Benutzername: misery3103
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Bewertungen

Insgesamt 72 Bewertungen
Bewertung vom 20.11.2017
Verschieben Sie die Deutscharbeit - mein Sohn hat Geburtstag!
Greiner, Lena; Padtberg-Kruse, Carola

Verschieben Sie die Deutscharbeit - mein Sohn hat Geburtstag!


sehr gut

Lena Greiner und Carola Padtberg erzählen in diesem Buch amüsante Anekdoten über Eltern, die jeden Schritt ihrer Kinder überwachen und gleichzeitig vom Säuglingsalter an ehrgeizig das spätere Leben ihrer Kinder planen. Für das Buch haben Hebammen, Erzieher, Lehrer, Professoren usw. ihre Erlebnisse an die Redaktion von Spiegel Online gesandt. Sie geben einen Einblick in den alltäglichen Wahnsinn, den sie mit übermotivierten Eltern erleben.

Es kann einem Angst und Bange werden bei dem Gedanken daran, was aus diesen Kindern werden soll, wenn sie erwachsen sind. Ich war amüsiert und gleichzeitig erschrocken, als ich so manche Geschichte gelesen habe. Leider trifft man sie ja schon jetzt, die kleinen Prinzen, denen von klein auf klargemacht wird, dass sich die Welt nur um sie dreht, die keine Grenzen kennen, unhöflich und frech sind … und wenn sich jemand bei den Eltern beklagt, werden sie noch in Schutz genommen.

Die einzelnen Kapitel des Buches sind kurz und prägnant, so dass man das Buch gut und schnell lesen kann. Und es ist sehr interessant, wenn Helikopter-Eltern selbst oder ihre Kinder zu Wort kommen und aus ihrem Leben erzählen. Ich habe mich gefreut, dieses Buch lesen zu können, weil mein Patenkind vor einem Jahr Mutter wurde und ich von Anfang an schon ein paar der im Buch behandelten „Lebensmittelängste“ hautnah miterlebte. Zum Glück beschränkt sich das „Helikopter-Mutter-Sein“ bei meiner Nichte auf diese Ängste während der Schwangerschaft, denn jetzt ist sie eine sehr entspannte Mutter, die ihre Tochter einfach mal Kind sein lässt. Zum Glück!

Sehr lustiger, aber auch gruseliger Blick in das Leben von überbehüteten Kindern und ihren Eltern!

Bewertung vom 18.11.2017
Das Glück an Regentagen
Stapley, Marissa

Das Glück an Regentagen


sehr gut

Als Maes Verlobter spurlos verschwindet und sie herausfindet, dass er ein Betrüger ist, der mit dem Geld seiner Anleger abgehauen ist, kehrt sie zurück nach Alexandria Bay, so sie im Inn ihrer Großeltern aufgewachsen ist. Hier trifft sie auch Gabe wieder, Freund ihrer Kindheit und große Liebe ihres Lebens. Gibt es eine gemeinsame Zukunft für die beiden?

Maes Familie und ihre Geschichte ist nicht einfach. Ihre Großmutter leidet inzwischen an Demenz und ihr Großvater ist in ein Hotel gezogen, nachdem seine Frau ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit ausgeplappert hat. Auch die Beziehung zwischen Gabe und Mae ist nur schwer wieder zu dem Punkt zurückzubringen, an dem sie glücklich waren.

Die Familiengeschichte ist schön geschrieben, auch wenn es am Anfang etwas dauerte, die Zeitsprünge und Namen in eine Ordnung zu bringen. Im Laufe des Romans gelingt das aber immer besser. Die Aussage des Buchs, dass Familie nichts mit gemeinsamem Blut zu tun hat, ist schön.

Ein Familienroman voller Geheimnisse und Missverständnisse. Schön geschrieben und gut zu lesen.

Bewertung vom 14.11.2017
Dunkel Land / Carl von Wuthenow und Verena Hofer Bd.1
Hill, Roxann

Dunkel Land / Carl von Wuthenow und Verena Hofer Bd.1


sehr gut

Die Dozentin Verena Hofer kommt mit ihrer Ziehtochter Amelie nach Gut Wuthenow. Hier soll sie sich um den Neffen der Hausherrin kümmern. Am Ziel angekommen stellt sich heraus, dass es sich nicht - wie von ihr angenommen - um ein Kind handelt, sondern den erwachsenen Dr. Carl von Wuthenow. Der Kriminalist wurde angeschossen und leidet seitdem unter dem Verlust seines Kurzzeitgedächtnisses … und er ist nicht erfreut über die Pläne seiner Tante, bis Verena einen Deal mit ihm eingeht. Er lässt sie ihren Job machen und im Gegenzug hilft sie ihm bei den Ermittlungen in einem neuen Fall.

Die ungewöhnliche Ermittlerkonstellation ließ mich zu diesem Krimi greifen. Die unerfahrene Verena Hofer, die dem eigenwilligen Kriminalisten zur Seite steht, und ein interessant klingender Fall machten das Buch für mich interessant. Und es beginnt auch direkt ungewöhnlich und unerwartet. Die Leiche eines übel gefolterten und ermordeten Mannes wird gefunden. Zunächst weist alles in die Richtung der rechten Szene, doch schon bald ist klar, dass andere Motive für den Mord und später auch für weitere Leichenfunde sprechen.

Es ist spannend, Verena und Carl bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Carl von Wuthenow, der nach dem Schlafen alles vergessen hat, was am Tag vorher passiert ist, hilft sich mit einem Erinnerungstagebuch und verlässt sich auf Verena. Der Fall ist spannend, auch wenn ihm letzten Drittel alles ein bisschen zäh und langatmig wird. Obwohl ich früh ahnte, wer hinter den Morden stecken könnte, wurde mein Verdacht erst spät bestätigt. Das Finale war mir dann auch etwas zu wenig spektakulär und der Schluss hat mir gar nicht gefallen. Natürlich war von Anfang an klar, dass das Buch als Start einer Serie gedacht ist, doch das hätte man meiner Meinung nach eleganter lösen können.

Insgesamt ein gut zu lesendes, spannendes Buch mit tollen Ermittlern und viel verdecktem Humor. Ich bin sehr gespannt auf einen folgenden zweiten Teil!

Bewertung vom 13.11.2017
Der Tiger in der guten Stube
Tucker, Abigail

Der Tiger in der guten Stube


gut

Ich teile seit nunmehr 30 Jahren mein Leben mit Katzen und bin immer wieder fasziniert über die unterschiedlichen Charaktere und das dadurch unterschiedliche Verhalten der putzigen Fellknäuel. Von absoluten „Raubtieren“ bis hin zu anhänglichen „Couchpotatos“ habe ich schon alles gehabt und geliebt. Das Buch „Der Tiger in der guten Stube“ von Abigail Tucker zeigt auf, warum Katzen die liebsten Haustiere der Welt sind, obwohl sie in der heutigen Form keinen praktischen Nutzen mehr haben. Und die Autorin hat sehr viele Fakten über die pelzigen Mitbewohner zusammengetragen, so dass das Buch eine echte wissenschaftliche Abhandlung ist, die nicht über die gesamte Länge des Buches interessant ist. Hier und da fand ich das Buch etwas langatmig und habe auch ein paar Fakten nur überflogen.

Die kleinen Skizzen im Buch und auch das eine oder andere persönliche Erlebnis der Autorin mit Katzen machten die Fakten dann aber doch lesenswert. Da ich Katzen aufgrund ihrer sehr eigenen Art jedem anderen Haustier vorziehe, fasziniert es mich immer wieder, Fakten aus aller Welt über die Haltung der Tiere zu lesen. Wenn Katzen dann als Kinderersatz herhalten müssen oder aus „goldenen“ Futternäpfen essen, schüttel ich zwar mit dem Kopf, nehme es aber gelassen hin, denn ich weiß, dass es halt solche und solche Katzen gibt, die man immer nehmen muss, wie sie einem ins Haus kommen (auch wenn einen das manchmal in den Wahnsinn treibt).

Da ich das Buch insgesamt zu „wissenschaftlich“ und dadurch etwas zäh und schwer zu lesen fand, vergebe ich drei Sterne.

Bewertung vom 10.11.2017
The Ending - Du wirst dich fürchten. Und du wirst nicht wissen, warum
Reid, Iain

The Ending - Du wirst dich fürchten. Und du wirst nicht wissen, warum


sehr gut

Eine Frau, deren Name nicht genannt wird, fährt mit ihrem Freund Jake durch das winterliche Kanada, um seine Eltern zu besuchen. Während der Fahrt führen sie Gespräche über Gott und die Welt. Als Leser spürt man von Anfang an, dass etwas nicht stimmt, kann das Unbehagen aber nicht richtig fassen. Auch der Besuch bei Jakes Eltern ist unbehaglich, weil die komplette Situation seltsam ist. Verstärkt wird das schlechte Gefühl noch durch den Kapiteln vorangestellte „Gespräche“, aus denen sich ergibt, dass etwas Schlimmes passieren wird, ohne dass man es konkret benennt.

Die Reise des Paares hat mich fasziniert, auch wenn ich ihrer Unterhaltung nicht immer folgen konnte und wollte. Jakes Verhalten und die Gedanken der Frau waren seltsam, machten mich aber neugierig auf die Auflösung, mit der ich so nicht gerechnet habe.

Eine etwas andere Autofahrt, die mich fasziniert hat und mich neugierig auf die Auflösung machte. Gut!

Bewertung vom 06.11.2017
Geheimnis in Rot
Hay, Mavis Doriel

Geheimnis in Rot


sehr gut

Wie jedes Jahr an Weihnachten hat Sir Osmond Melbury seine Familie auf sein Landgut geladen. Als er dann erschossen in seinem Arbeitszimmer aufgefunden wird, stellt sich die Frage, wer der Mörder ist. Alle sind verdächtig, denn Sir Osmond hinterlässt ein beachtliches Erbe. Der mit Melbury befreundete Colonel Halstock nimmt die Ermittlungen auf.

Der Krimi liest sich wunderbar und es ist herrlich, diese altmodische Mördersuche mitzuerleben. Jeder, der Miss Marple mochte, wird dieses Buch lieben. Alle sind verdächtig und die Ermittlungen nehmen immer neue Richtungen und folgen neuen Wendungen. Es macht einfach Spaß, den Colonel bei seinen Ermittlungen zu begleiten und dem Täter immer näher zu kommen.

„Geheimnis in Rot“ ist die Wiederauflage des Romans von Mavis Hay aus dem Jahr 1936 und somit ein wunderbar altmodischer Krimi in typisch englischer Manier.

Ein kluger und spannender Krimi, der ohne viel Blutvergießen und grausame Morde spannend und herrlich skurril daherkommt.

Bewertung vom 04.11.2017
The Romantics, oder wie Gael das mit der Liebe lernte
Konen, Leah

The Romantics, oder wie Gael das mit der Liebe lernte


sehr gut

Als Gaels Freundin ihn ausgerechnet mit seinem besten Freund betrügt, bricht für den Romantiker eine Welt zusammen. Da sich auch seine Eltern gerade getrennt haben, beginnt Gael an der Liebe zu zweifeln. Höchste Zeit für die Liebe persönlich in Gaels Leben einzugreifen und ihm den Glauben an die wahre Liebe zurückzugeben.

Eine tolle Idee, einen Liebesroman aus der Sicht der Liebe zu schreiben. Als Gael verzweifelt, greift die Liebe immer wieder ein, um ihm den Glauben an die Liebe (also sich selbst) zurückzugeben. Und es ist sehr witzig, wie Gael nicht immer auf die nicht immer dezenten Hinweise reagiert. Unterwegs zur wahren Liebe stolpert er über eine Lückenbüßerin, die ihn davon abhält, die wahre Liebe zu sehen, die schon in sein Leben getreten ist.

Das Buch rund um Gaels Weltschmerz bringt das Gefühl von erster Liebe zurück und lässt einen mitfühlen. Die Charaktere sind sympathisch und haben mich zum Lachen gebracht. Gaels Familie, allen voran seine kleine Schwester, ist liebenswert und auch seine Freunde schließt man gleich ins Herz. Das Finale des Buches, wo es darum geht, um die wahre Liebe zu kämpfen, ist mitreißend und lustig. Die Kommentare „der Liebe“ haben mich oft zum Schmunzeln gebracht.

Ein schönes Buch über die erste Liebe mit lustigen Kommentaren der Liebe, auf die wir Menschen nicht immer hören. Lustig!

Bewertung vom 01.11.2017
Du bist mein Feuer
Ronin, Isabelle

Du bist mein Feuer


gut

Der Frauenschwarm Caleb rettet die angetrunkene Veronica, als sie in einem Club alle anwesenden Kerle mit einem Tanz auf sich aufmerksam macht. Am nächsten Morgen macht er der obdachlosen Studentin ein Angebot, zu dem sie nicht Nein sagen kann. Sie kann bei ihm wohnen, wenn sie für ihn kocht. Obwohl Veronica niemandem traut, nimmt sie das Angebot an. Doch kann sie Calebs Charme auf Dauer widerstehen?

Die Geschichte beginnt schön, obwohl mir schon da die Klischees etwas zu viel waren. Der reiche Sunnyboy, der es satt hat, mit allen schönen Frauen auf der Uni zu schlafen und sich nach etwas Besonderem sehnt, trifft das arme, obdachlose Mädchen, dem er von der ersten Sekunde an total verfallen ist, blablabla. Doch ich ließ mich darauf ein, weil ich hoffte, dass durch Veronicas Vergangenheit etwas Tiefgang in der Geschichte auftauchen würde. Doch leider passierte auf den (sage und schreibe) 592 Seiten des Romans gar nichts außer Calebs wiederholten Annäherungsversuchen und Veronicas Drama und angedrohten Auszügen, worauf Calebs Beteuerungen folgen, dass sie was Besonderes ist, woraufhin sie dann doch nicht die Koffer packt. Okay, auf den letzten 20 Seiten kommt noch ein leichter Krimianteil dazu, aber auch der reißt es für mich nicht raus.

3 Sterne für eine im Kleinen schöne Liebesgeschichte, die aber definitiv zu langatmig geraten ist.

Bewertung vom 30.10.2017
Morgen ist es Liebe
Maifeld, Monika

Morgen ist es Liebe


weniger gut

Martin Hallberg ist in den Weinbergen, um sich das Leben zu nehmen. Da ereignet sich direkt vor seinen Augen ein Unfall. Die Ärztin Alexandra Novak wollte eine Abkürzung nehmen und kommt von der Straße ab. Martin zieht sie aus dem Autowrack, ist aber verschwunden, als Polizei und Rettungswagen erscheinen. Und Alexandra erinnert sich nicht mehr an den Unfall und zweifelt bald, ob ihr Retter wirklich da war.

Nach dem Klappentext und der Leseprobe erwartete ich eine schöne Liebesgeschichte zwischen zwei problembehafteten Charakteren, auf deren Zusammentreffen ich sehr gespannt war. Doch leider war mir die Geschichte bald viel zu vollgeladen mit unsympathischen und überzogen reagierenden Figuren. Die Idee des Romans mit einem geheimnisvollen Retter kurz vor Weihnachten fand ich sehr schön, aber die Umsetzung gefiel mir gar nicht. Es waren mir einfach zu viele Zufälle und zu viele Klischees (die übervorsorgliche Mutter, der schleimige Reporter, der fiese Polizist), die mich mehr als einmal mit den Augen rollen ließen. Ich fühlte mich immer wieder an die alten Groschenromane erinnert, die meine Mutter früher las.

Eine schöne Grundidee, aber die Umsetzung ist meiner Meinung nach nicht gelungen. Schade!

Bewertung vom 24.10.2017
Die Rückkehr der Wale
Morland, Isabel

Die Rückkehr der Wale


sehr gut

Kayla lebt mit ihrem Mann Dalziel auf der rauen schottischen Insel Harris. Seit ihr Stiefsohn Iain die Insel verlassen hat, um zu studieren, wirft Dalziel ihr vor, den Jungen negativ beeinflusst zu haben, weshalb er mit der Tradition der Familie gebrochen hat. Es kriselt in der Ehe. Als der Fremde Brannan auf die Insel kommt, zu dem sich Kayla sofort hingezogen fühlt, muss sie ihr Leben neu überdenken.

Das Buch besticht durch die Beschreibung der rauen Landschaft, die man immer in voller Pracht vor Augen hat. Auch die etwas schrulligen Bewohner der Insel, die ständig über alles auf dem Laufenden sind, schließt man direkt ins Herz. Kaylas lieblose Ehe und das Leben, das sie an der Seite ihres Mannes führt, stimmt einen traurig, so dass man Kayla das neue Glück mit Brannan sehr gönnt.

Der Schreibstil ist sehr gut und die Geschichte fesselte mich von der ersten Seite. Der einzige Störfaktor für mich waren die vielen eingestreuten gälischen Ausdrücke in den Unterhaltungen der Bewohner. Dadurch, dass sie direkt im Satz übersetzt wurden, fand ich sie unnötig und störend. Gegen einzelne Ausdrücke hätte ich nichts gehabt, doch in der Häufung störten sie meinen Lesefluss.

Eine schöne Liebesgeschichte vor wildromantischer Kulisse. Gerne mehr davon!