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Bewertung von Mel.E aus L. am 08.02.2012 |
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GLAUBST DU AN GESPENSTER? Bisher habe ich den Gedanken an Gespenster sehr, sehr weit von mir weggeschoben, aber seitdem ich vor einigen Tagen "Zeit der Gespenster" von Jodi Picoult gelesen habe, bin ich mir doch unsicher, was die Existenz von Geistern / Gespenstern betrifft, denn der Roman ist so geschrieben, daß es tatsächlich so hätte geschehen sein könnte. Ein Gespenst welches darum kämpft, daß ans Licht kommt, was vor vielen, vielen Jahren geschehen ist. In dem Roman tauchen viele Personen auf, was am Anfang verwirrt und erst spät dahin führt, wohin es letztendlich führen soll. Die Aufklärung eines "Verbrechens" Zuletzt saß ich wie festgeklebt an dem Buch und war fast schon traurig, daß es zuende ist, denn im Nachhinein hat mich die Geschichte sehr fasziniert. Die Autorin ist mir schon durch ihre Bücher "Beim Leben meiner Schwester" und "Das Herz ihrer Tochter" aufgefallen. Beides Bücher, die unheimlich traurig sind und noch lange nachwirken. Mich dazu bewegt haben mein Leben und meine Einstellung zu überdenken. Hier in "Zeit der Gespenster" ist das alles etwas anders und wenn man auf die beiden anderen Romane blickt, ein völlig anderes Buch. Auch sehr liebevoll geschrieben und auch mit viel Hintergrundwissen angefertigt um uns als Leser in den Bann zu ziehen. Ich bin schwer begeistert und würde das Buch glatt noch einmal lesen wollen. Was mich stutzig macht ist das Cover, welches so garnicht zu dem Buch passen will oder seht ihr in dem verschleierten Gesicht ein Gespenst? Es geht zwar um die Leben - und Leidensgeschichte einer Frau an der ein Verbrechen begangen wurde vor sehr langer Zeit und durch die vielen Möglichkeiten, die der Kriminalistik heute zur Verfügung stehen, stellt sich heraus, daß es doch ganz anders war als es scheint. Ich habe eine Krankheit kennengelernt, die sich XP nennt und die wirklich schrecklich ist. Immer wieder stelle ich fest, wie dankbar ich sein kann, daß meine Kinder gesund sind. Wir lernen Menschen kennen, die suizidgefährdet sind und wir lernen überhaupt sehr viel über das Leben. Das Leben im Allgemeinen mit seinen ganzen Höhen und Tiefen. Im Prinzip könnte das Buch auch von dir und mir handeln. Lebensgeschichten die miteinander verflochten und verbunden werden und zum Schluß ein Ganzes ergeben. Mir hat es sehr gefallen und gerade der Schreibstil der Autorin gefällt mir außerordentlich gut. Gerne empfehle ich "Zeit der Gespenster" weiter und gehe mal davon aus, daß auch du spätestens nach Beenden des Buches in Erwägung ziehst, daß es Übersinnliches doch geben kann. Die Reise in längst vergangenen Zeiten und dem Heute hat mir sehr gefallen und die Zusammenführung aller Beteiligten ist wirklich gelungen. Schockiert vielleicht auch, aber hinterlässt ein gutes Gefühl, da es diesmal tatsächlich ein Happy End gibt! |
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Bewertung von Karo adores... [http://karoadores.blogspot.com] aus Berlin am 17.04.2011 |
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Im kleinen Städtchen Comtosook in Vermont gehen merkwürdige Sachen vor: Es regnet Blütenblätter, der Strom fällt aus, Sachen verschwinden... Die Abenaki, der ortsansässige Indianerstamm, können dies erklären: Das Grundstück, auf dem ein Einkaufszentrum gebaut werden soll, ist angeblich ein Indianerfriedhof. Und tatsächlich werden dort Geister gesichtet, Ross Wakeman ist einer der ersten, der sie sieht. Er wird in eine lang vergessene Geschichte hineingezogen, in der Mord, Liebe und eine Tragödie vorkommen, von der viele nichts mehr wissen: das Eugenik-Projekt des Staates Vermont. Dies ist mein mittlerweile fünftes oder sechstes Buch von Frau Picoult, und ich bin mal wieder restlos begeistert. Sie schreibt ausnahmslos über sehr ausgefallene Themen, und findet auch jedes Mal einen besonderen Zugang zu dieser Thematik, ihre Bücher sind einfach etwas sehr Besonderes. Auch hier überzeugt sie wieder mit Spannung bis zur letzten Seite, mit überraschenden Wendungen und provokanten Problemen. Besonders gefallen hat mir, dass sie auch einmal von ihrem Erzählstrang der Gegenwart abwich und uns mit in die Vergangenheit nahm, so entfaltete sich langsam die Brücke zwischen heute und damals. Das Thema Geister und ob es sie wirklich gibt, verpackt sie so, dass jeder für sich selbst entscheiden kann, ob er daran glaubt oder nicht, das ist ein großes Plus, auch für Zweifler. Die Eugenik-Problematik wird interessant wiedergegeben und wunderbar in eine fiktive Geschichte eingebettet, ein Kapitel amerikanischer Geschichte, das wohl nur wenigen bekannt sein dürfte. Ein wundervolles Buch mit tollen Charakteren und einem gewohnt flüssigen Schreibstil und zudem einem fesselnden Plot! |
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| Bewertung von UrbanMoose aus Gent am 28.03.2011 | |
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Picoult wagt sich in diesem Buch an ein lang vergessenes und dunkles Geheimnis der Vergangenheit, gepaart mit einer Geistergeschichte, die reichlich für Gänsehautgefühl sorgt. Ross hat seine Verlobte Aimee bei einem Autounfall verloren. Er hat einige Suizidversuche hinter sich, aber etwas katapultiert ihn immer wieder zurück ins Leben. Mehr erfahren wir nicht. Weder über seine Beziehung mit Aimee, noch warum er ohne sie nicht leben will. Er wendet sich der Welt des Paranormalen zu und wird Geisterjäger, in der Hoffnung, eines Tages wieder auf Aimee zu treffen. In Comtosook, Vermont, ereignen sich inzwischen unerklärliche Geschehnisse: als ein skrupelloser Grundstücksmakler dem alten und gebrechlichen Spencer Pike sein Grundstück abkauft, beginnt es Blütenblätter zu regnen und der Boden rund des Grundstücks gefriert mitten im Sommer. Ross, der zeitweise bei seiner Schwester Shelby und deren Sohn Ethan einzieht, wird beauftragt, dem Übernatürlichen auf den Grund zu gehen. Denn die dort seit langem ansässigen Abenaki fordern, das geplante Bauprojekt abzubrechen, da ihnen das Grundstück heilig ist und angeblich einer ihrer Vorfahren dort begraben läge. Eine berührende und zugleich gespenstische Geschichte nimmt ihren Lauf. Wir erfahren mehr über Spencer Pike und das mittlerweile zerfallene Haus. Ross trifft bei seinen nächtlichen Streifzügen auf dem Grundstück auf Lia. Aber warum versucht Lia, mitten in der Nacht etwas aus dem gefrorenen Boden zu buddeln? Ethan schließt sich seinem Onkel bei der Geistersuche an, und zwischen den beiden entwickelt sich eine enge Freundschaft. Während der Recherchen kommt ein grausames Geheimnis ans Tageslicht: das Eugenik-Projekt, welches in den zwanziger Jahren in Vermont aufblühte und hinter dem u. a. Spencer Pike steckte. Auch Cecilia Pike, Spencers Frau, und ihr Mörder Gray Wolf kommen mit ins Spiel. Nur was haben sie alle mit den Phänomenen zu tun, die Ross erforschen will? Obwohl ich anfangs dem Thema des Buches gegenüber skeptisch war, hat Picoult es mal wieder geschafft, meine Aufmerksamkeit zu fesseln. Garantierte Gänsehaut während Ross und Ethans nächtlichen Ausflügen, Trauer um Ross, der sich in Lia verliebt, die ihm immer wieder entgleitet, sowie das trauriges Schicksal einer jungen Frau machen dieses Buch so besonders. |
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Bewertung von Pharo72 aus Zittau am 15.11.2010 |
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Ross Wakeman ist zutiefst unglücklich, obwohl er bereits mehrmals dem Tod von der Schippe gesprungen ist. Durch einen Autounfall verlor er seine geliebte Frau Aimee und damit den Sinn seines Lebens. Er sucht verzweifelt einen Weg zu ihr und da es mit dem eigenen Tod nicht klappt, verdingt er sich als Geisterjäger auf einem indianischen Grundstück, auf welchem es spuken soll. Dort jedoch begegnet er einem ganz anderen Geist und wird in eine Geschichte voller grausamer Wahrheiten und Mystik hineingezogen. Dies war mein erstes Buch von Jodi Picoult und wird mit Sicherheit nicht das letzte gewesen sein. Nachdem es anfänglich etwas schwierig war, sich bei der Vielzahl der vorgestellten Charaktere zurechtzufinden, geriet ich spätestens mit der Rückblende in die Vergangenheit in einen Sog, der es mir fast unmöglich machte, das Buch wegzulegen. Meisterhaft verquickt die Autorin die erschütternde, reale Geschichte der Eugenik-Bewegung in Vermont der 20er- und 30er-Jahre, die eine Vorlage für die Projekte der Rassenhygiene der Nazis bilden sollte, mit einem fiktiven Familiendrama großen Ausmaßes. Der Roman ist Krimi, Liebesroman und Historical in einem. Man fühlt und leidet mit den einzelnen Protagonisten, als wäre man selbst Mitwirkender. Der paranormale Touch durch die Geistergeschichten wirkt dabei nicht fehl am Platz, sondern fügt sich perfekt ins Ganze ein. Geheimnisvolle Entwicklungen, überraschende Wendungen und die geniale Auflösung eines Rätsels nach dem anderen machen das Buch zu einem echten Pageturner. Auch wenn das Ende etwas gewollt positiv wirkt, so gönnt man den gebeutelten Charakteren doch genau dieses. Von mir eine uneingeschränkte Empfehlung für alle Leser, die Anspruch und Unterhaltung gleichermaßen suchen. |
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| Bewertung von Hedwig aus Norderstedt am 25.07.2010 | |
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Der neueste Roman der Erfolgsautorin Jodi Picoult, Originaltitel "Second glance", von dem sie selbst sagt, dass es bislang ihr bestes Werk ist, enthält einige ziemlich schwierige Themen für mich. Ross Wakemann verlor auf tragische Weise seine über alles geliebte Verlobte Aimee bei einem Autounfall und leidet seitdem einerseits unter Todessehnsucht, um mit Aimee wieder vereint zu sein und andererseits unter schweren Selbstvorwürfen, weil er nach Aimee auch noch eine andere Frau aus dem brennenden Auto des Unfallgegners rettete, anstatt sich ausschließlich um Aimee zu kümmern. Die Frage, ob er Aimee hätte retten können, wenn er nicht für andere den Helden gespielt hätte, bestimmt sein weiteres Leben und so sucht er Antworten (und wenn möglich Kontakt zu Aimee) bei Leuten, die Geistererscheinungen und -begegnungen hatten. Da kommt ihm der Auftrag, herauszufinden, ob es auf einem geplanten Baugrundstück seines Heimatstaates Vermont spukt, gerade recht. Einige Leute behaupten, der geplante Supermarkt solle auf einem ehemaligen Indianerfriedhof der ortsansässigen Abenaki errichtet werden, andere sind der Ansicht, das dort auch abzureißende Haus der angesehenen Familie Pike beherberge das Geheimnis um einen mysteriösen und auch nach 70 Jahren noch nicht geklärten Doppelmord an Cecilia Pike und deren neugeborener Tochter. In mehreren unterschiedlichen Erzählsträngen, die von der Autorin virtuos verflochten werden bis zu einem schlußendlich stimmigen Gesamtbild, erfahren wir nach und nach, was vor 70 Jahren wirklich geschah, welche Verbindungen es zu Ross Schwester Shelby gibt, die einen Sohn großzieht, der an einer unheilbaren Lichtallergie sterben wird. Wir lernen die Ärztin Meredith kennen, die verzweifelten Eltern durch die Invitro-Befruchtung zu gesundem Nachwuchs verhilft und deren Tochter von Geisterbegegnungen geplagt wird. Der schon 102 Jahre alte Indianer Gray Wolf, der fast ebenso alte Spencer Pike, Meredith Großmutter Ruby und nicht zuletzt der Geist Lia helfen - oft ungewollt - Ross und Eli, den ortsansässigen Polizisten, bei der Aufklärung und Entwirrung der Geschehnisse, die vor 70 Jahren die Ursache für unfaßbar viel Schmerz und Leid darstellten. Es fällt mir nicht gerade leicht, daran zu glauben, dass ein verstorbener Mensch als Geist wieder mit lebenden Menschen in unserer realen Welt Kontakt aufnehmen kann. Zum anderen wußte ich bis dato nicht, dass es in 33 Staaten Amerikas und angeblich auch vielen anderen Teilen der Welt ein Projekt gab, das die Bezeichnung Eugenik trägt, welches durch Hitler im 2. Weltkrieg mit den allseits bekannten unglaublich perfiden und menschenverachtenden Folgen auf die Spitze getrieben wurde. Von angesehenen, gebildeten Wissenschaftlern, Ärzten, Politikern und vielen anderen einflußreichen Persönlichkeiten gab es in der Zeit zwischen 1920 bis 1930 tatsächlich Bestrebungen, die Bevölkerung der Staaten von sogenanntem degenerierten Erbgut zu schützen und zu befreien. Der Hang zum Alkoholismus, jede Art von Andersartigkeit, Lernschwächen, Krankheiten galten als vererbbar und als Gendefekte, vor denen man die "normale" Bevölkerung schützen wollte. Es wurden mit viel monetärem Aufwand Familienstammbäume zur Untermauerung dieser Thesen erstellt und die lebenden Abkömmlinge von nachweislich degenerierten Familien zwangssterilisiert. Dass man Gott spielte, war vielen nicht bewußt und wenn doch, meinte man sicherlich, dass der Zweck die Mittel heiligte.Und damit sind wir beim dritten Themenkreis angekommen, den Jodi Picoult in dem Roman anspricht: vorab im Reagenzglas entscheiden zu können, welcher von einer Vielzahl von DNA-Trägern geboren werden darf und welcher nicht, Babys, mit der Anlage zu schweren Krankheiten gar nicht erst im Mutterleib heranwachsen zu lassen. Darin liegt Jodi Picoults großartiges Talent. Sie schreibt dem Leser nicht vor, welche Ethik er haben soll, woran er glauben soll, sondern zeigt differenziert, präzise und doch ausführlich alle möglichen Facetten. Lesenswert. |
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Bewertung von Eva L. aus Osnabrück am 01.05.2010 |
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Auch mit „Zeit der Gespenster“ wagt sich Erfolgsautorin Jodi Picoult wieder an mehrere brandheiße Themen heran. Doch es geht nicht in erster Linie, wie der Titel vermuten lässt, um Geister – Hauptthema ist die amerikanische Eugenik- Forschung in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Aber auch Selbstmord, Pränataldiagnostik, die Erbkrankheit XP, Diskriminierung von Minderheiten und eben paranormale Erscheinungen finden Platz in der Handlung. Ein bisschen viel Stoff für meinen Geschmack, aber der Autorin gelingt es, alles zu einer logischen Handlung zu verweben, in der alles zusammen passt. Die Geschichte ist in drei Abschnitte eingeteilt: Abschnitt eins und drei spielen in der Gegenwart und befassen sich mit den Ermittlungen rund um die Erscheinungen auf dem Grundstück. Teil zwei spielt im Jahre 1932 und gibt dem Leser einen Einblick in die Geschehnisse damals, die für die anderen Abschnitte von großer Bedeutung sind. Die „Beleuchtung von unterschiedlichen Seiten“ macht die Geschichte spannend. Man rätselt mit und versucht, den Fall zu lösen, kommt aber bis zum Schluss nicht darauf, was vorgefallen sein könnte. Typisch für Jodi Picoult ist die Vielzahl an Charakteren, die alle direkt in den ersten Kapitel des Buches auftauchen. Da die Handlung in ihren Büchern immer aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt wird, ist dies ist ziemlich verwirrend und man verliert schnell den Durchblick, wer gerade wer ist und was tut. Im Laufe der Geschichte gewinnt man den Überblick allerdings zurück und kann die Figuren zuordnen. Leider schafft sie es nicht, allen Charakteren die nötige Tiefe zu verleihen. Über einige hätte ich gerne mehr erfahren, allen voran Ruby und besonders Lucy, während beispielsweise die Geschichte um den an XP erkrankten Ethan meiner Meinung nach ruhig weniger im Vordergrund hätte stehen dürfen. Mit der amerikanischen Eugenik- Forschung befasst sich „Zeit der Gespenster“ mit einem Thema, dass so in der Unterhaltungsliteratur wohl noch nicht da gewesen ist. Erschreckend anschaulich schildert die Autorin die Versuche, kriminelle und „degenerierte“ Menschen an der Fortpflanzung zu hindern und die damit verbundenen Schicksale. Alleine wegen dieser Informationen ist „Zeit der Gespenster“ lesenswert, aber auch sonst überzeugt Jodi Picoult wieder einmal. Das Ende ist zwar ein wenig kitschig, aber das schadet der Geschichte in keinster Weise. Eher im Gegenteil – es holt den Leser nach vielen schockierenden Tatsachen wieder zurück und zeigt, dass „Zeit der Gespenster“ trotz aller Wahrheiten, die wir darin finden, doch „nur“ ein Roman ist, und der darf ruhig ein wenig kitschig sein. |
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| Bewertung von james aus kassel am 04.04.2010 | |
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Ich bin absolut begeistert von diesem Buch. Das Buch gliedert sich in drei unterschiedliche Teile die alle einem anderen Genre unterliegen. Der erste Teil lässt sich unter die Rubrik Mystery einordnen. Wir lernen viele Personen kennen, die alle seltsame und unheimliche Erlebnisse haben. Da ist Ross, der Geisterjäger, der auf der Suche nach seiner Verstorbenen Frau ist. Wir lernen ein kleines Mädchen kennen, welches nachts von einer toten Frau besucht wird. Wir lernen den Polizisten Eli kennen, der sich unsterbliche in die Schwester von Ross verliebt, die einen Sohn mit XP hat. Dann ist da der alte Indianer Az, der Nachtwächter auf einer Baustelle. Anfangs alle ein wenig durcheinander. Es folgen Namen und Szenenwechsel, die ein wenig schwierig sind (aber nur am Anfang) Der zweite Teil des Buches lässt sich als Familiendrama mit wahrem Hintergrund einordnen. Der Leser wird hier in ein dunkles Kapitel der Geschichte geführt die zwangs Sterilisierung. In dieser dunklen Zeit wird eine dragische Familiengeschichte erzählt und man bekommt einen kleinen Einblick, warum das was im ersten Teil passiert eigentlich passiert. Der dritte Teil ist ein Krimi. Hier wird nun aufgeklärt, wer der wahre Mörder ist. Puzzelteile setzen sich zusammen und ein Gesamtbild wird sichtbar. Der Schreibstil hat mir unheimlich gut gefallen. Jeder der drei Teile hat seine eigene Dynamik. Anfangs fühlt man sich unwohl, weil Dinge passieren die nicht zu erklären sind. Im zweiten Teil leidet man mit der Protagonistin mit und im letzten Teil kommt man durch die schnelle Aufklärung kaum zum Luftholen. Die einzelnen Blickwinkel geben der Geschichte eine rasante Geschwindigkeit. Man fliegt als Leser nur so über die Seiten. Wirklich einfühlsam wird uns hier eine Geschichte mit tiefen und bewegenden Hintergrund erzählt. Immer wieder kann man nicht glauben, dass das was man da liest wirklich mal passiert ist (im zweiten Teil) . Ich bin einfach nur hin und weg von diesem Buch. |
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| Bewertung von Scylla am 24.03.2010 | |
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Das Klimpern eines Pennys von 1932 Nachdem Ross Wakeman seine Frau Aimee bei einem Autounfall verloren hat, hat er nur noch ein Ziel: seiner Frau möglichst bald zu folgen. Doch wie durch ein Wunder kann Ross nicht sterben und so versucht er durch Geisterjagd mit seiner verstorbenen Aimee in Kontakt treten zu können. Schließlich erhält er den Auftrag im Heimatort seiner Schwester Shelby ein altes Grundstück zu untersuchen, auf dem ein Indianergeist spuken soll. Ross findet zwar keinen Geist, dafür jedoch eine neue Liebe. So scheint es jedenfalls... Beim Lesen dieses Buches war ich immer wieder überrascht, wie die Autorin es schafft, so viele unterschiedliche Elemente und Themen in einer Geschichte miteinander zu verbinden. Am Anfang ist die große Anzahl von Personen, aus deren Sicht erzählt wird noch etwas unübersichtlich. Das gibt sich jedoch mit der Zeit. Der erste Teil des Buches spielt in der Gegenwart und beschäftigt sich mit Ross Vergangenheit und seiner Geisterjagd auf dem vermeintlichen Indianergrundstück. Im zweiten Teil springt die Autorin in die Vergangenheit, genauer gesagt in das Vermont des Jahres 1932. In diesem Teil wird die Geschichte von Cecelia Pike erzählt, deren Schicksal enger mit dem Eugenikprogramm ihres Mannes verknüpft ist, als sie selbst ahnt. Der letzte Teil spielt wieder in der Gegenwart. Die lange verschwiegene Vergangenheit holt die Bewohner von Comtoscook nun wieder ein. Ross muss die Wahrheit über Cecilia Pikes Schicksal aufdecken, ehe die Einwohner und auch er selbst endlich wieder Frieden finden können. Jodie Picoult hat in ihrem Roman so viele unterschiedliche Themen miteinanderverknüpft, dass es mir erst unmöglich schien, wie sich alles das zu einer in sich schlüssigen Geschichte verbinden lassen würde. Doch es ist ihr gelungen. Es geht um Trauer und Einsamkeit, Leben und Tod, Geister und Menschen, die sich wie solche fühlen, gefährliche Wissenschaft und tragische Liebe, die Vergangenheit wie auch Gegenwart überschattet. Ich habe lange kein Buch mehr so verschlungen wie dieses und ich musste unbedingt erfahren, wie Cecilia Pike nun wirklich gestorben ist. Durch die Ermittlungen der Umstände ihres Todes bekommt das Buch sogar noch einen leichten Krimicharakter, verlässt aber nie die traurige und geisterhafte Grundstimmung. Nachdem der Tod aufgeklärt wurde, flacht der Spannungsbogen jedoch etwas ab. Jeder Charakter muss seine Geschichte noch zuende führen und so zieht sich das Ende etwas sehr hin. Fazit: Ich würde das Buch trotz des etwas langatmigen Endes jedem empfehlen. Das Buch war die ganze Zeit über sehr spannend und die Verbindung von Geistern, Wissenschaft, Liebe und Trauer ist einfach genial. Die Atmosphäre ist geisterhaft ohne gruselig zu sein und traurig ohne melancholisch zu werden. Ein Buch mit dem Hang zum Besonderen eben. |
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| Bewertung von hrafnaklukka aus Rüthen am 20.03.2010 | |
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„Zeit der Gespenster“ hat mich sehr positiv überrascht – es handelt sich bei dem Buch um eine gute Mischung verschiedener Genres: ein alter Mordfall wird aufgeklärt, Geistererscheinungen sorgen für einen mystischen Einschlag, ein unschöner Teil der Geschichte der USA wird aufgearbeitet, und das ganze wird begleitet von einem tragsichen Schicksal und einer schönen Lovestory. Und obwohl die Geschichte der vielschichtig ist und eine Reihe verschiedener Themen umfasst, wirkt sie keineswegs überladen. Ross Wakeman ist einer der Hauptfiguren. Vor Jahren hat er seine Verlobte Aimee bei einem tragischen Autounfall verloren, schwebt seitdem zwischen den Welten und versucht vergeblich, sich das Leben zu nehmen um wieder mit seiner großen Liebe vereint zu sein. Doch es scheint, als würde eine unsichtbare Macht in an sein irdisches Leben fesseln – er ist „unzerbrechlich“ und überlebt selbst die schlimmsten Unfälle. Seine Schwester Shelby hat ganz andere Sorgen: ihr Sohn Ethan leidet an einer seltenen Krankheit, XP, er verträgt keine UV-Strahlen und hat eine sehr geringe Lebenserwartung.Auf einem nah gelegenen Grundstück soll ein Einkaufszentrum gebaut werden – die Indianer wollen das verhindern, da dort ein Indianerfriedhof sein soll. Ross wird vom Bauunternehmer engagiert, um Geistererscheinungen zu überprüfen. Dabei lernt er eines Nachts die schöne und geheimnisvolle Lia kennen – kann sie ihn über seinen tragischen Verlust hinweg trösten? Und was für eine Geschichte hat der angebliche Indianerfriedhof? Erzählt wird das Buch aus zwei Perspektiven: im ersten und im letzten Teil ist der Leser Beobachter, der mittlere Teil spielt in der Vergangenheit und wird von Cecelia Pike in Ich-Form erzählt. Die Kombination erhöht die Spannung, und auch sonst ist das Buch flüssig geschrieben und fesselt den Leser von der ersten Seite an. Die Figuren sind sehr vielschichtig dargestellt, die Geschichte interessant und besonders der Konflikt zwischen Weissen und Indianern war gut ausgearbeitet. Haarsträubend – aber dafür umso realistischer – ist die Vergangenheitsbewältigung um die „Rassenkunde“, Stammbäume und die damit verbundene Zwangssterilisation. Die Informationen zu dem Thema und die Konflikte in den 20/30er Jahren waren geschickt in die Geschichte eingebaut und haben dem Buch eine besondere Note verliehen. Die Idee, die ganzen Themen miteinander zu kombinieren war richtig gut und für meinen Geschmack auch genau richtig dosiert. Auch die Verbindungen zwischen Gegenwart und Vergangenheit haben dem Buch den richtigen Schwung gegeben. Das einzige, was mir nicht so gut gefallen hat – und deswegen habe ich auch nur 4 Sterne vergeben - war das etwas dick aufgetragene Ende, da wäre weniger tatsächlich mehr gewesen und hätte etwas besser zum Inhalt des Buches gepasst. |
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| Bewertung von Monika58097 aus Hagen am 13.03.2010 | |
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Meine persönliche Nr. 1 im März 2010! Wieder mal ein typischer Jodi-Picoult-Roman: Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Die Geschichte eine MIschung aus Psycho-, Kriminal- und Liebesroman. Da gibt es Ross Wakemann, der seiner großen Liebe Aimee nachtrauert und der einfach nicht sterben kann, seine Schwester Schelby und deren Sohn, der an der seltenen Krankheit XP leidet, den Polizisten Eli, den alten Indianer Az und viele, viele Charaktere mehr. Gefrorene Böden mitten im August, ein Himmel, der Rosen regnen lässt. Was ist los in Comtosook? Sind es die Geister der verstorbenen Indiander, weil deren Friedhof bebaut werden soll? Sehr interessant auch der Teil der amerikanischen Geschichte, was die Eugenik angeht, was mir persönlich gar nicht bekannt war. Beim Lesen wechseln sich Erstaunen und Entsetzen ab. Mehr wird nicht verraten. Ich kann nur dazu raten: selber lesen! |
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