Freischwimmen - Baron, Adam
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Originell, lustig und tiefgründig schreibt Adam Baron über ein Familiengeheimnis, wahre Freunde und die Überwindung von Angst - für Fans von "Wunder"
Eine herzzerreißende, urkomische Geschichte über die Dinge, die man selbst erfahren muss, weil einem Erwachsene mal wieder nichts sagen. Cym ist noch nie geschwommen - kein einziges Mal. Kein Wunder, dass ihn die Aussicht auf den ersten Schwimmunterricht in der Schule nervös macht. Andererseits - wie schwer kann das schon sein? Cym trägt schließlich die Badeshorts seines Vaters. Leichtherzig lässt er sich zu einem Wettkampf gegen seinen…mehr

Produktbeschreibung
Originell, lustig und tiefgründig schreibt Adam Baron über ein Familiengeheimnis, wahre Freunde und die Überwindung von Angst - für Fans von "Wunder"

Eine herzzerreißende, urkomische Geschichte über die Dinge, die man selbst erfahren muss, weil einem Erwachsene mal wieder nichts sagen. Cym ist noch nie geschwommen - kein einziges Mal. Kein Wunder, dass ihn die Aussicht auf den ersten Schwimmunterricht in der Schule nervös macht. Andererseits - wie schwer kann das schon sein? Cym trägt schließlich die Badeshorts seines Vaters. Leichtherzig lässt er sich zu einem Wettkampf gegen seinen Widersacher hinreißen. Dass Cym dabei fast ertrinkt, hätte niemand erwartet. Dass der Unfall eine Familienkrise auslöst, erst recht nicht. Cym muss einer Wahrheit auf die Spur kommen, die sein Leben völlig auf den Kopf stellt. Doch das Beste ist, dass er dadurch echte Freunde gewinnt.
  • Produktdetails
  • Verlag: Hanser
  • Originaltitel: BOY UNDERWATER
  • Artikelnr. des Verlages: 545/26607
  • Seitenzahl: 222
  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • Erscheinungstermin: Februar 2020
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 144mm x 25mm
  • Gewicht: 383g
  • ISBN-13: 9783446266070
  • ISBN-10: 3446266070
  • Artikelnr.: 57897554
Autorenporträt
Baron, Adam
Adam Baron war Schauspieler, Komiker, Journalist und Pressesprecher bei Channel 4, bevor er mit dem Schreiben begann. Heute leitet der promovierte Literaturwissenschschaftler den angesehenen Creative Writing-Studiengang an der Kingston University in London. Nach fünf hochgelobten Romanen für Erwachsene ist Freischwimmen sein Kinderbuchdebüt und erscheint im Frühjahr 2020 bei Hanser. Baron lebt mit seiner Frau und drei kleinen Kindern in London.

Davies, Benji
Benji Davies, 1980 geboren, ist ein vielfach ausgezeichneter Illustrator, dessen Bücher in 35 Sprachen übersetzt wurden. Er illustrierte Adam Barons Kinderbuch Freischwimmen (Hanser, 2020).
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 28.02.2020

Therapie mit Cymbeline
Der Held im Roman „Freischwimmen“ ist nach einer Shakespearefigur
benannt. Er muss tief eintauchen in seine Familiengeschichte
VON SIGGI SEUSS
Alles beginnt wie eine pfiffige und temporeiche Geschichte – so, wie wir sie aus der Feder des Australiers Michael Gerard Bauer oder des Niederländers Gideon Samson kennen: Kind – der neunjährige Cymbeline – in Nöten. Schon glaubt man das Gelächter von Cyms Klassenkameraden zu hören, in Adam Barons Kinderroman „Freischwimmen“. Das hat man davon, wenn einen die Eltern nach einer Shakespearefigur benennen! Und dann kann der arme Junge auch nicht schwimmen, er hat, weiß der Teufel warum, nie ein Schwimmbad von innen gesehen, fühlt sich aber aus Wettbewerbsgründen genötigt, den Champion zu geben.
Das kann nicht gutgehen, denkt, wer die ersten Sätze Cyms liest. Seine Erzählung, in der er sich direkt an uns wendet, wirkt offenherzig und ehrlich. Er scheint sie noch unter dem Eindruck der geschilderten Ereignisse verfasst zu haben. Zumindest steht fest: Er hat alles gut überstanden und dabei auch noch seine aus der Not geborene Selbstironie bewahrt. Die kommt wohl daher, dass er allein mit seiner Mutter lebt – einer Museumspädagogin und Malerin. Mum sagt nur, sein Vater sei gestorben, als Cym noch ein Baby war. Zu den Umständen schweigt sie.
So weit, so bekannt. Adam Baron, Literaturwissenschaftler und Leiter eines angesehenen Creative-Writing-Studiengangs in London, gibt mit „Freischwimmen“, Untertitel: „Wer die Wahrheit sucht, muss tief tauchen“, sein Debüt als Kinderbuchautor. Von Birgitt Kollmann treffend übersetzt, fühlt er sich anfangs empathisch in die Seele des Jungen ein und stattet ihn mit einer glaubwürdigen Erzählsprache aus, in der Ängste, Selbstzweifel und Selbstüberschätzung genauso Raum finden wie kindliche Naivität, Neugier und Mut. Doch dann – nach dem katastrophalen Ende der allerersten Begegnung mit dem nassen Element – ändert sich die vorpubertäre Dramatik in Richtung komplexe Familientragödie.
Der Junge sieht sich unerklärlichen Geschehnissen ausgeliefert, deren Ausmaß und Hintergrund er nicht begreift: Mum verschwindet in der Psychiatrie. Ihre Schwester, eine neureiche Schickimickitante, bei der er unterkommt, macht ihm das Leben nicht leichter. Ihr Mann, ein Börsenmakler, setzt Millionen in den Sand. Die Trennung scheint unausweichlich zu sein. Gleichzeitig wendet sich Cyms bester Schulfreund von ihm ab. Trost findet er nur in der zarten Annäherung an eine blitzgescheite Mitschülerin mit vietnamesischen Wurzeln. Und Hoffnung in seiner Liebe zum Zeichnen und Malen. Den Schlüssel zur Familientragödie vermutet er in Mums immer gleichen Malereien ein- und derselben Szene.
All diese unbegreiflichen Ereignisse tauchen nun im Leben des Jungen auf. Schließlich muss er auf der Suche nach der Wahrheit tief tauchen lernen. Um die Geschichte nicht in Nebenhandlungen abdriften zu lassen, legt Baron dem Kind mehr und mehr Worte in den Mund, die eher einem Handbuch der Familientherapie entspringen als einem Neunjährigen, etwa: „Die Erwachsenen hatten kein ehrliches Bild malen wollen. Sie hatten geglaubt, sie könnten ein Bild malen, in dem ich leichter leben könnte, ohne sich klarzumachen, dass Leben nur in einem wirklichkeitsgetreuen Bild möglich ist.“
Um solcherart Erkenntnisse mit moralischem Gewinn für die Leser zu verknüpfen, wird der Junge von seinem Autor ins wahre, wilde, unberechenbar tiefe Leben geworfen. Das liest sich unterhaltsam und schließt mit einem Happy End, dessen Konstruktionsplan so offensichtlich ist, dass man glaubt, der Autor habe ihn absichtlich zwischen den Zeilen liegengelassen. Als wolle ein Lehrer seinen Creative-Writing-Schülern zeigen, was man alles in eine Geschichte packen kann, um ihr einen hochkomplexen Spannungsbogen und eine hoffnungsvolle Botschaft zu verpassen. Zu viel des Guten und des Schlechten!
Adam Baron: Freischwimmen. Aus dem Englischen von Birgitt Kollmann. Hanser Verlag, München 2020. 224 Seiten, 15 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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"In seinem Debüt hält Adam Baron gekonnt die Balance zwischen Komik und Tragik und erzählt von einer intensiven Mutter-Sohn-Beziehung und einem traurigen Familiengeheimnis. Durch die ... Handlung zieht sich wie ein roter Faden die unerbittliche Frage: Dürfen Erwachsene ihre eigenen Kinder mit gut gemeinten Lügen abspeisen, um sie angeblich zu schützen?" Karin Hahn, MDR Kultur, 03.03.2020 "Eine pfiffige, temporeiche Geschichte ... offenherzig und ehrlich. ... Von Birgitt Kollmann treffend übersetzt, fühlt sich der Autor ... empathisch in die Seele des Jungen ein und stattet ihn mit einer glaubwürdigen Erzählsprache aus, in der Ängste, Selbstzweifel und Selbstüberschätzung genauso Raum finden wie kindliche Naivität, Neugier und Mut." Siggi Seuss, Süddeutsche Zeitung, 27.02.2020 "Eine psychologisch fein gesponnene Geschichte. ... Spannend, berührend, amüsant, klug gebaut und mit viel gutem Personal." Ute Wegmann, Deutschlandfunk, 01.02.2020 "Das Tolle ist, dass Adam Baron es schafft,... die Waage zu halten zwischen Komik und Traurigkeit. Und das ist wirklich eine große Kunst." Stephanie Jentgens, Deutschlandfunk, 01.02.2020 "Dass diese großartige Geschichte ... schon Zehnjährigen zumutbar ist, liegt an Cymbelines weiblicher Leitfigur, dem seelenstarken Mädchen Veronique - und noch mehr am positiven, humorvollen Ich-Erzählton Cymbelines, den der britische Schriftsteller Adam Baron ... überzeugend durchhält." Anne-Catherine Simon, Die Presse, Wien, 01.02.2020 "Wie gut, dass Cym wahre Freunde hat, die helfen, die Wahrheit herauszufinden, während die Erwachsenen schweigen. Ein mit Spannung und Humor erzählter, tiefgründiger Roman." Ute Wegmann, Deutschlandfunk, 28.01.2020 "Eine komplexe Geschichte über Schuld und Schweigen, über Verlust und falsche Entscheidungen. Dabei bleibt der Autor konsequent auf Augenhöhe seines Protagonisten, lässt Raum für Humor und schafft so etwas, das nur wenigen Autoren gelingt: Einen literarisch anspruchsvollen Roman zu schreiben, der seine Zielgruppe an keiner Stelle überfordert." Katharina Mahrenholtz, Mikado. NDR Info, 28.01.2020…mehr