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Benutzername: Isabell47
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Bewertungen

Insgesamt 263 Bewertungen
Bewertung vom 28.06.2020
Im Dschungel der Liebe
Foster, Melissa

Im Dschungel der Liebe


ausgezeichnet

Kate arbeitet als Projektleiterin für eine Hilfsorganisation und ist mit ganzem Herzen und voller Überzeugung bei der Sache. Zu ihrer Aufgabe gehört es auch Prominente, die im Rahmen einer guten Tät sich sozial vor Ort engagieren möchten, zu betreuen. Leider geht es den Prominenten meistens nur um ihren eigenen Status und ihre Außendarstellung, so dass Kate keine wirklichen Helfer in ihrem Oorf, das sie gerade betreut hat, sondern stattdessen sich mit den Bedürfnissen der Promis auseinandersetzen muss. Sage ist seines Zeichens ein überaus erfolgreicher Bildhauer und Maler, der sich wirklich engagieren möchte, doch von Kate erst einmal mit allen anderen Prominenten in einen Topf geworfen wird.

Melissa Foster erzählt auf bezaubernde Art und Weise wie Kate und Sage sich einander annähern. Es knistert und prickelt zwischen ihnen. Doch haben sie eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft? Die Autorin bleibt uns diese Antwort nicht schuldig und schafft es zudem die Atmosphäre des Lebens im Dschungel wunderbar einzufangen und mir das Leben der Ureinwohner sowie deren katastrophale Lebensbedingungen nah zu bringen. Dies geschieht auf lockere und unterhaltsame Weise, jedoch hat sie mich auch ein wenig nachdenklich gestimmt und mir auch anhand ihrer Protagonisten klar gemacht, wie priviligiert die meisten von uns Lesern leben.

Im Buch befindet sich zudem eine Leseprobe aus einem nächsten Teil mit den Mitgliedern der Familie Remingtion, wobei in diesem Teil anstelle von Sage, dessen Schwester Siena die Hauptrolle spielen wird. Ich bin jetzt schon äußerst gespannt und der Roman wird auf meiner Wunschliste landen.

Eine absolute Leseempfehlung für diesen Roman. Ein Garant für gefühlvolle Unterhaltung mit Happyend-Garantie!

Bewertung vom 22.06.2020
Halligmord / Minke-van-Hoorn Bd.1
Henning, Greta

Halligmord / Minke-van-Hoorn Bd.1


ausgezeichnet

Minke van Horn kehrt als Kommissarin in ihre Heimat zurück, wo sie selber auf der Hallig Midsand aufgewachsen ist und tritt in die Fußstapfen ihres verstorbenen Vater seines Zeichens Leiter des Kommissariat von Jüstering. Gerade hat sie vorübergehend ihr altes Kinderzimmer bezogen, da erreicht sie auch schon ein Anruf, dass ein Schädel vor der Hallig Nepken gefunden worden ist.
Mich hat der Schreibstil sofort in die Geschichte hineingezogen und ich konnte mir nicht nur die Protagonistin Minke sondern auch alle Personen sehr gut vorstellen.
Die Atmosphäre, das Leben auf einer Hallig, wird sehr gut beschrieben ebenso wie das Wetter insbesondere den Stürmen bei denen es mich schauderte.
Während Minke versucht in Erfahrung zu bringen, seit wann der Schädel dort liegt bzw. zu wem er gehört, nimmt die Autorin uns mit auf eine Zeitreise 30 Jahre und noch weiter zurück in die Vergangenheit.
Viele Geheimnisse werden aufgedeckt, nachdem dem Leser der "Besitzer" des Schädels längst preisgegeben worden ist.
Die privaten Verstrickungen der Figuren untereinander, aber auch Minkes, geben diesem Fall eine sehr spezielle Tiefe. Vieles wird aufgedeckt, aber einige Geheimnisse, die die Menschen untereinander haben, bleiben noch unausgesprochen. Dies macht mir ausgesprochen viel Lust auf den nächsten Fall mit Minke, wobei ich gespannt bin, welche der Geheimnisse dann offenbart werden oder von Bedeutung für die neue Geschichte sein werden.
Auf jeden Fall bin ich sehr gut von diesem Krimi unterhalten worden und kann es kaum abwarten mehr von Minke zu lesen.

Bewertung vom 01.06.2020
Kostbare Tage
Haruf, Kent

Kostbare Tage


sehr gut

Die Hauptfigur dieses Romans von Kent Haruf ist der 77jährige Dad Lewis, der gerade erfahren hat, das er bald an Krebs sterben wird. Ihm zur Seite steht seine Ehefrau aber auch Nachbarn, seine Mitarbeiter ebenso wie die Tochter, die sofort anreist. Zu seinem Sohn hat er seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr.
Als Leser erfahre ich nicht nur, wie es Dad Lewis gerade gesundheitlich täglich geht, wie seine Angehörigen damit umgehen, sondern auch in Rückblenden wie Dad Lewis, der heute fast wie ein Heiliger dargestellt wird, sich damals verhalten hat. Insgesamt hat Dad Lewis ein sehr konservatives Weltbild vertreten und so gab es einige Entscheidungen, mit dessen Folgen er sich noch bis heute beschäftigt. Er hat immer viel Zeit mit seinem Geschäft verbracht, wenig mit seiner Familie und war sehr dominant.
Ich mag den ruhigen, nachdenklichen Schreibstil des Autors und trotz seiner faszinierenden Art das Leben der Bewohner der Kleinstadt darzustellen, bleiben diese mir fremd. Dies liegt sehr wahrscheinlich daran, dass ich mit den Moral- und Wertvorstellungen, ihrem Glauben und dieser teils unterwürfigen Art mich nicht anfreunden kann. Ich kann mir so gar nicht vorstellen so zu leben.
Insgesamt betrachtet jedoch ein interessantes Buch zum Thema Leben und Sterben.

Bewertung vom 30.05.2020
DUNKEL / HULDA Trilogie Bd.1
Jonasson, Ragnar

DUNKEL / HULDA Trilogie Bd.1


weniger gut

Hulda Hermannsdóttir, 64 Jahre, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, soll nun auf Wunsch ihres Vorgesetzten vorzeitig in Pension gehen. Hulda ist schockiert und ringt ihm das Versprechen ab noch einen letzten Fall lösen zu können, in dem sie sich einen beliebigen alten Fall aussuchen darf. Der Chef endlich froh sie los zu werden, lässt sich darauf ein und hat keine Ahnung, was er damit für eine Lawine lostritt. Hulda sucht sich den Selbstmord einer Asylbewerberin heraus, der damals unter Leitung eines Kollegen "gelöst" wurde, aber der Hulda nicht los ließ.
Mich begeisterte zunächst die Inhaltsangabe und eine Leseprobe, so dass ich mir das Buch kaufte und las. Hulda war mir äußerst sympathisch und der Schreibstil gefielm mir auch. In Rückblenden werden Geschehnisse aus der Vergangenheit erzählt und je weiter ich lese desto mehr verstehe ich, wie es mit der Gegenwart zusammenhängt. Die Ermittlungen von Hulda in der Gegenwart sind fasznierend und spannend. Eigentlich könnte ich jetzt sagen, was für eine grandiose Art des Erzählens, doch weit gefehlt, denn ich begriff am Ende des Buches, das die Geschichte - eine Trilogie rückwärts erzählt wird und dies hat mich gefrustet ebenso wie das Ende an sich. Deswegen zwei Sterne für einen tollen Schreibstil, aber der Aufbau der Trilogie und des 1. Teils der in Wirklichkeit der dritte Teil ist. hat mich unangenehm überrumpelt und mir so gar nicht zugesagt.

Bewertung vom 13.05.2020
Mitten im August
Ventura, Luca

Mitten im August


sehr gut

Der Krimi beginnt mit dem Leichenfund eines jungen Mannes und damit beginnen für den Inselpolizisten Enrico Rizzi Mordermittlungenm mit denen er auf Capri keine Erfahrung hat. Privat beschäftigt er sich intensiv mit den Obst- und Gemüsegärten seines Vaters, wobei es ihm um biologisch und nachhaltige Bewirtschaftung geht, wovon er seinen Vater erst einmal überzeugen muss. An Rizzis Seite steht ihm Antonia Cirillo, die strafversetzt worden ist und von Rizzi nicht so richtig wahrgenommen wird.

Die Ermittlungen bzw. die Vorgeschichte bis es zum Leichenfund und dessen Aufklärung kommt, werden abwechselnd und zeitversetzt erzählt. Als Leser genieße ich eher das Flair von Capri, wundere mich ein wenig über die Art der Ermittlung, die teilweise eher sehr lässig und unstrukturiert mir erscheint und entspanne bei einem gemächlichem Krimi , der im letzten Drittel an Fahrt aufnimmt, spannender wird, bis es schließlich zum Showdown kommt. Die Auflösung hat mich als erfahrenen Krimileser tatsächlich überrascht. Interssant fand ich die Erkärungen bezüglichen des biologischen Gemüse- bzw. Obstanbaus, aber auch wie sich der Zustand des Meeres und der Unterwasserwelt verändern und welchen Einfluss die Menschen darauf haben.

Bewertung vom 03.05.2020
Bloom
Oppel, Kenneth

Bloom


gut

Das Cover des Buches ist ein absoluter Eyecatcher. In dieser Geschichte wächst auf einer Insel plötzlich ein merkwürdiges schwarzes Gras und zwar in rasender Geschwindigkeit. Während drei Jugendliche, die auf bestimmte Dinge sehr allergisch reagiert haben, ebenso plötzlich von diesen Allergien befreit sind, löst dieses Gras bei den anderen Menschen heftige Reaktionen aus.
Es klingt wie eine Naturkatastrophe aus einem Horrorzukunftsroman, doch in Zeiten der Corona-Pandemie wirkt das Szenario auf einmal gar nicht mehr so ganz weit fern und lässt mich nicht abschalten, sondern löst eher schlechte Träume aus, wobei die Erklärung der besonderen Eigenschaften der Teenager bei mir jedoch auch Kopfschütteln auslöst. Das offene Ende bzw. der Cliffhanger lassen mich ahnen, dass es sich um den ersten Teil einer Reihe handelt. Ich für meinen Teil möchte den zweiten Teil nicht lesen......

Bewertung vom 03.05.2020
Margos Töchter
Stephan, Cora

Margos Töchter


sehr gut

In diesem Roman stehen eindeutig die Frauen im Vordergrund der Handlung und die Autorin wechselt zwischen den Frauen (Margo, Clara, Gisela, Leonore und Jana) der Perspektive und der Zeit hin und her. Die Geschichte beginnt damit, dass Jana, verheiratet, Mutter zweier Kinder, vor einigen Jahren einen Antrag auf Einsicht in die Akte ihrer verstorbenen Adoptivmutter Leonore beim MfS gestellt hat und nun die Nachricht erhält, dass dies nun möglich ist. Als Leser erfahre ich nun in Rückblenden und Zeitsprüngen, wie Leonore bei ihren Eltern Margo und Henri aufgewachsen, über Ihr Erwachenenleben etc..
Es ist ein Stück Zeitgeschichte, was sich mit dem Leben in der BRD und der DDR beschäftigt, mit den Folgen der Maueröffnung, Terroranschlägen der RAF..... wie wurde Leonore sozialisiert und wie kam es dazu, dass sie Jana adoptierte..... wer hat wen belogen und bespitzelt?
Die Geschichte ließ sich nicht einfach lesen und doch hat sie mich fasziniert, obwohl ich an manchen Stellen gerne mehr erfahren hätte, wo es dann zu abrupten Zeitsprüngen kommt. Die Personen blieben mir teilweise ein wenig blass bzw. fremd, da ich zu wenig Zeit hatte, sie intensiver kennenzulernen. Sehr gerne hätte ich auch noch ein wenig mehr über das Leben der Männer erfahren, insbesondere auch ob Janas Vermutung über ihren Mann zutrifft.
In der Geschichte stellen sich viele Fragen, viele werden beantwortet, einige blieben für mich unbeantwortet. Ein sehr interessantes Buch und viele LeserInnen dürften sich danach fragen, ob sie auch Akteneinsicht beantragen sollen oder besser nicht.

Bewertung vom 29.04.2020
Ostseegruft / Pia Korittki Bd.15
Almstädt, Eva

Ostseegruft / Pia Korittki Bd.15


ausgezeichnet

Der 15. Fall für Pia Korittki beginnt für sie mit der Beerdigung einer Schulfreundin, bei deren Beisetzung ein unbekannter Mann behauptet, dass Kirstens Tod kein Unfall gewesen ist. Pia wird hellhörig und zudem hat sie ihre Freundin als eine äußerst sportlich geschickte Frau in Erinnerung, die nun beim Joggen ertrunken sein soll.
Pia bekommt von ihrem Chef das Okay eigene Ermittlungen anzustellen, um festzustellen, ob an der Behauptung etwas dran ist.
Sie untersucht den Tatort, spricht mit der Familie etc.

Die Autorin Eva Almstädt schafft es ihrem 15. Fall nicht nur an die Qualität der vorhergegangenen Fälle anzuknüpfen, sondern in meinen Augen hat sie sich sogar noch gesteigert. Ich habe schon einige Bücher von ihr gelesen, so dass mir Pias Privatleben einigermaßen vertraut ist, jedoch auch für Quereinsteiger sollte es kein Problem darstellen, da es für den eigentlichen Fall nicht von Relevanz ist bzw. ich die wesentlichen Dinge erfahre. Mir gefiel in diesem Krimi, dass die Autorin es schaffte, eine vielschichtige Geschichte zu schreiben, wobei ich zu Beginn die Ausmaße überhaupt nicht erahnte. Raffiniert schaffte sie es, dass ich nur das sah, was ich sehen sollte und mich auf nur eine „Fährte“ konzentrierte. Die Figuren sind wunderbar „gezeichnet“und entwickele Sympathien/Antipathien für sie, jedoch da es manche Wendungen gab, lag ich mit meiner „Menschenkenntnis“ teilweise richtig daneben.
Besonders gelungen fand ich die Ermittlungen an sich, die immer mehr Fahrt aufnahmen und sich viele Puzzleteile ineinander fügten. Auch das konkrete Vorgehen der Kripo eine Situation zu rekonstruieren, habe ich bisher noch nie so plastisch geschildert bekommen.
Insgesamt ein absolut facettenreicher Kriminalroman, mit einer Kommissarin, die mir sehr sympathisch ist und einem Erzählstil, der mich das Buch immer nur schwer zur Seite legen ließ.
Ich bin jetzt schon gespannt auf den nächsten Fall für Pia Korittki.

Bewertung vom 26.04.2020
Von der Liebe umarmt / Die Bradens & Montgomerys Bd.1
Foster, Melissa

Von der Liebe umarmt / Die Bradens & Montgomerys Bd.1


ausgezeichnet

Grace kommt aus New York zu Besuch in ihren Heimort, der klein und ländlich ist, kein Großstadtflair sondern Natur inklusive Gummistiefel sind angesagt. Sie hat diesen Ort hinter sich gelassen um ihren beruflichen Traum als Produzentin zu verwirklichen. Jetzt hat sie versprochen ihrer Schwester bei einer Schreibwerkstatt zu helfen. Zuückgelassen hat sie damals auch ihre große und geheimgehaltene Liebe zu Reed. Wie das Leben so spielt, läuft sie Reed an ihrem zweiten Tag zu Hause bei ihren Eltern wieder über den Weg und Gefühle kommen wieder hoch.

Die Autorin Melissa Foster lässt mich als Leserin alles was an Gefühlen und Zärtlichkeiten sich abspielt, "hautnah" miterleben. Neben der Liebesgeschichte, die vielleicht doch nicht ganz so geheim war, spielt auch Reeds Vergangenheit eine Rolle. Er ist nämlich als Baby von seinem Onkel und Tante aufgezogen worden, die für ihn die Eltern wurden.

Mehr möchte ich nicht verraten bzw. spoilern.

Die Geschichte selber ist eine Liebesgeschichte sowie Familiengeschichte, die einen zum Träumen einläd und der Realität für Stunden entfliehen lässt. Sie hat mich mit einem Lächeln auf den Lippen zurückgelassen. Wunderschön und ein wenig kitschig, aber dies war dieses Mal von mir erwartet und gewünscht.

Bewertung vom 19.04.2020
Die Schule am Meer
Lüpkes, Sandra

Die Schule am Meer


gut

Sehr gespannt war ich auf dieses Buch "Die Schule am Meer" von Sandra Lüpkes, die mich schon mit anderen Büchern begeistert hat. Das Cover und der Klappentext haben mich sofort angesprochen und so habe ich voller Freude dieses Buch erworben.
Kurz zum Inhalt: Die Geschichte spielt im Zeitraum ab 1925, wo der Antisemitismus schon Einzug gehalten hat und endet zeitlich gesehen mit einem großen Zeitsprung 1961. Geschildert wird das Leben von Anni Reiners und ihrer Familie, die auf Juist eine Schule mit besonderer pädagogischer Ausrichtung gründen wollen. Gleich schon zu Beginn wird ihnen das Leben auf der Insel nicht leicht gemacht.... Skepsis gegenüber den neuen Bewohnern und ihr Traum von ihrer Schule entwickelt sich in persönlicher, beruflicher, finanzieller, gesellschaftlicher und politscher Hinsicht immer mehr zum Albtraum.
Die Geschichte ließ sich in meinen Augen nicht so flüssig lesen, wie ich es mir erhofft hatte, an einigen Stellen erschien sie mir langatmig und mit den Blick auf Details, die mich weniger interessierten, anderes, was mir wichtig für das Einfühlen und Verständnis in die Geschichte war, wurde nur flüchtig erwähnt. Ich konnte keine Bindung zu den Menschen aufbauen und die Geschichte auf wahren historischen Ereignissen bzw. Hintergründen beruht, denn die Schule gab es wirklich.
Mir hat dieses Buch leider eher mittelmäßig gefallen. Deswegen drei Sterne von mir!