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Bewertung von Dreamworx aus Berlin am 27.03.2020
Ein Traum vom Glück / Ruhrpott Saga Bd.1
Völler, Eva

Ein Traum vom Glück / Ruhrpott Saga Bd.1


ausgezeichnet

1951 Essen. Katharina lebt mit ihren beiden Töchtern Inge und Bärbel seit ihrer Flucht aus Berlin bei ihrer Schwiegermutter Mine in Essen. Während Mine noch immer an die Rückkehr ihres Sohnes glaubt, ist Katharina vom Tod ihres Mannes Karl überzeugt. Die Nachkriegszeit verlangt der Bevölkerung eines ab, die zurückgekehrten Männer steigen in die Minen hinab, um Kohle zu schürfen, während die Frauen sich um die Familie und die Nahrungsbeschaffung kümmern. Katharina näht die schönsten Kleider für die Frauen, die es sich leisten können und träumt insgeheim von einem eigenen Atelier und ein gutes Auskommen für sich und ihre Mädchen. Eines Tages steht Mines Enkel Johannes als Kriegsrückkehrer vor der Tür und wird sofort in den Frauenhaushalt aufgenommen, wo er sich nicht nur um viele Neuerungen und Reparaturen im Haushalt kümmert, sondern auch bald Katharinas Herz und das ihrer Töchter erobert. Während die beiden glauben, ihre Liebe geheim halten zu können, kommt ihnen Mine schon bald auf die Schliche…
Eva Völler hat mit „Ein Traum vom Glück“ den ersten Teil ihrer „Ruhrpott-Saga“ einen furiosen Auftaktband vorgelegt, der nicht nur durch eine wunderbar-flüssige und bildliche Erzählweise besticht, sondern den Leser von Beginn an als unsichtbaren Gast in die Geschichte mit einbezieht. Spannend wie gefühlvoll lässt die Autorin die schwierige Nachkriegszeit und die Arbeit in den Kohleminen ebenso wieder aufleben wie die vorsichtige Hoffnung auf bessere Zeiten nach all den Entbehrungen der Nachkriegszeit oder die sich nun bahnbrechenden Kriegstraumata der Heimkehrer. Nicht nur die historische Hintergrundrecherche ist hier hervorzuheben, auch der vereinzelt in den Dialogen vorkommende Ruhrpott-Slang ist authentisch und spiegelt die damalige Bevölkerung gut wieder. Wer selbst aus dem Ruhrgebiet stammt, findet vieles aus der eigenen Kindheit wieder, Erinnerungen an die erste Kirmes, in der Not angelegte Gemüsegärten, eingekochte Marmelade, Pfannkuchen und so manches Leibgericht steigen hoch und vermitteln ein Gefühl von geliebter Heimat. Auch das Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Kumpels sowie der Bevölkerung wird wunderbar dargestellt, aber auch die Tratscherei und die Verdrängung von Schuld in der Nazizeit finden Erwähnung.
Lebendige Charaktere sind liebevoll inszeniert und spiegeln eine Bevölkerung wieder, die der Leser aus Erzählungen oder eigener Erfahrung kennt und sich gut mit ihnen identifizieren kann aufgrund ihrer Authentizität. Hier fällt es leicht, mit den Protagonisten auf Tuchfüllung zu gehen und mit ihnen zu bangen, zu hoffen und zu fiebern. Katharina ist eine eher zurückhaltende und hart arbeitende Frau, die einen Vulkan in sich birgt, der kurz vor dem Ausbruch zu stehen scheint. Sie ist mitfühlend und hungert nach einem besseren Leben. Schwiegermutter Mine ist nicht die Geselligste, allerdings hat sie für alle ein offenes Ohr und besitzt zudem den siebten Sinn. Praktisch veranlagt bringt sie ihre Lieben alle durch eine schwere Zeit und zeigt immer wieder, wie groß ihr Herz ist. Der vom Krieg traumatisierte Johannes ist fleißig und mit dem nötigen Einfühlungsvermögen gesegnet. Katharinas Freunde Stan und Hanna sind ein sicherer Hafen, um sich abzulenken oder etwas zu unternehmen. Katharinas Töchter Inge und Bärbel sind grundverschieden, aber in der Not halten sie zusammen. Aber auch Elfriede, Hagemann, Karl oder Clemens spielen eine große Rolle und halten die Spannung auf hohem Niveau.
„Ein Traum vom Glück“ ist ein Buch, das den Leser mitten ins Herz trifft. Es berührt, macht atemlos und lässt alte Erinnerungen an die Oberfläche kommen. Die Autorin hat mit ihrer Geschichte genau den richtigen Mix aus Nostalgie, Drama, Liebe, Familiengeschichte und dem Hunger nach Leben gefunden, den sie äußerst spannend und mit viel Fingerspitzengefühl präsentiert und den Leser nach Mehr lechzen lässt, während sie ihm einen Ritt auf dem Gefühlsbarometer spendiert. Wunderbar erzählt und jede Minute wert, Chapeau – besser geht es nicht!
Dreamworx aus Berlin

4 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von Dreamworx aus Berlin am 14.03.2020
Obstblütenträume
Gravensteiner, Cordula

Obstblütenträume


sehr gut

Der Gutshof ihrer Großeltern in der Eifel wird Paulas neue Heimat und Arbeitsstätte, nachdem sie der lärmenden Großstadt den Rücken zugekehrt hat. Die Ruhe auf dem Land lässt Paula runterkommen und ihre Träume in Angriff nehmen, denn sie möchte den Biomarkt mit eigenen Produkten wie eigenem Ziegenkäse, selbstgemachtem Apfelaufstrich und eigens gebrannten Likören erobern. Zusätzlich sollen es noch Blockhäuser für Feriengäste geben, die Tischler Theo fertigen soll. Leider liegt Paula die nötige finanzielle Weitsicht überhaupt nicht, so dass sie schon recht bald vor großen Problemen steht. Nicht nur Hofarbeiter Finn steht ihr in ihrer schweren Stunde zur Seite, sondern auch Theo erweist sich als Fels in der Brandung und treibt zudem Paulas Herzschlag gefährlich nach oben…
Cordula Gravensteiner hat mit „Obstblütenträume“ einen gefühlvollen und unterhaltsamen Liebesroman vorgelegt, der den Leser mit einem flüssig-leichten und warmherzigen Erzählstil in die wunderschöne Eifel entführt, um dort Paulas Neustart mitzuerleben und in Gerüchen und Düften zu schwelgen, die einem während der Lektüre die Sinne vernebeln. Realistisch stellt die Autorin die Schwierigkeiten dar, die mit der Verwirklichung von Paulas Traum einhergehen: die Umstellung auf Bio, die finanziellen Risiken, aber auch Dinge von der Pike auf zu lernen, mit denen man bisher keinerlei Erfahrung hatte. Dem gegenüber steht Paulas Enthusiasmus, sie brennt für das, was sie tut und erkämpft sich jeden Millimeter. Überhaupt wird in dieser Geschichte ganz eindeutig hervorgehoben, wieviel Mut und Kraft es braucht, etwas völlig Neues, Unbekanntes in Angriff zu nehmen und dass auch nicht immer alles glatt läuft. Die Autorin holt mit ihren Worten nicht nur wunderschöne Landschaftsbilder im Kopf des Lesers hervor, auch die aufgeführten Köstlichkeiten kitzeln die Sinne des Gaumens und der Nase.
Die Charaktere sind lebendig in Szene gesetzt und wirken wie Menschen, die man schon jahrelang kennt. Deshalb fällt es nicht schwer, sie mit ihren individuellen Ecken und Kanten ins Herz zu lassen, denn sie wirken glaubwürdig und authentisch, so dass man mit ihnen fühlen darf. Die 30-jährige Paula ist eine Frau mit Herz und Schnauze und die geborene Kämpferin. Sie lässt sich durch Rückschläge nicht unterkriegen und auch, wenn sie kurzfristig mal in ein Loch fällt, steht sie auf, richtet ihr Krönchen und geht wieder mutig voran. Finn ist Geselle an Paulas Hof und steht seiner Chefin immer zur Seite. Tischlermeister Theo ist ein Naturbursche, der gerne mit den Händen arbeitet. Er ist zuverlässig und verantwortungsbewusst, ist aber ein gebranntes Kind durch Erfahrungen in der Vergangenheit. Oma Claire ist eine weise Perle mit ausgezeichneten Kochkünsten. Ebenso überzeugen weitere Protagonisten mit ihren Episoden und machen die Geschichte rundum gelungen.
Mit „Obstblütenträume“ ist der Autorin eine schöne und kurzweilige Wohlfühlgeschichte gelungen, die neben wunderbaren Landschaftsbeschreibungen auch eine Handlung wie aus dem realen Leben bietet, wobei sowohl die Liebe als auch die Gaumenfreuden nicht zu kurz kommen. Verdiente Leseempfehlung!
Dreamworx aus Berlin

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von Jeremias Werfel am 14.03.2020
Seid ihr noch ganz bei Trost!
Hahne, Peter

Seid ihr noch ganz bei Trost!


ausgezeichnet

Natürlich deckt Hahne manchen Unsinn auf, er legt auch die Finger in manche Wunde.
Aber alles in allem erliegt er der Hybris vieler "bibeltreuer" Menschen. Mit der Lupe sucht er, was nicht in sein Weltbild passt und gleichzeitig hat er keinerlei Verständnis für die Menschen und Bewegungen (zB Greta), die er kritisiert. SEINE Meinung ist die allein richtige und damit macht er sich zum Obersten der Pharisäer.
In AFD Kreisen liebt man seine Bücher und ich frage mich, ob er es genau darauf anlegt...
Ein konkretes Beispiel: Greta Thunberg nennt er konsequent die Heilige Greta, die Klimabewegung nennt er Religion. Er polemisiert gegen FfF und gegen Kirchenleute, die die Klimabewegung unterstützen.
ABER er geht mit keinen Wort auf die Klimaproblematik ein. Er zitiert keinen Wissenschaftler und behauptet, Thunberg würde die Wissenschaft vor sich hertreiben. Das ist absurd, polemisch, populistisch. Das hat mit Wahrheit nicht das geringste zu tun. Er bemüht sich bei der Klimaproblematik nicht einmal um Argumente, er überhebt sich nur in arroganter Weise über die, die hier wirklich auf die Wissenschaft hören.
Ein anderes Beispiel. Bundeswehr: Hahne lästert über die Gegner der Bundeswehr und zitiert in diesem Kapitel fast durchweg Beispiele, die sehr lange zurück liegen. Gleichzeitig vergleicht er unseren Umgang mit dem Militär mit dem der USA oder Frankreichs. Hat Hahne komplett vergessen, warum man in Deutschland lange Zeit nie wieder ein Heer aufbauen wollte? Hahne ignoriert völlig alle guten Gründe, die Bundeswehr kritisch zu sehen.
Ganz ehrlich, ich verstehe nicht, wie ein Theologe und Journalist derartig einseitig und polemisch schreiben kann. Und ich finde es furchtbar, dass seine Bücher überhaupt verkauft werden. Hahne sollte sich schämen!
Jeremias Werfel

4 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von heinoko aus Bad Krozingen am 11.03.2020
Die langen Abende
Strout, Elizabeth

Die langen Abende


ausgezeichnet

Kaleidoskop der Einsamkeiten

Der Verlag hatte es sich leicht gemacht. Seine Inhaltsangabe zum vorliegenden Buch ist in etlichen Sätzen identisch zur Inhaltsangabe zu „Mit Blick aufs Meer“, insbesondere was die pensionierte Lehrerin Olive Kitteridge betrifft, die uns in „Die langen Abende“ wieder begegnet. Für „Mit Blick aufs Meer“ bekam die Autorin 2009 den Pulitzer-Preis. Jetzt also, 11 Jahre später, taucht Olive Kitteridge wieder auf, sie, „die sich mit siebzig noch in alles einmischt und so barsch ist wie eh und je“. Und die Kleinstadt Crosby an der Küste von Maine ist ebenfalls die gleiche wie damals, eine Stadt, in der nichts passiert und die sozusagen das Bühnenbild darstellt für die Geschichten, die uns Elizabeth Strout erzählt.

Der Roman erscheint mir wie ein Kaleidoskop, eine Sammlung voller bunter Glasstückchen, die sich bei jedem Umblättern von Seite zu Seite verschieben und sich zu neuen Mustern des Lebens formen. In den „Glasbildern“ kann sich der Leser verlieren, weil das, was uns die Autorin schildert, so schlicht, so normal, so alltäglich ist und durch ihre Sicht durchs Kaleidoskop doch zu etwas Besonderem wird.

Ein stilles Buch ist dieser Roman. Man muss sich als Leser Zeit nehmen, sich einlassen auf die leisen Töne, auf sensibles Wahrnehmen von unscheinbar wirkenden Momenten des Glücks.. Gleichzeitig ist das Buch auch aggressiv-kraftvoll. Es greift den Leser an, es springt ihn geradezu gewaltsam an mit seinen dunklen Seiten, mit den Einsamkeiten, mit Bosheiten, Krankheiten, Verlust, mit Versäumtem und dem Altern. Ein hinreißender Roman, wie ich finde, der den Leser sowohl fordert als auch beschenkt.
heinoko aus Bad Krozingen

4 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von MaWiOr aus Halle am 09.03.2020
... und jetzt das Wetter
Hansen, Silke

... und jetzt das Wetter


ausgezeichnet

Kaum jemand verpasst in den Nachrichtensendungen die Wettervorhersage und auch sonst ist das Wetter ein beliebtes Gesprächsthema. Um allerdings sachkundig mitreden zu können, bedarf es schon detaillierter Kenntnisse. Dieses Wissen vermittelt Silke Hansen, Leiterin der ARD-Wetterredaktion, hier auf 160 Seiten sehr anschaulich und unterhaltsam.

Zunächst gibt sie einen Überblick über die Historie des Tagesschauwetters – von den Anfängen mit Tricktechnik bis zur modernen Computertechnik. Danach erklärt Hansen, wie unser Wetter entsteht – vom Azorenhoch bis zum Islandtief. Dabei gibt es Antworten auf interessante Fragen – Wie schwer ist eine Wolke oder lässt sich das Wetter verändern? Auch auf den Klimawandel und seine Auswirkungen wird hier eingegangen. Auch die Schwierigkeiten bei der Entstehung einer genauen Wettervorhersage werden in einem Kapitel beleuchtet. Egal wie gut die Prognosemodelle sind, Wetter ist und bleibt ein sehr komplexes und mitunter chaotisches System. Abschließend gewährt die Autorin einen Blick hinter die Kulissen und man erfährt, wie das Tagesschauwetter produziert wird. Manchmal gibt es noch Änderungen in der letzten Minute.

Neben den interessanten Informationen besticht die Neuerscheinung vor allem durch seine grafische Aufmachung. Mithilfe vieler anschaulicher Grafiken und Tabellen werden komplizierte Wetterzusammenhänge erläutert, sodass sie leicht verständlich sind. Außerdem bieten QR-Codes die Möglichkeit, einige der Themen zu vertiefen. Wirklich ein gelungenes Sachbuch für den interessierten Laien.
MaWiOr aus Halle

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von Dreamworx aus Berlin am 08.03.2020
Das Haus der verlorenen Träume
Renzi, Lisetta

Das Haus der verlorenen Träume


sehr gut

Isabel arbeitet in London als Controllerin bei einer Investmentbank. Gerade hat sie sich eine teure Eigentumswohnung geleistet, in der sie zukünftig mit ihrem Verlobten Jack leben möchte. Doch als der sie mit einer Kollegin betrügt und dann auch noch ihre geliebte Großtante Ada stirbt, zieht es Isabel den Boden unter den Füssen weg. Sie nimmt sich vier Wochen Urlaub und reist in die Toskana zur Testamentseröffnung, bei der sie erfährt, dass sie das schöne Bauernhaus nebst eigenem Weinberg nur zur Hälfte erbt. Der andere Teil geht an ihre ehemalige Jugendliebe und besten Freund Neri, der als Sohn des Grafen von Torrelupo eine besondere Stellung hat, an der damals die Beziehung zu ihm zerbrochen ist und Isabel seither keinen Schritt mehr auf toskanischen Boden gesetzt hat. Kaum hat sich Isabel in dem alten Haus ihrer Tante niedergelassen, stürmen die Erinnerungen von damals auf sie ein, als sie jeden Sommer dort verbracht hat. Aber auch Neris Anwesenheit fördert einige Bruchstücke zutage, die Isabel bis heute nicht verwunden hat…
Lisetta Renzi hat mit „Das Haus der verlorenen Träume“ einen unterhaltsamen Liebesroman vorgelegt, dessen Geschichte die malerisch-romantischen Toskana als Hintergrundkulisse hat. Der eingängig-flüssige und gefühlvolle Erzählstil verführt den Leser sofort und lässt ihn gemeinsam mit Isabel eine nostalgische Reise antreten, in denen nicht nur alte Erinnerungen eine Rolle spielen, sondern auch gewichtige Entscheidungen endlich fällig werden. Besonders hervorzuheben sind die den Kapiteln vorangestellten Beschreibungen über einzelne Gegenstände und Raumgestaltungen, die ganz wunderbar zur Thematik des jeweiligen Inhalts passen und gleichzeitig schöne Tipps geben, die eigenen vier Wände gemütlich zu gestalten. Der Zauber der Toskana und seiner Weinberge sowie die italienische Lebensfreude seiner Bewohner werden durch farbenfrohe Beschreibungen an den Leser übertragen, der den würzigen Geruch von besonderen Kräutern, Käse und Wein alsbald in der Nase hat und sich wünscht, in einer lauen Sommernacht mit den Protagonisten an einem Tisch zu sitzen und es sich gutgehen zu lassen. Die Geschichte birgt zwar keine großen Überraschungen, transportiert aber ein wunderbares Gefühl von Urlaub und Fernweh.
Die Charaktere sind liebevoll in Szene gesetzt und bestechen mit ihren individuell angelegten Eigenschaften durch Glaubwürdigkeit und Authentizität. Der Leser fühlt sich von Beginn an wohl mit ihnen und kann ihre Gefühle und Handlungen gut nachvollziehen. Isabell ist eine Frau, die gern die Kontrolle behält und nichts dem Zufall überlässt. Sie hat Angst vorm Fliegen und vorm Tauchen, beschäftigt sich lieber mit Zahlen und Dingen, die keinerlei Emotionen hervorrufen. Eigentlich ist sie aber ein sehr gefühlvoller Mensch mit einem guten Auge für Details, doch dies hat sie jahrelang unterdrückt. Je länger sie sich in der Toskana aufhält, umso emotionaler und offener wird sie wieder für die Dinge, die sie einmal geliebt hat. Neri ist ein attraktiver junger Mann, der gern mit den Händen arbeitet. Von Kindheit an wurde er mit einem gewissen Standesdünkel erzogen, der ihm oftmals im Weg steht. Er ist fleißig, beliebt und hat eine gute Antenne für die Gefühle anderer. Aber auch Giovanna, Kate, Jack und Bardo sind für den Verlauf der Geschichte nicht unwichtig.
„Das Haus der verlorenen Träume“ ist ein gefühlvoller Liebesroman, den man am besten im Italienurlaub oder in einer Hängematte unter einem schattigen Baum genießen sollte, um dabei ins Träumen zu geraten. Schöne Wohlfühlgeschichte mit Leseempfehlung!
Dreamworx aus Berlin

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von Dreamworx aus Berlin am 07.03.2020
Die Diva
Marly, Michelle

Die Diva


ausgezeichnet

1958. Die berühmte Operndiva Maria Callas hat jahrelang ihre Stimme zu Höchstleistungen gezwungen, doch nun fordert der Körper seinen Tribut und zahlt es ihr mit dem baldigen Versagen ihrer Stimme zurück. Eine Erholungsphase ist nicht in Sicht, denn Maria ist ein gefragter Star, der auf den Bühnen der Welt für ausverkaufte Häuser sorgt. Als sie dem griechischen Reeder Aristoteles Onassis begegnet, entbrennt zwischen den beiden eine gefährliche Liebesbeziehung, obwohl beide noch mit ihren jeweiligen Partnern verheiratet sind. Onassis und Maria sind jahrelang fast unzertrennlich, bis er die ehemalige amerikanische First Lady Jackie Kennedy trifft und diese 1968 heiratet. Für Maria Callas kam dies einem Todesstoß gleich, von dem sie sich nie richtig erholte…
Michelle Marly beleuchtet mit „Die Diva“ die explosive Liebesbeziehung zwischen der weltbekannten griechisch-amerikanischen Sopranistin Maria Callas und dem berüchtigten Reeder Aristoteles Onassis. In ihrem Roman mit autobiographischen Zügen lässt Marly in flüssigen und einfühlsamen Worten die charismatische, die Göttliche „La Divina“ Maria Callas für die Zeitspanne von 1958 bis 1969 wiederauferstehen. Der Leser begibt sich auf eine Zeitreise in die Mitte des letzten Jahrhunderts, um die Begegnung zweier schwieriger Persönlichkeiten und ihre teils recht ungesunde Beziehung mitzuerleben, die sich in der schillernden Welt des glamourösen Jet Sets bewegen und deren Verhalten nie unauffällig und unkommentiert blieb. Die Autorin stellt dabei die besondere Abhängigkeit Marias heraus, die schon seit ihrer Kindheit unter Ablehnung, Verlustängsten und dem Ehrgeiz anderer litt. Die Autorin lässt den Leser während der Lektüre hinter die Kulissen der Opernwelt schauen und gewährt auch einen tiefen Blick in das Seelenleben ihrer Protagonistin. Mit der farbenfrohen Erzählweise erreicht Marly einmal mehr, dass der Leser sich eher mittendrin statt nur dabei fühlt und sowohl die Operndiva als auch den exzentrischen Reeder von einer etwas persönlicheren Seite kennenlernt, was nicht nur kurzweilig, sondern auch sehr spannend ist.
Die Charaktere hat Marly wunderbar eingefangen und lebendig werden lassen. Sie verströmen den elitären Flair eines glamourösen Paares, lassen aber auch einen Blick in ihre Seelen zu, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Maria Callas wurde schon in ihrer Kindheit durch den Weggang des Vaters und den Drill der Mutter geprägt. Sie konnte es nie jemandem recht machen, setzte deshalb an sich selbst extrem hohe Maßstäbe. Ihr außergewöhnliches Talent machte sie an den Opernhäusern dieser Welt zu einem Star der Superlative. Doch auch als gefeierter Star war sie eine Frau, die unter Verlustängsten und Ablehnung litt, die hemmungslos und mit jeder Faser ihres Herzens bis zum Exzess liebte, aber auch so unsäglich unter der Trennung litt und nie darüber hinweg kam. Onassis war ein Selfmade-Billionaire, der mit Kunst nichts am Hut hatte und Frauen als schmückendes Beiwerk betrachtet. Nicht gerade attraktiv, aber unermesslich reich war er ein egozentrischer Playboy, dem eine Frau nicht reichte. Seine Beziehung zu Maria war allerdings anders, denn sie stammten aus ähnlichen Verhältnissen und verdankten ihren Erfolg unermüdlichem Fleiß und harter Arbeit, gerade deshalb passten sie so gut zusammen.
„Die Diva“ ist ein tiefgründiger, gut recherchierter Roman mit autobiographischen Zügen über einen wichtigen Lebensabschnitt des Jahrhunderttalents der Opernszene, Maria Callas. Ihre unglückliche Liebesbeziehung zu Aristoteles Onassis berührt ebenso wie ihre göttliche Stimme. Nach dieser Geschichte hört man einige ihrer Interpretationen mit anderen Ohren. Absolute Leseempfehlung!
Dreamworx aus Berlin

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von claudi-1963 aus Schwaben am 03.03.2020
Blutige Gnade / Mara Billinsky Bd.4
Born, Leo

Blutige Gnade / Mara Billinsky Bd.4


ausgezeichnet

"Der Mensch ist das einzige Tier, das so lange freundlich zu seinen Opfern sein kann, bis es sie frisst." (Samuel Butler der Jüngere)
Ein Einbruch, bei dem nichts gestohlen wird, es jedoch eine Tote gibt. Den Journalisten Peter Johannsen der brutal gefoltert und ermordet wird. Doch hinter welcher Story war er dran, dass ihn jemand so brutal getötet hat? Die extravagante Frankfurter Kommissarin Mara Billinsky bekommt wieder ordentlich was zu tun. Außerdem fällt ihr auf, dass sie in letzter Zeit von jemand beschattet wird. Ist es womöglich Blochin, den sie damals nicht zufassen bekam oder einer seiner Hintermänner? Doch der Schatten stellt sich als jemand aus Maras Vergangenheit heraus, bei dem sie nicht weiß was sie von ihm halten soll. Als dann noch Rafael Makiadi, Maras junger Freund dem sie geholfen hat, spurlos verschwindet, macht sie sich ernsthaft Sorgen. Doch es wird ihr genauso klar, dass alle Fälle eine Verbindung haben und nicht nur sie in großer Gefahr schwebt. Schafft es Mara, rechtzeitig die Hintermänner zu schnappen, um die ganze Wahrheit herauszufinden?

Meine Meinung:
Wieder eine typische Krähe ziert das Cover des vierten Mara Billinsky Thriller aus Frankfurt. Voll erfreut habe ich mich auf den neuen Band von Leo Born gestürzt, da ich einfach von dieser Reihe überzeugt bin. Sein Schreibstil ist bildhaft, flüssig, locker und unkompliziert, sodass ich einmal begonnen das Buch nicht mehr weglegen kann. Besonders da es hier wieder um sehr verzwickte Ermittlungen ging, die alle ineinander zusammenlaufen, wie es nahezu typisch ist bei dieser Reihe. Doch diesmal lerne ich dazu Mara noch ein wenig besser kennen, da jemand aus ihrer Vergangenheit auftaucht. Des Weiteren treffe ich wieder auf Rafael den jungen Straftäter, dem Mara und Sozialarbeiter Hanno geholfen haben. Dass die Vorfälle in der Fleischfabrik, wo er arbeitet, noch Probleme für ihn geben wird, war mir schnell klar. Jedoch das es so gefährlich wird, hat mich schon etwas geschockt. Die Foltermethoden, die an dem toten Journalisten angewendet wurden, fand ich wirklich krass und erschreckend. Dass es nicht bei dem einen Toten bleibt, war mir recht schnell klar. Im Übrigen hatte ich sofort kein gutes Bauchgefühl für den, der im Hintergrund die Fäden zieht. Den mir war schnell klar, dass dieser, was im Schilde führt. Gut gefallen hat mir diesmal wieder die Kooperation mit Jan Rosen. Selbst wenn die beiden so unterschiedlich sind, hat sich der schüchterne, bunte Spatz, wie er von seinen Kollegen genannt wird, wirklich positiv entwickelt. Überhaupt gefällt mir das kollegiale Verhalten des Frankfurter Teams bei Weitem besser als zu Beginn der Reihe. Den ebenfalls positiv verändert hat sich ihr Vorgesetzter Klimmt, der inzwischen zumindest von Mara Arbeit überzeugt ist. Seine cholerische, schroffe Art, die ihn so unsympathisch machte, kommt nun eher selten zum Ausbruch. Jedoch ebenso hat Mara sich verändert, sie scheint langsam ein wenig weicher zu werden, zumindest gegen ihren Vater. Und zusätzlich hat ihr letzter Fall Spuren bei ihr hinterlassen, körperlich und psychisch. Sie wirkt lange nicht mehr so abgebrüht und unnahbar, im Gegenteil manchmal blitzt sogar dieser toughen Ermittlerin die Angst durch, was ihr nicht immer gefällt. Doch für mich wirkt sie dadurch ein wenig menschlicher und nicht mehr so als Superheldin wie am Anfang und ich habe sie und Jan Rosen inzwischen in mein Herz geschlossen. Wie schon in den letzten Büchern hat Leo Born hier wieder viele Ermittlungen, Impulse und Wendungen in diesen Thriller gepackt, damit er spannend bleibt und als Zusatz diesmal noch ein wenig Gefühl. Mich jedenfalls konnte er wieder voll überzeugen, den Mara ist für mich eine der besten deutschen Ermittlerinnen. Deshalb von mir eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne. Weiter so Leo Born, ich möchte noch mehr von Mara Billinsky lesen.
claudi-1963 aus Schwaben

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von Dreamworx aus Berlin am 01.03.2020
Belmonte
Riepp, Antonia

Belmonte


ausgezeichnet

Die Frauen von Belmonte
Nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter Franca erlebt deren Enkelin, die Landschaftsgärtnerin Simona, eine Überraschung, denn sie erbt ein altes Haus im beschaulichen italienischen Dörfchen Belmonte nicht weit von Ancona. Simona, die gerade ihren Job in einer Gärtnerei verloren hat und deren Beziehung momentan nicht so verläuft, wie geplant, ist neugierig, was sie in Belmonte erwartet und macht sich auf die Reise. Dort in den Hügeln zieht sie nicht nur in das geerbte Haus it wunderschönem Garten ein und trifft auf die unbekannte Verwandte ihres italienischen Familienzweigs, sondern erhält über Sprechkassetten, die ihr von einem Unbekannten zugespielt werden, zusätzlich Einblick in Francas bewegte Vergangenheit, die auch Auswirkungen auf Simonas Leben hat…
Antonia Riepp hat mit „Belmonte“ einen wunderschönen Generationenroman vorgelegt, der nicht nur mit einer flüssigen, farbenfrohen und gefühlvollen Sprache besticht, sondern dem Leser neben einer spannenden und atmosphärisch-dichten Geschichte gleich drei interessante Frauenleben präsentiert, die einem mehr oder weniger mitten ins Herz treffen. Wechselnde Perspektiven lassen den Leser zwischen den Zeiten wandeln und dabei so unterschiedlichen Protagonistinnen kennenlernen, deren Einzelschicksale aber auch so manche nicht unwichtige Parallele in ihren Leben aufweisen. So trifft der Leser in Italien als erstes auf die Bauerntochter Teresa im Jahr 1944, wo sie während des Krieges mit ihrer Freundin Marta die Widerstandskämpfer in den Bergen mit Nahrung versorgt. Ihre unglückliche Liebe zum wohlhabenden Cesare Prisco wird sie ihr Leben lang begleiten ebenso wie ein dunkles Geheimnis, das sie mit Freundin Marta teilt. Teresas Tochter Franca führt ein ebenso bewegtes Leben wie ihre Mutter und kommt in den 50er Jahren als Gastarbeiterin nach Deutschland, wo sie eine Familie gründet, jedoch auch ein Geheimnis hütet. Schließlich trifft man in der Gegenwart auf Francas Enkelin Simona und deren schwieriger Beziehung zu ihrer Mutter Marina. Die Autorin versteht es sehr geschickt, die Lebenswege der drei Frauen miteinander zu verweben und deren Geheimnisse gleich einem Quilt Stück für Stück aufzudecken und die unterschiedlichen Verwicklungen preis zu geben. Mit farbenprächtigen Beschreibungen lädt sie den Leser ein, sich selbst ein Bild vom gastfreundlichen Belmonte zu machen, den Düften der Kräuter und Früchten nachzuspüren und die italienische Lebensfreude zu teilen.
Die wunderbar lebendigen Charaktere besitzen allesamt Persönlichkeit aufgrund ihrer glaubhaften Ecken und Kanten, in deren Kreis sich der Leser schnell wohl fühlt und das Mitleiden, Mithoffen und Mitfiebern leicht machen, während er ihre Schicksale verfolgt. Teresa ist eine Frau voller Träume, sie ist eine Kämpfernatur, die sich nicht unterkriegen lässt, auch wenn sie einige Niederschläge einstecken muss. Franca hofft auf ein besseres Leben, ihr Heimweh wird sie ihr Leben lang begleiten. Simona ist eine tatkräftige junge Frau, die an einem Scheideweg steht. Sie ist offen und direkt, mutig und entschlossen. Marta Ferri ist Teresa als Freundin bis in den Tod eng verbunden und teilt mit ihr so manches Geheimnis. Adriano, der Americano, ist ein zurückhaltender Mann, der selbst einen Schicksalsschlag zu verkraften hat und sich erst nach und nach öffnet. Tobias ist ein gradliniger Kerl, der seiner Frau die Wünsche von den Lippen abliest und ihr einiges an Freiraum lässt. Aber auch Irma, Giovanna, Federico, Marina oder Sebastian haben wichtige Rollen, mit der sie die Spannung in dieser generationsübergreifenden Geschichte steigern.
„Belmonte“ ist vom ersten Moment an eine hinreißende und fesselnde Geschichte, die den Leser mit all seinen Geheimnissen und Verwicklungen in Atem hält und das Buch nicht aus der Hand legen lässt, bis alles aufgedeckt ist. Wunderbar erzählt und ein absolutes Lesehighlight! Chapeau – besser geht es nicht!
Dreamworx aus Berlin

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von claudi-1963 aus Schwaben am 26.02.2020
Hilfe, Jesus, ich bin Jude
Uschomirski, Anatoli

Hilfe, Jesus, ich bin Jude


sehr gut

"Nur dann, wenn der Sohn euch frei macht, seid ihr wirklich frei." (Johannes 8,36)
Am 8. April 1959 kommt Anatoli Uschomirski in Kiew zur Welt, der neugierige Junge wird schon recht früh mit seinen jüdischen Wurzeln konfrontiert. In der Schule verprügelt und als "Stinkender Jude" tituliert, merkte er schnell, dass er anders ist als die anderen. Ständig hatte er Angst als Jude aufzufallen und verprügelt oder verspottet zu werden. Recht früh stellt er seinen Eltern Fragen, wie: "Was heißt es, ein Jude zu sein? Ist es etwas Schlechtes, ein Jude zu sein? Kann ein Jude ein Nichtjude werden, um sich alle Unannehmlichkeiten im Leben zu ersparen?" Doch seine Mutter kann ihm diese Fragen nicht beantworten. Recht jung und unerfahren heiratet er Irina Kaz und muss schnell feststellen, dass die Ehe kein Abenteuer, sondern ein gegenseitiges Geben und Nehmen ist. Weiterhin will er mehr über seine jüdischen Wurzeln wissen und entdeckte dabei, das viele seiner Verwandten 1941 bei einem schrecklichen Massaker in Babyn Yar (Babyn Jar) ums Leben kamen. Er beginnt die Deutschen zu hassen und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit für sein Leben. Antworten jedoch findet er nicht im Judentum, Philosophie oder Esoterik. Erst als er ein Buch von Stan Telchin entdeckt und liest, werden ihm die Augen geöffnet, wo er Hilfe und Erlösung findet. Er nimmt Jesus als Erlöser an, besucht Gottesdienste von messianischen Juden und reist schließlich 1992 mit seiner Familie nach Deutschland aus, wo sie heute noch leben. Seit 1994 engagiert er sich dort beim Evangeliumsdienst für Israel (EDI), gründete eine jüdisch-messianische Gemeinde und hält viele Vorträge in ganz Europa. Immer davon das sich Juden und Christen annähern und versöhnen sollen.

Meine Meinung:
In dem Buch von Anatolis Lebensgeschichte geht es sehr viel um Versöhnung von Juden und Christen. Es geht darum, wie sein Weg zum Glauben an Jesus geführt hat. Er zeigt Ängste auf, die einige Juden haben, falls sie Jesus als ihren Erlöser annehmen. Schildert von seinen Schwierigkeiten als Jude unter Christen und ebenso als messianischer Jude unter Juden. Anatoli schildert, wie er Menschen hilft die noch immer unter ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit leiden und spricht ihnen so weit möglich Vergebung zu. Er berichtet von seinem Theologiestudium und was dieses bei ihm auslöst. Schildert über seinen Glauben an Jesus, wie er befreit und er trotzdem noch Jude sein darf. Auch seine Frau Irina, mit der er inzwischen über 40 Jahre verheiratet ist, kommt mehrmals zu Wort und zeigt, ihre unterschiedliche Sicht. Schön fand ich den Bildteil in der Buchmitte, der das Ganze noch etwas auflockert. Interessante Leserbriefe bei dem es um Belastung und Vergebung geht und er beantwortet Fragen wie:
"Was bedeutet es, ein Jude zu sein, der an Jesus glaubt?
Hellenistisches oder hebräisches Denken?"
Im Anhang befindet sich eine Zusammenfassung und weitere Themen:
- Wie Juden und Christen die Bibel verstehen
- Messianische Juden und die christliche Kirche
- Die Verfolgung der Juden im Mittelalter
- Die Aufklärung und die Neuzeit
- Jüdische Wurzeln des christlichen Glaubens ....
Besonders diesen Teil fand ich ein wenig trocken und theoretisch, zudem hatte ich mich über diese Themen schon früher informiert. Jedoch für Leser, die sich mit dieser Thematik noch nicht befasst hat, ist der Anhang sehr wertvoll. Ich für meinen Teil hätte allerdings lieber noch etwas mehr über seine jüdische Familie erfahren. Zusammengefasst ist es ein gutes Buch, dass helfen könnte den Riss zwischen Juden und Christen, etwas schmaler werden zu lassen, darum von mir 4 von 5 Sterne.
claudi-1963 aus Schwaben

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.