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Manche Wälder täuschen dich. Manche Pfade verraten dich. Manche Wege zerstören dich.
Top-Spannung made in Kanada: Der große neue Thriller der internationalen Bestseller-Autorin Chevy Stevens.
Seit Jahren verschwinden junge Frauen vom einsamen Cold Creek Highway im Nordwesten von Kanada. Das letzte Opfer ist noch nicht lange tot, der Mörder wurde nie gefunden. Nun geraten zwei gegensätzliche Frauen in sein Visier: Die toughe Hailey kennt die Wälder um Cold Creek wie ihre Westentasche. Als sie ein dunkles Geheimnis entdeckt, trifft sie eine unheilvolle Entscheidung. Ein Jahr später kommt…mehr

Produktbeschreibung
Manche Wälder täuschen dich. Manche Pfade verraten dich. Manche Wege zerstören dich.

Top-Spannung made in Kanada: Der große neue Thriller der internationalen Bestseller-Autorin Chevy Stevens.

Seit Jahren verschwinden junge Frauen vom einsamen Cold Creek Highway im Nordwesten von Kanada. Das letzte Opfer ist noch nicht lange tot, der Mörder wurde nie gefunden. Nun geraten zwei gegensätzliche Frauen in sein Visier: Die toughe Hailey kennt die Wälder um Cold Creek wie ihre Westentasche. Als sie ein dunkles Geheimnis entdeckt, trifft sie eine unheilvolle Entscheidung. Ein Jahr später kommt Beth, ein Großstadtkind, nach Cold Creek - auf einer persönlichen Suche, die immer gefährlicher wird.

»Chevy Stevens schlägt einen völlig in Bann.« Karin Slaughter

Autorenporträt
Chevy Stevens ist die einzige Kanadierin unter den internationalen Top-Thrillerautor:innen. Sie lebt in Nanaimo auf Vancouver Island mit seiner beeindruckenden Natur. Ihre eindrücklichen Thriller um starke Frauen, die ums Überleben kämpfen, stehen weltweit auf den Bestsellerlisten. Chevy Stevens ist auf einer Ranch aufgewachsen und liebt Wandern, Paddeln und Zelten mit ihrem Mann, ihrer Tochter und ihren Hunden. Maria Poets übersetzt seit vielen Jahren Belletristik, darunter viele Spannungstitel, und zeichnet sich u.a. durch Dialogstärke und ihr Gespür für Ton und Tempo aus. Sie lebt als freie Übersetzerin und Lektorin in Norddeutschland.
Autoreninterview
Interview Chevy Stevens zu „Tief in den Wäldern“

Sie haben schon in Ihrer Jugend davon geträumt, Schriftstellerin zu werden. Wie sah das aus?

Ich hatte eine sehr glamouröse Vorstellung von Schriftsteller*innen. Sie sollten wie Jackie Collins oder Danielle Steele sein, in Limousinen herumfahren, in eleganten Büros schreiben und auf Welttournee geschickt werden. Aber ich mochte auch das klassische Bild einer nachdenklichen Person, die an einem nebligen Strand spazieren geht und in einer gemütlichen Hütte bei Feuerschein schreibt.

Entspricht die Realität jetzt Ihren Träumen von damals?
Als ich mit meinem Debütroman „Still Missing – Kein Entkommen“ begann, wohnte ich in der Hütte eines Freundes auf einer Insel. Der Regen klopfte auf das Blechdach, während ich mit verschiedenen Texten herumspielte. Ich dachte mir: „Ah, ja. Das ist das Leben!“ Das war eine friedliche Zeit, als es nur mich und meine Worte gab. Inzwischen habe ich festgestellt, dass die Realität einer veröffentlichten Schriftstellerin viel komplexer ist. Es gibt Geschäftsverträge, Dokumente, ausländische Steuerformulare, Marketing, soziale Medien und Interviews. Und natürlich…mehr
Interview Chevy Stevens zu „Tief in den Wäldern“

Sie haben schon in Ihrer Jugend davon geträumt, Schriftstellerin zu werden. Wie sah das aus?

Ich hatte eine sehr glamouröse Vorstellung von Schriftsteller*innen. Sie sollten wie Jackie Collins oder Danielle Steele sein, in Limousinen herumfahren, in eleganten Büros schreiben und auf Welttournee geschickt werden. Aber ich mochte auch das klassische Bild einer nachdenklichen Person, die an einem nebligen Strand spazieren geht und in einer gemütlichen Hütte bei Feuerschein schreibt.

Entspricht die Realität jetzt Ihren Träumen von damals?
Als ich mit meinem Debütroman „Still Missing – Kein Entkommen“ begann, wohnte ich in der Hütte eines Freundes auf einer Insel. Der Regen klopfte auf das Blechdach, während ich mit verschiedenen Texten herumspielte. Ich dachte mir: „Ah, ja. Das ist das Leben!“ Das war eine friedliche Zeit, als es nur mich und meine Worte gab. Inzwischen habe ich festgestellt, dass die Realität einer veröffentlichten Schriftstellerin viel komplexer ist. Es gibt Geschäftsverträge, Dokumente, ausländische Steuerformulare, Marketing, soziale Medien und Interviews. Und natürlich viele Stunden an der Tastatur, in denen ich Absätze immer wieder umschreibe, während ich Krümel verstreue und Tee verschütte. Am liebsten ist es mir, wenn ich anfange, von einer neuen Idee zu träumen, und wenn ich ein Buch fertiggestellt habe!

Ihr neuer Krimi „Tief in den Wäldern“ basiert auf ungeklärten Fällen in British Columbia, wo seit den 1970er Jahren immer wieder Frauen ermordet wurden oder spurlos verschwanden. Sie selbst sind dort aufgewachsen. Wie kann man mit einer solchen Bedrohung leben?
Als ich ein Kind war, in den 70er und frühen 80er Jahren, habe ich nicht viel über diese Fälle gehört. Heute denke ich oft daran, wie meine Freundin und ich zu Fuß zum Haus des anderen gingen oder mit dem Fahrrad von der Schule nach Hause fuhren. Wir hielten an, um den Wald zu erkunden, wenn etwas unser Interesse weckte. Oft kamen wir zu spät oder dachten gar nicht daran, unseren Eltern zu sagen, wohin wir gegangen waren. Wir waren einem viel größeren Risiko ausgesetzt, als uns bewusst war. Ich würde meiner Tochter nie das erlauben, was wir so getan haben. Als ich Teenager wurde, verstand ich mehr von den Übeln der Welt und hörte auch die Geschichten über den Highway. Dieses Wissen in Verbindung mit all den Büchern über wahre Verbrechen, die ich gelesen hatte, machte mich viel vorsichtiger. Wenn ich in meinem ersten Job im Restaurant lange arbeitete, fuhr mich ein*e Kolleg*in nach Hause. Ich habe mich nie von jemandem mitnehmen lassen, den ich nicht kannte.

Das Buch erzählt auch von einer Gesellschaft, die immer noch rassistisch und frauenfeindlich ist. Wie präsent ist das in Ihrem Leben?
Ich glaube, die meisten Frauen erleben weiterhin Tag für Tag Misogynie. Wir sind uns dessen vielleicht nicht immer bewusst, aber sie ist da, wie ein ständiges Summen im Hintergrund. Kanada hat zudem eine düstere Geschichte im Hinblick auf den Umgang mit den indigenen Völkern, die wird erst allmählich aufgearbeitet. Da gibt es noch viel zu heilen. Ich bin froh, dass sich die Schule meiner Tochter intensiv mit diesen Themen befasst. Sie sind ihr viel bewusster als mir in meiner Schulzeit.

Können Bücher etwas dazu beitragen?
Bücher schaffen Bewusstsein, das ist unglaublich wichtig. Auf diese Weise lernen wir andere Kulturen und Menschen kennen, denen wir in unserem eigenen Leben vielleicht nie begegnen. Durch Bücher können wir Mitgefühl und Verständnis gewinnen.

Auf Ihrer Homepage nennen Sie das Annehmen von Feedback einen der wichtigsten Schritte für junge Schreibende. Wie gelingt es Ihnen, Kritik nicht persönlich zu nehmen, sondern sie als Herausforderung zu sehen?
Ich achte sehr darauf, von wem ich mir Feedback geben lasse. Ich habe gelernt, dass ich jemanden brauche, der seine Gedanken sehr klar formulieren kann. Vages Feedback kann frustrierend sein und viel Stress verursachen. Es erfordert Vertrauen und gegenseitigen Respekt, die Arbeit eines anderen ehrlich einzuschätzen. Ich habe mittlerweile einige gute Schriftsteller*innen in meinem Freundeskreis, auf die ich mich da verlassen kann. Negative Bewertungen im Internet zu lesen, kann dennoch verletzend sein. Bei jedem Buch verspreche ich mir selbst, dass ich mir keine Rezensionen ansehe, aber ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich es doch tue. Ich versuche mir einzureden, dass es unmöglich ist, es allen recht zu machen – und mache weiter. Aber wenn ich ein bestimmtes Argument häufiger bei verschiedenen Rezensenten lese, dann werde ich aufmerksam und denke darüber nach. Wenn ich schließlich einverstanden bin, behalte ich diese Kritik für meine nächsten Projekte im Hinterkopf.

Sie haben einige Jahre lang als Immobilienmaklerin gearbeitet. Legen die Leute immer noch Wert auf genügend Platz für Bücherregale, wenn sie sich eine neue Wohnung suchen?
Das ist schon lange her. Bei einigen Leuten hat es sicher eine Rolle gespielt. Ich selbst habe immer davon geträumt, ein Haus mit einer Bibliothek oder einem Lesezimmer zu haben. Ein gemütlicher Sessel in der Ecke oder vielleicht ein Fensterplatz. Einer der Gründe, warum ich mich in unser jetziges Haus verliebt habe, ist, dass es einen großen Bürobereich mit einer Wand für Regale hatte. Viele Jahre lang bewahrte ich alle meine zusätzlichen Bücher im Lager. Das waren Kisten über Kisten! Ich hoffte, dass wir irgendwann in einem größeren Haus leben würden, mit Platz für meine eigene Bibliothek. Aber vor kurzem habe ich die meisten der Bücher weggegeben, entweder gespendet oder an Freunde verschenkt. Ich hatte erkannt, dass ich sie nicht ausstellen wollte. Ich wollte, dass diese Geschichten an andere weitergegeben werden, damit sie sich an ihnen erfreuen und sie dann auch weitergeben können. Jetzt behalte ich nur noch Bücher, die meine Freunde schreiben, Nachschlagewerke oder meine Lieblingsbücher, von denen ich einige schon seit meiner Teenagerzeit besitze.

Interview: Literaturtest, 2022
Krimi des Monats July 2022
Chevy Stevens: Tief in den Wäldern

Es ist ein ungewöhnlich heißer Sommer in Cold Creek, einer kleinen Stadt im Norden Kanadas. Hier bietet sich die letzte Gelegenheit zu tanken und Vorräte einzukaufen, denn weiter nördlich führt der Highway in die schier endlose Landschaft aus Bergen und Wäldern. Touristen, die nach Cold Creek kommen, suchen die unberührte Natur und träumen von einem Selfie mit einem Elch, einem Puma oder einem Grizzly. Für die einheimischen Teenager sind die Sommermonate vor allem eine gute Gelegenheit, um mit Ferienjobs Geld zu verdienen und sich nach Feierabend an abgelegen Seen zu vergnügen. Die 17-jährige Hailey ist allerdings nicht gerade in Party-Stimmung. Vor kurzem ist ihr Vater bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Die Mutter starb an Krebs, als Hailey noch ein kleines Kind war. Nun lebt sie bei ihrer Tante Lara. Deren Mann Vaughn ist ausgerechnet Polizist und hat nicht nur Haileys Freund, den zur Kleinkriminalität neigenden Johnny, auf dem Kieker. Er verbietet seiner Nichte alles, was sie auch nur annähernd in Gefahr bringen oder seinen Ruf ruinieren könnte.

Vaughns übertrieben wirkende Sorge ist allerdings nicht unbegründet. In der Gegend um Cold Creek gab es in den letzten Jahrzehnten immer wieder ungeklärte Morde an jungen Frauen. Etliche Mädchen wurden hier zum letzten Mal gesehen und sind nie wieder aufgetaucht. Hailey ist mit dem Wissen aufgewachsen, wo und wann sie auf keinen Fall allein unterwegs sein sollte. Als Tochter eines Wildnisführers kennt sie die Wälder der Umgebung trotzdem wie ihre eigene Westentasche und fühlt sich entsprechend sicher. Aber dann wird wieder die Leiche einer jungen Frau gefunden und für Hailey entwickelt sich der Sommer zu einem wahren Albtraum … Ein Jahr später taucht Beth, eine junge Frau aus Vancouver, in Cold Creek auf. Sie ist die Schwester von Amber, der im Vorjahr ermordeten Frau. Beth, Großstädterin durch und durch, macht sich auf die Suche nach dem Täter. Dabei erlebt sie die Welt von Hailey und Amber aus einer ganz anderen Perspektive.

Für die kanadische Krimiautorin Chevy Stevens ist Haileys Geschichte mehr, als nur ein weiterer Fall. Ihr außergewöhnlicher Thriller „Tief in den Wäldern“ basiert auf ihren eigenen Erfahrungen: Sie ist im Nordosten Kanadas aufgewachsen, unweit des sogenannten „Highways der Tränen“, wo tatsächlich seit den 1970er Jahren immer wieder Frauen ermordet werden oder spurlos verschwinden. Ihre fiktiven Heldinnen Hailey, Amber und Beth stehen für die Geschichten der realen Opfer und Hinterbliebenen, verleihen ihnen Stimme und Gesicht. Dabei beschreibt Stevens Cold Creek und die Menschen, die dort leben auf eine ganz besondere, präzise Art und Weise. Sie erzählt vom Alltag, den Ängsten und den Wünschen ihrer Protagonistinnen, von dem, was sie hören, wie sie sprechen und sich kleiden. Als wollte sie all dem Schrecken und der Trauer den Reichtum des alltäglichen Lebens entgegenhalten. Und es feiern. Alles zum Krimi des Monats
Rezensionen
neben den Akteuren [spielt] die menschenfeindliche, unwirtliche und unheimliche Natur die eigentliche Hauptrolle. Rainer Nolden Trierischer Volksfreund 20220802