Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Eva L.
Wohnort: Osnabrück
Über mich:
Danksagungen: 181 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 303 Bewertungen
Bewertung vom 24.03.2015
Mug Cakes
Knudsen, Lene

Mug Cakes


ausgezeichnet

Kuchen backen erfordert in den meisten Fällen Zeit, Geduld, Muße – und oft auch mehrere Personen, die ihn, wenn er fertig ist, essen. Spontan „mal eben“ einen Kuchen backen, weil unangekündigte Gäste vor der Tür stehen, ist in den meisten Fällen nicht drin. Dieses kleine, aber feine Backbuch schafft da Abhilfe! Hat man die passenden Zutaten im Haus, ist der Teig in wenigen Augenblicken und ohne großartig was dreckig zu machen zusammengerührt. Den Rest erledigt dann in zwei Minuten die Mikrowelle und voila, der Kuchen ist fertig und der Besuch in den besten Fällen schwer beeindruckt.

32 Cake- Rezepte bietet dieses Buch, unterteilt in die Kategorien:
„Mug Cakes klassisch“
„Überraschend anders“
„Schön schokoladig“
„Tuttifrutti“
„Cookies im Becher“

Nach ein paar Infos und Tipps bzgl. der Zutatenmengen, Mikrowelleneigenschaften etc. finden sich die Rezepte für die sieben Soßen, mit denen die Mug Cakes nach dem Backen gekrönt werden. Und dann geht es auch schon los mit den Cake- Rezepten.

Jedem Rezept ist eine Doppelseite gewidmet, und, oh mein Gott, zu jedem Küchlein gibt es ein Foto. Ganz ehrlich, ich besitze viele Backbücher und in den meisten davon sind großartige Fotos zu sehen, aber wenn ich „Mug Cakes“ aufschlage, muss ich wirklich aufpassen, dass ich nicht anfange zu sabbern. Die Fotos sind wirklich mehr als appetitanregend und lassen einem im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Auf der anderen Seite befinden sich Zutatenliste und Backanleitung, schön übersichtlich durch einen Strich getrennt, so dass man mit einem Blick sieht, was man braucht. Die Backanleitung kommt mit kurzen, knappen Sätzen aus, ebenso zackig, wie der Teig zusammengerührt ist. Am Ende steht jedes Mal noch die genaue Backzeit, ein kurzer Satz zur eventuellen Dekoration, fertig.

Ich habe mittlerweile so gut wie alle Rezepte ausprobiert und jeder einzelne Kuchen schmeckte hervorragend. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei, schokoladig, fruchtig, leicht, mit Nüssen, Kokos, Mandeln, Karotten, hier wird eigentlich jeder fündig. Ich empfehlen allerdings, den Teig auf zwei Tassen aufzuteilen, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass a) meine großen Kaffeebecher oft zu klein für die Teigmenge sind und dann in der Mikrowelle überlaufen und b) ein ganzer Becher voll Kuchen meistens für eine Person zu viel ist. Gerade bei den gehaltvolleren Schokoladen- oder Karamellkuchen bleibt schnell was über und muss dann weggeworfen werden, weil sich der Mikrowellenkuchen nicht aufbewahren lässt.

Was auch super geht: den Teig anrühren und dann auf mehrere kleine Behältnisse (z.B. diese kleinen Formen, die man auch für Creme Bruleé nehmen kann) verteilen und backen. So kann man aus mehreren verschiedenen Teigen und Zutaten ein kleines Kuchenbuffet zusammenstellen.

„Mug Cakes“ gefällt mir richtig richtig gut und hat sich schon einen Stammplatz in meinem Kochbuchregal gesichert. Diese kleinen Kuchen werde ich sicher noch oft backen.

Bewertung vom 05.12.2014
Jul
Wendt, Caroline

Jul


ausgezeichnet

Skandinavisches Wohndesign ist aktuell ein großer Trend, der natürlich auch vor der schönsten Zeit des Jahres nicht Halt macht. Bücher über Weihnachtsdeko aus dem hohen Norden gibt es viele und oftmals fällt die Auswahl sehr schwer. Caroline Wendt und Pernilla Wästberg haben mit „Jul“ ein Buch geschrieben, das so viele Ideen und Anregungen enthält, dass man eigentlich versorgt ist und kein anderes mehr braucht.

Unterteilt ist „Jul“ in fünf Kategorien:
- Tisch decken, essen und genießen zur Weihnachtszeit
- Zeit für Entspannung
- Blühender Dezember
- Baum und Geschenke
- Hübsches für Draußen

Darüber hinaus gibt es ein Vorwort sowie ein kleines Kapitel für die benötigten Muster.

Rezepte und Anleitungen sind in ihrer Reihenfolge bunt durcheinander gewürfelt und folgen keinem Muster, ebenso wenig wie die jeweiligen Beschreibungen. Manche sind eine halbe Seite lang, manche eine, manche zwei… Einige haben ein Foto, andere mehrere. Das macht das ganze Buch ein wenig unruhig und erschwert die Suche nach einer bestimmten Anleitung ein wenig. Da hilft dann das übersichtliche Inhaltsverzeichnis weiter. Die Anleitungen an sich sind klar strukturiert in Zutaten- bzw. Materialliste und Arbeitsbeschreibung.

Das, was die Autorinnen in ihrem Buch zusammengetragen haben, ist ebenfalls ein kunterbuntes Sammelsurium. Backen, kochen, basteln, häkeln, stricken, nähen, pflanzen, binden – für jedes Talent und jede Vorliebe ist das Passende dabei. Ob die Vorschläge dabei auch jeden Geschmack treffen, ist natürlich Ansichtssache. Mir persönlich sind einige Dinge zu kitschig, gefallen mir optisch nicht oder liegen einfach außerhalb meiner Talente (die gestrickten und gehäkelten Sachen beispielsweise). Da es aber so viele Anleitungen sind, findet sicherlich jeder etwas, was ihm gefällt. Ein großer Pluspunkt dieses Buches.

Die Fotos, die die Fotografin Pernilla Westberg für dieses Buch gemacht hat, sind wirklich schön und stimmungsvoll. Bei einigen ist für meinen Geschmack ein wenig über das Ziel hinaus geschossen, diese sind mir zu voll, zu überladen. Bei den Meisten ist es ihr aber sehr gut gelungen, die weihnachtliche Stimmung einzufangen und abzulichten und trotzdem das jeweilige Dekoelement in den Vordergrund zu stellen.

Trotz einiger kleiner Kritikpunkte lohn sich „Jul“ nicht nur für Freunde der skandinavischen Wohnkultur. Es bietet viel Inspiration für die Dekoration des eigenen Heims und schöne Anregungen, um sich lange Winterabende zu vertreiben.

Bewertung vom 22.10.2014
Lauter Kinderkram
Kienzle, Annette

Lauter Kinderkram


ausgezeichnet

Seitdem ich vor gut zwei Jahren Spaß am Nähen entdeckt habe, bin ich immer auf der Suche nach interessanten, aber (noch) einfachen Projekten, die sich schnell umsetzen lassen, denn mit einem knapp Einjährigen zu Hause ist nicht immer groß Zeit für aufwendige Näharbeiten. Der Kleine darf natürlich gerne Nutznießer meiner Nähprojekte sein, ebenso wie seine kleinen Freunde oder andere (Neu-) Mamas und Papas. „Lauter Kinderkram“ ist da das perfekte Buch! Für jedes Kinderalter und jede Gelegenheit findet man hier die eine oder andere Kleinigkeit, mit der man sich oder andere wunderbar beschenken kann.

Gegliedert ist das Buch in sieben Kapitel:
* Tipps und Erklärungen
* Für Mamas
(Windeltasche, U- Heft- Hülle)
* Für Babys
(Schmusetuch, Spieluhr Eule, Kinderdecke)
* Für Krabbelkinder
(Hase im Beutel, Kirschkern- Maus, Kissen mit Gans)
* Für Kindergartenkinder
(Kleine Tasche, Turnbeutel, Hülle für Kühlkissen, Wimpelkette, Pipi- Langstrumpf- Schürze)
* Für Schulkinder
(Beutel für nasses Schwimmzeug, Beuteltasche, Stoffmappe für Malsachen, Haarspangentasche, Haargummi, Loop, Flötentasche, Poesiealbum- Umschlag, Geldbeutel, Weihnachtsstiefel)
* Der Baukasten – kleine Dinge, die ein Stück unverwechselbar machen
(Häkelblüte, Häkelblume für Haargummi, Stoffbrosche, Doppelte Häkelblüte)

Das Kapitel „Tipps und Erklärungen“ liefert alle Informationen, die man, zusätzlich zu den Nähanleitungen, noch für ein gutes Gelingen braucht. Das Kapitel ist auf 3 Seiten recht kurz gehalten, aber man weiß danach alles Nötige, so dass man direkt loslegen kann.

Jede Anleitung ist unterteilt in drei Abschnitte: Material, Zuschnitt und Anleitung. So sieht man auf den ersten Blick, was man für das jeweilige Projekt braucht und kann dieses auch schnell noch mal nachschlagen, ohne lange Suchen zu müssen. Zeitangabe und Schwierigkeitsgrad komplettieren jede Anleitung – sehr praktisch, denn so kann man schon ungefähr einschätzen, ob die Mittagspause oder der kindfreie Abend ausreicht oder man sich lieber ein Wochenende freischaufelt um zu nähen. Und natürlich auch, ob man sich die Herausforderung überhaupt (schon) zutraut.

Die Anleitungen sind gut geschrieben und erklären sich in den meisten Fällen von selber. Bei etwas komplizierteren Dingen, wo beispielsweise mehrere Lagen übereinander genäht, Kordeln eingezogen oder Stücke aufwendig gewendet werden, gibt es zusätzlich noch Skizzen, die die Arbeitsschritte erklären. Fehler sind somit quasi ausgeschlossen (und wenn sie doch passieren eher mit eigener Dummheit zu begründen ;) ).

Etwas schade finde ich, dass die Autorin bei der Auswahl ihrer Vorschläge nicht mehr darauf geachtet hat, auch Teile für kleine Jungs in ihr Repertoire aufzunehmen. Vieles kann natürlich von Mädchen und Jungen gleichermaßen genutzt werden, aber gerade bei den Schulkindern sind doch deutlich mehr Sachen für Mädels als für Jungs dabei. Hier hätte ich mir eine Anleitung für eine coole Mütze, ein Kapuzenshirt oder Ähnliches gewünscht.

Die Bilder, die das jeweilige Nähprojekt zeigen, sind sehr schön, geben großartige Anregungen die Stoffwahl, Applikationen etc. betreffend und machen riesige Lust, sich sofort an die Nähmaschine zu setzen.

Braucht man für ein Projekt ein Schnittmuster, findet man dieses schnell in der äußerst übersichtlichen Schnittmustersammlung am Ende des Buches. Dort steht dann auch noch mal, wie oft man jedes Teil zuschneiden, ob das Schnittmuster vergrößert werden muss und wenn ja, um wie viele Prozent. Auch hier sind Fehler eigentlich ausgeschlossen.

Bis auf das leichte Ungleichgewicht zwischen Vorschlägen für Mädchen und Jungen finde ich dieses Buch wirklich gelungen. Es bietet wirklich vielfältige Vorschläge, wo sich für jede Gelegenheit, jeden Erfahrungsschatz und jedes Zeitfenster irgendetwas finden lässt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 26.06.2014
Das zweite Buch der Träume / Silber Trilogie Bd.2
Gier, Kerstin

Das zweite Buch der Träume / Silber Trilogie Bd.2


ausgezeichnet

Nachdem das erste Buch der Träume in elegantem Schwarz daherkam, ist die Farbe der Wahl dieses Mal ein wunderhübsches Lindgrün. Insgesamt ist die Aufmachung wieder eine absolute Augenweide und eine Zierde für jedes Bücherregal. Aber auch der Inhalt kann sich erneut sehen lassen! Kerstin Gier schafft es im zweiten Buch der Träume wieder, von Anfang an Spannung aufzubauen und bis zum letzten Buchstaben auf hohem Level zu halten. Sie kreiert eine unterschwellig bedrohliche Atmosphäre und sorgt so für Nervenkitzel und Gruselmomente. Geschickt führt sie den Leser immer wieder auf falsche Fährten, um genau dann, wenn man denkt, ein Rätsel gelöst zu haben, eine Bombe platzen zu lassen und alle Überlegungen über den Haufen zu werfen. So gelingt es ihr, auch über das Ende des Buches hinaus die Spannung zu erhalten und die Neugier auf den finalen Band ins unermessliche zu steigern.

Die Handlung ist dieses mal etwas gemäßigter als im ersten Band, so, wie es oft im Mittelteil einer Trilogie ist. Es passiert jedoch genug, so dass es keine Längen gibt – manchmal fast ZU viel, denn auch dieses Mal dürfte die Wartezeit auf den dritten Band viel zu lang werden.

Wo Kerstin Gier drauf steht, ist natürlich auch Kerstin Gier drin, also hat ihr unvergleichlicher Humor auch in diesem Buch seinen Platz. Es gibt diverse herrliche Szenen, die so amüsant sind, dass man gar nicht anders kann als laut zu lachen. Und natürlich ist auch Secrecy, der/die/das anonyme Tratschweib der Highschool, wieder mit von der Partie und stiftet Unfrieden.

Es gibt einige Entwicklungen in diesem zweiten Buch der Träume, die mir nicht so sehr gefallen. Wer die Geschichte gelesen hat, kann sich vermutlich denken, worauf ich hinaus will. Dies ist aber mein ganz persönliches Empfinden und hat mit der Qualität des Buches überhaupt nichts zu tun. Bezüglich der Spannung, des Witzes und auch der Originalität steht es dem ersten Band in nichts nach. Dafür, dass die Richtung, in die sie ihre Geschichte lenkt, nicht die ist, die ich gerne hätte, kann die Autorin ja nichts. Silber hat mit trotzdem wieder gut gefallen und ich kann es kaum erwarten, endlich zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht.

31 von 34 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.04.2014
Was passiert da, Lieselotte?
Steffensmeier, Alexander

Was passiert da, Lieselotte?


ausgezeichnet

Ich als Erwachsene bin schon länger ein großer Fan der lustigen Kuh Lieselotte und konnte auch bei meiner Arbeit viele Kinder mit meiner Begeisterung anstecken. Meine Bücher sind mir allerdings heilig und kommen nach Möglichkeit nicht in die Nähe meines sabbernden, alles in den Mund nehmenden Babys, denn das würden sie über kurz oder lang wohl nicht überleben. Mit den schönen Pappbilderbüchern kann er, obwohl er noch so klein ist, trotzdem schon mit Lieselotte Abenteuer erleben und es ist nicht weiter schlimm, wenn eine der Seiten mal in seinem Mund landet oder mit nassen Spuckehändchen betatscht wird.

Die Geschichte ist natürlich deutlich weniger komplex als in den normalen Büchern. Auf jeder Seite stehen nur ein bis zwei Sätze, dafür gibt es aber viel zu entdecken! Alexander Steffensmeier spart auch in diesem Buch wieder nicht an lustigen Details, von denen man jedes Mal, wenn man das Buch aufschlägt, wieder neue entdeckt. Besonders sind dieses Mal die Fenster, in denen Lieselotte etwas zu sehen glaubt, was sich dann beim Umblättern als etwas ganz anderes entpuppt. Rückseitig ist das jeweilige Fenster ebenfalls mit einem lustigen Bild versehen, was das ganze Buch zu einem Kunstwerk macht. Nicht nur für Kinder ist das Betrachten der Bilder immer wieder ein Erlebnis! Wir lieben dieses Buch!

Bewertung vom 18.11.2013
Kuchenliebe
Day, Julian

Kuchenliebe


gut

Für „Kuchenliebe“ öffnet der Brite Julian Day das Rezeptbuch seiner berühmten „Meg Rivers Cake“ Bäckerei und macht sie damit der breiten Masse zugänglich. Die Rezeptsammlung ist in sechs Kapitel unterteilt:
* Familienkuchen
* Kleine Kuchen
* Brownies, Schnitten und Riegel
* Kekse
* Kastenkuchen und Brote
* Tartes

Außerdem gibt es eine kurze Einführung, ein Register, in dem sämtliche Rezepte verzeichnet sind und ein kurzes Dankkapitel.

Wie beim Thorbecke Verlag üblich ist jedem Rezept eine Doppelseite gewidmet. Auf einer Seite befinden sich Zutatenliste, Backanleitung und ein paar persönliche Worte des Autors zum jeweiligen Gebäck, auf der anderen ein appetitanregendes Foto des fertigen Produkts. Bezüglich der Übersichtlichkeit gibt es wieder mal keinen Anlass zur Kritik, da auf den ersten Blick ersichtlich ist was wo steht und was man braucht. Ein absoluter Pluspunkt, der das Backen deutlich vereinfacht.

Die Fotos des Fotografen Steve Painter sind eine Augenweide! Nicht nur, dass einem beim Anblick der vielen verschiedenen Gebäcke das Wasser im Mund zusammenläuft, auch das Drumherum, das sich zusätzlich noch auf den Rezeptseiten findet, ist wunderbar stimmig und sieht einfach toll aus. Zwischen den Rezepten finden sich zusätzlich noch Bilder aus der Heimat des Autors, so dass es richtig viel anzusehen gibt und man das Buch gerne auch ohne konkretes Backvorhaben in die Hand nimmt um sich die schönen Bilder anzusehen.

Ein kleiner, persönlicher Kritikpunkt ist dieses Mal die Auswahl der Rezepte. Klar, der Autor ist Brite und verkauft in seiner Bäckerei traditionell britisches Gebäck. Somit finden sich in diesem Buch eher reichhaltige Rezepte, leichte Joghurttorten etc. darf man nicht erwarten. Von 60 Rezepten sind jedoch 14 mit Rosinen und/ oder Sultaninen, die man auch nicht unbedingt immer weglassen kann. Es gibt aber bekanntlich sehr viele Menschen, die keinen Rosinen und Sultaninen mögen, von daher finde ich es sehr bedauerlich, dass so viele Rezepte für sie wegfallen. Das Gleiche gilt für Rezepte mit getrockneten Früchten, speziell Datteln, die ja auch längst nicht jedermanns Sache sind und die in einigen „Kuchenlieb“- Rezepten vorhanden sind. Des Weiteren muss ich leider die Vielzahl an Backvorschlägen, für die Pekannüsse von Nöten sind, bemängeln, denn diese Nusssorte ist, zumindest in meiner Umgebung, unglaublich schwer zu bekommen.

Trotzdem gibt es in „Kuchenliebe" viele tolle Rezepte, die ohne die unerwünschten Zutaten auskommen. Ob Torten, Küchlein, Plätzchen oder Brot, die meisten Geschmäcker dürften in diesem Buch mindestens ein Rezept finden, das ihnen zusagt.

Bewertung vom 16.11.2013
Wen der Rabe ruft / Raven Cycle Bd.1
Stiefvater, Maggie

Wen der Rabe ruft / Raven Cycle Bd.1


gut

Wie schon in ihrem Buch „Rot wie das Meer“ legt Maggie Stiefvater auch ihrem neusten Werk eine alte, eher unbekannte Sage zu Grunde und baut ihre ganz eigene Geschichte darauf auf. Dieses Mal geht es um den walisischen Rabenkönig Owain Glyndwr, dessen Grab Blue, Gansey und seine Freunde suchen. Ein interessanter Ansatz mit Potenzial, das Maggie Stiefvater dieses Mal aber leider nicht ganz auszuschöpfen weiß.

Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich die Handlung des Buches sehr verwirrend fand und große Schwierigkeiten hatte, sie zu durchschauen. Die Autorin fängt immer neue Handlungsstränge an ohne bereits bestehende zu beenden und lässt diese dann zu einem schier undurchschaubaren Knäuel zusammenlaufen, das sich erst auf den allerletzten Seiten wieder halbwegs entwirrt. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob es wirklich alle waren. Meine Fragen wurden nicht alle beantwortet, es ist aber durchaus möglich, dass ich im ganzen Handlungswirrwarr einfach nicht mitbekommen habe dass ein Rätsel gelöst wurde.

Zusätzlich zur unübersichtlichen Handlung gelingt es Maggie Stiefvater dieses Mal nur schwer, Spannung zu erzeugen. Stellenweise musste ich mich richtig durch das Buch quälen, besonders, wenn Gansey sich wieder in seitenlangen Schwärmereien über den Rabenkönig verliert. Einige Infos über Owain Glyndwr sind sicherlich interessant und auch nötig, um den Überblick über die Suche nach ihm und ihre Hintergründe nicht vollends zu verlieren, aber irgendwann wird es einfach zu viel und man läuft Gefahr, die Passagen nur noch halbherzig zu überfliegen. Erst im letzten Drittel ist die Spannung soweit aufgebaut, dass sie den Leser fesseln kann.

Dass „Wen der Rabe ruft“ nicht zu einem totalen Flop wird ist wieder einmal Maggie Stiefvaters unvergleichlichem Schreibstil zu verdanken. Außerdem ist es ihr gelungen, einige interessante Charaktere zu erschaffen, die der Geschichte ebenfalls ordentlich Auftrieb geben, so dass am Ende doch noch ein mittelmäßiges Buch herauskommt. Sicherlich nicht das beste Werk der Autorin, aber alles in Allem ganz annehmbar.

Bewertung vom 12.11.2013
Magisches Erbe / Bloodlines Bd.3
Mead, Richelle

Magisches Erbe / Bloodlines Bd.3


sehr gut

Nachdem Richelle Mead in den ersten beiden Bänden ihres Spinn- Offs „Bloodlines“ nicht an den Erfolg der „Vampire Academy“ anknüpfen konnte, läuft sie im dritten Teil „Magisches Erbe“ endlich wieder zur altbekannten Form auf. Sie befreit Sydney endlich ein Stück weit aus den Fängen der Alchemisten und gesteht ihr die Eigenständigkeit, die ihr bislang so sehr fehlte, zu. Zwar sind die Ängste des Mädchens, in ein Umerziehungslager gesteckt zu werden, immer noch sehr groß, doch sie lässt nicht mehr zu, dass sie von diesen beherrscht wird. Die junge Alchemistin wird immer kritischer, hinterfragt vieles und lässt damit endlich ihre grenzenslose Naivität hinter sich, was sie sehr im Ansehen des Lesers steigen lässt. Außerdem ist es ungemein förderlich für die Spannung!

Sydneys Gefühle für Adrian, gegen die sie sich zwar immer noch wehrt, gegen die sie aber machtlos ist, sorgen ebenfalls für einen rasanten Sympathie- und Spannungsanstieg. Adrian ist göttlich wie eh und je, legt in diesem Buch aber noch zu und erobert damit auch das Herz des letzten Zweiflers. Umso erfreulicher, dass der Fokus der Geschichte auf seiner und Sydneys „Beziehung“ liegt, denn so kommt man in den Genuss einer vollen Ladung Adrian Ivashkov.

Sydneys angehende Karriere als Magierin bringt zusätzlichen Schwung in die Geschichte. Was der „Vampire Academy“ Roses und Dimitris Kampfszenen sind, scheinen „Bloodlines“ Sydneys Hexenrituale zu sein. Und da die Vermutung naheliegt, dass es davon in Zukunft noch einige geben wird, bin ich guter Dinge, dass die Autorin in den folgenden Bänden das Spannungslevel ohne Probleme halten und vielleicht sogar noch steigern kann.

Wie schon bei der „Vampire Academy“ braucht Richelle Mead auch bei „Bloodlines“ eine ziemlich lange Vorlaufzeit die Spannung betreffend. Mit „Magisches Erbe“ hat sie es aber endlich geschafft, zu altbekannten Höhen aufzusteigen und dem Leser das zu bieten, was er erwartet und eigentlich auch gewohnt ist. Zwar ist durchaus noch etwas Luft nach oben, doch es darf erfahrungsgemäß davon ausgegangen werden, dass sie sich im nächsten Band noch steigern wird.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 04.11.2013
Und unten leuchten wir
Efinger-Keller, Rita

Und unten leuchten wir


ausgezeichnet

Bei der Arbeit mit Kindern kommt man um das Martinsfest nicht herum. Schon Wochen im Voraus freuen sich die Kleinen auf das Laternensingen und möchten sich ausgiebig mit dem Thema „Sankt Martin“ beschäftigen. Aber bitte nicht jedes Jahr auf die gleiche Art! Rita Efinger- Kellers Buch schafft hier Abhilfe und bietet eine große Auswahl an Dingen, mit denen man sich als Vorbereitung zu Sankt Martin beschäftigen und den Kindern die Wartezeit vertreiben kann.

Das Buch ist in fünf Kapitel unterteilt:
* Was uns reich macht: Teilen
* So kommt das Licht in die Welt
* Kunterbunter Gänsespaß
* Komm mit auf Entdeckungsreise!
* Sankt Martin – mehr als ein Kinderfest

Im ersten Kapitel “Was uns reich macht: Teilen“ geht es, wie der Name ja bereist sagt, um das Teilen. Spielerisch und niedrigschwellig werden die Kinder an das Thema herangeführt und es wird ihnen verdeutlicht, was und auf welche Art man teilen kann. Geschichten, Lieder und Gebete sind dazu das Mittel der Wahl, aber es gibt auch Mal- und Bastelvorschläge. Rezepte wie beispielsweise „Glückskekse zum Teilen“ oder „Armer Ritter mit Apfelmus“ runden das Angebot ab. Außerdem gibt es Vorschläge für Aktionen wie den „Teil- Tag“ oder eine Martinsparty.

Das zweite Kapitel „So kommt das Licht in die Welt“ beschäftigt sich ausgiebig mit dem Bauen der Laternen. Mehrere Anleitungen garantieren eine Laterne für jeden Geschmack und jeden Schwierigkeitsgrad. Doch nicht nur für die Umzugs- Laterne wird gesorgt, auch Bastelvorschläge für Fensterbilder und Lichterdekoration für zu Hause bietet dieses Kapitel. Und selbstverständlich gibt es auch wieder Lieder und Geschichten.

Dass die Gans in der Martinsgeschichte eine große Rolle spielt, wissen die Meisten. Warum das so ist, allerdings nicht. „Kunterbunter Gänsespaß“ stopft diese Wissenslücke und informiert mit Geschichten und Liedern über das für Sankt Martin so wichtige Tier. Darüber hinaus finden sich in diesem dritten Kapitel Back- und Kochrezepte für Gansgerichte, Bastelanleitungen, Malvorschläge und Vieles mehr.

Das Kapitel „Komm mit auf Entdeckungsreise!“ gibt Tipps für Ausflüge und Aktionen rund um das Martinsfest.

Zum Schluss des Buches findet sich ein kurzes Kapitel, in dem die Erwachsenen angesprochen werden. Ein „Laternenlied für Große“ und kurze Texte geben Gelegenheit, in sich zu gehen und sich auf die Martinszeit einzulassen. Mit einer „kurzen Lebensgeschichte des heiligen Martin“ endet das Buch.

Obwohl das Buch mit seinen 96 Seiten eher dünn ist, beinhaltet es alles, was man für ein gelungenes Martinsfest und eine ausführliche Vorbereitung braucht. Vielfältige Mal-, Bastel- und Aktionsvorschläge sowie Rezepte, Lieder und Geschichten bieten für jede Altersgruppe und jeden Schwierigkeitsgrad das passende Angebot. Von diesem Buch hat man sicherlich auch länger als ein Jahr etwas, denn die ganzen Ideen, die es bietet, kann man gar nicht in einem Jahr umsetzen. „Und unten leuchten wir“ eignet sich sowohl für die Arbeit im Kindergarten und in der Schule als auch für die Kirchengemeinde, lohnt sich aber sicherlich auch als Anschaffung für zu Hause.