Chris Whitaker
Gebundenes Buch
In den Farben des Dunkels
Roman Der neue SPIEGEL-Bestseller des Autors von 'Von hier bis zum Anfang'
Übersetzung: Lösch, Conny
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"Exzellent geschrieben, zutiefst ergreifend, absolut erschütternd. Ich war von der ersten Seite an gefesselt." Bonnie GarmusDer neue SPIEGEL-Bestseller des Autors von »Von hier bis zum Anfang« ist ein Meisterwerk: zugleich aufwühlender Kriminalfall und dramatische Liebesgeschichte.»Er hatte nicht gewusst, dass Dunkelheit so schön sein konnte.«Es ist gleißend heller Hochsommer, als der dreizehnjährige Patch entführt wird. Für seine beste Freundin Saint bricht an diesem Tag die Welt zusammen. Sie isst, schläft und atmet nur noch, um ihn zu finden und nach Hause zu holen.Patch verbrin...
"Exzellent geschrieben, zutiefst ergreifend, absolut erschütternd. Ich war von der ersten Seite an gefesselt." Bonnie Garmus
Der neue SPIEGEL-Bestseller des Autors von »Von hier bis zum Anfang« ist ein Meisterwerk: zugleich aufwühlender Kriminalfall und dramatische Liebesgeschichte.
»Er hatte nicht gewusst, dass Dunkelheit so schön sein konnte.«
Es ist gleißend heller Hochsommer, als der dreizehnjährige Patch entführt wird. Für seine beste Freundin Saint bricht an diesem Tag die Welt zusammen. Sie isst, schläft und atmet nur noch, um ihn zu finden und nach Hause zu holen.
Patch verbringt unendliche Stunden allein in einem stockdunklen Raum. Bis er eine Hand in seiner fühlt. Das Mädchen sagt, es heiße Grace, und es holt Patch aus dem Dunkel, indem es die Welt mit seinen Worten malt.
Patch wird schließlich befreit, doch nicht erlöst. Denn niemand glaubt ihm, dass es Grace wirklich gab. Er will sie um jeden Preis finden und das Verbrechen sühnen, das ihn nicht loslässt. Auch Saint sucht den Täter und die Wahrheit, aber mit ganz anderen Mitteln als Patch. Selbst wenn das bedeutet, dass sie ihn für immer verlieren könnte.
Die Geschichte von Saint und Patch ist eine grandiose Odyssee, die den großen Bogen über mehrere Jahrzehnte und quer durch die Vereinigten Staaten spannt. Ein unvergesslich intensiver Roman über die Unausweichlichkeit des Schicksals und die Bedingungslosigkeit der Liebe. Chris Whitaker erzählt mit großer Wucht und unendlicher Einfühlsamkeit von zwei unvergesslichen Helden auf einer Reise um Leben und Tod.
»»In den Farben des Dunkels« ist eines dieser Bücher, bei dem man sich vornimmt, nur noch ein Kapitel zu beenden und beim nächsten Blick auf die Uhr feststellt, dass es bereits nach Mitternacht ist.« Frankfurter Allgemeine Zeitung
»In den Farben des Dunkels" ist ein bravouröses Kunstwerk«. Jodi Picoult
»Ein wunderbares Buch.« Richard Osman
Der neue SPIEGEL-Bestseller des Autors von »Von hier bis zum Anfang« ist ein Meisterwerk: zugleich aufwühlender Kriminalfall und dramatische Liebesgeschichte.
»Er hatte nicht gewusst, dass Dunkelheit so schön sein konnte.«
Es ist gleißend heller Hochsommer, als der dreizehnjährige Patch entführt wird. Für seine beste Freundin Saint bricht an diesem Tag die Welt zusammen. Sie isst, schläft und atmet nur noch, um ihn zu finden und nach Hause zu holen.
Patch verbringt unendliche Stunden allein in einem stockdunklen Raum. Bis er eine Hand in seiner fühlt. Das Mädchen sagt, es heiße Grace, und es holt Patch aus dem Dunkel, indem es die Welt mit seinen Worten malt.
Patch wird schließlich befreit, doch nicht erlöst. Denn niemand glaubt ihm, dass es Grace wirklich gab. Er will sie um jeden Preis finden und das Verbrechen sühnen, das ihn nicht loslässt. Auch Saint sucht den Täter und die Wahrheit, aber mit ganz anderen Mitteln als Patch. Selbst wenn das bedeutet, dass sie ihn für immer verlieren könnte.
Die Geschichte von Saint und Patch ist eine grandiose Odyssee, die den großen Bogen über mehrere Jahrzehnte und quer durch die Vereinigten Staaten spannt. Ein unvergesslich intensiver Roman über die Unausweichlichkeit des Schicksals und die Bedingungslosigkeit der Liebe. Chris Whitaker erzählt mit großer Wucht und unendlicher Einfühlsamkeit von zwei unvergesslichen Helden auf einer Reise um Leben und Tod.
»»In den Farben des Dunkels« ist eines dieser Bücher, bei dem man sich vornimmt, nur noch ein Kapitel zu beenden und beim nächsten Blick auf die Uhr feststellt, dass es bereits nach Mitternacht ist.« Frankfurter Allgemeine Zeitung
»In den Farben des Dunkels" ist ein bravouröses Kunstwerk«. Jodi Picoult
»Ein wunderbares Buch.« Richard Osman
Chris Whitaker arbeitete zehn Jahre als Finanztrader, bevor er sein Leben änderte und sich dem Schreiben zuwandte. Seine Romane gewannen zahlreiche Preise, schon jetzt gilt Whitaker in England als Sensation. Bei Piper erschienen bereits 'Von hier bis zum Anfang', das vom Guardian zum Buch des Jahres gekürt wurde, sowie sein Romandebüt 'Was auf das Ende folgt'. Whitaker lebt zusammen mit seiner Ehefrau und drei Kindern in England.
Produktdetails
- Verlag: Piper
- Originaltitel: All the Colours of the Dark
- 2. Aufl.
- Seitenzahl: 592
- Erscheinungstermin: 27. Juni 2024
- Deutsch
- Abmessung: 219mm x 145mm x 52mm
- Gewicht: 704g
- ISBN-13: 9783492071536
- ISBN-10: 3492071538
- Artikelnr.: 69117898
Herstellerkennzeichnung
Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
info@piper.de
Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
Einen echten Pageturner hat Chris Whitaker hier verfasst, jubelt Rezensentin Maria Wiesner. Im Zentrum stehen, lernen wir, Patch, ein Junge, der von einem brutalen Kriminellen entführt wird, nach einiger Zeit wieder frei kommt und von einem Mädchen namens Grace berichtet, das sich mit ihm gemeinsam in Gefangenschaft befunden habe - allerdings ist die Polizei keineswegs sicher, dass Grace wirklich existiert. Besonders gefällt Wiesner die eindrücklichen, zum Teil an Stephen King erinnernden Figurenzeichnungen, wobei das Buch freilich auch äußerst spannend geschrieben ist - die geschickt platzierten Cliffhanger ziehen die Leser in die Welt des Buches hinein. Von einigen wenigen Kitscheinsprengseln abgesehen ist dieses Buch, in dem für die Figuren stets viel auf dem Spiel steht, rundum empfehlenswert, so das Fazit.
© Perlentaucher Medien GmbH
© Perlentaucher Medien GmbH
Das Martyrium des einäugigen Piratenjungen
Hoher Einsatz: Chris Whitaker erforscht, wie eine amerikanische Kleinstadt mit einer Kindesentführung umgeht
Wer einen Thriller damit beginnt, dass ein Kind sterben soll, spielt mit höchstem Einsatz. Chris Whitaker hat keine Angst davor, denn hohe Einsätze bringen, wenn man es geschickt anstellt, den größten Gewinn. Der britische Autor stellt also gleich im ersten Absatz seines Krimis den dreizehn Jahre alten Patch vor, der nur ein Auge hat, mit diesem aber die Kleinstadt und ihre Umgebung in Missouri, wo er in den späten Siebzigerjahren aufwächst, umso intensiver wahrnimmt: "Als er später an jenem Vormittag sterbend im Wald lag, bewahrte er den Morgen in seinem
Hoher Einsatz: Chris Whitaker erforscht, wie eine amerikanische Kleinstadt mit einer Kindesentführung umgeht
Wer einen Thriller damit beginnt, dass ein Kind sterben soll, spielt mit höchstem Einsatz. Chris Whitaker hat keine Angst davor, denn hohe Einsätze bringen, wenn man es geschickt anstellt, den größten Gewinn. Der britische Autor stellt also gleich im ersten Absatz seines Krimis den dreizehn Jahre alten Patch vor, der nur ein Auge hat, mit diesem aber die Kleinstadt und ihre Umgebung in Missouri, wo er in den späten Siebzigerjahren aufwächst, umso intensiver wahrnimmt: "Als er später an jenem Vormittag sterbend im Wald lag, bewahrte er den Morgen in seinem
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Herzen, bis die Farben verliefen, denn er wusste, dass er so schön gar nicht gewesen sein konnte. Nichts in seinem Leben war je so schön."
Patch trägt eine Augenklappe und begeistert sich für Piraten. Den Mut seiner Vorbilder legt er an den Tag, als er den Schreien einer Mitschülerin in den Wald folgt und sich dort auf ihren Angreifer wirft, sodass das Mädchen fliehen kann. Patch wird verletzt und von dem Unbekannten verschleppt - und man bangt nun länger um ihn, deutet der zitierte Satz doch auf eine fatale Entwicklung hin. Während die Kleinstadtpolizei von Monta Clare mit dem Fall überfordert wirkt, macht sich das Nachbarmädchen Saint auf die Suche nach seinem verschwundenen Freund. Beide Kinder gehörten zu den Außenseitern der Schule.
Patch, der eigentlich Joseph Macauley heißt, hatten die Mitschüler ignoriert, weil seine alleinerziehende Mutter kaum Geld hat. Saint hingegen wächst als Waisenkind bei ihrer Großmutter auf, die kurze Haare trägt, auf der Veranda Zigarren raucht und als Busfahrerin arbeitet. Ihre Sturheit und den Gleichmut, sich nicht groß um das Gerede in der Kleinstadt zu kümmern, hat das Mädchen früh übernommen. Statt sich also mit Modetrends oder Backrezepten zu beschäftigen wie gleichaltrige Mitschülerinnen, vertieft Saint sich lieber in Bücher aus der örtlichen Bibliothek und bessert das schmale Gehalt der Großmutter mit Honigverkauf aus der eigenen Bienenzucht auf.
Schon diese Detailfülle zeigt: Whitaker leuchtet seine Figuren bis in den letzten Winkel aus, nimmt sich Zeit, fast jedem, der hier auftritt, ein Leben mit Träumen und Abgründen zu verpassen. Während die Stadt also auf den Beinen ist, um den verschwundenen Jungen zu suchen, erfährt man in geschickt gesetzten Rückblenden die Geschichte der beiden Kinder und die allerhand anderer Bewohner dieses eigentlich idyllischen Ortes. Whitaker angelt seine Leser mit Suspense-Ködern und verführt sie dann mit tiefgründigen Charakteren. Dabei interessiert er sich weniger für den wahnsinnigen Kindesentführer; er erkundet vielmehr, wie eine solche Tat die Einwohner verändert.
Wie reagieren die Eltern des Mädchens, das durch Patchs Eingreifen gerettet wurde? Was geschieht mit dem Polizeichef, der sich nicht nur für die Sicherheit der Kinder in seiner Stadt verantwortlich fühlt? Und wie hält ein dreizehnjähriges Mädchen am Glauben fest, dass der beste Freund, auch mehr als hundert Tage nachdem er entführt worden ist, noch lebt? Wie ein Stein, den man in einen ruhigen Teich wirft, langsame Wasserkräusel über die glatte Oberfläche schickt, so wühlt die Tat die Gemüter der Menschen in Monta Clare auf und bringt einiges ans Licht, was bislang im Verborgenen gehalten wurde.
Chris Whitaker, der nach einer Karriere in der Finanzbranche zum Schreiben fand, beherrscht die Kunst, seine Figuren so eindrücklich zu zeichnen, dass sie die Leser nicht mehr loslassen - an den besten Stellen erinnert das an den amerikanischen Fantasy- und Horrormeister Stephen King, der ebenfalls Genre-Erzählungen nutzte, um Missstände in amerikanischen Kleinstädten in eindrückliche Bilder zu verpacken. Manches entgleitet Whitaker in Richtung Kitsch, etwa wenn die Freundschaft zweier Menschen mit dem Regenbogensong des Sesamstraßenfroschs Kermit verglichen wird - und sich bei einer Umarmung der beiden Freunde tatsächlich ein Regenbogen über den Himmel wölbt.
Eine einzige solche Rührseligkeit auf fast sechshundert Seiten ist aber durchaus verzeihlich. Zumal sich diese Seiten vor Spannung wie von allein umblättern. "In den Farben des Dunkels" ist eines dieser Bücher, bei dem man sich vornimmt, nur noch ein Kapitel zu beenden und beim nächsten Blick auf die Uhr feststellt, dass es bereits nach Mitternacht ist.
Natürlich nutzt der Autor dafür Cliffhanger, strapaziert das Mittel allerdings nicht so wie Dan Brown und Konsorten. Vielmehr füttert Whitaker mit Andeutungen auf Zukünftiges die Neugier der Leser an und kehrt dann zum Kern der Erzählung zurück, nämlich der Frage, wie das Leben nach einem solchen grauenhaften Einschnitt weitergehen kann.
Denn, wir verraten an dieser Stelle nur so viel wie auch der Klappentext, Patch wird nach dreihundertsieben Tagen aus der Gefangenschaft im stockdunklen Raum befreit. Nachdem er sich vom Schock etwas erholt hat, erzählt er den Polizisten von Grace, dem Mädchen, das mit ihm zusammen in diesem Raum gefangen war. Der Polizeichef zweifelt an den Äußerungen des Jungen. Hat er sich Grace nur eingebildet? Wie aber kann er dann Dinge wissen, von denen nur Grace ihm erzählt haben konnte?
Die Suche nach diesem Mädchen soll fortan sein Leben bestimmen - und auch Saint lässt die Obsession des Freundes keine Ruhe. Wie ihr Autor spielen auch die Figuren mit sehr hohen Einsätzen. Es lohnt sich, ihnen dabei bis zum Schluss zu folgen. MARIA WIESNER
Chris Whitaker: "In den Farben des Dunkels". Roman.
Aus dem Englischen von Conny Lösch.
Piper Verlag, München 2024. 592 S., geb., 24,- Euro.
Alle Rechte vorbehalten. © Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt am Main.
Patch trägt eine Augenklappe und begeistert sich für Piraten. Den Mut seiner Vorbilder legt er an den Tag, als er den Schreien einer Mitschülerin in den Wald folgt und sich dort auf ihren Angreifer wirft, sodass das Mädchen fliehen kann. Patch wird verletzt und von dem Unbekannten verschleppt - und man bangt nun länger um ihn, deutet der zitierte Satz doch auf eine fatale Entwicklung hin. Während die Kleinstadtpolizei von Monta Clare mit dem Fall überfordert wirkt, macht sich das Nachbarmädchen Saint auf die Suche nach seinem verschwundenen Freund. Beide Kinder gehörten zu den Außenseitern der Schule.
Patch, der eigentlich Joseph Macauley heißt, hatten die Mitschüler ignoriert, weil seine alleinerziehende Mutter kaum Geld hat. Saint hingegen wächst als Waisenkind bei ihrer Großmutter auf, die kurze Haare trägt, auf der Veranda Zigarren raucht und als Busfahrerin arbeitet. Ihre Sturheit und den Gleichmut, sich nicht groß um das Gerede in der Kleinstadt zu kümmern, hat das Mädchen früh übernommen. Statt sich also mit Modetrends oder Backrezepten zu beschäftigen wie gleichaltrige Mitschülerinnen, vertieft Saint sich lieber in Bücher aus der örtlichen Bibliothek und bessert das schmale Gehalt der Großmutter mit Honigverkauf aus der eigenen Bienenzucht auf.
Schon diese Detailfülle zeigt: Whitaker leuchtet seine Figuren bis in den letzten Winkel aus, nimmt sich Zeit, fast jedem, der hier auftritt, ein Leben mit Träumen und Abgründen zu verpassen. Während die Stadt also auf den Beinen ist, um den verschwundenen Jungen zu suchen, erfährt man in geschickt gesetzten Rückblenden die Geschichte der beiden Kinder und die allerhand anderer Bewohner dieses eigentlich idyllischen Ortes. Whitaker angelt seine Leser mit Suspense-Ködern und verführt sie dann mit tiefgründigen Charakteren. Dabei interessiert er sich weniger für den wahnsinnigen Kindesentführer; er erkundet vielmehr, wie eine solche Tat die Einwohner verändert.
Wie reagieren die Eltern des Mädchens, das durch Patchs Eingreifen gerettet wurde? Was geschieht mit dem Polizeichef, der sich nicht nur für die Sicherheit der Kinder in seiner Stadt verantwortlich fühlt? Und wie hält ein dreizehnjähriges Mädchen am Glauben fest, dass der beste Freund, auch mehr als hundert Tage nachdem er entführt worden ist, noch lebt? Wie ein Stein, den man in einen ruhigen Teich wirft, langsame Wasserkräusel über die glatte Oberfläche schickt, so wühlt die Tat die Gemüter der Menschen in Monta Clare auf und bringt einiges ans Licht, was bislang im Verborgenen gehalten wurde.
Chris Whitaker, der nach einer Karriere in der Finanzbranche zum Schreiben fand, beherrscht die Kunst, seine Figuren so eindrücklich zu zeichnen, dass sie die Leser nicht mehr loslassen - an den besten Stellen erinnert das an den amerikanischen Fantasy- und Horrormeister Stephen King, der ebenfalls Genre-Erzählungen nutzte, um Missstände in amerikanischen Kleinstädten in eindrückliche Bilder zu verpacken. Manches entgleitet Whitaker in Richtung Kitsch, etwa wenn die Freundschaft zweier Menschen mit dem Regenbogensong des Sesamstraßenfroschs Kermit verglichen wird - und sich bei einer Umarmung der beiden Freunde tatsächlich ein Regenbogen über den Himmel wölbt.
Eine einzige solche Rührseligkeit auf fast sechshundert Seiten ist aber durchaus verzeihlich. Zumal sich diese Seiten vor Spannung wie von allein umblättern. "In den Farben des Dunkels" ist eines dieser Bücher, bei dem man sich vornimmt, nur noch ein Kapitel zu beenden und beim nächsten Blick auf die Uhr feststellt, dass es bereits nach Mitternacht ist.
Natürlich nutzt der Autor dafür Cliffhanger, strapaziert das Mittel allerdings nicht so wie Dan Brown und Konsorten. Vielmehr füttert Whitaker mit Andeutungen auf Zukünftiges die Neugier der Leser an und kehrt dann zum Kern der Erzählung zurück, nämlich der Frage, wie das Leben nach einem solchen grauenhaften Einschnitt weitergehen kann.
Denn, wir verraten an dieser Stelle nur so viel wie auch der Klappentext, Patch wird nach dreihundertsieben Tagen aus der Gefangenschaft im stockdunklen Raum befreit. Nachdem er sich vom Schock etwas erholt hat, erzählt er den Polizisten von Grace, dem Mädchen, das mit ihm zusammen in diesem Raum gefangen war. Der Polizeichef zweifelt an den Äußerungen des Jungen. Hat er sich Grace nur eingebildet? Wie aber kann er dann Dinge wissen, von denen nur Grace ihm erzählt haben konnte?
Die Suche nach diesem Mädchen soll fortan sein Leben bestimmen - und auch Saint lässt die Obsession des Freundes keine Ruhe. Wie ihr Autor spielen auch die Figuren mit sehr hohen Einsätzen. Es lohnt sich, ihnen dabei bis zum Schluss zu folgen. MARIA WIESNER
Chris Whitaker: "In den Farben des Dunkels". Roman.
Aus dem Englischen von Conny Lösch.
Piper Verlag, München 2024. 592 S., geb., 24,- Euro.
Alle Rechte vorbehalten. © Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt am Main.
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»'In den Farben des Dunkels' ist eines dieser Bücher, bei dem man sich vornimmt, nur noch ein Kapitel zu beenden und beim nächsten Blick auf die Uhr feststellt, dass es bereits nach Mitternacht ist.« Frankfurter Allgemeine Zeitung 20240805
„Patch wusste, dass er kämpfen konnte, nur nicht gegen sein eigenes Schicksal.“ (Seite 493)
Patch verhindert an einem heißen Sommertag die Entführung eines Mädchens, der unbekannte Täter verletzt Patch und nimmt ihn mit. Unendlich viele Stunden verbringt er …
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„Patch wusste, dass er kämpfen konnte, nur nicht gegen sein eigenes Schicksal.“ (Seite 493)
Patch verhindert an einem heißen Sommertag die Entführung eines Mädchens, der unbekannte Täter verletzt Patch und nimmt ihn mit. Unendlich viele Stunden verbringt er in völliger Dunkelheit, Trost und Hoffnung gibt ihm lediglich Grace, die ihm im Dunkeln Geschichten erzählt und mit ihren Worten eine Welt erschafft, die er nie vergisst. Seine beste Freundin Saint indessen lässt nichts unversucht, Patch zu finden, sie setzt Himmel und Hölle in Bewegung und das eigene Leben aufs Spiel. Als Patch endlich befreit wird, ist dies erst der Anfang einer jahrzehntelangen Suche nach der Wahrheit, der Liebe und der einen Person, die einfach nicht zu finden ist. Nichts wird mehr so, wie es vorher war, aber das heißt nicht, dass es besser wird.
„Jetzt wusste sie, dass sie in Schwierigkeiten steckte. Nicht die Art von Schwierigkeiten, deretwegen sie von Lehrern angeschrien wurde oder die ihre Großmutter verzeihen konnte, sondern solche, über die man in der Zeitung las und über die in den Nachrichten berichtet wurde. Solche, von denen man sich niemals wieder erholt.“ (Seite 85)
Die ersten beiden Bücher von Chris Whitaker mit den Titeln „Von hier bis zum Anfang“ sowie „Was auf das Ende folgt“ waren bereits Highlights für mich, mit dem vorliegenden Buch aber hat der Autor wahrlich ein Meisterwerk geschaffen. Der Mix aus Roman, Liebesgeschichte, Drama, Tragödie und Thriller übertraf bei weitem meine Erwartungen und katapultierte sich in meine private Liste der Top Ten der letzten Jahre, wenn nicht sogar darüber hinaus. Dieses Buch wird für mich für immer unvergesslich bleiben.
„Nichts ist wirklich dunkel, wenn Farben in der Welt sind.“ (Seite 485)
Die mehrere Jahrzehnte umfassende Story hat mir unbeschreibliche Lesestunden geschenkt, mich zittern, bangen und durchleben lassen, was den Figuren zugestoßen ist. Dabei habe ich nicht nur Patch ins Herz geschlossen, auch Saint mit ihrer Zähigkeit, ihrem Durchhaltevermögen und der ungebrochenen Liebe zu ihrem besten Freund hat mich erobert im Sturm. Die weiteren Charaktere waren so phantastisch ausgearbeitet, dass ich das Gefühl habe, sie selbst seit Jahren zu kennen. Das Schicksal einer jeden Person hat mich berührt, an vielen Stellen fast schluchzen lassen, wenn das nächste dramatische Ereignis dazu führte, dass es eng wurde und das Schicksal gnadenlos zuschlug. So viel Drama, so viel Liebe, das ist einfach nur grandios!
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Eine wunderschöne Lektüre.
Der Pirat und die Bienenzüchterin, beides Sonderlinge, lernen sich im Kindesalter 1975 im Heimatstädtchen Monta Clare im Mittleren Westen der USA kennen und schätzen. Deren Freundschaft reicht über mehr als 30 Jahre. Nach der Entführung …
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Eine wunderschöne Lektüre.
Der Pirat und die Bienenzüchterin, beides Sonderlinge, lernen sich im Kindesalter 1975 im Heimatstädtchen Monta Clare im Mittleren Westen der USA kennen und schätzen. Deren Freundschaft reicht über mehr als 30 Jahre. Nach der Entführung und langer, dunkler Gefangenschaft des 13-jährigen Patch kämpft Saint um ihn und seine Obsession um die geheimnisvolle Grace aus bedingungsloser Liebe zu ihm. Die Erzählweise und die Wortwahl sind ausgesprochen ideal gewählt, einfühlsam, lebendig und voller Atmosphäre durch großartige Detailbeschreibungen. Auch die Nebenfiguren sind liebevoll bzw. dramatisch beschrieben zwischen viel Mitmenschlichkeit, unerwartetem Schicksal und endlich erfüllter Hoffnung. Auch voller Spannung verfolgt man diese grandiose Odyssee quer durch die USA, denn oft geht es – auch auf der Suche nach Grace - um Leben und Tod, Verzweiflung und Ausweglosigkeit. Kurz thematisiert werden auch Reizthemen wie Abtreibung und Homosexualität. Malerei zur Bewältigung von Traumata spielt hier eine Rolle. Sowohl eine feinfühlige Liebesgeschichte als auch ein spannender Kriminalfall um einen Serienmörder erwartet den Leser. Ein vollendeter Lesegenuss!
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Eine vielschichtige Geschichte, die ihre Zeit braucht
Inhalt:
Patch und Saint sind Außenseiter und ihre Freundschaft für beide ein Glücksfall. Sie sind 13 Jahre alt, als Patch entführt wird. Saint setzt alle Hebel in Bewegung, um ihn zu finden, auch als alle anderen schon …
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Eine vielschichtige Geschichte, die ihre Zeit braucht
Inhalt:
Patch und Saint sind Außenseiter und ihre Freundschaft für beide ein Glücksfall. Sie sind 13 Jahre alt, als Patch entführt wird. Saint setzt alle Hebel in Bewegung, um ihn zu finden, auch als alle anderen schon die Hoffnung aufgegeben haben. Tatsächlich kann Patch nach monatelanger Gefangenschaft befreit werden. Er berichtet, dass ein Mädchen bei ihm war, doch dieses ist unauffindbar. Hat Patch sie sich nur eingebildet? Er setzt alles daran, Grace zu finden, ist wie besessen davon und richtet sein ganzes Leben daraufhin aus. Saint unterstützt ihn auf ihre Weise.
Meine Meinung:
Das Buch beginnt interessant und atmosphärisch. Man kann sich die Kinder im Jahr 1975 gut vorstellen, ihre Rollen nachvollziehen. Hier konnte mich Chris Whitaker locker abholen. Doch dann entwickelt sich die Handlung sehr zäh weiter mit Beschreibungen bis ins kleinste Detail und etlichen Wiederholungen. Es sind die Monate von Patchs Gefangenschaft, die sich schier endlos hinziehen. Sicher sind sie ihm auch so lange vorgekommen, aber für mich war es eine Qual. Ich musste mich regelrecht zum Weiterlesen zwingen. Zum Glück sind die Kapitel äußerst kurz, sodass man immer mal noch eins lesen kann und so doch weiterkommt. Erst in der zweiten Hälfte hat mich das Buch dann richtig gepackt. Die verschiedenen Charaktere bekommen über die Jahrzehnte immer klarere Konturen. Geheimnisse werden aufgedeckt, Verbindungen geknüpft. Wie ein Mosaik wird das Geschehen für die Leserschaft zusammengesetzt. Hier erwarteten mich einige Überraschungen. Vor allem wuchsen mir aber auch die Protagonist*innen ans Herz, und zwar nicht nur Patch und Saint, sondern auch noch andere wichtige Figuren. Patch und Saint hangeln sich von einer Zwickmühle zur anderen und stehen dabei öfter auf verschiedenen Seiten, obwohl sie das gar nicht wollen. Mir persönlich fiel es schwer, mich auf eine Seite zu schlagen. Ich konnte beide gut nachvollziehen.
Am Ende stellt sich alles als eine sehr vielschichtige Geschichte heraus, die eben ihre Zeit braucht, um sich zu entwickeln, mich dann aber mitreißen und fesseln konnte.
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Der Titel an sich ist schon sehr widersprüchlich: Die Farben.des Dunkels! -Und hat mich deswegen neugierig gemacht!
Ich habe mich wirklich gefreut auf dieses Buch! Es beginnt im Jahr 1975 und erzählt die Geschichte von der Freundschaft von Saint und Patch. Die nach der Entführung …
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Der Titel an sich ist schon sehr widersprüchlich: Die Farben.des Dunkels! -Und hat mich deswegen neugierig gemacht!
Ich habe mich wirklich gefreut auf dieses Buch! Es beginnt im Jahr 1975 und erzählt die Geschichte von der Freundschaft von Saint und Patch. Die nach der Entführung von Patch auf eine harte Probe gestellt wird. Ob die zwei es schaffen, ihre Freundschaft bis ins Jahr 1998 zu halten, sollte der Leser*in selber herausfinden.
Auf dem Schutzumschlag steht als Bemerkung von Patricia Cornwell "Mittreissend, eindringlich, unvergesslich".
Leider ging es mir mir dem Roman überhaupt nicht so. Ich bin lange Zeit nicht in die Geschichte gekommen, und ich musste mich immer wieder motivieren, dieses Buch fertig zu lesen. Was mir dabei geholfen hat, waren die kurzen Kapitel.
Die Leidensfähigkeit der Saint ist sicher bewundernswert, war mir persönlich aber zu unrealistisch.
Ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch sicher seine begeisterte Leserschaft findet -nur ich gehöre leider nicht dazu!
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Ich bin großer Fan von Chris Whitakers Büchern, die alle hinter die Fassade von amerikanischen Vorstadtidyllen blicken.
Sein neuestes Buch zeichnet ebenfalls ein Bild des Lebens in der amerikanischen Provinz und umspannt dabei eine jahrelange Suche nach einer Wahrheit zwischen 1975 und …
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Ich bin großer Fan von Chris Whitakers Büchern, die alle hinter die Fassade von amerikanischen Vorstadtidyllen blicken.
Sein neuestes Buch zeichnet ebenfalls ein Bild des Lebens in der amerikanischen Provinz und umspannt dabei eine jahrelange Suche nach einer Wahrheit zwischen 1975 und 2001. Dem Autor gelingt dabei der Spagat zwischen packender Kriminalgeschichte und der Suche nach einem Mörder und einem vermeintlichen Opfer, einer Coming of Age-Geschichte der beiden Hauptprotagonisten mit Roadtrip-Elementen sowie einem Porträt der amerikanischen Gesellschaft der späten Moderne.
Als roter Faden folgt die Story der einzigartigen Freundschaft zwischen Patch und Saint, die geprägt ist von Verbrechen und der Tragik des Lebens. Die Entführung von Patch sowie seine Befreiung durch Saint stellt einen Einschnitt in ihrer beider Leben dar, dessen Folgen sich auf beide auf völlig unterschiedliche Weise auswirken. Man kann durch das Zusammenspiel der Personen in dieser amerikanischen Kleinstadt, die erschüttert ist durch das Verbrechen, die Auswirkungen von Trauma auf die unterschiedlichen Charaktere wie durchs Brennglas beobachten.
Die Suche nach der Wahrheit und nach Grace wird für Patch immer mehr zur Sinnfrage und nimmt sein ganzes Leben in Beschlag. Er rutscht ab und steht plötzlich Saint auf der anderen Seite des Gesetzes gegenüber.
Eine wirklich beeindruckende Lebensreise, die toll geplottet ist und mich fesseln konnte. Als kleiner Kritikpunkt bleibt anzumerken, dass ich ein paar Entwicklungen nicht unbedingt gebraucht hätte, um ein intensives Leseerlebnis zu haben. Dennoch tut dies der Qualität der Geschichte keinen Abbruch. Chris Whitaker hat mit In den Farben des Dunkels wieder ein Brett abgeliefert.
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Dieses Buch von Chris Whitaker hat mich richtig umgehauen. Die Mischung aus Roman, Krimi und Liebesgeschichte ist ein absolutes Meisterwerk. Ich habe so viele Gedanken zu diesem Buch und es fällt mir sehr schwer, alle in Worte zu fassen. Dieses Buch hat mich schlicht und einfach …
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Dieses Buch von Chris Whitaker hat mich richtig umgehauen. Die Mischung aus Roman, Krimi und Liebesgeschichte ist ein absolutes Meisterwerk. Ich habe so viele Gedanken zu diesem Buch und es fällt mir sehr schwer, alle in Worte zu fassen. Dieses Buch hat mich schlicht und einfach überwältigt. Es hat mich in einen Sog aus Schmerz und Trauer gezogen. Ich habe noch nie vorher so viele Tränen vergossen, wie bei diesem Buch. Die Geschichte von Saint und Patch ist durch und durch berührend. Auch der Kriminalfall hat mich gefesselt und bis zur Auflösung nicht mehr losgelassen.
Mit dreizehn Jahren wird Patch entführt und in einem dunklen Raum gefangen gehalten. Doch er ist nicht alleine. Bei ihm ist ein junges Mädchen mit dem Namen Grace. Dank ihr wird die immerwährende Finsternis in Farben getaucht, als sie mit ihren Geschichten die Dunkelheit zum Leben erweckt. Zur gleichen Zeit liegt für Patchs beste Freundin die Welt in Scherben. Trotz ihres jungen Alters gibt sie nicht auf und sucht überall nach Patch. Bis dieser eines Tages gerettet wird. Doch wo das Happy End beginnen sollte, tut sich ein Abgrund auf. Grace ist spurlos verschwunden und niemand glaubt daran, dass es sie jemals gegeben hat. Von diesem Tag an beginnt eine Odyssee, die Jahrzehnte dauern wird. Denn Patch hat sich geschworen, Grace zu finden. Egal, was es ihn kosten wird. Saint will Gerechtigkeit. Auch ihr lässt der Fall keine Ruhe. Erst recht nicht, als sie eine Spur findet, die zu mehreren vermissten Mädchen führt.
Diese Geschichte ist dramatisch, tragisch und beinhaltet viel Schmerz. Es geht um einen dreizehnjährigen Jungen, der dachte, dass er nichts mehr zu verlieren hat. Der alles verlor, was ihn ausgemacht hat. Ein Mädchen, das seinen besten Freund an die Vergangenheit verloren hat und ihn nicht retten kann. Zwei Schicksale, über Jahrzehnte miteinander verflochten. Obwohl es sich bei „In den Farben des Dunkels“ um einen Roman handelt, hat mich diese Geschichte mehr mitgenommen als jeder Thriller. Dieses Buch kommt ohne blutige Szenen oder große Schockmomente aus. Trotzdem ist die Geschichte von Patch und Saint unglaublich emotional und an manchen Stellen schwer zu ertragen. Das Schicksal dieser zwei Kinder ist mir sehr nahe gegangen.
Der Autor Chris Whitaker hat mit „In den Farben des Dunkels“ ein eindringliches, herzzerreißendes Werk geschaffen, das den Leser an den Abgrund der menschlichen Psyche führt. Dies ist definitiv eine Geschichte, die ich sehr intensiv gefühlt habe. Oft mit Tränen in den Augen. Im Gegensatz zu anderen Büchern geht es hier nicht darum, was Patch während seiner Gefangenschaft erlebt hat. Der Fokus liegt darauf, was ihm dadurch genommen wurde. Seine Persönlichkeit, seine kindliche Unschuld und seine Fantasie. Ich habe um das Kind getrauert, das für immer verloren gegangen ist. Ich habe gemeinsam mit Patch gelitten und geweint. Der Leser begleitet Patch und Saint über mehrere Jahrzehnte. Patch entwickelt nach seiner Entführung eine Obsession, die im Laufe der Jahre immer mehr an Wahn grenzt. Er ist ein Junge, der eine zweite Chance bekommen hat und durch seine Besessenheit einen großen Teil seines Lebens verpasst. Ein Junge, der das Richtige getan hat und immer tun will. Ein Mann, der vom Weg abkommt und das Falsche tut.
Ich möchte nicht verschweigen, dass es auf den 592 Seiten auch einige Längen gibt. Ich war ein paar Mal in Versuchung, einige Stellen nur zu überfliegen. Letztendlich habe ich es nur bei den Anekdoten über Piraten getan. Im Nachhinein bin ich auch froh darüber, denn im Buch finden sich einige Details, die später eine wichtige Rolle spielen. Genau wie Patch hat mich irgendwann das Fieber gepackt. Ich wollte unbedingt wissen, was es mit Grace auf sich hat. Gab es sie wirklich oder hat sie nie existiert? Nach der Hälfte der Geschichte konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich war regelrecht versessen auf die Auflösung. Das Zusammenspiel von Roman, Krimi und Liebesgeschichte ist dem Autor unglaublich gut gelungen. Ich habe etwas Ähnliches noch nie vorher gelesen und bin begeistert.
Fazit: „In den Farben des Dunkels“ ist für mich ein richtiges Highlight. Chris Whitaker hat mit diesem Buch einen epischen Spannungsroman geschaffen, der unglaublich viel emotionale Tiefe besitzt. Die Geschichte ist voller Schmerz, eindringlich und intensiv. Ein meisterhaftes Werk, das mir lange im Gedächtnis bleiben wird.
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"In den Farben des Dunkels" (welch ein toller Titel!) ist ein Meisterwerk, ein unfassbar berührendes Buch, voller Hoffnung, Sehnsucht, Traurigkeit - und auch voller Wendungen und Perspektiven auf das Leben, auf die Geschehnisse der Geschichte und auf den Lebensweg, den Menschen …
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"In den Farben des Dunkels" (welch ein toller Titel!) ist ein Meisterwerk, ein unfassbar berührendes Buch, voller Hoffnung, Sehnsucht, Traurigkeit - und auch voller Wendungen und Perspektiven auf das Leben, auf die Geschehnisse der Geschichte und auf den Lebensweg, den Menschen einschlagen. Mehrmals hatte ich beim Lesen Tränen. Die Charaktere sind liebevoll und tiefgründig gezeichnet, die Verstrickungen so eng wie schmerzhaft. Es ist das bewegendste Buch, das ich seit Jahren gelesen habe und so sehr ein Kunstwerk wie die hoch gehandelten Bilder des Protagonisten.
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Zum Inhalt:
Patch wird entführt, was für seine beste Freundin Saint furchtbar ist. Patch wird 307 Tage in einem stockdunklen Raum gefangen gehalten. Mit ihm ist Grace in diesem Raum. Nach der Befreiung glaubt ihm keiner, dass da auch Grace war. Es gibt für ihn nur ein Ziel und zwar …
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Zum Inhalt:
Patch wird entführt, was für seine beste Freundin Saint furchtbar ist. Patch wird 307 Tage in einem stockdunklen Raum gefangen gehalten. Mit ihm ist Grace in diesem Raum. Nach der Befreiung glaubt ihm keiner, dass da auch Grace war. Es gibt für ihn nur ein Ziel und zwar Grace zu suchen und zu retten. Saint kämpft derweil um die Wahrheit, ihren Freund und ihre große Liebe.
Meine Meinung:
Mir fällt es extrem schwer zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben, denn ich bin so gar nicht in die Geschichte reingekommen. Alle Protagonisten sind mir fremd geblieben und ich konnte keine Verbindung zu ihnen aufnehmen. Den Schreibstil fand ich gewöhnungsbedürftig und es brauchte eine Weile damit klarzukommen. Für mich ist das Buch eins dieser Bücher, die gelesen habe und schnell wieder vergessen haben werde, weil ich nichts mit der Geschichte anfangen konnte.
Fazit:
Nicht meins
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Ein heftiges Buch, aber es lohnt sich
Patch war schon immer der Außenseiter in seinem Heimatort. Seine Mutter schuftet sich in mehreren Jobs fast zu Tode und trotzdem kommen sie kaum über die Runden. Zudem hat er nur ein Auge, trägt deswegen immer eine Augenklappe und spielt …
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Ein heftiges Buch, aber es lohnt sich
Patch war schon immer der Außenseiter in seinem Heimatort. Seine Mutter schuftet sich in mehreren Jobs fast zu Tode und trotzdem kommen sie kaum über die Runden. Zudem hat er nur ein Auge, trägt deswegen immer eine Augenklappe und spielt Pirat.
Im Sommer, als er 13 Jahre alt ist, wird er Zeuge eines Angriffs auf eine Mitschülerin. Patch zögert nicht und rettet das Mädchen, er selbst wird aber entführt.
Seine beste Freundin Saint will die Hoffnung nicht aufgeben und ermittelt da, wo die Polizei lieber die Augen verschließt. Sie riskiert ihr eigenes Leben und findet Patch – doch er ist nicht mehr derselbe. Er widmet sein gesamtes Leben der Suche nach Grace, dem Mädchen, das ihn während der Gefangenschaft bei Verstand gehalten hat und das ein besseres Leben verdient hat.
Obwohl das Buch definitiv seine Längen hat und kein leichter Tobak ist, hat es mich gepackt. Der Schreibstil hat mich einfach hineingezogen und ich wollte immer wissen, wie es weitergeht. Auch wenn es sich dann manchmal wirklich sehr zog, es hat sich gelohnt dran zu bleiben.
Patch ist ein Außenseiter und wird oft von einer Gruppe Jungs verprügelt. Trotzdem zögert er keine Sekunde, als ein beliebtes Mädchen angegriffen wird. Allerdings zahlt er dafür einen hohen Preis. Seine Mutter ist nach seinem Verschwinden nie mehr dieselbe und er auch nicht. Er widmet sein Leben der Suche nach Grace und lässt nie locker, egal wie unwahrscheinlich die Hinweise auch sind, egal wie gering die Chance, sie zu finden.
Diese eine Entscheidung einzugreifen hat auch Saints Leben für immer verändert. Sie hat ihr eigenes Leben riskiert, um Patch zu finden und dabei ihre Berufung gefunden. Aus ihr wird eine Polizistin, die aber ebenfalls dieser eine Fall niemals loslässt. Auch sie sucht nach Grace und nach den anderen Mädchen, die der Täter einst entführte.
Fazit: Ich fand das Buch trotz seiner Längen extrem interessant und sehr spannend. Es hat mich einfach nicht losgelassen, bis ich fertig gelesen hatte. Ich fand es sehr faszinierend, wie eine Entscheidung eines 13-jährigen Jungen so viele Leben nachhaltig veränderte. Vor allem Patch tat mir unheimlich leid. Er fand einfach keine Ruhe, er musste Grace suchen, er musste einfach. Ich hätte mir für ihn ein anderes Leben gewünscht.
Auch Saint tat mir sehr leid. Auch sie stellte sich selbst immer zurück, nur bei ihr war es immer Patch, dem sie helfen wollte, der ihr Leben bestimmte. Auch für sie hätte ich mir mehr Glück gewünscht.
Es kommen im Buch auch mehrere Themen vor, die erst sehr spät wirklich in Worte gefasst werden, was mir aber sehr gut gefiel. So konnte man deutlich länger rätseln und die Auflösung war dann immer ein „Oh Gott!“.
Es zieht sich eine Tragik durch das Buch, die einen durchaus auch runterzieht, aber trotzdem konnte mich das Buch wirklich begeistern. Von mir bekommt es 4,5 Sterne. Den halben Stern muss ich abziehen, weil es sich immer wieder doch recht zog zwischendrin.
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So geht bedingungslose Liebe
Der 13jährige Joseph Macauley genannt Patch wächst im kleinen Ort Monta Clare im Mittleren Westen auf. Den Namen verdankt er der Augenklappe, die er immer schon trägt, denn er wurde mit nur einem Auge geboren. Deshalb spielt er auch den Piraten. Er ist …
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So geht bedingungslose Liebe
Der 13jährige Joseph Macauley genannt Patch wächst im kleinen Ort Monta Clare im Mittleren Westen auf. Den Namen verdankt er der Augenklappe, die er immer schon trägt, denn er wurde mit nur einem Auge geboren. Deshalb spielt er auch den Piraten. Er ist ein Außenseiter, der von den anderen Jungen gemobbt und verprügelt wird. Seine Freundin Saint ist in ihn verliebt, aber er ist nur an der von allen umschwärmten Misty Meyer interessiert. Eines Tages sieht er im Wald, wie Misty von einem maskierten Mann angegriffen wird. Er attackiert den Mann und ermöglicht dem Mädchen so die Flucht. Er selbst wird von dem Angreifer entführt und 307 Tage lang an einem unbekannten Ort eingesperrt. In einem dunklen Raum hilft ihm ein unbekanntes Mädchen namens Grace zu überleben, indem sie ihm Geschichten erzählt und von Orten überall in der Welt berichtet, an denen sie gewesen ist. In all der Zeit gibt Saint – im Gegensatz zur Polizei - die Suche nach dem Freund nicht auf, bis sie eines Tages das Haus eines von ihr verdächtigten Mannes aufsucht und Patch befreit. Der Entführer kann entkommen, und auch von Grace gibt es keine Spur. Drei Jahrzehnte seines Lebens wird Patch damit verbringen, nach Grace und anderen verschwundenen Mädchen zu suchen. Er geht nie einer geregelten Tätigkeit nach, wird stattdessen Bankräuber, wobei er den größten Teil seiner Beute spendet. Außerdem stellt sich heraus, dass er ein begabter Maler ist, der vom Verkauf seiner Bilder leben könnte. Dreißig Jahre wird es schließlich dauern, den Serientäter zu stellen. Saint ist Polizistin geworden und hat genau diese Suche zu ihrem Lebensziel gemacht.
Die sehr intensive, aber nicht durchweg spannende Geschichte um Liebe und Freundschaft ist sehr berührend und liest sich gut. Es geschehen Verbrechen, aber das Buch ist viel mehr als ein Krimi. Vor allem überzeugt die Darstellung von bedingungsloser Liebe, die die Lebenswege der zentralen Figuren bestimmt. Auch der neue Roman von Chris Whitaker hat mir gut gefallen.
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