Autor im Porträt

Toptitel von Cay Rademacher

Geheimnisvolle Garrigue / Capitaine Roger Blanc Bd.9

Broschiertes Buch
März in der Provence: Das Coronavirus wütet, der Präsident verhängt eine Ausgangssperre. Ausgerechnet in dieser Krise verschwindet eine junge Frau an einem längst aufgegebenen Kanal, der mitten durch einen Berg führt. Capitaine Roger Blanc und seine Kollegen finden bloß einen Hinweis: den linken Schuh des Opfers, der neben dem Wasser steht, als hätte ihn jemand mit Absicht dort platziert. Genauso war es schon vor 23 Jahren, als am selben Ort vier Frauen verschwanden, von denen ebenfalls nur die linken Schuhe zurückblieben. Diese Verbrechensserie wurde niemals aufgeklärt. Schlägt der Täter von einst jetzt wieder zu? Als nach wenigen Tagen ein zweites Opfer vermisst wird und wieder nur ein Schuh zurückbleibt, wird der Druck auf Blanc unerträglich. Zugleich fragt er sich, wie die Frauen überhaupt verschwinden konnten: Es herrscht Ausnahmezustand, die Bevölkerung ist eingesperrt, die Städte sind leer, überall hat die Gendarmerie Straßensperren errichtet. Wie konnte der Täter unter solchen Bedingungen zuschlagen? Wohin könnte er seine Opfer gebracht haben? Blanc und seinen Kollegen kommt nach und nach ein schrecklicher Verdacht: Was, wenn es einer der ihren ist?…mehr

 

16,00 €

 

Schweigendes Les Baux / Capitaine Roger Blanc Bd.8

Broschiertes Buch
Februar in der Provence: Es wird langsam Frühling, die Mandelbäume blühen - und Capitaine Roger Blanc wird nach Les Baux gerufen. In einem düsteren Tal unterhalb der berühmten Burgruine liegen die Carrières de Lumières, ein aufgegebener Steinbruch, in dem nun Kunstausstellungen gezeigt werden. Während eines Besuchs wurde ein Mann ausgeraubt und brutal ermordet. Wie sich zeigt, war das Opfer, Patrick Ripert, Privatdetektiv. Der wohlhabende Besitzer eines Mandelhofs in der Nähe hatte ihn erst wenige Tage zuvor engagiert, weil ein Bild aus seiner umfangreichen Sammlung gestohlen worden war. Wie hängen die beiden Fälle miteinander zusammen? Blanc findet heraus, dass Ripert heimlich noch ganz andere Nachforschungen angestellt hat, und stößt auf ein grausames Verbrechen: Vor sieben Jahren wurde eine ganze Familie ausgelöscht, es war eines der blutigsten Dramen der französischen Kriminalgeschichte. Der Mörder ist damals in der Provence untergetaucht - und nie wieder hat jemand eine Spur
von ihm gefunden. Bis jetzt. Als ein weiterer Mord geschieht, wird klar, dass Blanc dem Täter sehr nahe gekommen sein muss ...
…mehr

 

11,00 €

 

Cay Rademacher

Cay Rademacher, geboren 1965, ist freier Journalist und Autor. Bei DuMont erschienen seine Kriminalromane aus dem Hamburg der Nachkriegszeit: 'Der Trümmermörder' (2011), 'Der Schieber' (2012) und 'Der Fälscher' (2013). Seine Provence-Krimiserie umfasst: 'Mörderischer Mistral' (2014), 'Tödliche Camargue' (2015), 'Brennender Midi' (2016), 'Gefährliche Côte Bleue' (2017), 'Dunkles Arles' (2018) und 'Verhängnisvolles Calès' (2019). Außerdem erschien 2019 der Kriminalroman 'Ein letzter Sommer in Méjean'. Cay Rademacher lebt mit seiner Familie in der Nähe von Salon-de-Provence in Frankreich.

Krimi des Monats - Tödliche Camargue

Wenn die Hitze zuschlägt



Es sieht aus wie ein Unfall. Ein Radfahrer liegt auf dem heißen Asphalt einer Straße in der Camargue, dieser wildkargen, sich südlich von der Stadt Arles erstreckenden Landschaft in Frankreich. Der Korpus des Toten ist furchtbar entstellt, aufgeschlitzt. Wie es aussieht, war dafür der gewaltige Kampfstier verantwortlich, der auch auf der Straße liegt und ebenfalls tot ist. Erschossen von einem Polizisten, der zuerst an der Unfallstelle war. Aber der tote Radfahrer ist nicht irgendwer. Es ist der berühmte Journalist Albert Cohen, der nicht nur für seine spannenden Reportagen bekannt war, sondern auch für seinen wilden, ekstatischen Pariser Lebensstil und seine mächtigen Freunde in der Politik.



"Es war Donnerstag, der 4. August und der siebte Tag einer Hitzewelle, die sich anfühlte, als hätte Gott den Midi aus Europa herausgeschnitten und in die Sahara verpflanzt."



Es ist also heiß, es passiert etwas Ungewöhnliches, es kocht. Sprachlich elegant und literarisch subtil wird der Leser in eine Geschichte gelockt, die von der ersten Zeile an packend und überraschend ist. Jemand, der derart kunstvollmehr

Ermittlersteckbrief Capitaine Roger Blanc

Kein Superheld



Capitaine Roger Blanc, der Held aus Cay Rademachers Provence-Krimis,
ist ein Ermittler, der vor allem eins ist:
Mensch

"Tödliche Camargue" (DuMont) ist der zweite Fall von Capitaine Roger Blanc, der ihn noch tiefer in die dunklen Widersprüche seiner neuen Heimat eintauchen lässt. Blanc hatte seine Stelle als Topfahnder für Korruptionsfälle in Paris verloren, weil er sich mit den Mächtigen der Republik angelegt hatte.



Der Kriminalbeamte, zwanzig Jahre Berufserfahrung auf dem Buckel, landet in dem Provence-Kaff Gadet, wo er nicht nur versucht, sich in seinem neuen Job als herkömmlicher Ermittler einzurichten, sondern auch daran arbeitet, sein aus den Fugen geratenes Leben wieder in den Griff zu bekommen. Nach wie vor fährt er mit seinem alten Renault Espace durch die Gegend. Die Familienkutsche symbolisiert die Vergangenheit Blancs, als er noch mit seiner Frau und seinen beiden Kindern Eric und Astrid in der französischen Hauptstadt lebte. Seine Exfrau Geneviève tourt mit ihrem neuen Liebhaber durch die Karibik, zu seinen Kindern hält Roger Blanc nur sporadisch Kontakt. Der Vollblutermittler hat sich ebenmehr

Kundenbewertungen

Schweigendes Les Baux / Capitaine Roger Blanc ermittelt Bd.8

Bewertung von Markus1708 aus Wachtendonk am 17.05.2021
Ein aufgegebener Steinbruch in dem heutzutage Kunstausstellungen stattfinden ist der erste Schauplatz des achten Krimis rund um den Provence-Ermittler Capitane Roger Blanc. Denn darin liegt die Leiche des Privatdetektivs Patrick Ripert. Dieser ist auf Kunstdiebstähle spezialisiert und vor ein paar Tagen aus Paris angereist um dem Mandel-Bauern Charles Féraud auf der Suche nach einem gestohlenen Bild zu helfen. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen? Doch schon bald scheint es Verbindungen zu einem noch viel größeren Verbrechen zu geben: DNA-Spuren deuten auf einen Fall hin, der vor vielen Jahren ganz Frankreich erschüttert hat: einen Familienvater der seine Frau und Kinder getötet hat und danach in der Provence verschwunden sein soll. Blanc scheint die Übersicht zu verlieren in diesem komplizierten Geflecht aus Beziehungen und Abhängigkeiten, Familien und - falschen? - Freunden. Und das alles im Frühjahr 2020, als Corona noch "die Chinesische Krankheit" war aber schon erste Spuren in der Provence hinterließ. Zum Glück scheint sich wenigstens seine private Situation ins positive zu drehen... Meine Meinung: mal wieder ein Meisterwerk von Cay Rademacher! Die Krimistory ist überaus clever gestrickt, super erzählt und spannend bis zur überraschenden Auflösung. Dazu die privaten Seiten von Blanc und seinen Mitstreitern, das süd-französische Flair das durch jede Seite schimmert. Blanc ist mir ans Herz gewachsen, ich habe alle Geschichten mit ihm als Ermittler gelesen und bin noch bei keinem Band enttäuscht worden. Der aktuelle ist mit Sicherheit ein neues Highlight und ein sehr gutes Argument um alle Bände zu lesen, wenn man das nicht ohnehin schon getan hat.

Schweigendes Les Baux / Capitaine Roger Blanc ermittelt Bd.8

Bewertung von Kindergartensylvi aus Fredersdorf am 18.05.2021
ein verschwundenes Porträt mit verräterischen Spuren... Schweigendes Les Baux von Cay Rademacher mein Fazit: Den Leser erwartet ein spannender, humorvoller Kriminalroman  und führt mich in die Provence. Es ist der 8.Teil dieser Roman- Serie. Das Cover wirkt einladend und verspricht provenzalische Idylle in Mitten der blühenden Mandelbäume. Ich mag die Mischung aus spannenden Ermittlungen und Sehenswürdigkeiten der Umgebung. Durch die detaillierten Beschreibungen hat man das Gefühl mitten drin zu sein... Und so begeben wir uns in die Provence und folgen Capitaine Roger Blanc, Lieutenant Marius Tonon und Sous- Lieutenant Fabienne Souillard. Als die Meldung eingeht, dass im Steinbruch von Les Baux ein Toter liegt, machen sich alle drei sofort auf den Weg? In den Carrières de Lumières ist eine spektakuläre Kunstausstellung. Der Tote wurde ausgeraubt und brutal ermordet. Schnell steht seine Identität fest. Es ist ein Kunstdetektiv, der sich auf verschwundene Gemälde spezialisiert hat. Blanc und seine Kollegen machen den Auftraggeber ausfindig. Einem Mandelhofbesitzer wurde ein Porträt gestohlen. Der Detektiv sollte es wieder besorgen. Steckt noch mehr hinter diesem Auftrag? Der Besitzer beschuldigt seine Familie und die nächsten Freunde. Die Ermittlungen bringen ungeheuerliches zutage und Blanc muss sich immer öfter fragen: Geht es nur um die Suche nach dem verschwundenen Bild? Sie entdecken verräterische Spuren, die zu dem Mörder von Montmorillon weisen. Dieser muss vor sieben Jahren eine neue Identität angenommen haben. Werden Blanc und seine Kollegen Antworten finden? Kommt mit und schaut euch auf dem Mandelhof und in Les Baux gründlich um und heftet euch an die Fersen des Täters...

Schweigendes Les Baux / Capitaine Roger Blanc ermittelt Bd.8

Bewertung von eiger aus Berlin am 21.05.2021
Der neue Fall für Capitaine Blanc und sein Team beginnt unspektakulär an einem Ort, der für seine spektakulären Inszenierungen weit über die Provence hinaus bekannt ist. In den Carrières des Lumières, einem alten Bauxit-Steinbruch in der Nähe des mittelalterlichen Dorfes Les Beaux, finden jedes Jahr multimediale Kunstausstellungen statt. Werke bedeutender bildender Künstler werden an die Wände projiziert – es ist eine außergewöhnliche Show aus Licht- und Toneffekten. Diesen Umstand nutzt auch der Mörder, der den Kunstdetektiv Jacques Ripert während einer Veranstaltung mit Hunderten von Menschen eiskalt ersticht. Niemand hat etwas bemerkt. Die Suche nach dem Mörder gleicht der Suche nach einer Stecknadel im Heuhaufen. Engagiert wurde der Kunstdetektiv von Charles Férraud, einem ehemaligen Werbemanager aus Paris, der seit sieben Jahren in der Provence lebt und sich beruflich neu orientiert hat. Er betreibt einen Mandelhof. Gerade jetzt im Februar am Beginn des Frühlings in der Provence stehen sie in voller Blüte. Die wunderbaren Beschreibungen von Natur und Landschaft, die Cay Rademacher außerordentlich gut schildert, wecken den Wunsch alles einmal mit eigenen Augen zu sehen. Doch die Ermittler können die Szenerie nur in ihren wenigen Pausen genießen, denn die Familie und Freunde von Charles Férraud stellen sie vor immer neue Ungereimtheiten und Überraschungen. Der Lösung des Falls kommen sie erst näher, als sie die familiären Verhältnisse des Opfers genauer betrachten. Aber zuerst stoßen sie auf ein anderes ungeklärtes Verbrechen, was vor sieben Jahren in der Provence geschah. Eine ganze Familie wurde eiskalt ermordet und der Täter nie gefunden. Es scheint einen Zusammenhang zu Blancs aktuellem Fall zu geben, in dem die Zahl sieben immer wieder eine große Rolle spielt. Ermittelt wird in alle Richtungen – aber nichts passt wirklich zusammen. Da geschieht etwas Unerwartetes und plötzlich gerät auch Commandant Nkoulou, der Vorgesetzte von Capitaine Blanc, am Rande ins Fadenkreuz der Ermittlungen. Dieser korrekte Beamte scheint privat Schwächen zu haben, die seiner Karriere gefährlich werden könnten. Geschickt wird in den Krimi auch immer etwas Privates der Ermittler einbezogen. Die Affäre von Roger Blanc mit der Untersuchungsrichterin Aveline scheint endgültig beendet, aber dafür entwickelt sich ganz zart und verheißungsvoll eine Beziehung zu seiner Nachbarin Paulette. Sein Kollege Marius Tonon, der seine Alkoholsucht überwunden hat, überrascht in diesem Krimi immer wieder durch brillante Einfälle, die die Ermittlungen voran bringen. Auch die Computer-Spezialistin Fabienne ist eine sichere Bank, sie kann allen elektronischen Geräten immer neue Geheimnisse entlocken. Die Geschichte, die Cay Rademacher flüssig und leicht lesbar erzählt, ist mitreißend, komplex, ohne konstruiert zu wirken und atmosphärisch dicht beschrieben. Bevor der aktuelle Fall schlüssig und überzeugend gelöst wird, passieren noch weitere unerwartete Morde und fordern in einem dramatischen und spektakulären Finale vor der Kulisse der gewaltigen Alpilles noch einmal alles von Capitaine Blanc und seinen Kollegen. Fazit: Aus meiner Sicht ist „Schweigendes Les Beaux “ eine klare Leseempfehlung für alle, die einen gut durchdachten Krimi mit authentischen Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten, spannenden Ermittlungen und einem anderen Blick auf die Provence lesen möchten. Dieser Krimi beinhaltet noch eine Besonderheit – die Vorahnung von Veränderungen, die ein Virus aus Asien mit sich bringt und uns alle noch heute in Atem hält. Gern vergebe ich 5 Sterne und freue mich auf den nächsten Fall.

Stille Nacht in der Provence (eBook, ePUB)

Bewertung von leseratte1310 aus Niederrhein am 29.11.2020
Andreas und Nicola Kantors Ehe läuft nicht mehr so prickelnd. Als ein Freund Andreas sein Haus in der Provence für die Weihnachtstage anbietet, nimmt der erfreut an. Das könnte doch die Chance sein, sich wieder anzunähern, aber Nicola ist nicht erfreut, dass sie übergangen wurde. Dennoch fahren sie in diesen abgelegenen mittelalterlichen Ort, in dem nur wenige Einheimische leben. In der ersten Nacht fällt Schnee und der Ort ist von der Außenwelt abgeschnitten. Als Andreas morgens in die Winterwelt tritt, entdeckt er ein Gewölbe mit einem verfallenen Sarg und einem Skelett. Auf seine Hilferufe reagiert niemand. Doch dann trifft er die Künstlerin Milène Tanguy, die Krippenfiguren, sogenannte Santons, anfertigt. Als sie zum Gewölbe kommen, ist dieses leer. Ich habe schon einige Bücher von Cay Rademacher gelesen und auch dieser etwas andere Krimi hat mir gut gefallen. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen. Dieser abgelegene Ort Miramas-le-Vieux ist sehr atmosphärisch beschrieben und würde ziemlich idyllisch wirken, wenn es das nicht diese mysteriöse Entdeckung gegebene hätte. Anstatt die Sache auf sich beruhen zu lassen stürzen sich die Kantors in die Ermittlungen und begeben sich immer wieder in gefährliche Situationen. Allerdings haben sie dabei auch keine Zeit, weiter ihre Konflikte auszutragen. Die Dorfbewohner halten sich bedeckt und sind nicht so besonders freundlich. Glauben sie wirklich, dass sie Andreas überzeugen können, dass er geträumt haben muss? Wenigstens der Dorfpolizist unterstützt die Kantors. Während Andreas und Nicola eine Weile im Dunkeln tappen, ahnte ich recht früh, was da abgelaufen ist. Das nimmt zwar die Spannung, trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen Ein sehr atmosphärischer, ruhiger Provence-Krimi.

Stille Nacht in der Provence (eBook, ePUB)

Bewertung von Bibliomarie am 08.10.2020
Mit der Ehe von Andreas und Nicola Kantor steht es im Augenblick nicht zum Besten. Da kommt das Angebot eines Kollegen von Andreas gerade recht. Der besitzt ein Ferienhaus in einem abgelegenen Bergdorf in der Provence, genau das richtige für romantische Weihnachtsfeiertage um wieder zu einem harmonischen Zusammenleben zu finden. Miramas-le-Vieux ist ein typisch provenzalisches Dorf, fast alle Häuser sind zu Feriendomizilen umgebaut. Im Sommer wird das Leben dort pulsieren, aber nun, einige Tage vor Weihnachten, wirkt es wie ausgestorben. Einheimische sind kaum zu sehen und die meisten Läden und Restaurants geschlossen. Dann kommt zu den eisigen Temperaturen noch ein heftiger Schneefall. Als Andreas früh aus dem Haus tritt, sieht er, dass der Schnee die Decke eines alten Kellers zum Einsturz brachte und zwischen den Steinbrocken sieht er einen Sarg. Nicht taufrisch, aber auch noch nicht so alt, dass es sich um einen historischen Fund handeln könnte. Auch die Überreste im Sarg scheinen noch sehr alt zu sein. Auf der Suche nach Hilfe stößt er im Ort auf Schweigen, niemand öffnet die Tür und als er später zu seinem Haus zurückkommt, ist der Sarg verschwunden. Nur Autospuren zeigen, dass er nicht geträumt hat. Der Einzige, der ihm Glauben schenken will, ist ein strafversetzter, dem Alkohol zugeneigter Flic. Da der Schneefall das mittelalterliche Dorf von der Außenwelt abgeschnitten hat, beginnen Nicola und Andreas mit ihrer eigenen Recherche und statt des lähmenden Schweigens zwischen den beiden, gibt es nur endlich wieder Gespräche und Nähe. Eine winterlich-weihnachtliche Geschichte vom Bestseller Autor Cay Rademacher, die zwar nicht in romantisch-verklärte Weihnachtsstimmung versetzt, aber spannend und ein wenig geheimnisvoll zugleich ist. Der Weihnachtskrimi ist kein umfangreiches Buch und auch nicht mit seinen Provence-Krimis zu vergleichen, aber vom Setting und von der Atmosphäre her gelungen und mir viel Vergnügen gemacht. Was frostig verhalten beginnt, nimmt bis zum Schluss noch gehörig Fahrt auf und löst sich sehr überraschend auf. Ein gelungener, kleiner Krimi zum Fest.

Schweigendes Les Baux / Capitaine Roger Blanc ermittelt Bd.8

Bewertung von Bibliomarie am 16.05.2021
Im Februar zeigt sich in der Provence schon der Frühling. Die Mandelbäume blühen und auch Roger Blanc genießt vor seiner Mühle die milden Tage. Aber viel Muße hat er nicht. In einem alten Steinbruch bei Les Baux, der für Kunstausstellungen umfunktioniert wurde, liegt ein Mann mit durchgeschnittener Kehle. Es handelt sich um den Privatdetektiv Ripert, der sich auf Kunstraub spezialisiert hatte. Tatsächlich wurde er von Monsieur Féraud engagiert, den reichen Besitzer eines Mandelhains und Kunstsammler, der sich auf die lokale Künstlerin Adry Novoli spezialisiert hat. Aus seinem Besitz ist ein kleines Gemälde verschwunden, da nur die Familie oder enge Freunde dazu Zugang hatten, wollte er die Suche diskret einem Privatdetektiv übergeben. Nicht ganz logisch für Blanc, da die Bilder der Malerin keinen hohen Geldwert hatten, Ripert als Experte dagegen sehr teuer war. Aber es gibt noch mehr Ungereimtheiten in der Familie Féraud und auch Detektiv Ripert war noch einem weiteren, ganz anders gelagerten Fall auf der Spur. Wie immer entwirft Cay Rademacher einen interessanten und vielschichtigen Plot, der von Beginn an spannend und auch ein wenig rätselhaft ist. Je weiter Blanc mit seinen Ermittlungen kommt, desto interessanter werden das Miträtseln und die Motivsuche für den Leser. Für einen Autor der selbst in der Provence lebt, darf natürlich auch die Landschaft eine prägende Rolle spielen und diesen Hintergrund gestaltet Rademacher sehr genussvoll, ohne sich in belanglosen Beschreibungen zu verlieren. Inzwischen ist mir Blancs Mühle schon sehr vertraut und fast schon ein Sehnsuchtsort geworden. Blancs Privatleben ist wieder in ruhigere Bahnen gelenkt worden, nachdem das gefährliche Spiel mit der Affäre mit Madame le Juge sein Ende gefunden hat und auch auserzählt war. Capitaine Blanc ist ein Polizist der sehr auf sein Team setzt und Marius Tonon ist ihm inzwischen ein guter Freund und Fabienne Souillard als Computerspezialistin unentbehrlich geworden. Mir gefällt die Entwicklung der Figuren im Lauf der einzelnen Fälle. Aber jeder Fall ist völlig in sich geschlossen und man hat als Leser keine Wissenslücken, wenn man die vorgehenden Bücher nicht kennt. Rademacher und Provence-Krimis, das passt!

Stille Nacht in der Provence (eBook, ePUB)

Bewertung von Gavroche am 08.12.2020
Andreas ist Englisch- und Französischlehrer, Nicola ist Journalistin. Sie hat gerade ihren Job verloren, er hat seinen Enthusiasmus und seine Freude am Unterrichten verloren. Und auch um die Ehe der beiden steht es nicht mehr zum Besten. Die einzige Tochter studiert in Cambridge, die Studiengebühren sind trotz eines Stipendiums hoch. Weihnachten möchte sie nicht mit ihren Eltern verbringen. Und so nimmt Andreas sehr spontan das Angebot eines Kollegen an und reist mit Nicola nach Miramas-le-Vieux in die Provence. In der Hoffnung auf sonnige Weihnachten mit milden Temperaturen. Doch als sie ankommen, hat es bereits begonnen zu schneien, in dem Dorf scheint im Winter kaum jemand zu wohnen. Zum Glück hat wenigstens ein Restaurant geöffnet und ein Laden, in dem Santons verkauft werden, provenzalische Krippenfiguren. Es ist kalt, auch im Haus, es dauert, bis das Feuer im Kamin brennt. Aber es wird sicher alles gut. Doch dann stößt Andreas im eingestürzten Gewölbekeller des Hauses auf eine Leiche. Er läuft entsetzt los, um Hilfe zu holen. Doch als er zurück kommt, ist die skelettierte Leiche verschwunden. Hat er sich das alles nur eingebildet? Es wird immer merkwürdiger. Und auch der einzige Polizist vor Ort, Zulesi, hat ein Geheimnis. Andreas und Nicola fühlen sich immer auf der einen Seite immer unwohler, auf der anderen Seite überdenken sie ihr Leben und ihre Beziehung. Ein stimmungsvoller Provence-Krimi, bei dem man sich am besten warm einkuschelt, um nicht im Schnee zu versinken. Man merkt, dass Cay Rademacher ein Provence-Kenner ist. Die Beschreibungen sind sehr anschaulich. Der Krimi plätschert lange Zeit dahin, aber langweilig war mir dennoch nicht. Und am Ende wird ordentlich das Tempo angezogen. Eine tolle Mischung aus Krimi und Provence-feeling.
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