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Bewertung von Dreamworx aus Berlin am 07.03.2020
Sturm über der Villa am Elbstrand / Villa am Elbstrand Bd.3
Jacobi, Charlotte

Sturm über der Villa am Elbstrand / Villa am Elbstrand Bd.3


sehr gut

60er Jahre Hamburg. Der Zweite Weltkrieg liegt bereits einige Jahre zurück und hat der Familie Nieland einige Verluste eingebracht. Nun befindet sich Deutschland mitten im Wiederaufbau und im Wirtschaftswunder, was auch Veränderungen für die Familien Nieland und Timmlein mit sich bringt. Sofie Timmleins Enkelin Isabel möchte eine ernstgenommene Journalistin werden, während ihre Cousine Rosa sich als Schauspieler einen Namen machen möchte, doch dann wird sie unfreiwillig durch die Grenzmauer, die Deutschland in Ost und West teilt, von ihrer Familie getrennt und versucht alles, um wieder in den Schoß dieser zurückzukehren, was sich als gefährlich und gar nicht so einfach herausstellt. Die Sturmflut 1962 verlangt den beiden Familien noch einmal alles ab, denn auch diesmal bleiben sie nicht von Überraschungen verschont…
Charlotte Jacobi hat mit „Sturm über der Villa am Elbstrand“ den finalen Teil ihrer Hamburg-Trilogie vorgelegt, der wieder einmal mit einigen Verwicklungen, sehr guter historischer Hintergrundrecherche und vielen Spannungsmomenten aufwarten kann. Der Erzählstil ist flüssig, bildhaft und fesselnd, nach wenigen Zeilen hat sich der Leser erneut in der Elbstrandvilla in Hamburg eingelebt und verfolgt voller Neugier die Entwicklungen und Machenschaften der Hausbewohner nach einem Zeitsprung von mehreren Jahrzehnten. Sehr gelungen werden für Erstleser viele Informationen aus den ersten beiden Bänden als Randnotizen eingeflochten, so dass der Leser der Handlung durchgängig folgen kann. Die akribische Recherche des historischen Hintergrunds ist auch diesmal wieder exzellent, so werden viele Details rund um die große Flut in die Handlung mit eingebracht, aber auch der Mauerbau, die Anti-Atomkraftmärsche sowie der Hamburg-Besuch der Beatles finden sich in der Geschichte wieder. Viele bekannte Namen der damaligen Zeit tauchen im Rahmen des politischen und gesellschaftlichen Lebens der damaligen Zeit auf und zeugen einmal mehr von der guten Hintergrundrecherche. Überraschende Wendungen machen die Geschichte durchweg spannend und aufgrund der bildreichen Erzählweise hat der Leser während der Lektüre das Gefühl, nicht nur das Leben einiger Familienmitglieder zu beobachten, sondern hautnah bei einem Stück Zeitgeschichte mit dabei zu sein.
Die bekannten Charaktere haben den Jahren angepasst eine glaubwürdige Entwicklung hingelegt, die Enkelgeneration ist liebevoll und lebendig neu inszeniert, so dass sie dem Leser ebenso schnell ans Herz wachsen, wie die „alten Hasen“. Sofie Timmlein ist inzwischen eine geachtete und angesehene Zahnärztin, was sie ihrer eigenen Hartnäckigkeit, ihrem Fleiß und ihrer Ausdauer zu verdanken hat, aber auch ihrer Hilfsbereitschaft und ihrem Gerechtigkeitssinn. Auch Anna steht noch mit beiden Beinen im Leben und hat von ihrer resoluten Art nichts verloren. Isabel besitzt eine gesunde Neugier und gebärdet sich teilweise wie ein Pitbull, während sie Nachforschungen betreibt und den Dingen auf den Grund geht. Rosa ist eine Künstlerseele, die sich in arge Schwierigkeiten bringt. Aber auch Willy, Timon und Burkard machen diese Geschichte rundum spannend und zu einem krönenden Abschluss der Familiensaga.
Mit „Sturm über der Villa am Elbstrand“ heißt es Abschiednehmen von liebgewonnenen Protagonisten. Das Buch besticht durch eine akribische Hintergrundrecherche sowie der Entwicklung einer Familie über mehrere Jahrzehnte, wobei die schicksalshafte Erlebnisse der Vergangenheit bis in die Zukunft reichen. Spannende und kurzweilige Lektüre, die man nicht aus der Hand legen kann und somit eine Leseempfehlung verdient.
Dreamworx aus Berlin

5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von EinSamu am 06.03.2020
Das gebrochene Gesetz / Warrior Cats Staffel 7 Bd.1
Hunter, Erin

Das gebrochene Gesetz / Warrior Cats Staffel 7 Bd.1


ausgezeichnet

Endlich kam eine neue Staffel der Serie Warrior Cats! Als ich die E-Mail von WarriorCats bekommen habe, konnte ich meine Augen nicht trauen doch es ist wahr es ist eine neue Staffel raus gekommen. Doch kommen wir zur Bewertung.
Das Buch ist wie jedes Buch immer ein Erlebnis. Es ist Spannend und und verspricht eine Fortsetzung der letzten 6 Staffeln. Man kann diese Serie sehr empfehlen
EinSamu

5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von claudi-1963 aus Schwaben am 05.03.2020
Glasflügel
Engberg, Katrine

Glasflügel


ausgezeichnet

"Manchmal kann ein kleiner, unschuldiger Fehltritt katastrophale Konsequenzen haben. So ist das Leben nun mal." (Buchauszug)
Jeppe Kørner und sein Team hat es mit außergewöhnlichen Morden zu tun. Ein Serientäter geht in Kopenhagen um, der seine Opfer ausbluten lässt und anschließend in den Brunnen Kopenhagen ablegt. Leider muss Jeppe diesmal ohne Anette Werner ermitteln, den diese weilt gerade in Elternzeit und muss sich um ihr Baby kümmern. Doch schnell führen die Verbindungen der Opfer nach Sommerfuglen einem ehemaligen psychiatrischen Behandlungsinstitut von Kindern und Jugendliche. Was ist damals dort geschehen? Rächt sich jemand an den ehemaligen Mitarbeitern? Kørner und Werner, (die im Hintergrund ohne seine Erlaubnis ermittelt) stechen in ein krankes Gesundheitssystem. Ein System das Betroffene und Angehörige zu tickenden Zeitbomben werden lassen und dabei kommen sie selbst in große Gefahr.

Meine Meinung:
Das rote Cover mit dem glänzenden Schmetterling ist für mich etwas Besonderes, da man selten so etwas vom Diogenes Verlag kennt. Dies ist der dritte Band der Kørner /Werner Reihe, für mich allerdings der erste da ich die Autorin bisher nicht kannte. Ich habe ja immer so meine Probleme mit skandinavischen Krimis und auch hier hatte ich zu Anfang Mühe in das Buch zu kommen. Den die Autorin stellt zu Beginn ihre ganzen Charaktere vor, die sie in die Geschichte einfließen lässt. Da ist natürlich jemand, der diese Reihe schon kennt sicher im Vorteil, weil er einige Personen schon kennt. Im dann Plot packt die Autorin ein wirklich heißes Eisen an, den es geht um das dänische Gesundheitswesen, insbesondere um eine psychische Behandlungseinrichtung. Bei dieser kam es damals zu einem mysteriösen Selbstmord einer Jugendlichen und einem Unfall eines Mitarbeiters, ehe sie dann geschlossen wurde. Jahre später werden nun ehemalige Mitarbeiter brutal ermordet aufgefunden. Erschreckt hat mich besonders, wie man mit den betroffenen Jugendlichen umgegangen und heute noch umgeht. Wer weiß, wie es bei uns in manchen psychischen Einrichtungen zugeht? Wenn man die ersten 90 Seiten dieses Buches überwunden und sich auf den Schreibstil mit mehreren Handlungssträngen eingelassen hat, dann wird diese Geschichte immer interessanter. Natürlich schildert die Autorin auch einiges aus dem Privatleben der Ermittler, was mich jedoch nicht gestört hat. Gegen Ende steigert sich dann das Ganze zu einem Showdown und einer Auflösung, die mich wirklich überrascht hat. Jeppe Kørner ist mir sofort sympathisch, seine ehrgeizige, kompetente Art hat mir gefallen, auch wenn sein Privatleben momentan eher etwas kompliziert ist. Die junge Mutter Anette Werner kann sich über ihr Babyglück noch nicht recht freuen, ihr fehlt vor allem ihre Arbeit. Deshalb ermittelt sie trotzdem mit im Fall, was Jeppe und ihrem Mann weniger gefällt. Dann gibt es weitere Charaktere, voll Ernsthaftigkeit und Harmonie, doch auch der Humor kommt bei der Autorin nicht zu kurz, was den ganzen Krimi belebt. Insbesondere die detaillierten Recherchen, die hier betrieben wurden, konnte ich sehr gut in dieser Geschichte spüren. Sätze wie diesen: "Kann der Flügelschlag eines Schmetterlings auf der einen Seite des Erdballs einen Orkan auf der anderen auslösen.", haben mich zum Nachdenken gebracht. Dieser Band hat mich definitiv neugierig auf die andern beiden Bücher gemacht. Den ich bin mir sicher, dass ich dann manche Personen noch besser nachvollziehen könnte. Ich jedenfalls kann dieses Buch weiterempfehlen und gebe 5 von 5 Sterne.
claudi-1963 aus Schwaben

5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von begine aus Lemwerder am 13.02.2020
Das Gewicht der Worte
Mercier, Pascal

Das Gewicht der Worte


sehr gut

Eine ruhige Geschichte
Das Hörbuch „Das Gewicht der Worte“ von Schweizer Schriftsteller Pascal Mercier ist ein faszinierender Roman. Schon sein Roman Nachtzug nach Lissabon konnte mich überzeugen.
Das neue Werk wird von dem Schauspieler Markus Hoffmann einfach grandios aber gemächlich gelesen.

Simon Leyland spricht viele Sprachen. Von seinem Onkel hat er als Kind schon viel gelernt. Er übersetzt Romane und hat nach dem Tod seiner Frau deren Verlag geführt.
Dann heißt es, er habe einen Hirntumor, er verkauft den Verlag in Triest und zieht nach London in das Haus, das er vom Onkel geerbt hat. Sein neuer Nachbar wird sein Freund. Sie sind ein tolles Gespann.

Der Autor hat Simons Erinnerungen hin und her gehen lassen. Da geht es zwischen London und Triest hin und her. Seine Sprache ist wunderbar, auch er spielt mit den Worten, genau wie sein Protagonist..
Dieser philosophischer Roman hat mir gut gefallen.
begine aus Lemwerder

5 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von Wuestentraum am 05.02.2020
Long Bright River
Moore, Liz

Long Bright River


sehr gut

Mikey ist Streifenpolizistin und sucht ihre verschwundene Schwester Kacey, die drogenabhängig ist und anschaffen geht. Es geht ein Serientäter um, der junge Prostituierte umbringt. Es kommt soweit, dass Mikey während ihrer Schicht auf eigene Faust auf die Suche nach ihrer Schwester in Kensington geht und dort auch andere Drogenabhängige und Freunde ihrer Schwester befragt. Mikey begibt sich dadurch selbst in große Gefahr.

Mikey ist 33 und hat einen 4-jährigen Sohn Thomas, den sie bei einer recht unzuverlässigen Babysitterin unterbringt, während sie arbeiten geht. Der Vater von Thomas ist Simon, der sich leider seit einem Jahr gar nicht mehr um Thomas kümmert, was einem als Leser schon mal sehr ans Herz geht.

Der Schreibstil ist sehr nüchtern, dennoch ist die Geschichte um Mikey und Kacey sehr interessant und fesselnd umgesetzt. Die Kapitel wechseln von Damals ins Jetzt und so kann man sich nach und nach einen Reim auf alles machen und die Vergangenheit der beiden Schwestern setzt sich so zum Ende hin zusammen. Es kommen einige Dinge ans Tageslicht, die ich so nicht erwartet hatte.

Die Charaktere waren sehr gut und authentisch dargestellt, doch leider kam mir Mikey, gerade als gestandene Frau und Polizistin, oft zu zurückhaltend und schüchtern rüber. Sie hat sich Dinge gefallen lassen, wo jede andere Frau sich längst gewehrt hätte, nicht nur in der Vergangenheit sondern auch in der Gegenwart, z.B. bei ihrem Chef Ahearn, der sie sehr herablassend behandelt.

Die Spannung war für mich jetzt nicht besonders hoch, daher fehlte mir leider das i-Tüpfelchen bei diesem Roman. Manchmal war es mir doch zu langatmig geschrieben. Dieser Roman beinhaltete nicht nur Krimielemente, sondern es ging auch um ein Familiendrama sowie um Drogensucht, Prostitution und um Kinder von drogensüchtigen Müttern. Dies alles zusammen hat diesen Roman sehr interessant gemacht und mich am Ende auch sehr bewegt.

Fazit:

Ein bewegender und interessanter Roman, der mir sehr gut gefallen hat und den ich auf jeden Fall weiterempfehle.
Wuestentraum

5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von claudi-1963 aus Schwaben am 24.05.2020
Das wirkliche Leben
Dieudonné, Adeline

Das wirkliche Leben


ausgezeichnet

"Gilles kam jeden Abend zu mir ins Bett gekrochen. Mein Gesicht in seinen Haaren vergraben, konnte ich seine Albträume in den Nächten beinahe hören. Was hätte ich alles dafür gegeben, die Zeit zurückdrehen zu können, bis zu dem Moment, als ich das Eis bestellt hatte." (Buchauszug)
In einer Reihenhaussiedlung am Waldrand wohnt ein 10-jähriges Mädchen mit ihrer Familie. Alles könnte so normal sein, wäre da nicht die einzige Leidenschaft ihres Vaters für Whisky, TV und das jagen. Von seinen Großwildsafaris, für die er selten genug Geld hatte, bringt er regelmäßig Trophäen mit nach Hause, für die er eigens ein Zimmer eingerichtet hat. In einer solch bedrückenden Atmosphäre zu leben ist nicht einfach, weshalb sie mit Gilles meist zum Autofriedhof spielen geht und sie sich freuen wenn abends der Blumenwalzer des Eismanns ertönt. Doch dann geschieht eines Tages eine unfassbare Tragödie. Fortan ist nichts mehr wie zuvor, den diese Bilder haben sich in ihre Augen gebrannt.

Meine Meinung:
Die Geschichte die Adeline Dieudonné in diesem Buch beschreibt, hat mich mitgenommen in eine Umgebung voller Angst, Gewalt und Bedrohung. Der Schreibstil ist einfach, reduziert, sehr bildhaft, ich hatte öfters sogar das Gefühl, das beim Lesen der Film dazu ablief. Zudem gibt es einige Szenen, mit unbeschreiblichen Bildern voller unfassbarer Poesie, gleichzeitig aber auch kindhaft gut umschrieben. So beschreibt sie zum Beispiel ihre Mutter als eine "Amöbe", weil sie so unscheinbar, farblos und ängstlich auf sie wirkt. Ihre Aufgaben beschränken sich mehr oder minder aufs Kochen und selbst das kann sie nicht besonders gut. Lediglich ihren Ziegen widmet sie alle Zeit und schenkt ihnen ihre ganze Liebe. Ihr Vater dagegen ist ein "Koloss", breite Schultern wie ein Abdecker und Hände wie ein Riese. Der gewalttätige Vater scheint seine Probleme regelrecht in sich hineinzufressen, bis er dann wieder einmal auf eine Großwildjagd gehen muss oder gar explodiert und auf die Mutter losgeht. Nur bei der Jagd scheint er seine Wut loswerden zu können, in dem er sich eine neue Trophäe schießt. Selbst im Hochzeitsfoto ihrer Eltern sucht sie vergebens nach Liebe, Bewunderung, Freude oder einem Lächeln. Das 10-jährige Mädchen im Buch bleibt leider namenlos, doch nicht blass, den ihr Wille ist unfassbar stark. Selten habe ich so ein Kind erlebt, das so um ihren Bruder und ihr eigenes Leben kämpft. Der 6-jährige glückliche, fröhliche Bruder Gilles wirkt nach dem Unglück apathisch, kraftlos und stumm, sodass sie Angst hat in seinen Augen jene Tragödie explosionsartig ablaufen zu sehen. Von der Hyäne einer Jagdtrophäe, die hier als eine Art Tod steht, wird er quasi angezogen. Weil sie sich die Schuld für die Tragödie gibt, möchte sie am liebsten alles ungeschehen machen. Doch die Zeit vergeht und die Sorgen, Ängste und Probleme nehmen weiter zu und sie wird immer mehr in die Opferrolle gedrängt wie ihre Mutter. Das einzige, was mir weniger gefallen hat, sind die sexuellen Gefühle für ihren verheirateten Nachbarn, wo sie doch sonst eher so konservativ erzogen war. Trotzdem bleibt das Mädchen für mich sehr mutig, entschlossen und äußerst fokussiert auf das einzige Ziel ihren Bruder zu retten. Das Ende kam dann explosionsartig und hat mich wirklich schockiert und unfassbar zurückgelassen. Dabei lässt die Autorin einem den Raum zum Revue passieren und nachdenken. Der Bestseller bekam verdient 14 Literaturpreise und die Filmrechte in 20 Ländern. Für mich ist es ebenfalls ein starkes, sprachgewaltiges und ungewöhnliches Buch und ich bin gespannt, wie dieses filmisch umgesetzt wird. Von mir gibt es darum 5 von 5 Sterne dafür.
claudi-1963 aus Schwaben

4 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von claudi-1963 aus Schwaben am 22.05.2020
Vermisst
Dieckerhoff, Christiane

Vermisst


ausgezeichnet

"Du bist gegangen, Der Kummer lässt mich verstummen, mein Herz weint. Geblieben ist die Sehnsucht." (Elvira von Ostheim)
Kriminalhauptmeisterin Klaudia Wagner kann gerade noch mal schlimmeres verhindern, als ihr bei der Heimfahrt von ihrem Vater ein unbeleuchtetes Auto die Vorfahrt nimmt. Erst danach entdeckt Klaudia die tote Frau, die im Schlamm liegt. Hat sie bei diesem Unfall eine Frau getötet? Klaudia, die vom Fall abgezogen wird, erfährt außerdem wenig später, dass die Frau schon tot war, und das nicht erst seit ein paar Tagen. Jennifer Böseke wurde nämlich schon vor 2 Jahren ermordet, den diese Tat hat ihr Freund gestanden. Seit der Unfallnacht vermisst außerdem Manuela Strahl ihren Mieter Mike Kaprolat, ein Student der örtlichen Apotheke arbeitet. War er womöglich der andere Autofahrer, von dem bisher jede Spur fehlt? Diese eigenartige Frau ist eine Kräuterhexe und ihre Geschichte erscheint Klaudia schon etwas sonderbar zu sein. Kann sie wirklich die spüren, ob jemand noch lebt? Und auch Klaudias Alleingänge sollen sie wieder einmal an ihre Grenzen bringen.

Meine Meinung:
Der inzwischen fünfte Fall von Kriminalhauptmeisterin Klaudia Wagner führt mich wieder einmal in die Tiefen des Spreewalds. Das düstere Cover passt hierzu wieder sehr gut, besonders zu den vorangegangenen Krimis, die bei einem anderen Verlag erschienen sind. Der Schreibstil ist interessant, locker, flüssig, spannend und mitunter auch ein wenig mystisch. Sehr verworren beginnt dieser Kriminalfall, mit einem Opfer das, eigentlich schon seit 2 Jahren tot sein soll. Den ihr ehemaliger Freund Thorsten Gebhardt hatte sie damals im Drogenrausch bei einem Streit getötet. Doch anscheinend war sie danach wohl nicht tot. Jetzt ist nur die Frage, wer hat diese Frau 2 Jahre lang versteckt und warum? Und warum liegt sie nun ausgerechnet nach dieser langen Zeit tot im Schlamm? Alles Fragen die Klaudia Wagner und ihr Team sehr verwirrt. Was sie jedoch sicher wissen ist, das Thorsten Gebhardt unschuldig in Haft sitzt. Als weitere Todesopfer dazukommen wird die Geschichte immer mysteriöser und verworrener. Ein Kriminalfall voller Geheimnisse, einer Hexe, Mysterien und jede Menge Opfer hält mich dieses Mal wieder in Atem. Klaudia Wagner ist wieder einmal voll in ihrem Element und ermittelt natürlich trotz Mahnungen auf eigenen Faust. Dabei kann sie ihre Meniere Erkrankung gerade noch so in den Griff bekommen. Und auch im Team geht es drunter und drüber, einer geht, wann es ihm passt, der andere würde Klaudia am liebsten bemuttern und ihr Chef würde sie liebend gern vom Fall abziehen. Aber auch diesmal bekommt man die Idylle des Spreewalds sehr gut zu spüren. Da ich das Team schon von Beginn an begleite, waren mir natürlich die meisten Dinge aus dem Privatleben bekannt. Wer jedoch von den Ermittlern mehr erfahren möchte, der sollte die anderen Bücher zuvor lesen. Was mich diesmal ein wenig störte, war das Klaudia mal wieder, als Superheldin davon kam, der nichts etwas antun kann. Selbst nach einem schweren Unfall macht sie weiter als, wenn kaum was geschehen wäre. Manchmal ist mir ihre Unverwundbarkeit fast ein wenig zu überspannt dargestellt. Doch trotzdem packte mich dieser besonders, eigenwilliger Krimi bis zum Ende und hat mich dabei gut unterhalten. Deshalb gebe ich 4 1/2 von 5 Sterne und freue mich auf hoffentlich weitere Krimis aus dem Spreewald.
claudi-1963 aus Schwaben

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von tassieteufel am 20.05.2020
Das Erbe der Templer / Die Templer Bd.4
André, Martina

Das Erbe der Templer / Die Templer Bd.4


sehr gut

Die Templer um Gero von Breydenbach sind in Norwegen im Jahr 2015 gestrandet, doch während Gero und Hannah ihr erstes Kind erwarten, braut sich erneut Unheil über der Gruppe zusammen. Agent Jack Tanner fahndet immer noch nach den Templern und kann sie durch ein zufälliges Foto im Internet aufspüren. In letzter Sekunde können Gero und die Seinen mit Hilfe eines neuen Timeservers ins Jahr 1315 fliehen, doch auch droht Ungemach, denn dort ist ihnen die Inquisition mit Hilfe von Geros Bruder auf den Fersen.

Im inzwischen 5. Teil der Templerreihe führt Martina Andre die Geschichte um Gero von Breydenbach und seine Templerbrüder fort. Die Geschichte ist gewohnt spannend erzählt und wechselt immer zwischen verschiedenen Zeitebenen. Der Einstieg ist mir diesmal allerdings nicht so ganz leicht gefallen, mag sein dass es daran lag, dass fast 5 Jahre zwischen Band 4 und 5 lagen, oder auch daran, dass die Geschichte in der Zukunft beginnt und dieser Erzählstrang bei mir zunächst so gar keine Erinnerungen weckte………. Nachdem das Geschehen zu Gero und Templern wechselte, war ich aber schnell wieder in der Handlung drin und nach und nach wurden auch die früheren Ereignisse wieder präsenter und das Buch ließ sich flott lesen. Trotzdem muß ich sagen, dass Teil 5 nicht mit den ersten 3 Bänden mithalten kann. Man hat irgendwie das Gefühl, dass sich alles wiederholt, die Templer werden verfolgte, kämpfen und flüchten von einer Zeitebene in die nächste, es gibt dramatische Verwicklungen und dann geht alles von vorne los. Zudem wird die Gruppe um Gero immer größer, inzwischen hat fast jeder Templer eine Frau und dass macht die Geschichte auch etwas unübersichtlich. Dann ist da noch die Sache mit den Nannokapseln, da wird jemand gefoltert oder schwer verletzt, schwupss gibt’s so eine Kapsel und alles ist wieder gut, das geht doch sehr zu Lasten der Dramatik und man fiebert auch nicht mehr so mit, da man weiß, dass die Person ja am Ende doch gerettet wird. Mir dass das einfach zu simpel.
Ansonsten bringt das Buch natürlich ein Widersehen mit vielen lieb gewonnenen Charakteren und trotz meiner Kritikpunkte läßt es sich zügig lesen, ist aber wohl für Quereinsteiger nur bedingt zu empfehlen.
Das Ende ist doch etwas offen und läßt Raum für einen weiteren Teil, das Potenzial dazu hätte die Story auf jeden Fall, aber dann doch mit einer deutlicheren Entwicklung.

FaziT. Teil 5 konnte für mich mit den ersten Bänden nicht mithalten, die Gründe dafür habe ich oben dargelegt. Für Fans der Reihe ist das Buch aber sicher ein Muß und ist auch durchaus spannend geschrieben.
tassieteufel

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von Dreamworx aus Berlin am 17.05.2020
Träume in Meeresgrün
Covi, Miriam

Träume in Meeresgrün


ausgezeichnet

Facettenreiche Meerglasträume
Die Einladung ihres Vaters kann die 34-jährige Amelie Ludwig nicht ausschlagen und reist mit ihm, ihrer jüngeren Schwester Nele und deren Freund Lars nach Lunenburg in die kanadische Provinz Nova Scotia. Amelie, die schon durch ihre heimliche und unerwiderte Liebe zu Lars und einem zurückliegenden Schicksalsschlag in einem absoluten Gefühlschaos steckt, trifft schon am ersten Tag in ihrem Ferienort nicht nur auf den charmanten Bootsbauer Callum und seinen Riesenhund Skipper, sondern begegnet in einem Café auch einem Mann, der als Doppelgänger ihres Vaters durchgehen könnte. Schon bald deckt sie zufällig mit Callums Hilfe ein altes Geheimnis ihres Vaters auf, was die Familie ganz schön durcheinander bringt. Amelies Wege kreuzen sich zudem immer wieder mit Callum, der nicht nur reges Interesse an ihr zeigt, sondern in ihr auch eine Seite zum Klingen bringt, die sie krampfhaft zu überhören sucht. Der Beschützerinstinkt und das plötzliche Interesse von Lars machen die Situation für Amelie auch nicht besser. Sie muss sich endlich ihrer eigenen Vergangenheit stellen und dem Ruf ihres Herzens eine Chance geben…
Miriam Covi hat mit „Träume in Meeresgrün“ einen unterhaltsamen und gefühlvollen Roman vorgelegt, der den Leser zu einer ereignisreichen Reise ins malerische Nova Scotia einlädt, um vor der herrlichen Kulisse nicht nur alte Geheimnisse ans Tageslicht zu fördern, sondern auch der Romantik freien Lauf zu lassen. Durch den flüssig-leichten und bildhaften Erzählstil findet sich der Leser mit den ersten Zeilen an Amelies Seite wieder, wobei er aus erster Hand einen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhaschen kann. Amelies Leben ist seit 13 Jahren geprägt von Verlust und Schmerz, die ihr Leben zu bestimmen scheinen und aus dessen Teufelskreis sie kein Entkommen sieht, solange sie sich selbst nicht den Dingen stellt, um diese zu verarbeiten und einen Neuanfang ins Auge zu fassen. Die Einbindung der Urlauber in das örtliche Geschehen sowie die zwischenmenschlichen Beziehungen werden von der Autorin in der Handlung gut miteinander verwoben, so dass alles sehr natürlich wirkt. Als Leser fällt man schon bei den farbenprächtigen Landschaftsbeschreibungen in den Urlaubsmodus, sieht die bunten Häuser und den Blick über den Atlantik sofort vor sich und möchte am liebsten sofort die Koffer packen, weil einen das Fernweh packt. Aber bei der Interaktion der Protagonisten ist der Leser mit einem schönen Kopfkino hautnah dabei.
Die Charaktere sind liebevoll in Szene gesetzt und wurden mit glaubwürdigen Ecken und Kanten ausstaffiert, die sie realistisch und vor allem menschlich wirken lassen. Der Leser ist eingeladen, sich an ihre Fersen zu heften und eine ereignisreiche Reise mitzuerleben. Amelie ist eine zurückhaltende und sensible Frau, die nicht nur höchst unsicher, sondern für ihr Alter oftmals leider auch sehr naiv wirkt, was den Leser oftmals den Kopf schütteln lässt. Ihr mangelt es an Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen, vor allem ihrer Schwester gegenüber. Nele ist eine vorlaute Person, die alles für sich vereinnahmt, sich immer in den Vordergrund stellt und das Gefühl vermittelt, ihrer Schwester absichtlich wehtun zu wollen. Lars weiß nicht, was er will, mischt sich zu sehr in Amelies Leben ein, anstatt sich um seine eigenen Angelegenheiten und um Nele zu kümmern. Callum ist ein echter Typ, praktisch veranlagt, musikalisch, offen und vor allem charmant. Knuth ist ein liebenswerter Mann, der sich hingebungsvoll um seine demente Frau kümmert. Aber auch Protagonisten wie die Bewohner der Seniorenresidenz, Caféhausbesitzer Jimmy oder Skipper bringen Farbe in die Story.
„Träume in Meeresgrün“ ist ein schöner Sommerroman, der neben herrlicher Urlaubsatmosphäre und farbenprächtiger Hintergrundkulisse so manches Geheimnis bereithält, aber auch einiges an Romantik zu bieten hat. Liebevoll erzählt und mit verdienter Leseempfehlung ausgestattet!
Dreamworx aus Berlin

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von Karl Taferner aus Leoben in Österreich am 15.05.2020
Genkidama (Benz 4 Fans Box)
Bang,Farid

Genkidama (Benz 4 Fans Box)


schlecht

Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte euch hiermit bitten diese Benz 4 Fans Box nicht zu kaufen weil diese Box nicht mehr wert ist als 29,99 EUR diese Box ist um genau 30 Euronen zu überteuert um euch ein Beispiel zu nennen mit 59,99 Euro bekommt man auch einen brandneues Nokia 3310 (2017) diese Handy ist als eine Legende bekannt und das ist nicht alles man bekommt mit diesem Preis ein neues Nokia 230 Dual Sim das ist noch nicht alles man könnte stattdessen auch das erfolgspiel Animal Crossing New Horizons für die Nintendo Switch kaufen oder aber auch einfach nur Lebensmittel um seinen Lebenszeit auf dieser Erde sinnvoll in die Länge zu ziehen. Ich hoffe ich konnte euch damit helfen wie einen schweren Fehler zu vermeiden. Ich wünsche euch allen einen schönen Tag und genießt die Zeit auf unseren Planeten so lange es geht! LG Karl Taferner aus Leoben in Österreich
Karl Taferner aus Leoben in Österreich

4 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.