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Bewertung von claudi-1963 aus Schwaben am 11.05.2020
Heiße Erotische Träume   30 Erotische Geschichten
Carll, Udo

Heiße Erotische Träume 30 Erotische Geschichten


sehr gut

"Manchmal wird die Liebe im Traum so intensiv wahrgenommen, dass man sie sogar körperlich spürt." (traeumen.org)
Es gibt viele verführerische Gelegenheiten um jemanden Lust und Leidenschaften zu bereiten. Dies zeigt uns der Autor hier in seinem Buch durch seine Träume. Ob es der Kusstraum, Morgentraum, Männertraum, Parkplatztraum und viele weitere sind. In 30 verschiedenen Geschichten nimmt er den Leser mit seinen erotischen Gedanken und Verführungen mit, um sich ganz zu entspannen und loszulassen. Dabei wird unserer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Oder hattet ihr noch nie erotische Träume mit eurem Mann der Träume?

Meine Meinung:
Ein heißes, hautfreies Cover stimmt uns ein in dieses Buch voller erotischer Träume. Habt Ihr Euch nicht schon mal Gedanken gemacht, wie wohl ein Autor erotische Geschichten schreibt? Genau das wollte ich wissen, als ich mich für dieses Buch entschieden habe. Den bisher hatte ich immer nur Autorinnen, die dieses Genre bedienten. Der Schreibstil ist locker, flüssig, nur mit der Zeit wurden mir die Wiederholungen dann doch etwas zu viel. Die ersten Geschichten waren noch ganz angenehm, prickelnd und stimulierend, doch je weiter ich ins Buch durchdrang, desto ähnlicher wurden mir die Abfolgen der einzelnen Geschichten. Durch die vielen ähnlichen Abläufe und Wiederholungen wurden sie mit der Zeit zu eintönig. Es gab, kam einmal sexuelle Varianten, die ein bisschen anders abliefen. Zudem fehlte mir bei den meisten Geschichten die Handlung drumherum. Es war im Grunde nur eine Abfolge von Stimulationen, die dann beim eigentlichen Höhepunkt endeten. Natürlich werden jetzt manche sagen, das habe ich doch bei den anderen Büchern meist auch. Doch wie gesagt hier fehlte mir bei dem meisten das Gerüst der Geschichte, die um den eigentlichen sexuellen Akt abläuft. Es hätte ja nicht bei jeder Geschichte sein müssen, aber etwas Abwechslung in seinen sexuellen Praktiken, dem Vorspiel oder dem eigentlichen Akt hätten sicher gutgetan. Mir ging es hier manchmal etwas zu schnell zur Sache, was sicher an den recht kurzgehaltenen Geschichten lag. Lediglich die Orte der Leidenschaft ändern sich. Doch wem das gefällt, der ist sicherlich bei diesen 30 Geschichten gut aufgehoben. Jedenfalls um ab und zu eine davon sich zu Gemüte zu führen, dabei sein Kopfkino anzuschalten und sich angenehm überraschen zu lassen, ist es genau richtig. Mein Fazit: Ich habe festgestellt, das Männer nicht sehr viel anders erotische Bücher schreiben, wie Frauen. Vielleicht bringen Frauen noch etwas mehr Romantik ins Spiel. Von mir gibt es für dieses Buch 3 1/2 von 5 Sterne.
claudi-1963 aus Schwaben

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von Nastjaz43 am 10.05.2020
Did I Mention I Love You? Book 1 in the Dimily Trilogy
Maskame, Estelle

Did I Mention I Love You? Book 1 in the Dimily Trilogy


ausgezeichnet

Ich habe einige Empfehlungen bekommen das Buch zu lesen, weil es sehr mitreißend ist.

Das Cover hat mich schon am Anfang angesprochen. Dann habe ich beschlossen es zu lesen, schon nach einigen Kapiteln wusste ich, dass die Geschichte für mich sehr spannend ist. Und ich wusste ich muss wissen wie sich alles zwischen Eden und Tyler entwickeln wird.
Ich bin nicht enttäuscht worden.
Ich muss sagen die original Version, also die englische ist besser zu lesen als die deutsche.

Es ist gut geschrieben und es lässt sich flüssig lesen, obwohl Estelle Maskame es im Jugendalter geschrieben hat. Ein großes Lob an sie, dass sie es so toll gemacht hat.
Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen
Nastjaz43

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von Norbert am 08.05.2020
Goki 58998 - Zaubertafel

Goki 58998 - Zaubertafel


schlecht

Vorsicht - hier handelt es sich entweder um einen Fehler oder um den Versuch der Täuschung. Verkauft wird die KLEINE GokiTafel, 13x17cm, 1 Stück !!!. Diese wird hier sehr teuer verkauft, und der alte Verkaufspreis von angeblich 25,99EUR kann nicht stimmen. Sonst ist die Tafel sehr schön und unsere Kinder mögen sie gerne, der wahre Wert liegt bei 1-2 EUR (siehe auch andere Shops). Bei Bestellung gingen wir von einem Mehrfachpack aus, irregeleitet durch den hohen Preis.
Norbert

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von Dreamworx aus Berlin am 26.04.2020
Tage der Hoffnung / Die Schwestern vom Ku'damm Bd.3
Riebe, Brigitte

Tage der Hoffnung / Die Schwestern vom Ku'damm Bd.3


ausgezeichnet

1958 Berlin. Die 24-jährige Florentine „Flori“ Thalheim kehrt aus Paris zurück in ihre Heimatstadt und erstreitet sich mit viel Engagement und Ideenreichtum trotz fehlendem Abitur ein Studium an der renommierten Kunsthochschule, denn ihr Herz schlägt leidenschaftlich für die Malerei, aber nicht für das familieneigene Kaufhaus. Ihre eigene Familie ist von ihren Plänen nicht begeistert, doch Flori setzt sich durch und darf ihr Studium unter Professor Rufus Lindberg starten, der sich bald zu ihrer Achillesferse entwickeln soll. Aber Flori ist aus hartem Holz geschnitzt und trotz den Niederschlägen, denn sie sieht ihre Zukunft vor sich und nur das zählt sowie gute Freunde, die da sind, wenn es Not tut. Währenddessen wird Berlin erst durch Stacheldraht und dann durch eine Mauer in Ost und West geteilt, was auch die Thalheims vor große Herausforderungen stellt….
Brigitte Riebe hat mit „Die Schwestern vom Ku’damm-Tage der Hoffnung“ den dritten Teil ihrer Thalheim-Trilogie vorgelegt, der den beiden Vorgängern an Bildhaftigkeit, ausgezeichnet recherchiertem Hintergrund und einer tollen Story in Nichts nachsteht. Der farbenfrohe, flüssige und fessende Erzählstil schlägt den Leser ab der ersten Zeile in den Bann, lässt ihn eine Zeitreise in die Vergangenheit antreten und wieder in die Thalheimsche Familie einziehen, um liebgewonnene Charaktere ein weiteres Stück ihres Lebens zu begleiten. Im Vordergrund steht diesmal Nesthäkchen Florentine, genannt Flori, die inzwischen zu einer tatkräftigen und mutigen jungen Frau herangewachsen ist und ihren Platz im Leben sucht. Die Autorin lässt ihr Publikum wunderbar an Floris Entwicklung und der Verwirklichung ihrer Träume teilhaben, strickt aber gleichzeitig auch mit vielen überraschenden Wendungen den weiteren Verlauf innerhalb der Familie weiter, so dass der Leser bei so einigen Dramen, Geheimnislüftungen und Happy Ends als Zaungast dabei sein darf. Die Rolle der Frau Ende der 50er Jahre ist ebenso ein Thema wie die deutsch-deutsche Teilung, der Mauerbau, Kennedys Berlin Besuch, einem Auftritt von Marlene Dietrich oder auch ein Konzert der Beatles. Durch den exzellent mit der Geschichte verwobenen Hintergrund erlebt der Leser ein wahres Kopfkino voller Ereignisse, die er sonst nur aus Geschichtsbüchern kennt, während sein eigenes Schicksal immer enger mit den Thalheims verknüpft zu werden scheint. Der Spannungsbogen hält den Leser durchgängig in Atem und schickt ihn gleichzeitig auf eine Achterbahn der Gefühle.
Die Charaktere haben sich weiterentwickelt und nehmen den Leser mit ihrer Glaubwürdigkeit und Lebendigkeit sofort wieder für sich ein. Es ist eine Wohltat, sich wieder unter sie zu mischen und mit ihnen zu hoffen, zu bangen und zu fiebern. Flori ist eine offene, künstlerisch begabte, impulsive junge Frau, die sich nicht unterkriegen lässt und für ihre Träume kämpft. Sie macht aus ihrer Seele keine Mördergrube, aber ihre Verletzlichkeit trägt sie nicht zu Markte, sondern leckt im Stillen ihre Wunden. Ihre älteren Schwestern Silvie und Rieke haben inzwischen ihren Platz im Leben gefunden, dieses Ziel hat Flori auch und muss so manch schmerzliche Hürde nehmen, bis sie es erreicht. Franzi und Gregor sind ihr eng verbunden und unterstützen sie, wo sie nur können. Floris Kommilitone Benka, ein junger Fotograf mit gezeichnetem Gesicht, ist ein zuverlässiger und guter Freund, der eine wichtige Rolle in ihrem Leben einnimmt und beruflich mit ihr einiges auf die Beine stellt. Rufus Lindberg ist ein Egomane, der sich nimmt, was er will.
Mit „Die Schwestern vom Ku’damm-Tage der Hoffnung“ ist Brigitte Riebe wieder ein Superwurf gelungen, ein Füllhorn an wunderbar inszenierten geschichtlichen Wegweisern, die den Weg von Florentine Thalheim und ihrer Familie pflastern, während sie auf der Suche nach ihrem Platz im Leben ist. Zauberhaft erzählt und wieder einmal ein absolutes Kleinod und Lesehighlight, das das Prädikat „Besonders wertvoll“ zu Recht verdient hat! Chapeau, besser geht es nicht!!!
Dreamworx aus Berlin

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von leseratte1310 aus Niederrhein am 22.04.2020
Essen gegen Arthrose (eBook, ePUB)
Liebscher-Bracht, Roland; Bracht, Petra; Lafer, Johann

Essen gegen Arthrose (eBook, ePUB)


gut

Ich leide seit vielen Jahren unter Arthrose und lese natürlich alles, was es so an Erkenntnissen gibt, betrachte aber auch vieles kritisch. Dass Johann Lafer selbst betroffen ist und uns an seinen Erfahrungen teilhaben lassen will, fand ich interessant. Daher war dieses Buch ein Muss für mich.
Gemeinsam mit der Ernährungsmedizinerin Petra Bracht und dem Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht hat er dieses Buch geschrieben. Zunächst einmal gibt es eine Menge Informationen zum Thema Arthrose, die jeder Betroffene wohl kennt.
Danach gibt es den Rezeptteil, der ohne Fleisch auskommt. Nach Lafers Erfahrung hat ich das komplett von seinen Schmerzen geheilt. Das ist sehr schön für ihn, nur ist Herr Lafer für mich nicht wirklich glaubhaft, denn diese Wunderheilung ist bestimmt nicht von jetzt auf gleich passiert, aber er veröffentlicht noch fleißig Bücher, die eben nicht „fleischlos“ daherkommen. Er ist halt ein Meister der Selbstvermarktung.
Ich habe schon einige Kochbücher von Johann Lafer und muss auch dieses Mal wieder feststellen, dass es meist aufwendig ist, die Gerichte nach zu kochen und dass viele der Lebensmittel bei uns auf dem Land überhaupt nicht zu bekommen sind. Trotzdem habe ich wieder das ein oder andere Gericht gefunden, das mir gefallen hat. Die Fotos dazu sind auch wieder perfekt.
Ein schönes Buch, das anregt, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
leseratte1310 aus Niederrhein

4 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von claudi-1963 aus Schwaben am 18.04.2020
Joana auf Echo-Hall
Bálly, Alexander

Joana auf Echo-Hall


ausgezeichnet

"Ein Gemälde ist eine Brücke, welche den Geist des Malers mit dem des Betrachters verbindet." (Eugène Delacroix)
Die 10-jährige Joana muss ausgerechnet den Sommer über bei ihrer Tante Hilda auf Echo-Hall verbringen, weil ihre Mutter schwer erkrankt und der Vater zur See ist. Dass sie schon länger blass war, ist Joana aufgefallen, aber das es Mama so schlecht geht, hatte sie nicht geahnt. Ebenfalls nicht das sie in Echo-Hall auf einen sonderbaren und sehr eigenen Hausbesitzer trifft. Sir Albert macht ihren langweiligen, öden Aufenthalt in Echo-Hall nicht gerade angenehmer, der alte Mann kann anscheinend Kinder nicht ausstehen. So muss Joana einiges an Regel befolgen, sie darf nicht rennen, nicht hüpfen und alles, was Spaß macht, ist verboten. Jedoch als eines Tages Joana beim Essen das Gefühl hat von der Figur eines Gemäldes beobachtet zu werden, wird sie neugierig. Auf einmal verschwinden Tiere, die in einem anderen Gemälde wieder auftauchen. Ihre Neugierde bringt Joana irgendwann dem unfassbaren Geheimnis der Gemälde und Echo-Hall immer näher.

Meine Meinung:
Das sehr einfache Cover mit dem traurigen Kind auf einem Koffer wirkt für mich als Kinderbuch recht schlicht. Den Autor kenne ich bisher von einem Krimi und einer anderen Fantasygeschichte, doch dieses Mal ging es um ein Kinderbuch und ich war schon sehr gespannt. Der Schreibstil ist schon für Kinder recht anspruchsvoll und mitunter habe ich das Gefühl, das 10-Jährige für dieses Buch nicht geeignet sind. Ich hingegen würde es erst ab 12, wenn nicht sogar ab 14 Jahren empfehlen. Zudem denke ich das man schon ein Faible für Fantasy, Malerei und Kunst haben sollte, denn in diesem Buch geht es viel um von Gemälden, Maler und deren Stilepochen. Ein wenig erinnert mich dieses Buch an die "Chroniken von Narnia" und Joana ein bisschen an Anne von "Anne von Green Gables". Für Joana ist der Aufenthalt in Echo-Hall ein wenig einsam und langweilig, kein Wunder das da die neugierige 10-Jährige mit einer ausgezeichneten Aufnahmefähigkeit recht schnell das Geheimnis von Echo-Hall entdeckt. Außerdem gibt ein Familienschicksal, das Joana ebenfalls keine Ruhe lässt. Ob sie dem Geheimnis auf der Spur bleibt und dadurch vielleicht auch die Familie retten kann? Bei Echo-Hall dachte ich natürlich sofort an ein altes, englisches Gutshaus. Die Charaktere sind ebenfalls gut durchdacht, die liebenswerte, wissbegierige Joana kommt mir vom Benehmen her ein wenig älter als 10 Jahre vor. Tante Hildas Unterricht finde ich ebenfalls ein wenig übertrieben und recht anspruchsvoll für das Alter. Köchin Fanny dagegen gefällt mir sehr gut. Und der despotische, reservierte Sir Albert, der mit Joana kaum ein Wort redet, erinnert mich ein wenig an den Opa vom "Kleinen Lord". Mir allerdings haben die Details über die Malerei und die Gemälde gut gefallen, allerdings bin ich mir wie gesagt nicht sicher, ob sich 10-Jährige dafür so sehr begeistern können. Als Bonbon hat der Autor eine zusätzliche Homepage, extra für das Buch angelegt, dessen Link im Buch angegeben wird. Dort gibt noch mehr Einblicke in die Gemälde, Stilepoche und deren Maler. Weil es wie oben schon erwähnt sehr anspruchsvoll für Kinder ist, gebe ich dem Buch 4 1/2 von 5 Sternen.
claudi-1963 aus Schwaben

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von claudi-1963 aus Schwaben am 06.04.2020
Hessen mörderisch genießen
Speidel, Joachim; Quinke, Sibyl; Vollenberg, Brigitte; Meyer, Martin; Rehm, Anette; Scheuermann, Petra; Woda, Bruno

Hessen mörderisch genießen


ausgezeichnet

"Ach, was haben wir doch alles, hier im schönen Hessenland, Äbbelwoi, de guude Handkäs, die gri Sos, die is bekannt. Bretsel, Wörschte, Haarte Kuche, auch des Frizche mit dem Kraut, tun sie alles das versuche, sind sie so wie ich gebaut." (Heinz Schenk)
Hessen besticht nicht nur durch seine wunderschönen Landschaften, wie den Taunus, Westerwald oder das Schiefergebirge. Zudem bietet es eine breite Palette an wunderbaren kulinarischen und deftigen Köstlichkeiten. So geht es in dieser Anthologie jeweils immer und ein regionales, hessisches Gericht, das mit einem würzigen Kriminalfall verfeinert wird. In 20 Kriminalfällen von unterschiedlichen Autoren wird getötet, was das Zeug hält. Es wird gemordet und gebrutzelt, gemeuchelt und gebraten, betrogen und gebacken, aber immer mit einer grandiosen hessischen Köstlichkeit.

Meine Meinung:
Das bunte Cover mit dem Handkäs mit Musik macht einem schon den Mund wässrig auf dieses Buch. Für mich ist es nicht das erste Mal, das ich eine Mischung aus Kriminalfall und Rezepten lese. Zuvor durfte ich schon eine Anthologie aus Mallorca, genießen. Darum habe ich mich aus sehr gefreut nun etwas näher die kulinarischen Spezialitäten Hessens kennenzulernen. Vielen ist doch sicher noch die Musiksendung "Zum Blauen Bock" mit Heinz Schenk und Lia Wöhr bekannt, mit seinem Bembel und dem Äppelwoi, der besonders beliebt ist in Hessen. Bemerkenswert finde ich wieder einmal die gelungene Mischung aus Kriminalfall und Spezialitäten, bei der sich diesmal die Autoren wieder sehr interessante Geschichten haben einfallen lassen. Jeder Autor bekommt zuvor eine hessische Spezialität, über die sie dann eine mörderische Geschichte schreiben dürfen. Das Ganze wird ab und an noch mit dem passenden Dialekt verfeinert, wie z. B. beim "Ebbelwoi-Express". Im dunkeln Essen finde ich ja sehr interessant, selbst wenn ich es mir noch nicht so recht vorstellen, wie man das macht. Doch in "Dinner in the Dark" kommt es sogar zu einem Mord im Dunkeln. Wenn eine Tierärztin zur Metzgerin wird, könnte es durchaus gefährlich werden, wie ich im Krimi "Ins offene Messer" erleben durfte .... Köstlichkeiten wie den Handkäs mit Musik, Apfelweinbraten, Sauerkrautsuppe, Haadekuche, Nesterhebes oder hessische Diebchen lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. An jeden Krimi angeschlossen ist immer das Rezept zum jeweiligen Gericht, das den Leser zum Nachkochen einlädt. So ist es ebenso dieses Mal wieder den Herausgeberinnen Brigitte Lamberts und Ursula Schmidt-Spreer gelungen, eine kulinarische, kriminelle Vielfalt zu offenbaren. Ganz besonders wegen der Kürze der Geschichten eignen sie sich recht gut als Bettlektüre. Den wie heißt es doch so schön, "Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett". Mich jedenfalls konnten nicht nur die meisten Kriminalfälle überzeugen, sondern zugleich ebenfalls die ausgesuchten Gerichte Hessens, darum von mir eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.
claudi-1963 aus Schwaben

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von Wuestentraum am 03.04.2020
Nach Mattias
Zantingh, Peter

Nach Mattias


sehr gut

Mattias ist von einem zum anderen Tag nicht mehr da. Dieser Roman handelt von 8 Menschen, die ihm nahestanden oder ihn kaum kannten. Wie jeder auf seine Weise um ihn trauert und an ihn denkt und vermisst. Und welche Zusammenhänge es zwischen den einzelnen Personen gibt, in denen es immer um Mattias geht.

Peter Zantingh hat in diesem Roman nicht nur über die Trauer über einen verlorenen Menschen geschrieben, welche Wege jeder findet, um damit umzugehen, sondern zeigt auch auf, welche Konsequenzen es für jeden Einzelnen, der zurückbleibt, haben kann, wenn ein geliebter Mensch stirbt.

An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen, wenig Worte, wenig Erklärungen, dafür umso mehr zwischen den Zeilen lesen. Nachdem ich in der Geschichte drin war, hat er mir super gefallen. Der Autor erzählt nur das Nötigste, benutzt wenige Worte, damit sich der Leser am Ende alles selbst zusammenreimen kann. Das hat mir sehr gut gefallen, ebenso wie die einzelnen Geschichten der 8 Menschen, die entweder Freundin, Mutter, Großeltern, bester Freund, Spielgefährte oder aus anderen Gründen mit Mattias verbunden waren.

Eine sehr intensive Geschichte, trotz oder gerade wegen der fehlenden ausladenden Erklärungen und Erläuterungen ein Roman, der fesselt und berührt. Mir hat er sehr gut gefallen, ebenso die Charaktere, die der Autor erschaffen hat mit ihren jeweiligen Problemen, Erinnerungen und Gedanken.

Fazit:

Interessanter Roman, mit einem Schreibstil ohne zu viele Worte, der mich gefesselt und berührt hat.
Wuestentraum

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von Juti aus HD am 28.03.2020
Das Gewicht der Worte
Mercier, Pascal

Das Gewicht der Worte


schlecht

Langweilig
Der Autor von „Nachtzug nach Lissabon“ und dieses Buch habe ich gern gelesen, bringt sein neues Buch auf den Markt. Während ich glaubte, in Corona-Zeiten Bücher lesen zu können, kann ich zu diesem hier nur sagen: Langweilig.

Bis Seite 60 gequält, weiter nicht. Auch während Corona ist Zeit für schlechte Bücher zu schade. 1 Stern
Juti aus HD

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von Dreamworx aus Berlin am 27.03.2020
Ein Traum vom Glück / Ruhrpott Saga Bd.1
Völler, Eva

Ein Traum vom Glück / Ruhrpott Saga Bd.1


ausgezeichnet

1951 Essen. Katharina lebt mit ihren beiden Töchtern Inge und Bärbel seit ihrer Flucht aus Berlin bei ihrer Schwiegermutter Mine in Essen. Während Mine noch immer an die Rückkehr ihres Sohnes glaubt, ist Katharina vom Tod ihres Mannes Karl überzeugt. Die Nachkriegszeit verlangt der Bevölkerung eines ab, die zurückgekehrten Männer steigen in die Minen hinab, um Kohle zu schürfen, während die Frauen sich um die Familie und die Nahrungsbeschaffung kümmern. Katharina näht die schönsten Kleider für die Frauen, die es sich leisten können und träumt insgeheim von einem eigenen Atelier und ein gutes Auskommen für sich und ihre Mädchen. Eines Tages steht Mines Enkel Johannes als Kriegsrückkehrer vor der Tür und wird sofort in den Frauenhaushalt aufgenommen, wo er sich nicht nur um viele Neuerungen und Reparaturen im Haushalt kümmert, sondern auch bald Katharinas Herz und das ihrer Töchter erobert. Während die beiden glauben, ihre Liebe geheim halten zu können, kommt ihnen Mine schon bald auf die Schliche…
Eva Völler hat mit „Ein Traum vom Glück“ den ersten Teil ihrer „Ruhrpott-Saga“ einen furiosen Auftaktband vorgelegt, der nicht nur durch eine wunderbar-flüssige und bildliche Erzählweise besticht, sondern den Leser von Beginn an als unsichtbaren Gast in die Geschichte mit einbezieht. Spannend wie gefühlvoll lässt die Autorin die schwierige Nachkriegszeit und die Arbeit in den Kohleminen ebenso wieder aufleben wie die vorsichtige Hoffnung auf bessere Zeiten nach all den Entbehrungen der Nachkriegszeit oder die sich nun bahnbrechenden Kriegstraumata der Heimkehrer. Nicht nur die historische Hintergrundrecherche ist hier hervorzuheben, auch der vereinzelt in den Dialogen vorkommende Ruhrpott-Slang ist authentisch und spiegelt die damalige Bevölkerung gut wieder. Wer selbst aus dem Ruhrgebiet stammt, findet vieles aus der eigenen Kindheit wieder, Erinnerungen an die erste Kirmes, in der Not angelegte Gemüsegärten, eingekochte Marmelade, Pfannkuchen und so manches Leibgericht steigen hoch und vermitteln ein Gefühl von geliebter Heimat. Auch das Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Kumpels sowie der Bevölkerung wird wunderbar dargestellt, aber auch die Tratscherei und die Verdrängung von Schuld in der Nazizeit finden Erwähnung.
Lebendige Charaktere sind liebevoll inszeniert und spiegeln eine Bevölkerung wieder, die der Leser aus Erzählungen oder eigener Erfahrung kennt und sich gut mit ihnen identifizieren kann aufgrund ihrer Authentizität. Hier fällt es leicht, mit den Protagonisten auf Tuchfüllung zu gehen und mit ihnen zu bangen, zu hoffen und zu fiebern. Katharina ist eine eher zurückhaltende und hart arbeitende Frau, die einen Vulkan in sich birgt, der kurz vor dem Ausbruch zu stehen scheint. Sie ist mitfühlend und hungert nach einem besseren Leben. Schwiegermutter Mine ist nicht die Geselligste, allerdings hat sie für alle ein offenes Ohr und besitzt zudem den siebten Sinn. Praktisch veranlagt bringt sie ihre Lieben alle durch eine schwere Zeit und zeigt immer wieder, wie groß ihr Herz ist. Der vom Krieg traumatisierte Johannes ist fleißig und mit dem nötigen Einfühlungsvermögen gesegnet. Katharinas Freunde Stan und Hanna sind ein sicherer Hafen, um sich abzulenken oder etwas zu unternehmen. Katharinas Töchter Inge und Bärbel sind grundverschieden, aber in der Not halten sie zusammen. Aber auch Elfriede, Hagemann, Karl oder Clemens spielen eine große Rolle und halten die Spannung auf hohem Niveau.
„Ein Traum vom Glück“ ist ein Buch, das den Leser mitten ins Herz trifft. Es berührt, macht atemlos und lässt alte Erinnerungen an die Oberfläche kommen. Die Autorin hat mit ihrer Geschichte genau den richtigen Mix aus Nostalgie, Drama, Liebe, Familiengeschichte und dem Hunger nach Leben gefunden, den sie äußerst spannend und mit viel Fingerspitzengefühl präsentiert und den Leser nach Mehr lechzen lässt, während sie ihm einen Ritt auf dem Gefühlsbarometer spendiert. Wunderbar erzählt und jede Minute wert, Chapeau – besser geht es nicht!
Dreamworx aus Berlin

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.