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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Sassenach
Wohnort: Nordhorn
Über mich: Leseratte seit der Kindheit
Danksagungen: 10 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 211 Bewertungen
Bewertung vom 23.09.2018
Prinzessin undercover - Geheimnisse
Glynn, Connie

Prinzessin undercover - Geheimnisse


sehr gut

Prinzessin undercover von Connie Glynn

Ellie, eine echte Prinzessin, setzt alles daran so zu tun, als wäre sie keine. Die Bürde einmal den Thron besteigen zu müssen setzt ihr sehr zu.
Als sie im Internat Rosewood Hall auf Lottie trifft, die nichts sehnlicher sein möchte als eine Prinzessin, tauschen die beiden kurzer Hand die Rollen.

Dies ist der Hintergrund einer bezaubernden und mystischen Geschichte. Natürlich wird das ganze noch durch einige spannende Dinge aufgepeppt. So wird die Prinzessin zum Beispiel von einer Geheimorganisation verfolgt, die selbst nicht weiß, wer die echte Prinzessin ist. Den beiden bleibt fast nichts anders über, als Freundinnen zu werden und gemeinsam die Gefahren zu bestehen.

Dieses Buch ist spannend und herzerwärmend. Es hat etwas märchenhaftes und lässt viel Raum zum Träumen. Welches junge Mädchen hat nicht schon einmal davon geträumt eine Prinzessin zu sein. Hier gibt es das und noch eine gehörige Portion Spannung obendrauf.
Ich habe direkt Sympathien für die beiden Hauptcharaktere Ellie und Lottie entwickelt. Aber auch die Figuren am Rande der Geschichte haben mir gut gefallen. In Rosewood Hall gibt es viele Geheimnisse, die größtenteils zum Ende hin gelöst sind. Doch es bleibt aufregend, da es bereits im kommenden Jahr eine Fortsetzung geben wird.

Bewertung vom 17.09.2018
Kriegslicht
Ondaatje, Michael

Kriegslicht


ausgezeichnet

Ein tolles Werk

Kriegslicht von Michael Ondaatje

England Ende des zweiten Weltkrieges:
Der vierzehnjährige Nathaniel und seine ältere Schwester Rachel werden von den Eltern zurückgelassen. Zwei vermeintliche Kriminelle sollen nun für die beiden Sorgen. Der Falter, so nennen die Kinder ihn, wohnt mit Ihnen im Elternhaus und kümmert sich um alle Belange der beiden. Der Boxer, ein weiterer Freund der Familie, unterstützt ihn dabei, geht häufig ein und aus.
Die Geschichte wird als Rückblick des mittlerweile 28 Jahre alten Nathaniel erzählt. Er versucht im Nachhinein herauszufinden, warum die Eltern diesen Schritt unternommen haben. Er entdeckt dabei viel über die Tätigkeit seiner Mutter, die über Umwege zum Geheimdienst kam, und dort viele Jahre fungierte. Natürlich bringt so ein Job viele Risiken mit sich, schnell macht man sich Feinde. Schnell wird dem Leser klar, dass der Falter nicht nur als Vaterersatz dient.

Ondaatje verzauberte mich bereits mit seinem preisgekrönten Roman " Der englische Patient". Hier in Kriegslicht konnte er mich erneut überzeugen. Er erzählt die Geschichte sehr glaubhaft, setzt gekonnt die Eindrücke um, die man in so einer Situation bei einem Jugendlichen vermuten würde.
Er gibt immer nur ein wenig Details preis, und auch am Ende bleibt einiges ungesagt. Die Mutter stellt in diesem Roman ein großes Geheimnis dar, auch wenn der Leser im Laufe des Romans alle wichtigen Aspekte ihres Jobs erfährt, bleibt sie als Mensch doch eher ein Rätsel. Eine Tatsache, die diesen Roman und vor allem die Beziehung zu ihrem Sohn in einem verzerrten Bild darstellt. Man fragt sich die ganze Zeit, ob die Eindrücke des damals 14 ihn geprägt haben, oder ob seine Mutter wirklich so verschlossen war. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beidem, doch hier überlässt Ondaatje dem Leser die Regie. Er fordert ihn sogar heraus sich selbst eine Meinung zu bilden, denn wie im wahren Leben ist in diesem Roman nicht alles schwarz oder weiß. Ein gelungenes Werk, absolut lesenswert.

Habe Kriegslicht als Hörbuchfassung genossen, und möchte erwähnen, dass der Sprecher Frank Stieren mich wunderbar durch das Hörbuch begleitet hat.

Bewertung vom 16.09.2018
TEXT
Glukhovsky, Dmitry

TEXT


sehr gut

Das Leben des anderen

Text von Dimitry Glukhovsky

Vielen wird der Autor durch seine erfolgreiche Metro-Trilogie bekannt sein. Hier hat der Autor ein neues Genre betreten und seinen ersten literarischen Roman geschrieben der nicht über die Zukunft handelt.

Nach 7 Jahren Straflager kommt Ilja nach Hause und nichts ist mehr wie es war. Seine Freundin hat ihn verlassen, seine Freunde führen ihr eigenes Leben und seine Mutter starb während seiner Fahrt nach Hause.
Er ist nur deshalb ins Straflager gekommen, weil Petja, ein Polizist, ihm Drogen untergeschoben hat, wodurch dieser Karriere in der Moskauer Polizei machen konnte.
Im Affekt tötet Ilja Petja, nimmt dessen Handy mit, stellt fest, dass Petja ein zweifelhaftes Doppelleben führt, und beginnt an Petjas Stelle Nachrichten von seiner Freundin und Familie zu beantworten.

Dies ist nicht das erste Buch von Glukhovsky, das ich gelesen habe. Text unterscheidet sich sehr von den anderen, ist aber meiner Meinung nach wirklich gelungen. Der Schreibstil ist kurz und knapp und dennoch erklärt der Autor alles umfassend. Seine düstere Art ist auch hier ganz klar auszumachen.
Er geht stark auf Iljas Gefühlswelt ein, und man lernt dessen Seele kennen. Ein Buch, das eine klare Botschaft vermittelt. Wie im wahren Leben ist nicht immer derjenige der Gewinner der sich an Regeln und moralische Grundsätze hält, sondern die, die skrupellos vorgehen.
Der Autor lässt erkennen, dass er mit dem Konzept in seinem Land auch nicht einverstanden ist, das gefällt mir. Er traut sich was. Allerdings kann ich verstehen, wenn seine schwermütige, düstere Art nicht bei jedem Anklang findet. Mir gefällt der Autor und auch dieser Roman sehr gut.

Bewertung vom 05.09.2018
Der Schatten
Raabe, Melanie

Der Schatten


sehr gut

Woran glaubst du?

Der Schatten von Melanie Raabe

Die Journalistin Norah hat kalte Füße bekommen und sich von ihrem langjährigen Freund Alex getrennt. Daher zieht sie von Berlin nach Wien, um komplett neu anzufangen.
In Wien angekommen hat sie direkt ein merkwürdiges Erlebnis. Eine Bettlerin prophezeit ihr, dass sie am 11. Februar am Prater jemanden töten wird. Norah würde dies für Blödsinn halten, wäre da nicht das Datum. Ihre damals 16 jährige Freundin Valerie brachte sich an diesem Tag um.
Im weiteren Verlauf passieren noch viele ungewöhnliche Dinge. Sachen verschwinden aus ihrer Wohnung, unbekannte Dinge tauchen auf. Und dann gibt es da noch Arthur Grimm, der etwas zu verbergen scheint......

Melanie Raabe baut ein Konstrukt aus Vermutungen und Spekulationen auf. Man wird gekonnt von ihr in eine Richtung gedrängt, und wundert sich am Ende über den Ausgang dieses Thrillers.
Der Thriller ist vielschichtig und logisch aufgebaut, allerdings fehlte mir manchmal ein wenig der Nervenkitzel. Doch trotzdem war es sehr spannend mitzuverfolgen wie Norah mit all den mysteriösen Vorfällen umgeht. Wie beeinflussbar ist man wirklich? Diese Frage sollte man sich am Ende des Buches stellen?

Norah selbst führt durch dieses Buch, das hat mir gefallen. Norah als Person war mir sympathisch, passte gut in diese Story. Alle weiteren Personen nahmen keinen großen Raum ein, aber das war für die Handlung nicht störend.

Mein persönliches Fazit: Ein spannender Thriller, der aber nicht an ihr Erstlingswerk heranreicht. Dennoch absolut lesenswert!

Bewertung vom 05.09.2018
Das andere Haus
Fleet, Rebecca

Das andere Haus


sehr gut

Spannend

Das andere Haus von Rebecca Fleet

Caroline und ihr Mann Francis haben unschöne Zeiten hinter sich, die Ehe kriselt. Francis Sucht und Carolines Fremdgehen haben der Beziehung nicht gutgetan. Die Idee einer Auszeit erscheint beiden vernünftig. Als in ein Haustausch für 1 Woche angeboten wird, nutzen die zwei die Gelegenheit und brechen auf.
Im Haus angekommen ist die Enttäuschung groß, auf sie wartet kein heimeliges Haus, sondern ein spärlich eingerichtetes und unheimliches. Da sie für diese Woche nun aber dort wohnen müssen, versuchen sie sich zu arrangieren.
Als auf einmal plötzlich Dinge auftauchen, wird Caroline anders, denn sie verbindet etwas mit diesen Gegenständen. Etwas, oder besser jemanden, den sie für immer vergessen wollte.....

Die Idee hinter diesem Thriller hat mich von Anfang an neugierig gemacht. Die Umsetzung ist gut gelungen. Es war unheimlich spannend hinter das Geheimnis zu kommen, ein wenig mehr Thrillermomente wären aber schon nicht schlecht gewesen, etwas mehr in dieser Hinsicht habe ich schon erwartet.
Alles in allem ist das Buch eine spannende Lektüre. Ein gelungenes Debüt!

Bewertung vom 05.09.2018
Blutrausch - Er muss töten / Detective Robert Hunter Bd.9
Carter, Chris

Blutrausch - Er muss töten / Detective Robert Hunter Bd.9


ausgezeichnet

Nichts für schwache Nerven

Blutrausch von Chris Carter

Mittlerweile umfasst die Reihe bereits 9 Bände, und es wird trotzdem nicht langweilig.

Ultra violent, eine Einheit des Morddezernats des LAPD, das sich nur mit den grausamsten Mordfällen beschäftigt, schickt die Profiler Robert Hunter und Carlos Garcia zu einem schrecklichen Mord. Einer jungen Frau, Linda, die als Model arbeitete, wurde gehäutet und ihr wurden Zeichen auf den Rücken geritzt. Alle am Tatort haben mit der Brutalität zu kämpfen. Schnell wird klar, dass der Mörder sich als Künstler sieht, er will eine Galerie des Todes erschaffen. Eine makabre Vorstellung. Als es nicht bei diesem einem Opfer bleibt, sondern in mehreren Bundesstaaten weitere Morde verübt werden, wird das FBI miteingeschaltet. Nun müssen Hunter und Garcia mit zwei Special-Agents zusammenarbeiten, was nicht immer einfach ist. Doch Ihnen läuft die Zeit davon, denn der Künstler mordet weiter. Die vier Ermittler müssen an einem Strang ziehen, um ihn zu fassen.

Dieser Teil ist wieder brutal und grausig, nichts für schwache Nerven. Chris Carter bleibt seinem Schema treu, wieder ein Thriller ganz nach meinem Geschmack. Die Mitarbeit des FBI war nicht so meins, da Hunter und Garcia so ein wenig in den Hintergrund rückten.
Viele überraschende Wendungen heizen die Spannung bis zum rasanten Ende an, genial gemacht vom Meister der Spannung, denn zu ihnen zähle ich Chris Carter mittlerweile.

Bewertung vom 02.09.2018
Land im Sturm
Schiewe, Ulf

Land im Sturm


ausgezeichnet

Toller historischer Roman, unbedingt lesen!

Land im Sturm von Ulf Schiewe

Ulf Schiewe hat es vollbracht und in diesem knapp 1000 Seiten starken Epos 1000 Jahre deutsche Geschichte untergebracht. Dies vollbringt er locker und leicht, die geschichtlichen Fakten fließen gekonnt ein, so dass man sich voll und ganz auf die Menschen in seiner Geschichte konzentrieren kann.

Unterteilt ist das Buch in 5 Teile, die immer einem geschichtlich relevanten Ereignis zugrunde liegen.
Das Buch beginnt im Jahre 953, als die Ungarn in Deutschland einfielen und Otto der Erste König war.
Wir lernen Arnulf kennen, Sohn eines Schmieds, der seinen Hof verlassen muss, weil er sich in eine Adelige verliebt hat und sich durch die Verkettung unglücklicher Umstände etwas schreckliches ereignet hat. Arnulf wird nun verfolgt, er muss fliehen, um den Rest seiner Familie zu schützen.
Bald findet Arnulf Hedi, die von den Ungarn, die ihr Dorf überfallen haben, vergewaltigt zurückgelassen wurde, weit weg von zu Hause. Die beiden tun sich zusammen und erreichen bald Augsburg, wo Arnulf sich Arbeit als Schmied suchen möchte.
Dort lernt er Ewalt kennen, und rettet diesem bei einer Belagerung der Burg das Leben. Ewalt bietet ihm an sein Reitknecht zu werden, und so kommt es, dass Arnulf mit König Otto in die Schlacht zieht. Doch Arnulf merkt schnell, dass er kein Krieger sein möchte.
Ich könnte noch ewig weitererzählen, denn Arnulf und Hedi erleben noch so einiges in diesem Teil, aber man sollte sich selbst ein Bild machen.

Ich persönlich war ganz schnell gefangen von der Handlung. Die einzelnen Teile sind ähnlich aufgebaut, spielen aber in unterschiedlichen Epochen, die letzte dann zur Zeit der deutschen Revolution 1948.
Einige Dinge begleiten den Leser durch das gesamte Buch, viele Familien bleiben in den nächsten Generationen der Handlung treu.
Man wartet im nächsten Teil bereits sehnsüchtig auf ein Wiedersehen mit altbekannten Charakteren.

Für Fans historischer Romane ist "Land im Sturm" auf jeden Fall die richtige Wahl. Man merkt dem Autor an, dass er beim Schreiben mit Leib und Seele dabei ist. Die geschichtlichen Fakten und andere Hintergründe sind sehr gut recherchiert. Die Charaktere wachsen ans Herz und kommen glaubhaft rüber. Ein Roman, der mich viele Stunden begleitet hat und mir viele tolle Lesestunden beschert hat.

Bewertung vom 26.08.2018
Zehn Jahre musst du opfern / Dark Palace Bd.1
James, Vic

Zehn Jahre musst du opfern / Dark Palace Bd.1


sehr gut

Nichts ist wie es scheint

Dark Palace- 10 Jahre musst du opfern von Vic James

In der Welt, die Vic James beschreibt, gibt es Menschen mit dem sogenannten Geschick, die den Adel bilden.
Alle die kein Geschick haben, müssen in England 10 Jahre als Sklaven arbeiten, um alle Bürgerrechte zu erhalten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten diese Zeit zu verbringen, alle fürchten sich vor der Arbeit in den Fabrikstädten, denn dort ist die Arbeit besonders hart und gefährlich. Darum entschließt sich die Familie von Luke am Hof der Adligen Familie Jardines ihre Sklavenzeit zu verbringen. Da Luke dort nicht gebraucht wird, muss er in die Fabrikstadt Millmoor, während seine Eltern und seine Schwestern bei der Adligen Familie eingesetzt werden.
Im Laufe der Zeit lernt Luke in Millmoor Menschen kennen, die gegen das System rebellieren. Während seine Eltern, und vor allem seine Schwester Abi merken, dass auch an einem prunkvollen Hof nicht alles Gold ist was glänzt.

Vic James schafft es mit ihrem Schreibstil eine gute Darstellung der Gesellschaft in dieser Welt wiederzugeben. England an sich wird aristokratisch regiert, und die normalen Menschen werden ausgebeutet. Diese Vorstellung ist sehr interessant, da es in abgewandelter Form auch in unser Zeit ähnlich ist. Recht passend ist die magische Komponente, das Geschick, die gut zeigt, wie wenig Auserwählte viele Menschen ausbeuten und versklaven können.

Der Fantasyroman hat mir sehr gut gefallen. Ich freue mich auf die baldige Fortsetzung!

Bewertung vom 25.08.2018
Der Abgrund in dir
Lehane, Dennis

Der Abgrund in dir


sehr gut

Psychologisch ausgefeilt

Der Abgrund in dir von Dennis Lehane

Rachel Childs erschießt ihren Ehemann. Unvorstellbar denkt man nun zwangsläufig, doch Dennis Lehane lässt den Leser nicht einfach so stehen. Er fängt am Anfang an, und zwar mit Rachels Kindheit.
Der Leser erhält so einen guten Einblick ins Rachels Leben. Ihre Mutter war verbittert, hat Rachel den Namen des Vaters nie verraten. Rachel hat lange versucht herauszufinden wer er ist.
Rachel schafft es erfolgreich in ihrem Job als Journalistin zu werden. Auch wenn ihr Job auch Schattenseiten hat, die Rachel sehr mitnehmen. Sie leidet unter Panikattacken u d erleidet einen Nervenzusammenbruch. Doch es gibt ja Brian Delacroix , den Rachel kennen und lieben lernt.
Als dieses Ereignis beschrieben wird, beginnt für mich die Spannung in diesem Roman. Ich bekam plötzlich ein ganz anderes Bild, alles was vorher klar war, sieht nun teilweise ganz anders aus. Der Autor schaffte es eine enorme Zerrissenheit in mir auszulösen.

Dieser Roman hatte es in sich. Am Anfang plätscherte es etwas vor sich hin, doch als die psychologischen Aspekte der Geschichte Raum einnahmen, war ich gefangen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Autor ist auf diesem Gebiet wirklich ein Meister, wie seine Erfolge um Shutter Island und Mystic River, die auch verfilmt wurden, bereits bewiesen haben. Dennis Lehane hat definitiv einen Fan dazugewonnen.

Bewertung vom 19.08.2018
Alligatoren
Spera, Deb

Alligatoren


ausgezeichnet

Einfühlsamer Roman

Deb Spera hat mit Alligatoren einen spannenden und ergreifenden Südstaatenroman verfasst.

Anni Coles ist die Frau eines Plantagenbesitzers, doch die Zeiten waren schon mal besser, die besten Jahre liegen bereits hinter ihnen. Sie ist zwar nicht von Armut bedroht, sorgt sich aber auch um ihre Zukunft. Das Zerwürfnis mit ihren erwachsenen Kindern macht ihr das Leben zusätzlich schwer.

Retta Bootles arbeitet bei den Coles, wie schon ihre Mutter und Großmutter. Oretta ist frei, wurde nicht mehr während der Sklaverei geboren. Sie hegt ein inniges Verhältnis zu ihrem Mann, den sie allerdings selten sehen kann.
Als dritte im Bunde wäre da noch Gertrude Pardee. Sie ist so arm, das sie manchmal gar nicht weiß, wie sie sich und ihre Kinder ernähren soll, daher leben zwei der vier Mädchen nicht mehr bei ihr, sondern bei Verwandten. Ihr Mann trinkt lieber, als sie und die Kinder zu unterstützen. Gertrude entledigt sich daher des Problems, und sorgt so gut es eben geht für sich und die Kinder. Als sie eine Anstellung in der Näherei von Anni Coles bekommt, merkt sie schnell, dass auch das nicht perfekt ist. Als ihre Tochter erkrankt, kümmert sich Retta um sie.

Deb Spera erzählt in ihrem Roman eine rührende Geschichte über drei Frauen, die sich in dieser schweren Zeit gegenseitig helfen und unterstützen, und das, obwohl sie einiges voneinander trennt. In den Köpfen der Bevölkerung herrscht immer noch die Vorstellung von Menschen zweiter Klasse. Doch dieses Buch wärmt einem das Herz, zeigt, dass es trotz solcher Rassen und Klassenunterschiede noch Menschen gibt die zusammenhalten.
Der Titel lässt nicht unbedingt auf einen Roman aus dieser Epoche schließen, dem aufmerksamen Betrachter des Covers erschließt sich allerdings schon mehr.
Mir persönlich hat der Roman sehr gut gefallen. Es ist ein Roman der die damalige Zeit ins Gedächtnis ruft, und trotz der Missstände aus dieser Zeit auch positives bereithält, am Beispiel dieser drei Frauen.