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Benutzername: Isabell47
Danksagungen: 10 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 137 Bewertungen
Bewertung vom 21.02.2018
Aisha / Kommissar Steen Bd.4
Stein, Jesper

Aisha / Kommissar Steen Bd.4


ausgezeichnet

Axel Steen, der Kommissar, hat es gerade geschafft clean zu werden, da wird er mit dem Tod eines ehemaligen Mitarbeiters des Geheimdienstes konfrontiert. Warum wurde er ermordet? Axel Steen steht unter großem Druck nach seiner Krankschreibung und während der Ermittlungen tauchen immer neue Fragen und Hinweise auf. Der Thriller spielt auf zwei Zeitebenen und so wird parallel zum aktuellen Mordfall eine Operation des Geheinmdienstes, bei dem der Ermordete als Mitarbeiter beteiligt war, erzählt Für Axel Steen wird immer undurchsichtiger, wer welche Interessen vertritt. Wem kann er noch trauen? Auch für mich als Leser war nicht klar, wer ist gut und wer ist böse.....
Mir gefiel der Thriller äußerst gut, weil ich zwar einen Verdacht bezüglich des Täters hegte, aber mir die Motive seiner Tat völlig unklar waren. Viele Puzzleteile, die in den Kapiteln erwähnt werden und die ich teilweise erst im Nachhinein als solche wahrnahm, ergeben hinterher das gesamte Bild. Der Autor hat es geschafft nicht nur psychologische Spannung zu erzeugen, sondern auch durch seinen Schreibstil mir die vielen einzelnen Figuren der Geschichte sehr nahe zu bringen. Bis zum Schluss hatte ich jedoch den Eindruck, dass noch ein Puzzleteil fehlt und ich bin gespannt, ob Axel Steen dies in seinem nächsten Fall noch aufgreifen wird.
Grandioser Thriller, der zwar im Mittelteil irgendwann kurz ein wenig nachließ, aber dann zusehends an Fahrt aufnahm. Klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 05.02.2018
Die kleine Hexe - Das Original-Hörspiel zum Film, 1 Audio-CD
Preußler, Otfried

Die kleine Hexe - Das Original-Hörspiel zum Film, 1 Audio-CD


ausgezeichnet

Die Geschichte der kleinen Hexe von Ottfried Preußler ist in meinen Augen sozusagen ein Klassiker und deswegen werde ich auf eine nähere Inhaltsangabe verzichten. Das Hörbuch zum Film war ein Hörgenuss für mich als Erwachsene. Für Kinder im Kindergartenalter, die ein wenig sensibel sind, was Lautstärke und Geräusche betrifft, dürfte es teilweise schon ein wenig zu spannend bzw. zu geräuschüberladend sein. Aber dies ist wie gesagt von Kind zu Kind unterschiedlich.
Die Stimmen der Erzähler sind sehr gut. Ein kleines Manko ist in meinen Augen bzw. Ohren, dass ich teilweise, die Stimme der kleinen Hexe schwer von der allgemeinen Erzählerstimme unterscheiden konnte. Supergenial sind Axel Prahl als Abraxas und Suzanne von Borsody als böse Hexe. Die musikalische Untermalung des Hörspiels insbesondere zur Walpurgisnacht war sehr gelungen. Insgesamt ein ganz besonders tolles Hörerlebnis! Fünf Sterne von mir!

Bewertung vom 30.01.2018
Die Eishexe / Erica Falck & Patrik Hedström Bd.10
Läckberg, Camilla

Die Eishexe / Erica Falck & Patrik Hedström Bd.10


gut

Ein kleines Mädchen wird als vermisst gemeldet. Es wird eine Suchaktion gestartet, denn vor dreißig Jahren verschwand schon einmal dort ein Mädchen, was schließlich tot aufgefunden wurde. Zwei Mädchen- damals dreizehn Jahre alt bekannten sich zu der Tat, was sie jedoch dann widerriefen. Dreißig Jahre später als die Geschichte schon fast in Vergessenheit geraten ist, geschieht das Verschwinden des kleinen Mädchens und zugleich taucht auch das eine Mädchen, was damals weggezogen ist, wieder auf.
Ich mag die Bücher von Camilla Läckberg sehr und habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, aber mich beim Lesen schwer getan. Obwohl ich die Personen, den Kommissar, seine Frau - die Schriftstellerin, seine Familie, seine Kollegen etc. schon in den vergangenen Büchern sehr gut kennengelernt habe. fiel es mir schwer den Überblick zu behalten, denn insbesondere die Geschichte selber hat es in sich. Camilla Läckberg folgt in ihrem Buch sehr vielen Handlungssträngen und obwohl sie zusammengeführt wurden, blieb ich am Ende ein wenig unzufrieden mit dem Buch zurück. Mir war es zu überladen .... Als erstes Buch der Reihe sollte man es meines Erachtens nicht lesen, da einem dann zuviele Vorkenntnisse bezüglich des Privatlebens der Ermittler fehlen. Von mir insgesamt deswegen nur drei Sterne!

Bewertung vom 23.01.2018
Emma
Pichler, Cornelia

Emma


ausgezeichnet

Emma ist in eine reiche Unternehmerfamilie hineingeboren worden. Sie kann keine Energie mehr für ihren Job innerhalb der familieneigenen Zeitung aufbringen und auch ansonsten lebt sie völiig zurückgezogen und sozial einsam. Der Roman erzählt abwechselnd von Emmas Vergangenheit und Gegenwart, was auch optisch durch unterschiedliche Schriftbilder kenntlich ist . in der Gegenwart ändert sich Emmas Leben nämlich abrupt als sie von ihrem Bruder und ihren Eltern von Österreich nach San Diego versetzt.

Durch das Kennenlernen ihrer neuen Nachbarin wird sie an ihre eigene Vergangenheit erinnert. In der Vergangenheit gab es auch einen jungen Mann, in den sie sich verliebt hat. Jetzt nimmt sie Kontakt zu ihm auf, gleichzeitig trifft sie aber auch auf den besorgten Bruder der Nachbarin.
Cornelia Pichler hat mit Emma eine wunderbare Protagonistin mit Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen, erschaffen, die eine traumatische Beziehung hinter sich hat und nun nach Jahren es schafft, dies zu verarbeiten. Doch - wie im wahren Leben - ist nicht alles Schwarz oder Weiss oder Rosarot....
Ich kann mir Emma, und die anderen Menschen mit denen sie tun hat, sehr gut vorstellen und mich in sie hineinversetzen.

Dies ist das zweite Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe, und es hat mich ebenso begeistert wie "So lange es Sara gibt".
Eine absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung vom 20.01.2018
Viel näher als zu nah
Kirchner, Angela

Viel näher als zu nah


ausgezeichnet

Kurz zum Inhalt:
....auf einer Party lernen sich Lucas, seines Zeichen ein Aufreißertyp und Mädchenschwarm, und Fey kennen bzw. stolpert Lucas und fällt ihr im Garten zu Füßen. Dieses Kennenlernen ist kurz, denn noch bevor Lucas den Namen des Mädchens mit den farbigen Haaren erfährt, trennen sie sich schon wieder. ..... Minuten später kommt es aufgrund einens Motorradrennens zwischen Lucas und seinem Freund zu einem Unfall.... Opfer u.a. das Mädchen von der Party... Wochen später, mit körperlichen und seelischen Folgen des Unfall kämpfend, will sich Lucas bim Opfer des Unfalls entschuldigen und steht vor dem Mädchen der Party, was ihn fasziniert hat.
Cover:
Das Buch hat einen dicken Pappeinband mit besonderer Haptik und Optik... die pinken Buchstaben und Blumen sind nämlich auch zu fühlen.... Richtig klasse! Einziges Manko, damit werden in der Regel sich nur weibliche Leser angesprochen fühlen und dabei ist dieses Buch, was vermehrt Lucas' Sicht der Dinge beschreibt, mindestens genauso für Jungen zu empfehlen. Also, liebe männlichen Leser, ignoriert den Einband und lest...!

Aufgrund des Covers erwartet man einen klassischen Liebesroman, was dieses Buch aber nicht ist (s. Inhaltsangabe).
Die Geschichte dieses Buches zeigt viele Facetten anhand von Lucas und Fey. Es verdeutlicht einerseits die Folgen eines Motorradrennens, andererseits schafft es die Autorin dies zu beschreiben ohne mit erhobenen Zeigefinger da zu stehen. Die Perspektive des Erzählers wechselt zwischen Lucas und Fey, wobei Lucas' Perspektive einen weit größeren Raum einnimmt, was aber auch sehr gut der Geschichte passt.
Ich erlebe einen sehr selbstsicheren Lucas, zunächst mal nicht besonders sympathisch, der durch seinen Unfall seine "Schale" verliert und eine Wandlung erlebt bzw. seine guten Seiten werden sichtbar. Aus seiner Sicht erfahre ich, wie er sich fühlt, was er denkt und erlebt. Verwoben wird dies mit Feys Sichtweise, da die beiden nach dem Unfall häufig aufeinandertreffen. Hiervon erzählt die Autorin auf entzückende, berührende, teilweise zynische und ironische Art.... Ihr Sprachstil und ihre Wortspielereien sind ein Genuss .....Einmal in die Hand genommen, konnte ich das Buch kaum zu Seite legen .....
Es ist eine vielschichtige, tiefgründige Geschichte über Freundschaften ( Fey und Ihre Freundin, Lucas und sein Freund Ben), über Familien, über Schuldgefühle, Ängste und Liebe..... trotz schwerer Themen, die behandelt werden, immer mit einer gewissen Leichtigkeit, so dass ich als Leser hoffnungsvoll das Buch aus der Hand legen kann.

Ich würde für dieses Buch mehr als 5 Sterne vergeben, wenn ich könnte.

Bewertung vom 26.12.2017
Kein Mord verjährt
John, Janette

Kein Mord verjährt


ausgezeichnet

Diese Geschichte lässt es einen frösteln.... eine Mutter findet ihren Sohn Tim, nachdem sie von der Nachtschicht nach Hause kommt, nicht mehr in der Wohnung vor. Tim taucht nicht wieder auf und es vergehen Jahre, Als plötzlich wieder jemand spurlos verschwindet und Knochen gefunden werden, werden die Ermittlung wieder aufgenommen.
Die Autorin Janette John erzählt sehr bewegend und spannend über die Ermittlungen und die Suche nach Motiv und Mörder. Die Ermittlungen laufen "leise" ab und es gibt keine wilden Verfolgungsjagden und Schießereien, was mir persönlich sehr gut gefällt. Emotional nimmt mich die Story an sich sehr mit, denn ich möchte mir nicht vorstellen müssen, das ein geliebter Mensch, womöglich das eigene Kind, einfach spurlos verschwindet.
"Gewürzt" werden die Ermittlungen durch das Eingreifen von Charlotte und Maria, zwei Seniorinnen, die mir schon durch andere Fälle bekannt sind. Dieser Krimi hat mich bewegt, aber gleichzeitig hat es die Autorin geschafft, mich sehr gut zu unterhalten und immer wenn es irgendwie möglich war, mich mit den zwischenmenschlichen Geschichten von den Figuren zum Schmunzeln zu bringen.
Neugierig warte ich nun auf weitere Fälle mit Nadine, der Kommissarin und ihren Kollegen.....denn ich möchte unbedingt wissen, wie das Privatleben - in Sachen Liebe - der Ermitller weitergeht....

Bewertung vom 16.12.2017
Die letzte Erkenntnis
Calonego, Bernadette

Die letzte Erkenntnis


sehr gut

Lester, einem Schauspieler und Regisseur, lässt auch nach vier Jahren die Frage nicht los, warum sein Bruder getötet wurde. Per Zufall kommt er dem Geheimnis näher, als er Unterlagen, die von seinem Bruder stammen, erhält. Er begibt sich auf Spurensuche und in Gefahr. Zur gleichen Zeit begibt Tia, eine junge Frau sich auf eine Ranch nach Kanada und das Geheimnis um ihre neue Identität gerät ebenfalls in Gefahr. Ihr Vater wurde ebenso wie der Bruder von Lester getötet.
Die Autorin schafft es in zwei parallel verlaufenen Erzählsträngen die Geschichte, die hinter der Ermordung der Männer und der Frau steckt, sehr spannend zu erzählen und die Hintergründe sehr detailliert zu beleuchten. Soviel sei verraten, die Geschichte hat mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und Glaubensfragen zu tun. Ich würde dieses Buch nicht eindeutig dem Genre "Thriller" zuordnen, dafür ist es mir zu sehr gefühlsbetont. Dies ist jedoch nur meine Meinung und mir hat das Buch gut gefallen.

Bewertung vom 12.12.2017
Tod von oben
Ehlers, Jürgen

Tod von oben


ausgezeichnet

Gerhard Prange ist im Jahre 1941 ein junger Deutscher, der sich von den Briten als Fallschirmagent hat anwerben lassen und nun von den Niederlanden aus agieren soll. Jedoch gleich bei der Landung wird er festgenommen und hat "Glück", dass er sich nun als Doppelagent verdingen kann, um damit dem Tod zu entkommen.
Der Autor schildert in seinem Buch nicht nur den Alltag von Gerhard Prange und was er alles während seiner Tätigkeit als Doppelagent erlebt, sondern wir lernen durch ihn auch die Personen, die er kennenlernt, näher kennen. Das sind Leute der SS, der Wehrmacht, Richard Christmann, ein Fremdenlegionär, die Helfer der Geheimagenten, Sofieke, die untergetauchte Jüdin usw. und es ist von großem Vorteil, dass sich zu Beginn des Buches gleich ein Personenregister befindet, so dass man sich besser orientieren kann.
Dieses Buch schildert ein Stück deutscher Geschichte in den Niederlanden, die mir kaum bekannt war. Faszinierend ist, wie der Autor historische Figuren in die Geschichte eingebunden hat, und wie mir dadurch noch mal sehr intensiv bewusst geworden ist, dass es sich zum größten Teil um die Realität handelt und nicht um Fikton.
Dadurch bin ich sehr tief in in eine Zeit eingetaucht, die ich glücklicherweise nicht erlebt habe, Manchmal habe ich mich über die "Naivität" einiger Personen gewundert, aber im Nachhinein gedacht, wie hätte ich mich verhalten. Auf jeden Fall besticht das Buch durch eine sehr gewissenhafte Recherche und spannende Geschichte, die noch nicht zu Ende erzählt worden ist. Besonders gut gefiel mir auch, dass der Autor Jürgen Ehlers mir als Leser Platz für mein eigenes Kopfkino ließ, in dem er auf das Erzählen einiger Szenen, was Freundschaft, Liebe und Gefühle betraf, verzichtete.
Nach Beenden des Buches frage ich mich, wie erging es den Personen in den nächsten Jahren, denn ich als Leser weiss, das noch schreckliche Jahre folgten.
Eine absolute Leseempfehlung von mir für ein Buch, das ein Stück Zeitgeschichte brilliant erzählt, und mich sehr nachdenklich zurücklässt.

Bewertung vom 21.11.2017
Nach dem Schweigen
Drews, Christine

Nach dem Schweigen


ausgezeichnet

Saskia, eine junge Frau Anfang Zwanzig, hat als fünfjähriges Mädchen ihre Mutter verloren und ist mit ihrem älteren Bruder Max bei ihrem Vater aufgewachsen. Sie ist wegen ihrer Albträume, die sie aufgrund des Todes der Mutter immer noch verfolgen, in Behandlung. Allein von ihrer Tante Ellen, der Schwester der Mutter, fühlt sie sich gut verstanden. Da passiert das Unglück, Ellen stirbt bei einem Sturz vom Hochhaus. Während Suizid im Raum steht, entpuppt sich dieser als Mord. Zwei Bewohner des Hauses haben den Fall mitbekommen und fühlen sich nun ihrerseits beobachtet. Saskia möchte mittels Konfrontationstherapie ihre Albträume loswerden.
Selten schafft es ein Thriller, dass ich schon nach den ersten Seiten Schwierigkeiten habe, ihn wieder zu Seite zu legen. Die Autorin Christine Drews verzichtet völlig effektheischende Beschreibungen oder Verfolgungsjagden etc., sondern lässt die Geschichte vor meinen Augen bildlich entstehen, in dem verschiedene der Protagonisten aus ihrer Perspektive erzählten, so dass ich mit gut in diese hineinversetzen kann. Sehr gebannt nehme ich zur Kenntnis, dass nichts ist wie es scheint und je tiefer ich in die Geschichte hineinkomme desto mehr Verstrickungen ergeben sich und führen zu einem schlüssigen Ende. Der Thriller ließ nie an psychischer Spannung nach und auch am Schluss bin noch am Rätseln, ob ich irgendetwas übersehen habe. 5 Sterne von mir!

Bewertung vom 26.10.2017
Zwei fast perfekte Schwestern
Grünig, Michaela

Zwei fast perfekte Schwestern


sehr gut

Lily, die eine der beiden Schwestern, ist mit einem beruflich erfolgreichen Mann verheiratet, lebt ein scheinbar unbeschwertes, glückliches Leben, während Stephanie sich als die äußerlich benachteiligte sieht, kein Glück bei Männern hat, aber beruflich als Lektorin Fuß gefasst hat.
Der Schein trügt, das Lebensmodell beider Schwestern bricht zusammen und so beginnt ein Weg der Neuorientierung.
Die Autorin erzählt aus der Sicht jeder der beiden Schwestern auf unterhaltsame, leichte Art wie das Leben sich entwickelt. Es gibt ganz viel Liebe, aber auch allerhand Verstrickungen und Überraschungen. Dem Frauenroman ist sogar ein Touch Krimi beigefügt, den ich nicht erwartet hatte, wobei manches hier mir auch eher unlogisch erschien und viele Zufälle.
Für Freunde leichter Frauenliteratur das Richtige! 3,5 Sterne aufgerundet 4 Sterne von mir.
Autor: Michaela Grünig