Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Tigermaus
Wohnort: Burghausen
Über mich:
Danksagungen: 1 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 128 Bewertungen
Bewertung vom 31.10.2021
Mach mir'n Kind
Opalka, Melanie Amélie

Mach mir'n Kind


ausgezeichnet

NIcht schon wieder ein Buch über Schwangerschaft werden sich viele denken.

Doch dieses Buch sticht aus den anderen Büchern heraus. Die Autorin lässt den werdenden Vater zu Wort kommen. Der 1. Teil des Buches konzentriert sich ganz darauf, dass es bei diesem Paar nicht gleich mit der Schwangerschaft klappt und der steinige bzw. oft frustierende Weg dahin. Der 2. Teil widmet sich dann ganz der Schwangerschaft.

Die Autorin trifft in jeder Situation den richtigen Ton. Dadurch das so offen die Sorgen und Nöte angesprochen werden, kann man sich sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen. Jeder der schon mal in solch einer Situation war, kann das sicherlich gut nachvollziehen. Aber auch diejenigen, bei denen die Schwangerschaft ohne Probleme läuft ist dieses Buch auch gut, um zu zeigen, wie gut man es hat, wenn es sofort funktioniert und alles glatt läuft.

Ein sehr gutes Buch, das ich wärmenstens empfehlen kann

Bewertung vom 17.10.2021
Der perfekte Kreis
Myers, Benjamin

Der perfekte Kreis


ausgezeichnet

Da ich schon das erste Buch " Offene See" von Benjamin Myers gelesen hatte und ich dieses sehr toll fand, musste ich auch das zweite Buch von ihm unbedingt lesen.
Schon das Cover ist eine Kunst für sich. Hellblau mit einem goldenen (dem perfekten Kreis) Kreis und sonst nichts außer dem Titel und dem Autor auf dem Cover.
Die zwei Freunde Redbone und Calvert, die sich zufällig kennen gelernt haben, wollen den perfekten Kornkreis schaffen. Sie ziehen von Feld zu Feld und suchen eine Möglichkeit frei von allen Zwängen und Obrigkeiten zu sein. Auch sind sie der Natur sehr verbunden und wollen diese erhalten wissen. Wenn sie den perfekten Kreis schaffen, dann können sie ihre Welt verändern...
Wieder bedient sich der Autor einer philosophischen Schreibweise, die den Leser aber nicht anstrengt, sondern von Seite zu Seite weiterträgt.
Redbone und Calvert sind zwei unterschiedliche Typen, aber gerade das trägt den Roman. Auch, dass sie beide negative Erfahrungen gemacht haben schweißt sie zusammen.
Durch die eindringlichen Landschaftsbeschreibungen merkt man, wie wichtig dem Autor die Umwelt ist und fängt auch selbst über das eigene Verhalten mit dem Umgang der Natur zu reflektieren.


Dieses Buch ist ein ruhigeres, aber nichts desto trotz ein ebenso gut geratenes wie der Erstling.

Bewertung vom 17.10.2021
Reise durch ein fremdes Land
Park, David

Reise durch ein fremdes Land


ausgezeichnet

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, da mich das Cover sehr angesprochen hatte und es perfekt gerade für den Herbst/Winter ist.
Der Fotograf Tom macht sich kurz vor Weihnachten auf den Weg, um seinen kranken Sohn Luke abzuholen. Tom fährt durch eine tief verschneite Landschaft und findet auf dieser Reise Zeit sich Gedanken über das Leben als Ehemann und Vater. Dabei stellt er fest, dass ihm beides nicht gut gelungen ist.
David Park schreibt aus der Sicht des Fotografs. Diese Schreibweise ist zu Beginn etwas ungewöhnlich. Dadurch schärft sich aber der Blick auf das Wesentliche und man lernt die Welt mit anderen Augen zu sehen. So entfaltet sich für den Leser Stück für die Stück die ganze Dramatik dieser Familie und auch die Einsamkeit des Protagonisten.
Zum Schluss merkt Tom, dass doch nicht alles so schlecht gelungen ist, wie er gedacht hat und findet dadurch seinen Frieden.
Fazit: Der Roman hat mich auf eine Lebensreise mit genommen und sehr bewegt. Diese 188 Seiten sind ein kleines Juwel. Besonders berührend fand ich die passenden Fotos von Sonya Whitefield und auch die Playlist, die Tom auf seiner Reise begleitet.

Bewertung vom 17.10.2021
Der Aufbruch / Keeper of the Lost Cities Bd.1
Messenger, Shannon

Der Aufbruch / Keeper of the Lost Cities Bd.1


ausgezeichnet

Keeper of the lost cities- Der Aufbruch ist der fulminante Auftakt einer neuen Jugendbuchreihe.
Sophie ist 12 Jahre alt und hütet ein großes Geheimnis. Sie kann Gedanken lesen. Immer fühlte sie sich als Außenseiterin. Eines Tages trifft sie Fitz, dieser teilt ihr mit, dass sie mit ihren Fähigkeiten nicht alleine ist und dem Volk der Elfen angehört. Sogleich beginnt für Sophie ein neues Leben. Doch immer wieder wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt.
Schon von der ersten Seite an, war ich von der Geschichte gepackt. Das Buch sprüht nur so von grandiosen Ideen und ich konnte perfekt in diese neue Welt eintauchen. Nach und nach lernte ich die Akteure besser kennen und konnte mir durch die exacten Beschreibungen ein individuelles Bild von jedem einzelen und auch der Welt machen.
Die Hauptdarsteller wuchsen mir mit jeder Seite mehr ans Herz und ich zitterte richtig mit, was sie jetzt wieder erwarten würde. Dadurch dass es zwei Hauptpersonen sind, einmal Sophie und einmal Fitz ist dieses Buch sowohl für Jungen als auch für Mädchen spannend und alle können sich gut in die Hauptpersonen einfinden.
Normalerweise finde ich solche langen Buchreihen nicht sonderlich interessant, da man irgendwie nie zum Ende kommt, aber dieses erste Buch hat mich schon so gefesselt, dass ich es nicht erwarten kann, bis ich die nächsten sieben Bände lesen kann. Auf jeden Fall ein tolle Neuentdeckung in der Fantasy Jugendliteratur.

Bewertung vom 17.10.2021
Flucht nach Patagonien
Revedin, Jana

Flucht nach Patagonien


sehr gut

Ich kannte die Autorin nicht und auch die Hauptakteure in diesem Roman sagten mir nichts. Als ich das Buch aufschlug sah ich dort ein Foto von Eugenia Errazuriz und am Ende fand ich ein Schwarzweiß Foto von Jean-Michel Frank. So konnte ich mich ganz auf die Geschichte einlassen und hatte doch gleich ein Bild von den beiden vor Augen.
Eugenia Errazuriz flieht mit Jean-Michel Frank (ein Jude, homosexuell, Sozialdemokrat) vor Hitler nach Patagonien. Lange Wochen sind sie unterwegs, doch auch in Patagonien können sie Hitler nicht entkommen. Schließlich kommt es zur Tragödie.
Auch der Epilog gibt noch einmal die ganze Tragik und auch die weiteren Geschehnisse wieder, die darauf hin passiert sind.
Die Autorin hat wirklich akribisch recherchiert und somit ein großartiges Buch geschaffen, dass mir Eugenia Errzuriz und Jean-Michel Frank näher gebracht hat. Auch die Problematik und die Schwierigkeiten, mit denen man im 3. Reich zu kämpfen hatte hat die Autorin sehr gut intergiert und zum Leben erweckt.

Bewertung vom 17.10.2021
Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García
Rinke, Moritz

Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García


ausgezeichnet

Bis jetzt habe ich noch kein Buch des Autors gelesen, aber nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen.
Pedro, ein Postbote auf Lanzerote hat inzwischen aufgrund der Digitalisierung sehr wenig zu tun. Zu allem Überfluss verlässt ihn seine Freundin Carlota und nimmt auch den gemeinsamen Sohn Miguel mit. Während er alleine wohnt, trifft er wieder auf seinen Freund Tenaro, der arbeitslos ist und auf Amado einem Flüchtling. Alle drei schmieden einen Plan..
Der Autor erzählt in wunderschönen Worten von Lanzerote, auch von der Geschichte der Insel erfährt man sehr viel. Die ganze Geschichte ist sehr ruhig und ausführlich geschrieben. Man kann tief in die Seele von Pedro, Amado, Tenaro und den anderen blicken. Das Buch wird mit Fotos bzw. Landkarten zwischendrinnen immer wieder aufgelockert.
Zu Beginn fand ich das Buch perfekt zum Entschleunigen, aber mit der Zeit fand ich es dann trotzdem sehr langatmig und ich wollte endlich, dass einmal etwas passiert. Beinahe hätte ich es nach der Hälfte weggelegt, da es mich nicht mehr so gepackt hat. Schließlich habe ich mich doch noch aufgerafft und bin dafür belohnt worden. Der Schluss hat mich für das Durchhalten belohnt und ich war mit dem Buch wieder versöhnt.
Fazit: Wer etwas über die schöne Landschaft Lanzerotes erfahren möchte und auch noch eine wundervolle Geschichte erleben will ist hier mit diesem Buch richtig.

Bewertung vom 03.10.2021
Nichts als Gutes
Slupetzky, Stefan

Nichts als Gutes


ausgezeichnet

Ich kannte schon Romane von Stefan Slupetzky, aber auf dieses Buch war ich besonders gespannt. Was für eine geniale Idee erfundene Grabreden zu schreiben.
Der Autor schreibt 16 Grabreden und eine Grabrede, zusammengstellt aus aller Welt. Davor gibt es immer ein Vorwort, damit man sich besser in die Situation hineinversetzen kann. Dabei geht es um die verschiedensten Charaktereigenschaften von Menschen und ein jeder von uns kennt einen solchen Menschen oder hat auch diese Eigenschaft. Einige Grabreden haben mich schmunzeln lassen, wieder andere haben mich sehr bewegt. Immer jedoch trifft der Autor den richtigen Ton. Da stellt sich mir die Frage, wer wird meine Grabrede halten und was wird der Redner über mich sagen. Auch dafür ist das Buch gut, sich einmal selbst zureflektieren und zu überlegen, was man vielleicht anders machen kann, damit man vielleicht gut weg kommt in seiner Grabrede.
Ein wirklich gelungenes Buch. Solche Bücher schreiben schaffen auch nur Stefan Slupetzky.

Bewertung vom 03.10.2021
Das Flüstern der Puppen (Thriller)
Schwarz, Gunnar

Das Flüstern der Puppen (Thriller)


ausgezeichnet

Ich kannte den Autor von einem anderen Krimi. Ich war schon sehr gespannt auf das neue Ermittlerteam, die von einem auf den anderen Tag zusammenarbeiten müssen. Ein Serienmörder treibt sein Unwesen und lässt am Tatort verunstaltete Puppen zurück. Freya und Henning geraten in einen schier unlösbaren Fall. Der Täter scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein. Gibt es einen Maulwurf in ihren eigenen Reihen? Beim Showdown geht es um Leben und Tod....
Die Story war unglaublich spannend. Auch die Fäden, die sich erst nach und nach entwirren haben ihren Teil dazu beigetragen. Schön fand ich es auch, dass die Ermittler sehr menschlich rübergekommen sind. Sie haben beide ihr Päckchen zu tragen, am Schluss können sie sich aber aufeinander verlassen. Ich freue mich schon sehr auf den 2. Teil dieses Ermittlerteams. Dieser Thriller zeigt sehr schön, was frühe traumatische Erlebnisse alles auslösen können. Viele Szenen sind schon sehr blutig und garantiert nichts für schwache Nervern, aber genau diese perfekte Mischung macht einen guten Thriller aus. Auch deutsche Autoren können tolle Thriller schreiben.

Bewertung vom 03.10.2021
Bleistiftherz
Hansson, Elin

Bleistiftherz


ausgezeichnet

Liv hat gerade ihre Oma verloren und jetzt ist nichts mehr wie es war. Doch dann trifft sie Frans und es verändert sich alles. Liv will skaten lernen und auch cooler werden, damit sie nicht mehr so altbacken und langweilig wird. Doch das macht alles nur noch komplizierter und Liv verliert sich fast selbst. Wie sie es schafft mehr an sich selbst zu glauben und auch mehr auf sich zu hören, das kann man hier in diesem wirklich sehr gelungenen Buch lesen.
Der Autorin gelingt wirklich ein kleines Wunder. Fast jedes Wort in diesem Buch trifft genau das, was man in diesem Augenblick auch denkt. Perfekte Umschreibungen für Gefühle lassen dieses Buch zu einem Juwel werden. Viele der Sätze werde ich mir ganz groß an meine Pinnwand heften.
Viele Themen werden in dem Buch behandelt, aber das wichtigste sind die Themen Selbstvertrauen, Trauer und Verliebtheit. Alles in allem ein perfekter Mix zum Mitfiebern.
Fazit: Dieses Buch ist wirklich ein Volltreffer. Ich kann es jedem empfehlen, der schon mal verliebt war oder auch nicht. Ich werde dieses großartige Buch auf jeden Fall meinen Nichten schenken.

Bewertung vom 03.10.2021
Waldeskälte (ungekürzt) (MP3-Download)
Krüger, Martin

Waldeskälte (ungekürzt) (MP3-Download)


ausgezeichnet

Ich kannte den Autor vorher nicht, doch der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht, so dass ich dieses Hörbuch unbedingt hören musste. Was soll ich sagen, das Hörbuch war ein Genuss. An Spannung kaum zu überbieten von Anfang an bis zum Showdown. Das lag auf jeden Fall auch an der Sprecherin, die das Hörbuch perfekt in Szene setzte. Auch toll, dass die Charaktere nicht in gut und böse eingeteilt waren, sondern in jedem-auch in uns- eine dunkle Seele lauert. Auch die Vermischung mit Mysteryelementen bzw. die Entführung der Mädchen ist durchaus gelungen und hat mich das ein oder andere Mal auf eine falsche Fährte gelockt. Lange Zeit war mir nicht klar, warum die Mädchen sterben mussten, erst später löste sich das auf.
Einige Stellen fand ich persönlich zu lange (zum Beispiel die Verfolgungsjagd des Bösewichtes), aber das ist mein einziger kleiner Kritikpunkt.
Fazit: Ich würde gerne noch einige Fälle mit dieser Ermittlerin hören oder lesen und hoffe auf eine Fortsetzung.