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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Sassenach
Wohnort: Nordhorn
Über mich: Leseratte seit der Kindheit
Danksagungen: 15 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 294 Bewertungen
Bewertung vom 11.10.2019
Der Verein der Linkshänder
Nesser, Hakan

Der Verein der Linkshänder


sehr gut

Ein weiteres spannendes Buch aus der Feder Nessers

Der Verein der Linkshänder von Håkan Nesser

Kommissar Van Veeteren ist und bleibt Ermittler aus ganzem Herzen, auch im Ruhestand lässt ihn der Job nicht los. Als dann ein alter Fall wieder aufgerollt wird, da er doch nicht gelöst wurde, nimmt alles seinen Lauf. Er selbst war damals beteiligt und möchte nun ergründen, wer das fünfte Mitglied des Vereins getötet hat, zumal seiner Zeit davon ausgegangen ist, dass genau dieses Mitglied für den Tod der restlichen 4 Mitglieder verantwortlich war. Kurzerhand verzichtet der Kommissar in sie auf seinen Ruhestand und ermittelt weiter.

Gefallen hat mir, dass der Roman sehr vielschichtig ist. Er wechselt zu Beginn zwischen Gegenwart und Vergangenheit ab, so dass man gute Einblicke in das Geschehen zu beiden Zeiten bekommt. Der Spannungsaufbau ist sehr gekonnt dargestellt, ließ zum Ende allerdings ein wenig nach. Dennoch war es wieder ein tolles Leserlebnis, was mich nicht verwundert hat, da mir bisher alle gelesenen Bücher des Autors gefallen haben. Für Fans von spannenden Romanen sicher genau das richtige.

Bewertung vom 11.10.2019
Melmoth
Perry, Sarah

Melmoth


gut

Undurchsichtig

Melmoth von Sarah Perry

Helen Franklin gelangt an ein Manuskript das Rätsel aufgibt. In ihm wird von Melmoth erzählt die seit Jahrhunderten auf Erden wandelt.
Durch das verschwinden ihres Freundes Karel, setzt sie sich extrem mit dieser Thematik auseinander und ihre anfänglichen Zweifel verschwinden. Nun scheinen überall Schatten auf Helen in Prag zu warten, sie ahnt, dass Melmoth tatsächlich auf Erden wandelt als ruhelose Gestalt.

Die Geschichte lässt sich nur schwer greifen, genauso schwer fällt es mir zu beschreiben, was für Empfindungen während des Lesens entstehen. Es gruselte mich häufig, doch war es kein Horror im Sinne von erschrecken, es ist eher etwas unbekanntes das dieses Gefühl auslöst. Die Charaktere blieben mir größtenteils suspekt. Helen geißelt sich selbst, wohnt mit einer schrulligen Vermieterin zusammen, alles sehr merkwürdig in Szene gesetzt. Der Ausgang der Handlung überraschte mich, da ich einfach was anderes erwartet habe. Ich habe keinen Null-Acht-Fünfzig Roman erwartet, aber teilweise war es einfach zu undurchsichtig für mich. Ich muss allerdings dazu sagen, dass es mir nicht möglich war das Buch zügig zu lesen, vielleicht hätte ich so besser in die Geschichte gefunden.

Bewertung vom 10.09.2019
Du gehörst mir
Middendorp, Peter

Du gehörst mir


sehr gut

Düstere Enthüllungen eines Täters

Du gehörst mir von Peter Middendorp ist eins dieser Buch über das man als Leser noch sehr lange nachdenkt.
Erzählt wird aus Tilles Sicht über sein Leben auf dem Bauernhof, über das kennenlernen seiner Frau und die Gründung einer Familie.
Als man erfährt das Tille ein Mädchen vergewaltigt und getötet hat, wird man von einer seltsamen Atmosphäre gepackt, da er auch über seine Ängste bezüglich seiner eigenen Tochter schreibt als sie älter und interessant für Tille wird. Eine gewisse Beklemmung begleitete mich fast die gesamte Zeit hindurch. Die Hoffnung, dass dieses schreckliche Verbrechen aufgedeckt wird zog sich ziemlich lange durch die Lektüre.
Der Roman hat mich teilweise abgestoßen,da er sehr schonungslos die Eindrücke des Gewalttäters Tille Storkema erzählt. Der Autor versteht es sehr gut sich in diese Rolle hineinzuversetzen und dem Leser dieses Gefühl Nahe zu bringen. Er lässt ihn sogar tief in diese kranke Seele blicken,ohne Rücksicht auf das zarte Gemüt der lesenden zu nehmen.
Interessant fand ich außerdem das Umfeld des Täters. Der Vorfall weckte viele Spekulationen in dem kleinen Dorf, der Verdacht viel auf Asylbewerber, eines dieser Klischees, bei dem dem Leser ja bereits klar ist, dass der Täter woanders zu suchen ist.

Bewertung vom 30.08.2019
Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast / Die Spiegelreisende Bd.2
Dabos, Christelle

Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast / Die Spiegelreisende Bd.2


ausgezeichnet

Einfach phantastisch

Die Verschwundenen vom Monscheinpalast
Teil 2 aus der Reihe : Die Spiegelreisende von Christelle Dabos

Zuerst möchte ich erwähnen, dass mir diese Reihe wirklich ans Herz gewachsen ist. Sie ermöglicht dem Leser in eine geheimnisvolle und spannende Welt abzutauchen. Vorkenntnisse sind sehr hilfreich, da es eine komplexe Geschichte ist, die ohne Kenntnis des ersten Bandes in meinen Augen kaum zu verfolgen ist.

Worum geht es?
Ophelia meint endlich aufatmen zu können, sie steht vermeintlich in der Gunst des Familiengeistes Faruk, denn er hat sie zur Vize-Erzählerin ernannt. Doch mit dieser Aufgabe steht sie vor einer schwierigen Aufgabe, die es gilt zu erfüllen. Als sie dann auch noch Drohbriefe erhält und Menschen einfach so aus dem Palast verschwinden, wird es wieder einmal sehr turbulent.
Thorn, Ophelias Verlobter will unbedingt, dass sich Ophelias und seine Gabe vereinen nach der Hochzeit, um endlich Faruks Buch lesen zu können.
Viele Geheimnisse werden gelüftet, genauso viele neue werden aufgeworfen.

Auch wenn ich es schon erwähnt habe, diese Reihe ist wirklich fantastisch. Viele interessante Charaktere, eine spannende Handlung mit vielen spannenden Strängen. Die gesamte Welt, die aus 21 Archen besteht, ist sehr umfangreich und detailliert ausgearbeitet. Die Fähigkeiten der einzelnen Bewohner und die Idee hinter allem ist originell und einzigartig. Dem Leser wird tatsächlich etwas ganz Neues geboten. Man begibt sich auf eine Reise und ist am Ende des Buches traurig diese Welt der Intrigen und Ränkespiele verlassen zu müssen. Einziger Trost ist, dass Fans nur noch wenige Monate bis zum erscheinen des nächsten Bandes warten müssen.

Bewertung vom 17.08.2019
Die letzte Witwe / Georgia Bd.7 (eBook, ePUB)
Slaughter, Karin

Die letzte Witwe / Georgia Bd.7 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Wieder ein sehr spannender Teil der Reihe

Die letzte Witwe von Karin Slaughter ist der 7. Teil der Georgia-Reihe

Special Agent Will Trent gerät in eine prekäre Situation. Er muss, selbst verletzt, tatenlos mitansehen wie Sara Linton von einer Gruppe Männern, die am Krankenhaus Bomben gezündet haben, gegen ihren Willen mitgenommen wird. Es stellt sich heraus, dass diese Männer einen großen Anschlag geplant haben.

Hier handelt es sich wieder um einen spannenden Teil der Reihe. Damals war ich enttäuscht, dass Karin Slaughter ihre erste Reihe die mit dem Thriller Belladonna begann, mit einer sehr brisanten Szene beendete. Doch nach der Zusammenlegung dieser mit der anderen Reihe würde ich entschädigt, denn die Verbindung zwischen Sara und Will, die wie ein zartes Pflänzchen von Band zu Band weiter wächst, ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich fiebere regelrecht jedem neuen Teil entgegen. Was sicher auch dem Schicksal und dem Privatleben der Protagonisten geschuldet ist.
Von der weiteren Handlung werde ich nichts verraten, nur so viel: Es lohnt sich, nicht nur für Fans der Serie, auch Neueinsteigern dürfte es leicht fallen, da immer wieder wichtige Informationen der Vorgänger miteingebunden werden.

Bewertung vom 06.08.2019
Harz
Riel, Ane

Harz


ausgezeichnet

Erschreckend

In dem Thriller Harz von Ane Riel bekommt der Leser eine ergreifende und auch beklemmende Geschichte erzählt.
Jens lässt alle in dem Glauben, dass seine damals 6 jährige Tochter Liv in der Brandung ertrunken ist. Doch Jens hält sie auf seinem Hof, fast schon wie ein Tier. Er hat Angst sie zu verlieren, daher beschreitet er diesen erschreckenden Weg. Seine Sammlerleidenschaft begrenzt sich nicht nur auf in Harz konservierte Tiere. Sein Messi-Syndrom ist ebenso ein Zeichen für seine kranke Psyche.

Der Thriller hatte für mich nicht unbedingt eine Handlung die für Thriller sonst typisch ist. Dennoch war ich gefesselt, obwohl mich der Inhalt an vielen Stellen einfach nur abschreckte. Meine Vorstellungskraft hatte solche Gräuel die aus einer kranken Psyche entspringen einfach nicht auf dem Schirm. Genau das macht das Buch aus, der Ansatz der Handlung war für mich komplett neu. Gepaart mit der geschaffenen, düsteren Atmosphäre ist es ein spannendes Leseerlebnis gewesen.

Bewertung vom 29.07.2019
Der Ghoul, der meinen Tod bestellte / Geisterjäger John Sinclair Bd.132 (1 Audio-CD)
Dark, Jason

Der Ghoul, der meinen Tod bestellte / Geisterjäger John Sinclair Bd.132 (1 Audio-CD)


sehr gut

Eine zeitlose Reihe

Der Ghoul, der meinen Tod bestellte ist der 132. Teil aus der Geisterjäger - Reihe um John Sinclair von Jason Dark

Ed Gurny, ein Buchhalter, bekommt Besuch von einem Ghoul, der von ihm verlangt John Sinclair zu töten. Dies ist der Beginn des knapp 60 minütigen Hörspiels. Wer die Hefte kennt weiß, dass Sinclair in fast jeder Folge irgendwelche Wesen abwehren muss, die ihm nach dem Leben trachten.
Die Macher sind ihrem Konzept treu geblieben, was gut so ist, denn ich fühlte mich so, als ob ich nie aufgehört habe die Serie zu verfolgen. Einige Andeutungen konnte ich zwar trotzdem nicht nachvollziehen, aber die geniale Stimme von Dietmar Wunder, die mich durch das Hörspiel begleitet hat, macht für mich dies alles definitiv wett. Auch die anderen Rollen waren perfekt besetzt. Beim ersten hören wurde ich durch einige Geräuschüberlagerungen, die aber gewollt sind, etwas irritiert. Beim zweiten hören war es dann schon kein Problem mehr.
Dem Hörer wird eine Menge Aktion geboten, für Nicht-Fans könnte einiges allerdings verwirrend sein, da ein paar Grundkenntnisse doch von Vorteil sind. Die Reihe besteht schon sehr lange, vor allem in Heftform begeistert sie ihre Fans schon viele Jahre. Ich werde in Zukunft sicher ab und an wieder einmal in die fantastische Welt des Geisterjägers eintauchen.

Bewertung vom 23.07.2019
Die Kinder des Borgo Vecchio
Calaciura, Giosuè

Die Kinder des Borgo Vecchio


gut

Konfus zurückgeblieben

Die Kinder des Borgo Vecchio von Giose Calaciura liest sich wie ein Roman aus längst vergangener Zeit. Vor allem die Kinder dort wirken wie aus der Zeit vor 60-70 Jahren, als Eltern schnell mal die Hand ausrutschte. Bis zur Hälfte des Romans war ich überzeugt, dass die Grausamkeit der Zeit geschuldet ist. Umso entsetzter war ich zu erfahren, dass Mimmo, Cristafaro und Celeste, die Tochter der Prostituierten Carmela, ihrem beschrieben Schicksal nah an der heutigen Zeit ausgesetzt waren.
Der Autor bedient sich zwar einer fast schon poetischen Sprache, schildert aber ein erschütterndes Bild der Bewohner dieses italienischen Dorfes. Er deutet vieles nur versteckt an, ich bin mir sicher vieles gar nicht erfasst zu haben. Lediglich die Gewalt, die dem Jungen Cristafaro seitens des Vaters angetan wurde bringt der Autor klar auf den Punkt. Der Rest des Dorfes ergeht sich in schweigen, will die verzweifelten Schreie nicht hören.
Beim lesen habe ich mich oft gefragt warum der Autor dies tut. Er kann wunderbar beschreiben wie der Duft eines Brotes durch die Gassen zieht und lässt dann die Kinder seines Romans ein rohes Schicksal erleiden, ohne Ausweg und Erklärung für den Leser.
Die religiösen Anspielungen erschlossen sich mir ebensowenig, spielt der Roman doch auch in einer Zeit in der auch dies eher vorsintflutlich wirkt. Selbst wenn dieses Dorf in den Augen des Autors autark und rückständig sein soll, hätte ich einen roten Faden benötigt. Sagenähnliche Helden in Form des Verbrechers Toto machten es für mich noch schwerer der Handlung einen Sinn zu geben.
Mich hat dieser Roman überfordert, ich suche jetzt noch nach dem tieferen Sinn. Auch die Ausdrucksweise ändert leider nichts daran. Ein Roman der sprachlich sicher herausragend ist, mich aber nicht überzeugen konnte.

Bewertung vom 23.07.2019
R.I.P. / Kommissar Huldar Bd.3
Sigurdardóttir, Yrsa

R.I.P. / Kommissar Huldar Bd.3


sehr gut

Spannender Zeitvertreib

R. I. P. von Yrsa Sigurdardottir

Der dritte Teil dieser Reihe war sehr spannend, das Ende lässt auf einen weiteren Teil hoffen.

Im Kino wird eine 16 Jährige ermordet, schlimm genug, doch der Täter hat ihren Tod gefilmt und sendet das Video an ihre Freunde.
Ein Fall für Kommissar Hulda der Unterstützung von der Kinderpsychologin Freya bekommt, da es nicht bei einem Opfer bleibt und es eine heikle Angelegenheit ist die Jugendlichen zu befragen.
Der Fall war sehr spannend, aber auch die Geschehnisse um Hulda, die Fans der Reihe aus den Vorgängern kennen, wird aufgegriffen. Er leidet sehr unter den Anfeindungen der Kollegen, will nicht immer nur die Fälle bekommen die sonst keiner will. Als Mensch ist er eher ein grummeliger Typ, aber für die Arbeit opfert er sich auf. Sein Kontakt zu Freya ist wegen einer gemeinsamen Nacht eher schwierig, aber sie schaffen es dennoch gemeinsam am Fall zu arbeiten.
Die Charaktere und auch der Kriminalfall haben mir gut gefallen, ebenso wie die beiden ersten Teile. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.

Bewertung vom 05.07.2019
All die unbewohnten Zimmer
Ani, Friedrich

All die unbewohnten Zimmer


sehr gut

Irre spannend

Zwei Fälle, mehrere Ermittler, so ist Friedrich Anis neuer Roman aufgebaut. Ein Wiedersehen mit vielen beteiligten Personen aus seinen Vorgängerromanen macht dieses Buch für Fans zu einer wahren Pracht, aber auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Sprachgewaltig und gut und überraschend kombiniert besticht dieser Roman und begeisterte mich völlig.

Zwei Fälle halten die Teams der Einheiten K112 und K111 in Atem, wobei der erste der beiden schnell gelöst, dennoch spielt er in den zweiten, ungelösten Fall mit hinein. Das schwierige an den Fällen ist die Tatsache, dass es auch Opfer auf Seiten der Polizei zu beklagen gibt.
Eine harte Nuss für Tabor Süden, Fariza Nasri, Jakob Franck und Polonius Fischer, die Kennern bereits bekannt sein dürften. Die Ermittler haben ihre eigenen persönlichen Stärken und verleihen diesem Werk ihre besondere Note. Das interessante ist, dass alle irgendwie an den Fällen dran sind, aber aus unterschiedlichen Gründen und sie wissen auch nicht unbedingt vom anderen. Dies, und die Tatsache das die Perspektive aus der erzählt wird sich ständig ändert, macht diesen Kriminalroman zu etwas besonderem. Ani hat eine spezielle Art den Leser für sich zu gewinnen, hier hatte er mich von Anfang an in seinem Bann.