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Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin - Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held - bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener...
Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin - Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held - bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen ...
Dionne, Karen
Karen Dionne hat in jungen Jahren mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter ein alternatives Leben in einer Hütte auf der Upper Peninsula geführt. Ihre damaligen Erfahrungen in der Wildnis hat sie nun in ihren außergewöhnlichen Psychothriller "Die Moortochter" eingebracht. Heute lebt Karen Dionne mit ihrem Mann in einem Vorort von Detroit, wo sie an ihrem nächsten Psychothriller schreibt.
Karen Dionne hat in jungen Jahren mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter ein alternatives Leben in einer Hütte auf der Upper Peninsula geführt. Ihre damaligen Erfahrungen in der Wildnis hat sie nun in ihren außergewöhnlichen Psychothriller "Die Moortochter" eingebracht. Heute lebt Karen Dionne mit ihrem Mann in einem Vorort von Detroit, wo sie an ihrem nächsten Psychothriller schreibt.
Produktdetails
- Goldmann Taschenbücher 20535
- Verlag: Goldmann
- Seitenzahl: 384
- Erscheinungstermin: 19. Juli 2017
- Deutsch
- Abmessung: 207mm x 137mm x 34mm
- Gewicht: 501g
- ISBN-13: 9783442205356
- ISBN-10: 3442205352
- Artikelnr.: 48070493
Herstellerkennzeichnung
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"Actionthriller mit psychologischem Tiefgang" dpa
Ein gefährlicher Psychopath bringt auf der Flucht bei einem Gefängnistransport mehrere Menschen um. Helena Pelletier hört im Radio von dieser Flucht und muss sich ihrer Vergangenheit stellen, denn bei dem Psychopathen handelt es sich um ihren Vater.
Was nach einer spannenden …
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Ein gefährlicher Psychopath bringt auf der Flucht bei einem Gefängnistransport mehrere Menschen um. Helena Pelletier hört im Radio von dieser Flucht und muss sich ihrer Vergangenheit stellen, denn bei dem Psychopathen handelt es sich um ihren Vater.
Was nach einer spannenden Handlung klingt, wird am Ende mit vielen Rückblicken, die nur auf Vorstellungen und Gedanken der Protagonistin aufbauen, zu keinem richtigen Lesespaß. Die geradlinige Handlung wird so immer unterbrochen und wechselt relativ oft zwischen langen Abschnitten der Vergangenheit und kurzen Abschnitten der Gegenwart. Diese Aufteilung wirkt bei dem Stoff nicht positiv, vor allem da die regelmäßigen Rückblicke den Vater betreffend nur Vermutungen sind.
Der Schreibstil ist ein eingängiger, allerdings mit vielen sprachlichen Wiederholungen und dadurch entstehen dann doch Längen. Dagegen sind die Erläuterungen und Themen rund um den Sumpf interessant. Sie vermitteln einen guten Eindruck und ich konnte mir das Leben der Familie durchaus vorstellen.
Die Protagonistin ist anschaulich dargestellt, dagegen fehlt es an den weiteren Protagonisten an Tiefe und so können sie kaum Aufmerksamkeit erzielen. Hier hat die Autorin noch deutlich Luft nach oben.
Fazit: Für einen Psychothriller empfinde ich das Buch als ein wenig zu einfach gehalten und die Schwächen bei der Handlung und den Protagonisten lassen den angenehmen Schreibstil nicht wirklich wirken. So kann ich gerade noch drei Sterne vergeben, aber die Tendenz ging eher auf zwei zu.
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Der Psychothriller "Die Moortochter" der amerikanischen Autorin Karen Dionne erscheint 2017 im Goldmann Verlag.
Ein Buch zum Verschlingen!
Helena Pelletier jagt ihren Vater, der aus einem Hochsicherheitsgefängnis ausgebrochen ist und dabei zwei Menschenleben in Kauf genommen …
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Der Psychothriller "Die Moortochter" der amerikanischen Autorin Karen Dionne erscheint 2017 im Goldmann Verlag.
Ein Buch zum Verschlingen!
Helena Pelletier jagt ihren Vater, der aus einem Hochsicherheitsgefängnis ausgebrochen ist und dabei zwei Menschenleben in Kauf genommen hat. Was hat er vor, will er in der Wildnis abtauchen?
Helena lebt mit ihrer Mutter und ihrem Vater in völliger Isolation im Moorland der Upper Peninsula. Diese Wildnis ist früheres Indianerland, urwüchsig, fast unbesiedelt. Sie ist Fährtenleserin und Jägerin, denn das ist hier überlebenswichtig. Es gibt keinen Strom und kein fließendes Wasser, keine Heizung und kein Geschäft für Grundnahrungsmittel. Alles was man zum Leben braucht, muss aus dem Wald, den Bächen und Seen und aus der Natur geholt werden. Helena vermisst keine Zivilisation, denn die hat diese gar nicht kennengelernt. Sie liebt das freie Leben in der Natur und sogar ihren gewalttätigen Vater, bis sie erfährt, dass er ihre Mutter als junges Mädchen entführt hat und sie kein Kind der Liebe ist.
Bei diesem Psychothriller konnte ich nicht aufhören zu lesen, ich habe ihn gestern erst erhalten und heute beendet. Ein Buch zum Verschlingen, das MUSS man lesen!
Selten war ich so fasziniert von einem Thriller wie bei "Die Moortochter". Gänsehautgefühle bei einer besonderen Verfolgungsjagd Helenas auf ihren Vater wechseln ab mit wunderschönen Landschaftsschilderungen und eindringlich geschildertem primitiven Einsiedlerdasein in der Wildnis.
An Helenas Seite streift man durch unberührte Natur, sieht die Tiere der Wildnis mit ihren Augen. Ich beobachte Kaninchen, Waschbären, Biber, Bären und Hirsche aus nächster Nähe und erfahre, wie diese Tiere zu jagen und zu schlachten sind. Sogar ein einzigartiges Erlebnis mit einem Wolf bringt uns Helena näher. Wenn sie erzählt, scheint ein Film abzulaufen. Fast spüre ich auch die entsetzlich juckenden Stiche und Bisse der Pferdebremsen, Gnitzen und Stechmücken, die in den Sommermonaten hier auftreten. Ich bewundere gewaltige Wasserfälle, sehe die Hickorybäume, aus denen die Indianer Bogen herstellten, sammel Wilderdbeeren und Heidelbeeren und entdecke wilde Schwertlilien, Seerosen und gelbe Ringelblumen (Marigold). Man kann sich kaum sattsehen an dieser prachtvollen Natur.
Doch immer wieder durchbricht Helenas Geschichte mit grausamen Details ihrer Kindheit diese vermeintlich schöne Idylle. Was hier zutage tritt, ist ein narzistisch veranlagter Vater, der sich seiner Wurzeln als Indianer bewusst ist, in der Natur überleben kann und über Helena und ihre Mutter herrscht wie ein Despot. Ein brutaler Mensch, ohne väterliche Liebe, sondern nur dem eigenen Zweck unterworfen. Kaum vorstellbar, dass Helena ihn trotz der harten Strafen und Schläge mochte. Aber echte Liebe wurde ihr nicht entgegengebracht, woher sollte sie diese dann erkennen.
Die Wechsel zwischen Helenas Kindheitserzählungen und der aktuellen Jagd auf ihren aus dem Hochsicherheitsgefängnis entlaufenen psychopathischen Vater, machen dieses Buch einzigartig fesselnd. Nur Helena mit ihrer Kenntnis der Wildnis kann ihn stellen. Sie kennt sich im Moor aus, bewaffnet sich und findet, nur begleitet von ihrem Hund, seine Fährte.
Ich habe mitgefiebert, die Gelegenheiten dieser Jagd auf Leben und Tod mit Gänsehaut miterlebt und habe gedacht: "Schieß doch, Helena!".
Diesen Thriller MUSS man lesen, es ist eine meiner Buchentdeckungen im Jahre 2017!
Sensationell mitreißend geschrieben, ein Strudel von Spannung, Naturschönheit der Wildnis und den Drangsalen durch einen Psychopathen.
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Ein Mädchen wird entführt, verschleppt und bald schwanger. Doch anders als man jetzt annehmen könnte, geht es in dieser Geschichte nicht um die Entführte - ihr Leid, ihre Ängste und Sorgen - sondern um das Kind, das sie in Gefangenschaft zur Welt bringt.
Für Helena, …
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Ein Mädchen wird entführt, verschleppt und bald schwanger. Doch anders als man jetzt annehmen könnte, geht es in dieser Geschichte nicht um die Entführte - ihr Leid, ihre Ängste und Sorgen - sondern um das Kind, das sie in Gefangenschaft zur Welt bringt.
Für Helena, die Tochter, die aus dieser Zwangsgemeinschaft entsteht, ist das Leben jedoch alles andere als schrecklich. Sie ist ein Kind, das die Natur liebt und auch den Vater, der ihr über die Jahre alles beigebracht hat, um in ihr zu überleben.
Ich war sehr überrascht von dem Roman, der andere Wege einschlägt, als die meisten Psychothriller. Vielmehr geht es hier um ein Kräftemessen, eine Jagd, ein todernstes Spiel zwischen zwei Menschen, die sich in und auswendig kennen und sich in nichts nachstehen. Es gibt keine klassische Täter-Opfer-Beziehung was die Handlung umso aufregender macht.
Das Buch ist sehr spannend geschrieben und mit dem Märchen von der "Tochter des Moorkönigs" von Hans Christian Andersen untermalt; wirklich abwechslungsreich und ohne langweilige Passagen.
380 Seiten Geschichte, die ich nur ungern aus der Hand genommen habe.
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Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt.
Es geht um Helena Pelletier, eine heute junge Frau, selber Mutter von zwei Kindern und verheiratet, die mit 12 Jahren das erste Mal erlebt, dass nicht alles ist wie es scheint.
Mit 12 Jahren erkennt sie, dass ihr Vater den sie bis dahin …
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Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt.
Es geht um Helena Pelletier, eine heute junge Frau, selber Mutter von zwei Kindern und verheiratet, die mit 12 Jahren das erste Mal erlebt, dass nicht alles ist wie es scheint.
Mit 12 Jahren erkennt sie, dass ihr Vater den sie bis dahin vergöttert hat nicht der ist für den sie in gehalten hat. Er hat ihre Mutter vor vielen Jahren entführt und in die Hütte im Moor gesperrt. Helena kam in Gefangenschaft auf die Welt und merkte dennoch viele Jahre nichts von dem Schmerz ihrer Mutter.
15 Jahre später bricht Jacob Holbrook aus dem Gefängnis aus, und alles was Helena von ihm gelernt hat wird sie brauchen um ihn zu schnappen bevor er ihrer Familie etwas antut. Sie weiß sie muss den Mut haben erneut zu töten aber Jacob ist doch ihr Vater.
Es ist eine Geschichte die viel in der Vergangenheit spielt, und einer Jagd in der Gegenwart die Tote fordert, und ein Kräftemessen von dem lange nicht klar ist wie es ausgehen wird.
Ich gebe ganz klar 5 Sterne weil mir das Buch sehr gut gefallen hat.
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Inhalt:
Schon als Kind hat Helena von ihrem Vater gelernt, wie man Fährten liest und seitdem ist sie eine ausgezeichnete Jägerin.
Sie lebte damals in einer Hütte mitten im Moor und ihr Vater war damals ihr Held, bis sie vor 15 Jahren erfahren hat, dass ihr Vater ein Psychopath ist …
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Inhalt:
Schon als Kind hat Helena von ihrem Vater gelernt, wie man Fährten liest und seitdem ist sie eine ausgezeichnete Jägerin.
Sie lebte damals in einer Hütte mitten im Moor und ihr Vater war damals ihr Held, bis sie vor 15 Jahren erfahren hat, dass ihr Vater ein Psychopath ist und ihre Mutter entführt hat.
Kurz darauf hat sie für seine Festnahme gesorgt und seitdem sitzt er in einem Hochsicherheitsgefängnis.
Eines Tages jedoch erfährt sie aus den Nachrichten, dass einer der Gefangenen geflohen ist und sie ist sich sicher, dass es sich dabei um ihren Vater handelt.
Er versteckt sich im Moor und nur eine kann ihn finden, Helena. Die Jagd beginnt, denn er hat mit ihr noch eine Rechnung offen.
Meine Meinung:
Bei diesem Buch bin ich zweigeteilter Meinung, denn wenn ich ehrlich bin, ist es für mich kein Psychothriller. Daher fällt es mir schwer für diese Geschichte eine Beurteilung abzugeben.
Für einen Psychothriller fehlt mir definitiv der Thrill und die Spannung.
Es gibt zwar immer wieder kurze Momente, bei denen sich Spannung aufbaut, diese sind aber recht rar.
Wenn ich die Geschichte jedoch als Thriller und nicht Psychothriller betrachte, ist sie dennoch gelungen.
Es wird eine sehr dramatische und thematisch gute Geschichte erzählt.
Eine Entführung, die viele Jahre unentdeckt bleibt. Ein Kind, das in dieser Zeit gezeugt wird und nichts kennt außer Vater, Mutter und das Moor.
Helena macht eine sehr harte Zeit durch, obwohl sie das als Kind nicht so empfindet, denn sie kennt ja nichts anderes. Bis zu dem Tag, an dem die Hütte von jemandem anderes gefunden wird.
Was mich am meisten an dem Buch schockierte, war das Thema. Es gibt nichts schlimmeres als Entführungen, denn die Angehörigen haben selbst nach langen Jahren noch die Hoffnung, dass sie denjenigen wiedersehen.
Helenas Mutter musste in den 15 Jahren der Gefangenschaft sehr viel erleiden und sie hat sich ihrem Schicksal ergeben und einfach immer so weitergelebt ohne etwas daran zu ändern.
Die Jagd selbst fand ich nicht so berauschend, da diese eher recht klein gehalten wird. Das Hauptthema liegt darin, die Vergangenheit zu erzählen und was aus Helena geworden ist.
Das hat mir zwar auch sehr gut gefallen, aber es ist eben kein Psychothriller, in dem ein Opfer nach dem anderen auftaucht und die Nerven beim Lesen bis zum zerreißen gespannt sind.
Meine Fazit:
Ein Psychothriller, der keiner ist, aber dennoch ein tolles Thema behandelt. Die Geschichte fesselt zwar, hat aber nicht die Spannung, die man von einem Psychothriller erwartet.
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Der Roman (ja, Roman, weder Thriller noch Psychothriller!) ist spannend und interessant zu lesen. Nervig sind bisweilen die vielen Rückblenden in die Kindheit der Ich-Erzählerin, die abgeschieden im Moor der Upper Peninsula aufgewachsen ist. Motto dieser vielen Rückblenden: Mein …
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Der Roman (ja, Roman, weder Thriller noch Psychothriller!) ist spannend und interessant zu lesen. Nervig sind bisweilen die vielen Rückblenden in die Kindheit der Ich-Erzählerin, die abgeschieden im Moor der Upper Peninsula aufgewachsen ist. Motto dieser vielen Rückblenden: Mein Vater, der Psychopath, Folge 844... Ach ja: Und ein 12-jähriges Mädchen, das einem Mann die Kehle durchschneidet, damit er von ihrem lieben Pappi nicht mehr gequält werden kann, ist nun doch ein wenig dick aufgetragen...
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Michigan/Upper Peninsula. Helena ist in primitiver Isolation aufgewachsen. Bis zu ihrem 12. Lebensjahr hat sie zusammen mit ihren Eltern in einer Blockhütte mitten im Moor gelebt und ist schon in jungen Jahren zu einer ausgezeichneten Jägerin und Fährtenleserin geworden. In Helenas …
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Michigan/Upper Peninsula. Helena ist in primitiver Isolation aufgewachsen. Bis zu ihrem 12. Lebensjahr hat sie zusammen mit ihren Eltern in einer Blockhütte mitten im Moor gelebt und ist schon in jungen Jahren zu einer ausgezeichneten Jägerin und Fährtenleserin geworden. In Helenas Augen war ihr Vater Jacob Holbrook ein Held – bis der Tag kam, an dem sie erfahren musste, dass Jacob in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hat…
Es ist mittlerweile 15 Jahre her, dass Helena mit ihrer Mutter fliehen konnte. Während ihr Vater seit damals in einem Hochsicherheitsgefängnis sitzt, hat Helena alle Verbindungen zu ihrer Kindheit gekappt. Sie lebt zufrieden mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern in Sault Ste. Marie und verdient ihren Lebensunterhalt mit dem Kochen von Marmeladen und Gelees. Diese Beschaulichkeit stürzt in sich zusammen, als Jacob aus dem Gefängnis ausbricht - Helena ist sofort klar, dass sich ihre Familie in großer Gefahr befindet. Und sie weiß auch, dass nur sie ihren Vater aufspüren kann. Eine unerbittliche Jagd beginnt…
Karen Dionne versteht es mit ihrem lockeren und angenehm zu lesenden Schreibstil ganz hervorragend, den Leser in den Bann dieser dramatischen Geschichte zu ziehen. Schon nach wenigen Seiten fiebert man mit Helena mit und verfolgt gespannt das mitreißende Geschehen.
Dass die Autorin mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter ein alternatives Leben in einer Hütte auf der Upper Peninsula geführt hat und damit über einen reichen Erfahrungsschatz bezüglich dem Leben in der Einöde verfügt, spürt man auf fast jeder Seite dieses Buches. Die Beschreibungen der urwüchsigen Natur und des Alltags in der Abgeschiedenheit sind ausführlich, faszinierend und eindringlich.
Während Ich-Erzählerin Helena sich in der aktuellen Handlung auf die Suche nach ihrem entflohenen Vater macht, erzählt sie ausgiebig in zahlreichen Rückblenden von den Erlebnissen während ihrer Kindheit.
Helena wächst in kargen Verhältnissen auf – keine Elektrizität, kein fließend Wasser, keinerlei Kontakt zur Außenwelt. Lesen lernt sie anhand alter National-Geographic-Magazine; ihre Kenntnis über das Leben außerhalb des Moores beschränkt sich auf den Inhalt der Artikel in diesen Zeitschriften. Erzogen wird Helena von einem Vater, der ein ausgesprochener Narzisst und Sadist ist. Doch das bemerkt Helena viele Jahre nicht. Sie blickt bewundernd zu Jacob auf, lernt alles Wissenswerte über die Natur und die Dinge, die für das Überleben in der Wildnis wichtig sind. Derbe Schläge und unmenschliche Strafen nimmt sie hin, weil sie davon überzeugt ist, diese seien rechtens. Erst nach und nach erkennt sie, wie ihr Vater wirklich tickt…
Besonders gut gefallen hat mir Karen Dionnes Fähigkeit, die Gedanken und Gefühle ihrer Protagonistin darzustellen und auf den Leser zu übertragen. Man erlebt alle Höhen und Tiefen, die Helena im Verlauf der Handlung durchmacht, sehr intensiv mit. Als Leser kann man sich dabei nicht nur ein umfassendes Bild von ihrer Entwicklung machen, man bekommt durch Helenas Augen auch hautnah vermittelt, wie selbstverliebt, rücksichtslos und egoistisch ein Mensch mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung denkt und handelt.
„Die Moortochter“ hat mir äußerst gut gefallen. Ein spannend erzähltes Psychodrama, das den Leser eindringlich an dem Schicksal der einzelnen Akteure teilhaben lässt.
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Super spannend und sehr flüssig zu lesen.
Ich mag den Schreibstil und die Geschichte fand ich auch sehr gut.
Für mich ein absolut empfehlenswertes Bucht!
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Ein Psycho-Thriller, der mir eigentlich fast schon eher wie ein Abenteuerroman daherkommt, was aber den Inhalt nicht schmälern soll.
Der dem Buch beiliegende Brief den die Autorin verfasst hat, lässt erahnen, warum sie das Leben in der Natur so genau, ausführlich und detailliert …
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Ein Psycho-Thriller, der mir eigentlich fast schon eher wie ein Abenteuerroman daherkommt, was aber den Inhalt nicht schmälern soll.
Der dem Buch beiliegende Brief den die Autorin verfasst hat, lässt erahnen, warum sie das Leben in der Natur so genau, ausführlich und detailliert beschreiben kann. Sie hat mit ihrem Mann und ihrer Tochter freiwillig ein Leben in Einheit mit der Natur gelebt. Ohne fließend Wasser und ohne Strom. Die Beschreibungen lassen erahnen, das nicht immer alles sehr einfach war, aber anscheinend war die kleine Familie Dionne sehr glücklich und das zählt.
Leider hat der Hauptcharakter, Helena Pelletier, dieses wilde Leben nicht so richtig genießen können. Sie und ihre Mutter werden vom Vater Jacob im Moor gefangen gehalten und müssen dort mit dem Überleben kämpfen. Bei den eindringlichen Beschreibungen hat man fast den Duft des Moores in der Nase, hört die wilden Tiere durch das Unterholz streifen, nachts knacken Äste und die Bäume stöhnen im Wind. Diese Atmosphäre macht das Buch einzigartig. Mir hat es sehr gut gefallen, mal eine ganz andere Örtlichkeit die im Mittelpunkt steht.
Neben den ausführlichen Rückblicken in die Kindheit und Jugend von Helena im Moor, treibt die Suche nach ihrem Vater die Story voran. Nachdem ihr Vater aus dem Gefangenentransport entkommen konnte ahnt Helena das er versuchen wird, ihr auf die Spur zu kommen. Beide können Fährtenlesen wie kein Anderer und die Jagd beginnt. Diese Abschnitte haben mir, im Bezug Spannung gut gefallen, nur leider waren sie oftmals zu kurz und die aktuelle Situation ging wieder in einen der vielen Rückblicke über. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen.
Fazit
Eine Geschichte die durch die ungewöhnlichen Örtlichkeiten besticht und durch die eindringlichen Beschreibungen jagte man durch das Moor und merkt dabei erst einmal wieder, wie die Natur den Menschen beherrschen kann.
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Die ersten zwei Dinge, die mir zu diesem Buch einfallen:
Erstens, es ist ungewöhnlich, aus psychologischer Sicht interessant und in einem schnörkellosen, indes ausdrucksstarken Schreibstil geschrieben.
Zweitens, es ist kein Thriller. Nicht mal ansatzweise.
Letzteres kann …
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Die ersten zwei Dinge, die mir zu diesem Buch einfallen:
Erstens, es ist ungewöhnlich, aus psychologischer Sicht interessant und in einem schnörkellosen, indes ausdrucksstarken Schreibstil geschrieben.
Zweitens, es ist kein Thriller. Nicht mal ansatzweise.
Letzteres kann natürlich ein großes Manko sein für den Leser, der nur zu "Moortochter" gegriffen hat, weil er dem Aufdruck 'Psychothriller' auf dem Cover geglaubt hat. (Verständlicherweise.) Wer es mit dieser Erwartung und ausschließlich dieser Erwartung liest, wird mit großer Wahrscheinlichkeit enttäuscht werden – ich habe ein paar negative Rezensionen zu dem Buch gelesen, und diese enthielten fast alle eine Variation von dem, was ich eben unter 'Zweitens' gesagt habe.
Doch auch, wenn man diese Erwartung erstmal beiseite lässt, ist es immer noch ein Buch, das die Meinungen spaltet.
Wenn es kein Psychothriller ist, was ist es dann?
In meinen Augen vor allem das komplexe Psychogramm einer Frau, die unter höchst ungewöhnlichen Voraussetzungen aufgewachsen ist. Ihre Kindheit verbrachte Helena zusammen mit ihren Eltern in einer winzigen Hütte in der Einsamkeit des Moors – ohne zu ahnen, dass ihre Mutter nicht freiwillig dort war und ihr Vater ein Entführer, Vergewaltiger und Mörder. Ihr erschien vieles normal, weil sie nicht wissen konnte, wie Normalität aussieht. Nicht alle Väter sperren ihre Töchter tagelang im Brunnenschacht ein. Nicht alle Väter schneiden ihnen bei Ungehorsam Worte in den Arm. Und dennoch empfindet Helena ihre Kindheit im Rückblick als glücklich, das Verhalten ihres Vaters als gerechtfertigt. Vom Verstand her weiß sie, dass dem nicht so ist, aber sie ist immer noch geprägt von seiner Erziehung. Sie ist stolz darauf, dass sie als Kind schon Fallen stellen, Spuren lesen, jagen und töten konnte, und (ob sie will oder nicht) sie ist ihm dankbar dafür. Ihre glücklichsten Erinnerungen sind solche, in denen sie ihn stolz machen konnte – wie zum Beispiel die Erinnerung an ihr erstes selber getötetes und ausgeweidetes Tier.
Ein Großteil des Buches konzentriert sich auf Helenas Erinnerung an ihre Kindheit, die Jagd auf den entflohenen Vater rückt da deutlich in den Hintergrund. Ich fand es trotzdem spannend, weil ich von Helena und ihrer Sicht auf die Welt fasziniert war.
Sie ist verheiratet, hat Kinder, und dennoch merkt man auf jeder Seite, dass sie emotional verkümmert ist. Ja, sie liebt ihre Kinder und würde für sie töten, aber ansonsten spürt man ihre Gefühle so gut wie nie. Auch nach all den Jahren ist sie im Grunde immer noch fixiert auf ihren Vater, und deswegen bleiben alle Charaktere außer ihm und Helena selber blass, unwichtig, Nebensache. Ich sehe das nicht als Scheitern der Autorin, denn es passt zu dem, was Helena erlebt hat, und ist in meinen Augen daher sicher gewollt. Tatsächlich sehe ich es als Kunststück der Autorin an, dass man als Leser trotz Helenas distanzierter Art überhaupt so einen guten Einblick in ihr Seelenleben erhält.
Da die Geschichte aus Helenas Sicht und in ihren eigenen Worten erzählt wird, ist der Schreibstil klar und direkt, ohne große Dramatik oder überbordende Emotion. Er fokussiert sich auf die Dinge, die in Helenas Welt entscheidend und wichtig sind, und vieles davon hat mit dem Überleben in der Wildnis zu tun, obwohl sie schon einige Jahre in der Zivilisation lebt, abgesehen von regelmäßigen Jagdausflügen.
Bei einem typischen Thriller wäre die Jagd nach dem Vater das wichtigste Element des Buches, und das fulminante Finale würde damit stehen oder fallen, ob Helena ihn tötet, ausliefert oder laufen lässt. Tatsächlich war mir das im Grunde jedoch vollkommen egal – was mich viel mehr interessierte, war, ob sie sich am Schluss emotional von ihrem Vater lösen kann oder nicht, und in der Hinsicht fand ich die Auflösung gelungen.
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