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Benutzername: isabellepf
Wohnort: Gaggenau
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Bewertungen

Insgesamt 210 Bewertungen
Bewertung vom 21.02.2018
Das allerschönste Geschenk
Barrett, Pat; Tomlin, Chris

Das allerschönste Geschenk


ausgezeichnet

Inspiriert durch das erfolgreiche Lied "Guter Vater", ist das Bilderbuch "Das allerschönste Geschenk" von den Autoren Pat Barret und Chris Tomlin entstanden, in dem ein hilfsbereiter kleiner Bär, sich auf dem Weg zum gütigen König macht, um seinen Freunden zu helfen.

Tommy der kleine hilfsbereite Bär, ist immer für seine Freunde da, und bereit anderen zu helfen. Doch seine Freunde brauchen eine ganze Menge an Hilfe, denn sie streiten sich, sind krank, manche können nicht lesen, sind hungrig oder sogar traurig.
Der kleine Bär, wollte so gerne allen auf einmal helfen, doch das schaffte er nicht alleine, so kam er auf die Idee, zum gütigen König zu gehen, um ihn um Hilfe zu bitten. Denn er war zwar der König und wohnte hoch oben auf dem Berg in einem grossen Schloss, doch seine Türen standen immer für jedermann offen.
Damit sich der König jedoch auch wirklich gütig und hilfsbereit, gegenüber seinen Freunden zeigt,  wollte Tommy dem König auch das richtig Geschenk mitbringen. Doch was schenkt man einem grossen König?
Auf dem Weg zum Schloss, lernt der kleine Bär viele Waldbewohner kennen, die jedoch alle etwas anderes über den König und seine liebsten Dinge berichten konnten. So kommt der kleine Bär schlussendlich mit vielen Geschenk im Schloss des Königs an, und erlebt dort eine riesige Überraschung.

Die Geschichte des hilfsbereiten Bären Tommy, ist inspiriert durch das bekannte Lied "Good Good Father" entstanden. Pat Barret, einer der beiden Autoren, hat selbst zur Entstehung des Liedes beigetragen und mit Chris Tomlin, eine sehr einfühlsame und schöne Geschichte, mit hilfsbereiten und sympathischen Charakteren entstehen lassen. Besonders Tommy ist ein sehr süsser und liebenswerter Charakter, den man vom ersten Moment des kennen Lernens einfach gern hat und mag. Durch seine mutige und hilfsbereite Art anderen zu helfen, nimmt der kleine Bär, eine Vorbildfunktion ein und bestärkt Kinder andern zu helfen.
Auch der Schreibstil der beiden Autoren ist gleichbleibend sehr angenehm, kindlich und durch die kurzen Sätze, Wortspiele und hervorgehobenen Sätze für Kinder sehr verständlich aufgebaut. Grösseren wie auch kleineren Kindern, denen die Geschichte vorgelesen wird, haben grossen Spass dem mutigen Abenteuer des kleinen Bären zu folgen. Und auch die Botschaft, das Gott nicht nur der mächtigste König ist, sondern auch ein guter Vater, der jeden unendlich Liebt und immer für einen da ist, kommt bei Kindern ob Gross und klein an.

Auch die zauberhaft schönen Illustrationen im Buch, die oftmals ganze Doppelseiten zieren, erfrischen die Geschichte und lassen die tollen Charaktere aufleben und richtig lebendig wirken. Man merkt, das die Illustratorin Lorna Hussey, sehr viel liebe und Herzblut in ihre Zeichnungen gesteckt hat, die durch die frischen Farben und tollen Zeichnungen sehr gut zur Geschichte des kleinen Bären und dem grossen König, passen.

Das allerschönste Geschenkt, ist eine gelungene Geschichte für kleine und grosse Kinder, die sehr einfühlsam geschrieben, spannend, abenteuerlich aber auch mit einer grossen Botschaft und Gott versehen ist. Liebenswerte und zauberhafte Illustrationen, runden die Geschichte und bilden im Gesamten eine rundum gelungene Bilderbuchgeschichte die absolut zu empfehlen ist.

Bewertung vom 19.02.2018
Johnny und die Pommesbande
Buchholz, Simone

Johnny und die Pommesbande


weniger gut

Die Geschichte von "Johnny und die Pommesbande"von Simone Buchholz, hat leider so gar nichts mit den bekannten Spürnasen gemeinsam und ist im Gesamten eher enttäuschend.

Der zwölfjährige Johnny, wohnt seit dem Tod seiner Oma, nur noch mit seinem Opa in Hafennähe, das auch gleichzeitig das Revier seiner Bande ist. Sie nennen sich Pommesbande, die aus der tanzenden Ella, dem ruheliebenden Tomek, Carlos, den hungrigen Buxe und seiner Schwester Suse, bestehen. Sie haben das beste Versteck der Welt, das sich direkt unter Pfarrer Löwenbeins Kirche befindet und mit Pommes satt, aus Kirsches Pommeswagen immer eine warme und leckere Mahlzeit.
Doch das ist auf Dauer, zumindest für Tomek etwas zu langweilig, der ein echtes Abenteuer sucht.
Das sollen sie auch schon kurze Zeit später bekommen.

Die Geschichte von Johnny, beginnt eigentlich sehr vielversprechend und erzählt zu Beginn, einen netten Wink aus Johnnys Leben, mit seinem Opa. Doch schon auf den Folgeseiten, wird die Bande zu Gaunern und Kurtaxeeintreibern, die den Touristen am Hafen und später auch auf der Meile, das Geld abluxen. Bis sie in das Revier der Pickelbande geraten und die Ruhe schnell vorbei ist. Sie zanken, raufen und schlagen sich und mussten mehrmals, allesamt ganz schön was einstecken.
Die Handlungsstränge waren ziemlich eintönig und Stellenweise leider auch weit entfernt von der Realität, das der Geschichte, abermals die Raffinesse genommen hatte.
Irgendwie hat mir beim lesen auch der rote Faden gefehlt der sich durch die Geschichte hindurchzieht, denn die sogenannten Badengeschichten, waren zumindest für uns, weder spannend, noch abenteuerlich oder aufregend. Denn bis auf ständiges Geld eintreiben und Touristen austricksen, schlagen und raufen und in ihrem geheimen Raum absitzen, war von aufregende Bandengeschichte nicht all zuviel zu spüren. Vielmehr hatte ich stellenweise das Gefühl, das die Kapitel wie kleine Geschichten sind, und vollkommen unabhängig zueinander gelesen werden können.

Obwohl wir den Schreibstil von Simone Buchholz anfangs sehr lebhaft und humorvoll fanden, wurde dieser im weiteren Verlauf der Geschichte ziemlich hektisch, das sich wiederum auch auf die Geschichte widergespiegelt hat.
Toll hingegen fanden wir die witzigen und Comicartigen Illustrationen, die immer am Anfang eines jeden Kapitels zu finden waren. Diese haben gut zur Geschichte gepasst und auch die Handlungen humorvoll und lebhaft dargestellt.

Im Gesamten waren wir ziemlich enttäuscht von der Bandengeschichte, die weder aufregend noch spannend war. Auch hat sie wenig mit der cleversten Spürnase gemeinsam. Leider ein Buch so gar nicht nach unserem Geschmack.

Bewertung vom 18.02.2018
Ziemlich beste Schwestern - So ein Affentheater!
Welk, Sarah

Ziemlich beste Schwestern - So ein Affentheater!


ausgezeichnet

Die Geschichte, der "Ziemlich beste Schwestern - So ein Affentheater!" von Sarah Welk, geht in die zweite Runde und dabei erleben die beiden Schwestern Mimi und Flo, wieder spannende und tolle Abenteuer zum schmunzeln und staunen.

Flo und Mimi, sind nicht nur Schwestern, sondern sie sind die besten Schwestern der Welt. Sie lieben es den lieben langen Tag Unsinn zu machen, erleben dabei grosse und kleine Abenteuer, gehen in den Zoo, Affen, Giraffen und das Nilpferdbaby anschauen, eröffnen einen Schneckenladen, pflanzen etwas verbotenes ins Kartoffelbeet und feiern Flos Geburtstag, an dem sie ein echtes Supergeheimnis geschenkt bekommt.

Die beiden Schwestern Mimi und Flo, sind zwei aufgeweckte und lebensfroh beschriebene Charaktere, die aber auch sehr liebenswert sind und uns vom ersten Moment des Kennen Lernens sympathisch waren. Denn der Alltag der Mädchen ist nich nur harmonisch, sondern sie zanken und rauchen sich auch, versöhnen sich wieder und sind Feuer und Flamme zusammen, wenn es darum geht, sich gegen ihre Eltern zu verschwören, um neue Streiche auszuhecken. Ganz wie im echten Leben von Geschwistern eben.
Ihre Streiche und Abenteuer sind oftmals sehr verrückt und ausgefallen aber immer mit einer guten Portion Humor versehen, wirken authentisch und sind jederzeit zum schmunzeln und lachen. Ich weiss nicht mehr wie oft wir beim lesen, über Flos witzige Einfälle und ihren ausgeprägten Ideenreichtum, wenn es um neue Streiche geht, gelacht haben. Doch ihre Eltern fanden die ausgeheckten Streiche nicht immer ganz so lustig und haben die Mädchen, aber auch auf sanfte und erklärende Art, zur Rechenschaft gezogen, das mir sehr gut gefallen hat.

Sehr angenehm, kindgerecht und verständlich, ist auch der Schreibstil von Sarah Welk, der uns fliessend durch die fünf spannenden Abenteuer der beiden Schwestern, geführt hat. Insbesondere, da die Abenteuer aus Mimis Sichtweise erzählt werden und man dadurch noch ein wenig mehr über Mimis Charakter, Gefühle und Ansichten erfährt. Sehr ansprechend und toll gezeichnet sind auch die Illustrationen im Buch, die immer wieder zwischen den Kapiteln und Buchseiten zu finden waren und damit die Geschichte etwas aufgelockert haben. Manche Streiche sind durch die bildhafte Darstellung der Illustratorin sogar regelrecht lebendig geworden. 

Uns hat das "Affentheater" der beiden Schwestern wahnsinnig gut gefallen und sehr unterhalten. Ihre Streiche waren sehr einfallsreich, teilweise verrückt aber immer mit einer guten Portion Humor zum schmunzeln und lachen, versehen. Auch die Illustrationen haben sehr gut mit der Geschichte harmonier und gepasst, sodass wir beim lesen grossen Spass hatten. Eine empfehlenswertes Geschwisterabenteuer zum Vor und Selbstlesen.

Bewertung vom 16.02.2018
Der Wortschatz
Vorpahl, Elias

Der Wortschatz


sehr gut

"Der Wortschatz" von Elias Vorpahl, beschreibt eine fantasievolle Geschichte, über ein kleines Wort, das seinen Sinn verloren hat und sich auf eine bewegende Reise durch die Welt der Sprachen begibt, um sich wiederzufinden.

Das kleine Wort erwachte, sein kleiner Buchstabe fühlte sich noch ganz Taub vom Schlafen an, streckte sich ein paarmal, bis die Müdigkeit aus seinen Silben wich und ging zum Frühstückstisch, an dem schon seine Eltern warteten.
Gestärkt begibt sich das kleine Wort zu seinem Freund "Zeig" wo das Unglück und damit die Reise des kleinen Wortes beginnt.
Nachdem es an einem ihn unbekannten Ort erwacht, weiss es zuerst nicht nur, wo es sich gerade befindet, sondern hat auch seinen Sinn und Bedeutung verloren.
Das kleine Wort, begibt sich auf eine fantasievolle Reise, nach dem eigenen Sinn, lernt Dichterin und Denkerin kennen, erfährt wie es ausgesprochen wird, geht im Sprachfluss fast unter und nimmt an den Wortspielen teil.

Die Geschichte des kleinen Wortes, beginnt sehr sanft und liebevoll, das mich vom ersten Moment des Kennen lernens entzückt hat, und dem kleinen Wort und desssen Wortgewandheit hat folgen lassen. Sehr gut haben mir die Beschreibungen und die Wortspiele zum kleinen Wort gefallen, die die Geschichte besonders und irgendwie einzigartig gemacht haben. Zwar war das Wort als Charakter zu Anfang für mich, etwas gewöhnungsbedürtig, aber nachdem seine Freunde und die vielen weiteren Wörter, als Nebencharchtere und desssen Bedeutungen vorgestellt wurden, konnte ich mich besser auf die Geschicht einlassen.
Wärend das kleine Wort, nach einem Unfall nicht nur seinen Sinn sondern auch seine Bedeutung verloren hatte, begibt es sich, auf seine aussergeöhnliche Reise, um sich selbst wieder zu finden. Sehr toll und lebhaft, werden dabei die aufkommenden Gefühle und Empfindugen beschrieben, sodass man sich gut in die Lage des kleinen Wortes hineinversetzen konnte. Angekommen in der Stadt der Sprachen, herrschte für mich jedoch eine etwas zu hektische Stimmung die mich Stellenweise auch leicht verwirrt hatte. Auch die Wortspiele hatte ich mir etwas einnehmender vorgestellt, die mir in meiner Vorstellung, fast etwas zu einfach dargestellt wurden.
Sehr harmonisch hingegen, wurde das Ende der Geschichte des kleinen Wortes eingeleitet.

Sehr angenehm und wortgewandt, war auch der Schreibstil von Elias Vorpahl, der mich sehr fliessend und flüssig durch die zehn Kapitel gebracht hat. Auch die Illustrationen, die jeweils am Anfang jeden Kapitels zu finden waren, wurden sehr liebevoll und filigran von der Illustratorin Julia Marie Stolber gezeichnet.
Im Gesamten ist der Wortschatz eine nette und fantasievolle Geschichte, über ein kleines Wort und dessen Sinn, wortgewand und bewegend mit liebevoll und filigran gezeichneten Illustrationen für Erwachsene.

Bewertung vom 14.02.2018
Eisdrachen und Feuerriesen / König der Piraten Bd.2
Hainer, Lukas

Eisdrachen und Feuerriesen / König der Piraten Bd.2


ausgezeichnet

"Eisdrachen und Feuerriesen", ist der zweite Band der König der Piraten-Reihe von Lukas Hainer, indem die Crew der Bloody Mery während ihrer Suche, nach dem Stein der Ahnen, gefährliche Eisdrachen und Feuerriesen begegnen und so einige spannende Piratenabenteuer auf hoher See erleben.

Frisch, als die Könige der Piraten gekrönt, stechen Freddy und seine Freunde, mit der Mannschaft der Bloody Mary und ihrem Käpt'n Kock, wieder auf See. Sie mussten unbedingt den Stein der Ahnen wiederfinden, den der schwarze Korsar ihnen gestohlen hatte. Sie waren ihm sogar bis ins Eismeer und danach in die Hauptstadt gefolgt, jedoch ohne Erfolg.
Nun sass der schwarze Korsar jedoch, im Verlies des Kaisers, seine böse Bande hatte sich in alle Himmelsrichtungen zerstreut und damit auch die Hoffnung, den Stein der Ahnen wieder zu bekommen.
Doch nur der Stein der Ahnen kann Freddy auf die Spur seines Vaters bringen und so führt die Suche nach dem Stein, die Mannschaft der Bloody Mery bis in die sagenumwobene Drachenburg im Eismeer. Dort warten jedoch nicht weniger Gefahren auf sie. Mit einer gehörigen Portion Mut, einer List und Vertrauen, können die Freunde die dort lauernden Gefahren überstehen.
Doch als Freddy erfährt was seinem Vater widerfahren ist, und er einen Blick in seine Vergangenheit werfen konnte, wird seine Freundschaft zu Kork, auf eine harte Probe gestellt.

Unser Einstieg in den zweiten Band der Könige der Piraten, war Anfangs nicht so einfach und recht holprig, das jedoch grösstenteils daran lag, das wir den ersten Band nicht gelesen haben. Obwohl Lukas Hainer, die wichtigsten Geschehnisse kurz zusammenfasst, sind es doch ziemlich viele Informationen die zu Beginn zusammen kommen. Daher würde ich jedem empfehlen, mit dem ersten Band zu starten, um im Bilde aller Vorkommnisse zu sein.
Nachdem wir mit Freddy, Tiah, Wutz und Kork in See stechen konnten, sind wir auch recht bald mit den Charakteren warm geworden und es hat richtig Spass gemacht den Piratenabenteuern zu folgen. Es warten böse Piraten, ein schwarzer Korsar, Eisdrachen die den Freunden gefährlich Nahe kommen, aber auch Felsspalten die erkundet werden müssen, bittersüsse Wahrheiten die ans Tageslicht geraten und viele weitere actionreiche und spannende Abenteuer, in denen die Besatzung aber auch grossen Mut, Vertrauen und Freundschaft beweisen müssen.

Sehr passend und toll gestaltet fanden wir die kleine Landkarte die sich sowohl auf der ersten als auch auf der letzten Seite des Buches befindet. Allerdings hätte wir auch ein Personenverzeichnis der Besatzung toll gefunden, da man so ein Bild zu den Charakteren erhält aber auch gleichzeitig immer wieder spicken kann, wenn man die Figur nicht mehr richtig der Geschichte zuordnen kann.
Richtig angenehm, fliessend und irgendwie abenteuerlich ist auch der Schreibstil von Lukas Hainer, der der Geschichte die nötige Raffinesse und Wortgewandheit verliehen hat. Die Kapitel haben eine angenehme länge, sind mit Absätzen, übersichtlich gestaltet und mit Überschriften versehen, die neugierig auf das Abenteuer machen. Auch die Schrift, ist etwas grösser, erleichtert das lesen, sodass man voll und ganz in das Piratenabenteuer eintauchen kann. Sehr filigran und toll gezeichnet sind auch die wunderschönen schwarz/weiss Illustrationen, die aus der Feder von Roland Junker stammen. Diese sind immer wieder zwischen de Absätzen zu finden, lockern den Text etwas auf und lassen die Geschichten aufleben.

Ein wildes und spannendes Piratenabenteuer das uns sehr gut gefallen hat. Hier kommen kleine Piraten, Abenteurer und junge Leser auf ihre Kosten. Sehr zu empfehlen, aber am besten mit Band 1 starten.

Bewertung vom 13.02.2018
Vier Schwestern
King, Joanna

Vier Schwestern


gut

Im Roman "Vier Schwestern" von Joanna King, verbringen vier sehr unterschiedliche Schwestern nach Jahren der Trennung einen gemeinsamen Urlaub in Italien, bis eine der Schwestern ohne eine Nachricht zu hinterlassen, verschwindet.

Vier sehr ungleichen Schwestern, die sich der Trennung nicht gesehen haben, beschliessen einen gemeinsamen Sommerurlaub in einem Küstenort der Cinque Terre, zu verbringen. Sie hoffe auf ein glückliches Wiedersehen, ein paar unbeschwerte Tage und Dolce Vita, in Italien.
Doch dann bereitet das Nachrichtenlose verschwinden, einer der Schwestern für grosse Besorgnis und Spannungen untereinander, die bis in ihre Kindheit und Jugend zurückreichen. Während des Wartens, kommt der Streit ihrer Eltern und das verlassen ihres Vaters, wieder zur Sprache und die Schwestern zerbrechen sich den Kopf darüber, ob sie die Trennung ihrer Eltern hätten verhindern können.
Doch sind ihre eigenen Beziehungen und Ehen wirklich so vorbildlich, wie vorgeben zu sein?
Mit einem Mal scheint für alle alles auf dem Prüfstand zu stehen: Ehemänner und Geliebte, Wertvorstellungen und Lebensmodelle, Zukunftshoffnungen und die Vergangenheit der gesamten Familie.

Die Geschichte wird aus der Sicht der Jüngsten Schwester beschrieben, die auch das beste Verhältnis zu der verschwundenen Schwester Rose hatte. Doch obwohl man eine von ihr, gut dargestellte Sichtweise erhält, bleibt sie während der Geschichte Namenlos, wodurch die Geschichte auf mich einseitig und ziemlich distanziert wirkte.
Als sehr spannend hingegen, empfand ich die Rückblicke in die Kindheit und Jugend der Schwestern, die mir einen tiefen Einblick in deren Vergangenheit und erlebten Verluste, vermitteln konnten. Denn wie es scheint, wurden die Frauen, aus heiterem Himmel von ihrem Vater verlassen, das sowohl ihre Mutter als auch sie selbst nie wirklich verarbeiten konnten.
In den Stunden des Banges um ihre Schwester, kommt wieder der Verlust der Vergangenheit, ihre eigenen Beziehungen und Wertvorstellungen, zur Sprache und haben für gewaltige Spannungsmomente und böse Zungen untereinander gesorgt. Doch auch ein unausgesprochenes Geheimnis zwischen der Ich-Erzählerin und Rose bleibt den restlichen Familienmitgliedern, gänzlich verborgen, das die beiden Schwestern im Bezug auf ihre Beziehungen verbindet.
Recht bald wird ebenfalls klar, das beide Schwestern ein schwieriges Verhältnis zu ihren jeweiligen Partnern haben, die sie am Schluss, auf ihre ganze persönliche Art und Weise lösen.

Obwohl der Anfang spannend beginnt, indem das Verschwinden der Schwester im Mittelpunkt stand, konnte mich der weitere Verlauf der Geschichte, nicht weiter mitreisen und begeistern. Denn für meine Begriffe waren die Schwestern viel zu besorgt um ihre Schwester, das fast schon ein bisschen zu übertrieben dargestellt wurde. Das die ganze Handlung einnah und zu wenig Handlungsstränge folgten. Auch die beiden älteren Schwestern werden am Schluss nicht mehr erwähnt und haben mich nicht nur im Bezug auf die Ich-Erzählerin, sondern auch auf den weiteren sehr offen gehaltenen Verlauf, etwas ratlos zurück gelassen.
Ich hätte mir mehr offene Wort und Klarheit in der Familiengeschichte gewünscht.

Eine gute Idee, die eher durchschnittlich und zu distanziert umgesetzt wurde.

Bewertung vom 13.02.2018
Das Gewicht der Freiheit
Burkhardt, Florian

Das Gewicht der Freiheit


ausgezeichnet

In Florian Burkhardts, autobiografischen Roman, "Das Gewicht der Freiheit" entführt er seine Leser in eine schillernde und faszinierende Welt, in der alles zu Gold wird, was er anfasst.

In seinem autobiografischen Roman, beschreibt Florian Burkhard auf sehr ehrliche, authentische und äusserst beeindruckende Art, sein Leben, seinen kometenhaften Aufstieg in die Glamourwelt, die darin enthaltenen Tücken, aber auch seinen rasanten Fall, in eine schwere Angststörung. Doch alles was Florian anfasst scheint zu Gold zu werden, und so kämpft er sich zurück ins Leben und buhlt schon wieder durch die Verfilmung seines Romans "Electroboy" ganz vorne bei den Grossen mit, der es sogar bis in die Kinos geschafft hat. 

Florian Burkhard lebt sein Leben unaufhörlich auf der Überholspur. Den geborenen Schweizer zieht es von Zürich, nach Los Angeles - Hollywood, weiter nach Beverly Hills und Bel Air, wo er auf seine grosse Chance im Filmbusiness hofft. Er sieht sich als geboren Schauspieler, doch die Behörden legen ihm immer wieder einen Stein in den Weg.
Doch er gibt nicht auf und lernt zur richtigen Zeit, die richtigen Leute kennen, die ihm dabei helfen gross Aufzusteigen. Als gefragtes Model, wird Florian Burkhard, alsbald von den bekanntesten und grössten Agenturen gebucht und schafft es auch sonst, sich mit seinem äusseren und rasanten Aufstieg, einen Namen in der Szene zu machen.
Als angesagtes Model, mit kurzgeschorenen Haare, geht es für Florian weiter nach Milano und Paris in eine neue Stadt mit fremder Sprache. Auch hier ist es seine Kreativität und sein unbedingter Wille, die ihn vorantreiben und es ihm schlussendlich auch ermöglichen, alles zu Erreichen. Florian war endlich frei in seinem Tun und Handeln, keiner konnte ihn mehr Vorschriften machen und so lebt er sein freies und selbstbestimmtes Leben so ausgiebig auf der Überholspur, bis er fast daran zerbricht. Doch während er in seinem Tun zu Höchstleistungen hochfährt, spielt seine Psyche einfach nicht mehr mit, er lässt sich einweisen und muss sich mit viel Disziplin und Ehrgeiz, wieder zurück ins Leben kämpfen.
Auch nachdem er wieder in der reellen Welt angekommen ist, hört sein Hype um ihn nicht einfach auf und wieder gelingt es ihm, aus etwas unbekannten etwas ganz grosses zu machen.

Sagenhaft wie viel Florian Burkhard in seinem jungen Leben schon erlebt hat, seine Auf und Abs, die sich auch in seinem sprunghaften und atemlos wirkenden Schreibstil widerspiegeln. Beim lesen seiner Autobiographie war ich gefesselt von seinem Aufstieg, seiner Lebensgeschichte, bishin zu seinem Fall. Man wünscht sich für Florian, das er endlich ankommt, einen liebenswerten Partner findet oder vielleicht schon gefunden hat.

Eine fesselnde Autobiographie eines ebenso interessanten Charakters.

Bewertung vom 13.02.2018
Chloé und die rosarote Brille / Chloé Bd.3
Kaiblinger, Sonja

Chloé und die rosarote Brille / Chloé Bd.3


ausgezeichnet

"Chloé und die rosarote Brille" ist der dritte Band der Chloé-Reihe
von Sonja Kaiblinger, in dem eine rosarote Brille auf dem Jungsklo und die Mädchen, plötzlich lauter schmalzige Liebesbriefe von den Jungs erhalten.

Chloé ist sich sicher, obwohl sie schon fast dreizehn Jahre alt ist, war sie bisher noch nie verknallt. Das bei den kitschig und dummen Jungs in ihrer Schule, wohl auch so schnell nicht der Fall sein wird. Wobei ihre Mutter immer behauptet, das es zu jedem Topf auch immer einen passenden Deckel gibt.
Vermutlich ist sie dann, bestimmt eine Tupperdose, denn für die gibt es zumindest bei ihr zu Hause, auch nie einen Deckel.
Endlich kann das Jungsklo in Betrieb genommen werden und erfreulicherweise stehen auch die Sommerferien schon kurz vor der Tür. Doch dann bekommen Chloé und ihre Freundinnen, ziemlich schmalzige Liebesbriefe und auch die Jungs benehmen sich wie verliebte Gockel. Sogar Ernst, ihr bester Freund scheint von dem kursierenden Liebesvirus befallen zu sein.
Chloé ist sich sicher, das hinter dem ganzen Chaos, nur die kürzlich montierte rosarote Klobrille, auf dem Jungsklo, stecken kann. Denn diese hat Direktor Oberhäuser zur Einweihung des Jungenklos geschenkt bekommen und sogleich montieren lassen. Seitdem stehen die Jungs wie unter einem Liebeszauber. Doch eigentlich sollte es doch kein Problem sein, die richtigen Paar mit Hilfe des Klobrillenzaubers zusannenzubringen. Doch das ist tasächlich schwieriger als gedacht bei so verliebten Jungs.

Die Heldin der Geschichte Chloé, hat nicht nur am Welttoilettentag Geburtstag, sondern sammelt auch mit Vorliebe kuriose Fakten über Toiletten. Diese Leidenschaft kann sie jedoch nicht mit all ihrer Freunde teilen, stösst oftmals auf Unverständnis und muss leider manchmal auch einige unschöne Bemerkung über sich ergehen lassen. Wobei ihre Enzyklopädieeinträge ziemlich interessant und faszinierend zugleich waren. Denn einige ihrer notierten Fakten, mussten wir bisher tatsächlich noch nicht und konnten beim lesen so einiges über Toiletten, erfahren und lernen.
Wobei Chloé auch ein ganz toll beschriebener Charakter ist. Sie hat Sinn für Humor, und wenn ihre Freund in Not geraten, kennt sie kein Pardon. Aber auch die vielen Nebencharaktere, die auf einer Fotomontage auf den ersten Seiten präsentiert werden, haben sehr gut zur Geschichte gepasst.
Die Handlungsstränge sind gut verständlich, die Schrift ist angenehm gross und kindgerecht und auch die Kapitel sind übersichtlich gestaltet und haben insgesamt eine angenehme Länge. Gut gefallen hat uns aber auch Sonja Kaiblingers toller, fliessender und wahnsinnig mitreisender Schreibstil. Durch diesen kann man gut in die Geschichte eintauchen und findet sich auch sonst ganz gut zurecht, ohne die vorherigen Bände der Chloé-Reihe gelesen zu haben. Wir hätten niemals gedacht, das ein Buch über Toiletten so spannend und toll sein kann. Sehr liebevoll gezeichnet sind auch die wunderschönen, witzigen und lebendig wirkenden Illustrationen, die aus der Feder der Illustratorin Vera Schmidt stammen. Ein Buch das harmoniert, witzig und rundum gelungen ist.

Wir hatten grossen Spass beim lesen, mochten Chloé und ihre Toilettenweissheiten sehr gerne und fanden auch die witzigen Illustrationen und Charaktere der Geschichte, stimmig und passend.

Ein grossartiges Buch für Mädchen, spannend, witzig mit kuriosen Fakten über Toiletten und mit wunderschönen Illustrationen versehen.

Bewertung vom 12.02.2018
Meine allerbeste Kinderbibel
Tebbs, Victoria

Meine allerbeste Kinderbibel


ausgezeichnet

"Meine allerbeste Kinderbibel", von Victoria Tebbs, beinhaltet Bibelgeschichten für kleine und grosse Bibelentdecker, die mit kurzen Textpassagen und unzähligen farbenfrohen und wunderschönen Doppelseitigen Bildillustrationen zum bestaunen versehen sind.

In der Kinderbibel, sind zehn Bibelgeschichten für grosse und kleine Bibelentdecker enthalten. Angefangen mit der bekannten Geschichte der Arche Noah, dem starken Simson und dem Geheimnis seiner langen Haare, Daniel der durch ein auferlegtes Gesetz, gefrässigen Löwen vorgesetzt wurde, die auf einmal gar nicht mehr so hungrig waren, bishin zur Ostergeschichte, die Jesus Kreuzigung und Auferstehung in kindgerechten Worten erzählt.
Dabei wird jede der Geschichten, nochmals anhand der wundervollen und liebevoll gezeichneten Illustrationen sehr lebhaft und lebendig mit unzähligen farbenfrohen Bildern erzählt. Manchmal habe ich sogar meinen Sohn dabei beobachten, wie er nur anhand der Bilder die Geschichten wiedergegeben hat.
Die einzelnen Bibelgeschichten haben eine angenehme länge zum Selbst oder Vorlesen sind in kurze und übersichtliche Textpassagen, zwischen den farbenfrohen Doppelseiten zu finden und erzählen sehr kindgerecht und vor allem verständlich die Geschichten aus der Bibel.
Auch der Schreibstil von Victoria Tebbs ist sehr fliessend, einfach und durch die kurzen Sätze für Kinder unterschiedlichen Alters, jederzeit gut verständlich.
Besonders gut gefallen hat mir, das Kinder nach dem lesen der Geschichten, die darin enthaltene Botschaft durch die aussagekräftigen Bilder und Text gut versehen und auch wiedergeben können.
Wir sind begeistert von der Kinderbibel, finden die darin enthaltenen Geschichten klasse erzählt die für uns ein wahres Lesevergnügen darstellt beim lesen.

Die allerbeste Kinderbibel, ist ein grosses Leservergnügen für kleine und grosse Bibelentdecker, die mit kurzen und verständlichen Textpassagen, wunderschönen und lebhaften Illustrationen die Geschichten aus der Bibel sehr lebendig erzählen. Ein tolles Kinderbuch das ich zum Selbst oder Vorlesen absolut empfehlen kann. 

Bewertung vom 10.02.2018
Der Belarus-Deal
Hereld, Peter

Der Belarus-Deal


ausgezeichnet

"Der Belarus-Deal" von Peter Hereld, beschreibt ein actionreiche und atemraubende Flucht, in dem der studierende Journalist Tom, durch einen Tipp, im anonymen Darknet auf ein dubioses Unternehmen stösst, die mit menschen Organen handeln.
Doch obwohl Tom sich als möglicher Kunde ausgibt, kommt es für ihn anders als er denkt.

Tom Herberg, ist 22 Jahre alt, studiert Journalismus und jobbt in einem Fitnessstudio um sich finanziell über Wasser halten zu können. Um seine Karriere jedoch etwas voranzutreiben, ist er immer auf der Suche nach einer grossen Story. Nachdem er sich mit Reuter, einem ehemaligen Klassenkameraden bei einem geheimen Treffen trifft, hat dieser brisante Informationen für ihn, die die Story seines Lebens werden könnte. Durch Reuters Tipp, stösst Tom im anonymen Darknet, auf die Second Birth Company, die als globale Company mit menschlichen Organen handelt und diese zur Transplantation anbietet. Seine genauen und umfassenden Recherchen führen Tom schlussendlich, nach Minsk in Weissrussland, wo er sich dem dubiosen Unternehmen, als potenzieller Kunde vorstellt, der ein Organ benötigt.
Doch Tom macht in den steril eingerichteten Laborräumen nicht nur eine grauenhafte Entdeckung, sondern ist auch nicht wie geplant als Empfänger eines Organs vorgesehen, wie er am eigenen Leib, feststellen muss.
Eine spannende, actionreiche und atemraubende Flucht um sein Leben beginnt.

Schon die ersten Seiten des Prologs, waren unglaublich angsteinflössend, mitreisend und fesselnd, beim lesen zugleich, die einen guten und absolut gelungenen Einstieg in den Thriller waren. Man lernt Tom als Protagonisten kennen, der wie auch die weiteren Nebencharaktere wie Reuter, Würfel, Samantha usw. authentisch und gut beschrieben wurden. Tom ist von seiner Art, zwar speziell, hat einen leicht sarkastisch angehauchten humor, der mir aber im Gesamtpakte sympathisch und gut gefallen hat.
Für besonders humorvolle Momente beim lesen, hat der Schreib und Erzählstil des Autors gesorgt, der aus Tom Sicht, in der Ich-Form, jugendlich, mitreissend und frisch geschrieben wurde. Stellenweise finden sich kursiv gekennzeichnete Abschnitte in den Kapiteln, die Toms Gedankengänge, witzig und Wort wörtlich beschreiben. 

Während Tom in seiner Story des Lebens gefangen ist, herrscht eine so unglaubliche Spannung, das es mir fast unmöglich erschien, das Buch während seiner Flucht und auch danach, aus den Händen zu legen. Denn immer wieder folgen actionreiche und atemraubende Handlungsstränge die mir fast den Atem beim lesen genommen haben. Doch auch unvorhersehbare Wendungen in denen viel Blut vergossen wurde haben die Geschichte während dem lesen spannend gehalten, die bis fast auf der letzten Seite, sogar nochmals an Fahrt gewinnt.

Der Belarus Deal, ist ein packender, unglaublich fesselnder, turbulent und spannender Thriller der mich von der ersten bis zur letzten Seite, während Toms actionreichen Flucht wahnsinnig gut unterhalten konnte. Informativ, spannend und absolut zu empfehlen.