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Benutzername: isabellepf
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Bewertungen

Insgesamt 789 Bewertungen
Bewertung vom 18.06.2021
Odo und der Beginn einer großen Reise.
Kodua, Dayan

Odo und der Beginn einer großen Reise.


ausgezeichnet

"Odo und der Beginn einer grossen Reise" von Dayan Kodua, ist der zweite sehr farbenfroh und liebevoll gestaltete Band, eines ghanischen Mädchens, über Mut, Hoffnung, Ängste überwinden und afrikanische Lebensweise.

Das afrikanische Mädchen Odo lebt mit ihrer Mama in Accra, ein wunderschönes Dorf in Ghana. Sie spielt am liebsten mit ihren Freunden fangen und verstecken. Wenn sich am Himmel dicke Regenwolken sammeln führen sie fröhliche Tänze auf. Odo führt ein unbeschwert, fröhliches Leben, bis ein Brief von ihrem Vater sie erreicht. Er möchte sie nach Deutschland holen, aber Odo kann sich gar nicht vorstellen, ihre Freunde und vertraute Umgebung zu verlassen. Wird es dem Mädchen gelingen ihre Ängste zu überwinden?

Dayan Kodua beschreibt mit Odo, einem kleinen ghanischen Mädchen eine sehr farbenfroh erzählte Geschichte die bewegt. Sehr kindgerecht, verständlich, mit locker, leichten Worten nimmt sie ihre Leser an die Hand und gibt Einblicke in die afrikanische Lebensweise, Kindheit und das Zusammenleben. Aber auch wie Odo nach Deutschland kommt, Ängste überwinden muss und die Heimat und Freunde zu verlassen. Kinder mit einer ähnlichen Geschichte finden sich in der Erzählung wieder und auch alle anderen bekommen dadurch die Gelegenheit sich mit Odo, ihrem Kummer und Ängsten zu identifizieren. Als Charakter ist sie ein sehr liebenswert, sympathisch und lebensfrohes Mädchen das man schnell ins Herz schliesst.
Auch die Buchseiten sind sehr farbenroh mit richtig hübsch und lebhaft gezeichneten Illustrationen versehen, die durch liebevolle Detailarbeit eine Menge zu bestaunen und zum entdecken bieten.

Es macht grossen Spass die Geschichte von Odo zu lesen, sie auf ihrer Reise nach Deutschland zu begleiten und ist gespannt wie es weiter geht. Richtig toll fand ich am Ende die Erklärung dazu, wie Kinder in Westafrika ihren Akan-Namen bekommen. Man erhält durch das Lesen nicht nur einen schönen Einblick in das Leben eines afrikanischen Stammes sondern es steckt auch eine sehr liebevoll ausgearbeitete Geschichte dahinter die bewegt und begeistert.

Empfehlenswert und sehr liebevoll erzählte Geschichte über ein kleines ghanisches Mädchen, Kindheit in Afrika, Mut, Hoffnung aber auch Ängste, Kummer und Veränderung.

Bewertung vom 16.06.2021
Frida und die Blaubeersuppe / Frida Bd.1
Bengt, Alva

Frida und die Blaubeersuppe / Frida Bd.1


ausgezeichnet

"Frida und die Blaubeersuppe" von Alva Bengt, ist ein fröhlich, locker, leichtes Freundschaftsabenteuer das Lust auf Sommer, Sonne und Schwedenurlaub macht.

Leni ist total enttäuscht, statt Sonne und Meer in Spanien, geht der diesjährige Sommerurlaub nach Schweden. Doch schon am ersten Urlaubstag lernt sie Franz kennen. Ein ziemlich verrücktes Mädchen, mit wild abstehenden Haaren und Hühnern, die sie die wilden Hilden nennt und ihnen Kunststücke beibringt. Ihre Oma kocht lauter blaue Gerichte und hat ein Boot namens Emil. Schon bald werden die beiden beste Freundinnen, erleben die schönsten Tage überhaupt, wenn da nur nicht Jonne, Benny und Tilla wären. Die Bande führt alles mögliche im Schild nur nichts Gutes. 


Alva Bengt hat mit Frida und Leni nicht nur aufgeweckt und liebenswerte Charaktere erschaffen, sondern auch eine fröhlich leichte Geschichte geschrieben, die Lust auf einen Blaubeersommer in Schweden macht. Von Anfang an fühlt mich sich durch den angenehm, locker, fliessend und bildhaften Schreibstil mitten im Abenteuer. Die Charaktere sind authentisch, altersgerecht ausgearbeitet, in die man sich gut hineinversetzten kann und durch ihre abenteuerlustig, fröhliche Art leben in die Geschichte bringen. Besonders Lenis zu Anfang leicht störrisch und Fridas Ideenreichtum mochten wir total gerne. Idyllisch mit Witz und Charme gestaltet sich die Handlung, die mit Spannungsmomenten versehen und konstant für Leseunterhaltung sorgt.

Wir hatten unheimlich viel Spass beim lesen und haben schon nach wenigen Seiten Lust auf Sommer, Sonne, Schweden und Blaubeersuppe bekommen. Zu schade das dieses Rezept nicht im Buch vorhanden war, wir hätten es sehr gerne ausprobiert.

Insgesamt ein sehr empfehlenswert, locker, leicht und fröhliches Freundschaftsabenteuer, mit vereinzelt sehr hübsch und liebevoll gezeichneten Illustrationen die das Abenteuer abrunden.

Bewertung vom 15.06.2021
Käpten Sturm - Die geheimnisvollen Logbücher
Kowalsky, Daniel

Käpten Sturm - Die geheimnisvollen Logbücher


ausgezeichnet

"Käpten Sturm - Die geheimnisvollen Logbücher" von Daniel Kowalsky, ist der Auftakt einer sehr spannenden Reihe, voller Piraten, Schätze, Mut und Abenteuer.


Die Geschwister Lenny und Anne sind mit ihren Eltern an die Ostsee, in ein altes Schmugglerhaus gezogen. Nach und nach erforschen sie das gesamte Haus und entdecken dort unzählige Geheimgänge und Verstecke. Dabei finden sie Käpten Sturms geheimnisvolle Logbücher der sie mit seinen Geschichten und grossen Abenteuern mehr und mehr in seinen Bann zieht.


In einer früheren Zeit, wird Aurora, die Tochter des Grafen vom gefürchteten schwarzen Piraten entführt. Man sagt seine Festung sei uneinnehmbar und seine Mannschaft umfasst mehr als tausend Männer. Doch Käpten Sturm ist nicht nur mutig und schlau, sondern kann Unrecht nicht dulden und sticht mit seiner Mannschaft in See um sich der Gefahr zu stellen und Auroa zu retten.


Daniel Kowalsky nimmt seine Leser mit, in ein unheimlich fesselnd, stark und spannungsgeladenes Piratenabenteuer. Mit seiner sehr angenehm, fliessend und mitreisenden Schreibweise, einer kurzen übersichtlichen Charakterbeschreibung und Vorgeschichte auf den ersten Seiten, fühlt man sich schnell mitten im Abenteuer angekommen.


Aufgebaut ist die Geschichte in zwei Handlungsstränge die zum einen im hier und jetzt bei Lenny und Anne spielt und durch das Leser der geheimnisvollen Logbücher, in eine frühere Zeit eintauchen lässt. Hier lauern gefürchtete Piraten, Schätze, Spannung und aufregende Lesemomente. Besonders der Wechsel aus Ereignissen, Abenteuer und einfliessenden christlichen Aspekten ist hervorragend gelungen und sorgt konstant für grossartige Leseunterhaltung. Die Charaktere sind wunderbar authentisch ihrem Alter entsprechend ausgearbeitet, die man schnell ins Herz schliesst. Besonders Opa Abraham mochten wir unheimlich gerne, der uns mit seinen Erklärungen und grossen Abenteuerlust regelrecht angesteckt hat. Altersgerecht ist ebenfalls die Schrift und die Buchgestaltung die geeignet und empfehlenswert für junge Leser ab 8 Jahre ist.

Wir hatten unheimlich viel Spass mit Lenny und Anne aber auch tolle Lesemomente mit Käpten Sturm, seiner Mannschaft und seinen aufregend grossen Abenteuern. Schon jetzt sind wir gespannt auf die Fortsetzung und finden, das es ein unheimlich spannend und empfehlenswerter Auftakt einer tollen Reihe ist.

Bewertung vom 13.06.2021
Man darf mit dem Glück nicht drängelig sein
Boie, Kirsten

Man darf mit dem Glück nicht drängelig sein


sehr gut

"Man darf mit dem Glück nicht drängelig sein" von Kirsten Boie, ist eine Sommer-Sonne Ferien Geschichte mit ernster Thematik und schwedischem Flair.

Anna, Magnus und Linnea leben nach der Trennung der Eltern, bei ihrer Mutter. Der geplante Schwedenurlaub muss jedoch für Mama ausfallen die arbeitsbedingt nicht mitkommen kann, stattdessen wird Papa mitfahren. Doch dieser lebt mittlerweile mit einer anderen Frau zusammen und hat seine ganz eigenen Probleme. Idyllisch, ruhig und gemütlich liegt ihr klein und rotes Ferienhaus mitten im Birkenwald. Ein Naher See mit Boot runden den Glücksurlaub ab. Ein Sommer wie im Bilderbuch, doch dann reist Friedrich, der Sohn von Papas neuer Frau an, den Anna so gar nicht ausstehen kann.

Kirsten Boie nimmt ihre Leser mit in einen idyllischen Schwedenroman mit ernster Thematik wie Scheidung, Patchwork, Eifersucht, Wut aber auch schönen Glücksmomenten und zeigt was im Leben wirklich zählt. Mit ihrer sehr angenehm, fliessenden Schreibweise schlägt sie leise, warm, sanft aber auch traurige Töne an und beschreibt ohne Wertung, Gedanken, Gefühle und Emotionen der Charaktere die ganz unweigerlich aufkommen, wenn eine Familie auseinanderbricht. Trotz melancholischer Grundstimmung, fühlt man sich den Charakteren und der Handlung nahe, die eher ruhig und ohne grosser Spannungsmomente auskommt. Doch es gibt auch viele kleine Dinge auf die es ankommt und sehr schöne Glücksmomente, die ans Herz gehen. 


Insgesamt eine sehr schön, melancholisch mit Tiefgang geschriebene Geschichte die ans Herz geht.

Bewertung vom 05.06.2021
Meine Kleine Schwester Kaninchen
Nilsson, Ulf

Meine Kleine Schwester Kaninchen


ausgezeichnet

"Meine kleine Schwester Kaninchen" von Ulf Nilsson, ist ein zauberhaft illustriertes Lieblingsbuch aus 75 Jahre Oettinger, mit vier wertvoll und liebenswerten Vorlesegeschichten.

Kleine Schwester Kaninchen gerät sehr häufig in gefährliche Situation, zum Glück ist ihr grosser Bruder immer für sie da wenn sie Hilfe braucht. Er beschützt sie vor einem Fuchs, bringt sie sicher wieder nach Hause wenn sie sich verlaufen hat, gibt auf sie acht wenn sie im wilden Meer badet und erzählt ihr und ihren Freunden eine tolle Geschichte, wenn sie sich uneinig sind.
So ein grosser Bruder ist richtig toll und wünscht sich jeder.

Ulf Nilsson hat mit kleine Schwester Kaninchen, eine ganz wundervolle Sammlung aus vier sehr wertvollen Geschwister-Geschichten geschrieben, die Gross und Klein in seinen Bann ziehen. Mit seiner locker, leichten Schreibweise, kindgerechter Spannung und verständlich kurzen Abschnitten, fühlt man sich schnell mitten in den zauberhaft Illustrierten Abenteuern. Diese sind wie die Geschichten, mit soviel liebevollen und zum schmunzeln lustigen Details versehen, die kleine Schwester Kaninchens Erlebnisse ganz wunderbar unterstreichen und aufleben lassen. Besonders kleine Schwester Kaninchen ist ein aufgeweckt, liebenswert und abenteuerlustiger Charakter, die man vom ersten Moment schnell ins Herz schliesst. Ebenfalls können sich Kinder gut mit ihr identifizieren und in dem ein oder anderen Handlungsstrang vermutlich auch wiederkennen. Grosser Bruder nimmt in den Geschichten eine wichtige Beschützerrolle ein und vermittelt damit eine wichtig und wertvolle Botschaft.

Wir hatten unheimlich viel Spass beim lesen, konnten an einigen Stellen beherzt schmunzeln, uns über die zauberhaften Illustrationen erfreuen. Auch haben die jeweiligen Geschichten eine sehr angenehme Vor und Leselänge zum immer und immer wieder lesen. 


Insgesamt eine empfehlenswert und richtig tolle Sammlung aus vier wertvollen Geschichten und ein verdientes Lieblingsbuch aus 75 Jahren Oettinger-Verlag.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.06.2021
Die Kinder-Festtags-Bibel
Jasch, Susanne;Schnürle, Kristina

Die Kinder-Festtags-Bibel


ausgezeichnet

In "Die Kinder-Festtags-Bibel - Mit der Bibel durch das Kirchenjahr" von Susanne Jasch, werden die wichtigsten christlichen Feste und Feiertage, für Kinder verständlich erklärt.

Kinder haben viele Fragen, die gar nicht immer so leicht zu beantworten sind. In der Kinder-Festtags-Bibel haben es sich Susanne Jasch und Kristina Schnürle zur Aufgabe gemacht, die wichtigsten Fest und Feiertage in kurzen biblischen Geschichten, kindgerecht verständlich zu erzählen.

Warum wurde beispielsweise Jesus im Stall geboren? Wieso gibt es an Ostern Eier und war Feiern wir an Pfingsten überhaupt?

Mit ihrer sehr locker, bildgewandt und einfachen Schreibweise ermöglichen die beiden Autorinnen, Kindern einen kreativen Zugang zu den bekanntesten Festen des Kirchenjahres. Verbunden mit tollen Geschichten der Bibel und sehr liebevoll gezeichneten, farblich ansprechend und grossen Illustrationen, kann sogar manch Erwachsener noch eine Menge dazulernen. Als wundervoller sehr passender Überblick gibt am Ende des Buches noch ein grosses Poster über das Kirchenjahr, dazu.

Insgesamt ein sehr empfehlenswert, hübsch bebildert und sehr leicht und gut verständliche Festtags-Bibel, zum kennenlernen der wichtigsten Fest und Feiertage.

Bewertung vom 02.06.2021
Eine Freundin für Mia - Leserabe ab Vorschule - Erstlesebuch für Kinder ab 5 Jahren
Fischer-Hunold, Alexandra

Eine Freundin für Mia - Leserabe ab Vorschule - Erstlesebuch für Kinder ab 5 Jahren


ausgezeichnet

"Eine Freundin für Mia" von Alexandra Fischer-Hunold, stammt aus der Reihe Leserabe und ist ein eine tolle Geschichte mit Bildern, statt Hauptwörtern für Lesestarter ab 5 Jahre.

Mit ist neu an der Schule und hat ihren ersten Schultag. Sie hofft das sie bald eine neue Freundin findet und hat auch ganz genau Vorstellungen. Am liebsten wäre ihre ein Prinzessin, mit langem goldenen Haar und Einhorn. Zum Gllück ist der Schulhof ganz schön gross, ob sie fündig wird?

Ich finde die Bücher der Leserabe-Reihe einfach klasse, die sowohl von der Geschichte altersgerecht, als auch anhand von ansprechend hübschen Illustrationen auf die Bedürfnisse für Lesestarter abgestimmt sind. Denn die Besonderheit dieser Vorlesestufe liegt darin, das die Hauptwörter durch gut erkennbare Illustrationen ersetzt wurden. Ebenfalls entsprechend gross ist die Schrift, die Sätze sind kurz und gut verständlich formuliert. Die Buchseiten sind übersichtlich mit liebevoll und richtig schönen Illustrationen versehen, die ganz wunderbar zur Geschichte passen und diese unterstreichen.
So gelingt das Lesen lernen wie im Flug, erste Leseerlebnisse können zusammen mit einen Elternteil gesammelt werden und es macht auch noch unheimlich spass.

Erneut ein empfehlenswert und tolles Vorlesetufenbenteuer für Mädchen und junge Lesestarter.

Bewertung vom 02.06.2021
Dem Tod verpflichtet
Franley, Mark

Dem Tod verpflichtet


ausgezeichnet

"Dem Tod verpflichtet" von Mark Franley, ist der Auftakt einer spannend und fesselnden Reihe, in der die ungleichen Ermittler Köstner und Hattinger ermitteln.

In Nürnberg wird eine Frau von einem Auto überfahren. Der Apotheker Johann Pohl behauptet jedoch felsenfest, das die Frau ihm vors Auto gestossen wurde. Ausserdem ziert ihr Körper ein riesengroßes frisch gestochenes Tattoo, das der Sonderermittler Ruben Hattinger sofort mit einem bisher ungelösten Fall in Verbindung bringt. Auch im damaligen Fall, zierte der Körper der Männerleiche ein ähnliches Symbol, das ebenfalls frisch gestochen wurde. Mit seinem Team reist der unkonventionelle Hauptkommissar zum Tatort. Dort untersucht Kommissar Mike Kästner den Fall. Doch die Zusammenarbeit mit dem eigenwilligen Sonderermittler birgt zunächst erhebliches Konfliktpotenzial. Werden sie ihre Fähigkeiten einsetzten können um dem perfiden Serienkiller auf die Spur zu kommen?

Mark Franley hat einen unheimlich spannend und mitreisenden Thriller geschrieben, der mich von Anfang an in seinen Bann ziehen konnte. Mit seinem sehr angenehm, locker und bildhaften Schreibstil, schafft er es eine grandiose Atmosphäre zu schaffen, mit welcher er seine Leser mitten ins Geschehen eintauchen lässt. Die Handlung baut sich konstant sehr spannungsgeladen mit Nervenkitzel auf und obwohl man eine gewisse Vorahnung im Bezug auf einzelne Figuren hat, schafft es Mark Franley durch abartige Vorlieben und Machenschaften im Verlauf zu überraschen. Auch die facettenreichen Charaktere sind hervorragend mit Stärken und Schwächen beschrieben, die durch ihre ungleiche Art oft aneinander geraten und sich ein zum schmunzeln anregenden Schlagabtausch bieten. Das hat mir unheimlich gut gefallen und mir die Ermittler trotz ihrer Speziellen Art unheimlich sympathisch gemacht.

Ich habe mich bis zum Schluss bestens unterhalten gefühlt, konnte und wollte den Thriller gar nicht mehr aus der Hand legen der am Ende nochmals richtiggehend unter die Haut ging.

Fesselnder Auftakt und absolute Leseempfehlung.

Bewertung vom 31.05.2021
Letzte Ehre
Ani, Friedrich

Letzte Ehre


gut

"Letzte Ehre" von Friedrich Ani, ist ein Roman über eine Reihe an Schicksalen, Albträumen und Grausamkeiten, der mich leider nur Stellenweise fesseln konnte.

Nach einer Party wird die siebzehn jährige Finja Madsen vermisst. Es gibt keine äusseren Anhaltspunkte und Zeugen die etwas gesehen haben. Oberkommissarin Fariza Nasri spricht mit Personen aus ihrem Umfeld, darunter, ist auch Stephan Barig, der Freund der Mutter. Obwohl Barig gewissenhafte Antworten gibt, ist sich Nasri sicher das der Mann lügt. Doch hat er wirklich etwas mit dem Verschwinden des Mädchens etwas zu tun oder steckt womöglich etwas ganz anderes dahinter? Immer tiefer gerät die Oberkommissarin in einen Strudel aus Gewalt und extremen Grausamkeiten der sie unaufhaltsam mitzureissen droht.

Friedrich Ani hat keinen gewöhnlichen Roman geschrieben, sondern eher einen atmosphärisch, sehr düster aus Schicksalen geprägten, der sich an einigen Stellen in Gesprächen und Nebenhandlungen der Charaktere verliert. Auch der Schreibstil ist eher gewöhnungsbedürftig, wirkt an einigen Stellen abgehakt und kurz, an dem man sich erst einmal gewöhnen musste. Teils fühlt man sich als Leser, ähnlich wie Nasri in den Sog der Albräume und Grausamkeiten gefangen das vermutlich das Lesen für mich etwas erschwert hat. Aufgebaut ist der Roman in drei Teile, wobei der Fall der vermissten Finja recht schnell abgetan war. Ein weiterer Teil bildet eine Reihe an Gewalt und männlicher Machtfantasien und Blick auf viele weibliche und kindliche Opfer. Mit der Kommissarin Nasri bin ich leider bis zum Schluss nicht wirklich warm geworden. Vielleicht lag es ihrer Art oder aber auch an den unzähligen Eskapaden und Besäufnissen die insgesamt vermutlich ein wenig zuviel des Guten waren. 


Insgesamt konnte mich der Roman nur am Anfang mit dem verschwinden des Mädchens, kurzzeitig faszinieren und fesselnd und wurde mit den beiden weiteren Teilen ziemlich abgründig und düster. Meinen Geschmack konnte Friedrich Ani leider nicht wirklich treffen aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

Bewertung vom 27.05.2021
Der kleine Troll Tojok
Maar, Paul

Der kleine Troll Tojok


ausgezeichnet

"Der kleine Troll Tojok" von Paul Maar, ist ein lustig, fröhlicher Vorlesespass mit schönen Reimen, Liedern und liebevollen Illustrationen.

Versteckt im Wald, steht ein kleines Sandhaus, indem der kleine Tojok mit seinen Eltern und Wildkater Mommo wohnt. Am liebsten spielt der kleine Troll mit seinen Freunden vor dem Haus oder sie sitzen hoch oben auf dem Dach. Zusammen erleben sie aufregende Abenteuer, streifen durch den Wald, entdecken bei einer ihrer Wanderungen ein verborgenes Tal und lernen dabei das Trollmädchen Smilla und ihre Katze Mimi kennen. Der Abschied von seiner neuen Freundin fällt Tojok jedoch sehr schwer, umso glücklicher ist er, als der Rabe ihm Besuch ankündigt.

Der mit seinen lustig-frechen Sams-Geschichten bekannt gewordene Kinderbuchautor Paul Maar, hat auch mit dem kleinen Troll Tojok erneut ein wunderbaren Vorlesespass geschrieben, der bei gross und klein gut ankommt. Mit seiner locker, leicht und angenehm fliessenden Schreibweise entführt er seine Leser und kleinen Zuhörer in eine märchenhafte Welt, mit sympathisch, liebenswerten Charakteren. Besonders den kleinen Troll Tojok haben wir schnell ins Herz geschlossen und waren gespannt auf seine Abenteuer. Er ist durch seine neugierig, unternehmungslustig und mutig-fröhliche Art eine ideale Identifikationsfigur für Kinder.

Die Geschichte besteht aus insgesamt drei Abenteuern, die wiederum in kurze Kapitel unterteilt sind. Das gestaltet das Vorlesen als sehr angenehm und wird durch viele witzig gereimte Trollwald- Liedtexte zu einem grossartigen Vorlesespass. Auch die zauberhaften und sehr liebevoll im Detail gezeichneten Illustrationen sind passend zur Geschichte und unterstreichen diese hervorragend. 


Insgesamt drei kindgerecht, erlebnisreich und überaus unterhaltsam geschriebene Abenteuer, die durch schöne Reime, Liedtexte und zauberhafte Illustrationen abgerundet werden.

Empfehlenswerter Vorlesespass für Kinder ab fünf Jahren.