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Benutzername: 
harakiri
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Ostalb
Buchflüsterer: 

Bewertungen

Insgesamt 786 Bewertungen
Bewertung vom 28.06.2022
Tief in den Wäldern
Stevens, Chevy

Tief in den Wäldern


ausgezeichnet

Ein Buch, das atemlos macht
Von der ersten bis zur letzten Seite konnte ich das Buch kaum zur Seite legen. Jetzt habe ich es durch und muss erst einmal durchatmen. Denn Stevens hielt mich von Anfang an in Atem und meine Zahnreihe ist jetzt sicher abgerieben.
Kurz zur Story, die von einer wahren Geschichte inspiriert ist.
Hailey wohnt in einem kleinen Ort in Kanadas Wäldern. Als ihr Vater bei einem Unfall stirbt, wird sie von Tante und Onkel aufgenommen. Doch der Onkel schikaniert Hailey wo er nur kann und bald kommt Hailey auf ein dunkles Geheimnis. Ihr bleibt nur die Flucht und das Leben im Wald.
Als auf dem Highway wieder eine tote Frau gefunden wird, beschließt Hailey, der Polizei einen Tipp zu geben, gerät dabei aber selbst in Gefahr.
Die Handlung ist in 3 Teile gegliedert, die – natürlich – immer im spannendsten Moment zu Ende sind. Von der Erzählung von Hailey switcht die Story zu Beth, der Schwester des zuletzt getöteten Mädchens, die den Mörder ihrer Schwester finden will. Beide Teile haben ihren Reiz, wobei der erste schon fast der Höhepunkt der Story ist. Doch wer denkt, es gäbe keine Steigerung mehr, der wird im 3. Teil noch einmal davon überzeugt, dass Stevens ihr Pulver längst noch nicht verschossen hat.
Die Story in den tiefen Wäldern Kanadas anzusiedeln macht den Thriller noch einmal spannender, weil hier so viel passiert.
Fazit: Chevy Stevens ist eine Autorin, die man uneingeschränkt empfehlen und deren Namen man sich für ihre künftigen Bücher merken sollte.

Bewertung vom 28.06.2022
Blinde Furcht / Kate Burkholder Bd.13
Castillo, Linda

Blinde Furcht / Kate Burkholder Bd.13


ausgezeichnet

In einem Motel wird eine Frau erschlagen aufgefunden. Die Spur führt Kate Burkholder wieder in die Amische Gemeinschaft. Doch wer könnte einen Grund gehabt haben, so wütend auf Rachael zu sein? Bald ist ein Verdächtiger gefunden, doch der leugnet.
Bereits der 13. Fall für Kate Burkholder im Umfeld der Amischen Menschen und noch immer faszinierend und rasant.
Castillo führt uns wieder tief in die Kultur der Amish People und wirft auch wieder ein paar Brocken Pennsylvania-Deitsch mit ein, die selbstverständlich gleich mit übersetzt werden. Allerdings versteht man im deutschsprachigen Raum schon sehr viel davon.
Der Fall ist wie immer gut aufgebaut und als ein erster Verdächtiger gefunden ist, dachte ich, das ging aber schnell dieses Mal. Doch Castillo war noch nicht am Ende und so nahm die Handlung noch einmal richtig Fahrt auf und wurde, für mich, überraschend gelöst.
Mit Kate Burkholder ist der Autorin eine sehr sympathische Ermittlerin gelungen, der ich vom ersten Band an folge. Dabei konzentriert sich Castillo immer eher auf den Fall als auf das Privatleben der Ermittlerin, welches sie aber doch locker immer wieder einfließen lässt, so dass man sie mittlerweile fast als Freundin empfindet. Castillos Buch ließ sich wieder sehr gut lesen, ihr Sprachstil ist mitreißend und die Kapitel haben eine gute Länge.
Fazit: ich werde nie müde, Neues von einer meiner Lieblingsermittlerinnen zu lesen und so war auch dieses Buch wieder ein Highlight für mich.

Bewertung vom 24.06.2022
Was ich nie gesagt habe / Gretchen Bd.2
Abel, Susanne

Was ich nie gesagt habe / Gretchen Bd.2


ausgezeichnet

Gretchens Sohn Tom Monderath auf der Suche nach seinen Wurzeln.



Das Buch schließt beinahe nahtlos an den Vorgängerband „Stay away from Gretchen“ an und ich habe mich sehr auf ein Wiedersehen mit den Charakteren gefreut. Schnell war ich wieder in der Handlung gefangen. Dieser Band umfasst die Jugendjahre von Tom und in einer zweiten Handlungsebene wie es mit Gretchen und Konrad weiterging.

Beide Ebenen für sich sind beeindruckend, vor allem aber hat mich Gretchens Werdegang fasziniert. Und teilweise schockiert. Denn Abel nimmt kein Blatt vor den Mund und berichtet offen und schonungslos von den Gräueln des 3. Reichs. Dabei kommen Gretchen und ihre Familie noch weitgehend gut weg. Konrad trifft es wesentlich härter.

Dinge, die in der Gegenwart angesprochen werden, greift Abel in dem Strang der Vergangenheit wieder auf. So findet Tom beispielsweise auf dem Friedhof ein Grab seiner Vorfahren. In der Vergangenheit wird deren Geschichte dann geschildert und die hatte es in sich.

Immer tiefer taucht Tom in die Vergangenheit und seine Geschichte ein und als Leser ist man immer nahe dabei. Denn was er von sich und seiner Familie erfährt, ist alles andere als einfach.

Fazit: ein sehr berührendes Buch

Bewertung vom 23.06.2022
Poppy. Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu. / Emer Murphy Bd.1
Getz, Kristine

Poppy. Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu. / Emer Murphy Bd.1


ausgezeichnet

Als die 2-jährige Poppy aus dem Haus ihrer Großeltern verschwindet ist die Verzweiflung groß. Die Kommissarin Emer Murphy nimmt sich des Falls an und stochert in ein Wespennest.

Währenddessen polarisiert in der Online-Welt die Situation. Die einen stehen hinter den Eltern, die anderen empören sich darüber, wie man sein Kind täglich so exponieren könne. Hier spricht die Autorin ein wichtiges Thema an: die Gefahr in die man sich begibt, wenn man sein Privatleben so sehr an die Öffentlichkeit trägt.

Somit gestaltet sich die Ermittlung für Emer sehr schwierig, weil der öffentliche Blog auch einige Stalker und Pädophile auf die Familie aufmerksam gemacht hat. Und auch als Leser wird man weitgehend erst einmal im Dunkeln gelassen und zahlreiche Andeutungen, die erst viel später im Buch aufgelöst werden, sorgen dafür, dass die Spannung und die Neugier auf den Fortgang der Handlung stets hoch bleiben.

Fazit: Obwohl mir die Charaktere in den meisten Fällen nicht so lagen, mochte ich das Buch sehr gerne und freue mich auf weitere Fälle für Kommissarin Emer.

Bewertung vom 20.06.2022
Winterschwestern (eBook, ePUB)
Hannah, Kristin

Winterschwestern (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Als Ninas und Merediths Vater stirbt nimmt er den Mädchen das Versprechen ab, sich um ihre Mutter zu kümmern. Doch das ist nicht einfach: das Verhältnis der Mädchen zur Mutter war von jeher schwierig und so flüchtet Nina sich erst einmal in ihre Arbeit und überlässt Meredith die Pflege. Diese verzweifelt fast daran, bis sie eines Tages einen Rückblick in die Vergangenheit ihrer Mutter erhascht und deren Geheimnis aufzudecken versucht.
Kristin Hannah kann über alles schreiben: sei es eine Geschichte über Freundschaft oder eine über die Familie. Ihre Schilderungen sind jedes Mal so lebensnah, dass man sich fast als Teil der Handlung fühlt.
Dabei haben ihre Figuren auch die nötige Tiefe. Die lieblose Mutter, die – wie man erst später erfährt – gar nicht anders kann. Die Folgen daraus für die Mädchen, die sich selbst schwertun in der Liebe. Und die Töchter von Meredith, die ich besonders gerne mochte.
Bereits von der ersten Seite an fragt man sich, was es denn mit der Mutter auf sich hat, was sie so verbittert macht, dass sie ihre Töchter nicht lieben kann. Kleine Hinweise verdichten sich schließlich zu dem einen, der das Rätsel löst und der hatte es wirklich in sich.
Dieses Buch ist die Neuauflage des bereits 2011 erschienenen „Ein Garten im Winter“.
Fazit: Kristin Hannah überzeugt mich immer wieder.

Bewertung vom 20.06.2022
Todesbrandung / Emma Klar Bd.7
Peters, Katharina

Todesbrandung / Emma Klar Bd.7


sehr gut

Im 7. Fall der „Todes“-Reihe von Katharina Peters bekommt es Emma Klar mit einem sehr schwierigen Fall zu tun.

Eine Journalistin hat Selbstmord begangen, nachdem sie einige brisante Details aus ihrer Vergangenheit ausgedeckt hat. Emma Klar glaubt nicht an einen Selbstmord. Für Mord spricht aber rein gar nichts und so gestalten sich ihre Ermittlungen als schwerer als gedacht und weil irgendjemand nicht will, dass sie weiter in der Sache stochert, gerät sie bald selbst in Gefahr.

Ich war gleich wieder voll in der Handlung gefangen. Bei Peters braucht es meist nicht mehr als eine Seite, bis mich die Story packt. Dadurch, dass man nie weiß, was wirklich geschehen ist, ist man ständig am Rätseln, wie denn nun alles zusammenhängt und ob Jana vielleicht doch selbst Hand an sich gelegt hat. Leider haben die langen, nicht zielführenden Ermittlungen, mit der Zeit auch dazu beigetragen, dass sich das Buch etwas zog. Die Story trat ein wenig auf der Stelle.

Auch das Ende ist wenig befriedigend, deutet aber auf einen 8. Band hin, auf den ich mich schon sehr freue. Denn einiges blieb ungeklärt am Schluss, das möchte ich gern gelöst wissen.

Fazit: Eine sehr sympathische Ermittlerin und ein kniffliger Fall sorgen für ein hohes Lesevergnügen, das durch kleine Längen ein wenig getrübt wird.

Bewertung vom 20.06.2022
Bretonische Nächte / Kommissar Dupin Bd.11
Bannalec, Jean-Luc

Bretonische Nächte / Kommissar Dupin Bd.11


sehr gut

Ist der Tod der 89 jährigen Tante von Kommissar Dupins Kollegen natürlich oder wurde doch vielleicht nachgeholfen? Dupin hat massive Zweifel, vor allem als Kadeg niedergeschlagen wird und dann auch noch ein Mord passiert. Fehlende Motive und mauernde Zeugen machen ihm die Ermittlung schwer.
Bereits der 11. Fall in der Bretagne und auch der macht wieder Lust auf Urlaub dort. Der Kriminalfall gerät ob der schönen Naturschilderungen beinahe in den Hintergrund. Aber nur beinahe. Denn bis zur letzten Seite ist unklar, wer denn nun hier sein Unwesen treibt und aus welchem Grund. Und genau das macht das Lesen so aufregend und lässt den Leser miträtseln bis zum Ende.
Teilweise haben mich aber leider die langen Erklärungen des Kollegen von Dupin genervt, der eigentlich sonst recht amüsant, dieses Mal aber eher langatmig war. Köstlich amüsieren konnte mich wieder das Katz-und Maus-Spiel zwischen Dupin und seinem Vorgesetzten.
Bannalecs Charaktere sind sympathisch und authentisch, die Krimihandlung vertrackt, aber nicht grausam, so dass man das Buch gut auch vor dem Schlafengehen lesen kann, ohne Albträume zu bekommen. Der Anfang hat sich ein wenig gezogen, aber spätestens ab der Mitte des Buches wurde es spannender und auch mitreißender.
Fazit: für alle Bretagne-Fans und die, die es noch werden wollen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 15.06.2022
Da ist was im Busch / Erdmännchen Ray & Rufus Bd.7
Matthies, Moritz

Da ist was im Busch / Erdmännchen Ray & Rufus Bd.7


sehr gut

Ray und seine Familie der Erdmännchen sind im Wald angekommen. Sie werden von den anderen Tieren endlich akzeptiert. Bald aber werden Stimmen laut, die es nicht gut finden, dass sie von den Erdmännchen geführt werden. Rufus hat eine Idee: eine Demokratie soll eingeführt werden. Doch schon bei den Wahlen gibt es erste Unruhen.
Der neue Erdmännchen-Krimi von Moritz Matthies ist gewohnt humorvoll und mit den Erdmännchen ist ihm auch ein süßer Haufen gelungen. Da der Zoo langsam etwas ausgelutscht war, sind die Erdmännchen umgezogen und stehen vor ganz neuen Herausforderungen. Sehr lustig ist es immer zu lesen, wie Matthies die Tiere menscheln lässt und wie findig die sich einrichten. Hier sticht vor allem die Krisenbewältigung mit den Bären ins Auge. Herrlich beschrieben und sehr gut nachzuvollziehen.
Ein wenig bemüht komisch fand ich den Beginn des Buches. Aber spätestens mit der Wahl und dann mit der Invasion der 3 Brüder konnte ich das Buch nicht mehr weglegen und so manche Szene sorgte für ein Kichern oder gar ein lautes Auflachen.
Fazit: Matthies ist wieder ein sehr kurzweiliges Buch gelungen, das mit den Erdmännchen mit leben und –leiden lässt.

Bewertung vom 15.06.2022
Das Letzte, was du hörst
Winkelmann, Andreas

Das Letzte, was du hörst


sehr gut

Sarah ist geradezu süchtig nach dem Podcast „Hörgefühlt“. Für diesen, und den Podcaster Marc Maria Hagen riskiert sie sogar ihre Beziehung.

Roya ist Journalistin und will den Podcaster unlauteren Methoden überführen. Ihre wahre Gesinnung bleibt erst einmal ungenannt.

Die etwas unorthodoxe Polizistin Carolin versucht den Hintergrund des Mordes und Selbstmordes an einem Pärchen aufzuklären und stößt dabei auf einige Ungereimtheiten.



Um diese 3 Protagonisten webt Winkelmann ein Netz an Verstrickungen, Wendungen und spannenden Augenblicken. Denn nichts ist, wie es zu Anfang scheint. Bereits der Prolog macht süchtig. Winkelmann wechselt dann aber gleich die Perspektiven und scheinbar passt nichts zusammen. Doch diese Art der Erzählung ist man hier gewohnt und freut sich über rasante Szenewechsel, die die Spannung hoch halten.

Zugegeben: anfangs hatte ich schon meine Probleme zu verstehen, wie denn alles zusammenpasst. Aber irgendwann hatte ich verstanden, dass vorrangig Royas und Carolins Geschichten in der Gegenwart spielen. Und dann wurde es auch richtig spannend mit der Enttarnung Royas und dem schrittweisen Aufdecken und Entdröseln von diversen Alibis.

Mit der Polizistin Carolin ist Winkelmann ein toller Charakter gelungen. Wie sie den Hamster Eckhardt vom Tatort entfernt und ihn nicht mehr hergeben möchte – was habe ich in mich hinein gegrinst.

Fazit: Winkelmann liest sich wieder mal quasi von selbst. Vor dem Ende mag man das Buch nicht weglegen. Dennoch fehlte mir anfangs so ein kleines bisschen Spannung.

Bewertung vom 06.06.2022
Akte Nordsee - Am dunklen Wasser
Almstädt, Eva

Akte Nordsee - Am dunklen Wasser


sehr gut

Als in einem kleinen Dorf in Nordfriesland eine Frau erhängt aufgefunden wird, gerät schnell ihr Freund unter Verdacht. Doch Fentje, eine unangepasste Anwältin glaubt nicht an einen Selbstmord. Zu viel spricht dagegen. Zusammen mit dem Journalist Niklas beginnt sie dem Fall auf den Grund zu gehen und löst dabei noch ein Rätsel aus der Vergangenheit.
Eine neue Reihe aus der Feder der Pia-Korittki-Reihe. Ich war sehr gespannt, allerdings sprang der Funke nicht ganz über.
Almstädt legt wieder eine Menge falscher Fährten und unterhält dadurch sehr gut. Allerdings kam der Krimi jetzt nicht an die Ostsee-Reihe heran. Mir kam die Familie etwas zu kurz und es waren auch recht viele Namen für den Anfang. Vielleicht legt sich dieses Gefühl nach ein paar weiteren Bänden. Auch Spannung konnte ich nicht viel empfinden. Die Handlung lebte eher von den Ermittlungen, die Niklas und Fentje anstellen. Aber irgendwie sind sie ja nie so richtig in Gefahr, dass man mitzittern möchte.
Die Charaktere mochte ich aber sehr gerne. Vor allem Fentje, deren Art ich recht erfrischend fand.
Fazit: Sympathische Charaktere, eine schwungvolle Handlung und einige Wendungen machen dieses Buch lesenswert, wenn auch zu Korittki für mich noch ein bisschen fehlt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.