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Die 14-jährige Billie verbringt die meiste Zeit in ihrer Hochhaussiedlung. Am Monatsende reicht das Geld nur für Nudeln mit Ketchup, doch ihre Mutter Marika bringt mit Fantasie und einem großen Herzen Billies Welt zum Leuchten. Dann reist unerwünscht die Großmutter aus Ungarn an, und Billie verliert viel mehr als nur den bunten Alltag mit ihrer Mutter. Als sie Marika keine Fragen mehr stellen kann, fährt Billie im alten Nissan allein los - sie muss den ihr unbekannten Vater finden und herausbekommen, warum sie so oft vom Meer träumt, obwohl sie noch nie da war.
Elena Fischer, geboren 1987, hat Komparatistik und Filmwissenschaft in Mainz studiert, wo sie mit ihrer Familie lebt. 2019 und 2020 nahm sie an der Darmstädter Textwerkstatt unter der Leitung von Kurt Drawert teil. Mit einem Auszug aus ihrem Debütroman ¿Paradise Garden¿ war sie 2021 Finalistin beim 29. open mike und gewann den Literaturförderpreis der Landeshauptstadt Mainz für junge Autorinnen und Autoren. Außerdem war der Roman 2023 für den Deutschen Buchpreis nominiert und für den Debütpreis des Harbour Front Literaturfestivals.
Produktdetails
- Verlag: Diogenes
- Artikelnr. des Verlages: 562/07250
- 05. Aufl.
- Seitenzahl: 352
- Erscheinungstermin: 23. August 2023
- Deutsch
- Abmessung: 183mm x 127mm x 27mm
- Gewicht: 317g
- ISBN-13: 9783257072501
- ISBN-10: 3257072503
- Artikelnr.: 67728290
Herstellerkennzeichnung
Diogenes Verlag AG
Reinhard-Mohn-Straße 100
33333 Gütersloh
vertrieb@diogenes.ch
»'Paradise Garden' ist ein so trauriger wie tröstlicher Coming-of-Age-Roman.« Andrea Gerk / WDR 3 WDR 3
Teenie-Suche nach dem unbekannten Vater.
Aus der anfänglichen alleinerziehenden Mutter-Tochter-Geschichte wird im weiteren Verlauf eine verhängnisvolle Großmutter-Mutter-Tochter-Geschichte. Im Mittelpunkt steht eine mutige, clevere Vierzehnjährige auf der Suche nach ihrem …
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Teenie-Suche nach dem unbekannten Vater.
Aus der anfänglichen alleinerziehenden Mutter-Tochter-Geschichte wird im weiteren Verlauf eine verhängnisvolle Großmutter-Mutter-Tochter-Geschichte. Im Mittelpunkt steht eine mutige, clevere Vierzehnjährige auf der Suche nach ihrem leiblichen Vater, den sie aber nicht im Heimatland ihrer Großmutter findet. In dieser Entwicklungsgeschichte sowohl der Mutter als auch der Tochter geht es um Freiheit, über Entscheidungen zum eigenen Lebenskonzept, über Verantwortung zum eigenen Kind. Ungarische Kultur und ihre Bräuche werden geschickt implementiert in Momenten, wo die vereinsamte Großmutter sich mit ihren Bedürfnissen klar in den Vordergrund drängt. Die Traumata der Mutter aus ihrer Vergangenheit werden bei der Vater-Tochter-Suche spannungsvoll entblättert. Die Szenarien spielen sich ab in sehr ländlichen Naturschutzzonen Deutschlands sowie sehr bescheidenem, städtischem Ambiente mit grössenteils liebenswürdigen, hilfsbereiten, jungen Nachbarn. Billies Einträge ins Notizbuch könnte man als Rettungsring interpretieren. Der üppige Eisbecher am Monatsanfang, Paradise Garden genannt wie der Buchtitel, betont die Wichtigkeit solcher glücklichen Momente im Leben, die es stets zu schätzen und zu zelebrieren gilt. Freiheit – ein wichtiger Begriff für Frauen.
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Antworten 4 von 4 finden diese Rezension hilfreich
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emotional
Worum geht es?
Gerade noch war alles okay und der Sommer samt möglichem Urlaub stand bevor, als Billies Mutter stirbt und die Jugendliche plötzlich halt- und planlos alleine zurecht finden muss
Worum geht es wirklich?
Herkunft, Neugierde und Armut.
Lesenswert?
Ja, war …
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emotional
Worum geht es?
Gerade noch war alles okay und der Sommer samt möglichem Urlaub stand bevor, als Billies Mutter stirbt und die Jugendliche plötzlich halt- und planlos alleine zurecht finden muss
Worum geht es wirklich?
Herkunft, Neugierde und Armut.
Lesenswert?
Ja, war eine bewegende, aber doch irgendwie tröstliche und schöne Geschichte.
Auch wenn man beim Lesen von Anfang an weiß, dass der Tod von Billies Mutter geschehen wird, so ist man dennoch überrascht wenn es dazu kommt. Dadurch ist man als Leser*in genau so fassungslos wie Billie. Fand ich super gut gemacht.
Generell hat mir die Sprache gut gefallen und der Aufbau der Geschichte. Zeitgleich finde ich, dass der Klappentext schon (zu viel) verrät. Dennoch war die Richtung, in die das ganze geht, für mich ein wenig überraschend aber irgendwie schön und stimmig und mit einem passenden Ende.
Das Cover gefällt mir sehr und auch die Qualität des gebundenen Buches ist richtig toll - vielleicht habe ich zu lange kein Buch von Diogenes mehr in den Händen gehalten. Hat mich auf jeden Fall positiv überrascht.
An einigen Stellen sind die Nebenfiguren wirklich nicht leicht zu ertragen, aber durchweg realistisch und (leider) gut vorstellbar.
Billie als Protagonistin mochte ich sehr, weil sie wild und aufbrausend und emotional war und trotzdem an einigen Stellen so zart und verletzlich. Finde sie hat alles, was man mit einem Teenager so verbinden kann.
Irgendwann habe ich auch angefangen mit ihr mitzufiebern, war genau so neugierig auf das was kommen wird.
Mir hat unglaublich gut gefallen, wie die Autorin es schafft durch ihre Art des Erzählers die lesende Person mitzunehmen in Billies verschiedenen Gefühle. Ebenfalls toll waren so viele andere Themen wie Familie und Herkunft, die noch eingeflochten wurden und eine Situation zwischen Kulturen und Generationen aufgezeigt haben.
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Antworten 3 von 3 finden diese Rezension hilfreich
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Elena Fischer erzählt in ihrem Debütroman die Geschichte der 14-jährigen Billie, einer naiven, irgendwie altklugen und eigensinnigen Protagonistin. Gleich zu Beginn erfahren wir, dass Billies Mutter gestorben ist, aber da die Autorin in Schleifen rückwärts erzählt tut …
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Elena Fischer erzählt in ihrem Debütroman die Geschichte der 14-jährigen Billie, einer naiven, irgendwie altklugen und eigensinnigen Protagonistin. Gleich zu Beginn erfahren wir, dass Billies Mutter gestorben ist, aber da die Autorin in Schleifen rückwärts erzählt tut das der Dramatik absolut keinen Abbruch. Wir erfahren aus Billies Sicht wie sie aufgewachsen ist, in einer kleinen Wohnung in einem Hochhauskomplex, die Mutter Marika versucht mit 2 Jobs ihnen „ein gutes Leben“ zu ermöglichen. Trotzdem ist das Geld immer knapp, Billie hat nicht viele Kleider und am Monatsende gibt es meist nur Nudeln mit Ketchup oder Kartoffelbrei aus der Tüte. Reich macht Billie aber die Fantasie ihrer Mutter, ihre starke Liebe und der Zusammenhalt unter den Nachbarn.
Über ihre Herkunft erzählt Marika Billie allerdings nichts, sie weiß nicht wer ihr Vater ist und hat auch keinen Kontakt zur Familie ihrer Mutter in Ungarn. Eines Tages steht allerdings die ungarische Großmutter vor der Tür und bringt so einiges ins Rollen und die Vergangenheit an den Tag. Billie sieht plötzlich auch die Fehlbarkeit ihrer Mutter, dennoch möchte sie lieber wieder ihr Mutter-Tochter- Leben zu zweit zurück, bis ein schrecklicher Unfall Billies Mutter das Leben kostet. Völlig verloren macht sie sich auf die Suche nach ihrem Vater und ein verrückt, melancholischer Roadtrip zur Nordsee beginnt. Ob sie ihn findet, möchte man nicht verraten. Jedenfalls aber entwickelt sich Billie in ihrem Kokon der Trauer und findet die Bedeutung der Herkunft und ihren Platz im Leben und…
Fischer schildert gekonnt aus der Sicht eines Teenagers wie soziale Ungerechtigkeit und Armut heute aussehen - besonders in den Szenen mit Billies Freundin Lea und deren Familie wird die Spalte zwischen Mittel- und Unterschicht deutlich - das alles wird aber nicht mit Zeigefinger erzählt. Gut gefallen haben mir auch Billies literarische Schreibambitionen, die gekonnt durch kurze Notizbucheinträge eingeflochten werden und die Schilderung der starken innigen Mutter-Tochter-Beziehung. Mit Billie wütend wurde ich aber auch über das Verschweigen von Billies Vater - das verantwortlich war für das große Loch in das sie nach dem Tod der Mutter gefallen ist. Ich empfehle das Buch jedem der über den Verlust eines geliebten Menschen lesen will, jedem der gerne eine besondere coming-of-age-Geschichte lesen möchte und jedem der Geschichten mit gutem Ende liebt.
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Antworten 4 von 5 finden diese Rezension hilfreich
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In "Paradise Garden" geht es um Billie, ein junges Mädchen, was mit 15Jahren seine Mutter verliert und versucht, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen.
Ich mochte Billie als Hauptcharakter super gerne. Manchmal passen ihre Taten nicht so ganz zu einem Teenager, aber ansonsten ist sie …
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In "Paradise Garden" geht es um Billie, ein junges Mädchen, was mit 15Jahren seine Mutter verliert und versucht, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen.
Ich mochte Billie als Hauptcharakter super gerne. Manchmal passen ihre Taten nicht so ganz zu einem Teenager, aber ansonsten ist sie gut getroffen und man leidet einfach mit ihr mit. Auch die weiteren Charaktere um sie herum sind gut und bildlich dargestellt.
Die Geschichte lässt sich einfach hervorragend lesen, es passiert unheimlich viel. Billie erzählt von der Gegenwart, aber auch sehr viel aus der Vergangenheit. Man bekommt ein gutes Bild von ihrem Leben und dem Leben ihrer Mutter.
Die Kapitel sind nicht zu lang und durch den flüssigen Schreibstil fliegt man einfach nur durchs Buch.
Ich mag den Verlauf der Geschichte sehr, weil man einfach so mitfühlt und mitten drin ist.
Das Cover ist dazu auch noch wunderschön und ein echter Blickfang.
Mir hat es sehr gut gefallen und ich werde die Autorin definitiv im Auge behalten!
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Traurigschön
Sowohl das "traurigschöne" Cover und als auch der Titel "Paradise Garden" haben mich sofort angezogen und nicht zuviel versprochen.
Billie, ein 14 jähriges Mädchen wohnt zusammen mit ihrer Mutter in einer beengten Wohnung in prekären …
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Traurigschön
Sowohl das "traurigschöne" Cover und als auch der Titel "Paradise Garden" haben mich sofort angezogen und nicht zuviel versprochen.
Billie, ein 14 jähriges Mädchen wohnt zusammen mit ihrer Mutter in einer beengten Wohnung in prekären sozialen Verhältnissen. Die beiden verbindet eine intensive und warmherzige Beziehung, welche die äußeren Umstände vergessen lässt. Auch die freundschaftlichen Beziehungen zu ihren Nachbarn sind geprägt von gegenseitigem Verständnis und Herzlichkeit.
Billies Leben verändert sich schlagartig mit dem Tod ihrer Mutter. Getrieben von schmerzhafter und überwältigender Trauer und den Fragen, mit denen sie die Mutter zurückgelassen hat, macht sich Billie auf die Suche nach Antworten.
Die Autorin schreibt mit einer klaren und direkten Sprache wunderbar über Gefühle, wie Trauer, Freude und Schmerz etc. und lässt vor dem inneren Augen der Leser*innen Szenarien entstehen, die tief berühren und ans Herz gehen. Eine Prise Humor würzt diese Erzählung.
Es gibt keine Schwarzweißmalerei. Die Handlungen aller Figuren sind nachvollziehbar auf dem Hintergrund ihrer eigenen Geschichte, was ihre Beziehungen komplexer macht. Auch dies zu beschreiben gelingt der Autorin mühelos und oft auch mit einem Augenzwinkern.
Der Satz "Jeder hat seine Geschichte" stimmt sowohl Billie wie auch den/ die Leser*in versöhnlich. Er wirkt wie ein Mantra, welches sich durch die ganze Geschichte zieht.
Das Buch hat mich bis zum Schluss gefesselt und tief bewegt. Es hat nachgewirkt und wirkt noch immer nach. Ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen.
Danke für diesen wunderbaren Buchgewinn.
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Antworten 2 von 3 finden diese Rezension hilfreich
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Traurig schön
Billie wächst mit ihrer Mutter in einfachsten Verhältnissen, aber voller Glück auf. Doch mit der Ankunft ihrer Großmutter aus Ungarn verändert sich alles in ihrem Leben, und das ist eigentlich mehr als eine Vierzehnjährige verkraften …
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Traurig schön
Billie wächst mit ihrer Mutter in einfachsten Verhältnissen, aber voller Glück auf. Doch mit der Ankunft ihrer Großmutter aus Ungarn verändert sich alles in ihrem Leben, und das ist eigentlich mehr als eine Vierzehnjährige verkraften kann.
Billies Geschichte reiht sich nahtlos in klassische Coming-of-Age-Romane ein und sticht doch heraus. Auf nicht einmal 350 Seiten schafft es die Erzählung, sich tief in mein Herz zu graben. Anfangs sind es die sozial schwierigen Verhältnisse, die mich betrüben und die doch mit viel Herz und Hoffnung geschildert sind. Dann überschlagen sich die Ereignisse, und die Dramatik des Geschehens hätte die Handlung leicht in eine tragische Richtung abtauchen lassen können, doch Billie unternimmt einen Roadtrip, der ihrem Leben eine wunderbare Wendung verleiht.
Natürlich sind die Motive der Geschichte nicht neu. Sie sind aber auf einzigartige Weise und klug erzählt, und so schafft es die Autorin, dass ich dieses Buch nahezu in einem Rutsch gelesen habe und mir Billie auch noch Tage nach dem Zuklappen des Buchs im Kopf herumgeisterte. Ich mochte die Sprache, ich mochte die besondere Sichtweise der Vierzehnjährigen, ich liebe die Charaktere und gebe gerne eine Leseempfehlung ab.
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Traurig und schön
Das Erstlingswerk von Elena Fischer mit dem Titel "Paradise Gardens" ist mir wirklich sehr nah gegangen - ohne dabei kitschig zu sein.
Es geht um die junge Billie, die allein mit ihrer Mutter Marika in einer Hochhaussiedlung lebt. Marika hält die …
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Traurig und schön
Das Erstlingswerk von Elena Fischer mit dem Titel "Paradise Gardens" ist mir wirklich sehr nah gegangen - ohne dabei kitschig zu sein.
Es geht um die junge Billie, die allein mit ihrer Mutter Marika in einer Hochhaussiedlung lebt. Marika hält die beiden mit viel Fantasie, mehreren Jobs und wenig Geld über Wasser. Die Beziehung zwischen Mutter und Tochte ist eng und herzlich. Von ihrem Vater weiß Billie gar nichts.
Als sie gerade mit einem kleinen Lotterie-Gewinn in ihren ersten Urlaub starten wollen, kündigt sich die Oma aus Ungarn an, die eine langwierige Arztbehandlung in Deutschland vor sich hat.
Billie ist nicht begeistert, ihre Mutter noch weniger.
Nach ein paar Wochen kommt es zum Streit, die Mutter kippt um und erliegt einer Gehirnblutung.
Billie ist mit ihren 14 Jahren vollkommen verstört.
Mit der Oma hält sie es nicht aus. Mit dem klapprigen Auto ihrer Mutter setzt sich die 14jährige von daheim ab. Sie merkt, dass das Meer eine magische Anziehung auf sie ausübt und sie sucht ihren Vater.
Das Buch ist wunderbar geschrieben, melancholisch und doch sehr zeitgemäß.
Was Billie auf ihrer Reise lernt, dass jeder Mensch seine Geschichte hat.
Mehr möchte ich hier nicht verraten. Ich hätte auch gerne noch mehr als 5 Sterne gegeben.
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Elena Fischers Erstlingsroman hat mich während der ersten Hälfte wirklich gepackt. Die Geschichte ist spannend erzählt, ausgehend von der Beerdigung der 14-jährigen Protagonistin gibt es mehrere Rückblenden und Cliffhanger. Die Figuren haben Ecken und Kanten, es gibt wenig …
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Elena Fischers Erstlingsroman hat mich während der ersten Hälfte wirklich gepackt. Die Geschichte ist spannend erzählt, ausgehend von der Beerdigung der 14-jährigen Protagonistin gibt es mehrere Rückblenden und Cliffhanger. Die Figuren haben Ecken und Kanten, es gibt wenig Klischees.
Billie wächst bei ihrer jungen, alleinerziehenden Mutter in prekären Verhältnissen inmitten einer Hochhaussiedlung auf. Das Geld reicht nie bis zum Monatsende, aber die finanzielle Not macht die - etwas freakig wirkende - Mama durch Kreativität und viele liebevolle Überraschungen für Billie wett. Doch den Namen des Vaters verrät sie nie. Und so setzt sich Billie nach dem plötzlichen Unfalltod ihrer Mutter im klapprigen Familienauto selbst auf die Suche nach ihm. Und ab hier verlor mich die Geschichte. Es ist einfach zu unglaubwürdig, dass eine 14-jährige alleine durch die halbe Bundesrepublik fährt, ohne von der Polizei aufgegriffen zu werden. Gegen Ende des Buchs häufen sich unplausible Begebenheiten und kitischig anmutende Zufälle.
Auch sprachlich hat mich der Roman nicht wirklich abgeholt, Wortwahl und Satzbau sind einerseits recht schlicht, dem Alter und dem Milieu entsprechend, aus dem die Ich-Erzählerin stammt. Vielleicht ein ganz gutes Jugendbuch, mir hat es nur zu Beginn gefallen.
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Die Hoffnung stirbt zuletzt
Die 14jährige Billie lebt mit ihrer Mutter Marika in einem Wohnblock am Rande der Stadt. Geld ist knapp, besonders zum Monatsende, doch mit viel Liebe und Fantasie bringt Marika das Leben ihrer Tochter immer wieder zum Strahlen. In diesem Sommer wollten sie ans …
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Die Hoffnung stirbt zuletzt
Die 14jährige Billie lebt mit ihrer Mutter Marika in einem Wohnblock am Rande der Stadt. Geld ist knapp, besonders zum Monatsende, doch mit viel Liebe und Fantasie bringt Marika das Leben ihrer Tochter immer wieder zum Strahlen. In diesem Sommer wollten sie ans Meer, das Billie noch nie gesehen hat. Beide freuen sich schon sehr darauf – doch es sollte anders kommen. Unverhofft reist die ungarische Großmutter an, die sich wegen ihrer Krankheit von deutschen Ärzten behandeln lassen will, und nistet sich bei den Beiden ein. Es kommt zum Streit und durch einen tragischen Unglücksfall stirbt Marika, Großmutter erleidet einen Schwächeanfall und Billie kommt ins Heim. Doch sie ist eine Kämpfernatur, nimmt ihren ganzen Mut zusammen, haut ab und macht sich mit dem alten Nissan ihrer Mutter auf, um ihren Vater zu suchen. Eine Odyssee beginnt, denn sie weiß von ihrem Vater weder Name noch Wohnort. Wird sie ihn finden? …
Elena Fischer, geb. 1987, ist eine deutsche Buchautorin. Sie studierte in Mainz Komparatistik und Filmwissenschaft, absolvierte ein Fernstudium an der Autorenschule der Testmanufaktur. Ihr Debütroman „Paradise Garden“, der im August 2023 vom Diogenes Verlag veröffentlicht wurde, steht auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2023, ist nominiert für den Debütpreis des 15. Harbour Front Literaturfestivals und ist bereits eine Woche nach Erscheinen ein SPIEGEL-Bestseller. Fischer lebt und arbeitet mit ihrer Familie in Mainz.
„Meine Mutter starb in diesem Sommer“, das ist er erste Satz in dieser Geschichte – und auch der letzte. Dazwischen erleben wir, einfühlsam und immer mitempfindend erzählt, neben einem spannenden Road-Movie eine liebevolle Mutter/Tochter Beziehung und ein vom Schicksal gebeuteltes Mädchen, das sich jedoch nie unterkriegen lässt. Traurige, zu Herzen gehende Momente wechseln mit heiteren, hoffnungsvollen Episoden. Wir nehmen Teil an Billies Entwicklung vom sorglosen Teenager zum verantwortungsbewussten, vorausdenkenden jungen Mädchen und begleiten sie auf ihrer scheinbar hoffnungslosen Suche nach ihrem Vater, ihrer Herkunft, ihren Wurzeln. Immer steht die Frage im Raum, was ist früher passiert, warum hat ihre Mutter ihren Vater verlassen? Alle Personen, auch die, die in Billies Leben nur eine geringe Rolle spielen, wirken sehr authentisch und ihre Handlungsweisen empfindet man meist als nachvollziehbar.
Aufgrund der zum Teil schon an Wunder grenzenden Zufälle und vieler märchenhaften Fügungen würde ich diesen Roman eher unter der Rubrik „Jugendliteratur“ einstufen. Dabei stört mich jedoch, und das ist mein einziger Kritikpunkt, dass die Autorin das 14jährige Mädchen mit dem Nissan ihrer verstorbenen Mutter alleine, ohne Fahrkenntnisse und ohne Führerschein, quer durch Deutschland fahren lässt. Billie fährt über Landstraßen, benutzt sogar die Autobahn, parkt auf öffentlichen Plätzen, erkundigt sich nach dem Weg und niemand, niemand der Erwachsenen fragt sie nach ihrem Alter bzw. wundert sich, warum sie alleine mit einem Auto unterwegs ist. Das geht m.E. gar nicht!
Fazit: Ein schöner Sommerroman, den ich, mit einem Kritikpunkt, sehr gerne weiter empfehle.
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