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Benutzername: isabellepf
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Bewertungen

Insgesamt 278 Bewertungen
Bewertung vom 19.07.2018
Küstenkids
Walz, Markus

Küstenkids


gut

"Küstenkids - Frische Fische" von Markus Walz, ist das erste Krimi-Abenteuer der Küstenkids-Reihe, in dem es risiko- und abenteuerreich zugeht.

Die Zwillinge Fenja und Fynn sind mit ihrem besten Freund Yannick zum Drachen steigen verabredet, als sich plötzlich eine Möwe in Fenjas Drachen verheddert und bewusstlos vor ihre Füsse fällt. Das Stück Fischbrötchen ist schnell aus dem Schnabel des Tieres entnommen, doch dann bricht kurze Zeit später, ein älterer Mann zusammen. Was ist dem alten Mann und der Möwe nur zugestossen? Sind tatsächlich Fiedes Fischbrötchen daran schuld? Zum Glück stand  Merle die Tochter des Tierarztes, genau im richtigen Moment, den Freunden helfend zur Seite, nur Fenja benimmt sich seitdem ziemlich zickig.
Die Kids wollen es herausfinden und begeben sich auf Spurensuche in ein riskantes und gefährliches Abenteuer.

Die Geschichte beginnt Informativ und spannend mit dem kennen lernen der Küstenkids, die schon nach wenigen Seiten mitten in ihrem ersten Fall stecken. Jedes der Kinder hat eine ganz eigene Persönlichkeit mit Stärken und schwächen die sich im Laufe der Handlung deutlich herauskristallisieren. Yannick ist das wandelnde Lexikon, der mit Fremd- und Sprichwörtern nur so um sich schmeisst, aber alles auch in einfachen Sätzen zu erklären und begründen weiss. Fenja ist das Mädchen in der Runde die zwar ganz lieb und sympathisch, aber auch genauso zickig und bockig sein kann. Und Fynn der Zwilling von Fenja trumpft mit tollen und einfallsreichen Ideen.
Zusammen bilden sie die Küstenkids und erleben in diesem Band ihr erstes Abenteuer.

Trotz gutem und temporeichem Einstieg, konnte uns die Geschichte im Ganzen nicht voll umfänglich fesseln und begeistern. Denn an manchen Stellen wurde die Geschichte einfach zu langatmig ausgeführt, die mit zu vielen Zufällen versehen war und auch die Auflösung kam uns etwas zu prompt und durchschaubar. Auch der ostfriesische Dialekt der Stellenweise in die Geschichte mit eingeflossen ist, war für uns nur schwer verständlich. Ebenfalls war der Fall quasi nach der Hälfte des Buches gelöst, mündet jedoch in einen zweiten, das im Gesamten irgendwie zu viel des guten für uns war.
Obwohl die Idee der Geschichte und auch Yannicks Einwände, Sprüche und Redewendungen schon ziemlich pfiffig daher geredet waren.

Total angenehm und leicht hingegen ist der Schreibstil von Markus Walz der uns gut gefallen hat. Man kommt, wenn nicht gerade Ostfriesisch gesprochen wird, recht zügig und fliessend durch die Geschichte.
Im Gesamten ein ganz netter und recht unterhaltsamer erster Band, teilweise ziemlich spannend, aber auch risikoreich der jedoch noch Luft nach oben hat.

Bewertung vom 16.07.2018
Die Skaterbahn
Aretz, Veronika

Die Skaterbahn


ausgezeichnet

"Abenteuer in Mirathasia" von Veronika Aretz ist der erste Band einer fantastischen Traumwelt voller Überraschungen und Abenteuer für Kinder.

Mirathasia, so heisst das wunderschöne Land der Fantasie, in das nur Kinder reisen dürfen die schreckliche langweilig haben oder sich allein und einsam fühlen. Es ist eine Fantasiewelt die alles ermöglicht und durch die Wünsche der Kinder immer schöner und grösser wird.

Lisa ist langweilig. Überall stehen parkende Autos am Strassenrand, von der einst schönen Wiese ist ein grosses Stück asphaltiert worden und auch auf dem Spielplatz möchte keines der Kinder mehr spielen. Noch vor kurzem hat wenigsten Joel ihr grösserer Bruder mit ihr gespielt, doch auch er hat keine Zeit mehr für sie, seit er ein neues Tablet bekommen hat. Als Lisa mal wieder erneut einen Versuch startet Joel aus seinem Zimmer und weg von seinem Tablet zu locken, vernehmen die Kinder plötzlich ein leichtes flackern und knistern um sich herum.
Eine wohlig angenehme Stimme, gewährt den Kindern Einlass in eine unglaubliche Fantasiewelt , die voller Abenteuer und Überraschungen steckt.
Wäre doch auch die reale Welt so schön und abenteuerreich wie Mirathasia. Ob sich da etwas ändern lässt?

Schon die Anfänge und das erklären der Traumwelt haben uns sehr gut gefallen, die uns ein Stückweit den Zauber von Mirathasia haben erahnen lassen.
Auch die Charaktere sind authentisch ausgearbeitet, insbesondere Lisa und deren aufkommende Langeweile haben wir gut nachempfinden können. Es macht einfach Spass die Geschichte und deren grosse Spielwiese der Traumwelt zu erkunden, in die man am liebsten selbst für eine Stunde entschwinden möchte.

Den Schreibstil von Vernoika Aretz haben wir schon aus ihrer Schwimmen macht Spass-Reihe kennen gelernt, dem sie auch in ihrer neuen Mirathasia-Reihe treu geblieben ist. Mit leichten und verständlichen Sätzen, gewährt sie Einlass in eine Traumwelt in der nichts unmöglich scheint. 
Die Kapitel sind kurz, die Seiten sind übersichtlich und von Kapitel zu Kapitel farbenfroh gestaltet, mit ganz tollen und zur Handlung passenden Zeichnungen. Besonders das Ende und die entstandene Idee eine schier ausweglose Situation mit neuen Augen zu betrachten und zu ändern ist eine ganz tolle Botschaft die man auch bei uns viel mehr umsetzten sollte.

Das Skater Abenteuer von Joel und Lisa hat uns riessen Freude bereitet, zum nach- und umdenken angeregt und Lust auf noch viele weitere Abenteuer in Mirathasia gemacht.
Eine Reihe die etwas magisches und fantastisches an sich hat, die wir empfehlen können.

Bewertung vom 12.07.2018
Von kleinen Helden und großen Abenteuern

Von kleinen Helden und großen Abenteuern


ausgezeichnet

"Von kleinen Helden und grossen Abenteuern" ist ein ganz wundervolles Buch zum Vor und selberlesen für Kinder, gefüllt mit jeder Menge Geschichten, spannender Abenteuer und Gott, der seinen Freunden immer zur Seite steht.

Das Buch besteht aus einer Ansammlung der besten und spannendsten Geschichten über Tiere, Familie, Freunde, Fussball und Musik, aber handelt auch von Gott und kleinen Helden die in der Bibel vorkommen. Viele der Geschichten sind spannend und lustig dargestellt, teilweise regen sie auch zum nachdenken an, sind jedoch allesamt authentisch, kindgerecht und für junge Leser und Zuhörer gedacht.
Unterteilt ist das Sammelband in drei Kapitel mit einer Ansammlung der schönen Geschichten über Freunden und Familie, Schule und Freizeit und von kleinen Helden aus der Bibel. Auch die Länge der Abenteuer sind unterschiedlich lang und variieren je nach Geschichte.
So gibt es abenteuerreiche Geschichten die sich über mehrere Seiten erstrecken und mit kleinen Teilüberschriften versehen sind, aber auch richtig kurze nur eins bis zwei Seiten lange Geschichten, die jedoch genauso viel Spass bereiten beim lesen.

Schon die ersten Geschichten, haben uns richtig gut gefallen und dem dort erlebten Abenteuer, gespannt mitfiebern lassen. Nicht nur die kleinen haben aufmerksam den Abenteuern gelauscht sondern auch mir als Vorlesende Person hat es grossen Spass bereitet die Geschichten vorzulesen. Denn es wurden nicht nur wichtige Wert über Freundschaft, Familie und Schule vermittelt sondern auch Gott, Gebete und die kleinen Helden aus der Bibel sind gekonnt mit in die Geschichten eingeflossen. Zwar war besonders im dritten Kapitel der kleinen Helden, die ein oder andere Geschichte den Kids bereits bekannt, aber dennoch richtig toll mit Wiedererkennungswert geschrieben.
Richtig kindgerecht, verständlich, fliessend und angenehm für Selbstleser war auch der Schreibstil der unterschiedlichen Autoren. Teilweise hat man gar keinen Unterschied zum Erzählstil der Autoren gemerkt, das mir zum Gesamtbild der Geschichtensammlung gut gefallen hat. Auch die farbigen und teilweise Seitengrossen Illustrationen haben richtig gut zu den Geschichten gepasst, die liebevoller Handarbeit gezeichnet wurden.

Die Geschichtenansammlung von kleinen Helden und grossen Abenteuern ist ein ganz wundervolles Vorlesebuch, voller Abenteuer und spannender Geschichte, das ich zum Vor oder Selbstlesen nur empfehlen kann.

Bewertung vom 08.07.2018
Without You - Ohne jede Spur (eBook, ePUB)
Sarginson, Saskia

Without You - Ohne jede Spur (eBook, ePUB)


gut

"Without you - Ohne jede Spur" ist der zweite Roman von Saskia Sarginson in dem ein junges Mädchen nach eines Segelausflug mit ihrem Vater spurlos verschwunden ist.

Im beschaulichen Suffok, an der britischen Küste, lebt Eva mit ihrer Schwester Faith und ihren Eltern. Eines Tages unternimmt sie mit ihrem Vater einen Segelausflug. Doch sie kehr nicht zurück. Das Boot kentert, ihr Vater verliert das Bewusstsein und als er erwacht treibt nur die Weste von Eva auf dem offenen Meer.

Die Familie droht an dem Verlust der ältesten Tochter zu zerbrechen. Nur Faith will nicht glauben, dass ihre Schwester wirklich tot ist. Doch sie kann nicht wissen, dass Eva tatsächlich noch lebt. Gefangengehalten auf einer kleinen Insel nicht weit von der Küste, sucht sie verzweifelt einen Weg zu entkommen.

Der Klappentext hat mich so unglaublich neugierig auf die Geschichte gemacht, die auch zu Beginn recht spannend begann. Ansich ist die Idee auch echt nicht schlecht und hat durchaus potenzial für eine gute und spannende Geschichte, doch wurde sie für meinen Geschmack einfach nicht richtig umgesetzt. Vieles war zu langatmig, wurde unnötig in die Länge gezogen und hat dadurch an Thrill und Spannung verloren. Auch die abwechselnden Sichtweisen und Rückblicke der Familie von Faith und Eva, waren für mich teilweise verwirrender als das sich mir im Vorankommen der Geschichte geholfen haben. Obwohl mir Faith als Charakter sehr gut gefallen hat, konnte ich mich einfach nicht richtig in die Charaktere und Handlungen hineinversetzen, wodurch es mir mit der Zeit immer schwerer gefallen ist, mich durch die Geschichte zu beissen.

Auch der Schreibstil war teilweise sehr abgehackt und nicht richtig flüssig zu lesen, der mich an ein fliessendes Vorankommen gehindert hat.

Im Gesamten konnte mich die Geschichte nicht mitreisen, sondern hat mich eher ernüchternd zurück gelassen. Für ein Thriller fehlt es der Geschichte an Raffinesse und Spannung.

Bewertung vom 03.07.2018
Die Peppermints auf Rosa Wolken
Wonnebauer, Franziska

Die Peppermints auf Rosa Wolken


sehr gut

"Die Peppermints auf rosa Wolken" von Fanziska Wonnenbauer, ist der Abschlussroman der gleichnamigen Jugendbuch-Reihe, in dem die Peppermints Opfer einer Cyberattacke werden und ein geheimnisvoller Graffitikünstler für Pressewirbel sorgt.

Die Peppermints, ist eine Bande, bestehend aus fünf besten Freundinnen, die unglaublich gerne Knifflige Fälle lösen und zusammen Pfefferminztee trinken.
Doch dann sorgt ein Musikvideo für Aufsehen und die Peppermints werden Opfer einer Cybermobbing - Hasstirade. Die sich häufenden Kommentare zu dem Video verletzen die Mädchen und sie Schlagen mit einem wohl überlegten Gegeschlag zurück. 
Gemeinsam gehen sie den Internetspuren nach und stossen schon bald auf eindeutige Indizien, die sie zu einem früheren Fall der Peppermints führen.
Gleichzeitig sorgt ein geheimnisvoller Graffitikünstler mit seinen anti rassistischen Zeichnungen für Pressewirbel und grosses Aufsehen bei den Mädchen. Auch die Vorbereitungen für einen rosaroten Valentinstag stehen an und müssen noch getroffen werden.
Viel zu tun für die Peppermints die neben Turbulenzen, der ersten Liebe und einem Schüerpraktium im Flüchtlingsheim ein aufregendes Abenteuer erleben.

Die Jugendbuchreihe umfasst fünf Bände, in denen jeweils ein Mädchen der Peppermints näher ins Visier genommen wird und eine eigene Geschichte erzählt. Den Abschluss der Reihe bidet Juliette, die Zwillingsschwester von Jacky, die in ihrer Aufgabe einen Deutschkurs für Asylsuchende zu leiten, vollkommen aufgeht.

Trotz kurzem Steckbrief von Juliette auf der ersten Seite, fehlte mir am Anfang der Geschichte, ein wenig der Bezug zu Juliette und den anderen Charakteren. Zwar fliessen mit der Zeit, die jeweiligen Stärken der Mädchen in die Geschichte mit ein, doch würde ich fast empfehlen die Reihe nacheinander und nicht wie ich nur einem einzelnen Band zu lesen.

Im Mittelpunkt der Geschichte stand neben der ersten Liebe auch  Cybermobbing und die Graffitikunst. Hierzu wurden die wichtigsten Bezeichnungen beim sprayen, anhand eines kleinen Graffiti-Jargon Lexikon aufgegriffen und kurz beschrieben.
Obwohl die Cybermobbing-Attacke ein grosser Bestandteil der Geschichte war, wurde sie für mich zu kurz angebunden aufgelöst und abgewickelt, das mir nicht so gut gefallen hat.

Erfrischend, humorvoll und locker empfand ich hingegen den Schreibstil von Franziska Wonnenbauer, der mich zügig und fliessend durch die Kapitel geführt hat. Auch der Asylsuchende Hadi hat mit seiner Geschichte zu einem harmonisch schönen Ende beigetragen.

Im Gesamten sind die Peppermints eine coole Bande mit taffen Mädchen die einen grossen Sinn für Gerechtigkeit haben und aufregende Abenteuer erleben.

Bewertung vom 29.06.2018
Vom kleinen Waschbären, der nicht wusste, dass er was ganz Besonderes ist
Toepel, Kerstin

Vom kleinen Waschbären, der nicht wusste, dass er was ganz Besonderes ist


ausgezeichnet

Das Kinderbuch "Vom keinen Waschbären, der nicht wusste, dass er was ganz Besonders ist" von Kerstin Toepel ist eine einfühlsame und liebevolle Freundschaftsgeschichte über Henry, den kleinen äusserst tollpatschigen Waschbären.

Henry ist ein süsser aber überaus tollpatschiger kleiner Waschbär, der ständig über seine Freunde stolpert oder versehentlich auf ihre Zehen tritt. Trotzdem haben sie ihren Freund total gerne und freuen sich immer darüber wenn sie gemeinsam spielen.
Doch obwohl sich Henry so sehr bemüht es seinen Freunden gleichzutun, scheint ihm einfach nichts zu gelingen. Bis er endlich begreift wie Wertvoll er für seine Freunde ist.

Sehr liebevoll und einfühlsam wird die Geschichte von Henry dem kleinen Waschbären für Kinder ab 3 Jahren, auf grossen und übersichtlich gestalteten Buchseiten beschrieben. Henry ist ein so niedlich und herzlich beschriebener Charakter, den wir trotz grosser Tollpatschigkeit sofort ins Herz geschlossen haben. Aufopfernd und einfühlsam, spielt er mit seinen Freunden und versucht mit ihnen mitzuhalten. Das wiederum hat teilweise für humorvolle und lustige Lesemomente gesorgt, die durch die wunderschönen und vor allem farblich, grossen Illustrationen sehr gut zur Geltung gekommen sind.

Durch ihren sehr kindgerecht, einfühlsam und ruhigen Schreibstil, schafft es Kerstin Toepel, eine sehr schöne und christlich angehauchte Geschichte, mit liebevoll ausgearbeiteten Charakteren zu erschaffen, die mit soviel Liebe bis ins kleinste Detail ebenfalls auch von ihr gezeichnet sind.
Auch die Buchseiten sind sehr schön design, die überwiegend aus grossen farbigen Zeichnungen mit kurzen oder kursiv hervorgehobenen Textpassagen bestehen.
Kinder im Alter ab 3 Jahren können der Geschichte gut folgen und die darin enthaltenen wichtigen Werte, wie Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt, sehr gut nachempfinden und versehen. Du wirst geliebt, so wie du bist, als eine sehr wichtige Botschaft aus der Geschichte.

Wir hatten grossen Spass beim erkunden der Besonderheit des kleinen Waschbären, die mit Tiefgang richtig liebevoll und wunderschön Illustriert ist. Im Gesamten ein tolles gut harmonierendes und sehr zu empfehlendes Kinderbuch für junge Kinder, zum Vorlesen.

Bewertung vom 28.06.2018
Inspektor Takeda und der lächelnde Mörder / Inspektor Takeda Bd.3
Siebold, Henrik

Inspektor Takeda und der lächelnde Mörder / Inspektor Takeda Bd.3


ausgezeichnet

"Inspektor Takeda und der lächelnde Mörder" von Henrik Siebold, ist der dritte Fall des Japanischen Kriminalkommissar Takeda, der bis zum Schluss unglaublich Spannung und Wendungsreich ist.

Auf einem Hamburger S-Bahnhof, wird eine Frau vor einen einfahrenden Zug gestossen. Die Aufzeichnungen zeigen, das es sich bei dem Tatverdächtigen um den Sohn des bekannten Staatsanwalts handelt. Bei der Vernehmung, gesteht dieser, die schreckliche Tat, mit einem hämischen grinsen im Gesicht .
Für die Polizei scheint der Fall somit fast abgeschlossen, bis der Junge seine Aussage zurück zieht und auch die Zeugen plötzlich unsicher über den Tathergang sind.
Trotz Verdacht und Indizien, können Inspektor Takeda und seine Kollegin Claudia Harms, den in einer Art Manga-Welt lebenden Jungen nicht weiter festhalten und müssen ihn gehen lassen. Doch überall wo weitere Todesfälle passieren, ist auch Simon kurz vorher gesehen worden.
Claudia ist verzweifelt, da es bisher zu den Taten keine Beweise gibt und der Druck der Presse immer höher wird.
Takeda hingegen, beschleicht die Vermutung, das jemand den Jungen benutzt um seine eigenen Taten zu verheimlichen.
Um den Fall zu lösen, ist Takedas voller Einsatz gefragt, bei dem er an seine Grenzen und sogar noch ein Stück darüber hinaus gehen muss.

Erneut ist es Henrik Siebold gelungen, einen wendungsreichen und spannenden Krimi, mit fein ausgearbeiteten Charakteren und einem authentisch, sympathischen Ermittler-Duo zu schaffen. Er weiss einfach wie er seine Leser begeistert und durch einen ausgeklügelten Fall fesselt. Zu oft habe ich mich von den falsch gelegten Fährten täuschen lassen und wäre bis zum Schluss nicht auf den wahren Täter gekommen. Richtig gut gefallen haben mir auch die gekonnt mit einfliessenden Hintergrundinformationen zu Takedas Herkunftsland Japan und seiner Figur selbst, der ein begnadeter Saxophonist und Jazzliebhaber ist. Takeda ist einfach ein grossartiger Ermittler und Charakter der im entscheidenden Moment den richtigen Riecher und Spürsinn nachgeht.

Auch der Schreibstil des Autors liest sich fliessend und total angenehm, der ein zügiges Vorankommen im Fall ermöglicht. Die Handlungsstränge sind verständlich und raffiniert dargestellt, bauen aufeinander auf und Enden in einem tollen und unvorhersehbaren Ende. Dabei ist auch der Spannungsbogen konstant straff gespannt, sodass es mir bis zum Schluss grossen Spass bereitet hat, den Ermittlungen zu folgen.
Ich hoffe, das der Japanische Austauschkommissar Takeda noch viele Fälle in Hamburg lösen wird und freue mich schon auf eine Fortsetzung.

Auch der dritte Band des Japanischen Kommissars Takeda, ist an Spannung und wendugnsreichen Lesemomenten kaum zu überbieten. Ein Band der mich gut unterhalten konnte, spannend und mir bis zur letzten Seite grossen Spass beim lesen bereitet hat.

Bewertung vom 26.06.2018
Mein Onkel, der Roboter
Petrowitz, Michael

Mein Onkel, der Roboter


ausgezeichnet

"Mein Onkel der Roboter" von Michael Petrowitz ist ein unglaublich witziger Lesespass für junge Erstleser der spanend, abenteuerreich und mit abschließendem Test und Glossar zum nachschlage versehen ist.

Jonas geht es megamässig auf die Nerven, tagtäglich die Befehle und Erwartungen der Erwachsenen zu erfüllen. Schon morgens kaum nach dem Aufstehen geht es auch schon los. Putz dir die Zähne, trink deinen Tee leer - ich bin doch kein Roboter sagt er sich.
Auch Mathe bei Herrn Hoffmann gehört so gar nicht zu Jonas stärken. Als er dann auch noch, aufgrund seiner schlechten Mathenoten, zum Elterngespräch mit seiner Mutter kommen soll, muss er sich schnellstens etwas einfallen lassen.
Mit  falschem Bart, Baseballkappe und Sonnenbrille getarnt, nimmt er stattdessen einfach Herrn Botti zum Gespräch mit. Das dieser jedoch nicht sein Onkel, sondern ein selbstgebauter Roboter ist, verschweigt Jonas lieber einfach mal. Ob diese Aktion gut geht?

Schon nach den ersten Buchseiten, taucht man in ein überaus witziges Abenteuer voller Roboter und humorvoller Lesemomente ein. Ganz gleich ob man ein junger Erstleser oder als begleitender Erwachsener das Buch mitliest, die Geschichte begeistert, reist mit und bereitet einfach grossen Spass beim lesen.
Auch der lustig, locker leichte Schreibstil von Michael Petrowitz, der uns bereits aus einer seiner anderen Kinderbuch-Reihe bekannt ist, liest sich flott und zügig.
Die Charaktere sind witzig und authentisch ausgearbeitet, die Handlung baut sich verständlich auf und ist für Kinder der dritten Lesestufe sehr gut nachvollziehbar.

Die Geschichte teilt sich in sechs längere Kapitel auf, mit kurzen Überschriften die neugierig auf die weitere Handlung machen. Übersichtlich, gross ist auch die Fibelschrift, die dem Lesealter entspricht.
Als Abschluss bildet ein doppelseitiges Glossar zum nachschlagen einiger schwieriger Wörter aus der Geschichte und ein Leserabe Leserätsel zum einsenden.

Richtig lebendig, farbenfroh und lustig sind auch die wunderschönen und unzähligen Illustrationen die von Illustrator Benedikt Beck stammen. Fast auf jeder Seite ist eines seiner liebevoll gezeichneten Kunstwerke zu finden, die manchmal sogar ganze Doppelseiten zieren. Sie haben toll mit der Geschichte harmoniert und uns überaus gut gefallen. 

Im Gesamten hat uns die Geschichte ausgezeichnet gefallen, die witzig, spannend und einen hohen Unterhaltungswert hat.

Bewertung vom 24.06.2018
Der kleine Brautladen am Strand
Linfoot, Jane

Der kleine Brautladen am Strand


gut

"Der kleine Brautladen am Strand" von Jane Linfoot, ist ein leichter Sommerroman, der nur leider wenig tiefgründig oder berührend war.

Brides by the Sea, so heisst der kleine Brautladen an der Strandpromenade von Conrwall, in dem die geheimsten Wünsche einer jeden Braut, vom perfekten bis ausgefallen Brautkleid und himmlisch süssen und leckeren Hochzeitstorten erfüllt werden.
Und genau für die ist Poppy zuständig. Sie wohnt über dem Brautladen, bäckt die leckersten Hochzeitstorten, womit sie halbwegs über die Runden kommt.
Als jedoch die Hochzeitsplanerin ihrer besten Freundin absagt, ist auch die Hochzeitslocation gefährdet. Poppy springt ein und übernimmt den Job als Hochzeitsplanerin. Dort trifft sie auf den mürrischen aber sexy Farmer Rafe. Der Anfang gestaltet sich als äusserst schwer, nicht zuletzt da Rafe Hochzeiten hasst.
Ist Poppy dieser Verantwortung wirklich gewachsen?

Die Geschichte geht sehr vielversprechend los und ich habe mich sofort zwischen Brautkleidern und Hochzeitstorten, mitten in den Hochzeitsplanungen gefühlt. Zwar viel es mir Anfangs etwas schwer mich in Poppy hineinzuversetzen, da ein bisschen der Bezug zu Poppys Vorgeschichte gefehlt hatte, das sich jedoch mit der Zeit gelegt hat. Denn Häppchenweise erfährt man mehr über Poppys gebrochenem Herz, ihrem Brautkleid und ihrer Vergangenheit.
Alles ist in vollem Gange bis unverhofft die Hochzeitsplanerin abspringt und Poppy dazu regelrecht gedrängt wird einzuspringen. Poppy übernimmt den Job und ging mir durch ihre bockig, resignierte und sture Art im weiteren Verlauf auch immer mehr auf die Nerven. Auch kam es mir vor, das die Geschichte einfach nicht vorankommt, sich unnötig zieht und einfach zu wenig berührend und spannend war.
Obwohl der Schreibstil locker, leicht und spritzig geschrieben ist und ich fliessend durch die Kapitel gekommen bin hat mich die Geschichte im Gesamten mit berühren können.

Bewertung vom 22.06.2018
Kein Geld macht auch nicht glücklich
Wolk, Philipp

Kein Geld macht auch nicht glücklich


ausgezeichnet

"Kein Geld macht auch nicht glücklich" ein Buch über entspanntes sparen, anlegen und versichern mit Tipps vom Finanzexperten Philipp Wolk, humorvoll und unterhaltsam geschrieben von Jochen Till.

Philipp Wolk ist Finanzexperte, hat eine Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht und anschliessend BWL studiert. Er weiss wie man sein Geld vermehrt und teilt dieses Wissen gerne mit jedem der es Wissen möchte. Ganz ungezwungen gibt er dabei hilfreiche, nützliche und vor allem verständliche Tipps zu den wichtigsten Themen in unterhaltsamen Fallbeispielen. So kommt es, das er während seines Freiseurbesuchs, der jungen Friseurin kurz und verständlich erklärt, welche Versicherungen für sie wichtig wären, seiner Schwägerin in humorvoll entspannter Atmosphäre, wie sie ihr Vermögen mittelfristig anlegen kann und rechnet seinem Kneipenkumpel während eines Fussballspiels vor, ob es sich für ihn lohnt, in eine Immobilien zu investieren.

Entspannt sparen, geht das überhaupt? Kann man sein hart angespartes Polster und Notgroschen tatsächlich verdoppeln und das sogar fast ohne gross Risiken eingehen zu müssen?
Philipp Wolk und Jochen Till, haben einen etwas anderen Finanzratgeber geschrieben, der ganz ungezwungen hilfreiche, nützliche und vor allem verständliche Tipps und Tricks über das Thema sparen, Anlegen und Versicherungen aufzeigen.
Auch Aktien, Fonds und Immobilien werden von Philipp Wolk nachvollziehbar und total verständlich erklärt.
Zwar gab es einige Themen die für mich nicht neu waren, mir jedoch gezeigt haben wie wichtig es ist, sein Geld richtig und sinnvoll, verwalten, anzulegen und zu sparen.

Ein ganz wichtiger und für mich besonders Interessanter Punkt, war das Thema Altersvorsorge und Rente. Wie wichtig es sein kann, schon jetzt Vorzusorgen und richtig anzulegen bzw. im Alter zu entsparen hat mir das Buch ausführlich, nachvollziehbar und  nicht zu langatmig gezeigt. Auch hier hat Philipp Wolk wieder tolle und informative Tipps die ich mir näher anschauen und den ein oder anderen mit Sicherheit beherzigen werde.

Jochen Tills Schreibstil kannte und mochte ich schon aus seinen bisher veröffentlichten Kinderbüchern sehr gerne, wovon das ein oder andere auch bei uns im Bücherregal zu finden ist. Auch in diesem etwas anderen Finanzratgeber, ist er seinem humorvoll, locker, leichtem Schreibstil treu geblieben. Man gelangt total fliessend und flüssig durch die Kapitel die überschaubar und mit humorvollen Überschriften versehen sind. Besonders die letzte Seite eines jeden Kapitels hat mir gefallen, denn hier wird das wichtigste aus dem Kapitel auf einem Blick, kurz und bündig zusammengefasst.

Neben ganz viel Interessantem, konnte ich mein bereits bestehendes Wissen im Bezug auf Finanzen auffrischen, erneuern und sogar erweitern.

Ein Buch das einfach von Anfang bis Ende unterhält, spass macht zu lesen und ganz nebenbei nützliche, informative und super verständliche Tipps im Bezug auf Versicherungen und Finanzen einfliessen lässt. 
Ich empfehle dieses Buch jedem der einfach mehr übers Sparen, Investieren und Anlegen oder Versicherungen wissen möchte.