Sachen Humor sind die Grafiken von Katja Berlin, die sich wunderbar ins Buch fügen als Marotte von Lotte: "Andere schreiben Tagebuch, ich klappe den Laptop auf und entwerfe Torten-, Block- und Mengendiagramme."

Da gibt es beispielsweise ein Tortendiagramm mit dem Titel: "Was Menschen in Berlin können". Zu ungefähr je einem Drittel ist es "Motzen", "Arrogant sein" und "Mich einschüchtern". Für die außerdem in der Legende stehende vierte Eigenschaft "Ohne Bier in der Hand auf der Straße laufen" findet sich darin jedoch keine Fläche. Sehr schön auch "Das Berlinrätsel", das einen kleinen blauen Balken zeigt für "wie viel ein Hund frisst" und einen deutlich größeren roten Balken für "wie viel ein Hund kackt". Ganz wunderbar schließlich das Tortendiagramm mit dem Titel "Das Schlimmste an der Pubertät": etwa ein Sechzehntel ist lila gefärbt für "Pickel", ein weiteres Sechzehntel gelb für "Stimmungsschwankungen" und der riesengroße Rest grün für "Aufklärungsgespräche mit den Eltern". Es sind diese Grafiken, die das Buch von vergleichbaren Teenager-Liebesgeschichten abheben. Die jugendlichen Leserinnen und Leser dürfen sich jedenfalls freuen, dass auch sie von diesem Format für humoristische Darstellungen profitieren können.

RAMONA LENZ

Lena Hach: "Grüne Gurken". Roman.

Mit Bildern von Katja Berlin. Mixtvision, München 2019. 224 S., geb., 17,- [Euro]. Ab 12 J.

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Eine perfekte Sommergeschichte zum ein- und abtauchen. Kim Kindermann, DLF Kultur "...Liebesroman im besten Sinne: federleicht erzählt... Ohne Kitsch und Pathos, dafür mit einer gesunden Portion Selbstironie..." Marlene Zöhrer, Süddeutsche Zeitung "Eine flott und lebensnah erzählte Sommer-Liebesgeschichte, die vom Erwachsenwerden, aber auch von Verlust und Abschiednehmen handelt." Birgit Müller-Bardorff, Augsburger Allgemeine Zeitung "Der Clou des Buches in Sachen Humor sind die Grafiken von Katja Berlin, die sich wunderbar ins Buch fügen." Frankfurter Allgemeine Zeitung "Eine hübsche Teenie-Romanze mit Sympathie für Berlin und seine Bewohner." Berliner Zeitung "Die Coming-of-Age-Geschichte einer jungen Frau überzeugt durch fetzige Sprüche und rasantes Tempo..." Roswitha Budeus-Budde, Süddeutsche Zeitung "Wunderbar humorvolle Liebes- und Abnabelungsgeschichte." Beate Schräder, Westfälische Nachrichten