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Benutzername: Kristin Friedrich
Wohnort: Hof
Über mich: Leseratte
Danksagungen: 150 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 369 Bewertungen
Bewertung vom 12.02.2019
Deine letzte Lüge
Mackintosh, Clare

Deine letzte Lüge


ausgezeichnet

Anna sollte eigentlich der glücklichste Mensch der Welt sein. Sie ist gerade erst Mutter bekommen und hat eine intakte Beziehung. Leider ist dem nicht so, denn sie hätte gerne ihre Eltern an ihrer Seite, um ebend dieses Glück zu teilen. Erst nimmt sich ihr Vater das Leben und als wäre das nicht schlimm genug, folgt ihm Annas Mutter nur sieben Monate später in den Tod. Für sie bricht natürlich eine Welt zusammen und sie kann einfach nicht glauben, dass ihre Eltern ihr das angetan haben.
Am Jahrestag des Todes ihrer Mutter, wird ihre Vermutung bestätigt. "Selbstmord - von wegen..." heißt es auf der Karte, die sie bekommen hat...

Ich wollte das Buch gerne aufgrund einer lieben Empfehlung gerne lesen. Die Geschichte ist nämlich bereits vor längerem als Hardcover erschienen - dort gefällt mir allerdings das Cover etwas besser, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.

Anna ist sofort sympathisch. Sehr einfühlsam wird die Situation mit ihrem Baby beschrieben. Ich bin selbst junge Mutter und konnte ihre Gedanken super gut nachvollziehen. Sie ist fassungslos über den Tod ihrer Eltern und ich war absolut bei ihr.
Der Thriller wurde in verschiedenen Handlungssträngen erzählt. Anfangs hat mich eine bestimmte Sicht etwas gestört, weil ich mich gespoilert gefühlt habe. Das hat sich allerdings relativ schnell wieder gegeben.
Jeder Charakter in dem Buch ist stark gezeichnet und hat sein eigenes Päckchen zu tragen. Natürlich sind die meisten Personen zunächst undurchsichtig, wo man noch nicht so recht weiß, was man von ihnen zu halten hat. Außerdem gibt es richtig gute Twists im Verlauf, sodass es nie langweilig wird und immer neue Fragen und Erkenntnisse aufgeworfen werden.

Außerdem war sofort wahnsinnig neugierig, was denn nun wirklich passiert ist und wie die Geschichte aufgeklärt wird. Ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Ich war von der ersten Seite an in der Geschichte gefangen. Ich habe mitgelitten, getrauert, mitgefiebert und war wütend. Richtig toller Thriller mit klasse Wendungen, die mich wirklich überrascht haben. Seit langem mal wieder ein Fünf-Sterne-Buch für mich. Absolute Leseempfehlung an Liebhaber der Spannung, die nicht so gerne blutige Geschichten lesen möchten.

Bewertung vom 30.07.2013
Stone Girl
Sheinmel, Alyssa B.

Stone Girl


sehr gut

Ich liebe einfach immer wieder Bücher, in denen es um Jugendprobleme geht und Sorgen, die man so hat, wenn mal Erwachsen wird. So hat mich natürlich auch „Stone Girl“ bereits auf dem Klappentext sofort fasziniert.
Was hat ein junges Mädchen für Probleme, wo es ihr nach außen hin doch gut geht? Und warum entwickelt sie eine Essstörung?

In dem Jugendbuch von Alyssa B. Sheinmel geht es um so einiges. Die Protagonistin ist ein schüchternes Mädchen, das gerade erwachsen wird und selbst nicht so richtig weiß wo sie steht, weil sich gerade selbst findet. Dabei hat sie einen furchtbaren Freund. Den liebt sie schon irgendwie, sie fühlt sich auch ganz wohl in seiner Nähe, merkt aber bewusst gar nicht wie schlecht er sie behandelt. Auch in Gegenwart ihrer Freunde ist sie stets unsicher. Für den Leser ist es so offensichtlich, wer es ehrlich mit dem Teenager meint und wer nicht, dass man sie schütteln möchte, weil sie den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.
Aus dieser Unsicherheit heraus, entwickelt sich dann eine Essstörung…

Das Buch stimmt sehr nachdenklich. Die Autorin hat auch nicht diesen typischen flüssigen Jugendbuchschreibstil. Im Gegenteil, die Geschichte wirkt ein wenig melancholisch und traurig. So wie Sethie eben irgendwie auch ist. Sie wird auch aus ihrer Sicht erzählt.

Meiner Meinung nach hat die Autorin sehr viel Einfühlsamkeit bewiesen. Sie hat das Thema Magersucht mal überhaupt nicht den typischen Klischees entsprechend behandelt und ist auf viele Probleme eingegangen, die unzählige Jugendliche zu bewältigen haben.
Mir hat das Buch von der ersten, bis zur letzten Seite sehr gut gefallen. Beide Daumen hoch für diesen schnell gelesenen Schmöker.

Bewertung vom 30.07.2013
Der Nachtwandler
Fitzek, Sebastian

Der Nachtwandler


ausgezeichnet

Sebastian Fitzek ist mein mit Abstand absoluter Lieblingsautor aus dem Genre der Thriller. Lang vor jedem Erscheinungstermin fiebere ich neuen Büchern von ihm entgegen. Inzwischen lese ich mir nicht einmal mehr die Klappentexte durch, sondern kaufe sie blind und verschlinge sie im Anschluss.

Jedem Fan von Sebastian Fitzek erzähle ich jetzt nichts Neues. Er überzeugt wieder mit einer Geschichte mit sehr vielen Wendungen, verpackt in einem flüssigen Schreibstil. Die Spannungskurve steigt bereits nach einigen wenigen Seiten steil an und bleibt so bis zum Schluss stets konstant. Nachdem wieder einmal jedes Kapitel mit einem Cliffhanger endet und diese recht kurz sind, wird man regelrecht gezwungen, das Buch in einem Rutsch zu lesen.

Inhaltlich selbst hat sich der Autor wieder einmal übertroffen. Der Leser erlebt viele Überraschungen und einige Vermutungen werden ständig über den Haufen geworfen. Man fühlt mit Leon und seiner Frau mit. Man möchte ihm unbedingt helfen, so lebendig ist die komplette Szenerie vor dem inneren Auge. Irgendwann weiß auch der Leser nicht mehr, was nun real ist und was nicht. Was erlebt Leon nun wirklich und was träumt er nur?

Auch dieses Buch habe ich wieder in einem Rutsch nahezu verschlungen. Ich konnte mit dem Lesen einfach nicht aufhören. Ich habe mich in den Thriller regelrecht hineingesteigert, da es für mich unvorstellbar war, in einem Haus zu leben, in dem sich plötzlich geheime Zimmer und Gänge auftun, in denen unvorstellbares geschieht.
„Der Nachtwandler“ ist ein Muss für alle spannungssüchtigen Leser mit starken Nerven und immer wieder auf der Suche nach dem Lesekick sind.

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.07.2013
Judasmord / Taylor Jackson Bd.3
Ellison, J. T.

Judasmord / Taylor Jackson Bd.3


gut

Für mich hat sich der Klappentext gleich richtig spannend angehört. Vom Autor selbst war mir weder etwas bekannt, noch habe ich etwas von ihm gelesen. Von Taylor Jackson gibt es wohl schon Fälle. Wie viele genau, habe ich gar nicht recherchiert. Außer von meinen Lieblingsautoren kenne ich es in diesem Genre aber mittlerweile gar nicht anders, als immer mit irgendeinem Fall zwischendrin zu beginnen. Das mit den möglichen Nummerierungen, hat noch kein Verlag geschafft.

Man ist sofort voller Spannung mitten in der Geschichte und hat das Gefühl einen Pageturner in den Händen zu halten. Leider nimmt diese Wahrnehmung nach den ersten Kapiteln auch schon wieder ab. Der Fall ist zwar interessant, zieht sich aber etwas in die Länge. Aufhören möchte man aber dennoch nicht mit dem Buch, da sich der Inhalt als immer verzwickter und interessanter gestaltet.
Wie es in diesem Genre üblich ist, wurden auch hier wieder mehrere Handlungsstränge ineinander verwoben.

Für mich ging es richtig rasant los, hat dann aber deutlich an Spannung abgenommen. Gelesen habe ich es trotzdem, weil die Geschichte nicht schlecht genug war, um sie abzubrechen. „Judasmord“ war für mich ein netter Thriller für zwischendurch, der aber schnell wieder in Vergessenheit gerät. Für mehr konnte ich mich auch nicht genug mit den Protagonisten identifizieren.

Bewertung vom 30.07.2013
Du stirbst zuerst
Wells, Dan

Du stirbst zuerst


ausgezeichnet

Inzwischen muss ich auf einem Titel nur noch Dan Wells lesen und schon ist das Buch so gut wie gekauft. So ging es mir auch mit „Du stirbst zuerst“. Mir hat sein trockener und schwarzer Humor schon immer gefallen und ich bin bisher immer über die Seiten seiner Werke regelrecht geflogen.

Die Handlung an sich, war überhaupt nicht berechenbar, was ich als sehr positiv empfunden habe. Normalerweise denkt sich der Autor eine Mischung aus Mystik, Fantasy und Spannung aus. Hier wusste man aber bis beinahe zuletzt nicht ob es sich um was es sich handelt und was Einbildung ist. Das gibt der Geschichte genau die perfekte Würze.

Ansonsten konnte mich der Autor von der ersten bis zur letzten Seite an die Geschichte fesseln. Der Schreibstil selbst ist flüssig und die Seiten haben sich richtig schnell gelesen. Der gewohnte Witz und Humor, den ich von Dan Wells kenne, blieb diesmal ein wenig auf der Strecke. Allerdings hätte dies auch gar nicht gepasst.

Mich hat Dan Wells auch diesmal nicht enttäuscht. Ich habe das Buch verschlungen und es wurde für mich ein richtiger Pageturner und wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte endet. Leider hat mich der Schluss, zu dem ich inhaltlich natürlich nichts sagen werde, überhaupt nicht befriedigt. Ansonsten war „Du stirbst zuerst“ ein erfrischender und spannender Lesespaß.

Bewertung vom 30.07.2013
Tschick
Herrndorf, Wolfgang

Tschick


gut

Ich lese immer gerne Jugendbücher über aktuelle Themen. Beim stöbern bin ich dann auf „Tschick“ gestoßen. Der Klappentext klang für mich sehr interessant und hat mich auf Anhieb angesprochen. Die vielen positiven Rezensionen gaben mir dann den endgültigen Anstoß, das Buch zu kaufen.

Es dauerte seine Zeit, bis ich in der Geschichte drin war. Es wurden viele Probleme behandelt. Vom schlechten Elternhaus, über Außenseiter, Kriminalität, das erste Verliebt sein, Gruppenzwang, Abenteuer bis hin zur Bedeutung einer wahren Freundschaft ist alles dabei. Das sollte eigentlich genügend Stoff für eine richtig mitreißende Geschichte sein.

Die Handlung selbst wird aus der Sicht des 14 jährigen Maik erzählt. Die Sprache selbst ist sehr einfach und flüssig gehalten. Außerdem stößt man beim Lesen immer wieder auf typische Jugendsprache, die meiner Meinung nach teilweise zu sehr nach Klischee klingt.

Alles in allem war ich recht enttäuscht von der Jugendlektüre. Ich habe mir mehr erwartet. Die Geschichte ist zwar nicht lang, aber weil mich das Buch nicht wirklich mitreißen konnte, habe ich ewig für den Roman gebraucht. Ab der Mitte kam dann für mich auch Spannung auf. Aber alles in allem kann ich die vielen positiven Meinungen nicht ganz nachvollziehen. Aber die Geschmäcker sind eben verschieden.

6 von 11 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.07.2013
Schuldig
Picoult, Jodi

Schuldig


sehr gut

Seit Jodi Picoult mich mit meinem persönlichen Erstling von ihr „Beim Leben meiner Schwester“ so begeistern konnte, freue ich mich immer wieder auf neuen Lesestoff von ihr. Nachdem das Cover schon nichts Positives verheißt, weil es so düster gestaltet ist und der Klappentext mich sofort angesprochen hat, musste der Roman in mein Buchregal.

Jodi Picoult ist bekannt für dramatische Geschichten, bei denen man sich Gedanken machen muss und oft mit seiner Meinung zu den Protagonisten und der Handlung sehr zwigespalten ist. Das ist auch hier der Fall. Ein junges Mädchen wird vergewaltigt, der Vater ist natürlich außer sich. Die Mutter ist ebenfalls am Boden zerstört, zumal sie sich nicht gerade wie ein Engel verhalten hat. Gleichzeitig ist noch nicht geklärt ob die Tat wirklich so stattgefunden ist und der Vergewaltiger, der jetzt im Mittelpunkt der Öffentlichkeit steht, auch tatsächlich einer ist. Und dann gibt es da noch das Geheimnis des Vaters. Eine einst angeblich glückliche Familie droht zu zerbrechen und es stellen sich so einige Fragen der Moral.

Die Autorin lässt auf der einen Seite die Geschehnisse sehr lebendig werden, andererseits lässt sie immer sehr viel Raum für eigene Gedanken. Die Kapitel sind im Allgemeinen sehr lang und am Ende kann der Leser sehen, wie der Vater den Schmerz verarbeitet. Er ist Comiczeichner für Marvel und bringt in seinem neuesten Projekt seine Gefühle bildlich zum Ausdruck.

„Schuldig“ war mein drittes Buch von der Autorin und wieder einmal hat sie mich überhaupt nicht enttäuscht. Ich bin restlos begeistert von dem Drama und trotz der Länge, habe ich das Buch verschlungen und zurück blieb immer noch ein langer Nachgeschmack. Außerdem hat mich die Geschichte zum Teil zu Tränen gerührt und gleichzeitig sehr zum Nachdenken angeregt. Für mich eine absolute Kaufempfehlung.

Bewertung vom 25.05.2013
Love Alice
Savina, Nataly

Love Alice


sehr gut

Auf „Love Alice“ bin ich durch Zufall beim stöbern gestoßen. Mich hat sofort das verträumte Cover mit dem blassen, rothaarigen Mädchen und ihren pinken Blüten in den Händen angesprochen. Der Klappentext hat mich dann überzeugt und ich musste das Buch lesen. Die Autorin selbst war mir neu.

Das Jugendbuch fasst zwar nur wenige Seiten, dafür haben es diese aber in sich. Alice, die Tochter einer berühmten Opernsängerin, hat es nicht leicht. Ständig ziehen die beiden um, ständig wird die Schule gewechselt und für richtige Freunde ist somit im Leben des jungen Mädchens kein Platz. Das ändert sich, als sie nach einem erneuten Umzug Cherry kennenlernt. Mit ihr beginnt sofort eine wunderbare, einzigartige Freundschaft und Alice will nicht mehr ohne sie sein…

Mehr kann man gar nicht verraten. Die Autorin hat zum einen sehr flüssigen Schreibstil und zum anderen lässt sie unglaublich viel Raum für eigene Gedanken. Man kann sich sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen und fühlt sich selbst direkt in die Geschichte versetzt.

Mich hat die Geschichte von der ersten, bis zur letzten Seite verzaubert. Ich habe das Buch, aufgrund der wenigen Seiten, zwar rasch verschlungen, aber es blieb irgendwie noch ein langer Nachgeschmack. Mich hat die Freundschaft und die Entwicklung der beiden Mädchen fasziniert. Ich möchte „Love Alice“ wärmstens weiterempfehlen und freue mich selbst auf mehr Lesestoff der Autorin.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.