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Benutzername: misery3103
Wohnort: Bergheim
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Danksagungen: 10 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 155 Bewertungen
Bewertung vom 23.10.2018
Hasenjagd / Kommissar Linna Bd.6
Kepler, Lars

Hasenjagd / Kommissar Linna Bd.6


sehr gut

Der schwedische Außenminister wird in seinem Haus getötet. Der Staatsschutz und die Polizei gehen von einem terroristischen Anschlag aus, da eine Zeugin den Namen Ratjen gehört hat. Joona Linna, der nach seinem letzten Fall im Gefängnis sitzt, wird zu dem Fall hinzugezogen und könnte so vorzeitig entlassen werden und seinen Job zurückbekommen. Schnell wird klar, dass mehr hinter dem Mord steckt, als zuerst angenommen wurde. Und der Außenminister bleibt nicht das letzte Opfer.

„Hasenjagd“ ist der 6. Fall für Kommissar Joona Linna und sein Team. Ich muss vorausschicken, dass ich vorher kein anderes Buch aus der Serie gelesen habe. Trotzdem fand ich mich schnell und ohne Komplikationen in der Geschichte und mit den handelnden Personen zurecht. Gleich hinterherschicken möchte ich, dass mich das Buch mit seinen 650 Seiten sehr gut unterhalten hat. Der Fall ist spannend, wenn auch nichts für Zartbesaitete, denn es geht ganz schön zur Sache, weil der Täter nicht zimperlich ist und seine Opfer wirklich leiden lässt. Vielleicht wäre das Buch auch mit 100 oder 200 Seiten weniger ausgekommen, denn viele Ereignisse werden schon sehr ausführlich erzählt, aber am Ende hatte ich das Gefühl, dass jede Seite wichtig für die Lösung des Falls und die Weiterentwicklung der Figuren war. Und ich wiederhole mich hier gerne: Das Buch hat mich ausgesprochen gut unterhalten.

Da ich nach Lesen des Buches sehr neugierig auf Joona Linna, den ich wirklich toll finde, und sein Team bin, werde ich die ersten fünf Bücher der Serie auf jeden Fall noch lesen. Ich bin davon überzeugt, dass mich auch diese Fälle gut unterhalten werden.

Von mir eine klare Leseempfehlung für einen kurzweiligen und spannenden Krimi mit einem tollen Ermittlerteam. Gerne mehr davon!

Bewertung vom 23.10.2018
Das falsche Kind
Fox, Susi

Das falsche Kind


gut

2,5 Sterne

Als Sasha im Krankenhaus zu sich kommt, wurde ihr Sohn per Notkaiserschnitt geboren. Als sie ihr Kind zum ersten Mal sehen darf und keinerlei Familienähnlichkeit bei dem Jungen feststellen kann und auch keine Nähe zu ihm verspürt, ist sie überzeugt, dass ihr Baby mit einem anderen Kind vertauscht wurde. Doch niemand will ihr glauben. Sasha ist auf sich allein gestellt, als sie beweisen will, dass ihr richtiges Kind irgendwo auf der Säuglingsintensivstation sein muss.

Tja, was nach einer wirklich spannenden Lektüre klang und auch so anfing, hat mich schnell genervt, denn Sasha macht von Anfang an keinen stabilen Eindruck. Ihre Verschwörungstheorien und ihre Aktionen fand ich unglaubwürdig und konnte mir überhaupt nicht vorstellen, wie so ein Kindstausch mit anschließender Vertuschung vor sich gegangen sein sollte. Und währenddessen rauschte Sasha von einer haarsträubenden Handlung in die nächste, so dass das Buch für mich immer unglaubwürdiger wurde und mich innerlich die Augen verdrehen ließ. Von der Autorin wurden hierbei so hanebüchene Verdächtige heraufbeschworen, dass ich kurz davor war, das Buch abzubrechen. So machten sich die Krankenschwestern, Sashas Psychologin, ihr Ehemann und als schlimmste von allen ihre Freundin im fernen England verdächtig, ohne von mir wirklich verdächtigt zu werden. Am Ende ging es mir nur noch darum, den Fall endlich aufzulösen und die Wahrheit zu erfahren. Ich hatte hier für mich ein schlüssiges Ende im Sinn, aber leider hatte die Autorin andere Pläne und präsentierte ein für mich total unglaubwürdiges – und dazu sehr unbefriedigendes – Ende.

Insgesamt fand ich das Buch zwar gut zu lesen, die Story ist aber meines Erachtens nicht richtig durchdacht. Auch fand ich keinen einzigen Charakter in irgendeiner Weise sympathisch, sondern mochte sie durchweg nicht und fand ihre Handlungen oft sehr fragwürdig. 2,5 Sterne von mir für ein zwar gut zu lesendes, aber leider unglaubwürdig geschriebenes Buch mit einer Protagonistin, die mich von Anfang bis Ende genervt hat.

Bewertung vom 18.10.2018
Wie ich fälschte, log und Gutes tat
Klupp, Thomas

Wie ich fälschte, log und Gutes tat


gut

Benedikt ist 16 Jahre alt und lebt als Sohn eines Arztes in der kleinen Gemeinde Weiden. Seine Mutter wahrt den guten Ruf, indem sie auf gesellschaftlichen Anlässen auftritt und sich im Lions Club einbringt. Benedikt spielt erfolgreich Tennis und könnte mit seiner Mannschaft um die Meisterschaft kämpfen. Nur schulisch will es nicht so laufen wie erhofft und Benedikt muss immer öfter lügen und betrügen, damit seine schlechten Noten nicht auffallen. Er betrügt bei Klausuren und fälscht die Unterschriften seiner Eltern, ein Kreislauf, der nicht gut enden kann.

Das Buch ist aus Sicht eines sechzehnjährigen Jugendlichen geschrieben. Zusammen mit Benedikt erleben wir die Schulzeit, an die sich jeder Leser wohl direkt wieder erinnern fühlt. Der Schreibstil ist locker und unterhaltend. Kleine Seitenhiebe in Richtung der Erwachsenen fließen oft in die Geschichte ein, so dass man bald den Eindruck gewinnen könnte, dass niemand in dem kleinen Ort wirklich zeigt, wie er wirklich ist.


Obwohl ich das Buch über weite Teile recht amüsant fand, fehlte mir eine konkrete Aussage. Mir kam die Geschichte oft wie eine Aneinanderreihung von Lügen und Tricksereien vor, ohne dass es Konsequenzen hatte. Natürlich spiegelt das Buch die Oberflächlichkeit wider, die heute überall herrscht. Der erfolgreiche Vater erwartet von seinem Sohn auch Erfolg, den Benedikt aber nicht erbringen kann, weshalb er allen etwas vormacht.

Ganz nett zu lesen, aber für mich nicht wirklich packend. Vielleicht bin ich einfach nicht das richtige Publikum.

Bewertung vom 16.10.2018
Echo Killer / Polizeireporterin Harper McClain Bd.1
Daugherty, Christi

Echo Killer / Polizeireporterin Harper McClain Bd.1


sehr gut

Als Harper 12 war, wurde ihre Mutter in der Küche ihres Hauses brutal ermordet. Harper fand sie, als sie von der Schule nach Hause kam. Der Täter wurde nie gefasst. 15 Jahre später, Harper arbeitet mittlerweile als Journalistin und berichtet hauptsächlich über Gewaltverbrechen, wird wieder eine Frau und Mutter auf dieselbe Art ermordet wie damals Harpers Mutter. Hat der Täter wieder zugeschlagen oder ist es Zufall, dass auch hier die 12jährige Tochter ihre tote Mutter in der Küche ihres Hauses findet? Harper begibt sich auf Spurensuche, ohne zu ahnen, welche Geheimnisse sie aufspüren wird.

Ich mochte Harper und die Menschen um sie herum, die für ihr Seelenheil wichtig sind. Nach dem Tod ihres Vaters wurde Harper von den ermittelnden Polizisten praktisch adoptiert, was ihr bei ihrem Job als Journalistin zugutekommt, da sie für die Polizei quasi zur Familie gehört. Als sie sich jedoch zu tief in den neuen Mordfall vergräbt, gerät ihre gute Beziehung zum Police-Department in Schieflage, denn Harper glaubt, dass ein Polizist in die Tat verwickelt sein könnte. Plötzlich wird sie verfolgt, ihre Wohnung wird verwüstet, sie wird bedroht. Wem ist sie auf die Füße getreten und wie nah ist sie der Aufklärung des Verbrechens?

Die Auflösung des Falls war für mich eine echte Überraschung. Den Weg dorthin fand ich zwar nicht immer super-spannend, aber doch sehr unterhaltsam. Ich fand die Methoden von Harper und dem sie begleitenden Fotografen sehr interessant und habe gerne verfolgt, wie sie am Polizeiscanner jedes Verbrechen quasi frei Haus geliefert bekamen und so schnell reagieren konnten.

Ich gehe davon aus, dass Harpers Geschichte noch nicht zu Ende erzählt wurde und würde mich deshalb freuen, einen weiteren Fall mit ihr aufzuklären. Das Buch hat mir wirklich Spaß gemacht und mich gut unterhalten.

Bewertung vom 02.10.2018
Bösland
Aichner, Bernhard

Bösland


gut

Als Jugendlicher wurde Ben wegen Mordes an einem Nachbarsmädchen in die Psychiatrie eingeliefert. Nach seiner Entlassung redet er mit einer Therapeutin über die Ereignisse von damals, auch darüber, dass er sich an die eigentliche Tat nicht erinnern kann. Als er seinen Freund aus Kindertagen wiederfindet, nimmt die Geschichte plötzlich einen ganz neuen Verlauf. Was passierte wirklich im Bösland?

Der Schreibstil hatte mich nach der Leseprobe total angesprochen und neugierig gemacht. Die kurzen Kapitel sind einmal die Erzählungen Bens über die Ereignisse damals und heute. Jedes zweite Kapitel ist ein Dialog zwischen ihm und einem der anderen Beteiligten im Buch, so dass das Buch beinahe wie ein Kammerspiel rüberkommt. Es gibt keine Gefühlsregungen in den Unterhaltungen, so dass alles irgendwie weit weg erscheint. Die ersten etwa 100 Seiten des Buches fand ich so auch wirklich spannend und gut unterhaltend. Leider erfährt man als Leser dann schon, was damals auf dem Hof von Bens Eltern wirklich passiert ist, so dass alles ab da für mich nicht mehr wirklich spannend war. Ab dem Moment, wo Ben seinen alten Freund Kux wiedertrifft, sich in dessen Haus einquartiert und die beiden ihre irgendwie pubertären Jungsspielchen miteinander veranstalten, habe ich mich etwas gelangweilt, was sich dann auch nicht mehr gebessert hat. Obwohl viele Dinge, die dann passiert sind, unglaublich und brutal rüber kommen, fand ich es irgendwie unglaubwürdig. Auch die Reise nach Thailand und alle Geschehnisse dort konnten für mich die Geschichte nicht mehr drehen.

Eine wirklich tolle Grundidee, die mich etwas über 100 Seiten auch total fasziniert und gefesselt hat, aber dann zu sehr nachlässt. Ganz nett, aber leider nicht mehr!

Bewertung vom 01.10.2018
Ca. 750 g Glück - Das kleine Buch über die große Lust sein eigenes Sauerteigbrot zu backen
Stoletzky, Judith; Geißler, Lutz

Ca. 750 g Glück - Das kleine Buch über die große Lust sein eigenes Sauerteigbrot zu backen


sehr gut

In dem Buch „Ca. 750 g Glück“ berichten Judith Stoletzky und Lutz Geißler auf 100 Seiten von der großen Leidenschaft bei der Herstellung von Sauerteig und dem Backen leckerer Sauerteigbrote.

Fast schon poetisch gehen sie das Projekt Sauerteig an. Alles was es braucht, sind Mehl und Wasser … und vor allem: Zeit!

Ich liebe das Brotbacken, habe mich bisher aber nie an Sauerteig herangetraut. Das wird sich jetzt ändern, denn die Bilder im Buch von verlockenden Sauerteigbroten machen auf jeden Fall Lust aufs Nachbacken. Wer ein Brotbackbuch mit vielen Rezepten erwartet, ist bei diesem Brot falsch. Außer dem Rezept für Sauerteig, Tipps und Tricks zu seiner Versorgung und Verwendung, gibt es keine Rezepte. Die muss man sich woanders besorgen.

Trotzdem hat mich das Buch mit seinem Plädoyer für Sauerteig froh gemacht. Noch nie hat jemand mit mir über Mehl und Wasser so liebevoll und voller Enthusiasmus gesprochen.

Ich freue mich auf Sauerteigbrot aus meinem selbst hergestellten Sauerteig und werde dieses kleine Buch über ca. 750 g Glück liebevoll zu meinen restlichen Backbüchern stellen und oft die Worte des Bäckers lesen, der so liebevoll über Sauerteig spricht. Um es mit den Worten von Lutz Geißler zu sagen: „Wer glücklich sein möchte, bäckt ein Brot.“

So sei es!

Bewertung vom 30.09.2018
Redemption Point
Fox, Candice

Redemption Point


sehr gut

Ted Conkaffey und seine Partnerin Amanda bekommen den Auftrag, in einem Mordfall zu ermitteln. Zwei junge Menschen wurden in einer heruntergekommenen Bar ermordet. Während sich Amanda zusammen mit der jungen Polizistin Sweeney in den Fall stürzt, muss sich Ted mit seiner unerfreulichen Vergangenheit auseinandersetzen. Obwohl er freigelassen wurde, wird er immer noch verdächtigt in dem Fall des toten Mädchens. Und es kommen neue Verdächtigungen hinzu. Kann Ted endlich alles richtigstellen und sein Leben in Ruhe weiterleben?

Der neue Fall in Crimson Lake ist eher Nebensache. Amanda ermittelt hier zwar, aber mich – und sicher die meisten Leser – interessieren vielmehr die Ereignisse rund um Ted. Da taucht nämlich plötzlich der Vater der toten Claire bei ihm auf, um sich zu rächen, neue Vorwürfe gegen ihn tauchen auf, die ihn noch tiefer reinstürzen, er sieht zum ersten Mal seine kleine Tochter wieder, und neben allem „erscheint“ der wahre Täter, der in Tagebucheinträgen, einem sogenannten Therapietagebuch, erzählt, wie es wirklich zu dem Missbrauch an Claire kam. Das alles hat mich an das Buch gefesselt, obwohl sicher jeder, der einen Krimi oder Thriller erwartet, enttäuscht werden wird. Der Fall in Crimson Lake, den Amanda bearbeitet, wird auf die letzten Seite noch mal richtig spannend, wenn Amanda die Täter stellen kann, wobei das nicht der richtige Ausdruck ist. Auch Teds Zusammentreffen mit dem wahren Täter ist spannend.

Das Buch hat mich extrem gut unterhalten. Ich habe die Verzweiflung, mit der Ted durchs Leben geht, aufgesogen und wollte unbedingt, dass er sein Leben zurückbekommt. Jetzt bleibt abzuwarten, wie alles weitergeht, wenn ein neuer Teil der Reihe erscheint. Ich werde gerne wieder dabei sein und Ted und Amanda bei einem weiteren Fall begleiten. Gute Unterhaltung!

Bewertung vom 23.09.2018
Es beginnt mit einem Blick / Redwood Love Bd.1
Moran, Kelly

Es beginnt mit einem Blick / Redwood Love Bd.1


sehr gut

Nach einer unschönen Scheidung zieht Avery mit ihrer autistischen Tochter Hailey nach Redwood, wo ihre Mutter lebt. Die kleine Stadt nimmt die neuen Bewohner mit offenen Armen auf. Avery findet Arbeit in der örtlichen Tierarztpraxis, die von den O’Grady-Brüdern Cade, Flynn und Drake geführt wird. Und obwohl sie der Liebe abgeschworen hat, weckt Cade Gefühle in ihr, die sie so noch nie gefühlt hat. Gibt es eine Zukunft für sie und den begehrten Junggesellen?

Zusammen mit Avery und Hailey fühlte ich mich direkt wohl in Redwood. Der kleine Ort ist voller wohlmeinender und liebevoller Menschen, die die verunsicherte Avery und auch ihre Tochter sofort in das Geschehen im Ort einbeziehen. Das hat mir sehr gefallen. Die Tierarzt-Brüder sind auch direkt mal so, dass man sich auch als Leser sofort verliebt. Wie sie mit ihren Patienten und deren Besitzer umgehen, wie sie sich kümmern und nett sind, da schmilzt der Leserin das Herz. Ich wollte sofort meinen Kater in eine Transportbox packen und ihn von einem der Brüder untersuchen lassen.

Cade und Avery sind ein tolles Paar und ich freue mich jetzt schon auf die Folgeromane, in denen ich dann Flynn und Drake bei ihrer Suche nach der Liebe begleiten darf. Besonders auf Drakes Roman bin ich sehr gespannt, weil auch er in seiner Vergangenheit viel Schlimmes erlebt hat. Kann es gar nicht erwarten, ihn wieder am Leben teilnehmen zu sehen.

Eine schöne Liebesgeschichte in einer liebenswerten kleinen Stadt, die ich sehr gerne gelesen habe.

Bewertung vom 18.09.2018
Tiergeister AG - Achtung, gruselig!
Iland-Olschewski, Barbara

Tiergeister AG - Achtung, gruselig!


ausgezeichnet

Der kleine Rauhaardackel Arik traut seinen Augen nicht. Wieso ist er ganz allein in diesem finsteren Wald … und wie ist er überhaupt hier gelandet? Als ihn die Katze Tara, Kaninchen Honig, Wüstenspringmaus Chili und Chamäleon Plato nach Spuk Ekelburg mitnehmen, muss er erfahren, dass er gestorben ist und die Burg nun sein neues Zuhause ist. Hier soll er lernen, Kinder zu erschrecken. Doch Arik will gar nicht so böse sein. Wird es ihm gelingen, die anderen Tiere von ihrem Vorhaben abzubringen?

Die Geschichte um die spukenden ehemaligen Haustiere ist wirklich super-süß. Erst hatte ich so meine Zweifel, ob eine Geschichte um Tiergeister wirklich was für Kinder ist, aber ich muss sagen, dass die Geschichte so niedlich geschrieben und gezeichnet ist, dass man schnell vergisst, dass es sich bei den Tieren um Geister handelt, die das Erschrecken lernen sollen. Das Buch ist empfohlen für Kinder von 8 bis 10 Jahren und ich glaube, dass die sehr gut mit der Geschichte klarkommen werden.

Rauhaardackel Arik und seine Freunde haben es auf jeden Fall geschafft, mich mit ihrem Versuch, die Geisterschule zu retten, sehr gut zu unterhalten. Ich freue mich sehr darauf, das Buch meiner Nichte weiterzugeben, die bestimmt auch ihre helle Freude an der Tiergeschichte haben wird.

Bewertung vom 17.09.2018
Der Schmetterling / Kommissar Johan Rokka Bd.1
Ullberg Westin, Gabriella

Der Schmetterling / Kommissar Johan Rokka Bd.1


gut

2,5 Sterne

Henna Pedersen, die Frau des bekannten Fußballers Mans Sandin, wird an Heiligabend von einem als Weihnachtsmann verkleideten Täter erschossen. Der Polizist Johan Rokka, der gerade erst zurück in seine Heimatstadt versetzt wurde, übernimmt den Fall. Zusammen mit seinem Team versucht er, eine Erklärung für die Tat zu finden. Doch trotz einiger Verdächtiger kommen sie dem Täter nicht näher. Warum musste Henna sterben?

Ich muss zugeben, dass ich von Anfang an ein Problem mit Johan Rokka hatte. Der Polizist ist mir zu sehr von sich überzeugt, benimmt sich direkt mal wie ein Großmaul, als er als neuer Kollege auf der Wache eintrifft, und über sein Verhalten Frauen gegenüber möchte ich gar nicht erst reden. Ich fand es unterirdisch, wie er jede hübsche Frau, der er bei seinen Ermittlungen begegnete, auf Flirtpotenzial hin taxierte. Das hat mich unfassbar gestört. Eigentlich mochte ich von seinem Team nur Pelle Almén, der für mich als einziger einen kompetenten Polizisten abgab. Janna, die Frau im Team, machte von Anfang an ihr eigenes Ding, hatte etwas zu verbergen und ging mir durch ihre Verschlossenheit und ihre Alleingänge ziemlich auf die Nerven. Außerdem fand ich so viele Dinge im Roman auch so unnötig, z. B. Rokkas Reise nach Italien, um dort Zeugen zu vernehmen. Ich bin mir sicher, dass keine Polizeibehörde der Welt einen Kommissar in der Gegend rumreisen lassen würde, nur um zwei Personen Fragen zu stellen, die man auch am Telefon hätte stellen können.

Tja, und dann die Auflösung des Falls. Hier war ich mal total enttäuscht, denn das Motiv empfand ich als dermaßen banal, dass ich mich fragte, wieso es hier fast 400 Seiten Roman gebraucht hat. Auch ist die Verbindung zwischen den zwei Handlungssträngen im Buch für mich total unnötig. Der zweite Fall macht den ersten für mich total kaputt.

Insgesamt habe ich das Buch nicht gerne gelesen. Das Team brauche ich ehrlich nicht, der Fall war banal und am Ende stümperhaft gelöst, der zweite Fall unnötig, weil er das Buch nur in die Länge zog und viel zu viele Personen in die Geschichte brachte, die es meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte.