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Fernweh_nach_Zamonien
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Buchhaim

Bewertungen

Insgesamt 805 Bewertungen
Bewertung vom 19.05.2022
Der erste Fall / Kommissar Gordon Bd.1
Nilsson, Ulf

Der erste Fall / Kommissar Gordon Bd.1


ausgezeichnet

Eine warmherzige Geschichte mit liebenswerten Charakteren und wundervollen Illustrationen.


Inhalt:

Im Wald treibt sich ein Dieb herum:

Es wurden Unmengen an Nüssen gestohlen!

Ein Fall für den berühmten Kriminalkommissar Gordon.

Doch in eisiger Kälte den Tatort zu bewachen, ist kein Leichtes. Der Kommissar ist zwar brillant, aber mit seinen neunzehn Lenzen nicht mehr der Jüngste. Festgefroren sehnt er sich nach seiner warmen Polizeistation, einer Tasse Tee und köstlichen Muffins.

Hätte er doch nur eine Assistentin, dann könnten sie zusammen diesen Fall lösen.

Die kleine Maus Buffy kommt zur rechten Zeit ...



Altersempfehlung:

ab 6 Jahre zum Vorlesen

oder zum Selberlesen etwa ab 8 Jahren (normale Schriftgröße, Blocksatz, kurze Kapitel)



Illustrationen/Covergestaltung:

Das Cover ist schlicht gehalten, zeigt aber auf den ersten Blick wie geduldig und analytisch Kommissar Gordon ermittelt.

Das Vorsatzpapier schmückt eine Karte, welche die wichtigsten Stationen zeigt: Polizeirevier, Tatort und Nuss-Verstecke des Eichhörnchens uvm.

Im Innern ergänzen viele wunderschöne und farbenfrohe Illustrationen die Handlung und erwecken die Charaktere zum Leben. Diese wirken so herzlich und sympathisch. Besonders ihre Mimik ist ganz wundervoll getroffen.

Zudem sind die Kulissen (schneebedeckte Landschaft, heimelige Polizeistation) mit viel Liebe zum Detail und voller Atmosphäre gestaltet.



Mein Eindruck:

Dies ist - wie der Titel bereits verrät - der erste Band der Reihe.

Auf ruhige, unaufgeregte Weise wird das spannende Abenteuer erzählt.

Die Hauptfiguren schließt man sofort ins Herz.

Der alte Kommissar ist gutmütig, geduldig und liebt die Ruhe. Am liebsten wäre ihm, wenn keinerlei Verbrechen geschehen.

Seine Protokolle sind genauso kurz und knackig wie sein Stempeln: KA-DUNK!

Mit dem kleinen Mäuslein an seiner Seite hat er den perfekten Gegenpart gefunden.

Buffy ist aufgeschlossen und auf Zack. Sie erledigt die Laufarbeit für den Kommissar und gemeinsam sind sie ein tolles Team.

Es ist übrigens nicht auszuschließen, dass man bei der Lektüre Appetit bekommt ... auf Schokoladenmuffins mit

Johannisbeermarmelade oder Vanillemuffins mit Erdbeermarmelade ...

Für den ersten Fall geben wir 5 von 5 Nüsse und eine Leseempfehlung!

Ein spannendes Abenteuer mit einem liebenswerten Anti-Helden. Perfekt für kleine und große Schnüffler und für alle Tierliebhaber!



Fazit:

Der kurzweilige, ruhige Kinderkrimi ist ein gelungener Start in eine neue Buchserie.

Das Ermittler-Duo schließt man sofort ins Herz und die atmosphärischen, farbenfrohen Illustrationen spiegeln die Handlung sehr gut wider.

Wir sind gespannt auf weitere Abenteuer des sympathischen Teams.



...

Rezensiertes Buch: "Kommissar Gordon - Der erste Fall" aus dem Jahr 2014

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 19.05.2022
Drinnen & draußen mit der Maus
ZS-Team

Drinnen & draußen mit der Maus


ausgezeichnet

Ein vielseitiges Buch für kleine Weltentdecker mit tollen Ideen und vielen Sachinformationen.

Inhalt:

Es wird Frühling und alle Welt zieht es wieder nach draußen an die frische Luft.

Maus, Elefant und Ente geben Tipps und Anregungen zur Freizeitgestaltung und erklären ganz nebenbei kleine und große Naturwunder.

Und wenn das Aprilwetter mit Regenschauern grüßt oder der Herbst Einzug hält, finden sich auch Spielideen für drinnen.


Altersempfehlung:

ab 4 Jahre



Mein Eindruck:

Das Buch ist unterteilt in vier große Abschnitte:

- für Naturkundler & Tierfreunde
- für Abenteuer- & Bewegungslustige
- für Bastler & Tüftler
- für Genießer & Gartenfreunde

Jeder enthält eine abwechslungsreiche Mischung aus Sachinformationen, gefolgt von passenden Erkundungstouren (aufgeteilt in die vier Jahreszeiten) und Ideen/Anleitungen für DIYs.

Gut strukturiert und angefüllt mit vielen tollen (nicht immer brandneuen) Tipps findet jeder - ganz gleich ob Naturforscher oder Schleckermäulchen - das Richtige für sich:

- Gärtnern: Sonnenblumen vorziehen, Seedbombs herstellen, Minigarten anlegen,
- Basteltipps: Futterstation für Gartenvögel, Sonnenuhr, Barfußpfad (drinnen bzw. draußen),
- Aktivitäten: Insekten beobachten, Spurenlesen, Schnitzeljagd (drinnen bzw. draußen),
- Rezepte: Stockbrot, gebrannte Nüsse, herzhafte Waffeln, Himbeer-Limo (inkl. umfangreichen Hinweisen für kleine Köche),
uvm.

Ergänzt durch interessant und altersgerecht gestaltete Sachinformationen (z. B. zu Wildbienen oder Winterschlaf).

Die Bastel- und Backanleitungen sind zumeist für Kinder ab etwa 4 Jahre mit elterlicher Hilfe gut zu bewältigen und leicht verständlich erklärt.

Besonders die Anleitungen für bepflanzte Gummistiefel und das Windspiel aus Muscheln haben uns sehr gefallen.

Es sind keine außergewöhnlichen oder zu viele verschiedene Materialien erforderlich. Das Meiste hiervon hat man entweder schon im Haus oder sammelt es rechtzeitig bei den empfohlenen Erkundungstouren (Tannenzapfen, Blumen, Äste).

Ein abwechslungsreiches Buch für ein (m)ausgezeichnetes Jahr!


Lesetipp:

Es gibt für die "Winter"-Abschnitte keine speziellen Weihnachtstipps. Hierzu ist ein extra Band erschienen.



Fazit:

Ein zauberhaftes und vielseitiges Buch!

Maus, Elefant und Ente haben tolle Ideen und Tipps zusammengetragen:

für die ganze Familie zum gemeinsamen Basteln, Backen und Forschen.


...

Rezensiertes Buch: "Drinnen & draußen mit der Maus - Gärtnern, kochen, basteln, spielen!" aus dem Jahr 2021

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 19.05.2022
Urmel: Urmel saust durch die Zeit
Kruse, Max

Urmel: Urmel saust durch die Zeit


sehr gut

Das Urmel auf der Suche nach seinen Vorfahren. Eine witzige und schräge Zeitreise: spannend und informativ.


Inhalt:

Nicht zu ersten Mal fühlt sich das Urmel - als letztes seiner Art - allein und verloren.

Dank der neuen Erfindung des Professors könnte sich hieran jedoch etwas ändern.

Habakuk Tibatong hat eine Zeitmaschine gebaut und durch ein übereifriges Versehen finden sich Urmel, Waran Wawa, Pinguin Ping und Tim Tintenklecks plötzlich in der Vergangenheit wieder:

Ursuppe, Dinosaurier, die ersten Menschen ...

Ob es ihnen gelingt, wieder in ihre Zeit zurückzukehren?



Farbig illustriert von Günther Jakobs.



Altersempfehlung:

etwa ab 9 Jahre



Illustrationen:

Die schlichten und gleichsam ausdrucksstarken schwarz-weiß Illustrationen von Erich Hölle kenne ich mich noch aus meiner Kindheit.

Günther Jakobs tritt in große Fußstapfen und meistert dies großartig.

Bereits aus den Urmel-Bilderbüchern kennen und lieben wir seinen fröhlich-lebendigen Zeichenstil. Insbesondere seine Gestaltung des frechen Urmels ist rundum gelungen.

Jedes Kapitel wird durch eine kleinere Illustrationen eingeleitet und durch viele farbenfrohen Zeichnungen ergänzt.

Innerhalb der Bilder gibt es viel zu entdecken und Urmel erobert durch seine kindlich-naive Art große und kleine Herzen im Sturm.

Die Illustrationen spiegeln durch verschiedene Farbgebung die Stimmung der Geschichte hervorragend wider.



Mein Eindruck:

"Lesen ist wundervoll!", rief Tim. "Wer nicht liest, lernt auch nichts. Und ich will alles, alles wissen." (Tim Tintenklecks, vgl. S. 9)

Mit viel Humor und Liebe wird das rasante Zeitreise-Abenteuer erzählt.

Wie auch bei den ersten Abenteuern geben die Kapitelüberschriften einen kleinen Vorgeschmack auf künftige Ereignisse:

"Erstes Kapitel - Wie das Urmel traurig ist und warum".

Das Urmel ist alleine seiner Herkunft wegen (Urzeittier und letztes lebendes Exemplar seiner Spezies) natürlich etwas ganz besonderes.

Durch seine fröhlich-freche Art und sein knuffiges Aussehen, kann man nicht anders: man muss es einfach liebhaben. Kein Wunder, dass es in Hausschwein Wutz sofort Mutterinstinkte weckt.

Mit seiner vorlauten Art und unbändigen Abenteuerlust (hin und wieder auch mit einem Dickkopf, wie er im Buche steht) kann man ihm einfach nicht lange böse sein.

Schließlich erinnert es an die eigene Kindheit oder den eigenen Nachwuchs ;-)



Der Professor forscht schon lange und vermutet, dass Urmels Artgenossen ein Bindeglied zwischen den Dinosauriern und den Säugetieren darstellen. Aber auch er sieht das verspielte und neugierige Kerlchen keinesfalls als Versuchsobjekt.

Wie passend, dass ausgerechnet seine neueste Erfindung Urmel nun endlich die Möglichkeit schenkt, seinesgleichen kennenzulernen.

Über den Fortgang der verrückten Zeitreise möchte ich gar nicht zu viel verraten.

Das Abenteuer besticht durch seine liebenswerten und vielfältigen Charaktere:

Sprechende Tiere für sich allein gesehen sind schon spannend, aber wenn sie dann auch noch einen lustigen Sprachfehler haben, sorgt dies zusätzlich für Unterhaltung (und Erheiterung beim Vorlesen).

Aber es finden auch tiefsinnige Passagen einen Platz in der Geschichte - ohne ihr die Leichtigkeit zu nehmen -, die zum Nachdenken bringen:

"Wir brauchen die Vielfalt der Pflanzen und Tiere. Sollten die Menschen das nicht endlich verstehen, werden wir von der Erde verschwinden." (Professor Habakuk Tibatong, vgl. S. 45)

Nicht nur durch das Abenteuer selbst, lernen kleine Leser:innen viel über Evolution.

Ein Vortrag zum Schluss von Professor Habakuk Tibatong über Respekt und Rücksichtnahme auf Tier und Natur rundet das Sachwissen ab.

Informatives und gleichzeitig unterhaltsames Lesevergnügen, aber eher für größere Leser:innen geeignet.



Fazit:

Das fantastische Abenteuer mit seinen vielfältigen, liebenswerten Charakteren besticht durch Wortwitz, Spannung und eine Fülle an Informationen zur

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.05.2022
Duden Leseprofi - Sherlock Junior und die Raben vom Tower of London
Thilo

Duden Leseprofi - Sherlock Junior und die Raben vom Tower of London


gut

Ein unterhaltsamer Kinderkrimi zum Mitknobeln und Englisch lernen. Kann mit den ersten Bänden aber nicht mithalten.


Inhalt:

Die Raben sind aus dem Tower of London verschwunden!

Jeder Brite weiß, dass dies Unheil für das ganze Königreich bedeutet.

Sherlock Junior und sein Assistent Watson stehen vor einem Rätsel: Wie konnten die Vögel entkommen? Schließlich wurden ihre Flügel gestutzt, um zu verhindern, dass die Raben davonfliegen.



Ein Kinderkrimi zum Mitraten mit englischen Dialogen.



Altersempfehlung:

3. Klasse

Die Schrift ist groß und die Sätze kurz und leicht verständlich.

Dies gilt überwiegend auch für die englischen Dialoge.

Innerhalb der Geschichte gibt es Fragen zu beantworten.

Zusätzlich ist das Buch gelistet bei Antolin.



Illustrationen:

Passend zum Cover ergänzen viele schwarz-weiß Illustrationen mit roten Akzenten die Geschichte. Einige Zeichnungen erstrecken sich sogar über ganze Seiten.

Die Gestaltung von Sherlock Junior und seinem Assistenten Watson ist ganz zauberhaft gelungen. Vor allem die Mimik lässt sie lebendig und sympathisch wirken. Zwei pfiffige Burschen, die fest entschlossen sind, die verschwundenen Raben zu finden.

Neben Darstellungen der Figuren finden sich auch Stadtpläne, Scherenschnitte, Notizen uvm.



Mein Eindruck:

Dies ist das vierte Abenteuer von Sherlock Junior und Watson (der aus Berlin stammt, eigentlich Walter heißt und kurzerhand vom Nachfahren des Meisterdetektivs umbenannt wurde).

Vorkenntnisse sind aber nicht erforderlich.

Der Kinderkrimi ist in acht kurze Kapitel unterteilt und die Handlung einfach gehalten.

Neben dem Erfolgserlebnis selbständig zu lesen, gibt es am Ende der Kapitel Fragen zu beantworten. Dies sorgt für Abwechslung und lädt ein, selber zu kombinieren und mitzurätseln.

Das genaue Beobachten der Illustrationen zahlt sich aus, denn hier verstecken sich wertvolle Hinweise. Die Lösung ergibt sich dann aus dem Folgetext.

Das Besondere bei diesen Leseprofi-Bänden ist aber "erstes Englisch" lernen.

Den deutschen Text ergänzen englischen Passagen, z. B. Grußformeln, Dialoge usw. Diese sind rot und fett gedruckt, um sich vom Rest abzuheben.

Die meisten Teile sind selbsterklärend. So sprechen alle (außer Watson) ausschließlich Englisch und im Dialog mit dem Gegenüber oder Watsons Erläuterungen wird der Inhalt verständlich.

Leider gibt es - im Gegensatz zu den ersten drei Ratekrimis - am Ende kein Glossar.

Dieses kann aber auf der Homepage des Verlages heruntergeladen werden.

Zu den ersten drei Büchern werden zudem die englischen Teile dort chronologisch vorgelesen (nicht einzeln abrufbar).

Es gibt keinerlei Aussprachehilfen.

Somit ist dieser Band für blutige Anfänger nicht so gut geeignet.

Die Charaktere sind sympathisch und authentisch. Lesenden können sich mit ihnen gut identifizieren.

Die beiden Junior-Detektive stehen ganz schön unter Zeitdruck. Sie sammeln Spuren, untersuchen den Tatort und stellen Theorien auf. Wie echte Profis.

Sogar Nachbarmädchen Shirley glaubt ihnen endlich! Ein toller Abschluss des Running Gags.

Das Abenteuer wird kurzweilig und unterhaltsam erzählt. Der Fall ist aber nicht so interessant wie die vorherigen.

Am Ende reicht es nur noch für 3 von 5 Raben.



Fazit:

Ein unterhaltsamer Kinderkrimi mit sympathischen Charakteren.

Fragen und coole Illustrationen laden ein zum Mitknobeln.

Mit den vorherigen Bänden kann dieses Büchlein (Aufbau und Story) nicht mithalten.



...

Rezensiertes Buch: "Duden Leseprofi - Erstes Englisch - Sherlock Junior und die Raben vom Tower of London" aus dem Jahr 2019

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.05.2022
Sherlock Junior und das Grab von Westminster Abbey, Erstes Englisch / Duden Leseprofi - Sherlock Junior Bd.3
THiLO

Sherlock Junior und das Grab von Westminster Abbey, Erstes Englisch / Duden Leseprofi - Sherlock Junior Bd.3


ausgezeichnet

Kniffliger Kinderkrimi zum Mitraten und Englisch lernen. Atmosphärisch und unterhaltsam erzählt.

Inhalt:

Ein neuer - streng geheimer - Fall wartet auf Sherlock Junior und seinen Assistenten Watson:

Ein Grab in Westminster Abbey wurde aufgebrochen und der Dekan der Abtei persönlich bittet um Hilfe bei der Aufklärung.

Doch was genau wurde überhaupt gestohlen?



Ein Kinderkrimi zum Mitraten mit englischen Dialogen und Übersetzung im Glossar.



Altersempfehlung:

2./3. Klasse

Die Schrift ist groß und die Sätze kurz und leicht verständlich.

Dies gilt auch für die englischen Dialoge.

Innerhalb der Geschichte gibt es Fragen zu beantworten.

Die Buchreihe ist bei Antolin gelistet, falls Verständnisfragen beantwortet werden sollen.



Illustrationen:

Schwarz-weiß Illustrationen mit farbigen Akzenten (passend zum Cover in Lila) ergänzen den Krimi. Einige der Zeichnungen erstrecken sich sogar über ganze Doppelseiten.

Die Gestaltung von Sherlock Holmes Junior und seinem treuen Assistenten Watson ist wunderbar gelungen. Die beiden sind sympathisch und authentisch.

Zusätzlich zur Darstellungen der Figuren finden sich auch Illustrationen der Schauplätze, Stadtpläne, Notizen uvm.

Hierbei zahlt sich genaues Studieren aus, um die Rätsel am Ende der Kapitel zu lösen. Wer die versteckten Hinweise nicht entdeckt, findet die Aufklärung im Fließtext auf der folgenden Seite.



Mein Eindruck:

Das Besondere bei diesen Leseprofi-Bänden ist die Verknüpfung Lesenlernen und "erstes Englisch".

Den deutschen Text ergänzen englischen Passagen, z. B. Grußformeln, Phrasen, kurze Dialoge usw. Diese sind lila und fett gedruckt, um sich vom Rest abzuheben.

Es gibt keine Aussprachetipps, dafür abschließend eine Übersicht mit der passenden (wörtlichen) Übersetzung. Fast alle Sätze sind selbsterklärend. Außer Watson, der die Ereignisse zusammenfasst, sprechen alle anderen ausschließlich Englisch. Im Dialog mit dem jeweiligen Gegenüber wird der Inhalt dann verständlich.

Diese englischen Absätze können zudem auf der Verlags-Homepage angehört werden. Allerdings werden sie chronologisch vorgelesen und sind nicht einzeln abrufbar.

Beim Anhören ist es hilfreich, direkt das Glossar am Ende des Büchleins zur Hand zu haben.

Die Charaktere sind auf Anhieb sympathisch und Sherlock Junior zeigt wieder einmal, dass er seinem Urahnen und Namensvetter bei den Ermittlungen alle Ehre macht.

Die beiden Nachwuchs-Schnüffler verfolgen Spuren und nehmen den Tatort unter die Lupe. Alles natürlich "top secret".

Nachbarmädchen Shirley glaubt den beiden leider immer noch kein Wort. Schön zu lesen, dass dieser Running Gag beibehalten wird.

Da die Story dieses Mal nicht ganz überzeugen konnte, geben wir 4 von 5 Lupen für diesen Mitratefall.



Fazit:

Ein interessanter Krimi mit sympathischen Junior-Detektiven, die Leser:innen dazu einladen, mitzurätseln.

Die coolen Illustrationen liefern hier wertvolle Hinweise.



...

Rezensiertes Buch: "Duden Leseprofi - Erstes Englisch - Sherlock Junior und das Grab von Westminster Abbey" aus dem Jahr 2018

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.05.2022
Sherlock Junior und der kopflose Bischof, Erstes Englisch / Duden Leseprofi - Sherlock Junior Bd.2
THiLO

Sherlock Junior und der kopflose Bischof, Erstes Englisch / Duden Leseprofi - Sherlock Junior Bd.2


ausgezeichnet

Ein unterhaltsam und spannender gestalteter Kinderkrimi zum Mitraten und Englisch lernen.

Inhalt:

Der Bischof hat seinen Kopf verloren!

Nun gut, es handelt sich hierbei nicht um einen Menschen, sondern eine wertvolle Schachfigur aus dem Mittelalter.

Als diese dann auch noch spurlos aus dem Museum verschwindet sind Sherlock Junior und sein Assistent Watson gefragt.

Einmal Detektiv immer Detektiv!

Auch, wenn man plötzlich selbst unter Verdacht gerät ...



Ein Ratekrimi mit englischen Dialogen und abschließender Übersetzung im Glossar.



Altersempfehlung:

2./3. Klasse

Die Schrift ist groß und die Sätze kurz und leicht verständlich.

Dies gilt auch für die englischen Dialoge.

Innerhalb der Geschichte gibt es Fragen zu beantworten.

Falls weitere Verständnisfragen beantwortet und Lesepunkte gesammelt werden sollen, findet sich bei Antolin ein Lesequiz.



Illustrationen:

Das Abenteuer ergänzen viele schwarz-weiß Illustrationen mit farbigen Akzenten. Passend zum Cover in Grün.

Einige Zeichnungen erstrecken sich sogar über ganze Seiten bzw. Doppelseiten.

Neben Darstellungen der Charaktere finden sich auch Stadtpläne, Scherenschnitte, Fahndungsaufruf, Hinweise, Notizen und Suchbilder zum Mitraten.

Die Gestaltung von Sherlock Junior und seinem Assistenten Watson ist ganz zauberhaft gelungen. Zwei toughe Jungen, die fest entschlossen sind, die wertvolle Schachfigur zu finden. Vor allem die Mimik lässt sie sehr sympathisch wirken.



Mein Eindruck:

Das Abenteuer enthält alles, was ein Kinderkrimi benötigt und wird kurzweilig und unterhaltsam erzählt.

Die Handlung ist einfach gehalten, um neben den englischen Passagen Leser:innen nicht zu überfordern.

Trotzdem kann hervorragend mitgerätselt werden:

Die Fragen am Kapitelende sorgen für Abwechslung und genaues Beobachten der Illustrationen zahlt sich hier aus. Ratlosigkeit ist aber auch kein Problem, denn die Lösung ergibt sich aus den Folgetexten.

Das Besondere bei diesen Leseprofi-Bänden ist die Verknüpfung Lesenlernen und "erstes Englisch".

Den deutschen Text ergänzen englischen Passagen, z. B. Dialoge, Richtungen, Grußformeln usw. Diese sind grün und fett gedruckt, um sich vom Rest abzuheben.

Es gibt keine gesonderten Aussprachetipps, dafür abschließend eine Übersicht mit der passenden Übersetzung. Die meisten Teile sind aber selbsterklärend. So spricht beispielsweise Sherlock ausschließlich Englisch und im Dialog mit seinem Gegenüber wird der Inhalt verständlich.

Diese englischen Absätze können zudem auf der Verlags-Homepage angehört werden. Allerdings werden sie chronologisch vorgelesen und sind nicht einzeln abrufbar.

Beim Anhören ist es daher hilfreich, das Glossar am Ende des Büchleins zur Hand zu haben.

Die Charaktere sind auf Anhieb sympathisch.

Die beiden Junior-Detektive nehmen den Tatort genauestens unter die Lupe, befragen Zeugen und verfolgen Spuren und Verdächtige.

Wir geben 5 von 5 Bischofsmützen und eine Leseempfehlung für diese interessante Rätselgeschichte!



Fazit:

Ein spannender Kinderkrimi zum Mitraten.

Dank großer Schrift und kurzen, englischen Dialogen hervorragend für Zweit- und Drittklässler geeignet.



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Rezensiertes Buch: "Duden Leseprofi - Erstes Englisch - Sherlock Junior und der kopflose Bischof" aus dem Jahr 2017

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.05.2022
Sherlock Junior und der Bär von London, Erstes Englisch / Duden Leseprofi - Sherlock Junior Bd.1
THiLO

Sherlock Junior und der Bär von London, Erstes Englisch / Duden Leseprofi - Sherlock Junior Bd.1


ausgezeichnet

Ein spannender und unterhaltsamer Kinderkrimi zum Mitraten und Englisch lernen.

Inhalt:

Als Nachwuchsdetektiv einen Auftrag zu ergattern, ist gar nicht so leicht.

Die Erwachsenen trauen Kindern einfach nichts zu!

Doch Sherlock Holmes der Fünfte und sein Assistent Watson haben eine Idee und kommen endlich zu ihrem ersten Fall:

Lady Wellington wurde im Park ihr kostbarer Ring gestohlen.

Der Verdächtige ist ausgerechnet ein Schwarzbär und so gehen die beiden Jungdetektive in London auf Bärenjagd.



Ein Kinderkrimi mit englischen Sätzen und Begriffen und abschließender Übersetzung im Glossar.



Altersempfehlung:

2./3. Klasse

Die Schrift ist groß und die Sätze kurz und leicht verständlich.

Dies gilt auch für die englischen Dialoge.

Innerhalb der Geschichte gibt es Fragen zu beantworten.

Falls weitere Verständnisfragen beantwortet und Lesepunkte gesammelt werden sollen, findet sich bei Antolin ein Lesequiz.



Illustrationen:

Das Abenteuer ergänzen viele schwarz-weiß Illustrationen mit farbigen Akzenten. Passend zum Cover in Blau. Einige Zeichnungen erstrecken sich sogar über ganze Seiten bzw. Doppelseiten.

Die Gestaltung von Sherlock Junior und seinem Assistenten Watson ist ganz zauberhaft gelungen. Vor allem die Mimik lässt sie lebendig und sympathisch wirken. Zwei pfiffige Burschen, die fest entschlossen sind, den Dieb zu finden.

Neben Darstellungen der Figuren finden sich auch Scherenschnitte, Stadtpläne, Notizen uvm.



Mein Eindruck:

Der Kinderkrimi ist in neun kurze Kapitel unterteilt und die Handlung einfach, aber interessant gehalten.

Neben dem Erfolgserlebnis selbständig zu lesen, gibt es am Ende der Kapitel Fragen zu beantworten. Dies sorgt für Abwechslung und gezielte Verschnaufpausen beim Lesen.

Genaues Beobachten der Illustrationen zahlt sich aus. Die Lösung ergibt sich dann aus den Folgetexten.

Das Besondere bei diesen Leseprofi-Bänden ist die Verknüpfung Lesenlernen und "erstes Englisch".

Den deutschen Text ergänzen englischen Passagen, z. B. Dialoge, Uhrzeiten, Grußformeln usw. Diese sind blau und fett gedruckt, um sich vom Rest abzuheben.

Es gibt keine Aussprachetipps, dafür abschließend eine Übersicht mit der passenden Übersetzung. Die meisten Teile sind aber selbsterklärend. So spricht beispielsweise Sherlock ausschließlich Englisch und im Dialog mit seinem Gegenüber wird der Inhalt verständlich.

Diese englischen Absätze können zudem auf der Verlags-Homepage angehört werden. Allerdings werden sie chronologisch vorgelesen und sind nicht einzeln abrufbar.

Beim Anhören ist es hilfreich, direkt das Glossar am Ende des Büchleins zur Hand zu haben.

Die Charaktere sind auf Anhieb sympathisch und was nicht an den berühmten Meisterdetektiv erinnert, wird von seinem Nachfahren und Namensvetter passend gemacht.

Denn eigentlich heißt sein Watson Walter und kommt aus Berlin. Aber da er den Eignungstest besteht, wird er zum Watson befördert.

Die beiden sammeln Spuren, verfolgen Spuren, befragen Zeugen und nehmen den Tatort genauestens unter die Lupe.

Das Abenteuer enthält alles, was ein Kinderkrimi benötigt und wird kurzweilig und unterhaltsam erzählt.

Die Handlung ist einfach gehalten, um neben den englischen Passagen Leser:innen nicht zu überfordern.

Wir geben 5 von 5 Tabakpfeifen und eine Leseempfehlung für diese interessante Geschichte!



Fazit:

Dieser unterhaltsame Kinderkrimi mit sympathischen Charakteren eignet sich dank großer Schrift und kurzen, englischen Dialogen hervorragend für Zweit- und Drittklässler.

Mit Fragen zum Miträtseln und vielen coolen Illustrationen.



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Rezensiertes Buch: "Duden Leseprofi - Erstes Englisch - Sherlock Junior und der Bär von London" aus dem Jahr 2017

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.05.2022
Millie in Amsterdam / Millie Bd.29
Chidolue, Dagmar

Millie in Amsterdam / Millie Bd.29


ausgezeichnet

Abenteuer und Mini-Reiseführer in einem: lustig und lehrreich zugleich mit farbenfrohen Illustrationen.


Inhalt:

Millie und ihre Familie verbringen ein paar Tage in Amsterdam und lernen Land und Leute und Leckereien kennen:

Museumsbesuche, Bootsfahrt durch die Grachten, Radtour, ein Tagesausflug ans Meer und viele Pommes.



Altersempfehlung:

ab 8 Jahre



Illustrationen:

Jedes Kapitel wird von zauberhaften, farbenfrohen Illustrationen begleitet. Die Zeichnungen sind ausdrucksstark und spiegeln die Urlaubsstimmung wunderbar wieder.

Tulpen, Windmühlen, Fahrräder, aber auch große Kunst finden sich in den Illustrationen wieder.

Über ein paar zusätzliche Bilder hätten wir uns gefreut. Auch ist der Stadtplan sehr abgespeckt.



Mein Eindruck:

Die Millie-Reihe umfasst inzwischen über zwanzig Bände, die unabhängig voneinander gelesen werden können und sich weitestgehend mit dem Urlaub in einem anderen Land oder einer Region befassen.

Die kurzen Kapitel erstrecken sich meist nur über wenige Seiten, so dass das Buch etwa ab 8 Jahren selbst gelesen werden kann. Zum Vorlesen eignen sich Millies Abenteuer aber auch schon früher.

Dieses Mal verbringen Millie und ihre Familie (Vater, Mutter und das Nesthäkchen Trudel) den Urlaub in Amsterdam.

Die Art von Millie und ihre kleine Schwester und ihr Umgang miteinander sind schon sehr speziell. Geschwisterstreit ist nachvollziehbar, aber oftmals äußert sich die Große abwertend über die Kleine und das Gequengel ist irgendwann einfach zu viel.

An Trudels Lispeln und kindliche Sprechweise (sie ist etwa drei Jahre alt) muss man sich zunächst gewöhnen und oft stört es den Lesefluss.

Das Urlaubsabenteuer vergeht (trotz der vielen Museumsbesuche) wie im Flug.

Ganz nebenbei wird spielerisch Wissen vermittelt über niederländische Kunst oder Köstlichkeiten.

"Stroopwafels - met Karamelsmaak... na endlich! Papa findet, die schmecken so gut, dass sie eigentlich verboten sein müssten."

(Millie, vgl. S. 64)

Wer bereits einige Orte, die im Buch angesteuert werden, besucht hat, fühlt sich gleich an die eigenen Erlebnisse erinnert. Falls nicht, macht es Lust, diese sich beim nächsten Besuch in Amsterdam genauer anzuschauen.

Ein kleiner Abstecher nach Zandvoort ans Meer darf auch nicht fehlen.

Mit viel Humor und Wortwitz und wird das Urlaubsabenteuer erzählt. Diese Geschichte besticht vor allem durch die vielen Wortschöpfungen und zunächst von Millie falsch verstandenen und dann phantasievoll verdrehten Wörter oder ihrer Auffassung, dass sie Niederländisch perfekt versteht. Immer wieder werden kleine Brocken eingestreut, deren Bedeutung sich im Anschluss selbst erklärt. Ein Wörterbuch oder dergleichen gibt es nicht.

Dafür fasst Millie abschließend in ihrem Spezial-Amsterdam-Lexikon Wesentliches zu Historie, Besonderheiten usw. zusammen.

Eine Leseempfehlung für alle Weltentdecker, für Jungen wie Mädchen!



Fazit:

Millie entdeckt Amsterdam.

Mit viel Humor und Wortwitz nimmt das aufgeweckte Mädchen die Leser mit auf eine unterhaltsame wie lehrreiche Urlaubsreise.

Dank der wunderschönen, farbenfrohen Illustrationen wird die Ferienstimmung noch verstärkt.



...

Rezensiertes Buch: "Millie in Amsterdam" aus dem Jahr 2018

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.05.2022
Comics richtig lesen
McCloud, Scott

Comics richtig lesen


ausgezeichnet

Faszinierende Analyse einer Kunstform: interessant und anschaulich erklärt - passenderweise in Form eines Comics.


Inhalt:

Jeder kennt sie, viele lesen sie und doch ist sich kaum einer der genauen Zusammensetzung bewusst:

Es geht um sequentielle Kunst: Comics!

Aber was definiert einen Comic?

- Welche Bestandteile sind erforderlich?

- Wie funktioniert die Wechselwirkung zwischen Bild und Text?

- Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es?

Scott McClouds Comic über Comics (erstmals 1993 erschienen und 2001 überarbeitet) geht diesen und vielen weiteren Fragen nach.



Mein Eindruck:

Eine phantasievolle und kurzweilige Analyse: leicht verständlich, anschaulich und mit viel Humor.

Der Kniff, das Medium in Form von Bildern zu erklären, ist schlicht und einfach genial.

McCloud definiert nicht nur den Begriff "Comic", sondern nimmt als Cartoon-Figur Leser:innen mit auf eine Reise in die Vergangenheit und macht mit der Entstehungsgeschichte deutlich, wie alt dieses Medium bereits ist.

Per Definition ist jede Bildabfolge, die einen Zusammenhang herstellt, einen Ablauf zeigt (Gebrauchsanleitung, Kirchenfenster etc.), ein Comic. Jedoch wurde/wird vieles, was in diese Kategorie fällt, nicht so bezeichnet. Das negative Image und die abwertende Assoziation (Comic = Schundheftchen, Zeitvertreib, keine "richtige" Literatur) ist (leider) noch immer tief in einigen Köpfen verankert.

Für sich allein ist die Wirkung von Bildern auf Menschen beeindruckend. Doch McClouds einfache und auch für Laien verständliche Erklärungen hierzu sind faszinierend und nachvollziehbar.

Auch Vergleiche verschiedener Werke (Donald Duck von Carl Barks, Tim und Struppi von Hergé, Fantastic Four von Jack Kirbi) in Bezug auf Aufbau und Techniken wird interessant gestaltet. Erstaunlich, welche Gemeinsamkeiten hier aufgedeckt werden und welche Gründe für beinahe naturgetreue Hintergründe und gleichzeitig stark vereinfachte Charaktere McClouds aufzeigt. Bei der Lektüre warten noch andere Aha-Erlebnisse.

Das Spiel mit Farbe, Abstraktion der Figuren, Gutter (Freiräume zwischen Panels, auch Rinnstein genannt) und vieles mehr, all das sind Mittel, um Leser:innen in die gewünschte Richtung zu lenken.

Selbst die Form/Größe eines einzelnen Panels hat Einfluss auf die (zeitliche) Wahrnehmung der Szene. Wahrlich eine Wissenschaft für sich.

Letztendlich bleibt es natürlich der Phantasie des Einzelnen überlassen und so wird jeder Comic individuell "gelesen" bzw. verstanden. Der Original-Titel "understanding Comics" passt noch besser.

Auch für Liebhaber japanischer Bildergeschichten gibt es zahlreiche Informationen und Anmerkungen (z. B. gegensätzliche Entwicklung zu westlichen Comics).

Dieses faszinierende Sachbuch kann ich allen Comic-Fans empfehlen.



Fazit:

Comics sind Kunst!

Wer sich für Bildgestaltung und/oder Comics interessiert, sollte seine Nase unbedingt in dieses Buch stecken.

Am Ende der Lektüre sieht und liest man Comics mit ganz anderen Augen!



...

Rezensiertes Buch: "Comics richtig lesen - Die unsichtbare Kunst" aus dem Jahr 2001

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.05.2022
Trip mit Tropf
Mark, Josephine

Trip mit Tropf


ausgezeichnet

Ein ungleiches Duo auf der Flucht erlebt ein rasantes Abenteuer! Witzig und gleichzeitig tiefgründig und einfühlsam.

Inhalt:

Das Schicksal führt im Krankenlager zwei ungleiche Figuren zusammen:

Durch einen glücklichen Zufall rettet ein kleines Kaninchen einem Wolf das Leben.

Der Wolfskodex gebietet, dass dieser sich bei dem Nager nun revanchieren muss.

Auf der Flucht vor den Jägern und bepackt mit einem Arzneikoffer voller Pillen und dem Tropf macht es sich der Wolf zur Aufgabe, das kranke Kerlchen aufzupeppeln und allen Widrigkeiten zum Trotz den meterlangen Medikamentenplan zu erfüllen.



Bewegte Bilder:

Auf der Homepage des Kibitz Verlags findet sich ein Buchtrailer, der die erste Begegnung von Wolf und Kaninchen und den Beginn ihres Road-Trips eindrucksvoll in Bild und Ton wiedergibt.



Altersempfehlung:

etwa ab 12 Jahre



Mein Eindruck:

Die beiden Hauptfiguren könnten unterschiedlicher nicht sein:

Der Wolf, ein knallharter Einzelgänger, der sich seine Schusswunde selbst näht, trifft auf ein nervöses Kaninchen, das er nur nicht frisst, weil es aufgrund Medikamentencocktails nach Chemie riecht.

Es wird nie genau benannt, welche Krankheit das kleine Kerlchen hat, aber von Beginn an wird deutlich, dass es etwas sehr Ernstes ist.

Das Kaninchen muss unzählige Medikamente nehmen, Infusionen erdulden und verliert im Laufe der Geschichte das gesamte Fell, bekommt Nasenbluten und ist oft sehr schwach.

Der Wolf markiert durchgehend den harten Kerl, nennt seinen Begleiter ausschließlich "Nager".

Bei seiner "zufälligen" Fürsorglichkeit ist er um keine Ausrede verlegen.

Beispielsweise besorgt er eine Mütze (gab's gratis zur Tankfüllung dazu) und näht ohne mit der Wimper zu zucken, ein Cape gegen die Kälte. Wenn das Kaninchen vor Erschöpfung nicht weiterlaufen kann, trägt er es, ohne ein Wort zu verlieren. Wenn's niemand sieht, blickt er liebevoll zum schlafenden Nager und streichelt ihm über das kahle Köpfchen.

Dass sowohl seine rotzfreche Art wie auch der Wolfskodex nur ein Vorwand sind, wird Lesenden bereits nach wenigen Seiten klar ;-)
Harte Schale, weicher Kern.

Da wird einem ganz warm ums Herz.

Die Figuren sind durchgängig einfach gezeichnet und auf das Wesentliche reduziert, was mir sehr gefällt und einen gewissen Reiz ausmacht. Weniger ist schließlich oft mehr.

Zudem kommen viele Szenen ganz ohne Text und dafür als ganze Seite hervorragend zur Geltung.

Dieser Comic ist nicht nur unglaublich gut gezeichnet und strukturiert, sondern er regt auch zum Nachdenken an. Man erkennt schnell, wie viel Herzblut und persönliche Erfahrung in der Geschichte und den Figuren stecken.

Es geht um Leben und Tod bzw. Krankheit und dem vom Verlag empfohlenen Lesealter von 12 Jahren stimme ich zu.

Die Geschichte ist außergewöhnlich tiefsinnig und rührend, denn die Krankheit des Kaninchens steht im starken Kontrast zu den witzig gezeichneten Figuren und den turbulenten Ereignissen. Beim Lesen verdrückt man das ein oder andere Tränchen.

Man staunt, wofür ein Tropf in der Not hilfreich sein kann. Und noch mehr darüber, welcher Mut in dem kleinen Kaninchen steckt, wenn es darauf ankommt. Denn all der (körperlichen) Schwäche zum Trotz, ist es stark und tapfer.

Zum Fortgang des Abenteuers werde ich an dieser Stelle nichts verraten, denn es steckt voller Überraschungen, die ich keinesfalls vorwegnehmen möchte.

Trotz der Thematik "Krankheit" hat das Abenteuer eine gewisse Leichtigkeit, bleibt hoffnungsvoll und der Humor kommt keineswegs zu kurz.

Der Comic ist witzig, unterhaltsam und tiefsinnig zugleich.

Von Herzen gerne gebe ich 5 von 5 Medikamentenkoffer sowie eine Leseempfehlung!



Fazit:

Ein außergewöhnliches Road-Trip zum Mitfiebern!

Herrlich witzig und unglaublich kreativ gestaltet, dabei tiefgründig und einfühlsam und ganz wundervoll gezeichnet.



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Rezensiertes Buch: "Trip mit Tropf" aus dem Jahr 2022

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