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Benutzername: isabellepf
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Bewertungen

Insgesamt 350 Bewertungen
Bewertung vom 15.01.2019
Muttertag / Oliver von Bodenstein Bd.9
Neuhaus, Nele

Muttertag / Oliver von Bodenstein Bd.9


ausgezeichnet

"Muttertag" von Nele Neuhaus ist Band 9 der Bodenstein-Kirchhoff Krimireihe, ungemein fesselnd und spannend bis zur letzten Hörminute.

Im Wohnhaus einer stillgelegten Fabrik wird die Leiche des ehemaligen Betreibers Theodor Reifenrath gefunden. Pia Sander die Leitende Kriminalhauptkommissarin und ihr Chef Oliver Bernstein machen jedoch auf noch weiteren grausamen Funde im Hundewzinger.
Neben einem fast verhungerten Hund findet die Spurensicherung menschliche Knochen und es werden immer mehr Tote auf dem Grundstück geborgen. Allesamt Frauen. Theodor und seine Frau Rita hatten, so machte es den Anschein ein grosses Herz für Kinder und nahmen eine Vielzahl, die schwer vermittelbar und ohne Perspektive waren und die sonst in einem Heimen gelandet wäre, bei sich auf.
Seit Reifenraths Frau jedoch vor zwanzig Jahren auf mysteriöse Art verschwand lebte Theodor zurückgezogen. Keiner im Dorf wollte an ein Verbrechen glauben bis eine weitere Frau verschwindet und es für Pia Sander zu einer persönlichen Angelegenheit wird, in dem sie erkennt, das nichts so ist wie es auf den ersten Blick erscheint.

Bereits zu Anfang wird man als stiller Zuhörer Zeuge einer jugendlichen Tag in dem ein Mädchen unter Wasser gedrückt wird, bis es im Fluss ertrankt. Rasant nimmt der Krimi an Fahrt an, teilt sich in zwei Handlungsstränge die in der Gegenwart und teilweise einem kurzen aber messerscharfen Einblicke in die Vergangenheit gewähren. Parallel lernt man Viona ein junges Mädchen aus Zürich kennen, die durch den Tot ihrer Mutter erfährt das die Frau nicht ihre leibliche Mutter war. Sie macht sich auf die Suche, währenddessen Ermittelt Pia Sander gemeinsam mit ihrem Team und ihrem Chef Oliver Bernstein und stellt schon bald fest, das der Fall um einiges verworrener ist als gedacht.
Nele Neuhaus ist für mich ein absolutes Ausnahmetalent, die es schafft, durch einen perfide ausgearbeiteten Plot solche Spannungsbögen aufzubauen, die für atemraubende Hörminuten gesorgt haben. Man wird zwar ganz schön gefordert durch die Anzahl an Charaktere die man kennen lernt, das es wiederum aber auch spannend und teilweise undurchsichtig im Bezug auf den Täter und den Kreis der Verdächtigen ungemein ausweitet. Sehr lange hatte ich keine Spur, nur einen wagen Verdacht und habe gespannt dem Auflösen des Falls entgegengefiebert. Obwohl sich der Krimi auf 9 CDs aufteilt, fühlt man sich schon am Anfang in der Handlung gefangen und möchte unbedingt wissen wie es weiter geht und wer der grausame Muttertagsmörder ist.

Total gut gefällt mir auch der Erzählstil von Nele Neuhaus der so einnehmend, und ungemein fliessend, leicht ist. Auch die Charaktere sind sehr authentisch und klar beschrieben in die man sich gut hineinversetzten kann.

Nicht wegzudenken aus der Bodenstein-Kirchhoff Reihe ist jedoch auch die etwas raue Stimme der Sprecherin Julia Nachtmann die den Charakteren von Anbeginn ihre Stimme geliehen hat. Sie hat so eine angenehme Art zu erzählen, weiss ihre Stimme zu betonen, sodass man als Zuhörer an die Geschichte gefesselt wird.

Ein ungemein fesselnd und spannender Hörgenuss der vollumfänglich überzeugen konnte.

Bewertung vom 15.01.2019
Das Ankunftszentrum
Aretz, Veronika

Das Ankunftszentrum


sehr gut

"Abenteuer in Mirathasia - das Ankunftszentrum" von Veronika Aretz, ist der zweite Band der Mirathasia-Reihe, in dem Malte und Adrian von einem Actionreichen und gefährlichen Abenteuer ins nächste tappen um das Geheimnis der fiesen Bande von Carlos zu lüften. 

Mitten aus der Langeweile heraus, wird Malte nach Mirathasia, in das Land der Fantasie gezogen. Durch die Wünsche der Kinder wächst es stetig an und sorgt für jede Menge Spass und Abenteuer.
Doch diesmal ist etwas anders, als Malte neben Adrian ankommt. Sie werden von Kugelblitzen getroffen die Carlos und seine fiese Bande abfeuern. Hilfesuchend wenden sie sich an eine Madlina doch sie erfahren das die Jungs gar nicht im Traumland gemeldet sind.
Da verschwinden die Bande auch schon durch eine geheime Tür. Malte und Adrian verfolgen die Jungs, müssen sich gegen die lauernden Gefahren wappnen und erleben ein Abenteuer nach dem anderen. 

Ohne Umwege wird man schon auf den ersten Seiten regelrecht nach Mirathasia entführt und erlebt mit Malte und Adrian ein aufregend aber auch teilweise sehr gefährliches Abenteuer. Action und Gefahren lauern an jeder Ecke und eins wird ganz schnell klar, Langeweile kommt hier keine beim lesen auf.

Gefallen haben uns die tollen und lebhaften Zeichnungen der Illustratorin, die das Abenteuer unterstrichen und immer wieder zwischen den Kapiteln zu finden waren. Aber auch die bildhaften Beschreiben von Veronika Aretz, haben erahnen lassen wieviel Spass und Abenteuer es im Traumland zu entdecken gibt. Doch obwohl der Band Action pur verspricht, das Thema Freundschaft schon bald eine sehr grosse Rolle spielt und die Jungs zusammenschweisst, haben wir uns teilweise ziemlich gegruselt beim lesen. Denn gegen Ende hin wird es ziemlich haarig, vor Spinnen sollte man sich daher nicht ekeln und keine Angst haben. 

Da wir bereits den ersten Band er Mirathasia-Reihe kennen, ist der Schreibstil der Autorin gewohnt angenehm, mitreisend, die Sätze sind verständlich kurzgehalten und dem Lesealter entsprechend. Empfehlen würde ich diesen Band Kindern insbesondere Jungs ab einem Lesealter ab 10 Jahren.

Im Gesamten eine aufregende und actionreiche Fortsetzung der Mirathasia-Reihe.

Bewertung vom 11.01.2019
Dünenzauber
Kühne, Evelyn

Dünenzauber


ausgezeichnet

"Dünenzauber" von Evely Kühne ist ein ganz wundervoller Ostseeroman der beim lesen verzaubert.

Klara kann es kaum glauben, als ihre beste Freundin Jessi ihr freudestrahlend verkündet, das sie schon in wenigen Wochen nach Kanada auswandern und davor heiraten möchte. Ausgerechnet in Prerow einem kleinen Ort an der Ostsee, mit dem Klara soviele schlechte und traurige Erinnerungen verbindet, soll die Feierlichkeit statt finden. Doch beste Freundinnen sind immer füreinander da, deshalb packt Klara kurzentschlossen ihre Sachen zusammen um Jessi bei den Hochzeitsvorbereitungen unterstützend zur Seite zu stehen. Allerdings gestalten sich Planung und Vorbereitungen für die Hochzeit, alles andere als einfach, vor allem als Jessi Klara ein  Geheimnis anvertraut und damit deren Welt gehörig ins Wanken bringt. Doch neben dem ganzen Hochzeitsstress wittert Klara eine heisse Story und ein äusserst gut aussehender Fremder läuft ihr immer wieder über den Weg der ihr Herz höher schlagen lässt.
Wird die Hochzeit trotz aller Widrigkeiten stattfinden?

Dünenzauber ist ein ganz wundervoller Roman, in dem es Evely Kühne schafft, durch bildhaft dargestellte Landschaftsbeschreibungen und einem humorvoll, herzerwärmenden Handlungsverlauf regelrecht zu verzaubern und an die Ostsee zu entführen. Schon auf den ersten Seiten befindet man sich mitten in den turbulenten Hochzeitsvorbereitungen und lernt die besten Freundinnen Jessi und Klara näher kennen. Liebevoll beschrieben und ausgearbeitete Charaktere, eine kontinuierlich und verständlich aufeinander aufbauende Handlung runden die Geschichte ab. Immer wieder lässt die Autorin tolle Beschreibungen über Land und Leute mit einfliessen, sodass beim lesen der Zauber und die wundervolle Weite der Ostsee zum greifen nahe erscheint.

Auch der sanfte, bildgewandte und sehr angenehme Schreibstil von Evely Kühne hat mir sehr gut gefallen, der mich fliessend durch die Kapitel und Handlungsstränge geführt hat.
Mit einer guten Portion Humor, Romanze und Liebeschaos nimmt die Geschichte ihren Lauf,  ist mit unvorhersehbaren Wendungen versehen, spannend und unterhaltsam bis zum Schluss.

Für mich ein mehr als gelungener und empfehlenswerter Ostseeroman der mich verzaubern und gut unterhalten konnte.

Bewertung vom 10.01.2019
Das Extrawurscht-Manöver / Schwaben-Krimi Bd.3
Hafermeyer, Franz

Das Extrawurscht-Manöver / Schwaben-Krimi Bd.3


ausgezeichnet

"Das Extrawurscht-Manöver" von Franz Hafermeyer ist Band 3 des Ermittleruos Elsa Dorn und Sven Schäfer in dem ein neuer Fall bald zur Mopssache wird.

Privatschnüffler Sven Schäfer hat einen neuen Fall. Für Geschäftsfrau Rebecca soll er herausfinden wo sich ihre Mitarbeiterin und Freundin Iris Gulden aufhält. Doch schon bald stösst Schäfer auf die Leiche der Vermissten und macht sich heftige Vorwürfe. Denn obwohl er seit Tagen nach ihr gesucht hatte, konnte er das Leben von Iris Gulden nicht retten.
Der einzige Zeuge ist auch nicht wirklich hilfreich, denn es handelt sich um einen ziemlich verfressenen Mops. Doch warum nicht einfach einen Zeugen vorgeben der den Mord gesehen haben könnte?
Die zuständige Kommissarin Elsa Dorn ist verständlicherweise nicht begeistert über Schäfers Einfall. Doch schon bald ist Schäfer dem Verbrechen dich auf der Spur und bringt damit nicht nur sich selbst, sondern Elsa und auch den Mops gehörig in Gefahr.

Für mich ist es der Erste Band des Privatschnüfflers Schäfer und der Kommissarin Elsa Dorn, der mich jedoch vollumfänglich begeistern und mitreisen konnte. Denn auch ohne die vorherigen Fälle zu kennen, hat mir kein Hintergrundwissen gefehlt und findet man sehr gut in die Geschichte. Dem Cover zu urteilen erwartet man einen seichten Schwabenkrimi, doch es steck um einiges mehr dahinter. Mit einer guten Portion Humor, Raffinesse und Spannungsmomenten schafft es Franz Hafermeyer mich an die Geschichte zu fesseln. Krimifeeling kommt auf, rasant nimmt die Geschichte ihren Lauf, in dem Schäfer einen guten Riecher und Spürsinn aufweist. Die Charaktere sind authentisch mit stärken und schwächen dargestellt, die aber zusammen für mich gut harmonieren und zum Gesamtbild gepasst haben. 

Auch der Schreibstil des Autors ist  total angenehm, richtiggehend mitreisend und locker der mich fliessend durch die Kapitel führen konnte. Man merkt das Franz Hafermeyer dessen Name ein pseudonym ist, Hintergrundwissen mit sich bringt und im wahren Leben selbst als Kommissar auf Verbrecherjagd geht, das ihn für mich noch sympathischer macht.

Ein überaus gelungener Schwabenkrimi der unterhält, spannend und mit einer guten Portion Humor unterlegt ist. Absolut empfehlenswert.

Bewertung vom 08.01.2019
Fehltritt / Doggerland Bd.1
Adolfsson, Maria

Fehltritt / Doggerland Bd.1


ausgezeichnet

"Doggerland  Fehltritt" von Maria Adolfsson, ist Band 1 der Krimitriologie, spannungsgeladen mit traumhafter Kulisse und einem brutal begangenen Mord den Kommissarin Karen Eiken Hornby versucht aufzulösen.

Am frühen Morgen nach dem grossen Austernfest, wacht Kommissarin Karen Eiken Hornby, ende 40, betrunken neben ihrem arroganten Chef in einem Hotelzimmer auf. Voller Scham schleicht sie sich aus dem Hotelzimmer und möchte den Tag am liebsten aus dem Kalender streichen und so schnell wie möglich vergessen.
Doch etwa zur selben Zeit wird eine Frau brutal in ihrem Haus erschlagen. Bei dem Opfer handelt es sich ausgerechnet um die Ex-Frau ihres Chefs.
Da er zu den potentiellen Tatverdächtigen zählt, kann er nicht selbst ermitteln und so erhält Hornby die Chance ihres Lebens. Zum ersten Mal darf sie selbst eine Ermittlung in einem Mordfall leiten. Endlich kann sie zeigen was sie drauf hat.
Doch Karen muss nicht nur ihrem Chef während dieser Zeit ein Alibi verschaffen, sondern deckt auf noch eine alte wohl behütete Lüge auf die schon bald ganz Doggerland erschüttert. 

In ihrem Debüt schafft es Maria Adolfsson durch traumhafte Landschaftsbeschreibungen, fesselnde und wendungsreiche Handlungsstränge die versunkene Inselgruppe Doggerland, für mich während dem lesen regelrecht aufleben zu lassen. Rasant nimmt die Geschichte ihren Anfang, ist zur Mitte hin zwar etwas langatmig und ausschweifen in der man viele kleine Details aus der Vergangenheit erfährt, wird jedoch gegen Ende hin mitreisend und ungemein spannend.
Scharfsinnig ermittelt Karen Eiken Hornby, die seit dem Tod ihres Sohnes und Mannes zurückgezogen mit ihrem Kater in einem kleinen Haus direkt an der Küste wohnt. Auch wenn Hornby von ihrer Art ziemlich gewöhnungsbedürftig ist, hat sie eine fürsorgliche Seite gezeigt und ist sie mir beim lesen zunehmend ans Herz gewachsen.

Die Charaktere sind sehr detailliert und authentisch ausgearbeitet, die für meinen Geschmack sehr gut zum Gesamtbild des Krimis gepasst haben. Auch der Schreibstil liest sich fliessend, locker und leicht der mich zügig durch die mit Zahlen versehenen Kapitel
geführt hat. 

Im Gesamten ein sehr detailliert beschrieben, unterhaltsam und spannungsgeladener Debütroman der Autorin, die die versunkene Kulisse Doggerlands erneut zum Leben erwecken konnte. Lesenswert.

Bewertung vom 07.01.2019
Der Augenmacher
Haller, Elias

Der Augenmacher


ausgezeichnet

"Der Augenmacher" von Elias Haller ist der erste Band der Klara Frost-Reihe, gefährlich spannend und wendungsreich der Extraklasse.

Eine grausam zugerichtete Frauenleiche wird auf der Heiligen Brücke in Leipzig aufgefunden. Das kuriose daran ist, die Augenhöhlen der Leiche wurden durch zwei Steine ersetzt.
Sieben Jahre nach seinem letzten Opfer, scheint der Augenmacher erneut zugeschlagen zu haben und seine Mordserie weiterzuführen.
Doch diesmal hat er es allen Anschein nach auf die Kriminalhauptkommissarin Klara Frost abgesehen, denn nicht nur Alter und Aussehen verbindet sie mit den Toten.
Während die Mordkommission verzweifelt versucht das Motiv des Serienkillers zu entschlüsseln, hat Frost bereits einen entscheidenen Hinweis vom Augenmacher erhalten, den er ihr unmittelbar auf ihrer Haut hinterlassen hat.

Der Augenmacher ist ein für mich, unglaublich temporeicher und spannungsgeladener Thriller der Extraklasse. Bereits im Prolog, schafft Elias Haller, einen rasanten Einstieg in die Story, gefolgt von spannungsgeladenen, mitreisend und wendungsreichen Handlungssträngen. 
Man fiebert regelrecht mit, glaubt mit den Ermittlerduo, dem Täter einen Schritt voraus zu sein, wird jedoch durch die gestreuten Ablenkungsmanöver des Autors immer wieder in die Irre geführt, sodass es bis zum Schluss kontinuierlich und gefährlich spannend bleibt.
Gruselig, aufregend und teilweise sehr detailliert beschriebene Tatvorgänge und Taten sind zwar nichts für schwache Nerven, das jedoch den Nervenkitzel und Thrill ausmachen konnte.

Auch das Ermittlerduo Frost und Fritz haben mir als Charaktere sehr gut gefallen die nicht unterschiedlicher hätten sein können und durch ihre ungleiche Art für Abwechslung gesorgt haben.

Elias Haller hat in der Augenmacher mit seinem unverkennbar, leichten und mitreisenden Schreibstil überzeugen können und mit einer guten Portion Humor, Grusel und Thrill für gute Unterhaltung gesorgt.

Im Gesamten ein spannungsgeladen-, empfehlenswert und temporeicher Auftakt-Thriller für jeden Thrillerfan.

Bewertung vom 07.01.2019
Diebesjagd in London / Penny Pepper Bd.7
Rylance, Ulrike

Diebesjagd in London / Penny Pepper Bd.7


ausgezeichnet

"Penny Pepper Diebesjagd in London" von Ulrike Rylance ist ein total ideenreiches und witzig Illustriertes Abenteuer mit sprechendem Diktiergerät, quer durch London.

Die zehn Jährige Penny Pepper ist total aus dem Häuschen, denn ihre Oma hat bei einem Preisausschreiben, den Hauptreis - eine Reise nach London für 5 Personen gewonnen. Da die Freundinnen ihrer Oma alle kleine Wehwehchen und Ausreden parat haben, sie jedoch auch nicht alleine Fahren möchte, dürfen Penny und ihre Freundinnen, Flora, Marie und Ida mit.
Doch schon kurz nach der Ankunft verschwindet nicht nur Omas wertvolle Goldkette sondern auch noch einige andere Wertgegenstände der Mitreisenden, obwohl Reiseleiterin Emily ausdrücklich vor den pickpockets, den Taschendieben gewarnt hatte. Für Penny und Co. die selbsternannten Detektivinnen beginnt eine aufregende Suche nach dem Täter, quer durch die ganze Stadt, sie lernen dabei einiges über London kennen und helfen sogar Scotland Yard.

Die Reise nach London ist ein aufregendes und total ideenreiches Abenteuer in dem Penny und Co. so einige interessante Besonderheiten über London erfahren, sie lernen englische Sprichwörter kenne, erleben eine echte Teatime und gehen sogar auf Spurensuche, die sie durch die Strassen Londons führen. Immer mit dabei Pennys Diktiergerät, das beim lesen für so einige Lacher sorgen konnte.
Wir hatten riesen grossen Spass beim lesen, konnten mitfiebern, lachen und fanden die Gestaltung der Buchseiten einfach klasse. Denn nicht nur die tollen lebhaft dargestellten Illustrationen sondern auch die unterschiedlichen Schriftarten, hervorgehobenen Wörter haben für jede Menge Abwechslung und gute Unterhaltung gesorgt. Ein aufregendes Abenteuer für junge Spürnasen ab 7 Jahre, die beim lesen sogar ihr Englisch verbessern oder neue Wörter lernen können.

Auch der Schreibstil von Ulrike Rylance ist locker, leicht und witzig, genau richtig für junge Leser. Fliessend gelangt man durch die Geschichte und fühlt sich fast sogar ein Stückweit mit auf Londonreise. Es gibt einiges zu entdecken sodass es bis zum Schluss aufregend und spannend bleibt.

Im Gesamten ein erfrischend und aufregendes Abenteuer mit tollen und abwechslungsreichen Illustrationen. Wir sind mehr als begeistert - ein gelungener Lesespass.

Bewertung vom 31.12.2018
Ferdinand der letzte Weihnachtsdrache
Harings, Audrey

Ferdinand der letzte Weihnachtsdrache


ausgezeichnet

"Ferdinand der letzte Weihnachtsdrache" von Audrey Harings ist eine ganz wundervolle, weihnachtliche Freundschaftsgeschichte, magisch und berührend schön.

Versteckt und verborgen in einer dunklen Höhle, getarnt von einer dicken Schneeschicht, wohnt der Drache Ferdinand. Das besondere daran, er ist ein Weihnachtsdrache an den die Menschen früher geglaubt haben. Doch seine Magie hat er schon lange verloren, er fühlt sich einsam, ist der letzte seiner Art, obwohl seit Jahrhunderten in magischen Dracheneinern noch drei seiner Geschwister schlummern. 
Alles ändert sich, als eines Tages die unglückliche Fledermaus Hugo in Ferdinands Höhle plumpst.  Er will nicht länger eine Fledermaus sein, fühlt sich von seiner Familie nicht verstanden und ist von zu Hause ausgerissen.
Die beiden Freunden sich an, erkunden zusammen die Nacht, lernen die Henne Hilde kennen und begeben sich in das wohl wichtigste Abenteuer ihres Lebens, auf der Suche nach der verloren Magie.

Audrey Harings hat mit der Geschichte des letzten Weihnachtsdrachen Ferdinand eine so berührend schöne, für Kinder verständlich und herzliche Freundschaftsgeschichte entstehen lassen, in die man schon nach wenigen Seiten regelrecht eintaucht. Sie schafft es weihnachtliche Züge und Magie beim lesen entstehen zu lassen, das kindgerecht, zum mitfiebern und nicht nur an weihnachten gelesen werden kann.
Mit viel Liebe ins Detail und liebevoll ausgearbeiteten Charakteren die man einfach gern hat und ins Herz schliesst, nimmt die Geschichte ihren Lauf, ist aufregend, spannend und magisch.

Auch der Schreibstil ist sehr angenehm, dem Lesealter entsprechend locker, leicht und fliessend zu lesen. Die Schrift ist gross gehalten, die Seiten sind nicht überladen und immer wieder mit vielen lebendig wirkenden und wunderschönen Zeichnungen, die gut zur Geschichte gepasst haben versehen.

Wir hatten erneut grossen Spass beim lesen, waren gerührt vom Handlungsverlauf und den tollen Illustrationen und können die Geschichte des letzten Weihnachtsdrachen absolut empfehlen. Ein gelungenes Lesehiglite zum Jahresende.

Bewertung vom 30.12.2018
Das Sandwichkind
Kayser, Juliane Sophie

Das Sandwichkind


sehr gut

"Das Sandwichkind" von Juliane Sophie Kayser, ist ein ganz humorvoll und spannender Kinderkrimi über Paule das Sandwichkind mit netten Illustrationen.

Der zehnjährige Paule erfährt von einer Verkäuferin, das er das mittendrin, die Füllung ohne die ein Toast nicht schmeckt, ein sogenanntes Sandwichkind ist. Denn er ist der mittlere im Bunde, hat eine grössere Schwester, die alles besser weiss und einen kleineren ziemlich verwöhnten Bruder.
Doch die Neuigkeit beschäftigt ihn, Paule verändert sich, wird entführt und nimmt es mit einem ziemlich fiesen Mafiaboss auf. Mit der Geheimaktion Sandwichkind, wollen Paules Freunde ihn aus den Fängen des Entführer befreien, ob sie das schaffen?

Mit einer vorlauten Verkäuferin die Paule als ein Sandwichkind betitelt, beginnt die Geschichte, die sich zu einem rasanten Kinderkrimi entwickelt. Obwohl sich die Handlung zu Beginn, ganz verständlich, auf eine witzige Art aufbaut, teilt sich die Geschichte in zwei Handlungsstränge die sich gegen Ende hin zusammenfügen und teilweise ineinander verlieren. Wir hatten Spass beim lesen, konnten mitfiebern aber ich fand das die Handlung für Kinder ab einem Lesealter von 8 Jahren zu anspruchsvoll und ausschweifend war, das man hätte mit nur einem Handlungsstrang, Kindgerechter gestalten können. Und doch schafft es Juliane Sophie Kayser, Humor, Raffinesse und Abenteuer in die Geschichte zu bringen die mitreist und unterhält.
Auch die Charaktere sind authentisch mit stärken und schwächen ausgearbeitet, die Zusammenhalten, sich weiterentwickeln und an Selbstbewusstsein gewinnen.

Der Schreibstil ist locker, leicht und fliessend zu lesen mit kleinen Stolpersteinen die in einem Glossar auf den letzten Seiten kurz beschrieben und erklärt werden.

Sehr nett und lebhaft sind auch die Illustrationen im Buch, die gut zum Gesamtbild passen und die Geschichte aufgelockert haben.

Eine spannend, witzig und aufregende Geschichte, aufgebaut wie ein Krimi für Kinder mit tollen Illustrationen.

Bewertung vom 24.12.2018
Das kleine Morgenmufflon
Jenkner-Kruel, Carolin; Lorenz, Tatjana

Das kleine Morgenmufflon


ausgezeichnet

"Das kleine Morgenmufflon" von Carlin Jenkner-Kruel, ist eine nette Bilderbuchgeschichte zum Vorlesen für kleine und grosse Morgenmuffel.

Das kleine Morgenmufflon ist ein leidenschaftlicher Langschläfer und liebt es bis zum Nachmittag zu schlafen. Dann hat er richtig gute Laune ist ausgeschlafen und erzählt allen von seinen Träumen.
Erst als eines Tages ein Frühaufstehhase an der Mufflonwiese gähnend vorbeihoppelt und von dem schönen Sonnenaufgang berichtet, ist das kleine Morgenmufflon fest entschlossen, am nächsten Morgen auch mal früher aufzustehen.
Doch das ist gar nicht so einfach.

Das Softcoverbüchlein umfasst eine niedlich, süsse Geschichte die Kindern ab 3 Jahren, gut am Abend vorgelesen werden kann. Die Handlung ist leicht verständlich, die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und auch die Textabschnitte sind kurz und spannend  gehalten.
Kleine und grosse Langschläfer können sich in der Geschichte wiedererkennen und gut mit dem Morgenmufflon identifizieren.
Auch die Illustrationen sind sehr liebevoll und passend zur Geschichte ausgewählt, die eine gute Mischung aus künstlerisch schönen Zeichnungen und Collage sind.

Super gefallen hat mir  auch die darin enthaltene Aussage, die nicht mit erhobenen Zeigefinger "der frühe Vogel fängt den Wurm" aufdrängt, sondern eine ganz clevere Lösung parat hält.

Im Gesamten ein bezauberndes Bilderbuch zum Vorlesen mit schönen, bunten Collagezeichnungen und einer netten Geschichte.