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Benutzername: Dark Rose
Wohnort: NRW
Über mich: Ich bin Viel-, Schnell- und Stressleserin :-)
Danksagungen: 10 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 384 Bewertungen
Bewertung vom 31.05.2020
Truly / In Love Bd.1
Reed, Ava

Truly / In Love Bd.1


ausgezeichnet

Ein unglaublich berührendes Buch!

Achtung: Band 1 einer Reihe!

Andie musste schon wirklich viel durchmachen in ihrem jungen Leben. Sie hat ihre Mutter an Krebs verloren und ihr ganzes Leben auf Eis gelegt, um für ihre Familie da zu sein. Dieses Opfer hätte sie um ein Haar ihre gesamte Zukunft gekostet. Doch jetzt hat Andie endlich auch einen Studienplatz bekommen, aber keine Wohnung. Ihr College-Geld ist weg und sie braucht dringend einen Job. Das allein ist schon schwer genug. Aber ausnahmsweise hat Andie Glück, sie bekommt einen Job in einem Club und begegnet dort Cooper, der ihr den Boden unter den Füßen wegzieht. Aber er verhält sich merkwürdig ihr gegenüber, sendet unterschiedlichste Signale und Andie ist einfach nur noch verwirrt.
Als dann auch noch die Mitbewohnerin ihrer besten Freundin sorgt dafür, dass Andie ihre vorübergehende Bleibe verliert und buchstäblich auf der Straße landet, mittellos, scheint ihr Traum endgültig vorbei. Sie beschließt im Club zu übernachten und setzt damit Dinge in Gang, mit denen sie niemals gerechnet hätte.


Andie tat mir so schrecklich leid! Sie hat echt viel durchgemacht und bricht einem immer wieder das Herz. Ihre Trauer ist noch immer spürbar. Und als wäre nicht alles schon schlimm genug, dann auch noch dieses Miststück Sara! Ich kann verstehen, dass sie das, was mit Andies bester Freundin vorgefallen ist, verletzt hat, aber warum lässt sie es an Andie aus? Wenn sie June verletzen will, fällt ihr doch bestimmt auch etwas ein, das nicht das Leben einer Unschuldigen zerstört, oder? Ich wäre am liebsten ins Buch gesprungen und hätte ihr sowas von die Meinung gegeigt! Ich hasse solche Menschen! Andie ist viel zu nett, sie hätte June auf sie los lassen sollen!
June, Andies beste Freundin liebt sie wie eine Schwester und ist sehr beschützerisch. Sie würde alles für Andie tun und scheut sich nicht verbal oder physisch auszuteilen. Dabei sorgt sie für viele witzige Szenen, die das Buch sehr auflockern. Ich habe sie so schnell in mein Herz geschlossen!


Connor war mir anfangs zu undurchsichtig, aber sein widersprüchliches Verhalten hat einen Grund. Vor einiger Zeit gab es einen schrecklichen Vorfall, bei dem jemandem, den er liebt, etwas Furchtbares zugestoßen ist und er gibt sich die Schuld dafür. Es ist nicht so ein pseudo-Schuldgefühl, sondern sein Schmerz ist echt. Dieses Ereignis hat sein Leben für immer verändert. Er bekommt Panikattacken und hat schreckliche Angst, dass noch einmal jemand verletzt werden könnte, den er liebt und vor allem, dass er nicht in der Lage sein könnte, diese Person zu beschützen. Andie haut ihn direkt um. Er fühlt sich unheimlich zu ihr hingezogen, aber sie triggert ihn auf mehr als eine Art und Weise. Er möchte sie verzweifelt beschützen, aber gleichzeitig hat er unglaubliche Angst, sie an sich heran zu lassen, aus mehreren Gründen. Connor hat mir so oft das Herz gebrochen und mich so sehr weinen lassen! Ich wollte ihn einfach nur in den Arm nehmen! Er leidet schrecklich und man möchte ihm als Leser/in einfach nur helfen.

Ich liebe die Charaktere dieses Buchs, egal ob Protagonisten oder Nebencharaktere. Es gibt so viele traurige, berührende Szenen, aber auch mindestens genauso viele witzige Szenen. Man hat als Leser sehr bald das Gefühl „dazu zu gehören“ und das fühlt sich einfach toll an.
Mein heimlicher Liebling ist aber „Socke“. Ihr werdet beim Lesen schon merken, wer das ist. Ich bin einfach nur hin und weg.


Fazit: Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch lest und es euch einfach so berührt, dass ihr komplett darin versinkt? Dass ihr es einerseits am liebsten in einem Rutsch lesen wollt, aber andererseits fast schon Angst davor habt weiterzulesen, weil es einfach niemals enden soll? Genau so ging es mir bei diesem Buch. Ich bin in der Handlung versunken, habe die Charaktere geliebt, habe mit ihnen gehofft und gelitten, um sie geweint – und zwar richtig viel – und mich komplett in dieser Welt verloren.
Ich liebe dieses Buch und ich freue mi

Bewertung vom 30.05.2020
Das kleine Hotel auf Island / Romantic Escapes Bd.4
Caplin, Julie

Das kleine Hotel auf Island / Romantic Escapes Bd.4


gut

Ich habe mich in Island verliebt, aber nicht in den männlichen Protagonisten

Achtung: Band 4 einer Reihe!

Lucy ist am Ende. Nach einer unglaublich miesen Aktion ihres mittlerweile Ex-Freundes und noch mieserer Reaktion ihrer Chefs ist sie nun schon eine ganze Weile arbeitslos, ohne eine Chance darauf, dass sich das demnächst ändert. Sie ist absolut verzweifelt und bereit jeden Job anzunehmen. So landet sie schließlich als neue Hotelmanagerin in einem kleinen Hotel auf Island. Doch kaum ist sie auf der Insel gelandet, scheint ihre Pechsträhne anzudauern. Es geschehen die merkwürdigsten Dinge und bald muss sich Lucy fragen, ob nicht doch etwas an dem ganzen Gerede über Elfen dran ist.


Ich mochte Lucy von Anfang an. Es wird lange ein Geheimnis darum gemacht, was bei ihrem letzten Job passiert ist und als man es erfährt, ist das echt unfassbar. Lucy tat mir so schrecklich leid! Schon vorher, als sie verzweifelt nach einem Job suchte und sich schließlich entschied, nach Island zu ziehen. Sie gibt sich so große Mühe, aber ihr werden andauernd Stöcke zwischen die Beine geworfen und eine Katastrophe jagt die nächste!

Die Mitarbeiter des Hotels sind echte Originale. Man findet sie direkt sympathisch und lässt sich irgendwie gleich von diesem Lebensgefühl anstecken. Es ist genau das richtige Umfeld für Lucy.


Ich mochte Alex in Band 3 sehr, aber hier leider nicht. Ja, es ist eine blöde Situation, aber ich finde ihn anfangs wirklich schrecklich gemein. Wie er über Lucy urteilt und immer nur das Negative sehen will. Mich hat das total aufgeregt. Ja, es wurde besser, aber ich konnte ihm nicht verzeihen, auch nicht, wie das am Ende lief. Ich finde er hat sich ihr gegenüber mehr als einmal falsch verhalten.

Was mich an diesem Buch ganz extrem aufgeregt hat, war die Message. Lucy ist die, der ein Unrecht nach dem anderen passiert, die machtlos das alles über sich hat ergehen lassen müssen und erst langsam wieder ins Leben zurückfindet. Aber die „Bösen“ kommen davon. Dann die Sache mit Alex und eine andere Sache, die ich nicht benennen kann, ohne zu sehr zu spoilern. Ich bin echt stinkwütend! Das ist so ungerecht und gemein, aber von Lucy wird erwartet, dass sie die „Erwachsene“ ist immer alles versteht und verzeiht und, und, und. Ich kann das nicht leiden. Ich hasse es wirklich in Büchern, wenn ER im Unrecht ist, aber SIE immer alles sofort verzeihen und verstehen soll, weil ER es ja nicht SO gemeint hat. Geht’s noch?! Ich kann leider nicht genau sagen, was ich meine, ohne zu spoilern, aber ich bin echt wütend über diese Message. Das ist in meinen Augen so typisch für die Gesellschaft, das kommt ja auch sehr häufig in Liebeskomödien oder Liebesfilmen vor. Immer muss die Frau alles vergeben und vergessen, egal, wie schlimm die Aktion oder Aktionen waren, weil ER sie doch liebt und es doch nicht so gemeint hat. Ich höre jetzt auf, sonst tippe ich mich noch mehr in Rage.


Fazit: Das Buch ist wunderschön und interessant und zeigt Island wirklich als ein faszinierendes Land, das viel zu bieten hat. Aber leider hat mich der Protagonist und die Message des Buches so extrem aufgeregt, dass ich platzen könnte.
Ich denke mein Problem ist, dass ich so nah bei Lucy war. Sie ist zwar die Protagonistin, aber ich war direkt auf ihrer Seite und wollte einfach nur, dass für sie alles gut wird. Alex hat es sich bei mir durch seine Aktionen versaut und hat es nicht mehr geschafft das auszubügeln.
Die Message regt mich tierisch auf. Ich hasse es wirklich, wenn ER Mist baut und SIE immer alles sofort vergeben und verzeihen muss. Ich könnte das nicht. Das kommt mehrmals vor und es regt mich jedes Mal auf. Es wird immer so hingedreht, als sei letztlich Lucy schuld an Konflikten, weil sie nicht schnell genug kombiniert, dass sie doch eigentlich im Unrecht ist, obwohl der andere Unrecht hat und sowas hasse ich.

Bewertung vom 27.05.2020
Als du mich sahst (eBook, ePUB)
Lee, Robinne

Als du mich sahst (eBook, ePUB)


gut

Ich habe dieses Buch geliebt, bis es mir die Wendung und das Ende ruiniert haben...

Solène ist Galeristin und geschieden. Eigentlich hat sie Pläne gemacht, um einfach mal etwas für sich zu tun, aber ihr A…-Ex tritt diese mal wieder mit Füßen, als er die gemeinsame Tochter zu ihr abschiebt. Eigentlich sollte er mit Isabelle und ihren Freundinnen nach Las Vegas fliegen, um dort an einem Meet & Great teilzunehmen. Isabelle hat sich schon so darauf gefreut und jetzt soll alles ins Wasser fallen. Solène hat keine Wahl: sie cancelt ihre Pläne und fliegt an seiner Stelle. Niemals hätte sie gedacht, dass sich dadurch ihr gesamtes Leben verändern würde, denn bei der Veranstaltung begegnet sie Hayes, einem Mitglied der Band und es funkt gewaltig…


Ich fand es so toll, dass endlich mal ein jüngerer Mann und eine „normale“ ältere Frau zusammenkommen! Ich habe dieses Buch so sehr geliebt, bis zur Wendung und die hat mich so extrem wütend gemacht, ich hätte wirklich heulen können vor Wut! Das Buch geht andere Wege, es ist ein ungewöhnliches Paar, sie passen so toll zusammen und lassen mich so oft dahinschmelzen und dann sickert so langsam, aber kontinuierlich das Klischee durch.
Solène denkt nur noch daran, wie viel älter sie doch ist. Anfangs kann ich das ja noch verstehen, es ist bestimmt ein Schock, wie schnell sich das alles entwickelt hat, aber sie wirkt auf mich stark und selbstbewusst. Ganz plötzlich ist sie aber das Gegenteil. Sie ist unsicher und macht sich die ganze Zeit nieder. Das passt für mich nicht zu ihr.

Was ich sehr gut dargestellt fand, war das ganze Chaos mit den Fans. Wie sie die Jungs regelrecht jagen, verfolgen und auch Solène ihren Teil des Wahnsinns abbekommt. Sie tut mir da echt schrecklich leid.

Was mich aber echt verdammt wütend macht, abgesehen von der Wendung und dem daran anschließenden Rest des Buches, ist Daniel, ihr Ex-Mann. Von Anfang an ist er ein Ober-A…, ein total selbstsüchtiger, egoistischer, unfairer Ober-A…! Ihre Ehe ist daran gescheitert, dass er nicht damit umgehen konnte, dass Solène berufstätig ist, er hat sich nicht für ihre Welt interessiert, ihre Leidenschaft, sondern wollte, dass sie die brave Hausfrau und Mutter spielt. Es gibt eine Wendung mit Daniel, die mich auch so extrem aufgeregt hat. Mir fehlen da echt die Worte. Die ganze Zeit davor ist er so ein absoluter Mistkerl und dann diese Szene und wie er da dargestellt wird, mir fehlen wirklich die Worte. Ich kann leider nicht konkret werden, sonst würde ich spoilern, aber diese Szene hat mich abgesehen von der eigentlichen Wendung und dem Ende am meisten enttäuscht.

Aber für mich hat wie gesagt die Wendung und das Ende das Buch für mich ruiniert. Ich bin so dermaßen wütend und traurig und ich weiß einfach nicht, wie ich das in Worte fassen soll, ohne zu spoilern, also lasse ich es besser.

Ich finde es einfach unglaublich schade, dass sich Solène in meinen Augen so zum Negativen entwickelt hat. Ich erkenne sie einfach nicht mehr wieder. Es wird die ganze Zeit betont, dass sie zwei Seiten hat: die erwachsene Geschäftsfrau und Mutter und die wilde Solène. Am Ende ist die Geschäftsfrau und Mutter noch da, aber die wilde Solène ist weg, sie wurde durch die unsichere Solène ersetzt. Ich hätte mir einfach ein anderes Verhalten von ihr gewünscht und ein anderes Ende.


Fazit: kennt ihr das, wenn ihr ein Buch lest, von Seite 1 an total begeistert seid, mitfiebert, dahinschmelzt und einfach alles so wunderschön und perfekt ist, dass ihr es gar nicht mehr aus der Hand legen könnt und dann kommt die kalte Dusche und es geht nur noch bergab für euch? So erging es mir leider mit diesem Buch.
Zuerst wirft es alle Klischees und Rollenbilder über den Haufen, dann sickert langsam immer mehr das Klischee ein, aber man will es nicht sehen, weil es doch so schön ist und dann kommt die Wendung und plötzlich erkennt ihr das Buch nicht mehr wieder. Das ist so frustrierend! Ich bin so wütend und enttäuscht. Ich hatte mich so sehr auf dies

Bewertung vom 26.05.2020
Denn Geister vergessen nie
Koch, Jessica

Denn Geister vergessen nie


gut

Ein wichtiges Thema, für mich fast schon zu greifbar

Mian und sein Bruder Jano sind anders. Als Mian ein Kind war, setzten seine Eltern alles auf eine Karte, um sein Leben zu retten. Es hat funktioniert, aber die beiden Brüder zahlen einen hohen Preis dafür. Die Geister haben Mian das Leben gerettet, aber nun sind sie mit ihnen verbunden und die Geister vergessen nie.

Amy hat das Wichtigste verloren. Sie trauert und schafft es einfach nicht, diese Trauer zu überwinden. Mian spürt ihren Schmerz und möchte ihr helfen. Die Chance dazu erhält er durch einen Segeltrip in der Karibik. Doch die insgesamt fünf jungen Menschen ahnen nicht, dass dieser Trip ihr Leben in Gefahr bringen wird.


Ich habe mich ehrlich gesagt mit diesem Buch schwergetan. Ich fand die Idee super mit Mian und Jano und ihren „Gaben“. Sie taten mir schrecklich leid, weil sie so viel durchmachen mussten, aber ich fand es auch faszinierend.
Die restliche Handlung war nicht einfach für mich. Amys Schmerz ist so allumfassend, dass man als Leser aufpassen muss, sich davon nicht selbst auffressen zu lassen. Sie tut einem so leid und man wünscht sich, dass ihr geholfen wird.

Mit den restlichen Charakteren bin ich nicht warm geworden. Marie, Jayden, Ben und Collin waren für mich irgendwie nur schwer greifbar. Ab und an war ich bei ihnen, aber immer nur sehr kurz, dann konnte ich sie schon nicht mehr verstehen.

Die Handlung auf dem Schiff war nicht wirklich meins. Da hat sich das Buch in eine ganz andere Richtung entwickelt, als ich es vermutet hatte. Ja, es war interessant, aber es schwebte trotzdem diese Düsternis über allem. Ich kann das nicht gut erklären, ohne zu spoilern, deswegen muss ich so wage bleiben.
Die Wendung war nicht wirklich meins, ich fand sie so deprimierend, ebenso, wie das Ende. Ich hätte es mir anders gewünscht. Es passt zum Buch und es macht auch Sinn, keine Frage, aber ich persönlich hätte mir einfach etwas anderes gewünscht.

Den Umgang mit dem Thema „Trauer“ fand ich sehr gut. Man konnte sie richtig spüren und welch eine Last sie sein kann, wie sehr sie einen Menschen erdrücken kann. Das Thema zog sich als roter Faden durch das gesamte Buch. Allerdings war die Trauer für mich fast schon zu greifbar. Ich musste echt aufpassen nicht selbst darin zu versinken. Daher hat mich das Buch auch immer wieder deprimiert. Die Trauer war einfach zu gut dargestellt.


Fazit: Ich hatte irgendwie eine andere Art Buch erwartet. Es hatte wirklich tolle Elemente, wie die beiden Brüder und ihre Gaben, aber auch für mich schwierige Momente.
Ich hatte meine Probleme mit den Charakteren und mit dem Thema „Trauer“, das für mich schon zu greifbar war. Ich musste wirklich aufpassen mich nicht darin zu verlieren.
Die Wendung und das Ende hätte ich mir anders gewünscht. Das ist aber einfach meine persönliche Vorliebe, zum Buch passt beides sehr gut.

Letztlich war das Buch nicht so ganz meins. Ich habe mich damit schwergetan. Von mir bekommt es 3 Sterne.

Bewertung vom 19.05.2020
When We Dream / LOVE NXT Bd.1
Pätzold, Anne

When We Dream / LOVE NXT Bd.1


ausgezeichnet

Eine ganz andere Welt - ich liebe es!

Ellas Leben ist streng durchgeplant. Studium, Arbeit, Bücher, ihre Geschwister, für mehr ist kein Platz. Um ihrer kleinen Schwester einen Gefallen zu tun, begleitet sie sie zu einem Event, dass ihre älteste Schwester organisiert. Alles geht schief bis auf eine Tatsache: Ella lernt einen Mann kennen und irgendwie verstehen sie sich auf Anhieb. Was Ella nicht ahnt ist, dass Jae-yong Mitglied der derzeit angesagtesten K-Pop Band NXT ist.
Jae-yong weiß, dass er sich eigentlich von Ella fernhalten sollte, aber er kann nicht einfach dieses Gefühl ignorieren, dass er sich in Ellas Gesellschaft so normal fühlt, wie seit vielen Jahren nicht mehr. Doch er ist vertraglich dazu verpflichtet Single zu sein. Was wenn Ella erfährt, wer er wirklich ist? Und selbst wenn sie damit klar kommt, wie soll es funktionieren eine Beziehung geheim zu halten, wenn Millionen von Menschen auf der ganzen Welt jeden seiner Schritte genau beobachten?


Wow. Dieses Buch hat mich direkt gepackt und einfach nicht mehr los gelassen. Es ist komplett aus Ellas Sicht geschrieben, unterbrochen durch diverse Textnachrichten. Ich weiß nicht, wie Anne Pätzold das gemacht hat, aber ich bin wirklich komplett in diesem Buch versunken. Ich liebe Ella und Jae-yong!

Ella war mir direkt sympathisch. Sie ist so „normal“ und „echt“. Sie lebt mit ihren beiden Schwestern zusammen, da sie und Liv, die jüngste, nach dem Tod ihrer Eltern, zu Mel, der ältesten Schwester, ziehen mussten. Mel arbeitet rund um die Uhr und reibt sich für ihre Schwestern auf. Ich konnte so mit ihr mitfühlen. Ella ist die Mittlere und steht immer dazwischen. Sie versucht Mel zu helfen, wo sie nur kann und hat sich sogar für ein Studium entschieden, dass sie hasst, anstelle eines Kunststudiums, nur um danach einen vernünftigen Job zu bekommen und ihre Schwester finanziell unterstützen zu können. Liv ist eine typische jüngste Schwester. Sie wickelt die beiden anderen um den kleinen Finger und weiß ihren Welpenblick einzusetzen. Sie ahnt nicht, wie es finanziell wirklich um sie alle steht, ihre Teenager-Welt ist bis auf Fangirl-Sorgen absolut in Ordnung.
Liv ist leidenschaftlicher Fan von NXT und sorgt dadurch für die erste Begegnung von Ella und Jae-yong. Durch Liv erfährt man, was K-Pop überhaupt ist und wie die Branche funktioniert – echt heftig!

Ella und Jae-yong sind so süß zusammen. Ich mochte sie wirklich sofort. Ihre Nachrichten sind witzig und beide sind immer wieder unsicher. Kein Wunder, Ella ist erst 19 Jahre alt und Jae-yong gerade einmal 21. Ja, er ist ein Superstar, aber er wird abgeschottet von der Welt. Ihm wird alles diktiert, er hat all diese Teenager-Erfahrungen, wie erste Liebe und dergleichen nicht machen dürfen. Dadurch wirkt er extrem authentisch und einfach wirklich süß.

Natürlich ist das alles nicht so einfach. Es gibt Probleme, die ihnen im Weg stehen und Konflikte. Die Wendung war zwar vorhersehbar, aber absolut glaubwürdig. Ich habe an den Seiten gehangen und obwohl mir klar war, was kommen würde, war der Cliffhanger echt fies. Natürlich muss ich Band 2 und 3 lesen! Ich kann es kaum erwarten!


Fazit: Eine ganz andere Welt, aber mir hat sie sehr gefallen. Wir alle haben schon Bücher über die übliche Konstellation: berühmter Musiker trifft normales Mädchen gelesen, aber durch den K-Pop Aspekt ist es hier etwas ganz anderes. Das Business läuft anders und die Regeln sind härter. Man taucht in eine Art Paralleluniversum ein und das ist sehr interessant.
Abgesehen davon lebt das Buch von seinen Charakteren. Sowohl die beiden Protagonisten, als auch die Nebencharaktere sind unheimlich sympathisch. Ich habe sie alle als „echt“ empfunden. Ich bin komplett im Buch versunken und hätte um ein Haar die ganze Nacht durchgelesen.

Ich kann es kaum erwarten endlich Band 2 und 3 in die Finger zu bekommen! Der Cliffhanger war fies, aber perfekt gewählt.

Bewertung vom 18.05.2020
Lips Don't Lie
Scott, Ginger

Lips Don't Lie


weniger gut

Leider hatte ich ein komplett anderes Buch erwartet, ich habe einfach nicht hineingefunden

Riley ist neu in Miller. Sie hat schon an vielen Orten gelebt, einer schlimmer als der vorherige, aber ihr bleibt nichts anderes übrig. Ihr Vater hat nicht das Geld, um in eine bessere Gegend zu ziehen. Doch Riley ahnt nicht, wie schlimm es wirklich in diesem Stadtteil zugeht, in dem die Gangs regieren.
Tristan gehört von Geburt an zu Dubs Gang. Er kann zwar erst mit 18 ein Vollmitglied werden, aber das ist eigentlich nur Formsache. Er hat keine Wahl. Gang oder Tod. Ihm ist direkt klar, dass Riley nicht in seine Welt gehört und gerade weil er sich so sehr von ihr angezogen fühlt, versucht er alles, um sie auf Abstand zu halten, sie zu vergraulen. Doch sie weigert sich aufzugeben und mit jedem weiteren Tag hofft Tristan immer mehr, dass sie bei ihm bleibt, egal, wie gefährlich es ist.


Ich muss ehrlich sagen, dass mich dieses Buch nicht gepackt hat. Ich fand es am Anfang echt toll, aber Tristan hat mich immer mehr aufgeregt. Ja, er versucht Riley auf Abstand zu halten, weil es für sie gefährlich ist, in seiner Nähe zu sein, aber er verhält sich ihr gegenüber wie ein Riesena…! Er tat mir leid, weil er so hoffnungslos war, so perspektivlos, aber ich konnte keine richtige Bindung zu ihm herstellen, als hätte er mich auch als Leserin die ganze Zeit abgeblockt.
Riley kann ich echt nur bewundern. Ihr Leben ist auch nicht einfach, es ruht viel Verantwortung auf ihren Schultern und auch sie bleibt von Tragödien nicht verschont, aber sie beißt sich durch, immer den Blick auf ihr großes Ziel gerichtet.
Sie fühlt sich von Tristan angezogen und versucht irgendwie einen Platz in seinem Leben zu erobern, obwohl er die meiste Zeit echt fies zu ihr ist. Aber sie sieht etwas in ihm und will ihn nicht einfach aufgeben.

Der Fokus des Buches liegt auf der Gang und Tristans Versuchen sich nicht komplett selbst zu verlieren und Rileys Kampf um ihren Weg. Die Liebesgeschichte wird immer wieder kurz angesprochen aber jeweils nur in wenigen Sätzen oder Seiten abgehandelt. Sie ist nicht das zentrale Thema des Buches, anders als ich es erwartet oder mir gewünscht hätte.

Das Buch ist kein leidenschaftlicher Liebesroman im Bereich Young Adult oder New Adult, sondern beschreibt in düsteren Farben und viel depressiver Stimmung das Leben junger Menschen in einer Gegend, in der die Gangs regieren. Entweder man gehört dazu oder man ist ein Opfer. Ich hatte ein ganz anderes Buch erwartet, vor allem weil auch das Cover mit den hellen Farben und der Farbwahl eher zu einer Liebesgeschichte, als einem so düsteren fast schon trostlosen Roman passt.

Es dauert für mich viel zu lange, bis die Geschichte richtig Fahrt aufnimmt – fast bis ganz zum Schluss und dann geht es extrem schnell, für mich zu schnell. Es passiert so plötzlich so viel, dass man gar nicht mehr mitkommt. Die Handlung springt ständig hin und her und man muss echt aufpassen, um nichts zu verpassen.


Fazit: Ich fand es so schade, dass das Buch wirklich bis ganz kurz vor Schluss wartet, bis richtig Spannung aufkommt. Davor fand ich es ziemlich langgezogen und deprimierend. Irgendwie habe ich es nicht geschafft eine richtige Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen, für mich blieb alles oberflächlich. Ich hatte mich so sehr auf dieses Buch gefreut, aber leider war es einfach nicht meins. Ich hatte ein ganz anderes Buch erwartet und fand mich emotional nicht zurecht.

Von mir bekommt das Buch 2 Sterne.

Bewertung vom 17.05.2020
Wrong Number, Right Guy / College Love Bd.1
Hunter, Teagan

Wrong Number, Right Guy / College Love Bd.1


ausgezeichnet

Ich fand die Wendung etwas zu vorhersehbar, aber das Buch ansonsten wirklich wunderschön!

Gerade erst hat Delia mit ihrem Freund Schluss gemacht. Einvernehmlich, aber trotzdem tut es weh. Da erhält sie merkwürdige Nachrichten bei WhatsApp. Zuerst denkt sie, es sei ihr Bruder, doch die Nachrichten stammen von Zach. Sie kennt aber keinen Zach. Eine Verwechslung führt die beiden zusammen und irgendwie behalten sie das Chatten bei auch nachdem sie wissen, dass sie einander eigentlich nicht kennen. Kann man sich zu jemandem hingezogen fühlen, den man eigentlich gar nicht kennt?


Ich fand Delia direkt sehr sympathisch. Sie ist so „normal“. Noch sympathischer wurde sie mir aber durch ihre Chat-Nachrichten. Das Buch ist komplett aus Delias Sicht geschrieben, Zach lernt man durch die Nachrichten kennen, aber es gibt keine Kapitel aus seiner Sicht. Er ist total charmant und man will unbedingt mehr über ihn wissen, nachdem man die ersten Nachrichten gelesen hat. Delia und Zach passen einfach unglaublich gut zusammen und es entwickelt sich sehr schnell eine Freundschaft und mehr. Aber was passiert, wenn sie sich mal in Wirklichkeit treffen? Was wenn es nicht funkt? Oder sie sich nur verstehen, wenn sie chatten?

Ich fand das Buch echt süß. Delia und Zach sind beide etwas verrückt, aber charmant verrückt. Ich habe wirklich sehr viel gelacht! Mein heimlicher Liebling ist aber Marshy – nein, ich verrate nicht, wer das ist, lasst euch überraschen!

Mein einziger Kritikpunkt ist die Wendung. Die war mir zu offensichtlich. Ich kann verstehen, warum Delia so reagiert hat und warum Zach so reagiert hat, aber es war für mich direkt klar, was dahintersteckt und das fand ich etwas schade. Ich hätte mir etwas gewünscht, dass ein bisschen weniger durchschaubar gewesen wäre.
Gleichzeitig hat mich das aber auch sehr aufgeregt, vor allem die Reaktion des Verursachers – ich muss hier leider so kryptisch bleiben, ich will ja nicht spoilern. Toll finde ich aber, dass damit ein sehr wichtiges und leider noch immer viel zu lasch behandeltes Thema aufgegriffen wird. Ich kann einfach nicht fassen, dass jemand mit so etwas einfach so davonkommt, aber leider ist das auch hier oft so. Das nicht vorhandene Unrechtsbewusstsein ist das noch der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Ich hätte am liebsten zu Fackel und Mistgabel gegriffen!

Man muss es mögen, dass ein Großteil des Buches aus WhatsApp Nachrichten besteht, das ist nicht jedermanns Sache, aber ich persönlich fand es hier passend. Die Nachrichten sind süß, witzig und lassen einen Delia und Zach auf eine Art und Weise kennenlernen, die man sonst einfach nicht hätte.


Fazit: Ganz ehrlich: wer wünscht sich das nicht? Eine zufällige Bekanntschaft über WhatsApp oder E-Mail, die sich zu einer Freundschaft oder sogar mehr entwickelt? Ich fand das Konzept direkt interessant, die Charaktere super sympathisch und bis auf die Wendung, die einfach für mich viel zu durchschaubar und vorhersehbar war, gefiel mir das Buch wirklich sehr! Ich habe viel gelacht und wurde einfach von der Dynamik der Nachrichten und der Chemie der Protagonisten mitgerissen.

Von mir bekommt das Buch trotz der Wendung 5 Sterne, weil ich es einfach so schön fand.

Bewertung vom 16.05.2020
Angst in deinen Augen (eBook, ePUB)
Gerritsen, Tess

Angst in deinen Augen (eBook, ePUB)


weniger gut

Es hätte so schön sein können...

Es sollte Ninas ganz großer Tag werden. Doch jetzt sitzt sie allein im Brautkleid in der Kirche und ihre Schwester versucht sie damit zu trösten, dass ihr jetzt Ex-Verlobter ein A… sei. Das ist er definitiv immerhin hat er Nina einfach am Altar stehen lassen und hatte nicht einmal den Mut es ihr persönlich mitzuteilen, sondern schickte stattdessen seinen besten Freund. Nur Minuten nachdem Nina und der Reverend sie verlassen haben, explodiert die Kirche.
Sam Navarro jagt den Serien-Bombenleger. Er scheint ein Schüler eines Täters zu sein, der vor einem Jahr geschnappt worden war und dabei starb. Sams einzige mögliche Spur ist Nina, vor allem, nachdem ein weiterer Anschlag auf sie verübt wird, also stellt er sie unter seinen persönlichen Schutz.


Nina tat mir direkt schrecklich leid! Vor allem als man dann ihre Mutter kennenlernt, die einfach nur furchtbar ist.

Sam war ganz am Anfang interessant, er wirkte fähig und ich wollte mehr über ihn wissen. Aber zu Nina war er alles andere als nett und seine Vorurteile und Gedanken über sie waren echt fies. Da hat er bei mir ordentlich verloren. Statt ein wenig Mitgefühl für sie zu zeigen denkt er gönnerhaft über sie und macht es ihr kein Stück leichter seine Fragen zu beantworten. Ja, er muss einen Bombenleger schnappen, aber etwas Mitgefühl für Nina, die gerade echt viel durchgemacht hat, würde ihn auch nicht umbringen! Er benimmt sich da echt lange verdammt unmöglich. Ja, er kämpft gegen die Anziehung, die Nina auf ihn ausübt, aber da muss er doch nicht zum eiskalten A… mutieren! Er hat mich echt aufgeregt!
Die Wendung was ihn anbelangt war für mich nicht glaubhaft.

Für mich war die Liebesgeschichte nicht glaubhaft. 75% des Buches schwankt Sam zwischen „kann ja doch auch mal nett“ und „Blödmann“. Er redet sich andauernd etwas ein und reitet darauf herum, dass nichts zwischen ihnen passieren darf und kurz vor Schluss stellt er sich auch noch ziemlich doof an. Nina ebenso. Ich kann nicht nachvollziehen, was sie an ihm findet. Ja, er kann auch nett, aber echt selten. Sie verhält sich auch immer wieder ziemlich lichtsinnig, was echt schade ist, da ich sie ansonsten mochte.
Was mich mit am meisten gestört hat war das Verhalten des Staatsanwalts und des Ermittlers der Mordkommission. Letzterer behandelt Nina, als sei sie mit einem blutigen Messer in der Hand über eine Leiche gebeugt aufgefunden worden, mit den Worten „ich war‘s!“ auf den Lippen. Ja, das soll für eine Verwicklung und Spannung sorgen, mich hat es aber nur genervt, weil es wirklich aufgesetzt und vorhersehbar wirkte. Beweise? Ach, wer braucht die schon! Leider für mich viel zu stereotyp.


Fazit: Das Buch fing wirklich gut an, ich dachte schon, ich hätte es mit einem richtig guten Thriller mit einem Funken Liebesroman zu tun. Leider stellte sich das bald als falsch heraus. Sam, der Protagonist ging mir schon bald mit seiner Art auf die Nerven, er war die meiste Zeit fies zu Nina und das, weil er sich zu ihr hingezogen fühlt – sehr logisch. Und Nina, die gerade alles verloren hat und von einem Irren verfolgt wird verknallt sich in ihn, obwohl er die meiste Zeit fies zu ihr ist? Das war für mich nicht glaubwürdig.
Kurz vor Schluss ist mir alles zu abrupt und die Protagonisten verdummen ganz plötzlich total. Hätte ich Sam sympathischer gefunden, hätte ich vielleicht mitfühlen können, aber so hat sich bei mir leider keinerlei Gefühl eingestellt. Ich mochte Nina, ja, aber nicht genug um wirklich mitzufiebern.

Bewertung vom 16.05.2020
How to Love a Rockstar (eBook, ePUB)
Flanagan, Keira

How to Love a Rockstar (eBook, ePUB)


weniger gut

Anfangs nicht schlecht, aber leider verrennt sich das Buch zunehmend in Klischees

Josy hätte nie gedacht, dass ihr Leben irgendwann einmal interessant werden würde – also interessant für andere Menschen. Sie selbst war mit ihrem Leben vollauf zufrieden, sie liebt ihr Informatikstudium, ihr Job im Hotel gefällt ihr auch gut und bis auf die Tatsache, dass ihre Eltern nicht verstehen, warum sie nicht etwas „richtiges“ studiert, ist eigentlich alles ok. Doch dann wird sie mitten in der Hotellobby einfach so von einem Fremden geküsst. Es ist der beste Kuss ihres bisherigen Lebens, aber der Kerl, der sie da küsst, ist Cedric, der Leadsänger einer super angesagten Rockband und mit diesem Kuss stürzt er Josys Leben ins totale Chaos. Als ihr Cedric dann auch noch vorschlägt, der Welt einfach vorzuspielen, was sie ohnehin annimmt, nämlich, dass Josy Cedrics Freundin ist, wird alles noch komplizierter. Vor allem, weil Josys beste Freundin ein unglaublich großer Fan von Cedrics Band ist.


Ich bin sehr gut in das Buch reingekommen. Cedric und Josy fand ich direkt interessant, wenn auch die Situation mit dem Kuss am Anfang etwas verwirrend war, sollte sie aber auch, von daher passte das auch. Was mich aber direkt gestört hat, war die Reaktion ihrer besten Freundin, die immer heftiger ausfällt, je weiter die Handlung voranschreitet. Ich kann das absolut nicht nachvollziehen, dieses extreme anhimmeln und sogar verlieben in Stars, die man eben nur in ihrer Rolle als Star kennt. Klar gibt es Musiker und Schauspieler, deren Können ich bewundere, aber ich kann nicht sagen, dass ich mich jemals in einen liebeskranken Fan verwandelt hätte.
Drew, Josys beste Freundin, aber schon. Sie ist total verliebt in Cedric und dass ausgerechnet Josy von ihm geküsst wird und jetzt scheinbar auch noch seine Freundin ist, kann sie ihr nicht verzeihen. Sie sieht das als persönlichen Verrat an.

Josy war mir direkt sympathisch. Sie ist so „normal“ und total unaufgeregt im Angesicht eines Rockstars. Gut, das ändert sich später, einfach weil ihr Körper ständig auf Cedric reagiert, aber trotzdem finde ich es toll, dass sie keinerlei Interesse am Ruhm hat, sondern das alles eher lästig findet. Ich denke, das würde so ziemlich jedem so gehen. Wer will schon rund um die Uhr von Kameras verfolgt werden?

Cedric ist weniger leicht zu durchschauen. Einerseits zieht ihn Josy irgendwie an, andererseits versucht er sich immer wieder einzureden, dass sie nur irgendjemand ist, austauschbar. Sie soll nur einem Zweck dienen: ihm mehr Freiraum zu verschaffen. Doch gleichzeitig spornt es ihn an, dass sie scheinbar null Interesse an ihm als Star hat. Sie liegt ihm nicht zu Füßen. Das kennt er nicht.
Ich war mir lange nicht sicher, ob Cedric ein A… ist oder nicht. Manchmal denkt er A…-Sachen, dann wieder scheint er ernsthaft an Josy interessiert.

Leider entwickelt sich das Buch mehr und mehr zum Negativen in meinen Augen. Es werden immer mehr Klischees und das Verhalten der Protagonisten wird auch immer mehr „Teenie“. Die Wendung nach ¾ des Buches hat mich einfach nur genervt. Ich mag es einfach nicht, wenn es eine 08/15 Wendung ist, ich mag es lieber origineller, aber so war es ein weiteres Klischee für die immer länger werdende Liste. Echt schade!


Fazit: Das Buch hatte echt Potential, es fing nicht schlecht an, aber leider entwickelte es sich für mich immer mehr zur Klischee-Sammlung mit Teenie Charakteren. Drew, Josys beste Freundin war von Anfang an sehr Teenie in ihrem Verhalten. Die Star-Schwärmerei, das Drama, die Überreaktionen. Aber irgendwann kam dann der Punkt, an dem sich auf einmal alle wie Teenies benommen haben und da wurde es mir einfach zu viel. Das ist so schade, das Buch hätte so schön sein können!
Die Wendung hat mich genervt, ich empfand sie als zu sehr Klischee und das Ende kam für mich zu abrupt.

Bewertung vom 13.05.2020
Von der Liebe umarmt / Die Bradens & Montgomerys Bd.1
Foster, Melissa

Von der Liebe umarmt / Die Bradens & Montgomerys Bd.1


sehr gut

Anfangs hatte ich Probleme reinzukommen, aber dann habe ich mich in Oak Falls verliebt

Achtung: Band 1 einer Reihe!

Niemals wäre Grace nach Oak Falls zurückgekehrt, wenn sie gewusst hätte, dass Reed, ihre erste – und wenn sie ehrlich ist auch einzige – Liebe ebenfalls wieder zurück ist. 3 Wochen nimmt sich Grace eine Auszeit von ihrem stressigen New Yorker Leben und verbringt sie Zeit bei ihrer Familie und damit einige Projekte in der Stadt wahrzunehmen. Nie hat sie Reed vergeben, dass er Oak Falls für etwas oder jemand anderes verlassen hat als sie, denn die Tatsache, dass er nie von Zuhause fort wollte, war der Grund für ihre Trennung gewesen.
Reed fällt aus allen Wolken, als plötzlich Grace vor ihm steht. Die Trennung von ihr hat ihn damals fast umgebracht. Aber eines ist sicher: noch einmal wird er sie nicht verlieren.


Ich hatte anfangs meine Probleme mit Grace. Sie war distanziert und ihre Vorwürfe Reed gegenüber fand ich anstrengend. Ich kann verstehen, dass sie das verletzt hat, aber jetzt ist sie erwachsen und kein Teenager mehr, also finde ich immer wieder, dass sie übertreibt. Reed ruht irgendwie in sich. Er liebt sein Leben und er will unbedingt, dass Grace ein Teil davon wird.

Wie gesagt, Grace hat es mir am Anfang schwer gemacht in das Buch rein zu kommen. Ich wurde mit ihr lange Zeit nicht warm. Aber als dann der Punkt überwunden war und die „echte“ Grace immer deutlicher zu Tage trat, hat sich das zum Glück schnell geändert.
Ich mochte sie und Reed zusammen sehr und ihre jeweiligen Projekte, die die Stadt noch großartiger machen, als sie sowieso schon ist.

Der Ort Oak Falls ist echt toll. Die Atmosphäre und die Gemeinschaft ist ein Traum. Am liebsten würde man direkt die Koffer packen und nach Oak Falls ziehen! Die Leute sind so nett, hilfsbereit und familiär. Und es sind so viele interessante Charaktere, dass ich es kaum erwarten kann, mehr über sie zu lesen. Obwohl die ein oder andere Schwester von Grace auch mitunter recht anstrengend ist.

Das Buch entwickelt sich langsam, aber steuert die ganze Zeit auf bestimmte Entscheidungen der Protagonistin zu. Ich fand es etwas schade, dass sie es sich andauernd so schwer macht. Die Lösung liegt so klar auf der Hand, aber sie weigert sich partout sie auch nur ansatzweise in Betracht zu ziehen. Ja, gut, es muss ja auch Spannung aufgebaut werden, aber es war schon sehr früh klar, worauf es hinauslaufen würde, es hat nur einfach sehr lange gedauert, bis das auch den Charakteren klar war.


Fazit: Ich habe eine Weile gebraucht, um in das Buch reinzukommen, aber dann hat es mir wieder richtig, richtig gut gefallen. Grace hat es mir anfangs nicht leicht gemacht. Sie war so distanziert und hat sich teilweise wie ein Teenie benommen, aber später mochte ich sie sehr. Allgemein glänzt dieses Buch durch tolle Charaktere, nicht nur durch tolle Protagonisten. Oak Falls ist ein unglaublich sympathischer Ort und die Bewohner des kleinen Städtchens sind einfach einmalig. Man kann gar nicht verhindern die heimelige Stimmung auf sich wirken zu lassen.
Ich persönlich hätte nichts dagegen nach Oak Falls zu ziehen und freue mich schon jetzt auf den nächsten Band der Reihe.

Von mir bekommt das Buch wegen meiner Probleme hineinzufinden und meiner anfänglichen Probleme mit Grace 4,5 Sterne.