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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: MB
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Danksagungen: 5 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 124 Bewertungen
Bewertung vom 21.11.2021
Der Sucher
French, Tana

Der Sucher


ausgezeichnet

Literatur trifft Thriller!
'Der Sucher' ist mein Erstling von Tana French. Dachte immer, dass es sich bei dieser Autorin um gut verkäuliches Standardgeschreibsel handeln würde - und bin auf beeindruckende Weise vom Gegenteil überzeugt worden. Wenn der ehemalige Cop Cal Hooper aus Chicago sich in die irische Einsamkeit flüchtet, um die Trennung von seiner Frau zu verarbeiten und zu sich selbst zu finden, dann wäre die typische Lesererwartung, dass genau dieser Cop mitten in einen Kriminalfall hineintaumeln wird. Tausend Mal gehört, gesehen und gelesen. Langweilig! Nicht so bei Tana French, geht es ihr doch um weit mehr! Sie taucht ein in die Psyche der Menschen; und obwohl im gesamten Roman nicht wirklich viel passiert - ja, am Ende gibt es eine Leiche - schwebt von der ersten Seite an eine düstere Spannung über der Geschichte, stets illustriert durch stimmungsentsprechende Naturbeschreibungen... und überall tauchen die Raben auf und scheinen das Geschehen zu beobachten. Tana French lässt ihren Protagonisten mit dem Blick eines Ethnologen auf die Sozialstrukturen der dörflichen Gemeinschaft blicken, die ihre ganz eigenen Regeln hat, und beschreibt fast schon nüchtern welchen Preis der Wunsch nach Zugehörigkeit abfordern kann; und über bestimmte Dinge muss geschwiegen werden. Und auch wenn Cal Cooper den Cop an den Nagel gehängt hat - seine Sensoren schlagen aus...

Bewertung vom 14.11.2021
Morgen, Klufti, wird's was geben
Kobr, Michael;Klüpfel, Volker

Morgen, Klufti, wird's was geben


gut

Kurzeilig...
Ein nett-kurzweiliges, kleines Büchlein. Beste Vorbereitung auf das eigene Weihnachtsfest! Sich am erzählten vorweihnachtlichen Chaos - mit Höhepunkt am 24.12. - zu erfreuen, lässt das eigene bevorstehende Fest wohl eher harmlos und langweilig erscheinen. Dieses Mal gibt es bei Kommissar Kluftinger keinen Fall zu lösen; der 'Fall' seiner Frau - also der Sturz von der Leiter beim Baumschmücken - und ihr nachfolgender Aufenthalt im Krankenhaus löst 24 Katastrophen aus, weil Kluftinger nun viele Weihnachtsvorbereitungen selbst treffen muss, und gönnt uns Leser:innen 24 amüsante Kapitelchen. Man mag den Humor platt und auch daneben finden - oder auch als Lachmuskelstimulation bewerten. Das entscheidet schließlich jede/r selbst. Mich hat die Lektüre auf jeden Fall ziemlich entspannt - ich habe sie mir in einem Rutsch einverleibt und sehe dem eigenen anstehenden Fest sehr gelassen entgegen - weiß ich doch mit ziemlicher Sicherheit, dass keine Reisegruppe aus China vorbeikommen und meine aus diversen Weingummis, Gummibärchen und Lakritze zusammengestellte Weihnachtskrippe bewundern wird. Auf eine Lichterkette werde ich dieses Jahr aber unbedingt verzichten! Warum? Lest selbst ;-)

Bewertung vom 13.11.2021
SCHWEIG!
Merchant, Judith

SCHWEIG!


sehr gut

Vorweihnachtsthriller!
Der Tag vor dem Heiligen Abend. Esther will der allein lebenden Schwester noch schnell ein Geschenk vorbeibringen - aber eigentlich auch nach dem Rechten schauen, gab es doch Spannungen und Auseinandersetzungen in der Vergangenheit. Zwei Schwestern, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten. Die eine Papas Schöne, die andere Papas Schlaue. Die eine - Esther - mit Familie, die andere - Sue / 'Tante Schnecke' - getrennt und weltabgewandt und dem Konsumterror entsagend in einem goßen Waldhaus lebend. Jede der beiden hört in allen Äußerungen der anderen einen Vorwurf und die Infragestellung ihres jeweiligen Lebenskonzeptes heraus. Die Situation eskaliert, es bleibt nicht bei einem Kurzbesuch und der Scheefall macht eine schnelle Heimfahrt unmöglich. Fast schon ein Kammerspiel - zwei Schwestern, zwei innere Monologe hinter den Gesprächen der beiden - ein gut gemachter Perspektivwechsel. Dann aber - Überraschung! - taucht als dritte Perspektive Esthers Ehemann auf, der im Leben beider Frauen eine Rolle gespielt hat und spielt. Kurzweilig bis zum Schluss! Auch weil die Sympathiezuschreibungen sich im Verlauf immer mal wieder verändern. Und eines sei doch noch verraten: Ein überraschender Schluss erwartet die Lesenden. Thriller mit Tiefgang und analytischem Blick auf die Dynamik von Beziehungen. Beste Vorweihnachtsunterhaltung!

Bewertung vom 13.11.2021
Wenn ich wiederkomme
Balzano, Marco

Wenn ich wiederkomme


gut

Fast schon ein Essay!
Marco Balzano konfrontiert uns in seinem neuen Roman mit einem Teil der Wirklichkeit, den wir sehr gerne ausblenden: In den wirtschaftlich erfolgreichen, westlichen Industriestaaten schaffen Familien, in denen beide Partner für den Erfolg arbeiten, es nicht mehr, die Betreuung ihrer eigenen Kinder und die Versorgung der pflegebedürftig gewordenen Eltern zu übernehmen. Hierfür greifen wir - fast schon in einer Form modernen Sklaventums - auf Arbeitsmigrantinnen aus dem östlichen Europa und auch aus anderen Kontinenten zurück. Diese Geschichte erzählt Marco Balzano am Beispiel der zweifachen rumänischem Mutter Daniele, die in einer Nacht- und Nebelaktion ihre Heimat verlässt, um sich in Italien als Kindermädchen und Altenpflegerin zu verdingen und der zurückgelassenen Familie die so wichtige finanzielle Unterstützung zu geben. Als dann ihr Sohn Manuel nach einem Mopedunfall (Suizidversuch?) ins Koma fällt, verschärft sich für Daniela der Konflikt, weil sie weiß, dass sie auf den Vater der Kinder nicht zählen kann. Die Stärke des Romans ist, dass er ganz nahe an der Alltagswirklichkeit der Arbeitsemigrantinnen inszeniert ist und auf 'Psychologisierungen' weitgehend verzichtet. Eher eine etwas nüchterne, als eine stark emotional aufgeladene Geschichte - fast schon ein Essay. Leseempfehlung!

Bewertung vom 09.11.2021
Die andere Tochter
Golch, Dinah Marte

Die andere Tochter


sehr gut

Spannende Unterhaltung
"Die andere Tochter" von Dinah Marte Golch entpuppt sich Seite für Seite immer mehr als ein subtiler Psychothriller. Und das Lesenswerte an dem Roman ist vor allem die gut konstruierte Geschichte und die fundierte Recherche - mit fachmännischer Unterstützung, wie man im Anhang nachlesen kann. Und jetzt kommt das große Dilemma - wie gern würde ich die spannende Handlung einfach so erzählen... aber viel mehr als das, was der Klappentext bereits wiedergibt, darf ich eigentlich nicht verraten, ohne ganz gemein zu spoilern! Da ist viel reingepackt, in die Geschichte. Da ist Raubkunst aus der Nazizeit, da sind Familiengeheimnisse, da sind traumatische und abgespaltene Kindheitserlebnisse der Protagonistin Antonia (ihres Zeichens 'Wohnungsentrümplerin' - und schon dadurch mit einer gewissen Nähe zu Verstorbenen). Und wie es der Autorin gelingt, das zunächst Verborgene aufzuklären, die in die Gegenwart hinein sich auswirkende Vergangenheit zu enträtseln und am Ende einen - wenn auch schmerzvollen - Neubeginn zu inszenieren, das zeugt schon von anerkennenswerter Handwerkskunst. Der Roman hat sicher nicht den Anspruch große Literatur zu sein, aber ins Filmische umgesetzt wäre es sicher beste Fernsehunterhaltung. Und wer einen leichten Hang zu grenzwertigen psychischen Phänomenen hat - nämlich dass dem transplantierten Organ auch ein Stück des Wesens des Spenders auf den Empfänger übergeht - dem sei "Die andere Tochter" besonders empfohlen. Oh - jetzt doch noch gespoilert...

Bewertung vom 05.11.2021
Die Hebamme
Hoem, Edvard

Die Hebamme


sehr gut

Geschichte, die bewegt!
Mit seinem stellenweise biographischen Roman 'Die Hebamme' ist dem Norweger Edvard Hoem eine bewegende Geschichte gelungen. Marta Kristine Andersdatter Nesje verwirklicht sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts unter schwierigen Umständen einen frühen Wunsch - Hebamme zu werden. Und am Ende ihres langen und harten Lebens für andere Menschen, zu einem Zeitpunkt, als ihre Lebensenergie dahinzuschwinden droht, lässt der Autor sie sagen: "Ich hatte immer zuviel zu tun, dachte sie, und ich hatte zu viele Kinder, ich konnte sie nicht alle auf den Schoß nehmen. Es gab so viel anderes, was ich erledigen musste. Es ist, als sei mein Leben wie ein kurzer Sommertag gewesen. Sie sind zum Spielen aus dem Haus gesprungen, und ich habe ihnen hinterhergerufen, aber dann war ich zu beschäftigt und besann mich erst wieder als es Abend wurde." Mit ihrer Jugendliebe Hans bekommt Marta Kristine viele Kinder; doch muss sie sich nicht nur um die Geburten anderer Frauen und die Versorgung ihrer eigenen Kinder kümmern, sondern auch um ihren Mann, der wegen eines Kriegstraumas depressiv wird und schließlich am Leben zerbricht. Marte Kristine muss nahezu über ihr gesamtes Leben hinweg um die Anerkennung ihrer Tätigkeit als Hebamme kämpfen. Diese faktenbasierte Lebensgeschichte ist an Authentizität kaum zu überbieten. Eine poetische Tragödie, die mich als Leser hat demütig werden lassen. Eine Geschichte, die mir mit ungeheurer Eindringlichkeit vor Augen gehalten hat, dass längst nicht immer selbstverständlich war, was wir heute für selbstverständlich halten. 'Hut ab' vor diesem Autor und dieser Geschichte, die mich Dankbarkeit gelehrt hat. Unbedingte Leseempfehlung!

Bewertung vom 31.10.2021
Reise durch ein fremdes Land
Park, David

Reise durch ein fremdes Land


sehr gut

Poesie des Schmerzes...
Was zunächst einzig wie eine Abholaktion scheint, um den jüngeren Sohn Luke - der leicht erkrankt in der Stadt wohnt, wo er studiert - zu Weihnachten gut versortgt zu Hause zu wissen, entpuppt sich als eine Reise in die Vergangenheit, bei der es um weit Größeres geht, nämlich um die Verarbeitung des Todes des älteren Sohnes Daniel. Der Vater und Fotograf Tom hat sich mit seinem Auto bei Schneefall auf eine Reise begeben, die sich sehr bald als eine Reise in die Vergangenheit und auch hinein in den Schmerz entpuppt. Es wird von Seite zu Seite deutlicher, dass die Rückholung des jüngeren Sohnes Luke über Weihnachten der verzweifelte Kompensationsversuch dafür ist, dass der ältere Sohn Daniel verloren gegangen ist. Und unterwegs rettet Tom selbst eine Lehrerin, die durch die Schneeglätte von der Straße angekommen ist - die Rettung einer Fremden ist gelungen, die Rettung des eigenen Sohnes aber gescheitert. Und als am Ende Toms Navi sagt "Sie haben ihr Ziel erreicht", ist es Tom mit einem letzten kleinen Umweg hin zu einer übergroßen Engelsstatue gelungen, seinen Toten Sohn Daniel zu verabschieden, indem er die letzten, nie gezeigten Fotos von seinem Sohn auf seiner Kamera löscht: "Die Leute verstehen nicht, was ein Foto ist. Sie glauben, es würde den Augenblick einfrieren, dabei befreit es ihn aus der Zeit. Was die Kamera erfasst hat, tritt für immer heraus aus dem unaufhaltsamen Lauf der Zeit." Eine Reise zur persönlichen Schuld, eine Reise, um am Ende doch noch die Versöhnung zu finden. Welch intensive, vorweihnachtliche Lektüre.

Bewertung vom 23.10.2021
Der Kolibri - Premio Strega 2020
Veronesi, Sandro

Der Kolibri - Premio Strega 2020


sehr gut

Die Tragik des Lebens...
Der Kolibri - steht flatternd in der Luft, kann vorwärts und auch rückwärts fliegen, wie man so sagt. Klein ist er, mit starkem Willen ausgestattet, den Nektar des Lebens auszusaugen. Sandro Veronesi lässt seinen Protagonisten, den Augenarzt Marco Carrera, zurückschauen auf das Vergangene und hineinschauen in das Zukünftige. Puzzlestücke eines Lebens - zwischen den Jahren 1960 und 2030. Das Innehalten des Kolibris (so auch der Spitz-/Kosename von Marco) in der Luft scheint nur wie Bewegungslosigkeit, denn das Leben geht nie an einem vorbei sondern betrifft uns stets in all seiner Fülle. So ereignen sich im Leben des Protagonisten die halbwegs normalen und erwartbaren Tode - die der Eltern -, Tode, die nicht sein sollten, weil sie sich vor der vorgesehenen Zeit ereignen - der Suizid der Schwester, der Unfalltod der Tochter; eine Trennung, eine 50 Jahre überdauernde, unerfüllte Liebe, Glück und Unglück... und auch Psychoanalytiker durchziehen wie ein (roter) Faden die Geschichte von Marco Carreras Leben. Zuweilen wünscht man sich als Leser im Verlauf des Romans eine zeitlich stringentere Abfolge der Ereignisse, doch wird die Geduld am Ende mit einer trotz großer Traurigkeit fantsastischen Schlussszene belohnt. Große Leistung, wie der Autor in der Mitte der Geschichte über sieben Seiten hinweg, quasi in einem nicht enden wollenden, einzigen Satz berichtet, wie Marco vom Tod seiner Schwester erfährt. Die Haltung seiner Hauptperson zum Leben beschreibt Sandro Veronesi wie folgt: "Im übrigen war er nicht auf der Suche nach dem Coup, der sein Leben auf Vordermann brachte. Er war auf der Suche nach dem Grund, um sein Leben fortzuführen." Eine ganz besondere Lektüre - für all diejenigen, die um Glück, Tragik und Hoffnung im Leben wissen!

Bewertung vom 21.10.2021
Tote schweigen nie / Raven & Flyte ermitteln Bd.1
Turner, A. K.

Tote schweigen nie / Raven & Flyte ermitteln Bd.1


gut

Na ja...
Zweifelsohne hat 'Tote schweigen nie' von A.K. Turner gute Ansätze und auch eine stimmige Erzählstruktur. Das Personal hat echt Potenzial und es gibt sogar anrührige Szenen - hätte ein Mann (Achtung: Vorurteil!) diesen Forensik-Thriller geschrieben, wäre einiges sicher anders gewesen... wobei es ja nicht ein Blutgericht & Gewaltporno hätte werden müssen, wie wir das von Herrn Fitzek kennen. Zwar spielt Forensik eine große Rolle und die Leser:innenschaft erfährt sicher einiges, was noch nicht bekannt war, aber ein Thriller ist das Buch nicht. Allerdings auch kein langer, ruhiger Fluss... die Ereignisse haben mich nicht so arg mitgerissen. Gleichwohl - und jetzt kommt das Lob - finde ich den Ansatz gut: Die Protagonistin Cassie Raven, die als Assistentin in der Gerichtsmedizin arbeitet, kann die Toten sprechen hören, bekommt Hinweise auf die Täter und die Tatumstände - und das ist eine interessante Gestaltungsidee, bestätigt sie doch (Achtung: Vorurteil!) die bei Frauen wesentlich ausgeprägtere Kommunikationsfähigkeit. Dazu noch ein wenig persönliche Geschichte und Familieneinblicke, eine unterkühlte Ermittlerin, zu der für Cassie erst am Ende eine Zuneigung möglich wird und die eine oder andere nicht erwartete Wendung... Eigentlich alles drin in diesem Cocktail und doch irgendwie so 'na ja...'

Bewertung vom 16.10.2021
Generation Z
Vapaux, Valentina

Generation Z


sehr gut

Ein offenes Bekenntnis...

Viel steckt drin, in diesen 190 Seiten von Valentina Vapaux, die eigentlich ganz anders heißt. Und das bringt es schon auf den Punkt: Die Frage nach der Orientierung und der IDENTITÄT. Hat Richard David Precht noch gefragt 'Wer bin ich und wenn ja wie viele?' müsste Valentina fragen 'Wer will ich sein - es gibt so viele (Möglichkeiten)'. Und der Untertitel des Buches 'Generation Z' beschreibt sehr gut, was zwischen den Buchdeckeln in einer Mischung aus Poesie, Essay, Tagebuch und erlesener Theorie zu finden ist: Zwischen Selbstverwirklichung, Insta-Einsamkeit und der Hoffnung auf eine bessere Welt. Der Generationenbegriff ist ja auch nur ein Versuch, die Komplexität durch Kategorienbildung zu vereinfachen. Es gelingt der jungen Autorin aber hervorragend, IHR Lebensgefühl als Angehörige einer Generation zu transportieren. Und vielleicht ist diese den Älteren ja so rätselhafte Generation aus den ausgewählten Betrachtungsperspektiven dieses Buches heraus ja tatsächlich etwas verstehbarer geworden: Internet, Influencer:innen, Sex und Liebe, Politik und Aktivismus, Freiheit und Sinn. Aber eines wird nach der Lektüre klar - selten vorher war eine Generation so sehr gefordert, sich mit den Widersprüchen einer verrückten und entgleisenden Welt voller spätkapitalistischer Verlockungen, die aber doch irgendwie auch Sehnsuchtort sein soll, auseinanderzusetzen: "Wir sind orientierungslos, einsam und überfordert. Aber wir sind auch frei und selbstbewusst und wir haben alle Möglichkeiten. Im Widerspruch liegt unsere Kraft, denn was uns immer bleibt, in jedem Augenblick, ist das endlose Streben nach einer besseren Welt, nach einem höheren Selbst."