Autor im Porträt

Toptitel von Kirsten Boie

Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte

Gebundenes Buch
Nach dem großen Feuer findet Mama Reh am Rande des Waldes ein kleines graues Puscheliges: Blau-Auge, einen jungen Fuchs, der seine Familie verloren hat. Blau-Auge darf bei Mama Reh und ihren Kindern bleiben - und er gibt sich wirklich große Mühe, ein gutes Reh zu sein! Aber als zuerst die dumme kleine Maus verschwindet und kurz darauf das Rehkitz Vielpunkt, glauben alle Waldtiere, dass Blau-Auge dahintersteckt. Ein Fuchs bleibt eben immer ein Fuchs! Doch Blau-Auge zeigt den Tieren, dass er ein echter Freund ist, auf den man sich verlassen kann.
Ob Füchse oder Kinder - alle brauchen Freunde und Geborgenheit. Und Kirsten Boie erzählt uns davon.
Mit wunderbaren Illustrationen von Barbara Scholz.
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16,00 €

 

So richtig schön Weihnachten

Gebundenes Buch
Für die ganze Familie: Weihnachten feiern mit 16 Geschichten von Kirsten Boie!
Weihnachten ist mit Abstand die allerschönste Zeit im Jahr. Es werden Plätzchen gebacken, Krippenspiele aufgeführt, Adventskalendertürchen geöffnet, Tannenbäume geschmückt und Geschenke eingepackt. Und wer hätte das gedacht: Sogar der kleine Ritter Trenk geht schon im Mittelalter auf den Weihnachtsmarkt und feiert richtig Weihnachten! Ein bisschen anders vielleicht, als wir es so kennen, aber mindestens genauso gemütlich.
Und etwas ganz Besonderes gibt es außerdem: eine Weihnachtsgeschichte aus Afrika, geschrieben von der simbabwischen Autorin Fortune Tazvivinga. Die Autorin hat als Au-pair in Deutschland und in Österreich gearbeitet, wo ihre Liebe zum Kinderbuch geweckt wurde. In ihrem Heimatland Simbabwe hat sie bereits mehrere Preise für ihre Kinderbücher erhalten und ist nun erstmalig auch in deutscher Übersetzung zu lesen. Die Geschichte "Als der Weihnachtsmann nach Afrika kam" entstand in einem Workshop für afrikanische Kinderbuchautoren, den Kirsten Boie im Februar 2017 in Johannesburg leitete.
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20,00 €

 

Kirsten Boie

Kirsten Boie, eine der renommiertesten deutschen Autorinnen des modernen Kinder- und Jugendromans, wurde 1950 in Hamburg geboren, wo sie noch heute mit ihrer Familie lebt. Sie promovierte in Literaturwissenschaft und arbeitete als Lehrerin. 1985 erschien ihr erstes Buch und wurde ein beispielloser Erfolg. Inzwischen sind von Kirsten Boie zahlreiche Bücher erschienen und in viele Sprachen übersetzt worden. Neben Kinder- und Jugendbüchern schreibt sie auch kleinere Drehbücher fürs Kinderfernsehen, Vorträge und Aufsätze zu verschienen Aspekten der Kinder- und Jugendliteratur und sie bereist im Auftrag des Goethe-Institutes das europäische und nicht-europäische Ausland. 2007 erhielt Kirsten Boie den Deutschen Jugendliteraturpreis für ihr Lebenswerk sowie 2008 den "Goßen Preis" der Bayerischen Sparkassenstiftung. 2011 wurde Kirsten Boie mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Kirsten Boie: Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte

Kirsten Boie: Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte

Da liegt "ein kleines graues Puschliges" unter dem Heckenrosenstrauch. Die Waldtiere rätseln und lernen dann: Ein junger Fuchs hat zunächst graues Fell und blaue Augen. Ist seine Familie etwa bei dem großen Brand ums Leben gekommen? Kurzerhand nimmt Mutter Reh "Blau-Auge" unter ihre Fittiche. Doch die anderen Tiere bleiben auf der Hut. Als eine freche kleine Maus verschwindet, muss das Füchslein seine Unschuld beweisen. Zum Glück sind das Rehkitz Vielpunkt und er längst Freunde, "sogar fast Brüder".

Was?

"Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte" erzählt von den großen Themen Freundschaft und (Wahl-)Familie. Erstmals nimmt die berühmte Kinderbuchautorin Kirsten Boie dabei die Perspektive von Tieren ein. Auf diese Weise vermittelt sie nebenher einiges Wissen über die einheimische Fauna. Zum Beispiel teilen sich Füchse und Dachse tatsächlich zeitweilig den Bau. Im Kern geht es aber darum, Verständnis für verschiedene Perspektiven und fürs Anderssein zu lernen.

Wie?

Wie der Uhu weiß, muss eine Geschichte spannend sein, lustig und ein kleines bisschen traurig. Was
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Interview mit Kirsten Boie zu "Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte"

Interview mit Kirsten Boie zu "Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte"

Frau Boie, "Vom Fuchs der ein Reh sein wollte" ist Ihr erstes Buch aus Tierperspektive. Was hat Sie dazu inspiriert?

Kirsten Boie
: Schon lange spielt für mich das Thema "Perspektive" eine große Rolle: Durch wessen Augen sehen wir in einer Geschichte die Welt? Wir nehmen im Leben dieselbe Situation ganz unterschiedlich wahr - die Eltern anders als das Kind, der Geflüchtete anders als der Einheimische - und das zu begreifen, ist im Leben eine wichtige Fähigkeit. In Büchern können Kinder genau das lernen. Sie stecken im Kopf einer Person, die ganz anders ist als sie, entwickeln Verständnis, Mitgefühl-, und begreifen, warum jemand so handelt, wie er das tut. Diese Möglichkeit, in fremden Köpfen unterwegs zu sein, bieten wirklich nur Bücher! Deshalb sollten wir sie nutzen.
Wenn man aus der Sicht von Tieren erzählt, ist das wirklich so anders, dass dieses Phänomen "Jeder sieht die Welt aus seiner Sicht und mit seinen Begrenzungen" jedem deutlich wird, wenn auch nicht immer bewusst. Und weil ich denke, dass diese Einsicht im Leben hilft, habe ich diese Geschichte geschrieben. Und weilmehr

Kundenbewertungen

Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte

Bewertung von liesmal aus Wilhelmshaven am 02.03.2019
Mit viel Gefühlen auf der Suche Große Aufregung herrscht bei den Tieren nach einem Waldbrand. Ein junger Fuchs, das „kleine graue Puschelige“, hat seine Familie verloren. Doch er hat Glück im Unglück, denn er darf bei Mama Reh und ihren Kindern bleiben, bekommt den Namen Blau-Auge und will wirklich ein gutes Reh werden. Das ist leichter gesagt als getan. Es beginnt schon damit, dass er mit seinen kurzen Beinchen nicht springen kann wie ein Reh. Mit Vielpunkt, einem der Rehkinder, verbindet Blau-Auge eine wunderbare Freundschaft. Das Buch aus dem Oetinger Verlag, geschrieben von der Autorin Kirsten Boie und illustriert von Barbara Scholz, ist ein wahrer Schatz. Wort und Bild sind wunderbar aufeinander abgestimmt. Ich liebe es, wenn Bild und Text aussehen, als wenn sie miteinander „verschmolzen“ sind. Kirsten Boie versteht es, Geschichten mit aussagekräftigen Zitaten spannend und lehrreich (ohne dass ein ausgestreckter Zeigefinger zu spüren ist) zu erzählen. Es geht nicht nur um Vorurteile, um Rechthaberei, um Ablehnung und um Schadenfreude, sondern immer auch darum, all diese Dinge – oftmals auf ganz einfache Weise – ins Gegenteil zu verwandeln. So erleben die Tiere große Abenteuer, bei denen die Leser das Gefühl bekommen, hautnah dabei zu sein. Durch direkte Ansprache gerade auch der jungen Leser verstärkt sich dieses Gefühl noch. Man kann mitfiebern, mitlachen, traurig und fröhlich sein – und alles, was die Tiere aus ihren Erfahrungen lernen, überträgt sich wie von selbst auf die „Zweifüßler“, wie wir Menschen in dem Buch bezeichnet werden.

Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte

Bewertung von MarTina am 02.03.2019
Der kleine Fuchs verliert bei einem großen Feuer seine Familie. Mama Reh hat Mitleid und nimmt ihn bei sich auf. Doch bald merken alle, dass Füchse und Rehe doch ziemlich verschieden sind. Und dann verschwindet auch noch eine kleine Waldmaus. Die anderen sind sich sicher: Daran kann eigentlich nur der kleine Fuchs schuld sein. Denn jeder weiß, dass Füchse Mäuse fressen. Doch auch wenn die anderen nicht immer nett zu ihm sind, lässt er sie in der Not nicht im Stich ... Meine Meinung: Ich habe das Buch unseren Mädels (5 und 7 Jahre) vorgelesen. Der Schreibstil ist ganz besonders und eignet sich wunderbar zum Vorlesen. Er schafft eine richtig gemütliche Stimmung. Unsere Mädels waren immer aufmerksame und begeisterte Zuhörerinnen. Der kleine Fuchs ist auch ein ganz sympathischer kleiner Kerl, den man gerne bei seinem Abenteuer begleitet. Daneben wurden auch vor allem Mama Reh und ihr Kitz Vielpunkt von unseren Mädels geliebt. Lustig fanden meine kleinen Zuhörerinnen die Gedanken der Tiere über Menschen und Autos. Hier hat vor allem unsere Kleine den Behauptungen der Tiere immer widersprochen. Dass Tiere diese Dinge nicht wissen können und sich darum eigene Erklärungen suchen, hat aber auch sie verstanden. Daneben war die Geschichte auch spannend, da so ein Tierleben auch böse Überraschungen bereithält. Doch am Ende wird fast alles gut. In der Geschichte stecken auch viele wichtige Aussagen. Z. B. verurteilen die Tiere den kleinen Fuchs sofort, als die Waldmaus verschwindet, nur weil er ein Fuchs ist. Man spürt sofort, dass dies nicht richtig ist. Das fanden auch unsere Mädels sehr gemein. Auch das Bemühen des kleinen Fuchses, sich wie ein Reh zu verhalten, war zum Scheitern verurteilt. Auch dies war den Kindern von Anfang an bewusst. So etwas kann natürlich nicht gelingen. Am Ende wird klar, dass man, auch wenn man komplett verschieden ist, tolle Freunde sein kann. Begleitet wird der Text von wunderschönen, farbenfrohen Illustrationen. Bei uns wurden die Bilder geliebt. Auch ich habe mich während des Vorlesens auf jedes Bild gefreut. Sie tragen auch zu dieser besonderen Stimmung bei. Fazit: Die Geschichte ist so warmherzig und kindgerecht geschrieben, dass unsere Mädels und auch ich als Vorleserin einfach begeistert sind. Außerdem sind die Bilder dazu total schön. Uns hat dieses Buch wunderbare Vorlesestunden beschert. Empfehlenswert!

Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte

Bewertung von shue am 23.08.2019
Das Buch ist sehr nett geschrieben (manche Wörter sind sehr schön neu ausgedacht wie z. B. "Rundfüßler" für Autos) und zuckersüß illustriert. Vorlesen und anschauen hat mit sehr großen Spaß gemacht. Meine Kinder (3 und 5) mochten es auch und ich sollte teilweise schnell morgens noch ein Kapitel vorlesen. Der kleine graue Fuchs Blauauge (ich habe selbst dazugelernt: Füchse sind als Babies noch grau) hat bei einem Waldbrand seine Familie verloren und kommt dann nach etwas Hin und Her bei Mama Reh und ihren Kitzen unter. Aber alle anderen Tiere im Wald warnen Mama Reh davor, dass "ein Fuch immer ein Fuchs" sei und bleibe und das deswegen Gefahr drohe. Dagegen versucht der kleine Fuch beständig anzukämpfen - er muss seine neue Familie aber dann verlassen, als eines Tages die kleine Waldmaus verschwindet. Niemand will glauben, dass er es nicht war. Herzzerreißend. Als er es dann auf schlaue Art schaffft, seinen Rehbruder Langbein aus einer Falle zu befreien, ändern die Tiere aber ihre Meinung. Blauauge fühlt sich aber nicht wirklich zuhause und hofft die ganze Geschichte hindurch, seine eigene Familie eines Tages wiederzufinden. Man verrät sicherlich nicht zu viel, wenn man sagt, dass das am Ende auch passiert. Ich finde die Geschichte hinsichtlich der aktuellen Themen in unserer Gesellschaft sehr wichtig. Da geht es nämlich genau um Vorurteile gegenüber anderen, die nur aufgrund der Herkunft begründet sind. Ein kleines bisschen schade finde ich in dem Zusammenhang das Ende der Geschichte - klar ist es prima, dass der kleine Fuchs seine eigene Famielie wiederfindet. Aber die Rehe, die ja gut mit ihm befreundet sind und wissen, dass sie sich nicht fürchten müssen, trauen sich angesichts einer ganzen Fuchsfamilie nicht, weiter mit ihm befreundet zu sein. Das find ich etwas schwierig, vielleicht hätte man das auch anders lösen können.

Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte

Bewertung von Funny aus Augsburg am 21.03.2019
wieder ein wirklich schönes, niedliches Kinderbuch von Kirsten Boie "Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte" von Kirsten Boie und illustriert von von Barbara Scholz ist erneut ein wundervolles Kinderbuch der Autorin. Bei einem Feuer hat der kleine Fuchs seine Mama verloren. Mama Reh nimmt ihn dann bei sich und ihren Kindern vorübergehend auf. Blau-Auge, wie der Fuchs nun genannt wird, bemüht sich von nun an ein gutes Reh zu sein. Leider verschwinden dann nacheinander die kleine Maus und das kleine Rehkitz Langbein. Blau-Auge gerät unter Verdacht, da er ja ein Fuchs ist. Kann Blau-Auge beweisen, dass er unschuldig ist und nicht böse, nur weil er ein Fuchs ist. Die Geschichte ist aus der Sicht der Tiere geschrieben und allein die Namensgebung für die Tiere fand ich toll. Die Sprache ist absolut kindgerecht. Allerdings ist die Geschichte eher zum Vorlesen als zum Selbstlesen für Erstleser geeignet, da es doch verhältnismäßig viel Text ist. Kinder, die schon einige Zeit lesen können, werden aber sich gut damit zurecht kommen. Die Zeichnungen sind absolut passend zur Geschichte und laden wirklich zum Anschauen ein. Sie sind teilweise wirklich niedlich und unterstreichen den lieblichen Charakter der Geschichte. Dennoch wird es in dem Buch auch stellenweise sehr traurig. Das Buch schafft es die Emotionen gut zu vermitteln. Mein Sohn und ich haben teilweise wirklich mitgelitten. Das Thema Freundschaft kommt in diesem Buch auch ganz deutlich hervor. Wie wichtig es doch ist, dass man jemanden hat, auf den man sich verlassen kann. Zudem sollte man nicht zu schnell vorverurteilen aufgrund irgendwelcher Vorurteile. Schön, wie scheinbar locker die Kinder solch wichtigen Dingen in der Geschichte erfahren und vielleicht dann auch lernen können. Insgesamt ein wirklich tolles, niedliches, aber auch immer wieder ergreifendes Kinderbuch.
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