Raum, 5 Audio-CDs - Donoghue, Emma

Emma Donoghue 

Raum, 5 Audio-CDs

Gekürzte Lesung

Übersetzung: Gontermann, Armin; Gesprochen von Brandt, Matthias
Audio CD
 
21 Kundenbewertungen
**** ausgezeichnet
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Raum, 5 Audio-CDs

Auch seinen fünften Geburtstag feiert Jack in Raum. Raum hat eine immer verschlossene Tür, ein Oberlicht und misst vier mal vier Meter. Dort lebt der Kleine mit seiner Mutter. Dort wurde er auch geboren. Jack liebt es fernzusehen, denn da sieht er seine "Freunde", die Cartoonfiguren. Aber er weiß, dass die Dinge hinter der Mattscheibe nicht echt sind - echt sind nur Ma, er und die Dinge in Raum. Bis der Tag kommt, an dem Ma ihm erklärt, dass es doch eine Welt da draußen gibt und dass sie versuchen müssen, aus Raum zu fliehen ...


Produktinformation

  • ISBN-10: 3869520906
  • Best.Nr.: 33358439
  • Laufzeit: 385 Min.

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Matthias Brandt ist der Normalität gewachsen, wie Alexander Cammann bewundernd feststellt. Es ist die sehr schreckliche Normalität eines Fünfjährigen, der seit seiner Geburt zusammen mit seiner Mutter von deren Vergewaltiger eingesperrt in einem Keller lebt. Diesen "Horrorstoff" aus der Perspektive eines Fünfjährigen zu erzählen, gelingt Brandt meisterhaft, findet Cammann. "Zögerlich, forciert, gefühlig und extrovertiert", in allen Facetten trifft Brandt mit seiner Stimme die Spannung in der  verschobenen Perspektive des naiven Kindes, aus der die Romanvorlage der irischen Autorin Emma Donoghue ihre erzählerische Intensität schöpft.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 11.11.2011

Türe sagt sein Wumpf
Emma Donoghue hat „Raum“ geschrieben, einen beeindruckend unspekulativen Kaspar-Hauser-Roman
Ganz sachte, auf Zehenspitzen, betritt man den Raum. Es ist früh am Morgen. Ein Junge und seine Mutter wachen auf. Er hat Geburtstag. „Heute bin ich fünf. Als ich gestern Abend in Schrank eingeschlafen bin, war ich noch vier. Aber dann wache ich im Dunkel in Bett auf und bin plötzlich fünf.“ Der Junge, zugleich Ich-Erzähler, ist neugierig. Wieder einmal geht es um die Geschichte seiner Geburt. Aber er weiß schon fast alles: „,Durchs Oberlicht und du bist ganz traurig gewesen, bis ich in deinem Bäuchlein passiert bin.‘ - ‚Stimmt genau.‘ Ma lehnt sich aus Bett und schaltet Lampe an, der macht alles ganz hell.“
Emma Donoghue, die vor „Raum“ schon sieben Bücher geschrieben hat, weiß, dass sie nicht auftrumpfen muss. Fast alle, die ihren Roman in den Händen halten werden, dürften wissen, dass Schreckliches erzählt wird. Aufmerksam achten sie auf jedes Zeichen: „in Schrank eingeschlafen bin . . .“. „Raum“ ist die Geschichte einer Mutter, die ihren Sohn von ihrem Entführer empfangen hat, einem älteren …

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»Beklemmend«  Elle »Eine unfaßbare Story, knapp und intensiv, und zugleich eine Würdigung der unbändigen Kraft einer Mutter.« Petra »Nach der Lektüre überschlugen sich die Kritiker jedoch mit Lob. Zurecht, denn keine Zeile ist voyeuristisch. Raum ist zutiefst menschlich und bewegend.« Heilbronner Stimme »Nerven zerreißend und fesselnd. >Raum< - angeregt von der wahren Geschichte über Elisabeth Fritzl, eingesperrt mit ihren Kindern von ihrem Vater - ist die Geschichte einer Mutter und ihres Sohnes, deren Liebe sie das Unglaubliche überleben lässt.« Psychologies »Wenn du >Raum< gelesen hast, mag die Welt noch sein, wie sie ist. Aber du selbst hast dich verändert.« Audrey Niffenegger  »Eine dunkle, wunderschöne Geschichte über die Beziehung zwischen Mutter und Kind, erzählt von dem hinreißendsten Fünfjährigen, den man sich nur vorstellen kann.« Newsday »Nur eine Handvoll Autoren haben es geschafft, die Welt aus der Sicht eines Kindes zu beschreiben: Henry James, Mark Twain, William Faulkner ... Nun haben diese Autoren Gesellschaft bekommen: Emma Donoghue.« Newsweek »Einer der größten Triumphe der neueren Literatur.« The New York Times »>Raum< sollte die größtmögliche Aufmerksamkeit bekommen.« John Boyne »Ein ungewöhnliches, verstörendes (...) Buch« Schweriner Volkszeitung »Room ist dialogisch nicht nur in dem Sinne, dass es zum grossen Teil aus den Dialogen zwischen Mutter und Kind besteht; vielmehr kommt im kindlichen Erzählkosmos alles mit allem ins Gespräch: Drinnen und Draussen, Kind und Erwachsener, Subjekt und Objektwelt, Symbiose und Individuum. Es ist diese Spannung, die das Buch lesenswert macht - auf die Sorte Spannung mit der Donoghue ihrem potenziell reisserischen Thema Rechnung tragen könnte, verzichtet die Autorin dankenswerterweise.« Neue Zürcher Zeitung, 27.12.2011 »(...) ein ungewöhnliches, faszinierendes Buch, fesselnd und lebenswert.« Wochenjournal »Das Konzept, die Geschichte aus der naiven Perspektive eines Kindes zu erzählen, mag anfänglich, zumindest was den Stil betrifft, gewöhnungsbedürftig sein, es stellt sich zusehends jedoch als äußerst effektiv heraus. Die Tragik des Geschehens begegnet uns so in aller Einfachheit und Naivität, und das potenziert sie geradezu ins Unermeßliche.« Die Presse »So gewöhnungsbedürftig die durchweg kindlich gehaltene Sprache, so eindrucksvoll ist der Grundgedanke dieser ungeheuerlichen Geschichte, deren Protagonisten noch kämpfen müssen, wenn das Interesse der Öffentlichkeit sich längst anderen Themen zugewendet hat.« Kieler Nachrichten

"Beklemmend" Elle "Eine unfaßbare Story, knapp und intensiv, und zugleich eine Würdigung der unbändigen Kraft einer Mutter." Petra "Nach der Lektüre überschlugen sich die Kritiker jedoch mit Lob. Zurecht, denn keine Zeile ist voyeuristisch. Raum ist zutiefst menschlich und bewegend." Heilbronner Stimme "Nerven zerreißend und fesselnd. Raum angeregt von der wahren Geschichte über Elisabeth Fritzl, eingesperrt mit ihren Kindern von ihrem Vater ist die Geschichte einer Mutter und ihres Sohnes, deren Liebe sie das Unglaubliche überleben lässt." Psychologies "Wenn du Raum gelesen hast, mag die Welt noch sein, wie sie ist. Aber du selbst hast dich verändert." Audrey Niffenegger "Eine dunkle, wunderschöne Geschichte über die Beziehung zwischen Mutter und Kind, erzählt von dem hinreißendsten Fünfjährigen, den man sich nur vorstellen kann." Newsday "Nur eine Handvoll Autoren haben es geschafft, die Welt aus der Sicht eines Kindes zu beschreiben: Henry James, Mark Twain, William Faulkner Nun haben diese Autoren Gesellschaft bekommen: Emma Donoghue." Newsweek "Einer der größten Triumphe der neueren Literatur." The New York Times " Raum sollte die größtmögliche Aufmerksamkeit bekommen." John Boyne "Ein ungewöhnliches, verstörendes ( ) Buch" Schweriner Volkszeitung "Room ist dialogisch nicht nur in dem Sinne, dass es zum grossen Teil aus den Dialogen zwischen Mutter und Kind besteht; vielmehr kommt im kindlichen Erzählkosmos alles mit allem ins Gespräch: Drinnen und Draussen, Kind und Erwachsener, Subjekt und Objektwelt, Symbiose und Individuum. Es ist diese Spannung, die das Buch lesenswert macht auf die Sorte Spannung mit der Donoghue ihrem potenziell reisserischen Thema Rechnung tragen könnte, verzichtet die Autorin dankenswerterweise." Neue Zürcher Zeitung, 27.12.2011 "( ) ein ungewöhnliches, faszinierendes Buch, fesselnd und lebenswert." Wochenjournal "Das Konzept, die Geschichte aus der naiven Perspektive eines Kindes zu erzählen, mag anfänglich, zumindest was den Stil betrifft, gewöhnungsbedürftig sein, es stellt sich zusehends jedoch als äußerst effektiv heraus. Die Tragik des Geschehens begegnet uns so in aller Einfachheit und Naivität, und das potenziert sie geradezu ins Unermeßliche." Die Presse "So gewöhnungsbedürftig die durchweg kindlich gehaltene Sprache, so eindrucksvoll ist der Grundgedanke dieser ungeheuerlichen Geschichte, deren Protagonisten noch kämpfen müssen, wenn das Interesse der Öffentlichkeit sich längst anderen Themen zugewendet hat." Kieler Nachrichten

»Nerven zerreißend und fesselnd. ›Raum‹ – angeregt von der wahren Geschichte über Elisabeth Fritzl, eingesperrt mit ihren Kindern von ihrem Vater – ist die Geschichte einer Mutter und ihres Sohnes, deren Liebe sie das Unglaubliche überleben lässt.« Psychologies »Wenn du ›Raum‹ gelesen hast, mag die Welt noch sein, wie sie ist. Aber du selbst hast dich verändert.« Audrey Niffenegger »Eine dunkle, wunderschöne Geschichte über die Beziehung zwischen Mutter und Kind, erzählt von dem hinreißendsten Fünfjährigen, den man sich nur vorstellen kann.« Newsday »Nur eine Handvoll Autoren haben es geschafft, die Welt aus der Sicht eines Kindes zu beschreiben: Henry James, Mark Twain, William Faulkner … Nun haben diese Autoren Gesellschaft bekommen: Emma Donoghue.« Newsweek »Das ist Entsetzen pur, aber kein Horror, das ist berührend, aber nie sentimental. Es hat was von Alice Sebolds ›In meinem Himmel‹.« Sue Scholes, Buchhändlerin »Einer der größten Triumphe der neueren Literatur.« The New York Times »Raum sollte die größtmögliche Aufmerksamkeit bekommen.« John Boyne »Raum ist mit nichts zu vergleichen, was ich bisher gelesen habe.« Anita Shreve
Emma Donoghue wurde 1969 als jüngstes von acht Kindern in Dublin geboren. Sie studierte in Dublin und Cambridge. Nach einem Aufenthalt in London zog sie 1998 nach Ontario in Kanada, wo sie mit ihrer Lebensgefährtin und ihren beiden Kindern lebt. Emma Donoghue ist Autorin zahlreicher Romane und Erzählungen. Die Übersetzungsrechte wurden in 29 Länder verkauft.

Trackliste zu "Raum, 5 Audio-CDs" von Matthias Brandt


CD 1
1 Titel 1
2 Titel 2
3 Titel 3
4 Titel 4
5 Titel 5
6 Titel 6
7 Titel 7
8 Titel 8
9 Titel 9
10 Titel 10
11 Titel 11
12 Titel 12
13 Titel 13
14 Titel 14

CD 2
1 Titel 15
2 Titel 16
3 Titel 17
4 Titel 18
5 Titel 19
6 Titel 20
7 Titel 21
8 Titel 22
9 Titel 23
10 Titel 24
11 Titel 25
12 Titel 26
13 Titel 27
14 Titel 28
15 Titel 29

Kundenbewertungen zu "Raum, 5 Audio-CDs" von "Emma Donoghue"

21 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.6 von 5 Sterne bei 21 Bewertungen **** ausgezeichnet)
***** ausgezeichnet
 
(13)
***** sehr gut
 
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***** gut
 
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Bewertung von Kristin Friedrich aus Hof am 10.04.2013 ***** ausgezeichnet
"Raum" ist ein Buch, das sofort ins Auge sticht. Es ist ganz schlicht in weiß gehalten und in bunten, von scheinbaren Kinderhänden gemalten, Buchstaben ist der Titel zu lesen.
Nach dem Klappentext bin auch ich neugierig geworden und musste das Buch einfach schnellstmöglich lesen.

Der Inhalt hat es wirklich in sich. Aus der Sicht des fünfjährigen Jacks wird dem Leser die Handlung erzählt. Ohne zu viel verraten zu wollen, wird schnell klar, worum es sich bei "Raum" handelt und warum der kleine Junge mit seiner Mutter in diesem haust - und zwar nur in diesem. Mich erinnerte der Roman stark an Natascha Kampusch, die aus furchtbaren Gründen wohl jedem bekannt ist.

Es ist erstaunlich, wie einfühlsam und realistisch die Autorin an diese Thematik herangeht. Es scheint, als hätte sie an alle Gefühle, Emotionen und alle Probleme von dem kleinen Jungen und seiner Mutter gedacht und diese für den Leser sehr nachvollziehbar herüber gebracht.

Der Aufbau selbst ist in mehrere Abschnitte gegliedert. Diese teilen sich nach den einzelnen einschneidenden Erlebnissen der zwei Protagonisten auf. Kapitel selbst gibt es nicht, das stört bei dem bewegenden Inhalt aber nur wenig.
Die ganze Geschichte ist aus den Augen von Jack erzählt, deshalb kommt auch immer wieder die kindliche Sprache des Kleinen durch. Der Leser erfährt nur aus seiner Sichtweise was sich in seiner Umgebung abspielt. Das lässt sehr viel Raum für eigene Gedanken.

Mich hat das Buch zutiefst berührt und ich bin sehr froh es gelesen zu haben. Schlimm, dass es solche Geschichten auch in der wirklichen Welt gibt und diese hier gar nicht so sehr an der Haaren herbeigezogen ist. Das ist wieder eine absolute Leseempfehlung von mir.

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Bewertung von Angela.Bücherwurm aus Wülfrath am 29.03.2013 ***** ausgezeichnet
Ein Roman mit Nachhall

Der fünfjährige Jack lebt zusammen mit seiner Ma in einem 12qm kleinen Raum, vollkommen isoliert von der übrigen Welt. Er wurde dort geboren und ist dort aufgewachsen. Er kennt nichts anderes. Seine Ma wurde als 19Jährige seinerzeit entführt und wird seitdem, d.h. seit nunmehr sieben Jahren , dort von ihrem Kidnapper "Old Nick" gefangen gehalten. Die beiden werden von ihm nur mit dem Allernötigsten versorgt und müssen auch immer damit rechnen, dass er ihnen dieses Wenige auch noch entzieht. Aber dennoch ist Jack scheinbar auf seine Weise zufrieden und fast schon glücklich - er kennt ja nichts anderes.

Als sich eines Tages die Möglichkeit zur Flucht bietet, stellt Jack großen Mut unter Beweis, aber er hat auch riesige Angst. Er hat eben, wie er selbst sagt große " Mungst ". Im " Draußen " , d.h. in der echten Welt, ist Jack stark verunsichert. Er muss sich erst an alles gewöhnen . Auch seine Ma muss erst lernen, sich wieder zurechtzufinden. Und das ist alles andere als leicht.

Ich habe lange gezögert, diesen Roman zu lesen. Nach der Leseprobe hatte ich ursprünglich entschieden, dass dieses Buch wohl eher nichts für mich ist. Der gewöhnungsbedürftige Schreibstil, d.h. die Sprache des kleinen Jack, ging mir fast schon auf die Nerven. Aber nach den vielen positiven Kritiken und Äußerungen von Bekannten, wie " Das musst du unbedingt lesen " , habe ich mich schließlich doch dazu durchgerungen, es mit der Lektüre zu versuchen. Und ich muss sagen , ich wurde definitiv nicht enttäuscht, ich konnte das Buch letztendlich nicht mehr aus der Hand legen.

An den Sprachstil habe ich mich bald gewöhnt und muss feststellen, dass er letztendlich wunderbar zu der kindlichen, grammatikalisch häufig völlig falschen Ausdrucksweise dieses unter so außergewöhnlichen Umständen aufgewachsenen kleinen Jungen passte. Denn die ganze Geschichte ist aus der Perspektive von Jack erzählt. Und diese Sicht aus Kinderaugen macht das Buch für mich so besonders. Vieles bleibt unausgesprochen, weil Jack es nicht versteht. Aber der Leser kann durchaus dahinter schauen und hat so intensiven Anteil am schrecklichen Schicksal von Mutter und Sohn. Ein wenig tröstlich dabei ist, dass Jack seine schlimme Situation dabei ja gar nicht bewusst ist. Seine Ma tut alles dafür , um ihm das Leben so erträglich wie irgend möglich zu machen und seine kindliche Sicht solange wie möglich zu bewahren. Und manchmal muss man ob dieser kindlichen Naivität sogar ein ganz klein wenig schmunzeln.

Bei mir hat dieser bewegende Roman sehr vielfältige Gefühle ausgelöst, wie z.B. Entsetzen , Wut ,Trauer und Mitleid , um nur ein paar zu nennen. Das Buch wird sicher noch lange in mir nachhallen.

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Bewertung von Kerry aus Berlin am 06.03.2013 ***** sehr gut
Jack ist 5 und Jack lebt in Raum, zusammen mit seiner Ma. Seine Ma ist 26 und lebt bereits seit sieben Jahren in Raum. Meistens kommt abends Old Nick vorbei, doch dann ist Jack in Schrank. Old Nick hat ihn noch nie gesehen, denn seine Ma will das nicht. Wenn Old Nick da ist, quietscht das Bett und danach geht er wieder. Die Tür, durch die Old Nick geht, ist mit einem elektronischen Zahlenschloss gesichert und nur Old Nick kennt den Code. Jack und Ma bleiben in Raum zurück.

Jack ist ein aufgeweckter und intelligenter 5-jähriger Junge, der noch nie den Raum verlassen hat, in dem er geboren wurde und zusammen mit seiner Mutter lebt, denn beide sind Gefangene, auch wenn Jack keine andere Welt als Raum kennt. Die Beiden leben in einem absoluten Abhängigkeitsverhältnis zu ihrem Entführer, denn wenn er ihnen keine Nahrung bringt, dann werden sie sterben. Jack nimmt das Leben so an, wie es ist. Er ist ein fröhliches Kind, das mit sich und seinem Leben mit seiner Mutter zufrieden ist. Seine Mutter hingegen will nur eines: Freiheit. Seit vielen Jahren träumt sie davon, ihre Freiheit wieder zu erlangen, doch eine Flucht ist ihr bisher noch nicht gelungen. Dann erfährt sie, dass Old Nick seinen Job verloren hat und sie weiß, es ist Zeit zu handeln, denn: Old Nick hat eine Hypothek auf sein Haus aufgenommen und sollte die Bank dieses pfänden wollen, würden sie ggf. nur zwei Leichen vorfinden, ihre und Jacks, denn Old Nick würde niemals zulassen, dass sein Geheimnis ans Licht kommt.

Tatsächlich und wider aller Umstände planen Mutter und Sohn ihre Flucht und es gelingt Jack Hilfe zu holen und sich und seine Mutter endgültig zu befreien. Doch damit, fängt ein neuer Abschnitt in seinem Leben an. Seine Mutter ist froh, endlich wieder frei leben zu können, doch für Jack ist alles neu, er ist überfordert, er kennt ja nichts außer Raum. Zu gerne würde er sich in sein Zuhause zurückziehen, doch das bleibt ihm verwährt. Ein langer und mühsamer Weg steht Mutter und Sohn bevor - ein Weg in ein normales Leben.

Eine Story mit Tiefgang! Der Plot wurde sehr detailliert und tiefgründig erarbeitet. Bewundernswert finde ich, dass das gesamte Buch aus der Sicht des 5-jährigen Jack geschrieben wurde und sich auch sprachlich auf diesem Niveau bewegt. Die Figuren wurden facettenreich und ausgesprochen glaubwürdig erarbeitet, wobei ich gerne noch mehr Hintergrundinformationen zu Old Nick, seine Beweggründe und seine Vergangenheit, erfahren hätte. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, hatte mir jedoch mehr emotionale Momente, gerade bei diesem überaus emotionsgeladenen Thema des Buches, erwartet. Abschließend kann ich sagen: Wer ein erschreckend-realistisches Buch über Gefangenschaft und wiedererlangte Freiheit lesen will, ist mit diesem Buch wirklich gut beraten.

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Bewertung von Mel.E aus L. am 14.04.2012 ***** ausgezeichnet
Das Buch hat 3 Kapitel, die ich als Leben im Raum, Flucht und das Leben nach Raum bezeichnen würde. Geschrieben ist alles aus der Sicht von Jack und das ist nicht immer leicht zu lesen, dennoch hat es mich fasziniert.

Jack ist zwar in vielen Dingen durch das Gefangensein eingeschränkt, aber er bekommt alles was Ma ihm bieten kann. Ihre aufopfernde Liebe und ihre volle Aufmerksamkeit. Lesen, Rechnen und Schreiben lernt er auch und Wörtermix, das heißt aus Worten wie Angst und Mut wird z.B Mungst. Dieses Wort hat für Jack eine echte Bedeutung, denn er muss gleichzeitig stark und mutig sein, aber dennoch darf er Angst haben. Ich will jetzt nicht zu viel vorwegnehmen, aber gerade dieses Wort wird euch des öfteren im Buch begegnen. Die kindliche Art und auch viele Versprecher deuten einfach darauf hin, daß Jack eben erst 5 Jahre alt ist. Meiner Meinung nach schmälert es die Handlung eben deshalb nicht, sondern macht das Buch zu etwas Besonderen. Manchmal sind die Wortverdrehungen doch recht schwer zu lesen und manchmal auch wirklich unnötig und unpassend, aber für mich war es ein Buch, welches ich unbedingt Lesen wollte, da der Fall Elisabeth Fritzl und Natascha Kambusch mir noch im Kopf herumschwirrte und ich auch gleich Vergleiche gezogen habe. Unfassbar, daß solche Dinge tatsächlich geschehen können und es hinterher niemand gesehen haben will oder gehört. Mir zeigt es, daß wir in einer Welt leben in der sich alle nur um sich selbst drehen und dabei übersehen, was beim direkten Nachbarn geschieht.

Für Jack gestaltet sich das Leben mit Spielen, Lernen so gut es geht, Basteln aus Klorollen oder eben den Fernseher. Für Jack ist all das was im Fernseher geschieht und er zu sehen bekommt wahr, denn er denkt, daß alle Menschen, Tiere, Bäume, Gras, Wiesen oder auch Zeichentrickfiguren wie Dora im Fernseher leben und auch daher denkt er auch so und als dann die Welt, wie wir sie kennen mit Regen, Wind und Sonne etwas, was ihn völlig aus der Bahn wirft und verängstigt. Er ist nie zuvor die Rutsche runtergerutscht, er hat nie im Sand gespielt oder geschaukelt. Er kannte nur Ma und die Dinge die sich im Raum befinden, die er genauso benennt wie sie heißen, also Tisch, Stuhl, Bett oder auch Schrank. Im Schrank muss er sich verstecken, sobald Old Nick kommt und das passiert immer dann, wenn er einen Code eingibt, der die Tür öffnet und dann muss Jack ganz leise sein. Old Nick bringt auch immer neue Lebensmittel oder ein besonderes Sonntagsgutti, welches etwas Besonderes bezeichnet wie Schmerztabletten für Mas schlimmen Zahn oder ein Kinderbuch. Wenn das Bett quietscht, dann fängt Jack an zu zählen.

Manches wirkte auf mich sehr beklemmend und ich bin froh über meine Freiheit. Ich kann rausgehen wann und wo ich will und niemand schränkt mich ein. Ich bin nicht abhängig davon, daß regelmäßig jemand für mich einkauft, damit ich nicht verhungere. Ich muss mein Kind nicht in den Schrank sperren um es vor Old Nick zu schützen.

Das Jack mit 5 Jahren noch gestillt wird, fand ich komisch, aber nicht ungewöhnlich, denn für die beiden ist es ein Gefühl von Geborgenheit und Nähe. Würde direkt neben mir eine Frau ihre Brust auspacken und ihr fast schon Schulkind an die Brust nehmen, würde es mich aber dennoch abstoßen, weil es in unserer Kultur eher ungewöhlich ist. In anderen Kulturen ist dies völlig normal und niemand würde daran Anstoß nehmen.

Das Buch hinterlässt mich zurück mit einem komischen Gefühl im Bauch, denn manche Handlungen sind für mich einfach unvorstellbar!

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Bewertung von leserattebremen aus Bremen am 18.02.2012 ***** ausgezeichnet
Jack ist bereits in Raum geboren und hat dort die ersten fünf Lebensjahre mit seiner Mutter verbracht. Er kennt nichts anderes als Raum, Teppich, Schrank, Bett und „Old Nick“, einen Mann, der ihnen Essen bringt und ein „Sonntagsgutti“- wenn alles gut läuft. Doch für Jack ist Raum das normale Leben, während es für seine Mutter eine bereits sieben Jahre andauernde Hölle ist, denn mit 19 wurde sie auf dem Weg zum College entführt und wird seit dem in der perfekt isolierten Gartenhütte, die Raum eigentlich ist, gefangen gehalten und regelmäßig missbraucht.
Der Roman von Emma Donoghue lässt sich mit nichts wirklich vergleichen, was ich vorher gelesen habe. Die Stimmung und die Geschichte sind bedrückend und packen einen im Innersten. Immer wieder wird durch Jacks Perspektive die eigene Vorstellung von Normalität in Frage gestellt und aufgesprengt, denn was ist eigentlich normal für einen Fünfjährigen, der sein ganzes bisheriges Leben auf 12 Quadratmetern verbracht hat, noch nie eine Wiese gesehen hat, keine Autos kennt und glaubt dass alle anderen Menschen nur im Fernsehen existieren und nicht in der Realität? Die Realität und damit seine Normalität ist schließlich nur Raum.
Da die Geschichte von Ma und Jack aus der Perspektive des Jungen erzählt wird, ist es um so eindringlicher mitzuerleben, wie er das Draußen kennen lernt, denn während seine Mutter in ein altes Leben zurück will, ist für ihn alles neu. Dies nimmt der Geschichte jedoch nicht den Schrecken, viele Szenen haben einen bittersüßen Beigeschmack, beispielsweise wenn Jack Treppen ausschließlich auf dem Po runterrobbt, weil seine Füße mit den Schuhen dran ihm zu schwer sind und er Treppen auch einfach nicht kennt. Die Vorstellung von diesem Jungen wie er die Treppe runterrutscht ist zwar einerseits niedlich und vielleicht auch belustigend, der Grund dafür jedoch so schrecklich und beängstigend, dass einem das Lächeln beim Lesen im Gesicht einfriert.
Für mich hätte das Buch noch lange weitergehen können, gerne hätte ich erfahren, wie es Jack später in der Schule, mit Lehrern, Mitschülern und der ersten Freundin ergeht, doch die Konzentration auf vier Wochen im Leben von Ma und Jack machen den Roman so kompakt, dicht und packend wie er ist. Ein phänomenales Buch, das mich tief beeindruckt hat.

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Bewertung von Barbara R. aus Regensburg am 27.01.2012 ***** sehr gut
Das Thema des Buches ist sehr interessant und schockierend zugleich.

Der kleine 5-jährige Jack wurde in 'Raum' geboren und kennt das 'Draußen' nicht. Weil ihm seine Mutter die Gefangenschaft als Normalität verkauft, empfindet Jack die Situation nicht schlimm. Als ihn seine Mutter langsam darauf vorbereitet, dass es außerhalb Ihres Domizils noch ein 'Draußen' gibt, versteht Jack die Welt nicht mehr. Er ist neugierig und ängstlich zugleich, als ihm seine Mutter die Flucht vorschlägt, die letztendlich auch gelingt. 'Draußen' freut sich Jack über viele neue, ihm unbekannte Dinge, die ihn aber auch zunehmend überfordern.

Das Buch aus der Sicht des 5-jährigen Kindes zu schreiben ist eine großartige Idee und sehr gut gelungen. Man fühlt mit und schließt den kleinen Jack sehr schnell in sein Herz.

Kleine Abzüge gibt es jedoch für den manchmal eher verwirrenden Schreibstil. Die Verwendung von Ausdrücken aus der Kinderschprache sind passend gewählt aber der falsche Satzbau/Grammatik ist oft übertrieben und stört eher den Lesefluss.

Alles in allem ist das Buch aber sehr schön zu lesen, macht nachdenklich, fesselt, berührt und ist deshalb auf jeden Fall weiterzuempfehlen.

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Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 04.12.2011 ***** ausgezeichnet
Jacks Mutter wurde vor sieben Jahren entführt und lebt seit dem in einem Raum. Gefangen. Isoliert. Alleine. Ihr einziger Lichtblick, ihr kleiner Sohn Jack. Er kennt Raum als seine Welt. Die beiden besitzen zwar eine Fernseher, aber seine Mutter erklärt ihm, dass dies reine Fantasie ist und nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat. Jack wächst glücklich auf, bis die Situation eines Tages zu eskaliert droht.

Emma Donoghues Schreibstil ist zu Anfang etwas verwirrend und verstörend. Sie schreibt aus der Ich-Perspektive von Jack, der die Gegenstände in dem Raum personifiziert. Pflanze macht dies, Bett jenes, Herd ist der, der heiß wird und Feuer verursacht usw. Dadurch, dass der Junge nur sich selbst und seine Mutter hat, muss er den Dingen um sich herum Leben einhauchen, um nicht in Einsamkeit zu vergehen. Eigentlich ist die Situation der Gefangennahme und Isolation schrecklich und beklemmend, aber dadurch, dass Jack nichts anderes kennengelernt hat, auch wieder nicht. Das Wissen, was der Leser hat, fehlt Jack völlig und so genießt er jeden Tag mit seiner Mutter und sieht sein Leben als Abenteuer, wie jedes andere Kind auch. Dieser Zwiespalt hält den Leser die ganze Zeit gefangen, fesselt ihn förmlich an das Buch. Die Autorin wandelt hier auf einem schmalen Grat, damit das Buch nicht in die Absurdität abrutscht. Dies gelingt ihr aber hervorragend.

Emma Donoghue nimmt ihre Leser mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Gefühlswelt. Man erfreut sich an einem Spinnennetz, der unglaublichen Begegnung mit einer Maus, das Sonntagsgutti ist das Beste überhaupt auf der Welt und dann prallt man mit der Realität zusammen, dass hier zwei Menschen auf unglaublich brutale Art gefangen gehalten werden. Vorallem, wenn man sich ins Bewusstsein ruft, dass es solche Fälle tatsächlich gibt!

Mein Fazit: Für dieses Buch braucht man starke Nerven! Es ist von der ersten bis zur letzten Seite wunderschön, aber ich musste oft mit den Tränen kämpfen. Ein Kleinod der Literatur, welches ich nicht missen möchte!

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Bewertung von joshi_82 aus Olbersdorf am 03.12.2011 ***** sehr gut
"Raum" ist eins dieser Bücher, die einen auch noch nach dem Lesen beschäftigen werden, denn natürlich ist dieses Thema kein leichtes und auch in Wirklichkeit immer wieder präsent und beängstigend. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Jack, der schon seit seiner Geburt vor 5 Jahren in einem kleinen Schuppen eingesperrt ist, denn dorthin wurde seine Mutter mit 19 Jahren entführt und eingesperrt und immer wieder vergewaltigt. Jack kennt nur diese kleine Welt und war noch nie in seinem Leben außerhalb dieses Raumes. Deswegen hat seine Mutter ihm auch erzählt, dass es die Welt da draussen eigentlich nur im Fernsehen gibt, einfach um ihn zu schützen und ihm nicht das Gefühl zu geben, etwas zu verpassen. Doch irgendwann kommt der Moment, in dem sie mit ihm flüchten will und ihm von der Welt da draussen erzählt... Ich fand es wahnsinnig interessant, zu lesen, wie man sich die Zeit in so einem beengten Lebensraum vertreibt, um nicht total wahnsinnig zu werden und wie man ein so kleines Kind so beschäftigt, dass es sich nicht nur langweilt. Die Autorin hat sich meiner Meinung nach gut in ein Kind in diesem Alter hineinversetzen können, so dass man selbst das auch tun konnte. Ich selbst habe auch einen Sohn in dem Alter und könnte mir absolut nicht vorstellen, wie das für ihn wäre, so aktiv und freiheitsliebend wie er ist. Und natürlich möchte ich ihn mir auch gar nicht in so einer Situation vorstellen, denn stellenweise musste ich schon schwer mit mir kämpfen, da mich das Buch sehr berührt hat. Jack ist ein liebenswertes Kind, dem man natürlich anmerkt, wie er aufgewachsen ist. Er ist intelligent, aber eben total unsozial. Seine Mutter tut alles, um ihn zu beschützen und hat das starke Bedürfniss endlich nach so langer Zeit aus ihrem Gefängnis entfliehen zu können. Was ich noch wahnsinnig interessant gefunden hätte, wäre die Geschichte auch aus Sicht der Mutter und des Täters zu lesen.
Für mich ein ganz besonderes Buch, mit besonderen Charakteren. Sicher nicht jedermanns Sache, aber es lohnt sich, sich darauf einzulassen.

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Bewertung von Themistokeles am 27.10.2011 ***** sehr gut
Inhalt: Jack lebt mit seiner Ma in Raum. Raum ist alles was er kennt und hat eine immer verschlossene Tür, ein Oberlicht. Raum ist 12 Quadratmeter groß und in Raum spielt, isst und schläft Jack. Am Abend kommt jedoch immer Old Nick und Jack muss sich vor ihm im Schrank verstecken. Zusammen mit seiner Ma feiert Jack seinen fünften Geburtstag in Raum und eines der größten Geschenke die Ma ihm machen kann, ist ein wenig länger fern zu sehen, dann Jack liebt fernsehen. Im Fernsehen trifft Jack nämlich seine Freunde, die Cartoonfiguren, wie unter anderem Dora. Er weiß jedoch, dass die ganzen Dinge, die er im Fernseher sehen kann, wie die Tiere, die Leute oder auch seine Freunde eigentlich nicht echt sind. Echt sind nur er und seine Ma und alle Dinge, die sich in Raum befinden. In diesem Glauben wächst Jack auf, bis der Tag kommt, an dem seine Ma ihm plötzlich erzählt, dass außer den gezeichneten Figuren im Fernsehen echt sind und es draußen eine viel größere Welt gibt und dass sie versuchen müssen aus Raum zu fliehen!

Meinung: Die Geschichte wird aus der Perspektive Jacks erzählt, wodurch man als Leser sehr nah an seinen Erfahrung, Gefühlen und seiner Weltsicht ist, da er nur Raum kennt. Ebenso ist Jack an stark geregelte Abläufe gewohnt und wenn diese unterbrochen werden, ist seine Unsicherheit von der Autorin gut herausgearbeitet, denn der Leser spürt, wenn Jack Probleme hat oder Freude an etwas empfindet. Insgesamt unterscheidet sich Jacks Weltsicht sehr stark von der anderer, was insbesondere dadurch deutlich wird, dass er viele Dinge vollkommen anders und für den Leser sehr befremdlich angeht. Dadurch wird man immer wieder damit konfrontiert, dass man über Jacks Handlungen nachdenkt und versucht, zu reflektieren. Des Weiteren bemerkt man jedoch allein die unterschiedlichen Ansichten von Jack und seiner Mutter in Bezug auf Raum und die Außenwelt.

Allgemein schafft es die Autorin meiner Meinung nach konstant über das Buch hinweg die Gefühle von Jack sehr gut darzustellen. Ebenfalls werden die Probleme, die mit ihrem Leben in Raum auftauchen sehr anschaulich beschrieben und sind an vielen Stellen, grade durch die unbedarfte Sichtweise des Jungen, die für die Erzählung gewählt wurde, sehr erschreckend.

Interessant ist auch der Stil, in dem die Geschichte präsentiert wird, denn man erlebt die Welt nicht nur aus Jacks Sicht, sondern auch in seiner Sprache, wodurch vieles ganz anders anmutet, als wäre es in normalen Sätzen präsentiert. Jedoch muss ich leider auch sagen, dass es der Autorin nicht an allen Stellen gelungen ist, die Sprache glaubhaft durchzuhalten, denn manche Worte, kam mir doch zu erwachsen vor, wie "Vagina", bei einem Jungen der bei Männern das Wort "Peterchen" benutzt.

Alles in allem lebt das Buch eindeutig weniger von der Geschichte, als von den Emotionen, die durch die Erzählweise entstehen und den Leser mit den Charakteren mitfühlen zu lassen. An manchen Stellen der Handlung kamen mir selbst einige Dinge konstruiert vor und von manchen Charakteren oder Handlungen, wie Old Nicks Taten werden sehr kurz dargestellt und ab und an sind auch inhaltliche Schwächen vorhanden. Da Jacks Erzählperspektive gewählt wurde, führt das zu einer leichten Langatmigkeit, da Jack auch alltägliches ausführlich beschreibt.

Auch muss man diese Art der Erzählung einfach mögen, denn sonst kann es einem sehr schwer fallen, mit der Sprache zu Recht zu kommen.

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Bewertung von bookorpc aus Kumhausen am 22.10.2011 ***** sehr gut
Inspiriert von einem wahren Fall ist Emma Donoghues Roman Raum sehr realistisch.

Inhalt: Jack ist 5 Jahre alt und seine Welt besteht aus einem Raum. Dort wurde er geboren und lebt seitdem mit seiner Ma darin. Er kennt keine Außenwelt und seine Mutter lies ihn auch immer in dem Glauben, dass alles was er im Fernseher sieht nicht echt ist. Einzige Verbindung zu draußen ist Old Nick, wenn dieser aber am Abend kommt, ist Jack im Schrank zum Schlafen. Eines Tages stellt Jacks Ma seine Welt auf den Kopf, sie erzählt ihm die Wahrheit über das Leben außerhalb von Raum und ihren Fluchtplan…

Meine Meinung:
Obwohl es nur ein Roman ist, fesselte und bewegte mich die Geschichte um Jack und seiner Mutter von der ersten Seite. Es wird aus Jacks Sicht und mit seinen Worten erzählt, dies finden evtl. manche Leser störend, ich fand es sehr passend, da es ja um sein Erleben geht. Aufgrund der Ähnlichkeit zu realen Fällen sind die Emotionen beim Lesen sehr ergreifend und erschreckend. Und wie die Autorin in ihrem Buch bereits schreibt, gibt es noch genug Verrückte von der Sorte Old Nick draußen.

Fazit: Eine Lektüre, die viele Emotionen hervorruft und man nicht einfach so nebenbei liest.

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