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Benutzername: isabellepf
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Bewertungen

Insgesamt 238 Bewertungen
Bewertung vom 23.04.2018
Bis zum Himmel und zurück
Junk, Catharina

Bis zum Himmel und zurück


sehr gut

"Bis zum Himmel und zurück" von Catharina Junk ist ein gelungene Mischung aus emotionaler Familienroman und Liebesgeschichte mit puren Gefühlen und einem angenehmen Sinn für Humor.

Die Protagonistin Katja, kann als Drehbuchautorin unzählige Leben leben und in ihre Geschichten eintauchen, ohne dabei selbst grosse Gefühle zu riskieren. Doch als sie eine Familienserie produzieren und schreiben soll, klappt es plötzlich mit dem Schreiben nicht mehr ganz so gut. Ihre Familie ist ein Trümmerhaufen, ihr Freund Radko kommt wann er will und aus heiterem Himmel steht plötzlich ein junges Mädchen vor ihrer Tür, das sich als ihre Halbschwester ausgibt. Als sich dann noch ihre Mutter mit einer erschütternden Neuigkeit melden, ihre Gedanken nur noch um Joost kreisen, kann sich Katja nicht mehr länger vor ihrer eigenen Vergangenheit, längst überfälligen Emotionen und Gefühle verstecken.

Die Geschichte spielt in der Gegenwart mit Häppchenweise dargestellten Rückblicken aus Katjas Leben und Vergangenheit. Schon zu Beginn ist klar spürbar, das Katja kein glücklicher Mensch ist und ihre Familiengeschichte schwer auf ihr lastet. Ihr Verhalten ist für mich im Verlauf sehr anstrengend und teilweise nur schwer nachvollziehbar gewesen, das mich manchmal an den Rand der Verzweiflung gebrach hat. Doch umso besser man Katja kennen gelernt hat, umso besser konnte ich auch verstehen und begreifen, warum sie so unsicher, schwach und mit fehlendem Selbstvertrauen war. Insbesondere an die Beziehung oder Freundschaft zu Radko, konnte ich mich nicht richtig gewöhnen, der mir einfach von seiner Art zu flaxig und sprunghaft war.
Doch dann nimmt die Geschichte eine unglaubliche und ergreifende Wendung an, die gefüllt mit Emotionen und puren Gefühlen war. Ergreifend lässt die Autorin tief in Katjas Kindheit, ihre Gefühle und die Beziehung zu ihren Eltern blicken das mich mit auf eine tiefe und emotionale Reise genommen hat. 

Obwohl ich den Schreibstil als angenehm und bewegend empfand, kam ich doch teilweise nur sehr schleppend voran, das vermutlich an der ausführlich, chaotisch und bildhaft dargestellten Vergangenheit lag. Neben chaotischen Handlungsträngen, tiefen emotionalen Gefühlslagen gab es auch immer wieder Humorvolle Szene die die Geschichte aufgelockert und mich einige male zum schmunzeln gebracht haben.

Im Gesamten eine sehr ergeifend und emotionale Familiengeschichte die mich gut unterhalten konnte und teilweise auch zum nachdenken angeregt hat.

Bewertung vom 20.04.2018
Chateau Mort / Luc Verlain Bd.2
Oetker, Alexander

Chateau Mort / Luc Verlain Bd.2


ausgezeichnet

"Château Mort" von Alexander Oetker ist Luc Verlains zweiter Fall in dem ein Mord an einem Marathonläufer, Französischer Wein und ausgerechnet sein bester Freund Richard zu den Hauptverdächtigen zählen.

Obwohl eine regelrechte Hitzewelle über Aquitaine eingebrochen ist, treten zum alljährlich und berühmtesten Marathon du Medoc, wieder unzählige Marathonläufer an. Da auch dieses Jahr nicht nur der Marathon, sondern auch die Verkostung verschiedener Weine aus der Region im Vordergrund stehen, freuen sich auch alle Winzer auf das grosse Ereignis. Darunter auch Luc Verlains Freund Richard, der ebenfalls seinen Wein zur Verkostung an Gäste und Läufer anbietet.
Doch noch während dem Lauf muss mehrfach die Ambulanz gerufen werden, da einige Läufer, trotz körperlich bester Verfassung, bewusstlos zusammen brechen. Ein Politiker muss sofort ins Krankenhaus eingeliefert werden, überlebt nur knapp und ausgerechnet für ein angesehenen und sympathischen Winzer kommt jede Hilfe zu spät.
Luc Verlains eilt zum Tatort, für den die Umstände mehr als schleierhaft sind. Doch dann steht ausgerechnet Lucs bester Freund Richard unter Tatverdacht und der Kommissar bemerkt rasch, das selbst die nobelsten Weingüter auch ihre Schattenseiten haben. Auch seine Freundin und Partnerin Anouk hält den Winzer für den Mörder. Ein verzwickter Fall doch ist Richard wirklich der Mörder?

Château Mort ist bereits der zweite Band des sympathischen Kommissar Luc Verlains, der hinter den Fassaden der edelsten Weinschlösser ermittelt. Meiner Meinung nach muss man keine Vorkenntnisse vom ersten Band haben, um gut in die Geschichte reinzukommen, die geprägt von Kulturellen Informationen und französischen Wein ist. Dabei legt der Autor Alexander Oetker besonderen Wert auf detaillierte Beschreibungen und eine französische Atmosphäre. Zwar erhält die Geschichte dadurch einen gewissen Charm, auch durch die französischen Wörter, die gekonnt mit in die Geschichte einfliessen, das mir allerdings oftmals zu sehr im Vordergrund stand und der Geschichte ein wenig die Spannung und Krimifeeling genommen haben. Doch mit einem spannenden Marathonlauf, einem ausgeklügelten Mord und bis zuletzt einigen Überraschungen, schafft es der Autor dann doch, immer wieder Spannung aufzubauen und damit meine Aufmerksamkeit zu wecken.
Bis zum Schluss habe ich mich im Bezug auf den Täter, immer wieder in die Irre führen lassen, habe meine Tatverdächtigen häufig gewechselt und  war angenehm überrascht über die Auflösung des Tatvorgangs und dem Täter.

Total sympathisch, vielseitig und atmosphärisch empfand ich die Erzählstimme von Frank Arnold der den Charakteren durch seine tiefe und sehr angenehme Stimme leben eingehaucht hat. Mit der richtigen Betonung, einer authentisch und emotionalen Erzählweise, schafft er es Spannung in die Geschichte zu bringen, die unglaublich gut zur französischen Atmosphäre gepasst hat.

Im Gesamten konnte mich das Hörbuch, durch einen ausgeklügelten Mord, sympathisch und authentische Charaktere und besonders durch Frank Arnolds Erzählstimme gut unterhalten. Auch wenn mir manchmal Kulturelles und französischer Wein etwas zu sehr in den Vordergrund gerückt ist, konnte das Hörbuch überzeugen und hat mir gefallen.

Bewertung vom 19.04.2018
Zu nah / Frankie Sheehan Bd.1
Kiernan, Olivia

Zu nah / Frankie Sheehan Bd.1


sehr gut

"Zu Nah" von Olivia Kiernan ist ein fesselnd und überraschender Plot über eine tote Wissenschaftlerin mit nervenaufreibenden Handlungssträngen, einer authentisch und sehr nahe kommenden Ermittlerin, allerdings mit etwas enttäuschendem Abschluss.

Detective Chief Superintendent Frankie Sheehan wir zu ihrem neuen brisanten Fall gerufen. Die angesehene Wissenschaftlerin Eleanor Costello wird erhängt in ihrem eigenen Schlafzimmer vorgefunden. Alles deutet auf Selbstmord hin, doch schon wenige Tage später wird eine weitere Frauenleiche gefunden. Schnell wird klar, das der Mörder eine sardistische Lust an brutalen Spielchen hat und die Morde zusammen hängen. Während Frankie auf der Suche nach dem Frauenmörder ist, durchlebt sie ihre eigene Hölle und es beginnt unaufhörlich ein Wettlauf gegen die Zeit.

Der Autorin Olivia Kiernan ist ein spannend und fesselndes Debüt gelungen indem die Ermittlerin Frankie Sheehan erneut einen brisanten Fall zu lösen hat. Sie ist durch ihren vorherigen Fall gezeichnet und obwohl man zu Beginn nur Häppchenweise Aufklärung über den Fall und Frankies Vergangenheit erfährt, sind die Handlungsstränge mitreisend und überraschend zugleich. Man kann erahnen das ihre Vergangenheit noch von Bedeutung ist und auch im Mordfall gibt es schon bald ein drastisches Vorankommen.

Frankie Sheehan ist ein sympathisch und authentischer Charakter, die eine motivierende Art an sich hat, ihr Team zu führen. Doch
obwohl sie eine hohe Empathiefähigkeit besitzt, die ihr ungemein beim Vorankommen der Ermittlungen hilft, ist dieser Vorteil auch Stellenweise sehr anstrengend gewesen. Ein Vorteil der auch gleichzeitig eine grosse Last bedeutet und Frankie in ihrer Arbeit zunehmend zermürbt. Doch umso weiter man im Fall vorangekommen ist, umso näher bin ich auch Frankie als Ermittlerin gekommen und es hat zunehmend Spass gemacht ihren Gedankengängen zu folgen.

Etwas kühl und holprig habe ich zu Beginn den Schreibstil der Autorin empfunden, dem ich nicht ganz so flüssig folgen konnte, das vermutlich an den kurzen Sätzen und Häppchen aus der Vergangenheit gelegen hat. Doch umso mehr sich die Geschichte entwickelt umso besser habe ich mich in die jeweiligen Handlungsstränge und Szenen einfinden können das auch meinen Lesefluss positiv veränderte. Spannend werden die Schilderungen im Bezug auf die Morde ausgeführt und man erhält als Leser einen faszinierenden Einblick in ein mir bisher völlig fremdes Milieu. Doch für mich hatte das Darknet auch etwas dunkles und geheimnisvolles an sich, das der Geschichte einen düsteren Touch verliehen, mir gut gefallen und gepasst hat.
Gänzlich unzufrieden und etwas enttäuscht war ich jedoch von der Auflösung des Falls und dem Ende im Allgemeinen. Denn der Täter erschien für mich wie aus der Luft gegriffen, die Aufklärung wirkte nicht richtig durchdacht und unzureichend, das mich mit offenen Fragen zurück gelassen hat.

Bis zum Schluss ein fesselnder, spannender und überraschender Plot, jedoch mit enttäuschendem und für die Geschichte schwachen Ausgang.

Bewertung vom 16.04.2018
Knochenschrei: Thriller
Shepherd, Catherine

Knochenschrei: Thriller


ausgezeichnet

Der Zons-Thriller "Knochenschrei" von Catherine Shepherd, ist der achte Band der Oliver Bergmann-Reihe, der eine gelungene Mischung aus Spannung, Thriller und fesselnden Ereignissen zwischen zwei Zeiten verspricht.

In der Gegenwart, ist Yasmin, zweifache Mutter, 35-Jahre alt, mit ihrem Mann Daniel, ins kleine und beschauliche Örtchen Zons gezogen. Dort haben sie ein altes und renovierungsbedürftiges aber erschwingliches Haus gefunden, indem die Kinder in den Garten gehen und gefahrlos Luft schnappen können. Doch Jasmin brauch als freischaffende Künstlerin mehr Platz, für die Lagerung ihre Exponate. Ihr Kellerraum, der vom Vorgänger nicht genutzt wurde, scheint ihr dafür genau passend und so reisst sie kurzerhand selbst, eine Mauer ein. Doch dahinter erwartet sie ein Anblick des Grauens und Kommissar Oliver Bergmann und sein Kollege Hans Steuermark werden zum Tatort gerufen.
Es handelt sich um ein Skelett einer Nonne aus dem Mittelalter, die allen Anschein nach lebendig eingemauert wurde. Für Klaus Steuermark, ist der Fall schon so gut wie gelöst, bis Oliver Bergmann hinter einer anderen Wand eine weitere Tote entdeckt.
Die Frauenleichen sind mit einer codierten Nachricht des Killers im Genitalbereich bestückt, das auf weitere morde schliessen lässt.

In der Vergangenheit im Jahr 1497, verschwindet in Zons, Nonne Brunhilde mitten in der Nacht. Vermutungen zufolge, hat die junge Nonne, dem harten Klosterleben nicht standhalten können und freiwillig das Kloster verlassen. Doch dann wird eine Ordensschwester tot aufgefunden und die Nonnen sind verängstigt und befürchten das der Teufel ihr Kloster aufgesucht und eine nach der anderen aus ihrer Mitte reisst. Bastian Mühlenberg jagt verzweifelt dem Serienmörder hinterher, der seine Opfer sich selbst in ihrem dunklen Grab überlässt. Alles Schreien hilft nichts und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Die Geschichte beginnt mit einem unglaublich einnehmenden Prolog der mich schon auf den ersten Seiten für die Geschichte, die im Wechsel aus Vergangenheit und Gegenwart spielt, begeistern und fesseln konnte. Obwohl mir zu Anfang die Kapitel die im Mittelalter spielten etwas zu hochtrabend waren, hat doch im Gesamten der Thriller eine unglaubliche Faszination auf mich ausüben können. Denn die Handlugnsstränge in der Gegenwart, die aufkommende Spannung, die Ungewissheit im Bezug auf die Morde und das Unvorhersehbare das im Dunkeln lauert, haben mir total gut gefallen und mich während dem lesen richtig fesseln können.
Auch der Schreibstil von Cahterine Shepherd, ist gleichbleibend sehr angenehm, mitreisend und fliessend geschrieben der mich zügig und gut durch die Geschichte gebracht hat. Obwohl ich erst mit dem achten Band in die Oliver Bergmann-Reihe gestartet bin hat mir keine Vorabinformation aus den vorherigen Bänden gefehlt. Die Charaktere werden interessant und gut beschrieben in die ich mich schon nach kürzester Zeit hineinversetzten und gut identifizieren konnte. Die Handlungsstränge sind verständlich, die parallelen beider Zeiten sind spannend dargestellt und waren für mich eine gelungene Unterhaltung mit Gänsehautfeeling.
Ein Thrillervergnügen, spannend, unterhaltsam zum Empfehlen.

Bewertung vom 14.04.2018
Nackt über Berlin
Ranisch, Axel

Nackt über Berlin


ausgezeichnet

"Nackt über Berlin" von Axel Ranisch, ist eine gelungene Mischung aus Coming out, schräger und zarter Liebesgeschichte, rasantem, erfrischendem und skurrilem Witz, mit interessanten Charakteren und superguten Sprechern die der Geschichte leben verliehen haben.

Jannik und Tai, sind zwei ganz normale siebzehnjährige Jugendliche, die von ihren Mitschülern liebevoll Fetti und Fidschi genannt werden. Jannik hat ein paar Kilo zuviel auf den Rippen, ist leidenschaftlicher Klassik-Fan und lässt sich zu kraftvollen Streichern und Bläsern hinreisen.
Thai hat eine grosse Vorliebe fürs Filmen und hält so ziemlich alles mit seinem Camcorder fest.
Eines Abends sehen die beiden, wie ihr angesehener Schuldirektor Jens Lamprecht, stark taumelnd und sturzbetrunken die Strasse entlangläuft. Sie helfen ihm und bringen ihn sicher in seine Wohnung. Doch dank Thais Computerverständnis können sie die moderne Technik des Wohnkomplexes überliesten und halten ihren Direkter in seiner eigenen Wohnung gefangen.
Was als witziger Jugenstreich beginnt, wird schnell zu einer handfesten Entführung. Denn Tai geniesst es sichtlich, Gott zu spielen, lässt den Direktor an seine Grenzen gehen und zwingt ihm zu einem regelrechten Seelenstriptease. Für Jannik wird das Ganze immer mehr zum Höllentrip, der sowieso mit seiner anfänglichen und zarten Verliebtheit zu Thai ringt. Er weiss das er einschreiten muss um das ganze zu stoppen, doch das ist gar nicht so einfach, denn immer weitere prisante Informationen über den Selbstmord einer Mitschülerin kommen ans Tageslicht.

Jannik ist ein unglaublich toll beschriebener Charakter, der seine Vorliebe für Klassische Musik regelrecht auslebt. Immer wieder fliessen detailierte Symphoniebeschreibungen bekannter Komponisten in die Geschichte mit ein und haben mich innerlich der imposanten Musik folgen lassen. Auch Tai, blüht im weiteren Verlauf der Geschichte regelrecht auf und geniesst es eine höhere Macht auszuspielen.
Besonders gefallen hat es mir, wenn der Autor Axel Ranisch selbst, den jüngeren Charaktere Tai und Jannik seine Erzählstimme geliehen hat. Denn er schafft es mit seiner humorvoll und authentischen Art, insbeonders aber auch durch seinen berliner Akzent die aufkommenden Emotionen so genial rüberzubringen, das ich der Geschichte gebannt folgen konnte.
Auch Thorsten Merten, der die Geschichte von Direktor Jens Lamprecht erzählt, hat auf seine Weise überzeugen können und dem Charakter, leben eingehaucht. Zusammen haben sich die beiden Erzählstimmen gut ergänzen können und eine lebhaft, spannende Geschichte mit ganz unterschiedlichen Charakteren und Geheimnissen entstehen lassen.
Obwohl mir das Ende etwas zu offen und einfach dargestellt wurde, konnte mich die Geschichte im Gesamten total mitreisen und durch spannende Handlungsstränge und erfrischendem und skurrilem Witz begeistern.
Ein gelungener Hörgenuss, schräg, spannend, erfrischend und einfach klasse gesprochen.

Bewertung vom 13.04.2018
Leni und das Eichhörnchen
Jacobsen, Juliane

Leni und das Eichhörnchen


ausgezeichnet

"Leni und das Eichhörnchen" von Juliane Jacobsen ist ein tolles Erst- und Vorlesebuch mit zauberhaften Illustrationen, christlichem Hintergrund über Ehrlichkeit und Vergeben und jeder Menge wissenswertes über Eichhörnchen.

Leni sitzt auf ihrem Lieblingsplatz auf dem breiten Fensterbrett und schaut nach draussen. Sie sitzt gerne hier und beobachtet ein wunderschönes Eichhörnchen, wie es gerade den Rand des Futterhäusschens erreicht. Doch dann entdeckt sie Fabian, den Nachbarsjungen, wie er seine Steinschleuder in die Hand nimmt, sie spannt und schiesst. Der Stein prallt am Vogelhäusschen ab und verscheucht das Eichhörnchen.
Leni ist total entsetzt und eilt sofort nach draussen.
Fabian kann sie nicht mehr finden doch dann entdeckt sie im Wald ein kleines Baby-Eichhörnchen, das wohl aus dem Nest gefallen ist und versorgt werden muss. Sie ist überglücklich, das sie es mit nach Hause nehmen, füttern und versorgen darf.
Doch Eichhörnchen sind keine Haustiere und schon bald trifft Leni auch schon wieder auf Fabian.

Die Geschichte von Leni und dem Eichhörnchen ist so toll geschrieben und kindgerecht spannend, das wir es in kürzester Zeit gelesen haben. Richtig klasse dabei fand ich auch das Mitlesekonzept, das Kinder beim Lesen lernen unterstütz und sie mit einbindet. So lesen Eltern den Grossteil der Geschichte vor und das Kind jeweils den Hervorgehobenen Text, der zusätzlich mit einer Leseleule am Buchrand versehen ist. Da die Schrift sehr gross ist, die Sätze kurz und verständlich können auch schon Leseerfahrene Kinder der Geschichte gut folgen und sie selbst lesen.

Leni die Heldin der Geschichte, ist ein zauberhaftes und lebensfrohes Mädchen, die wir durch ihre nette, liebevolle Art und Hilfsbereitschaft unglaublich gerne mochten. Obwohl Fabian als der böse Junge in der Geschichte beschrieben wird, haben er und seine Schleuder, genau die richtige Spannung und Schwung in die Geschichte gebracht. Immer wieder hat Fabians Handeln für Aufruhr gesorgt und uns gut unterhalten und zum weiter lesen animiert.
Doch Juliane Jacobsen vermittelt auch die wichtigen Werte wie Ehrlichkeit und Vergeben, anhand einer kurzen christlichen Geschichte, das auch Leni mit der Zeit bewusst wird und zum nachdenken und eigenen handeln anregt. Aber auch jede Menge wissenswertes über Eichhörnchen, fliessen gekonnt in die Geschichte mit ein, ohne zu aufdringlich zu sein, das ich total klasse fand. Selbst als Erwachsener hat man noch einiges dazu lernen können. Richtig klasse und unglaublich liebevoll gezeichnet sind auch die grossen und kleinen farbenfrohen Illustrationen, die fast jede Buchseite zieren. Besonders das Eichhörnchen und Leni fanden wir total gut getroffen, das durch die intensiven Farben richtig lebendig wirkte. Aber auch die Emotionen konnte man richtig gut von den Gesichtern ablesen das uns immer wieder zum staunen gebracht hat.

Die Geschichte von Leni und das Eichhörnchen ist kindgerecht und total schön geschrieben, liebevoll Illustriert und mit hervorgehobenen Sätzen als Mitlesekonzept bestückt. Wir hatten grossen Spass beim lesen, haben wichtig Wert vermittelt bekommen und noch einiges über Eichhörnchen lernen können. Absolut empfehlenswertes Kinderbuch zum Vor und Selbstlesen.

Bewertung vom 12.04.2018
Manchmal hilft nur fauler Zauber
Lux, Nicola

Manchmal hilft nur fauler Zauber


ausgezeichnet

"Manchmal hilft nur fauler Zauber" von Nicola Lux ist eine nette Krimikomödie für zwischendurch in der ein Hexenclub, falsche Partner und ein geerbtes Haus für gute Unterhaltung und humorvolle Lesestunden sorgen.

Anna könnte eigentlich nicht glücklich sein, denn gerade hat sie ihren Traummann geheiratet. Doch noch während ihrer Hochzeitsfeier betrügt er sie ganz unverfroren mit seiner Sekretärin Vanessa. Anna ist fassungslos über sein Verhalten, entpuppt sich doch der eins so Leidenschaftliche und romantische Hartmut zu einem absoluten Wiederling und Kolleriger.
Doch schon bald nimmt Annas Leben eine unvorhersehbare Wendung an, als sie ein kleines Häuschen auf der Trauminsel Amrum erbt. Als Anna sich das geerbte Haus in Amrum anschauen geht, lernt sie auch die Bewohnerin Vida kennen, die auf Lebenszeit ein Wohnrecht eingeräumt bekommen hat.  Die beiden Frauen verstehen sich grossartig und freunden sich an.
Endlich hat Anna jemanden gefunden mit der sie auf einer Wellenlänge ist und sich versteht. Vida ermutigt Anna sogar ihren Mann zu beseitigen. Schon bald erlebt sie Dinge, die sie niemals für möglich gehalten hätte und tritt in den Club der Hexen ein. Ein Club dem Männer lieber nicht zu nahe kommen sollten.

Anna die Protagonistin der Geschichte war für mich, zwar zu Anfang ziemlich naiv und leichtgläubig, mit der ich mich jedoch super identifizieren und hineinversetzten konnte. Sie hat eine nette Art an sich, ist bodenständig, die ich einfach gerne mochte, ganz im Gegensatz zu Hartmut der mir durch sein unmögliches Verhalten schon während der Hochzeitsfeier total unsympathisch war. Da kam Vida genau richtig, die durch ihre kesse und bestimmende Art, mehr Pepp und neuen Schwung in Annas Leben gebracht hat.
Auch die Art der Geschichte hatte für mich einen hohen Unterhaltungswert und war mit einer guten Mischung aus Krimi, Romanze und Humor ein erheiterndes Lesevergnügen.

Dabei hat es Nicola Lux durch ihren unglaublich mitreisenden und humorvollen Schreibstil immer wieder geschafft, mich mit Situationskomik und witzigen Handlungssträngen zu erheitern. Oftmals konnte ich beherzt lachen, hatte fast ein Dauergrinsen auf den Lippen und fand auch die Vorgehensweise der sich häufenden Todesfälle schlüssig und pfiffig. Natürlich ist einiges davon ziemlich weit hergeholt und würde vermutlich im realen Leben nicht so einfach funktionieren. Aber genau die Mischung aus Humor, mysteriösen Todesfällen, Romanze und die geballte Ladung Fantasie der Autorin, haben die Krimikomödie für mich lebendig und besonders gemacht.
Und wer von der Geschichte, der toten Tante und den unzähligen Waffelgerichten noch nicht genug bekommen konnte, findet auf den letzten Buchseiten eine Ansammlung toller und einfach beschriebene Rezeptideen die aus der Geschichte stammen.
Einzig das Ende im Epilog war mir dann doch etwas zu weit hergeholt und kurz angebunden, das für meinen Geschmack ruhig noch hätte etwas detaillierter ausgeführt werden können.

Im Gesamten eine locker, leichte Krimikomödie, spannend, humorvoll und total unterhaltsam.

Bewertung vom 10.04.2018
The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?
Finn, A. J.

The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?


ausgezeichnet

"The Woman in the Windwo - Was hat sie wirklich gesehen?" von A.J. Finn ist ein total spannender und gut konstruierter Thriller über Verlust, Liebe, Wahn und Wirklichkeit.

Anna Fox, lebt nach einem traumatischen Erlebnis, allein und zurückgezogen in ihrer schönen und grosses Wohnung in New York. Aufgrund ihrer zunehmenden Agoraphobie, kann sie ihr Haus nicht mehr verlassen und verbringt den Großteil ihrer Zeit als beratende Person in Internetforen, schaut sich Schwarz/weiss Filme an, beobachtet durch ihre Fenster ihre Nachbarn und trinkt zuviel.
Bis eines Tages Familie Russel in die Wohnung gegenüber einzieht. Beim Anblick des intakten Familienlebens von Mutter- Vater und Sohn, vermisst Anna mehr denje ihre eigene Familie.
Doch dann steht plötzlich der junge Ethan Russel vor der Tür und auch ihre Nachbarin lernt sie kennen.
Kurze Zeit später wird Anna, Zeugin an einem brutalen Übergriff an ihre Nachbarin. Sie weiss sie muss ihr helfen und das Haus verlassen. Doch schon kurz nachdem sie das Haus verlässt, holen sie ihre Ängste ein und ihr wird schwarz vor Augen. Als Anna wieder erwacht scheint alles so, als wäre nichts gewesen und ihre Beobachtung nur ein Hirngespinst ihrer Wahrnehmung.

Die Protagonistin der Geschichte Anna Fox ist ein Charakter mit Ecken und Kanten die nicht nur mit ihrer Angstörung zu kämpfen hat, sondern auch immer häufiger über ihren Durst trinkt und eine fülle an Medikamente zu sich nimmt. Faszinierend daran war, das ihre Wahrnehmungen Immer häufiger durch den Überfluss an Medikamenten und Alkohol getrübt wurde und man als Leser selbst nicht so genau wusste, ob das Erlebte nun eine Wahrnehmungsstörung oder doch der Realität entsprach. Wobei ich die Anststörung von Anna, erst im Verlauf der Geschichte so richtig wahrgenommen habe. Vielmehr hat man sich unentwegt gedanken darüber gemacht, was mit ihr nicht stimmt und was sie zu dem hat werden lassen was sie war. 
Lange ist dem Leser auch verborgen geblieben, was es mit ihrer Krankheit auf sich hatte bzw. welches traumatische Erlebnis allen Anschein der Auslöer dafür gewesen ist.
Obwohl ich zeitweise so meine ganz eigenen Vermutungen aufgestellt habe, bin ich doch bis fast zum Schluss im Dunkeln getappt. Denn gegen Ende des Buches wird es nochmals so richtig rasant, die Geschichte nimmt gehörig an Fahrt an und hat mich mit einer schlüssig und richtig gut konsturierten Auflösung überraschen konnte.
Richtig angenehm, fesselnd und sagenhaft mitreisend empfand ich auch den Schreibstil des Autors der durch kurze Kapitel, packende Handlungsstränge und wendungsreiche Erlebnisse für eine unglaubliche Spannung und so einige Überraschungen während dem Lesen gesorgt hat. Zeitweise hat mich die Geschichte so in ihren Bann gezogen, das ich das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen wollte und konnte.
Im Gesamten konnte mich der Thriller unglaublich gut unterhalten, war Wendungsreich, spannend, mitreisend und überraschend. Ein Debütroman der es in sich hat und absolut lesenswert ist. 

Bewertung vom 10.04.2018
Titanic - 24 Stunden bis zum Untergang, 2 Audio-CDs
Davies, Stephen

Titanic - 24 Stunden bis zum Untergang, 2 Audio-CDs


ausgezeichnet

"Titanic - 24 Stunden bis zum Untergang" von Stephen Davies ist ein aufregend, packender und spannender Hörgenuss  für Gross und Klein,  der mit stimmungsvoller Musik und atmosphärischem Soundeffekten unterlegt, die dramatische Geschichte der Titanic, kindgerecht ein letztes mal aufleben lässt.

Der zwölfjährige Jimmy ist mit seinem Bruder Ralf und seiner Familie als Gast auf der Titanic um nach New York zu reisen. Während alle Passagiere in ihren Kojen schlafen, schleicht sich der Junge unbemerkt aus dem Zimmer, um die Decks des Ozeanriesen zu erkunden. Im Gemeinschaftsraum der dritten Klasse, trifft Jimmy schliesslich auf den Jungen Omar mit dem er fortan die Decks des Schiffes unsicher macht. Schon bald lernen sie auch Berly kennen, die mit ihrer Familie in der ersten Klasse reist. Die Kinder freunden sich an und für alle drei ist die Reise ein aufregendes und faszinierendes Abenteuer, bis die Titanic eines Nachts, plötzlich einen herausragenden Eisberg rammt.
Die Menschen geraten in Panik, die Decks füllen sich unaufhörlich mit Wasser und das grösste Passagierschiff der Welt versinkt schon bald in den Tiefen des Nordatlantiks.

Als grösstes Passagierschiff aller Zeiten, übt die Titanic noch heute eine ungebrochene Faszination auf Gross und Klein aus. Sie galt als unsinkbar die durch einen herausragenden Eisberg ein dramatisches Ende nahm, bei dem viele Menschen ihr leben im eiskalten Nordatlantik lassen mussten.

Schon die ersten Hörminuten waren total einnehmend und haben auf uns eine unglaubliche Faszination ausgeübt, die uns sofort in ihren Bann gezogen hat. Besonders durch die stimmungsvoll unterlegte Hintergrundmusik konnte die Geschichte der Titanic aufleben und ist durch die Charaktere richtig lebendig geworden.
Mit den beiden Helden der Geschichte, Jimmy und Omar, hat der Autor zwei aufgeweckte und lebensfreudige Jungen erschaffen, die das Abenteuer auf den Decks des Ozeanriesen suchten. Zwar sind die Charaktere vom Autor Stephen Davies frei erfunden, beruht doch einiges davon, auf eine aufregende und wahre Geschichte, die von einem Jungen stammt, der den Untergang der Titanic überlebte. Besonders die unglaublich detailliert und lebensnah beschriebenen Deckpläne, Grundrisse und geheimen und nicht so geheimen Wege, entsprechen der Wahrheit und waren auch so auf der Titanic zu finden, die man sich vor seinem inneren Auge richtig gut vorstellen konnte. Total gefallen und beeindruckend war, das es Stephan Davis schafft, auf eine sehr angenehme Art und Weise, viel Wissen über die Titanic gekonnt in die Geschichte mit einfliessen zu lassen, ohne dabei zu erdrücken.
Dramatische Szenen konnten durch die stimmungsvoll unterlegte Musik und die atmosphärischen Soundeffekte regelrecht aufleben und haben uns vom ersten bis zum letzten Moment begeistert und der Handlung mitfiebern lassen.
Doch auch die unglaublich lebendige und angenehme Erzählweise des Sprechers Rainer Strecker konnte uns, durch seine sehr angenehme und mitreisende Stimme total begeistern. Er spricht betonend, deutlich, angenehm und schafft es die durchlebten Emotionen aufleben zu lassen die Kinder gut nachempfinden und nachvollziehen können.

Im Gesamten ein rundum gelungenes, unglaublich faszinierendes und spannendes Abenteuer, mit aufgeweckten und sympathischen Helden, auflebenden Emotionen und Rainer Sprecher als grandiose Erzählstimme. Doch auch die stimmungsvoll unterlegte Musik und Soundeffekte haben unglaublich gut gepasst und die Geschichte der Titanic ein letztes mal aufleben lassen und sie für Kinder zum wahren Hörerlebnis gemacht. 

Bewertung vom 07.04.2018
Drei Schwestern am Meer
Barns, Anne

Drei Schwestern am Meer


ausgezeichnet

"Drei Schwestern am Meer", von Anne Barns, ist eine unglaublich warmherzige, spannend und einfühlsame Geschichte, über drei Schwestern, eine traumhafte Insel und ein lang gehütetes Familiengeheimnis.

Nach einem schweren Autounfall, wachsen die Schwestern Katharina, Pia und Jana bei ihrer Oma auf der Trauminsel Rügen auf. Obwohl die Mädchen mittlerweile alle der wunderschöne Insel den Rücken gekehrt haben, um ihre eigenen Wege zu gehen, wissen sie, das die Türen bei ihrer Oma immer für sie offen stehen.
Viel zu selten hat Katharina die von allen, liebevoll Rina genannt wird ihre Oma, in der letzten Zeit besucht. Vom Job und Alltagsstress ausgebrannt freut sie sich umso mehr, auf zwei ruhige und unbeschwerte Wochen mit Daniel auf Rügen. Sie träumt von Sonne, Strand und dem Duft von frisch gemachten Karamellbonbons.
Kurz nach Daniels Ankunft macht er Rina einen romantischen Heiratsantrag. Eigentlich ein unglaublich schönes und himmelhochjauchzendes Ereignis, doch nicht für Rina die sich mit seinem erneuten Antrag überrumpelt und in die Enge gedrängt fühlt.
Doch schon kurze Zeit später, bricht Oma aus heiterem Himmel bewusstlos zusammen, ihr Zustand ist kritisch und Rina muss Hilflos mit ansehen, wie sie Oma ins Krankenhaus bringen. Von da an ändert sich ihr Leben schlagartig und nichts ist mehr, wie es einst mal war.

Die Geschichte von Rina und ihren Schwestern, die unglaublich traumhaften Eindrücke der Umgebung der Insel Rügen, haben mir richtig gut gefallen und mich ins Geschehen genommen und darin schwelgen lassen. Ich kenne Anne Barns unglaublich angenehmen, sanften und mitreisenden Schreibstil schon von ihren anderen Büchern und war auch diesmal wieder total beeindruckt über ihren Erzählstil und ihre einnehmende Art zu Schreiben. Denn sie schafft es durch sympathische und warmherzige Charaktere eine emotional und einfühlsame Geschichte aufleben zu lassen die mich als Leser von den ersten bis zur letzen Seite an, gefesselt und für die Geschichte begeistert hat.
Denn man lernt die Charaktere kennen und lieben, kann sich gut mit ihnen identifizieren und sie bei ihrer Entwicklung im Verlauf der Geschichte begleiten. Auch die Handlung ist klar und verständlich dargestellt, durchweg mit einer angenehmen Spannung versehen die auch bis zum Schluss anhält. Unvorhersehbare Wendungen, gehütete Familiengeheimnisse und so manche Überraschungen warten auf den Leser und haben die Geschichte aufleben und lebendig gemacht.
Ich habe mich während dem Lesen unglaublich unterhalten gefühlt, konnte mit den Charakteren lachen, mich freuen, aber auch bangen, und habe bis zu Letzt mit ihnen gehofft und geweint.

Die Geschichte der drei Schwestern ist ein wunderschöner und mehr als gelungener Roman der eine gelungene Mischung aus Gefühle, auflebenden Emotionen, Romanze und Spannung mit bringt. Ein unglaublich tolles Leseerlebnis mit wunderschönen Umgebungseindrücken, das schon jetzt zu meinem meiner Lesehiglites für dieses Jahr gehört. Absolut empfehlenswert.