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Benutzername: Isabell47
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Bewertungen

Insgesamt 164 Bewertungen
Bewertung vom 15.12.2018
Herbststurm / Kommissär Reitmeyer Bd.3
Felenda, Angelika

Herbststurm / Kommissär Reitmeyer Bd.3


ausgezeichnet

Zwei Männer werden mit ein und derselben Waffe erschossen und die dies geschieht in München Anfang der zwanziger Jahre. Kommissär Reitmeyer nimmt die Ermittlungen gemeinsam mit seinem Kollegen Rattler auf. Schnell wird klar, dass nicht jeder ein Interesse daran hat, das zu genau ermittelt wird, denn manches kommt zu Tage, was einige Leute lieber unentdeckt gesehen hätten. Während Reitmeyer von seinem Freund Sepp Leitner, der beauftragt wurde eine verschwundene Russin zu finden, kontaktiert wird, und sie gemeinsamen Spuren nachgehen, wird es für alle Beteiligtein gefährlich.

Mir hat dieser Kriminalroman, der mir einen Einblick das Leben der Menschen damals gab, sehr gefallen. Natürlich war mir auch u. a. Inflation ein Begriff, aber was es für die Menschen bedeutete, wurde hier u.a. durch die Geschichte, dass Rechnungen, die gestellt werden, Tage später, das Papier nicht mehr wert, sehr deutlich. Desweiteren wird aufgezeigt, wie die politische Lage ist. Mir war überhaupt nicht klar, dass der Antisemitismus schon so deutlich zu spüren war. In diesem sehr komplizierten Geflecht ermittelt Reitmeyer und selbst an seinem eigenen Arbeitsplatz "treten" nicht alle für Recht und Ordnung ein. Sein Kollege Rattler "verliebt" sich und ist Reitmeyer deswegen nur bedingt eine Hilfe.

Wer etwas mit "goldenen" zwanziger Jahren im Kopf hat, dem wird hier ganz schnell klar, dass dies nur auf eine Minderheit zutrifft, denn die meisten Menschen kämpfen um ihre Existenz.
Im Roman überwiegt in meinen Augen der geschichtliche Teil und der Fall selber, obwohl zumindestens im letzten Drittel sehr spannend, ist eher schmückendes Beiwerk.

Wer gerne Krimis zur Entspannung liest, ist hier auf jeden Fall verkehrt, denn hier liegt richtig, wer gerne sehr tief in die Vergangenheit mit samt vielen politischen sowie gesellschaftelichen Hintergründen und Seilschaften eintaucht.

Bewertung vom 12.12.2018
Im dunklen Nebel
Ehlers, Jürgen

Im dunklen Nebel


ausgezeichnet

"Im dunklen Nebel" von Jürgen Ehlers ist der zweite Teil einer Trilogie und knüpft nahtlos an den ersten Teil an. Es spielt in den Niederlanden 1942- 1943 und nachdem die Flucht von Gerhard Prange, seiner jüdischen Freundin Sofieke und der kleinen Sara misslungen ist, sind sie Richard Christmann von der Spionageabwehr völlig ausgeliefert und können nur hoffen, dass er sie wirklich schützen will.
Sara kommt zunächst auf einem Bauernhof unter, Sofieke bekommt Nachricht von ihrem Bruder und Gerhard arbeitet weiter für die Deutschen.
Jürgen Ehlers erzählt anhand seiner fiktiven Figuren Gerhard, Sofieke und Sara, ein historisches Stück Geschichte aus den Niederlanden. Er gibt dem Leser anhand eines Personenregisters einen Überblick über die fikitven sowie historischen Personen und Gruppen, die in der Geschichte vorkommen.
Er bindet die fikiven Figuren und ihr Leben so gut in die historische Geschichte ein, dass ich mit ihnen um ihr Leben bange. Die Geschchte ist höchst kompliziert, da es viele Verwicklungen gab und keiner einander trauen konnte. Es ist also kein "einfaches" Buch, dafür umso fesselnder und sehr informativ. Mich hat es sehr bewegt, nachdenklich und auch neugierig zurückgelassen, denn die Geschichte von Gerhard, Sofieke und Sara ist noch nicht zu Ende erzählt. Bevor ich "Tot von oben" und " Im dunklen Nebel" gelesen habe, war mir überhaupt nicht klar, wie sehr die Niederlande bzw. die Deutschen dort eine Rolle gespielt haben und was sie dadurch an Widerstand etc. ausgelöst haben.
Eine ganz klare Leseempfehlung für alle geschichtsinteressierten Menschen, die gut recherchierte und spannende Romane mögen!

Bewertung vom 02.12.2018
Was Jungs mit 15 wollen und warum ich das weiß
Abidi, Heike

Was Jungs mit 15 wollen und warum ich das weiß


ausgezeichnet

Die Mutter der 15jährigen Justine beschließt sich selbständig zu machen und so muss Justine ihr geliebtes Internat verlassen, da das Schulgeld eingespart werden soll. Auf der Busfahrt zu ihrem neuen Zuhause lernt sie Guilia kennen, die auch auf ihre neue Schule kennen. Justine graut es ein wenig vor der neuen Schule und den Mitschülern, doch alles entwickelt sich anders als gedacht. Warum kann Justine auf einmal die Gedanken von Jungen hören?

Während ich zunächst noch dachte, dass ist ja cool die Gedanken von anderen zu hören, wurde ich schnell eines besseren belehrt, denn ich erfuhr durch Justine wie anstrengend so ein Stimmengewirr, was man nur selber wahrnimmt, ist. Man erfährt Sachen, die man gar nicht wissen wollte und einiges verunsichert einen, gerade dann, wenn man sich wie Justine verliebt.
Heike Abidi erzählt auf geniale Weise mit wunderbaren, witzigen teils ironischen Beschreibungen die Welt von Justine. Justine ist kein "Mäuschen" sondern ein ziemlich taffes Mädchen, was manchmal reifer als ihre Mutter wirkt. Die Mutter wirkt meist auf andere Teenager cool, aber sie kann durch ihre laute, quirlige und offene Art auch sehr anstrengend oder peinlich für das eigene Kind - in dem Fall Justine - sein.
Mir gefiel diese Geschichte, die aus Justines Sicht über den Alltag, die Liebe, Mutter-Tochter-Beziehung und Mädchenfreundschaften erzählt, sehr. Ich konnte mich wunderbar in Justine einfühlen. Tolle, wunderbar erzählte Geschichte - bitte mehr davon!

Bewertung vom 08.11.2018
Mein Feuerpferd - Ritt im Nordlicht
Schreiber, Chantal

Mein Feuerpferd - Ritt im Nordlicht


ausgezeichnet

Kurz zum Inhalt: Die 10jährige Eva lebt bei ihrer alleinerziehenden Mutter in Deutschland und fliegt für die nächsten sechs Wochen alleine nach Island, wo ihr Vater Magnus mit seiner Frau Hrönn lebt. Eva liebt ihren Vater sehr und möchte ihn gerne für sich haben, was sie Hrönn auch spüren lässt, Die Islandpferde auf der Weide nebenan sind ein Lichtblick und nicht nur ein Pferd verändert Evas Leben .

Die Autorin Chantal Schreiber hat einen wunderbaren Schreibstil, in dem sie den Leser auf unterhaltsame Art und Weise am Leben von Eva auf Island teilhaben lässt. Sie beschreibt die handelnden Figuren/Personen sowie die Pferde sehr genau, so dass ich mir sie gut vorstellen konnte bzw. in sie hineinversetzen. Auch die Orte bw. Landschaften, die Eva kennenlernt, werden so dargestellt, dass ich das Gefühl hatte, selbst dagewesen zu sein.

Wie ist es für ein Kind ein Patchworkfamilie zu haben? ....wie ist eine Stiefmutter zu haben? ....eine weitere Sprache zu erlernen.... eine neue Freundin zu finden?.... ein fremdes Land zu entdecken?... wie ist es täglich seinem neuen Lieblingspferd nahe zu sein bzw. zu reiten?
Mir als Erwachsene hat besonders gut der Erzählstrang um die Familie und deren Herausforderung der Patchworkfamilie gefallen, während das Hauptaugenmerk des mitlesenden Kindes den Pferdeszenen mit der neuen Freundin galt.
Sehr geschickt hat die Autorin kleine Botschaften, insbesondere beim Zusammenleben zwischen Stiefmutter und - tochter, in die Story eingestreut.
Es ist nicht nur eine Pferdegeschichte, wie das Cover vielleicht glauben macht, sondern handelt auch von Familie und Freundschaft.
Sehr gespannt warte ich nun auf die Fortsetzung....
Fünf ***** Sterne !

Bewertung vom 02.11.2018
Tatort Kuhstall
Lehmann, Thea

Tatort Kuhstall


ausgezeichnet

Zu Beginn des Krimis wird ein Toter am Fuß der Kuhstallhöhle gefunden und Ermittlungen werden aufgenommen, dabei wird immer deutlicher, das es sich nicht um einen Suizid handelt, sondern um Mord.
Auf den ersten Blick klingt es wie ein Regionalkrimi von vielen, aber dies ist er auf keinen Fall, denn er verfügt über interessante Protagonisten, Ermittler wie die Personen, die im Rahmen der Ermittlungen erwähnt werden, wunderbare Dialoge und Beschreibungen, witzige Elemente ebenso wie traurige.
Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Opfers und der Frage, warum ist es genau an dieser Stelle zu Tode gekommen, ist eine "Reise" in die Vergangenheit, die mich sehr fasziniert hat, denn hier wird klar jeder Mensch hat seine Geheimnisse. Sehr unterhaltsam war das Privatleben der Ermittler, was auch sehr unterschiedliche Facetten hatte .
Besonders gut gefallen hat mir, dass das Ende noch eine Überraschung bereithielt, die aber völlig schlüssig war und zur Geschichte passte. Sehr gerne würde ich den Kommissar Leo Reisinger und seine Kollegen bei neuen Ermittlungen wieder über die Schulter schauen und auch gerne erfahren, wie das Privatleben weitergeht.

Bewertung vom 23.10.2018
Saphir - Rebellische Herzen
Belitz, Bettina

Saphir - Rebellische Herzen


ausgezeichnet

In dieser Geschichte geht es um Roxy, die in einer Wohngruppe lebt und nun Sozialstunden in einem Pferdestall ableisten soll. Dabei trifft sie unter anderem auf Saphir, ein Rennpferd, das jetzt einem reichen Mädchen namens Isabella gehört.
Die Autorin stellt auf sehr einfühlsame Art die unterschiedlichen Charaktere dar, so dass ich diese vor Augen hatte und auch ihre Stimmen hören konnte. Neben den Menschen sind die Hauptdarsteller dieses Buches die Pferde und es handelt von der Beziehung zwischen Mensch und Tier. Hier wird ganz klar, dass die Autorin ein "Pferdemensch" ist, denn nur so kann ich es mir erklären, dass sie die Atmosphäre und Beziehung Mensch/Tier so realistisch herüberbringt. Ebenso wichtig wie die Pferde sind in der Geschichte jedoch auch die Menschen insbesondere Roxy und Nolan, ein Sohn aus reichem Haus, dem Pferdestallbesitzer. Während bei Roxy auf den ersten Blick klar ist, dass ihr Leben nicht einfach ist, so geschieht das bei Nolan auf den zweiten Blick.
Mir gefiel der Sprachstil mit seinen teilweise genialen Beschreibungen, die mich echt grinsen ließen, sehr, und am Ende der Geschichte angekommen, warte ich nun sehnsüchtig auf eine Fortsetzung, denn ich muss wissen, wie es mit Roxy, Nolan und Saphir weitergeht.
Fünf Sterne!!!

Bewertung vom 14.10.2018
Jaguarkrieger
Ziegler, Christine

Jaguarkrieger


ausgezeichnet

Kurz zum Inhalt: ... die Geschichte, die die Autorin erzählt, spielt in der Zukunft. Vor über 20 Jahren wurde u.a. Berlin durch einen großen Krieg größtenteils atomar verseucht und zerstört, bis auf einen Sektor, in dem jetzt nur die Reichen leben dürfen.
Die Medizin hat weitere "Fortschritte" gemacht, so dass nun teilweise "Wunschkinder" sprich genoptimierte Menschen, auf der Welt sind.
Diese Kinder sind wie "Ware" mit einem Rückgaberecht bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr ausgestattet, falls sie die Erwartungen der Eltern nicht erfüllen.
Die Geschichte erzählt von Will, der ein "Rückläufer" ist und sich den Chip, der ihm implantiert worden ist, herausoperiert hat, um dem Überwachungssystem zu entkommen, da es bei Rückläufern häufig zu ungeklärten Todesfällen kommt. Will hat sich als Gamer einen Namen gemacht und bestreitet damit seinen Lebensunterhalt. Er ist mittlerweile 16 Jahre und quasi untergetaucht, so dass er gemeinsam mit anderen Rückläufern ständig sein Quartier in der scheinbar unbewohnbaren Umgebung ändert. Doch auf ihn wird die Jagd von Seiten der Organisation eröffnet....und er verliebt sich....

Ganz ehrlich, eigentlich mag ich Zukunftsromane nicht so sehr und entspreche auch nicht der Alterszielgruppe, aber dafür mein Kind. Es liebt auch Computerspiele und dieses Buch hat er geradezu verschlungen, so sehr gefiel ihm die Geschichte. Auch mich hat das Buch wider Erwarten absolut mitgerissen. Während mein Blick jedoch auf die Gefahren der Folgen der Genmanipulation gerichtet waren und was, das für die Zivilisation bedeutet, hatte mein Sohn die Thematik der Computerspiele aber auch die der Überwachung im Blick. Uns beiden gefiel das Thema "Freundschaft", was auch im Buch eine große Rolle spielt sehr und das man für seine Freunde und Ideale einstehen soll, ebenso.
Für mich stellte sich die Frage, wie sehr ist die Zukunft schon Wirklichkeit, denn zumindestens das Implantieren von Chips halte ich für wahrscheinlich, da es jetzt ja schon große Gruppen von Menschen gibt, die sich mit ihren Fitnessuhren "selbst optimieren" wollen und über das Handy gibt es ja viele weitere Möglichkeit.....es ist sozusagen jetzt unser mobiler Chip.
Eine ganz klare Leseempfehlung für dieses Buch!

Bewertung vom 10.10.2018
Lizzy Carbon und die Qual der Wahl / Lizzy Carbon Bd.3
Fesler, Mario

Lizzy Carbon und die Qual der Wahl / Lizzy Carbon Bd.3


ausgezeichnet

Für mich war es das erste Buch der bisher dreiteiligen "Lizzy Carbon" Reihe von Mario Fesler und anhand der Inhaltsangaben der Vorgänger weiss ich , dass Lizzy in der Zwischenzeit älter geworden ist - sie wird in der Geschichte 16 - und ihre Probleme bzw. ihre Leben sich im stetigen Wandel befinden. Ich bin absolut begeistert von diesem Buch, denn der Autor taucht in die Welt von Lizzy ein, in dem er Lizzy aus ihrer Sicht die Geschichte erzählten lässt, sowie immer wieder Tagebucheinträge von Lizzy verfasst, eingestreut werden. So bekomme ich hautnah mit wie verliebt Lizzy ist, wie sehr sie die Situation mit der Trennung ihrer Eltern belastet, insbesondere die neue Beziehung der Mutter zu Lizzys Lehrer. Auch die Beziehung zu ihrer besten Freundin Krissi und die Mitglieder des Klubs der Verlierer, der in dem ersten Buch wohl gegründet worden ist, spielt eine große Rolle. Obwohl in diesem Buch einige Themen wie Trennung, Verlustängste, Ausgrenzung, ,.... , die durchaus ernst sind, eine Rolle spielen, so kommen diese mit einer Leichtigkeit herüber und die Szenen - durchaus kritisch - werden humorvoll teilweise zynisch aufgebaut, so dass sie entschärft werden bzw. zum Nachdenken anregen.
Lizzy als Person ist alles andere als perfekt, und in der Absicht dem neuen Freund ihrer Mutter das Leben schwer zu machen, schießt sie über das Ziel hinaus.
In dem Buch sind auch die anderen Protagonisten super ausgearbeitet, so dass ich sie vor mir sehe bzw. meine sie zu kennen bzw. jemanden, der ihnen ähnlich ist. Denn wer kennt nicht den Typ "Supersportler" oder den unterschätzten Nerd oder die Zicken der Schule oder....oder.... Also jeder wird in dem Buch jemanden finden, den er wiedererkennt und im besten/schlimmsten Fall findet er sich selber auch wieder.
Wünschen würde ich allen Schülern eine Lehrerin wie Frau Fasani......ich fand sie einfach nur klasse...... witzig, geistreich, kritisch, empathisch.....
Eine absolut unterhaltsame Story - sprachlich und inhaltlich - zusammengefasst------- Genial!

Bewertung vom 19.09.2018
Tidetod
Kramer, Gerd

Tidetod


ausgezeichnet

"Tidetod" von Gerd Kramer spielt an der Nordseeküste und ist mein erster Krimi des Autors gewesen.
Die Geschichte ist sehr vielseitig aufgebaut, so geht es einmal um Entführungen, in denen die Opfer eine "Chance" bekommen, dem Tod zu entkommen. Dann geht es wiederherum um einen Autofahrer, der scheinbar willkürlich Menschen durch Pfützen fährt, um andere Menschen nasszuspritzen und sie teilweise dabei fast umfährt. Die Protagonisten sind u. a. die Beamten Flottmann und Hilgersen, die potentiellen Opfer, der Täter selbst, ein sehr unterhaltsamer Kater, ein Musiker mit hochsensiblen Gehör und Menschen aus ihrer Umgebung.
Mir hat dieser Krimi ausnehmend gut gefallen, da er mich bis zum Schluss über den Täter im Unklaren ließ. spannend war, über interessante Protagonisten verfügte und mich trotz mancher Dramatik an manchen Stellen schmunzeln ließ, wenn die menschlichen Schwächen der Kommissare samt ihrer Frotzeleien zu Tage traten.
Eine absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung vom 30.08.2018
Adlerschanze
Zellner, Ingrid

Adlerschanze


ausgezeichnet

Surendra Sinha, ein indischstämmiger Kriminalkommissar, dessen Revier in Friedrichshafen liegt, macht Urlaub in Hinterzarten im Schwarzwald, da seine Mutter dort zur Kur ist. In Hinterzarten steht alles im Zeichen des Skispringens.... man denke an Georg Thoma, Dieter Thoma und Sven Hannawald..... und gerade eben findet dort der Skisprung-Sommer-Grand-Prix statt. Sinha ist zufällig in der Nähe als am Adlerweiher die Leiche einer jungen Frau gefunden wird. Immer mehr nimmt er an den Ermittlungen teil und lässt den Leser an seinen Gedanken teilhaben.
Die Autorin Ingrid Zellner hat in meinen Augen einen grandiosen Krimi geschrieben, denn neben den Protagonisten, die von ihr so hervorragend beschrieben werden, dass ich meine sie selber zu kennen, enwickeln sich um die Aufklärung um den Tod der jungen Frau weitere Geschichten, die indirekt oder direkt mit ihr zu tun haben.
Es ist ein Zusammenspiel von Ehrgeiz, Missgunst, Liebe, Rache, Skrupellosigkeit, Träumen, ...
Einiges in der Geschichte ging mir sehr nahe, denn zerplatzte Träume können sehr schmerzen. Andererseits musste ich häufiger lachen, denn Surendras Mutter, die ihren Sohn unbedingt mit einer Frau verkuppeln möchte, dies wird schon sehr witzig erzählt.
Insgesamt ein absolut unterhaltsamer, wunderbar erzählter Krimi, der viele menschliche Schicksale offenbarte, keine Minute langweilig war und in mir den Wunsch weckte, Surendra Sinha - ein absoluter Sympathieträger, da sehr empatisch - möglichst bald wieder zu treffen.