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Joe Hammond
Gebundenes Buch
Eine kurze Geschichte vom Fallen
Was ich beim Sterben über das Leben lernte
Übersetzung: Timmermann, Klaus; Wasel, Ulrike
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»Wenn ich nur aufhören könnte umzufallen, wäre dieses Buch lustiger.«Joe Hammond fällt einfach hin.Zum ersten Mal passiert es, als er seinen kleinen Sohn zur Schule bringt und merkt: Sein Körper macht auf einmal Dinge, die er nicht mehr steuern kann. Nach einem halben Jahr Ungewissheit und einer Odyssee der Arztbesuche bekommt Joe Hammond die Diagnose: Er leidet an der Motoneuron-Krankheit - eine zum Tode führende Erkrankung des motorischen Nervensystems. Und er weiß: Er hat nicht mehr viel Zeit, er wird die Kontrolle über seinen Körper, er wird sein Leben verlieren. Und die Mensche...
»Wenn ich nur aufhören könnte umzufallen, wäre dieses Buch lustiger.«
Joe Hammond fällt einfach hin.
Zum ersten Mal passiert es, als er seinen kleinen Sohn zur Schule bringt und merkt: Sein Körper macht auf einmal Dinge, die er nicht mehr steuern kann. Nach einem halben Jahr Ungewissheit und einer Odyssee der Arztbesuche bekommt Joe Hammond die Diagnose: Er leidet an der Motoneuron-Krankheit - eine zum Tode führende Erkrankung des motorischen Nervensystems.
Und er weiß: Er hat nicht mehr viel Zeit, er wird die Kontrolle über seinen Körper, er wird sein Leben verlieren. Und die Menschen, die er am meisten liebt, verlieren ihn.
Vom anfänglichen Stolpern bis zur fortgeschrittenen Bewegungsunfähigkeit nimmt uns Joe Hammond mit auf seine letzte Reise: Taumeln, hinfallen, auseinanderfallen. Mit tieftraurigem Humor beschreibt er, wie es ist, sich der eigenen Vergänglichkeit so radikal bewusst zu werden und dabei das Leben zu lieben wie nie zuvor.
»In einer Schublade hüten meine Frau Gill und ich einen alten Schuhkarton. In dem Karton sind 33 Geburtstagskarten für unsere Söhne: eine für jedes Jahr bis zu ihrem 21. Geburtstag. Seit Ende 2017 lebe - und sterbe - ich an der Motoneuron-Krankheit. Deswegen habe ich die Karten geschrieben.«
»Dies ist ein Buch über das Abschiednehmen. Abschied von meinem Körper, der mich von einer plötzlichen Unbeholfenheit bis in einen raumschiffähnlichen Rollstuhl führen wird. Abschied von dieser Welt, in der ich immer weniger eine Rolle spiele und stattdessen auf ein mir unbekanntes Terrain zutreibe. Abschied von Gill, meiner Frau. Und Abschied von Tom und Jimmy, meinen beiden Söhnen.«
»'Eine kurze Geschichte vom Fallen' handelt von der Traurigkeit (und der Wut und der Angst), aber auch von den schönen Momenten, von Liebe und Vatersein. Und davon, wie ich die letzten Momente mit meinem Körper erlebe, in der Gegenwart von Menschen, die mir das Wichtigste sind. Davon, wie es sich anfühlt, wenn man weiß, dass ich für meine Familie bald als Erinnerung weiterlebe. Auf vielerlei Weise ist das die erstaunlichste Zeit meines Lebens gewesen.«
Joe Hammond fällt einfach hin.
Zum ersten Mal passiert es, als er seinen kleinen Sohn zur Schule bringt und merkt: Sein Körper macht auf einmal Dinge, die er nicht mehr steuern kann. Nach einem halben Jahr Ungewissheit und einer Odyssee der Arztbesuche bekommt Joe Hammond die Diagnose: Er leidet an der Motoneuron-Krankheit - eine zum Tode führende Erkrankung des motorischen Nervensystems.
Und er weiß: Er hat nicht mehr viel Zeit, er wird die Kontrolle über seinen Körper, er wird sein Leben verlieren. Und die Menschen, die er am meisten liebt, verlieren ihn.
Vom anfänglichen Stolpern bis zur fortgeschrittenen Bewegungsunfähigkeit nimmt uns Joe Hammond mit auf seine letzte Reise: Taumeln, hinfallen, auseinanderfallen. Mit tieftraurigem Humor beschreibt er, wie es ist, sich der eigenen Vergänglichkeit so radikal bewusst zu werden und dabei das Leben zu lieben wie nie zuvor.
»In einer Schublade hüten meine Frau Gill und ich einen alten Schuhkarton. In dem Karton sind 33 Geburtstagskarten für unsere Söhne: eine für jedes Jahr bis zu ihrem 21. Geburtstag. Seit Ende 2017 lebe - und sterbe - ich an der Motoneuron-Krankheit. Deswegen habe ich die Karten geschrieben.«
»Dies ist ein Buch über das Abschiednehmen. Abschied von meinem Körper, der mich von einer plötzlichen Unbeholfenheit bis in einen raumschiffähnlichen Rollstuhl führen wird. Abschied von dieser Welt, in der ich immer weniger eine Rolle spiele und stattdessen auf ein mir unbekanntes Terrain zutreibe. Abschied von Gill, meiner Frau. Und Abschied von Tom und Jimmy, meinen beiden Söhnen.«
»'Eine kurze Geschichte vom Fallen' handelt von der Traurigkeit (und der Wut und der Angst), aber auch von den schönen Momenten, von Liebe und Vatersein. Und davon, wie ich die letzten Momente mit meinem Körper erlebe, in der Gegenwart von Menschen, die mir das Wichtigste sind. Davon, wie es sich anfühlt, wenn man weiß, dass ich für meine Familie bald als Erinnerung weiterlebe. Auf vielerlei Weise ist das die erstaunlichste Zeit meines Lebens gewesen.«
Produktdetails
- Verlag: HarperCollins Hamburg
- 1. Auflage
- Seitenzahl: 256
- Erscheinungstermin: 18. Februar 2020
- Deutsch
- Abmessung: 209mm x 134mm x 25mm
- Gewicht: 364g
- ISBN-13: 9783959674850
- Artikelnr.: 57822764
Herstellerkennzeichnung
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Der Autor Joe Hammond beschreibt in seinem Buch Eine kurze Geschichte vom Fallen seine Lebens-und seine langsame Sterbegeschichte. Joe fällt zum ersten Mal einfach hin, als er seinen Sohn in die Schule bringt. Nach einem halben Jahr Ungewissheit und einer Odyssee bei verschiedenen Ärzten …
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Der Autor Joe Hammond beschreibt in seinem Buch Eine kurze Geschichte vom Fallen seine Lebens-und seine langsame Sterbegeschichte. Joe fällt zum ersten Mal einfach hin, als er seinen Sohn in die Schule bringt. Nach einem halben Jahr Ungewissheit und einer Odyssee bei verschiedenen Ärzten erhält er die Diagnose, die sein ganzes Leben verändert: Motoneuron-Krankheit- eine zum Tode führende Erkrankung des motorischen Nervensystems.
Joe Hammond nimmt uns in diesem Buch auf seine letzte Reise, verliert dabei aber nie seinen Humor. Er wird sich seiner eigenen Vergänglichkeit bewusst und lernt das Leben zu lieben wie nie zuvor.
Im Buch erzählt er von seiner Frau, seiner Krankheit, seinem Vater und auch von dem Leben in Portugal und in Großbritannien.
Joe Hammond schreibt schonungslos offen und schont dabei den Leser nicht.
Er schlief am 30.11.2019 friedlich zu Hause für immer ein.
Fazit: Ein sehr berührendes Buch, das sehr schön zeigt, was wichtig im Leben ist und das man aus jeder Situation das Beste machen muss, egal wie schlimm sie einem erscheint.
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Das Leben leben
Joe Hammond beschreibt in seinem Roman EINE KURZE GESCHICHTE VOM FALLEN. WAS ICH BEIM STERBEN ÜBER DAS LEBEN LERNTE, alle seine Gefühle die sein Leben durcheinander wirbeln. Er bekam die Diagnose an der Motoneuron Krankheit zu leiden. Sie ist unheilbar und endet nach …
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Das Leben leben
Joe Hammond beschreibt in seinem Roman EINE KURZE GESCHICHTE VOM FALLEN. WAS ICH BEIM STERBEN ÜBER DAS LEBEN LERNTE, alle seine Gefühle die sein Leben durcheinander wirbeln. Er bekam die Diagnose an der Motoneuron Krankheit zu leiden. Sie ist unheilbar und endet nach wenigen Wochen oder Monaten mit dem Tod. Die Muskeln können sich nicht mehr mit den Nerven verbinden und es kommt anfangs zu vielen Stürzen. Später ist er zu schwach und nicht mehr in der Lage überhaupt aufzustehen.
Ich finde sein Buch sehr ergreifend und bewegend. Wenn ich mir vorstelle, dass er schon tod ist, wenn ich das Buch druckfrisch in den Händen halte, dann darf ich es eigentlich garnicht mehr bewerten. Denn er wird niemals mehr die Gelegenheit haben, es zu überarbeiten.
Aber noch viel ergreifende ist es, wenn ich an seine Hinterbliebenen denke, seine Frau und seine Kinder. Gleichzeitig ist es unheimlich wertvoll die guten und schlechten Gedanken eines lieben sterbenden Menschen für immer verewigt zu haben. Mein Mitgefühl ist bei seiner Familie.
Ich finde Joe Hammond ist es gut gelungen seine Lebens- und Sterbensgeschichte zu erzählen. Und die handelt natürlich nicht nur von positiven und spannenden Dingen. Für mich ist es selbstverständlich, dass auch Kapitel erzählt werden, die eher langatmig sind. Sie gehören auch dazu. Es gibt aber genauso viele kurzweilige und ergreifende Seiten in diesem über 250 seitigen Buch. Danke fürs lesen dürfen.
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Nicht einfach, aber absolut lesenswert
Joe Hammond ist junger Familienvater und lebt mit seiner Familie in Portugal als er die Diagnose Motoneuronenkrankheit erhält. Eine Krankheit, die zunächst mit Bewegungsstörungen beginnt und dann zu einem schnellen körperlichen Abbau und zu …
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Nicht einfach, aber absolut lesenswert
Joe Hammond ist junger Familienvater und lebt mit seiner Familie in Portugal als er die Diagnose Motoneuronenkrankheit erhält. Eine Krankheit, die zunächst mit Bewegungsstörungen beginnt und dann zu einem schnellen körperlichen Abbau und zu einem baldigen Tod führt. Wie er diese Zeit erlebt und wie er neue Seiten des Lebens kennen und wertschätzen lernt, davon erzählt dieses autobiographische Buch.
Ich fand das Buch sehr berührend, interessant und vor allem durch den Humor des Autors auch sehr unterhaltsam. Dass ein Leben, das sich von einem Moment auf den anderen so radikal ändert und mit ständig fortschreitenden körperlichen Einschränkungen verbunden ist, auch schöne Seiten haben kann, ist eine wichtige Botschaft von Joes Geschichte. Diese Haltung, die in allen Abschnitten deutlich wird, hat mich sehr beeindruckt. Immer weniger kann er selbst machen, aber umso mehr schätzt er kleine Dinge und schöne Augenblicke. Einige Situationen sind auch mit unterhaltsamer Selbstironie beschrieben und regen an, über Gesundheit und Krankheit und das häufig damit verbundene schwarz-weiß Denken nachzudenken. Einige Zwischenpassagen über Erlebnisse vor seiner Krankheit, fand ich nicht so interessant und habe sie teilweise eher überflogen. Allerdings schrieb Hammond das Buch ja auch in erster Linie für seine Söhne und erst in zweiter Linie für ein breites Publikum. Ich finde es dennoch sehr wertvoll, dass er diese zum Teil sehr intimen Schilderungen auch anderen Interessierten zugänglich macht.
Ich finde das Buch empfehlenswert für jeden, der sich mit Leben und Tod auseinandersetzen möchte. Man sollte aber bereit und offen dafür sein, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten und den teilweise sehr bildlich beschriebenen Gedanken des Autors zu folgen, auch wenn sie sich teilweise etwas unsortiert aneinanderreihen und nicht immer einem eindeutigen roten Faden folgen. Dennoch ist das Buch sehr gut geschrieben und regt auf jeden Fall zum Nachdenken an.
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Joe Hammond, der mittlerweile am Ende seines Weges angekommen ist, berichtet in seiner Geschichte von seinem Leben und seinem Sterben. Ein Thema, das so gut wie jeder zu verdrängen sucht. Und wer nicht in einer ähnlichen Situation ist, wird auch kaum nachvollziehen können, wie es ist, …
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Joe Hammond, der mittlerweile am Ende seines Weges angekommen ist, berichtet in seiner Geschichte von seinem Leben und seinem Sterben. Ein Thema, das so gut wie jeder zu verdrängen sucht. Und wer nicht in einer ähnlichen Situation ist, wird auch kaum nachvollziehen können, wie es ist, zu sterben. Es gab schon andere Bücher dieser Art, von Krebs- oder Suchtkranken, die vor ihrem Tod ihre letzten Schritte der Nachwelt hinterlassen haben. Hammond, der zu Lebzeiten im Schreiben geübt war, benutzte mit Masse das Mittel der Metapher, um seine Gefühle und sein Leben zu beschreiben. Das funktioniert oft sehr gut. Wenn allerdings fast alles auf diesem Stilmittel aufbaut, wird das irgendwann abstrakt und entfremdet. Die Metaphern, die Hammond findet, passen zwar. Doch je mehr Bildnisse der Leser zu entschlüsseln hat, umso ferner scheint die Geschichte. Und dies bezieht sich nicht nur auf die Erkrankung, sondern auch auf den autobiographischen Teil, der die schwierige Jugend des Autors und sein Verhältnis zu seinem Vater behandelt. So bleibt bei allem Mitgefühl und Staunen über die Offenheit des Schreibers, ein Abstand, der eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Leben und Sterben des Joe Hammond erschwert.
Zudem wäre es wünschenswert gewesen, etwas mehr über die Krankheit zu erfahren. Natürlich kann man das im Netz oder der Fachliteratur nachlesen, im Zusammenhang mit der Lebensgeschichte hätte es jedoch gut ins Buch gepasst. Vor allem, da das Buch auch als Vermächtnis an die Söhne des Autors gedacht ist. Bleibt zu wünschen, dass zumindest der unterschwellige Zweck, die Familie finanziell zu unterstützen, mit dem Buch erreicht wird.
Für mich bleibt ein zwiespältiger Eindruck zurück. Es ist da der offene Umgang mit einem natürlichen Prozess, der jeden, in welcher Form auch immer, ereilen wird. Andererseits ist das Buch eine Abrechnung mit der Vergangenheit, wie sie vor allem seit Knausgard sehr beliebt zu sein scheint. Ein ambivalentes Gefühl bleibt zurück, zwischen Trauer, Mitgefühl, Distanz und voyeuristischer Neugier angesiedelt. Das Buch geht Nahe, ohne mich auf allen Ebenen zu erreichen. Und dies ist meiner Meinung nach dem übertriebenen metaphorischen Stil geschuldet. Bestimmt kein leichtes Buch, dennoch mutig und offen, in manchen Sichtweisen vielleicht sogar egoistisch. Doch das ist ein Recht, das man dem verstorbenen Autor zugestehen muss.
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Eine schonungslos wahre Geschichte, die einem die Augen öffnen soll, zum umdenken...
Als ich das Buch gesehen habe und durch den Klappentext erfuhr, das es sich um eine wahre Geschichte handelt und um eine knallharte neurologische Erkrankung, die keinen Halt macht und einfach ohne Stop Non …
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Eine schonungslos wahre Geschichte, die einem die Augen öffnen soll, zum umdenken...
Als ich das Buch gesehen habe und durch den Klappentext erfuhr, das es sich um eine wahre Geschichte handelt und um eine knallharte neurologische Erkrankung, die keinen Halt macht und einfach ohne Stop Non Stop gerade ausfährt, da war es für mich ein Muss dieses Buch zu lesen.
Dass es sich hierbei um ein trauriges Buch handeln wird, ahnt sicherlich jeder und das sollte sich auch jeder, der dieses Buch zur Hand nimmt wissen.
Eine Geschichte, die sich jeden Tag auf der Welt wiederholt.
Der ein oder andere erfährt nach etlichen Unersuchungen, die im Vorfeld durch Unwissenheit mancher Ärzte einer Odysee gleicht, das er an einer unheilbaren neurologischen Erkrankung leidet.
Es kann jeden von uns treffen, das er mit dieser Erkrankung konfrontiert wird und dann steht die Welt in diesem Moment nicht nur still, sie dreht sich auf einmal noch viel, viel schneller.
Man erkennt, wie wertvoll die Zeit ist, besonders die Zeit, die man mit lieben und wertvollen Menschen verbringt.
Man erkennt, wie oberflächig doch viele Menschen doch sind und man fragt sich, warum einem das vorher noch nie so aufgefallen ist.
Aber man erkennt auch das ein oder andere und stellt sich auch diese Frage, warum man sich um Gottes willen so lange mit so unnötigen Zeug beschäftigt hat und diese vergeudet hat, ohne sie doch sinnvoller zu nutzen.
Man fragt sich, warum machen sich so viele Menschen nur gegenseitig das Leben so unnötig schwer mit sinnlosen Zank und Streit.
Und das sind wir wieder bei der Zeit, die für jeden von uns so wertvoll ist
Joe Hammond nimmt den Leser mit, auf seine ehrliche und schonungslose Art.. Er lässt diesen sehr nahe dran teilhaben, wie es sich fühlt, wenn man nach monatelanger Ratlosigkeit und merkwürdigen Ausfällen am eigenen Körper eine Diagnose erhält, die nicht nur sein Leben verändert, sondern auch das seiner Mitmenschen.
Der Schreibstil ist flüssig geschrieben und der Leser erkennt schnell, dass der Autor im Vorfeld als Autor tätig war.
Der Autor lässt den Leser sehr nahe an sich heran und gibt einen schonungslosen Einblick in sein Leben und in seine Gefühlswelt. Er ist schonungslos offen und dennoch kommen an manchen Stellen auch seine ironischen Züge zum Vorschein.
Ein sehr trauriges Buch, aber so ist eben das Leben. Es ist einfach real und unter uns. Wie würden wir uns alle fühlen, wenn wir von Tag zu Tag immer mehr, die Fähigkeit und die Kontrolle über unseren Körper verlieren? Dinge, die für uns jahrelang selbstverständlich waren, verschwinden jeden Tag immer mehr und mehr?
Gehen, Stehen, Essen, Trinken, Atmen……..
Darüber machen sich viele gar keine Gedanken bis man dann auf einmal mit so einer fürchterlichen Erkrankung konfrontiert wird.
Ich kenne es nur zu gut, denn eine gute Freundin leidet an einer anderen vererblichen neurologischen Erkrankung namens Chorea Huntington und das was sie früher einmal konnte kann sie nicht mehr. Wie gerne würde ich mich mit ihr noch einmal unterhalten um zu wissen, was sie fühlt und was sie denkt…..
Dieses Buch regt zum Nachdenken an und ich finde es ganz großartig und bewundernswert, wie ehrlich der Autor einen schonungslosen Einblick in seine Welt und in sein Leben gibt. Für mich waren es Gänsehautmomente, denn ich weiß, wohin diese Reise geht.
Was ich mir allerdings gewünscht hätte, wäre, dass man mehr zu der Erkrankung erzählt und beschrieben hätte. Vielleicht in einem Anhang um was es sich bei der Erkrankung handelt, welche Symptome diese begleiten, wie die Behandlungsmöglichkeiten sind und wie hoch die Lebenserwartung beträgt.
Ich vergebe 5 Sterne für dieses schonungslos ehrliche Buch
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Lachen und Weinen
Joe Hammond starb im November 2019. Er starb 2 Jahre lang, langsam an der Motoneuron-Krankheit. Und er hat ein Buch darüber geschrieben. Über seinen langsamen Verfall und darüber, wie die Krankheit seine Sichtweise auf das Leben verändert hat. Darüber, …
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Lachen und Weinen
Joe Hammond starb im November 2019. Er starb 2 Jahre lang, langsam an der Motoneuron-Krankheit. Und er hat ein Buch darüber geschrieben. Über seinen langsamen Verfall und darüber, wie die Krankheit seine Sichtweise auf das Leben verändert hat. Darüber, wie er seine beiden Söhnen 33 Geburtstagskarten schrieb, eine für jeden Geburtstag bis sie 21 Jahre alt werden. Mit diesem Buch können die beiden später einen Teil der Welt ihres Vater kennen lernen.
Den Anfang fand ich sehr gut zu lesen, dann erfolgen recht viele Zeitsprünge in Joes Leben vor seiner Krankheit und Metaphern, die es mir manchmal schwer gemacht haben zu folgen. Dennoch hat mich dieses Buch beeindruckt. Ich schreibe diese Rezension, während meine Töchter wenige Meter von mir entfernt friedlich schlafen und ich hoffe sehr, dass ich weiter das Glück haben werde, sie aufwachsen zu sehen. Diese Geschichte zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, das hier und jetzt zu leben und zu lieben. Ein lebendiges, humorvolles und poetisches Buch über das Leben und den Tod.
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Ich verneige mich!
Diagnose: Motoneuronen-Krankheit. Wie seltsam es sich doch anfühlt, ein Buch mit den Erfahrungen eines Lebens zu lesen - von einem Autor, der weiß, dass er in absehbarer Zeit sterben wird. Eigentlich bin ich gefordert, mir selbst zu sagen 'ja, auch du wirst …
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Ich verneige mich!
Diagnose: Motoneuronen-Krankheit. Wie seltsam es sich doch anfühlt, ein Buch mit den Erfahrungen eines Lebens zu lesen - von einem Autor, der weiß, dass er in absehbarer Zeit sterben wird. Eigentlich bin ich gefordert, mir selbst zu sagen 'ja, auch du wirst sternben'... ich erwische mich aber bei dem verharmlsenden Gedanken 'ist ja nur ein Buch'. Es ist, als wenn dieser Gedanke mir selbst helfen würde, diese unumstößliche Tatsache, diese einzige Gewissheit, die es in meinem Leben gibt, aus eben diesem auszublenden - dass nämlich auch mein Leben irgendwann enden wird. Und der Autor lässt mich teilhaben. Mit Trauer, einem Schuss Humor und einer ungeheuren Beobachtungsgabe: Wie die kleinen Dinge des Lebens mit einem mal wichtig, bzw. zu einer großen Herausforderung werden: "Oder ich sitze augf der Bettkante, nackt von der Taille abwärts, meine Hose und Unterwäsche um die Knöchel. Bis dahin habe ich es geschafft, aber mir fehlt die Kraft beides hochzuziehen. Gill läuft hektisch hin und her, und ich warte einfach. Es fällt mir leichter, als ich gedacht hätte, das Warten. Was soll ich sonst machen? In solchen Momenten wirkt der Raum still, und alles ist ruhig. Ich habe mein ganzes Leben darauf gewartet, so einen Frieden zu erkennen. Zu erkennen, dass ich nicht mehr bin als dieser Klörper."
Was machen die zunehmenden, krankheitsbedingten Einschränkungen, was machen diese unübersehbaren Anzeichen des näherrückenden Todes mit dem Konzept "Familie"? So schreibt Joe Hammond "Hinter jeder gewaschenen und adrett gekleideten körperbehinderten Person verbirgt sich das erhebliche und ungewürdigte Engagement eines anderen Menschen." Hammond beschreibt seine Trauer: "Dass wir gemeinsam weinen gehen könnten, vielleicht zu verschiedenen Orten auf der Welt, so wie wir gemeinsam spazieren gehen. Wir könnten endlich gemeinsam nach Japan weinen gehen oder uns zu den äußeren Hebriden schluchzen..." Der große Wunsch, als Partner und Vater für seine Familie da zu sein, selbst aber versorgt werden zu müssen; nicht mehr mit seinen Kindern ins Schwimmbad gehen zu können... Und wie der Autor auf Distanz geht zu dem war er erlebt: "Manchmal frage ich mich, ob ich vielleicht gar nicht mein eigenes Sterben erlebe, sondern irgendeine Form von medizinischer Prozedur."
Keine leichte Kost! Aber unbedingt lesenswert!!!
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Joe Hammond berichtet in diesem außergewöhnlich offenen und persönlichen Buch von seiner Erkrankung der Motoneuron-Krankheit. Diese Erkrankung des motorischen Nervensystems führt dazu, dass er zunächst immer wieder mal hinfällt, steigert sich aber schnell und …
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Joe Hammond berichtet in diesem außergewöhnlich offenen und persönlichen Buch von seiner Erkrankung der Motoneuron-Krankheit. Diese Erkrankung des motorischen Nervensystems führt dazu, dass er zunächst immer wieder mal hinfällt, steigert sich aber schnell und führt unweigerlich zum Tod.
Vorweg: Ich hatte andere Erwartungen an das Buch und die Rezension fällt mir schwer, da ich einerseits den Mut bewundere so offen über diese tödliche Krankheit zu schreiben, andererseits war mir der Stil oft viel zu reich an Metaphern und ich musste mich zum Weiterlesen stellenweise wirklich zwingen. Mein Problem waren in erster Linie die ganzen Rückblicke in die Kindheit und Jugend, die alles andere als rosig war und im Gegensatz zur Erkrankung das Buch dominierte. Im Nachhinein erklärt sich, warum auf die Vergangenheit so eingegangen wird, aber während des Lesens war es einfach nicht so richtig überzeugend. Zudem fand ich die Sprünge von einem Thema zum anderen manchmal einfach nicht nachvollziehbar.
Los ging es schon traurig, aber irgendwie auch humorvoll mit den ersten Symptomen der Krankheit. Dieser Galgenhumor hatte mich wirklich überzeugt und ich hatte mehr davon erwartet, leider kam diese Art immer wieder nur zwischendurch kurz zum Vorschein. Dass es sehr schwermütig werden würde und man Mitleid empfinden würde, war zu erwarten, aber die biografischen Rückblicke und ausschweifende Einblicke in die Gefühlswelt haben mich einfach wenig gefesselt – dabei sind diese Hauptthema des Buches. Ich kann verstehen, dass es dem Autor auch emotional schlecht ging (es wäre wohl alles andere als „normal“, wäre das nicht der Fall), aber mir war streckenweise zu depressiv. Das mag auch meine „Schuld“ sein, da ich mit der ausweglosen Situation in der die Familie völlig unverschuldet geraten ist, schon beim Lesen meine Schwierigkeiten hatte. Der Mut zur Autobiografie ist bewundernswert und ich hoffe einfach, dass die beiden Jungs mit dem Buch ihres mittlerweile verstorbenen Vaters mehr anfangen können als ich.
Zurückbleibt nach dieser Autobiografie eine tiefe Dankbarkeit gesund zu sein.
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Berührende Geschichte
Joe Hammond hat vor seinem Tod mit dem Buch “Eine kurze Geschichte vom Fallen-Was ich beim Sterben über das Leben lernte” ein Buch über seinen eigenen Abschied vom Leben geschrieben.
Er hatte gerade eine Familie gegründet und ist mit Frau und 2 …
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Berührende Geschichte
Joe Hammond hat vor seinem Tod mit dem Buch “Eine kurze Geschichte vom Fallen-Was ich beim Sterben über das Leben lernte” ein Buch über seinen eigenen Abschied vom Leben geschrieben.
Er hatte gerade eine Familie gegründet und ist mit Frau und 2 kleinen Kindern nach Portugal ausgewandert, als er Probleme im Alltag bekam, erst mit dem Fuß, dem Laufen, bis hin zum Umfallen. Über die eigentlich Findung der Diagnose, wahrscheinlich viele Arztbesuche später, schreibt er hier nicht allzu viel. Es ist eine schreckliche Diagnose, die Motoneuron Krankheit.
Er beschreibt seinen Alltag, der ihm nach und nach entgleitet, er beschreibt das erleben und die tiefe Liebe zu seinen Kindern. Seine Frau ist ihm in dieser ganzen Zeit eine große Hilfe und Stütze. Sehr berührend finde ich auch seine Idee, seinen Kindern für die zukünftigen Jahre persönliche und noch selbst geschriebene Geburtstagskarten zu hinterlassen. Diesen Teil des Buches um sein erleben und verarbeiten finde ich sehr berührend und auch gut, manchmal sogar humorvoll geschrieben.
Viel geht er aber auch auf seine Vergangenheit, mit seinen Eltern, seine Jugend, psychische Probleme dabei, ein. Diese Kapitel waren für mich eher unsortiert, verwirrend und nicht immer leicht verständlich.
Auch die kleinen Momente und das kleine Glück im Leben jeden Tag zu genießen ist die große Aussage dieses Buches.
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Zum Inhalt: Joe Hammond leidet an der Motoneuron-Krankheit. Diese ist unheilbar und führt zum Tod. Es handelt sich um eine Erkrankung des motorischen Nervensystems. Er weiß, dass er nicht mehr viel Zeit hat. Die Krankheit bewirkt, dass er die Kontrolle über seinen Körper …
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Zum Inhalt: Joe Hammond leidet an der Motoneuron-Krankheit. Diese ist unheilbar und führt zum Tod. Es handelt sich um eine Erkrankung des motorischen Nervensystems. Er weiß, dass er nicht mehr viel Zeit hat. Die Krankheit bewirkt, dass er die Kontrolle über seinen Körper verliert und über sein Leben. Und seine Liebsten werden Ihn verlieren. Joe Hammond nimmt uns mit auf seine letzte Reise, die aus taumeln, hinfallen und auseìnanderfallen besteht. Er beschreibt mit mit dem Ihm eigenen Humor, wie es ist, seine eigene Vergänglichkeit zu spüren und das Leben zu lieben wie niemals zuvor.
Meine Meinung: Anfangs hatte ich Angst dieses Buch zu lesen. Es ist ja klar, dass man sich mit seiner eigenen Vergänglichkeit auseinandersetzen muss, wenn man in diese Geschichte eintaucht. Aber ich habe Hochachtung vor dem Autor, dass er uns an seinem Leben und Leiden teilhaben lässt. Es ist vielleicht die richtige Art und Weise Abschied zu nehmen. Ich danke für diese Emotionalen Lesestunden und bin in Gedanken bei dem Autor und der Familie.
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