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Benutzername: Insel
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Bewertungen

Insgesamt 69 Bewertungen
Bewertung vom 19.12.2016
Muttertag (restexemplar)
Mumot, André

Muttertag (restexemplar)


weniger gut

Das Cover und die Ausstattung des Buches inklusive Leseband gefallen mir sehr gut. Bei der Geschichte selbst habe ich mich sehr schwer getan und wenn ich mir manchmal wünsche, dass ein Buch nicht endet, bei diesem Buch sehnte ich das Ende herbei. Ich bin aus diesem Buch und der Geschichte bis zum Ende einfach nicht schlau geworden. Ich habe keine Ahnung, was der Autor mir damit sagen wollte, nur soviel: es ist definitiv nicht mein Buch. Mir war es zu mysteriös, gruselig und teilweise auch ekelig. Außerdem kam mir alles sehr langatmig vor. Ich konnte mit den vielen verschiedenen Figuren des Romans nicht warm werden bzw. ihre Motivation für ihr Verhalten verstehen. Ich wusste nicht, wer bei den Guten mitspielt bzw. wer bei den Bösen. Das Buch lässt mich völlig verwirrt zurück.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 19.12.2016
Wintergewitter / Kommissär Reitmeyer Bd.2
Felenda, Angelika

Wintergewitter / Kommissär Reitmeyer Bd.2


ausgezeichnet

Der Krimi spielt 1920 in München. Der ermittelnde Kommissär Sebastian Reitmeyer ist traumatisiert aus dem Krieg zurückgekehrt. Während er sich mit Aufklärung von Diebstählen, Gewalt und Schwarzmarkthandel beschäftigt, wird eine junge Frau tot aufgefunden. Was ist mit ihr passiert? Parallel dazu wird die Geschichte von einer anderen jungen Frau namens Gerti erzählt, die mit dieser Geschichte in Verbindung steht, aber zunächst noch nichts davon ahnt. Kommissär Reitmeyer übernimmt die Ermittlungen und löst einen Strudel von Ereignissen aus bzw. wird in diesen hineingezogen.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, weil es für mich eine Art Zeitreise darstellte. Plötzlich befand ich mich in München 1920. Ich hatte vorher keine richtige Ahnung, wie es dort ausgesehen hat bzw. wie man in der damaligen Zeit gelebt hat. Hier erfuhr ich nun nicht nur von Hunger, Kälte und Armut, sondern auch von der politischen Lage, die ich mir nicht so "brenzelig" vorgestellt hatte. Reitmeyer selbst erfährt von seinen Vorgesetzten schon deren rechte Gesinnung bzw. die Einflussnahme derselbigen. Eine Zeit voller gegenseitigem Misstrauen, was ich so nicht erwartet habe. Reitmeyer selbst ist ein Sympathieträger und ich habe ihn sehr gerne durch seinen Fall begleitet.
Die Autorin schafft es mit ihrem Schreibstil mich als Leser sehr zu fesseln und ein Fall aus der Vergangenheit hat für mich in der Gegenwart an Bedeutung gewonnen. Wie leben wir heute bezüglich des gesellschaftlich und politischen Lebens?

Bewertung vom 19.12.2016
Brot backen in Perfektion mit Hefe
Geißler, Lutz

Brot backen in Perfektion mit Hefe


ausgezeichnet

In dem Buch "Brot backen in Perfektion" sind sehr viele anschaulich - sprich bebilderte und gut detailliert beschriebene- Rezepte. Mir wird ganz genau erklärt wie der einzelne Teig hergestellt wird. Eins ist mir sehr schnell klar geworden: ich brauche sehr wenig Hefe aber um so mehr Zeit bzw. der Zeitrahmen ist größer, in das Brot sehr viel ruht und zwischendurch bearbeitet wird. Also wenig Hefe aber Geduld. Ich stelle in der Praxis zunächst fest, dass die Herstellung Spass macht, da der Teig langsam mehr wird und ich zwischenduch andere Sachen machen kann. Was zunächst sich für mich kompliziert anhörte, war in der Praxis dann gar nicht schwierig und die Ergebnisse sprachen für sich. Sehr lecker!

Bewertung vom 28.09.2016
Wunderbare Möglichkeiten
Mai, Manfred

Wunderbare Möglichkeiten


ausgezeichnet

Maximilian ist 11 Jahre, ein sehr wissbegieriger, nachdenklicher Junge, ein Büchernarr ebenso wie seine Schwester Leonie, mit der er mit seinen Eltern eine Familie bildet. Maximilian geht gerne Fragen, die sich ihm stellen, auf den Grund, deswegen eckt er manchmal an, weil er bewusst und auch unbewusst provoziert. Sein Vater ist der Meinung, dass seine Fragen nicht kindgemäß sind und erklärt ihm deswegen oft keine Zusammenhänge. Sein Freund Yasin bildet das Gegenstück zu Maximilian weder mag er Bücher oder denkt gerne nach, aber er liebt im Gegensatz zu Maxi Fußball. Beide sind jedoch respektvoll dem anderen gegenüber und deswegen beste Freunde.
Das Buch erzählt über eine kurze Zeitspanne aus Maxis Leben, in dem dieser einige Fragen klärt bzw. stellt, Zivilcourage beweist, seine Freundschaft und sich verliebt.
Dieses Buch spricht mit Sicherheit auf Grund des Covers Kinder nicht direkt an, aber für mich hebt es sich angenehm von der Masse ab, jedoch denkt man bei dem Cover eher an ein trauriges Buch und das ist es ganz und gar nicht. Die Geschichte der Freundschaft von Maxi und Yasin ist der rote Faden im Buch und mit einer solchen Freundschaft können sich Kinder identifizieren. Witzig und manchmal nachdenklich sind Maxis Gedanken, die im Buch kursiv gedruckt werden und die ich meinem Sohn teilweise vorgelesen habe, wobei er solche Situationen kannte und sich damit identifizieren konnte.
Ich hoffe, dass dieses Buch viele Kinder und Erwachsene lesen, denn jeder wird aus dieser Geschichte etwas mitnehmen können. Erwachsene werden vielleicht über ihre eigene Lebenseinstellung nachdenken, Kinder, die eher wie Maxi sind, in ihrem eigenen Selbst bestärkt werden und Kinder wie Yasin dieses Buch als gute und unterhaltsame Geschichte über eine Jungenfreundschaft empfinden. Alles stimmt und dieses Buch bietet noch ganz viele andere versteckte Themen, deswegen bin ich auch so fasziniert davon. Ich hoffe, dass dieses Buch kein Geheimtipp bleibt, sondern nach Möglichkeit in Schulen gelesen wird.

Bewertung vom 26.09.2016
Ausgerechnet wir
Peetz, Monika

Ausgerechnet wir


sehr gut

Tom Morbach ist 29 Jahre alt, Single und Zahlennerd. Er selbständig tätig, arbeitet von zu Hause aus und ist auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Seine drei Schwestern belagern ihn immer mit Fragen nach einer Frau oder Job, davon ist er ziemlich genervt. Tom versucht durch ein Datingportal die passende Frau zu finden. Alles läuft irgendwie schief, so dass er die zu 94 % passende Frau nicht trifft, sondern stattdessen ihre Mutter, die sich um ihre Tochter sorgt.
ich habe die Geschichte um den Zahlennerd Tom gerne gelesen. Der Schreibstil ist leicht und locker. Es gab einiges zum Schmunzeln und irgendwie hatte ich auch immer ein wenig Mitleid mit Tom. Angenehm fand ich den EX-Schwager von Tom, der mit seiner unbekümmerten Art und Weise Lebensweisheiten an Tom abgab. Ein nette Unterhaltungslektüre für zwischendurch!

Bewertung vom 26.09.2016
Hier ist alles Banane

Hier ist alles Banane


sehr gut

Erich Honecker starb eigentlich 1994 in Chile, jedoch dieses Buch stelllt dies anhand von Tagebüchern, die Honecker in der Zeit von 1994-2015 verfasst hat in Frage. Allein schon das Cover farblich in Bananengelb gehalten mit einem Foto Honeckers und dem Titel " Hier ist alles Banane" sowie dem Untertitel "Erich Honeckers geheime Tagebücher 1994-2015" besticht durch seine Präsenz, die einen dazu einlädt hineinzuschnuppern.
Die Tagebucheinträge sind geordnet und datiert und so habe ich mit Vergnügen Erichs Kommentare zu seinem Alltag und dem Leben im Allgemeinen gelesen. Seine Sorgen bezüglich seiner Videosammlung, die noch versteckt in Deutschland im Wäschekeller ist oder sein Kommentar bezüglich des Rasenmähers vom Nachbarn, der den Geist aufgegeben hatte. Nach dem Motto mit einem Modell aus der DDR wäre dies nicht passiert, worauf der Nachbar kommentiert, dass dieses auch nie geliefert worden wäre. Herrlich schräg!

Bewertung vom 26.09.2016
Lebensgeister
Yoshimoto, Banana

Lebensgeister


gut

Sayoko verliert ihren Geliebten bei einem gemeinsamen Autounfall. Während Sayoko schwer verletzt wird und selber schon fast im Jenseits ist. Sie trifft auf diesem Weg ihren toten Opa, mit dem sie spricht, als ob sie leben würde. Sayoko überlebt, aber ihr Körper ist äußerlich und innerlich sehr mitgenommen. Plötzlich sieht sie die Geister Verstorbener und ihr eigener Weg ins Leben zurück beginnt.
Dieses Buch hat mir sprachlich sehr gut gefallen, jedoch konnte ich mit Sayoko als Person nicht warm werden. Trotz den emotionalen Worten und der Trauer, über die erzählt wird, konnte die Geschichte selbst mein Inneres nicht ansprechen. Vieles blieb in meinen Augen trotz allem sehr oberflächlich und wenig detailliert, so dass ich mir die Umgebung und die Menschen kaum bildlich vorstellen konnte.

Bewertung vom 23.08.2016
Die Nussknacker-Bande
Perkins, Lynne Rae

Die Nussknacker-Bande


sehr gut

Dieses Buch " Die Nussknackerbande" von Lynne Rae Perkins und mit Illustrationen von Philipp Waechter erzählt die Geschichte von Jed, Chai und Tschk Tschk. Diese Drei sind Eichhörnchen und sehr gute Freunde. Eines Tages wird Jed jedoch von einem Habicht erwischt, jedoch schafft er es unverletzt davonzukommen. Nur, wo ist er nun? Tschk Tschk hat gesehen, dass Jed sich befreien konnte und gemeinsam mit Chai macht sie sich auf die Suche nach Jed. Die Eichhörnchen erleben einiges auf ihrer Suche.

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Vorlesebuch (Hardcover) erschienen ist. Das Cover gefällt mir sehr gut, ebenso wie kleinen in schwarz gehaltenen Illustrationen innerhalb des Buches. Die Geschichte an sich ist jedoch nicht so leicht zu verstehen. Es wird ab 9 Jahren empfohlen, jedoch 9 jährige lesen auch gerne selber und wollen "groß" sein. Das Cover suggeriert jedoch ein Buch für Kleine, während die Geschichte anspruchsvoll ist. Der Titel verspricht zwar Aufregung, aber ich habe erwartet, dass die Bande etwas aufregendes, ein wenig verbotenes, lustiges, etc. macht und nicht dass Bande einfach für die Freundschaft steht. Mir gefiel das Buch gut, jedoch hätte ich mir die Geschichte ein wenig einfacher gewünscht, so dass sie ab 6 Jahren geeignet gewesen wäre und somit eher dem Vorlesealter entsprochen hätte. Sprachlich hat mir das Buch sehr gut gefallen, bis auf die Namen der Eichhörnchen, die mich ein wenig verwirrten.

Bewertung vom 21.08.2016
Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken
Milchman, Jenny

Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken


gut

Sandra lebt mit ihrem Mann, ihrer Teenagertochter und ihrem Hund in einem Traumhaus. Alles wirkt sehr idyllisch, doch eines Tages werden sie von zwei Unbekannten überfallen und diese gehen nicht zimperlich mit ihnen um.
Das Buch erzählt aus verschiedenen Perspektiven und Zeiten eine Geschichte. Mein Problem war, dass ich mich ziemlich durch dieses Buch quälen musste. Der Klappentext verrät schon sehr viel von der Story und was danach ausführlich erzählt wird, gab mir keine Rätsel auf, erzeugte bei mir keine Spannung sondern nur den Wunsch, dass nicht noch mehr Abscheulichkeiten stattfinden. Sympathisch war mir allein der alte Hund, der mein vollstes Mitgefühl hatte. Der Ehemann tat mir zwar leid, aber er blieb für mich als Figur blass und die restlichen Figuren waren eher unsympathisch. Es war definitiv nicht mein Krimi!

Bewertung vom 21.08.2016
Bevor die Welt erwacht
Wood, Monica

Bevor die Welt erwacht


sehr gut

Ona Vitkus ist 104 Jahre alt und lebt alleine in einem Haus, was ihr von ihrem Sohn hinterlassen worden ist. Nachdem Ona viele der Jungen vergrault hat, gerät sie an einen Pfadfinder, der anders ist und den sie in ihr Herz schließt. Der 11-jährige Junge ist sehr gewissenhaft, teilt alles in Listen ein, hat eine Vorliebe für die Zahl 10 und Ona hilft ihm dafür bei einer Schulaufgabe, denn es soll das Leben eines besonderen Menschen dargestellt werden. Durch die Interviews, die er auf Band aufnimmt, kommen die beiden "besonderen Menschen" sich immer näher. Ona vertraut dem Jungen und umgekehrt ist es genauso. Als der Junge überraschend stirbt, möchte Quinn, sein Vater, die Aufgabe beenden - die Hilfe bei Ona - , denn er möchte wissen, wer sein Sohn gewesen ist, zu dem er nie eine enge Bindung aufgebaut hat.
Mir hat das Buch gut gefallen, obwohl es nicht immer einfach war, den roten Faden nicht zu verlieren. Das Buch erzählt aus der Gegenwart, aus der Vergangenheit sowie auch immer die Interviews eingefügt werden. Die Geschichte ging mir nahe, denn obwohl ich den Vater zunächst gar nicht verstehen konnte und auch Schwierigkeiten mit Belle, der Ex-Ehefrau und Mutter hatte, fand ich mich gemeinsam mit ihm auf der Suche nach der Persönlichkeit seines Sohnes und seiner selbst. Ich habe Quinn zum Schluss ins Herz geschlossen und Ona sowieso. Das Buch wäre mir in einer Buchhandlung sicher nicht aufgrund des Covers und des Titels in die Hände gefallen und außerdem lässt es sich in meinen Augen auch schlecht mit anderen Büchern vergleichen oder einem Genre zuordnen. Das Buch ist besonders ebenso wie die Geschichte und die Protagonisten des Buches.