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Benutzername: Miss Norge
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Danksagungen: 23 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 394 Bewertungen
Bewertung vom 31.07.2019
Das Haus am Himmelsrand
Storks, Bettina

Das Haus am Himmelsrand


ausgezeichnet

✿ Meine Meinung ✿
Ein toller Familienroman um ein düsteres Geheimnis aus einer dunklen Zeit. Neben der Geschichte um die Uhrendynastie Kirchmann, geht es u.a. um die Enteignung im Dritten Reich. In diesen Abschnitten hat Bettina Storks wunderbar und ausgiebig recherchiert. Neben den liebenswerten älteren Charakteren, ist vor allem Lizzy Tanner der Dreh- und Angelpunkt dieser Geschichte. Sie will den letzten Wunsch ihres verstorbenen Großvaters, Bodo Kirchmann, erfüllen und macht sich mit diesem Vorhaben nicht nur Freunde. Sie weckt alte Gefühle, lockt lang gut gehütete Geheimnisse ans Tageslicht und sie eckt oftmals mit ihrer naiven, verwöhnten und kindlichen Art an. Lizzy bekommt ihre Informationen aus vielen Quellen, die eigentlich niemals mehr darüber reden wollten, doch jetzt, wo wieder an den Heimlichkeiten gerüttelt wird, sind einige der älteren Menschen recht froh darüber reden zu können. Kurz gesagt, sie wollen alles ins Reine bringen und sich von den dunkeln Schatten auf ihren Seelen befreien. Zwischen den Zeilen entsteht dann auch etwas Spannung, welche neben den Familienproblemen dem Plot ganz gut tut. Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen, sie beschreibt alles sehr anschaulich, die Personen zeigen Gefühle und sie öffnen sich immer mehr, je länger man sich mit ihnen beschäftigt.Es ist wie halt im wahren Leben, den einen mag man mehr, den anderen weniger und deswegen kommt alles auch sehr glaubwürdig rüber. Der Roman hat mir wunderbare Lesestunden beschert, so das ich tief in die Geschichte abtauchen und die Welt um mich herum vergessen konnte.
✿ Mein Fazit ✿
"Das Haus am Himmelsrand" ist ein weiterer, sehr lesenswerter, Roman von Bettina Storks, die sich mit ihrer wunderbaren Ausdrucksweise in mein Herz geschrieben hat.

Bewertung vom 24.07.2019
Das Jahr der Schmetterlinge
Evans, Harriet

Das Jahr der Schmetterlinge


schlecht

✿ Meine Meinung ✿
Ich habe das Buch auf Seite 135 abbrechen müssen. Welch eine Qual. Dabei klang der Klappentext so ganz nach meinem Geschmack, ein düsteres Familiengeheimnis und ein altes Anwesen. Doch leider hat mir der Schreibstil der Autorin einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Aussprache ist sehr holprig und lieblos. Sie drückt sich sehr oft komisch aus, so das ich manchen Satz 2x lesen musste um ihn überhaupt zu verstehen, so als wären die Worte verdreht. Die Hauptperson, Nina Paar, hat mich auch zur Weißglut getrieben. So kindisch, vor allem im Umgang mit ihrem Ex-Mann und so naiv in ihrem Verhalten.
✿ Mein Fazit ✿
Blasse Protagonisten, eine verwirrende Erzählung und ein Schreibstil, der für mich keinen Lesefluss hat entstehen lassen.

Bewertung vom 24.07.2019
Mord in Honeychurch Hall / Honeychurch Hall Bd.1
Dennison, Hannah

Mord in Honeychurch Hall / Honeychurch Hall Bd.1


schlecht

✿ Meine Meinung ✿
Kein Vergleich zu den anderen echt guten britischen Landhauskrimis, wie Agatha Raisin und Co. Bei diesem Buch kam mir vieles zu übertrieben lustig und zu gewollt vor. Für einen Krimi war kaum Spannung vorhanden und dieses kindische Verhalten zwischen der erwachsenen Kat und dem Nachbarsjungen ging mir auf die Nerven. Langweilige Verstrickungen und nicht nachvollziehbare Handlungen haben mich mit den Augen rollen lassen.
✿ Mein Fazit ✿
Very british? Ein gemütlicher Landhauskrimi? Nein, das ist meiner Meinung nach leider in die Hose gegangen.

Bewertung vom 22.07.2019
Babydoll
Overton, Hollie

Babydoll


ausgezeichnet

✿ Meine Meinung ✿
Dieser Roman erzählt die Geschichte einer junge Frau, die nach einer jahrelangen Entführung fliegen kann und wie sie dann versucht wieder in ihr altes Leben zu finden. Lily wird als Teenager entführt, die ganze Stadt sucht sie, doch das Mädchen bleibt 8 Jahre verschwunden, bis sie eines Tages, mit ihrer 6-jährigen Tochter Sky, am Elternhaus klingelt und vor ihrer Mutter steht. Ab diesem Moment ist nichts mehr wie es war. Lily hat die Hölle hinter sich gelassen, doch so einfach kann sie nicht an ihr Leben vor der Entführung anknüpfen. 3.110 Tage sind eine lange Zeit und das Leben außerhalb ihres Gefängnisses ging weiter. Die Story beginnt mit ihrer Flucht und dann nimmt man teil wie alle Personen versuchen damit umzugehen. Abby, Lily´s Zwillingsschwester und Eve, die Mutter sind außer sich vor Freude, vorerst, doch dann müssen sie sich damit arrangieren, das Lily und Sky nun bei ihnen leben. Es dauert ein wenig bis sich alle Parteien wieder annähern. Der Plot wird so erzählt, das ein Kapitel sich immer mit einer Person befasst. Selbst Rick, der Täter, kommt zu Wort und man bekommt Einblicke in sein wahres Ich. Wie er Frauen manipulieren kann zu seinen Gunsten, das sie tun was er will, das sie sich unterwerfen und stark beeinflussen lassen. Die Autorin erzählt somit eine Situation aus verschiedenen Sicht- und Denkweisen, was ich sehr interessant finde, da jeder Charakter unterschiedlich darüber denkt und fühlt, obwohl alle das Gleiche erleben. Unterschwellig spürte ich beim Lesen, das bestimmt noch irgendetwas passieren muss, etwas womit man nicht rechnet. Nach dem Motto: Das kann doch noch nicht alles gewesen sein. Ich kann nur schreiben, ja es geschieht noch was und als das passierte, stockte mir kurz der Atem. Damit hatte ich weiß Gott nicht gerechnet. Ein toller Roman der mit der Psyche der Protagonisten spielt und den man deswegen auch fast schon in das Genre Psychothriller stecken könnte. Ich bin begeistert.
✿ Mein Fazit ✿
Wow, mit ihrem ersten Roman konnte mich Hollie Overton so weit überzeugen, das ich mir unbedingt ihr neuestes Werk "The Wife - Schütze, wen Du liebst" kaufen muss.

Bewertung vom 21.07.2019
Tod im Fichtelgebirge
Lochmüller, Jacqueline

Tod im Fichtelgebirge


sehr gut

✿ Meine Meinung ✿
Das stellt zwar nicht meine Meinung zum Inhalt dar, aber das Cover ist der Hammer. In Echt sieht es noch viel unheimlicher aus, als auf dem Bild und es spiegelt die Atmosphäre des Buches sehr gut wider. Der Plot hat mich in Atem gehalten und ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen, bis ich endlich hinter die Lösung der Fälle kam, denn zum Ende hin entpuppt es sich, das nicht nur eine Tat begangen wurde. Es werden zwei kleine Mädchen vermisst und Menschen aus einem Asylantenheim. Hier dachte ich erst, dass das bestimmt irgendwie zusammenhängen muss, aber die Autorin hat mich eines Besseren belehrt und mich dadurch und auch durch andere Wendungen immer wieder überrascht. Die Kommissarin Kristina Herbich ist super, sie ist Mitte 40 und total normal. Endlich mal keine Superfrau die alles kann und alles weiß, sondern faul ist und gerne futtert, auch wenn es Leberwurst direkt aus der Pelle sein muss mit einem Schluck Kirschsaft zum Nachspülen. Dieser Charakter hat den Wert sich zu einer Serie zu entwickeln, was ich toll fände. Das Ende haut nochmal richtig rein und hat mich sprachlos gemacht. Der Schreibstil ist, wie immer, toll zu lesen, die Stimmung ist gut eingefangen, aber ein kleiner Kritikpunkt meinerseits ist, das es mir manchmal zu viele Personen waren. Da war mir meine selbst erstellte Namensliste ab und zu eine Hilfe. Ansonsten bin ich zufrieden, wenn mir am Schluss auch eine Person trotz allem irgendwie leid getan hat, aber sie trägt jetzt eine zentnerschwere Schuld auf ihren Schultern, für den Rest des Lebens. Auch damit muss man umgehen können.
✿ Mein Fazit ✿
Das war wieder einmal ein Kriminalroman ganz nach meinem Geschmack. Spannend, nicht zu übertrieben und mit einem Ende, welches mich richtig begeistern konnte.

Bewertung vom 17.07.2019
Nichts wird dir bleiben
Kraus, Christian

Nichts wird dir bleiben


weniger gut

✿ Meine Meinung ✿
Das der Autor Christian Kraus Psychotherapeut und Psychoanalytiker ist merkt man seinen Beschreibungen zwar an, die deutlich und gut verständlich verpackt sind, aber mir ging es nicht tief genug. Das mag vielleicht auch an der Vielzahl der Charaktere liegen und die damit auch verbundene hohe Anzahl an verschiedenen Handlungssträngen. Dieses Manko hatte mich auch im vorherigen Buch "Töte, was Du liebst" gestört. Zudem habe ich auch hier wieder ein Auf und Ab der Spannung verspürt. Zu Anfang ging es rasant zu, dann flachte der Plot etwas ab und Langeweile kam auf, bevor das Ende mit vielen Wechseln wieder etwas an Fahrt aufnahm. Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen und das Cover sticht sofort ins Auge (das ist aus Sicht der Gabel aber nicht wörtlich zu nehmen).
✿ Mein Fazit ✿
Ich hätte mir mehr Tiefgang und intensivere Einblicke in die Gedankenwelt der Protagonisten gewünscht, bei dem beruflichen Hintergrund des Autors.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.07.2019
The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten
Barker, J. D.

The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten


weniger gut

✿ Meine Meinung ✿
Man muss Thriller aus den USA mögen, denn hier ist es immer etwas mehr wie gewöhnlich. Die Cops, allen voran Sam Porter, tun zwar nur so cool, aber wenn ihre Fassade einmal anfängt zu bröckeln, kommt dahinter ein wirklich menschlich fühlendes Wesen zum Vorschein. Porter hat sein privates, schweres Päckchen zu tragen und diese Gewissheit dringt während des Falles an die Oberfläche und macht ihn angreiflich. Der "Fourth Monkey"-Killer hält seit Jahren die Stadt und die Cops in Atem, keine richtig heiße Spur bringt sie diesem Monster näher, bis ein Mann vor den Bus springt, getötet wird, aber er hat ein bekannt aussehendes Päckchen dabei. Dieser tragische Unfall (oder Selbstmord?) bringt nun endlich die Lawine ins Rollen und Porter und Co. bringen sich in höchste Gefahr, nur ahnen sie das tagelang nicht. Im Grunde ist der ganze Plot in 4 Erzählungen aufgeteilt. Neben den Kapiteln die sich mit Porter beschäftigen, gibt es noch welche aus der Sicht des Täters durch dessen Tagebucheinträge, aus Sicht des Opfers und Porter´s Kollegin Clair-Bär. Das Tagebuch ist wirklich nichts für Weicheier, hier sollte man schon hart im Nehmen sein, denn es wird extrem eklig und widerlich.Bis zur letzten Seite bleibt es spannend und ungewiss, ob Porter und sein Team endlich dem 4MK das Handwerk legen können.
✿ Mein Fazit ✿
Wer es gerne eklig und brutal mag, ist mit diesem Thriller gut bedient, aber Band 2 werde ich mir wahrscheinlich nicht kaufen, da ich keinen Drang verspüre unbedingt an der Geschichte um den Fourth Monkey-Killer dran zu bleiben.

Bewertung vom 15.07.2019
Die Malerin des Nordlichts
Johannson, Lena

Die Malerin des Nordlichts


sehr gut

✿ Meine Meinung ✿
Mit "Die Malerin des Nordlichts" hat Lena Johannson einen toll recherchierten und dazu noch spannenden historischen Roman geschrieben. Da ich Norwegen liebe und selbst schon dort war, konnte ich mich sehr gut in die Landschaftsbeschreibungen und die Menschen hineinversetzen. Auch wenn es kein Buch über das Land direkt ist, sondern über die Nichte Signe vom berühmten Maler Edvard Munch, habe ich mich wunderbar unterhalten gefühlt. Über Signe erfährt man sehr vieles. Es beginnt mit Rückblicken in die Kindheit, über ihre Ehe aus der sie ausgebrochen ist, was zur damaligen Zeit bestimmt nicht einfach war und vor allem nicht gerne gesehen wurde, das eine Frau ihr Leben und ihr Schaffen selbst bestimmen möchte. In diesen sehr persönlichen Passagen hat die Autorin ein großes Fingerspitzengefühl bewiesen. Mit diesem Buch hat mir Lena Johannson auch Einblicke in die Kunst des Malens und in die Gemeinschaft der Künstler gewährt, was sehr interessant zu lesen ist.
✿ Mein Fazit ✿
Wer historische Romane liebt, die klasse recherchiert sind und der sich dazu noch mit starken Frauen befasst, der kommt an diesem Roman nicht vorbei.

Bewertung vom 09.07.2019
Ich will brav sein
Weiss, Clara

Ich will brav sein


weniger gut

✿ Meine Meinung ✿
Vom Grund her ist "Ich will brav sein" ein typischer Psychothriller. Der Plot ist spannend und mit psychologischem Nervenkitzel führt Clara Weiss mich als Leserin an der Nase herum, wenn ich auch zur Mitte des Buches schon ahnte, wie es enden könnte. Meine Theorie hatte sich dann auch bewahrheitet, aber bis dahin sind Wendungen, Irrungen und Wirrungen eingebaut die alles oftmals wieder in ein anderes Licht getaucht hatten. Sehr gelangweilt haben mich die Abschnitte in denen ellenlang über diese unerträgliche Hitze jeden Tag in der Großstadt lamentiert wurde. Wie Juli sich auf ihrer verschwitzten Matratze wälzt, wie sie verschwitzt durch die Stadt läuft, wie sie den dunklen Vorhang im Dachzimmer zuzieht, damit die erbärmliche Sonne nicht direkt reinknallt und und und ... Ich dachte manchmal ich lese einen "Hot Summer" Roman ... Die Charaktere waren alle undurchsichtig und nicht gerade so, das man mit ihnen befreundet sein möchte. Das Ende wurde dann wieder etwas zäh, langatmig und verwirrend, mir blieben zu viele Fragen unbeantwortet. Der Schreibstil der Autorin war ok, aber die weitschweifenden Aufzählungen von Lebensmitteln, Klamotten und Co. hätte ich nicht gebraucht.
✿ Mein Fazit ✿
Ein Psychothriller bei dem die Autorin den Leser gekonnt in die Irre führt, der mich aber trotzdem nicht überzeugen konnte.

Bewertung vom 04.07.2019
Das Meer löscht alle Spuren / Nora Sand Bd.2
Theils, Lone

Das Meer löscht alle Spuren / Nora Sand Bd.2


weniger gut

✿ Meine Meinung ✿
Das ist Band 2 mit der Auslandskorrespondentin Nora Sand die in London für eine dänische Zeitung arbeitet. Wie im ersten Band versucht sie neben ihrer journalistischen Arbeit auch die damit zusammenhängenden Kriminalfälle zu lösen. Sie ist mit Leib und Seele dabei, doch oftmals merkt sie gar nicht, wie nah sie sich am Abgrund bewegt, da sie immer mehr ins Visier der Verbrecher gerät. Das Grundgerüst der Geschichte ist aktuell und zwar auch spannend, doch ich fand das Buch nicht ganz so überzeugend wie "Die Mädchen von der Englandfähre". Irgendwie war es mir zu viel Spionagekram, den ich eigentlich nicht so mag und auch Nora´s Privatleben hat mich diesmal ein wenig genervt. Dieses hin und her mit Andreas, dann küsst sie einen anderen Mann, dann ist ihr Kühlschrank immer leer, dann wird haarklein aufgezählt was sie einkauft. Ach mensch, das hat mich dieses mal leider einiges an Lesenerven gekostet.
✿ Mein Fazit ✿
Leider nicht so fesselnd und spannend wie Band 1.