Man darf mit dem Glück nicht drängelig sein - Boie, Kirsten
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Sommer, Sonne, Ferien. Und Familie.Eigentlich wollten Anna, Magnus und Linnea mit Mama nach Schweden fahren, aber jetzt hat sie doch keine Zeit und Papa fährt mit. Ihr Ferienhaus liegt mitten in einem Birkenwald und ist klein und rot und sehr gemütlich. In der Nähe gibt es sogar einen See mit einem Boot. Der absolute Glücksurlaub! Bis Friedrich kommt, der Sohn von Papas neuer Frau. Anna kann ihn nicht ausstehen. Daran ist er selber schuld. Warum muss seine Mutter sich auch in Papa verlieben? Und warum muss sie jetzt auch noch ein Baby kriegen? Aber es ist Sommer. Ein Sommer wie im Bilderbuch.…mehr

Produktbeschreibung
Sommer, Sonne, Ferien. Und Familie.Eigentlich wollten Anna, Magnus und Linnea mit Mama nach Schweden fahren, aber jetzt hat sie doch keine Zeit und Papa fährt mit. Ihr Ferienhaus liegt mitten in einem Birkenwald und ist klein und rot und sehr gemütlich. In der Nähe gibt es sogar einen See mit einem Boot. Der absolute Glücksurlaub! Bis Friedrich kommt, der Sohn von Papas neuer Frau. Anna kann ihn nicht ausstehen. Daran ist er selber schuld. Warum muss seine Mutter sich auch in Papa verlieben? Und warum muss sie jetzt auch noch ein Baby kriegen? Aber es ist Sommer. Ein Sommer wie im Bilderbuch. Da ist es schwer, auf jemanden böse zu sein.Ein Oetinger Lieblingsbuch zum 75. Verlagsjubiläum von Kirsten Boie.
  • Produktdetails
  • Verlag: Oetinger / VFO
  • Artikelnr. des Verlages: 8201223
  • Seitenzahl: 158
  • Altersempfehlung: 10 bis 99 Jahre
  • Erscheinungstermin: 8. Mai 2021
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 146mm x 20mm
  • Gewicht: 316g
  • ISBN-13: 9783751201223
  • ISBN-10: 375120122X
  • Artikelnr.: 60145540
Autorenporträt
Boie, Kirsten§Kirsten Boie ist eine der renommiertesten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für ihr Gesamtwerk, das Bundesverdienstkreuz und die Hamburger Ehrenbürgerwürde.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 04.02.2005

Gut und günstig
Taschenbücher
KIRSTEN BOIE: Man darf mit dem Glück nicht drängelig sein. Mit Bildern von Jutta Bauer. Fischer Schatzinsel (80538), 172 Seiten, 5,90 Euro.
Wohl selten macht ein Taschenbuch so viel Lust, danach zu greifen und darin zu blättern, wie dieses gelbe Büchlein mit dem lustigen rot-gestreiften Häuschen und den bunten Buchstaben auf dem Titelbild, dem durchgehenden Fries fröhlicher Stempelbilder auf jeder Seite und den kleinen Vignetten zu Beginn und am Ende der Kapitel. Jutta Bauer hat sich hier ausgetobt, und man sieht ihren Bildern an, wie viel Spaß sie beim Schneiden und Stempeln gehabt hat. Und Kirsten Boie beim Schreiben ihrer Geschichte wohl auch, denn ihre kleinen Helden sind so lebendig und präsent wie selten in Kindergeschichten. Schon der Anfang ist einfach genial. Da erzählt die Autorin von einem kleinen roten Haus im Birkenwald, und drei Kinder geben ihre Kommentare dazu ab, obwohl sie - wie sich am Ende des kleinen Kapitels herausstellt - das Häuschen noch gar nicht kennen. Aber wir, die Leser, wissen schon eine ganze Menge über diese Kinder, über Magnus, den Träumer, über die realistische Anna und die kesse, kleine Linnea, die auf alles eine Antwort weiß. Gegen ihren Willen verbringen die Geschwister ihre Ferien mit ihrem Papa und Friedrich, dem Sohn seiner neuen Frau, in Schweden, weil ihre Mutter dringend eine Fortbildung machen muss. Und gegen ihren Willen finden sie diese Ferien am Ende doch alle ganz wunderbar und sind traurig, als sie wegen des Babys von Papas neuer Frau vorzeitig abreisen müssen. Kirsten Boie hat hier mit ihrer unverwechselbaren, trocken-witzigen Sprache, mit ihrem Verständnis für die ganz spezielle Logik der Kinder und ihre manchmal heftigen Gefühle einen besonders liebenswerten Kinderroman geschrieben. (ab 10 Jahre)
E.R. FRANK: Das Leben ist komisch. Aus dem Amerikanischen von Heike Brandt. Beltz & Gelberg TB 664. 284 Seiten, 8,90 Euro.
Nein, komisch im üblichen Sinne ist das Leben der elf Jugendlichen aus Brooklyn, die hier zu Wort kommen, wahrlich nicht. Ironisch oder gar sarkastisch ist die Aussage „Life is funny”, die die amerikanische Autorin ihrem fulminanten Debüt-Roman voran stellt, wohl auch nicht gemeint. Vielmehr will sie damit sagen, dass es diesen elf Kindern gelingt, nicht nur zu überleben, sondern zu starken, liebenswerten, jungen Menschen heranzuwachsen, trotz oder gerade weil sie allesamt von ihren auf die unterschiedlichste Weise kaputten Eltern im Stich gelassen werden. Komisch, ja zum Teil tragikomisch sind allerdings die Umstände, unter denen sich die elf Hauptdarsteller dieses literarischen Glanzstücks während der sieben Jahre, die der Leser sie begleiten darf, irgendwann begegnen, so dass ihre Schicksale sich kunstvoll miteinander verknüpfen und zu einem der besten Adoleszenzromane der letzten Jahre zusammenwachsen. Dabei gelingt es E. R. Frank - und ihrer großartigen Übersetzerin Heike Brandt - die Sprache der Jugendlichen, je nach ihrem sozialen Umfeld und ihrem Entwicklungsstand zu variieren, authentisch und echt klingen zu lassen, ohne je anbiedernd zu wirken. Am Ende hat der Leser die elf Typen aus Brooklyn, ob sie nun schwarz oder weiß, chinesischer oder lateinamerikanischer Herkunft sind, in sein Herz geschlossen und ist der Autorin dankbar für diesen mitreißenden Einblick in eine harte, aber nicht hoffnungslose Welt. (ab 14 Jahre, als Schullektüre geeignet)
HILDE ELISABETH MENZEL
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH
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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 06.09.1997

Man darf mit den Eltern nicht quengelig sein
Fast eine Anleitung zum Glücklichsein für Scheidungskinder: Kirsten Boies neuer Kinderroman

Gibt es einen Ort, wo das Glück wohnt? In Kirsten Boies neuem Buch steht ein kleines rotes Haus auf einer Lichtung in Schweden und wartet geradezu auf Besuch. Unwillkürlich denkt der Leser an Astrid Lindgrens Bullerbü zurück. Das Zitat ist wohl eine Hommage an die große Autorin, aber auch eine neue Antwort. Beschauliche Ansichten des Kinderparadieses umrahmen die Geschichte von fünf Glückssuchern aus Deutschland, die nun Ferienleben in die Bude bringen; allen voran zwei lebhafte Mädchen, die elfjährige Anna und ihre vier Jahre alte Schwester Linnea. Der siebenjährige Magnus ist von stillerer Natur.

Der Vater, der die Familie vor einiger Zeit verlassen hat, ist nicht ganz freiwillig mit den Kindern in Schweden. Er mußte kurzfristig für die Mutter einspringen. Schlecht gelaunt und bedrückt kommt er den auferlegten Pflichten nach. Doch es wird noch schwieriger: Kurz nach der Ankunft muß die Restfamilie auch noch Friedrich aufnehmen, den zwölfjährigen Sohn der neuen Lebensgefährtin des Vaters. Die mußte nämlich wegen Schwangerschaftskomplikationen in die Klinik. Überall zerbrochenes, gefährdetes oder frisch begründetes Familienglück: Was kann dagegen ein einsames altes Holzhaus ausrichten? Anfangs kämpfen die Stiefgeschwister gegeneinander, doch dank der sensiblen Jungen erkennen die Mädchen rasch, daß es bei der Glückssuche auf sie selbst ankommt.

Sanft, doch unumwunden spiegelt Kirsten Boie die zerbrochenen Familienidyllen in den vier Kinderseelen. Anna denkt sich immer wieder in das Märchen vom armen Mädchen hinein, das seine Geschwister vor Hunger, Kälte und tödlichen Gefahren bewahren muß. Die freche kleine Linnea hat einen anderen Weg gefunden: Sie läßt ihre Puppe aussprechen, was sie selbst nicht zu sagen wagt.

Daß Kirsten Boie ihre Darstellung kindlich schöpferischer Selbstbehauptung weitgehend von didaktischen und gewollt witzigen Momenten freihalten konnte, ist ihrem Text gut bekommen. Das gilt auch für die Wahl der Illustratorin. Jutta Bauer hat die Kopfleiste der Buchseiten als einen Fries gestaltet, der farblich und formal gleiche oder leicht variierte Stempelbilder aneinanderreiht. Die Motive greifen bedeutsame Elemente des Textes heraus, verdichten sie atmosphärisch oder deuten sie nur an. Diese Bilder sind knapp und anregend, einfallsreich und wunderschön. Bild und Gegenbild, Idylle und verlorenes Familienglück werden in dieser Geschichte wie Schablonen übereinandergelegt - und sie passen. Doch weil man "mit dem Glück nicht drängelig sein darf", bringt die Autorin Anna und Friedrich auf eine tröstliche Vision: Sie malen sich aus, daß durch all die aufgebrochenen und neu zusammengesetzten Familienbande eine große Gruppe mehr oder weniger miteinander verwandter Kinder entsteht, die alle irgendwie zusammengehören. Das kleine rote Haus würde dann allerdings, so denkt Anna weiter, für eine Großfamilie nicht mehr ausreichen. Macht nichts, in Bullerbü stehen ja auch drei kleine rote Häuser nebeneinander. INA NEFZER Kirsten Boie: "Man darf mit dem Glück nicht drängelig sein". Ill. v. Jutta Bauer. Oetinger Verlag, Hamburg 1997. 176 S., 24,- DM. Ab 9J.

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Ein kinderliterarischer Glücksgriff. Eselsohr