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Benutzername: Buchdrache
Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 109 Bewertungen
Bewertung vom 04.09.2018
Mortalitas
Vogltanz, Melanie

Mortalitas


sehr gut

Auch wenn ich ein, zwei Dinge am ersten Teil der »Schwarzes Blut«-Reihe von Melanie Vogltanz auszusetzen hatte, freute ich mich auf Band 2 »Mortalitas«. Die Erwartungen und Hoffnungen, die ich an den Roman herantrug, wurden erfreulicherweise erfüllt.

Knapp drei Jahrhunderte nach ihrer Verwandlung zur Strigoi hat Elyssandra fast alles Menschliche hinter sich gelassen. Sie lebt nun unter dem Decknamen der Gräfin Elisabeth Báthory, genannt »Blutgräfin«, als ungarische Adelige und lässt es sich gut gehen. Zwischenmenschliches ist ihr schon lange abhandengekommen und ihresgleichen ist ihr völlig egal. Doch die Vergangenheit ruht nicht, als plötzlich wieder Undine auftaucht. Und dann wird auch noch ein schreckliches Attentat auf sie verübt, das sie ihrer Unsterblichkeit raubt. Eine verzweifelte Suche nach dem Täter und dem Gegengift beginnt und ein Wettlauf mit der Zeit und dem Tod als Sterbliche.

Als allererstes muss ich sagen, dass es mich unheimlich erleichtert hat, dass Elyssa sich endlich von Christian lösen konnte. Noch nicht ganz, aber sie hat eingesehen, wie manipulativ und missbräuchlich er sich ihr gegenüber verhält. Und vor allem hat sie auch eingesehen, dass sich regelrechte Wahnideen in seinem Kopf festgesetzt haben, die nicht nur ihr, sondern auch ihresgleichen schaden, und Christian eine Gefahr für die Allgemeinheit darzustellen beginnt.

Des Weiteren hat sich auch der Stil verbessert. Während ich im ersten Band noch einige Male über so einige arg blumige Ausschmückungen stolperte, war davon in der Fortsetzung nichts mehr zu lesen. Ich kam viel angenehmer und flüssiger durch.

Das waren meine beiden Hauptkritikpunkte am ersten Band. Ich finde es sehr schön, dass sie sich mit dem zweiten aufgelöst haben. Hat mich sehr gefreut! Denn so konnte ich »Mortalitas« in seinen vollen Zügen genießen. Und es ist ein guter Roman!

Zum einen gefiel es mir, dass sich die ganze Geschichte vor dem Hintergrund der Blutgräfin abspielt. Das war eine passende Legende, die Elyssa da einen Hintergrund geben konnte, der wirklich gut zu ihr passt. Sie hat sich nämlich sehr stark verändert. Noch immer ist sie kratzbürstig und willensstark, doch dazu kommt ein gnadenloser Egoismus, der nur ihrem Selbsterhalt dient. Die Menschlichkeit, die sie sich noch eine ganze Weile nach ihrer Verwandlung und auch mit Christian zusammen bewahrt hatte, ist fast völlig von ihr abgefallen. Ihr Dasein als Strigoi prägt sie jetzt vollkommen, dass selbst ihresgleichen sie als Monster bezeichnet.

Und dann wird ihr genau das genommen, was ihr anscheinend das Wichtigste ist: ihre Unsterblichkeit. Sie verzweifelt völlig und begeht noch grausamere Taten, um durch das Blut von Jungfrauen ihre Unsterblichkeit wiederzuerlangen. Ich finde diesen Schachzug in der Erzählung einfach umwerfend. Denn erst dadurch, dass Elyssa scheinbar nichts mehr hat, gelingt es ihr, zu ihrem alten und doch irgendwie neuen Selbst zurückzufinden.

So wirklich eine Seite von Gut und Böse gibt es nicht. Jeder hat seine Ansichten, und jede davon hat irgendwie ihre Berechtigung. Viele tun Dinge, die von einigen verteufelt, aber von anderen wiederum gutgeheißen werden. Das macht das Lesen sehr spannend und abwechslungsreich. Natürlich steht man als Leser auf der Seite Elyssas, aber man muss ihr schon einräumen, dass sie einige wirklich schreckliche Dinge getan hat, die eigentlich einer harten Strafe bedürfen. Das Auflösen des Konzepts von Gut und Böse in diesem Roman ist der Autorin wirklich gut gelungen und bereitet sehr viel Freude beim Lesen.

Der zweite Teil stellt dem ersten gegenüber, der schon gut war, noch einmal eine Verbesserung dar. Die Schwächen des ersten Teils finden sich hier nicht mehr, dafür einige neue Stärken. Die Reihe ist auf jeden Fall weiterhin eine Empfehlung für Liebhaber der Vampirromane, die etwas abseits der ausgekauten Klischees suchen.


Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Bewertung vom 31.07.2018
Palace of Fire - Die Kämpferin / Palace-Saga Bd.3
Bernard, C. E.

Palace of Fire - Die Kämpferin / Palace-Saga Bd.3


sehr gut

Endlich ist er da, der abschließende Band der Palace-Saga von C.E. Bernard: »Palace of Fire - Die Kämpferin«. London soll brennen und Rea tritt ihren letzten und entscheidenden Kampf an.

Rea wagt das Unglaubliche und kehrt nach London zurück, um an Robins Seite zu stehen - und das, obwohl sie eine Magdalena ist und ihr somit Lebensgefahr droht. Zusammen mit ihren Freunden und ihrer Familie schmiedet sie Pläne, um die Rechte der Magdalenen in England zu stärken, doch ihnen wird immer klarer, dass der König ihnen im Weg ist und auf seinem Thron ein den Magdalenen wohlgesonnener Regent sitzen muss. Freilich ist Robin nicht begeistert über ein geplantes Attentat auf den König. Da taucht er in den rebellischen Untergrund ab, lässt Rea allein am Hof zurück und die Ereignisse überschlagen sich. Jetzt muss rasch gehandelt werden, sonst ist alles verloren.

Nachdem der zweite Band etwas eingebrochen war und ich mich mit leichten Sorgen an diesen hier setzte, bin ich sehr froh, dass meine Sorgen nicht begründet waren. Eine meiner größten Sorgen und am Ende eines meiner größten Pluspunkte ist Reas Geistesfieber, eine fiktive psychische Krankheit, die Elemente einer Dissoziation, Depression und Angststörung aufweist. Ich sorgte mich, dass Reas Krankheit durch ihre Liebe zu Robin geheilt werden würde, aber so viel kann ich vorweg nehmen: Das ist nicht der Fall. Klar, mit ihm in ihrer Nähe werden die Symptome etwas abgemildert, aber das kann bei einigen psychischen Krankheiten im Umfeld von vertrauten Menschen durchaus auftreten.

Reas Symptome werden insgesamt immer schlimmer. Mich hat die Darstellung ihrer Symptomatik sehr beeindruckt. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass, obgleich es sich hier um eine fiktive Krankheit handelt, die Darstellung selbiger einen guten Einblick in das Leben mit einer psychischen Krankheit gibt, wie sehr es einen belastet und einschränkt - und was man trotz allem erreichen kann.

Der abschließende Band der Trilogie ist wieder so spannend wie der Auftakt. Toll geschilderte Kampfszenen schließen sich an teils wirklich schockende und fesselnde Spannungsmomente an. Gerade letztere bleiben mir besonders im Gedächtnis, da sie noch einmal zeigen, wie gefährlich die Situation ist und in welcher Gefahr nicht nur Rea schwebt. Momente und Szenen, mit denen man nicht rechnet und in denn die Stimmung von einem Moment auf den anderen kippt.

Ich hatte ein paar kleine Kritikpunkte. So störte es mich beispielsweise, dass Rea trotz ungenügender Übung die Glasbläserzeremonie überstand, bei der geprüft werden sollte, ob sie eine Magdalena ist. Aber gegen Ende des Romans werden auch dafür Erklärungen gegeben, die eigentlich nichts mehr zu meckern übrig lassen.

Und das Ende ist ein richtig dickes Ding ...

Kurzum: »Palace of Fire - Die Kämpferin« ist ein lohender und würdiger Abschluss der Reihe. Wieder gibt es toll geschilderte Kämpfe und packende Szenen, in denen man einfach nicht aufhören kann zu lesen. Auch Reas persönliches Schicksal bewegt. Ich kann die gesamte Reihe auf jeden Fall empfehlen.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsxemplares.

Bewertung vom 30.07.2018
Gork der Schreckliche
Hudson, Gabe

Gork der Schreckliche


weniger gut

Ich hatte mich so sehr auf das Buch gefreut. Drachen und Humor? Muss doch was für mich sein! Aber wie das so mit Humor ist ... »Gork der Schreckliche« von Gabe Hudson konnte mich leider absolut nicht von sich überzeugen.

Gork ist ein Drache und entstammt dazu auch noch der glorreichen Linie der Schrecklichs. Leider wird er beidem nicht gerecht. Er hat ein fürchterlich großes Herz und sein WILLEZURMACHT-Index liegt bei KuschelBär. Lachhaft! Und mit diesen unterirdischen Werten muss er seine große Liebe ergattern und sie fragen, ob sie seine Königin werden will, damit sie zusammen eine neue Welt erobern können. Denn wenn sie ablehnt, wird er versklavt.

Die Leseprobe konnte mich noch wunderbar unterhalten. Ich hatte gelacht und war sehr angetan vom Genremix aus Fantasy und Science Fiction. »Gork« ist eine etwas andere Liebesgeschichte, in der Drachen nicht nur Ritter auf Einhörnern grillen, sondern mit intergalaktischen Raumschiffen fremde Welten erobern. Die Grundidee des Romans und sein Setting haben auf jeden Fall etwas für sich, das ein gewisses Alleinstellungsmerkmal hat. Das sagte mir noch zu, dann hörte es leider auf.

Mir verging das Lachen sehr schnell. Der Roman bläht den Stoff einer Novella auf über 400 Seiten auf. Der Hautteil der Handlung umfasst nur wenige Handlungsstunden, die man auf vielleicht 100 Seiten hätte ausdrücken können. Zu viele Worte für zu wenig Inhalt. Gork erzählt die Geschichte, wie ihm wortwörtlich der Schnabel gewachsen ist. Man stelle sich einen Roman vor, der durchgängig in Umgangssprache erzählt wird. Anstrengend und nervig sind gar keine Ausdrücke!

Darüber hinaus schweift Gork permanent ab, erinnert sich an Dinge, die irgendwann mal irgendwo passiert sind. Mal ist das ganz in Ordnung und in Maßen ergibt sich daraus auch ein Bild, dass die Momentaufnahme, die die Haupthandlung ist, in Ereignissen wurzelt, die viel früher passiert sind, und dass es hier um mehr als nur Brautwerbung geht. An und für sich eine sehr schöne anachronistische Erzählweise, die mir im Prinzip gut gefällt. Es wurde jedoch zu exzessiv betrieben.

Außerdem passieren immer wieder Dinge deus ex machina, weil es anscheinend gerade gut passte, und nicht etwas, weil es Sinn machen würde, dass diese Dinge jetzt geschehen oder auftauchen. Keine Erklärung, die dem Ganzen Sinn geben würde, nichts.

Und da haben wir noch gar nicht über den Sexismus geredet! Kann ein Buch ohne menschliche Protagonisten sexistisch sein? Aber klar doch! Weibliche Drachen sind reine Lustobjekte, die auf ihre Geschlechtsteile und ihre sexuelle Anziehungskraft reduziert werden. Erwähnte ich Fetischierung, wenn ein weiblicher Drache Gorks Hörner reibt? Wer jetzt an die nicht jugendfreie Variante des Reibens denkt, liegt übriges richtig. Uäks!

Leider eine Enttäuschung. Ein paar gute Grundideen, eine teils gelungene formelle Umsetzung und der Rest war einfach nicht meins. Vielleicht gibt es den einen oder anderen dort draußen, der damit mehr anfangen kann, aber ich kann es leider nicht. Fans von Pratchett und Adams, mit den »Gork« gern einmal verglichen wird, sollten lieber bei Pratchett und Adams bleiben.

Dennoch danke ich Vorablesen und der Hobbit Presse für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Der Roman erscheint am 30.8.18.

Bewertung vom 27.07.2018
Menschen gesucht
Hoß, Thorsten

Menschen gesucht


gut

Ich durfte das Buch im Zuge einer Leserunde auf Lovelybooks lesen und bedanke mich vorab beim Autor dafür.

Zu Beginn des Buches gibt es ein kleines Setup der Charaktere, um zu sehen, wie aktuell bei jedem von ihnen der Stand ist. Eine schöne Gelegenheit, um wieder in den Text zu kommen! An der Stelle hätte ich mir ein, zwei Sätze mehr gewünscht, die noch einmal knapp umreißen, was die aktuelle Aufgabe ist: Magiergeist Ingbold helfen, damit wiederum er ihnen hilft, die Menschen zu finden.

Dann jedoch kommt alles anders als gedacht und wieder einmal zeigt Autor Thorsten Hoß, dass seine Charaktere wahre Meister darin sind, wirklich jede Gefahr auf dem ohnehin gefährlichen Planeten anzuziehen. Es geht sehr schnell sehr spannend weiter im Roman, was ich sehr begrüßt habe.

Außerdem gibt es wieder eine Menge spannendes Worldbuilding. An dieser Stelle beweist der Autor eine Menge Kreativität. Man kann förmlich hinter jeder Ecke etwas Neues entdecken, was das Lesen sehr spannend macht.

Auf der anderen Seite bin ich noch immer noch die allergrößte Freundin der Protagonisten. Es gibt Stellen, da fasse ich mir an den Kopf, wie begriffsstutzig sie doch sein können. Klar, jeder steht hin und wieder auf dem Schlauch. Aber etwas bis ins kleinste Detail erklärt zu bekommen, bevor man es versteht, erschien mir manchmal doch sehr haarsträubend, jüngere Leser hin oder her.

Für meinen Geschmack sind die Kapitel mit oft gerade mal einer Handvoll Seiten zu kurz. Das zerhackstückelt die Spannungsbögen der einzelnen Kapitel zu sehr und vor allem auch der einzelnen Charakterbögen. Da kommt ein Kapitel gerade zum Punkt und dann springt es gleich zum nächsten Kapitel und den nächsten Charakter.

Die Lunaria-Bücher sind für mich mittlerweile vor allem ein unterhaltsamer Pageturner. So wirklich hauen sie mich nicht aus den Socken, aber sie lesen sich flott weg und bieten amüsante Lesestunden. Bestechen kann auch der zweite Band wieder vor allem durch seine Welt, die Charaktere selbst sind aber nicht immer ganz mein Fall.

Bewertung vom 24.07.2018
Maleficus
Vogltanz, Melanie

Maleficus


gut

3.5*

Positiv fällt auf, dass die Autorin definitiv keine Kuschelvampire schreibt. Hier geht es blutig und wild zu. Sie bedient zudem nicht einmal das klassische Bild des Vampirs, was frischen Wind in diese Ecke der Literatur bringt. Mal abseits der üblichen Vampire und Werwölfe zu lesen, war eine schöne Abwechslung.

Besonders die Szenen in der Unterwelt Wiens, die den Großteil der zweiten Hälfte des Romans ausmachen, gefielen mir sehr. Da lief mir das eines oder andere Mal ein Schauer den Rücken hinab und ich fühlte mich ein wenig an Moria und besonders den Wächter im Wasser erinnert. Überhaupt bietet die zweite Hälfte des Romans einige dicke Knüller und Enthüllungen, die richtig Lust auf die Fortsetzung der Reihe machen!

Das Buch bietet viele schöne kleine Details am Wegesrand, Rechercheperlen, die das Lesen wirklich bereichern. Zum Beispiel die Beschreibung der Glocken, die an Gräber gebunden werden, um zu verhindern, dass Leute lebendig begraben werden, fiel mir dabei positiv auf.

Elyssa ist nicht unbedingt die typische Frau für ihre Zeit. Sie ist durchsetzungsfähig und willensstark. Und durchaus zum Kämpfen bereit. An und für sich gute Eigenschaften einer Protagonistin, allerdings habe ich mich an dieser Stelle gefragt, woher sie das Schwert nimmt (sie entstammt immerhin nicht gerade reichen Verhältnissen), und vor allem, wie sie damit gelernt hat umzugehen. Das erschien mir vor dem historischen Kontext nicht schlüssig.

Es gibt eine romantische Beziehung im Roman und leider war sie es, die mir doch einigen Lesespaß genommen hat. Elyssa und Christian führen eine eindeutig missbräuchliche Beziehung. Er ist extrems besitzergreifend und übergriffig und tötet sogar (vermeintlich) einen Nebenbuhler, und Elyssa hängt sich trotzdem an ihn, findet Entschuldigungen für sein Verhalten und bewundert ihn sogar, weil er ja so viel hatte mitmachen müssen. Es machte mich teils sehr wütend, dass sie einfach nicht sehen will, was für eine missbräuchliche Beziehung sie da eigentlich hegt. »Ganz im Gegenteil, ich bewundere, dass du nach allem, was dir widerfahren ist, zu dem Menschen heranreifen konntest, der du heute bist« (Pos. 7890), schwärmt sie da gern einmal. Ich hoffe an dieser Stelle auf das Versprechen der Autorin, dass die rosarote Brille im zweiten Band tatsächlich fällt.

Auf jeden Fall habe ich aber den Stil zu kritisieren. Er war mir zu oft zu ausschweifend und blumig. Viele Formulierungen hätte man einfacher und mit weniger Worten knackiger ausdrücken können. Da sieht man auch einmal den Tod in den Augen des anderen schwimmen (Pos. 2523) oder Flammen schmiegen sich um Spieße (Pos. 6321). Nicht mein Fall.

Alles in allem ist »Maleficus« aber ein guter Roman mit abwechslunsgreicher Lore abseits der gängigen Klischees, wenn auch mit ein paar Abstrichen. Die Beziehung von Elyssa und Christian gefällt mir so gar nicht und hoffe darauf, dass sie nicht weiter romantisiert wird. Außerdem ist der Stil nicht immer mein Fall. Trotzdem eine Empfehlung für Leser, die von der Kategorie Glitzervampir genug haben.


Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Bewertung vom 23.07.2018
No Pflock (eBook, ePUB)
Weil, Andrea

No Pflock (eBook, ePUB)


gut

Ob die Welt jemals glitzernde Vampire gebraucht hat, ist so eine Frage. Auf jeden Fall hat sie sie gründlich satt. Bei »No Pflock« von Andrea Weil kommen Fans von Underworld und Dracula auf jeden Fall auf ihre Kosten.

»No Pflock« ist ein Einzelband mit einer in sich geschlossenen Handlung, schon einmal ein Pluspunkt im Meer der unendlichen Reihen. Der Roman verspricht flotte und seichte Unterhaltung und liefert auch genau das, was er verspricht. Der Plot hat so seine Perlen und Momente, ist dabei aber nicht wirklich herausragend, aber das ist ok. Es muss ja nicht immer gleich die epische Quest zur Rettung der Welt sein. Manchmal reicht schon die Rettung eines bayrischen Vampirclans vor wilden Vampiren und gefährlichen Vampirjägern.

Bayrische Vampire? Aber ja doch! Und sie laufen auch teils noch in Lederhose herum und schwatzen bayrisch! Momente, in denen es mich förmlich zerriss vor Lachen. Thinking out of the box! Dieses Detail hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen.

Ich habe mich sehr oft an die Filmreihe Underworld erinnert gefühlt, was das Setting betrifft. Es stach auch sehr oft Vampire: The Masquerade durch; sicher kamen auch von dort einige Inspirationen, vor allem was die Blutsbindung der Vampire betrifft. Fans sowohl der Filme als auch des Rollenspiels werden hier also auf ihre Kosten kommen.

Rundum begeistern konnte mich der Roman jedoch nicht. Gerade der Anfang des Romans wirkt mir sehr hingeschludert und rasch erzählt. Wir steigen unmittelbar mit Martins Verwandlung in einen Vampir ein, und er zieht als blutgieriger Neugeborener durch Bayern. Ich konnte mich überhaupt nicht in ihn hinein versetzen, wie er von einem durchschnittlichen Studenten zu einem mordenden Vampir wurde. Mir fehlte dabei einige Charakterentwicklung. Im Laufe des Romans besserte sich dies jedoch, als auch Martin mehr und mehr über sein neues Dasein als Vampir lernt.

Der Roman ist rasch erzählt, bietet kurzweilige Unterhaltung aber doch keine länger haftenden Eindrücke. Trotzdem ist er eine Überlegung wert, wenn man einen kleinen Vampirroman mit einigen schönen Ideen sucht und/oder Fan von Underworld und/oder Vampire: The Masquerade ist.

Bewertung vom 01.07.2018
Warbreaker
Sanderson, Brandon

Warbreaker


ausgezeichnet

Wir tauchen erneut in den Cosmere ab, genauer in das Nalthis System, in dem »Warbreaker« spielt, ein Standalone Fantasy Roman von Brandon Sanderson, der jedoch in unbestimmter Zukunft noch seine Fortsetzung erhalten soll.

Prinzessin Vivenna ist ihr ganzes Leben dafür ausgebildet worden, um den Gottkönig in T’Telir zu heiraten und damit den Frieden zwischen Idris und Hallandren zu sichern – selbst wenn das heißt, dass die Idrier, um ihr Fortbestehen zu sichern, einen Bund mit den Häretikern in Hallandren eingehen müssen. Ganz überraschend schickt ihr Vater jedoch nicht sie, sondern ihre jünger ungestüme Schwester Siri, die sich urplötzlich in der Höhle des Löwen wiederfindet. Vivenna, ihres Lebenssinnes beraubt, beschließt, Siri zu finden und zu retten, um ihren Platz einzunehmen. Die beiden jungen Frauen müssen sich in einer Welt behaupten, in der der Atem Magie birgt und Menschen von den Toten widerkehren und zu Göttern werden können.

Wieder einmal hat Sanderson einen absolut faszinierenden und umwerfenden Roman hingelegt. Nicht sein bester Cosmere-Roman zwar, aber immer noch um Wellen besser als der Gros des Einheitsbreis, den man sonst so in den Buchhandlungen findet. Das Buch konnte mich im Gegenzug zu manch anderem Cosmere-Roman zu Beginn nicht völlig in seinen Bann ziehen. Auch Parlins Beziehung zu Vivenna hätte mehr Tiefe vertragen können. Doch darüber hinaus kann »Warbreaker« in jeder Hinsicht überzeugen.

Besonders Vivennas charakterliche Entwicklung ist absolut faszinierend. Von der devoten Prinzessin, deren einziger Lebenszweck darin besteht, den Gottkönig zu heiraten und in T’Telir zu bestehen, hin zu einer völlig anderen Frau, die doch die ganze Zeit in ihr gesteckt hatte, entdeckt sie eine ganze Palette an neuen Seiten an sich.

Besonders zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse, ganz typisch für Brandon Sanderson. Am Ende werden immer die ganz dicken Fische ausgepackt, noch dicker als ohnehin schon! Besonders faszinierend daran ist, dass er dem Leser die Plottwists eigentlich von Anfang an vor die Nase setzt, er sie aber so geschickt verpackt, dass man sie dennoch nicht mitbekommt.

Ganz wie es typisch für Brandon ist, haben wir auch hier wieder ein ausgeklügeltes Magiesystem, das man so so schnell kein zweites Mal findet. Investiture manifestiert sich im Nalthis System im sogenannten Atem. Jeder Atem eines Menschen hat ein kleines magisches Potenzial, summiert kann man mit diesem Atem Dinge beleben, angefangen mit kleinen Stoffpuppen bis hin zu toten Körpern. Eine besondere Form des Atems sind die Wiederweckten, die als Götter in Hallandren regieren und über denen wiederum der Gottkönig steht, der eine unvorstellbare Menge an Atem besitzt und damit eine schier endlose Macht.

Die Idrier sehen den Gebrauch von Atem als Blasphemie und Gotteslästerung an. Umso schwerer fällt es Siri und Vivenna, sich im farbenfrohen T’Telir zu Recht zu finden. Sie stoßen dabei regelmäßig an ihre Grenzen und gehen darüber hinaus, und ihr Weltbild wird regelmäßig auf den Kopf gestellt. Brandon wirft in »Warbreaker« einen Blick auf Menschen, die ihre Welt neu definieren müssen, weil die Wirklichkeit nicht wirklich in ihr vorgefertigtes Weltbild passen will.

Auch wenn »Warbreaker« für mich ein Reread war, boten sich doch einige Überraschungen. Immer wieder entdeckte ich neue Details, die das Lesen so lesenswert machen. Der Roman ist eigentlich wie jeder Text aus der Feder Brandon Sandersons eine unbedingte Leseempfehlung! Er besticht mit tiefen Charakteren, einem spannenden Plot und faszinierendem Magiesystem.

Bewertung vom 29.06.2018
Absturz unter Drachenfeuer
Hoß, Thorsten

Absturz unter Drachenfeuer


gut

Die Mischung macht’s. Mit seinem Erstlingswerk »Absturz unter Drachenfeuer« und gleichzeitig dem Reihenauftakt zur Crew der Sirius7 zaubert Autor Thorsten Hoß dem Leser einen unterhaltsamen und kurzweiligen Science Fantasy Roman.

Die Crew der Sirius7 hat einen Geheimauftrag: einen neuen Antrieb zu testen, der die Menschheit weiter als jemals zuvor in die Tiefen des Weltalls führen soll. Doch etwas geht schief. Sie landen in einem völlig unbekannten Teil des Universums – und überhaupt scheinen hier andere physikalische Gesetze zu herrschen. Da ihr Schiff schwer beschädigt ist, entscheiden sie sich zur Notlandung auf dem fremden Planeten, der sich da vor ihnen auftut. Doch während sie eine holprige Bruchlandung hinlegen, werden sie von seltsamen, großen Flugechsen angegriffen. Waschechte Drachen! Und überhaupt scheint das Ökosystem dieses Planeten einmal in einen Eimer voller Fantasy getunkt worden zu sein. Die Crew macht sich auf die Suche nach einer Möglichkeit, ihr Schiff wieder flugfähig zu machen, und erlebt dabei allerhand Abenteuer mit den fremdartigen Bewohnern des Planeten.

»Absturz unter Drachenfeuer« ist ein in jedem Fall flott zu lesender und unterhaltsamer Mix aus Fantasy und Science Fiction. Gerade zu Anfang gibt es eine Menge SF (und ich bin sehr gespannt, ob die kurze Begegnung mit dem Alienschiff, dem die Sirius7 entkommen konnte, in späteren Romanen noch aufgelöst wird!) mit einer Menge Technik, die so richtig schön Atmosphäre aufbaute. Als das Schiff abstürzt, befinden wir uns auf einmal in einer fremden und doch seltsam vertrauten Welt wieder – vertraut vor allem aus Fantayromanen.

Der Crew geht es anfangs sehr übel und sie erleben sehr harte Zeiten. Hier wird auch nicht zimperlich mit den Charakteren umgegangen, immerhin müssen sie sich in einem fremden Ökosystem zurechtfinden.

Gerade zu Anfang flog ich förmlich durch die Seiten, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht und was die Crew alles auf dem Planeten finden wird. Eine Menge Gefahren, so viel ist auf jeden Fall klar!

Der erste Roman der Reihe ist mehr ein Setup, der das eigentliche Abenteuer erst einleitet. Wir lernen hier die neue Welt kennen und sehen, mit was wir es hier zu tun bekommen. Die Crew schlägt sich derweil durch die Wildnis und versucht irgendwie, einen Schicksalsschlag nach dem anderen zu überwinden und wieder zueinander zu finden, um dann endlich die Suche nach einer Möglichkeit für die Rückreise zu beginnen. Dass ich streckenweise sehr an Pen & Paper erinnert wurde, auch in der klaren Rollenverteilung der Crewmitglieder, kommt sicher nicht von ungefähr, immerhin ist der Autor P&P Spieler.

(Tatsächlich basiert sein Roman auch auf einem von ihm erdachten P&P System in seiner eigenen Welt Lunaria. Alles in seinen Romanen kann auch mit den Regeln seines Systems gespielt werden.)

Aber es konnte mich nicht alles restlos überzeugen. Ich bin beispielsweise von Hiriko nie ein großer Fan geworden. Nach dem Absturz und den Dingen, die ihr da widerfahren sind, begann sie, nervig und naiv zu werden. Wenn man eine Horde wilder Tiere auf eine Gruppe Feinde loslässt, kann es schon einmal vorkommen, dass da Leute verletzt werden. Das war jetzt nicht so überraschend, wie sie da tat.

Generell fehlten mir Emotionen. Es passiert sehr viel in dem Roman, aber die Gefühlsebene der Protagonisten kommt dabei zu kurz und wird eher nur rudimentär behandelt. Wo bleiben, Schock, Wut, Verzweiflung über die scheinbar ausweglose Lage verloren im Weltall? Irgendwie ist alles da, aber nur sehr oberflächlich und kurz abgehandelt. Mehr Tiefe hätte mir an dieser Stelle sehr gut gefallen.

Trotzdem bleibt »Absturz unter Drachenfeuer« ein guter solider Einstieg in die Welt von Lunaria. Wir lernen Charaktere, Welt und Völker kennen und machen die ersten Schritte auf dem Planeten. Das Abenteuer beginnt zwar erst so richtig ab Band 2, aber dafür freue ich mich umso mehr auf diesen!

Bewertung vom 27.06.2018
Der Schatten in mir (eBook, ePUB)
Milkus, Christian

Der Schatten in mir (eBook, ePUB)


sehr gut

Als ich nach Romanen vor allem in der Fantasy fragte, die psychische Krankheiten behandeln und nicht nur ein wenig nebenher anklingen lassen, wurde mir unter anderem »Der Schatten in mir« von Christian Milkus empfohlen. Dabei handelt es sich um einen selbstverlegten Dark Fantasy Roman mit einer an Borderline erkrankten jungen Protagonistin.

Und damit spreche ich an dieser Stelle eine Triggerwarnung aufgrund von grafischer Darstellung von selbstverletzendem Verhalten für den Roman aus. Zwar geht schon aus der Kurzbeschreibung heraus, dass das in diesem Roman irgendwie Thema wird, aber es wird nicht ersichtlich darauf, wie explizit das geschildert wird. Dass der entsprechende Hinweis dafür fehlt, fiel mir negativ auf.

Das war es dann aber eigentlich auch schon an Gemecker, denn darüber hinaus gefiel mir »Der Schatten in mir« sehr gut! Schon allein dieses Bild, dass alle anderen ein Licht in sich tragen und Salya ihre Krankheit als Schatten empfindet, empfand ich als sehr treffend.

Ausgesprochen positiv fiel natürlich allein der Umstand auf, dass der Roman eine psychisch erkrankte Protagonistin in den Mittelpunkt rückt. Ich fragte damals nach solchen Empfehlungen, weil mir neben Brandon Sanderson kein einziger anderer Fantasy Roman/Autor einfiel, der psychische Erkrankungen der Protagonisten behandelte. Mir gefiel es daher sehr, dass Salya an Borderline erkrankt ist. Ich hätte mir an dieser Stelle lediglich mehr Außensicht auf sie gewünscht, um mehr zu sehen, wie ihre Mitmenschen auf sie und ihre Erkrankung reagieren. Auch ein wenig mehr Beleuchtung auf Salyas Mutter hätte nicht geschadet, immerhin vermute ich sie als eine der Ursachen für die Erkrankung.

Eine schöne Botschaft verbreitete Jorden, Salyas Freund. Er zeigt, wie sehr sich Innen- und Außenansicht bei einer psychischen Erkrankung unterscheiden können. Salya sieht sich als schwach, weil sie sich selbst verletzt und erkrankt ist und damit sich von den anderen Dorfbewohnern unterscheidet. Jorden hingehen beneidet sie darum, wie stark sie ist. Sie setzt sich immerhin gegen eine emotional missbräuchliche Mutter durch und hat noch lange nicht aufgegeben, gegen diese anzustehen. Menschen, die an einer psychischen Krankheit leiden, sind oft sehr zäh, denn sie müssen mit sehr wenig auskommen, und das ist etwas, das eine große innere Stärke verlangt.

Zu Beginn tröpfelte der Roman noch etwas vor sich hin. Dabei war er nicht unbedingt uninteressant oder langweilig. So richtig Fahrt nahm er dann aber gegen Ende auf, als es auf den Höhepunkt zuging. Spätestens da hatte mich Milkus auf jeden Fall überzeugt, und jetzt will ich unbedingt die Fortsetzung »Das Feuer in mir« lesen, das demnächst im Drachenmond Verlag erscheint. Ich klebte förmlich an den Seiten und will nun unbedingt mehr aus der Welt und aus der Feder des Autors lesen!

Bis auf ein paar Kleinigkeiten konnte »Der Schatten in mir« also auf jeden Fall überzeugen. Pluspunkte gibt es dafür, dass er Borderline in die Aufmerksamkeit rückt und ein marginalisiertes Thema, das der psychischen Erkrankungen, aufgreift. Ich empfehle jedoch dringend, vor dem Lesen meine ausgesprochene Triggerwarnung zu beachten.

Bewertung vom 17.06.2018
Palace of Silk - Die Verräterin / Palace-Saga Bd.2
Bernard, C. E.

Palace of Silk - Die Verräterin / Palace-Saga Bd.2


gut

Der Vorteil, wenn alle Teile zum Erscheinen des ersten Bandes bereits geschrieben sind, ist, dass man schnell erfährt, wie es weitergeht. Ich habe mich sehr auf »Palace of Silk – Die Verräterin«, die Fortsetzung von C.E. Bernards Erstlingswerk, gefreut, zumal ich dieses als einen YA Roman lobte, der mich durchaus begeistern konnte. Jetzt sitze ich hier vor dieser Rezension und weiß echt nicht, was ich vom zweiten Band der Palace-Reihe halten soll. So wirklich zu 100% konnte er nicht mit Band 1 mithalten. Vielleicht der berüchtigte Fluch des Mittelbandes einer Trilogie?

Fangen wir mit dem Guten an: Noch immer sind die Kampfszenen, und die zieht Rea nun einmal unweigerlich an, wirklich super gelungen! Wie schon im Vorband bereiten sie sehr viel Spaß beim Lesen, so ausführlich und bildhaft, wie die Autorin sie beschreibt, dass man förmlich in Rea drin steckt und selbst die Fäuste zu schwingen scheint.

Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir wieder einmal die psychologische Seite des Romans. Bernard ermöglicht einen tiefen und ausführlichen Blick in Reas Psyche und zeigt sehr eindrücklich, was es mit ihr macht, als Magdalena in einem Land aufzuwachsen, in dem man selbst zu sein heißt, um sein Leben fürchten zu müssen. Rea erfährt in diesem Band auch, dass ihre Kreatur, die ihr immer wieder erscheint, eines der Symptome einer handfesten psychischen Erkrankung ist, die umgangssprachlich »Geistfieber« genannt wird und die mit Symptomen einherkommt, die Ähnlichkeiten zu einer Angststörung, dissoziativen Störung und Depression aufweisen. Sie leugnet zuerst, dass sie krank ist, was absolut einleuchtet; ich kenne viele psychisch kranke Menschen, denen es schwer fällt, ihre Krankheit auch als solche wahrzunehmen. Rea sucht daher zunächst keine Hilfe und braucht eine Weile, um diese Hilfe schließlich auch anzunehmen; ebenfalls typisch für viele psychisch Erkrankte.

An dieser Stelle kommt jedoch das erste Aber. Ich hätte mir gewünscht, dass dieser Prozess näher ausgeleuchtet wird. Sie bekommt ein paar Medikamente, aber die scheinen keinerlei Wirkung zu zeigen, und das war’s mit diesem Thema. Mir drängt sich die Befürchtung auf, dass ihr Seelenheil im dritten Band durch die Liebe zu Robin »geheilt« wird, und das würde ich ganz und gar nicht befürworten. Aber das greift vor und bleibt abzuwarten. Für diesen Teil sei gesagt, dass der beginnende Heilungsprozess Reas für mich zu sehr hinten über fällt.

Im Allgemeinen bin ich langsam doch etwas unzufrieden, wie sich die Beziehung von Rea und Robin entwickelt. Für meinen Geschmack hängt sie sich zu sehr an seinen Äußerlichkeiten auf, was ich wiederum als oberflächlich empfinde. Er ist wortwörtlich SO!SCHÖN und daher kann man auch einmal darüber hinweg sehen, dass er schon einmal über Reas Kopf hinweg für sie entscheidet oder so … Er behandelt sie wirklich nicht immer gerade so, wie man die große Liebe behandeln sollte, aber Rea hält dennoch wider besseren Wissens an ihm fest, weil sie immer und immer wieder seinen ach so tollen blauen Augen verfällt. »ARGHL!« war ein Ausruf, den ich beim Lesen nicht selten verwendet habe, weil das Buch an dieser Stelle, und es ist eine sehr große Stelle im Roman, dann doch wieder in die üblichen YA Tropes verfällt.

Auf der anderen Seite gibt es bei den Nebencharakteren durchaus einige Diversität, was ja wiederum etwas Gutes ist. Es bleibt an dieser Stelle also abzuwarten, was der dritte Band mit Rea und Robin und Reas Geistfieber macht. Ich hoffe, etwas Gutes!

Wieder einmal, und das Problem habe ich nicht nur mit diesem Roman, kam ich gerade bei den Nebencharaktere immer wieder durcheinander und musste häufig überlegen, wer denn nun wer ist und wie etwas mit der Geschichte zu tun hat. An dieser Stelle denke ich jedoch, dass es wirklich eher etwas mit mir und meinem Leseverhalten zu tun hat als mit dem Roman.

Wieder einmal im Vergleich zum ersten Band fand ich den Twist am Ende des Romans nicht so umwerfend.