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Freund spannender Bücher

Bewertungen

Insgesamt 314 Bewertungen
Bewertung vom 12.06.2022
Heiß glüht mein Hass / Lady-Thriller Bd.6
Rose, Karen

Heiß glüht mein Hass / Lady-Thriller Bd.6


gut

Spannend geschrieben, sympatische und glaubwürdige Ermittler. Für meinen Geschmack gibt es im Krimi aber rund ein halbes Dutzend Tote zu viel.

Bewertung vom 12.06.2022
Geheimnisvolle Garrigue / Capitaine Roger Blanc Bd.9
Rademacher, Cay

Geheimnisvolle Garrigue / Capitaine Roger Blanc Bd.9


sehr gut

Das Buch fair zu bewerten finde ich ausgesprochen schwer. Herr Rademacher versteht es zu erzählen. Manche Stellen im Buch sind nahezu poetisch, seine Sprache ist oft bildgewaltig und doch frei von überflüssigen Schnörkeln. Seine Figuren sind auch für Späteinsteiger in die Serie, wie ich einer bin, übersichtlich, handelt es sich im Kern doch um drei Ermittler, die zudem sympathisch und gut gezeichnet sind. Soweit ist alles prima und der Roman eindeutig überdurchschnittlich gut gelungen.
Aber es handelt sich um einen Krimi. Ich lege keineswegs Wert auf 100% authentische Polizeiarbeit, doch wenn die Ermittler und der Leser relevante Informationen zum Tathergang oder Motiv erhalten, sollten die Ermittler diese bitte auch ernstnehmen. Wenn mir als Leser zu Beginn schon klar ist, dass die Ermittlungen in eine völlig falsche Richtung laufen, weil die Polizisten eine offensichtliche Kern-Information zum Fall schlicht ignorieren, so nervt mich das ziemlich und geht die Spannung leider flöten. Stattdessen versucht Capitain Blanc mehrfach auf äußerst haarsträubende Weise Motive zu konstruieren. Der Krimi-Plot ist daher leider nicht mal durchschnittlich.

Bewertung vom 06.06.2022
Katrin Lund und der Tote am Leuchtturm
Schwohl, Anette

Katrin Lund und der Tote am Leuchtturm


weniger gut

Eine nackte Leiche sitzt auf einer Bank neben dem Leuchtturm, eine Radlerin findet sie in aller Frühe auf dem Weg zur Arbeit. Die Anfangsszene ist leider das beste des Buches. Bei mir zumindest ging alle Spannung rasch verloren, meine anfängliche Neugierde, was da passiert war verflog. Als passionierter Krimi-Leser wurde ich von der Autorin nicht gut abgeholt und in meinem Wunsch nach Spannung bedient. Es gab zu viele überdeutliche Hinweise, zu viel harmonische Menschelei, zu wenig glaubwürdiges Besreben einer Romanfigur herausfinden zu wollen, was passiert ist bzw. den Täter stellen zu wollen.

Bewertung vom 02.06.2022
Blutgrund
Glanninger, Peter

Blutgrund


ausgezeichnet

Ein Krimi, genau wie ich ihn mag. Peter Glanninger erzählt seine Geschichte behutsam und multiperspektivisch, entwickelt seine Figuren und den Plot gekonnt. Er spielt mit den Tricks des klassischen Thriller-Genres und lässt die Erwartungen des Lesers dadurch ein ums andere Mal ins Leere laufen, was aber Spannung und Lesegenuss nur steigert. Man spürt deutlich, wie ernst es ihm nicht nur mit der Geschichte, sondern auch mit seiner dahinter stehenden Haltung ist, ohne dass er damit ins Flache oder gar ins Moralisierende abgleitet. Besonders gut gefällt mir auch die Entwicklung seiner Hauptfigur Radek seit dem ersten Band. In den entscheidenden Punkten lässt Peter Glanninger meine Erwartungen nicht ins Leere laufen, sondern erfüllte sie zu meiner vollsten Zufriedenheit. Ich danke ihm für die schönen Stunden, die mir sein Roman bereiteten.

Bewertung vom 22.05.2022
Emma verduftet
Hennig, Tessa

Emma verduftet


weniger gut

Kitschig, vorhersehbar und langweilig

Bewertung vom 09.05.2022
Koks im Kiel
Ulrich, Axel

Koks im Kiel


sehr gut

Axel Ulrich schreibt wie Don Winslow über das große, organisierte Verbrechen, al-lerdings nicht in den USA, sondern im Schwäbischen, wo alles etwas kleiner und weniger brutal ist. Das ist auch gut so, sind mir Winslows Werke doch zu deprimie-rend. Bei Herrn Ulrich kann das Gute dank einer Mischung aus robuster, nicht im-mer ganz gesetzeskonformer Cleverness eines schlitzohrigen Anwaltes und seiner Kooperation mit den Behörden gewinnen. Zudem hat der Autor seinen eigenen, sprachlichen Sound, der mich ebenfalls anspricht.
Wie in seinen ersten beiden Krimis hat er auch hier eine originelle Idee, die er im ersten Drittel des Romans äußerst spannend erzählt. Dann verfranzt die Story leider etwas. Ich hatte den Eindruck, der Autor wusste nicht mehr so recht, wohin er wollte, sondern füllte nur noch die Seiten und versuchte mittels diverser Kniffe, so etwas wie Spannung aufrechtzuerhalten.
Schade, seine ersten beiden Krimis gefielen mir eindeutig besser. Unterm Strich ist ihm dennoch ein überdurchschnittlicher Krimi gelungen.

Bewertung vom 03.05.2022
Der Gesang der Flusskrebse
Owens, Delia

Der Gesang der Flusskrebse


weniger gut

Seeehr langatmig, so dass mein Interesse an dem Buch schließlich eingeschlafen ist.

Bewertung vom 03.05.2022
Aachener Zwietracht
Davis, Ingrid

Aachener Zwietracht


gut

Frau Davis schreibt nicht einfach nur Krimis, sie erschafft einen ganzen Kosmos voller fast durchweg sympathischer Charaktere. Ihre Heldin Britta Sander führt ein Leben reich an Freundschaft und Liebe, also eines, wie man es selbst gerne hätte. Sie beschäftigt sich mit der Aufklärung kniffliger Kriminalfälle, was alles sehr heiter und leicht wirkt, so dass man glatt vergisst, dass es sich um brutale Morde handelt.
Ich fand es schwer, in Band 7 in den Kosmos einzusteigen. Es empfiehlt sich, die vorherigen Bände zuerst zu lesen.

Bewertung vom 29.04.2022
Es ist nie vorbei
Jenssen, Lia

Es ist nie vorbei


weniger gut

Vorhersehbar, unglaubwürdig und langweilig. Habe mich bis zur Hälfte gequält und dann das Buch weggelegt.

Bewertung vom 25.04.2022
Greifswalder Gespenster
Burkhard, Wetekam

Greifswalder Gespenster


ausgezeichnet

Ein Ostsee-Krimi, der ganz auf heiteres Urlaubs-Flair verzichtet. Stattdessen beschreibt er die Vorpommern als Sturköpfe, die sich so weit am Rande der Welt wähnen, dass sie sich an die Regeln der anderen nicht zu halten brauchen.
Zwei grundverschiedene und doch einander ähnelnde Ermittler nehmen ihren Job ernst, stehen sich aber mit ihren jeweiligen Macken und unpassenden Loyalitäten auch selbst im Weg. Die Stärke des Krimis liegt in den Charakteren. Keiner von ihnen ist ein Sympathieträger, dennoch fühlte ich mich ihnen irgendwie nahe und konnte ihr Tun nachvollziehen. Ich litt mit ihnen und wollte begreifen, welche Dramen sich zwischen ihnen abspielten. Dabei war ich dank Herrn Wetekams Erzählkunst auf meinem Sofa liegend mitten in einer düsteren Landschaft unterwegs.
Danke für die spannenden Stunden, es wird nicht mein letzter Krimi dieses Autors sein.