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Über mich: Wir sind zwei Bücherwesen: Der Bücherwichtel und die Bücherfee. Wir lesen alles was uns anspricht und bewerten aus unserer Sicht.
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Bewertungen

Insgesamt 505 Bewertungen
Bewertung vom 15.01.2018
Tochter des dunklen Waldes
Seck, Katharina

Tochter des dunklen Waldes


sehr gut

Inhalt:

Seit ihrer Kindheit kennt Lilah nur Warnungen über den naheliegenden Morgenwald. Keiner aus ihrer Gegend betritt den Wald, denn kaum einer weiß noch, was an den Geschichten noch der Wahrheit entspricht, oder was schon Legende ist.
Doch eines Tages wird die Leiche einer Frau am Waldrand gefunden und Lilah stellt sich die Frage, ob die ganzen Geschichten doch der Wahrheit entsprechen. Zur selben Zeit verschwindet Dorean, der Mann dem sie ihr Herz geschenkt hat und sie folgt ihm in den Wald um herauszufinden, was mit ihm passiert ist.

Meine Meinung:

Von der Autorin Katharina Seck ist bereits ein Buch in unserem Bücherregal gelandet, aber ich hatte leider bisher noch nicht die Zeit es zu lesen.
Durch den Inhalt mit dem mysteriösen Wald, bin ich erst auf das Buch aufmerksam geworden.
Irgendwie ähneln sich in der letzten Zeit die Bücher was das Thema oder die Welt in der sie spielen angeht.
Was aber nicht negativ zu sehen ist, da es genau diese Bücher sind, die mir sehr gut gefallen.
Trotzdem hat man manchmal beim lesen das eine oder andere Déjà-vu Erlebnis.
Dieses Buch konnte mich trotzdem überzeugen, da es einen ganz besonderen Zauber mit sich führt, der mich mit jeder Seite neu verzauberte.
Das einzige was für mich nicht so gut war, ist der Anfang. Man lernt zwar Lilah etwas näher kennen und auch was sie für Dorean empfindet, aber dennoch passiert mir etwas zu wenig. So richtig interessant wird es als Lilah den Leichnam einer Frau am Rande des Morgenwalds entdeckt.
Weiterlesen lohnt sich auf jedenfall wirklich.
Die Geschichte an sich ist nichts neu erfundenes, aber trotzdem toll.
Eine Geschichte voller Magie und Abenteuer, romantisch und einfach zauberhaft.
Besonders fasziniert hat mich das innerste des Waldes. Er ist so voller Magie, dass der Leser sie richtig greifen konnte.
Aber die Autorin hat nicht nur eine magische Welt erschaffen, auch die Charaktere scheinen sehr lebendig und tiefgründig.
Besonders Lilah ist ihr sehr gut gelungen. Dorean ist sehr geheimnisvoll und verschwiegen, daher lernt man ihn erst später im Buch besser kennen.

Mein Fazit:

Ein sehr tolles, magisches und romantisches Abenteuer!

Bewertung vom 15.01.2018
Wir sehen uns beim Happy End
Lucas, Charlotte

Wir sehen uns beim Happy End


ausgezeichnet

Inhalt:
Ella lebt in einem Märchen. Sie ist mit dem erfolgreichen Anwalt Philip verlobt und wird bald seine Frau. Sie führt den Haushalt und ist glücklich damit, bis sie etwas in der Reinigung abgibt und einen Zettel findet auf dem steht, dass Philip sie nicht heiraten darf.
Doch Ella wäre nicht Ella Cinderella, Inhaberin des Blogs "Better Endings" auf denen sie allen Geschichten ein Happy End gibt, wenn sie sich nicht ihr persönliches Happy End zurecht spinnen würde. Doch manchmal kommt es anders als man denkt.

Meine Meinung:
"Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende."
Ella beherzigt ihren Lieblingssatz und versucht aus jeder Situation das Positive zu ziehen. Als sie erfährt, was Philip ihr angetan hat, flüchtet sie und stößt dabei versehentlich Oscar de Witt die Treppe runter. Um sich später nach ihm zu erkundigen fährt sie zu ihm und erneut landet Oscar am Fuße einer Treppe und kann sich an nichts mehr erinnern. Ella stellt sich kurzerhand selbst als Haushälterin ein und versucht nebenbei ihre Zukunft zu regeln.
Ich muss gestehen, dass mir Ella mit ihrem heile-heile-Gänschen-Kram oftmals sehr auf den Senkel ging. Sie drehte sich Tatsachen so, dass sie schön wirkten und hat sich hässliche Situationen wieder glatt und hübsch zurecht gelegt. Ihre Märchenwelt bekam immer wieder Knicke und trotzdem war es, als wenn sie trotzig das Kinn hob, die Augen vor der Wahrheit schloss und hoffte, das so alles gut werden würde.
Nebenbei kümmert sie sich um Oscar, an dessen Misere sie aktuell eine Teilschuld trägt. Sie wühlt in seiner Vergangenheit und versucht sein Leben wieder schön zu machen, doch da gibt es einige Wunden, die nie zu heilen scheinen.
Mir hat überhaupt nicht gefallen, wie weit sich Ella in ihr Lügenkonstrukt verstrickt hatte, aber ich verstehe, warum sie es tat.
Mein Favorit war von Anfang an Oscar, denn obwohl er oftmals herrisch und mürrisch ist, schien er unter dieser harten Schale ein Mann mit großem Herz zu sein. Auch wenn sein Humor sich oft hinter einer verbitterten Maske versteckte, mochte ich seine Art. Philip dagegen hat sich sehr schnell ins Aus geschossen und immer, wenn er in der Geschichte auftauchte, hätte ich ihn am liebsten verscheucht.
Leider scheint sich Ella am Ende in einer aussichtslosen Situation zu befinden. Trotzdem fand ich das Buch super gelungen.
Es gibt Schmerz, Verlust und Wut, aber auch Liebe und Freundschaft.

Fazit:
Für alle die Happy Ends lieben und einer nervigen Protagonistin ihre Art so manches mal verzeihen können.

Bewertung vom 15.01.2018
Knickerbocker4immer - Alte Geister ruhen unsanft
Brezina, Thomas

Knickerbocker4immer - Alte Geister ruhen unsanft


sehr gut

Inhalt:

Ein sehr heftiger Streit hat die Knickerbocker Band auseinandergerissen. Aus dem Streit wurde ein langes Schweigen und jedes der Mitglieder, ging seinen Weg im Leben.
Zumindest bis ein Brief bei jedem von ihnen eintrifft.
Eine Einladung zu einem Treffen und die Dringlichkeit des Anlasses, lässt keine andere Wahl als dort zu erscheinen. Nach 20 Jahren sollen die damaligen Freunde wieder aufeinander treffen.
Doch sie ahnen nichts davon, dass man sie schon seit vielen Jahren beobachtet und alles von langer Hand geplant wurde, denn auf Canon Island soll das Projekt in die letzte Phase gehen.

Meine Meinung:

Früher als Kind, habe ich gerne Bücher wie TKKG, Die Drei Fragezeichen oder eben auch die Knickerbocker Bande gelesen. Selbst die Tom Turbo Geschichten, die auch aus der Feder von Thomas Brezina stammen, sind mir ein Begriff, aber eher als Serie die damals im Fernsehen lief.
Gefesselt haben mich die Fälle der Bande schon immer, daher war ich sehr gespannt wie es ihnen als Erwachsene ergeht.
Wenn ich jetzt das Buch als Ganzes betrachte, konnte es mich nicht zu 100% überzeugen und das Negative daran ist für mich der Anfang.
Auf den ersten Seiten, die auch sehr wichtig sind, findet ein Rückblick statt, der uns die Geschichte besser verstehen lässt. Doch hatte ich beim lesen dieser Seiten das Gefühl, dass die Wörter mit Eile und Zwang verfasst wurden. Danach ist das Leseerlebnis ein ganz anderes und man erlebt ein richtig tolles Abenteuer mit den Knickerbockern.
Axel, Lilo, Poppi und Dominik, haben zwar immer noch ihre Eigenheiten wie damals, aber dennoch merkt man, dass sie erwachsen geworden sind.
Sie gehen nach wie vor sehr überlegt an den Fall ran und analysieren, wobei es ja auch Mitglieder der Bande gibt, die lieber mit dem Kopf durch die Wand wollen.
Ich finde den Fall sehr interessant, da auch etwas von einem älteren Fall mit ins Boot genommen wird und auch wie es dazu kam, dass sich die Freunde damals trennten.

Mein Fazit:

Eine Kindheitserinnerung erlebt ein Comeback und meiner Meinung nach ist es auch recht gut gelungen!

Bewertung vom 05.01.2018
Der Weihnachtswald
Schwarzhuber, Angelika

Der Weihnachtswald


ausgezeichnet

Inhalt:
Eva ist Single und glücklich-kinderlos. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit fährt sie von Frankfurt, wo sie als Anwältin arbeitet, nach München auf das Anwesen ihrer Großmutter Anna. Anna hat sie großgezogen, als Evas Eltern gestorben sind.
Eva hasst die Waisenkinder, die ihre Großmutter jedes Jahr aufnimmt um ihnen so ein unvergessliches Fest zu bescheren. Auch in diesem Jahr hat Anna ein Waisenkind eingeladen - die ruhige Antonie.
Auf dem Anwesen trifft sie auch schnell wieder auf Philipp, ihren Jugendfreund, dem sie aus dem Weg geht.
Eva scheint bei einem Unfall in eine Märchenwelt zu gelangen, dabei kann sie mit Gefühlsduseleien überhaupt nichts anfangen.

Meine Meinung:
Mitten im Winter (der diesmal eher einer stürmischen Flut gleicht), konnte mich Angelika Schwarzhubers bayrisches Wintermärchen erwärmen und verzaubern und das, obwohl Eva Lankers Anwesenheit die Geschichte am Anfang ziemlich kühl und emotionslos erscheinen lässt.
Natürlich liebt sie ihre Großmutter Anna, erfährt aber sehr schnell, dass das Anwesen in Kürze an die Bank gehen wird, weil Anna kein Geld mehr hat um die Kreditschulden zu begleichen. Eva geht davon aus, das Anna nicht mehr lange leben wird und überlegt sich schon, an wen sie das Anwesen verkauft.
Leider stößt sie damit alle, die es mitbekommen haben, vor den Kopf und selbst da wirkt Eva noch abgebrüht, denn es scheint ihr egal zu sein.
Durch ihre Art bringt sie sogar das kleine Waisenmädchen Antonie dazu, wegzulaufen. Als sie mit Philipp nach dem Mädchen sucht, hat sie einen Unfall und wird ohnmächtig.
Als sie wieder wach wird, sind zwar Antonie und Philipp bei ihr, aber alles scheint sich auf magische Weise verändert zu haben. Was für Eva zunächst wie ein Albtraum erscheint, wird ein richtiges Wintermärchen für alle. Evas schlechte Laune spielte für mich als Leserin nicht mehr so eine große Rolle, denn alles was mit dieser Änderung geschah war faszinierend, spannend und schön.
Ich habe von der Autorin schon Romane gelesen, die ich als "lustig für Frauen mittleren Alters" beschreiben würde. Dieses Buch hier habe ich meiner lesenden Verwandtschaft von mittendrin empfohlen und bis zum Ende hat sich der Zauber der Geschichte gehalten.
Dieses Buch, auf dem Wintermärchen steht und der wohl dem Genre Roman zugeordnet ist, würde ich allen Lesern, vom Teenager bis ins hohen Alter empfehlen. Für mich ist Angelika Schwarzhubers Buch über die Familie Koffler wie eine süße und märchenhafte Gefangenschaft im Schnee. Ich saß auf einem magischen Anwesen mit einer lieben, großen, aber auch anstrengenden Familie fest, aber ich wollte gar nicht weg.
Leider kam der nächste Sturm und ich landete wieder in der Realität.
Bitte lieber Autorin... mehr Geschichten, nein mehr Märchen dieser Art!

Fazit:
Eine absolute LESEEMPFEHLUNG die ich schon mittendrin ausgesprochen und auch nicht wieder zurückgenommen habe. Eine märchen- und zauberhafte Familiengeschichte.

Bewertung vom 04.01.2018
Unantastbar / Nachtschatten Bd.1
Seidel, Juliane

Unantastbar / Nachtschatten Bd.1


ausgezeichnet

Inhalt:

Lilys Welt besteht nicht nur aus Menschen, sondern auch aus Vampiren und Werwesen. Alle haben eines gemeinsam, denn jeder von ihnen hat seinen eigenen Schutzengel.
Doch Lily ist eine der wenigen, die ihren und die anderen Schutzengel auch sehen können. Sie wird zur Jägerin ausgebildet um die gewöhnlichen Menschen, die nichts von der Existenz der Vampire und Werwesen ahnen, vor dem Übernatürlichen zu beschützen.
Als sich Lily in den Magier Silas verliebt, hat auf einmal jeder Geheimnisse vor ihr. Ihre Lehrmeisterin, der Hohe Rat, selbst ihr Schutzengel Adrien.
Doch seltsame Vorfälle lassen Lily und Silas Nachforschungen anstellen und dadurch stoßen sie auf viele Ungereimtheiten und Intrigen, deren Ursprung in Lilys Vergangenheit liegen.

Meine Meinung:

Von Juliane Seidel kenne ich bisher leider nur die beiden Teile der Assjah-Reihe, aber von den beiden bin ich sehr begeistert.
Mit dem ersten Band der Nachtschatten-Reihe hat die Autorin wieder etwas ganz Tolles erschaffen und ich bin überzeugt, dass die Folgebände diesem in nichts nachstehen.
Ich finde das Thema mit den Schutzengeln einfach genial und das ist auch einer der Gründe, die dieses Buch so einzigartig machen.
Sehr gut finde ich auch, dass es sich nicht um eine fingierte Welt handelt, sondern es sich auch um Orte handelt, die man kennen könnte.
Der Schreibstil von Juliane Seidel hat mir wieder sehr gut gefallen und wie erwartet, wurden die Charaktere wieder perfekt ausgearbeitet und besitzen alle eine eigene Geschichte und dadurch kann man sie sich sehr gut vorstellen und sich vielleicht sogar selbst mit dem einen oder anderen identifizieren.
Ich finde besonders Adrien ganz toll. Lilys Schutzengel, der total in den Vampir Radu verliebt ist. Ihn musste ich von Anfang an ins Herz schließen, auch wenn er im laufe der Geschichte mit seiner Verschwiegenheit etwas nervt. Wobei sich dieses Verhalten mit der Zeit aber auch aufklärt.
Silas konnte ich am Anfang nicht einordnen. Ich wusste nicht, was ich von ihm halten soll, da er zu der Gilde der Magier gehört. Magier wie man sie aus anderen Bücher kennt, kann man mit Silas nicht vergleichen, denn in diesem Buch beziehen sie ihre Macht aus ihren Schutzengeln, was ich aber auch sehr spannend finde.
Die Vergangenheit von Lily ist ebenfalls ein sehr interessanter Aspekt und sehr wichtig für die Geschichte.

Mein Fazit:

Ein toller Einstieg in eine fantastische Trilogie mit einem Thema, das es so noch nicht geben hat und das sehr interessant ist!

Bewertung vom 04.01.2018
Springflut - Staffel 1 (2 Discs)
Springflut

Springflut - Staffel 1 (2 Discs)


ausgezeichnet

Meine Meinung:

Auf die Serie Springflut, bin ich eher durch Zufall gestoßen und da mir Thriller, Krimis etc. aus Schweden oder Norwegen usw. sehr gut gefallen, war mein Interesse geweckt.
Sehr interessiert hat mich dieser bestialische Mord an einer hochschwangeren Frau, die am Strand vergraben wurde. Dass es in jener Nacht eine Springflut gab, bei der das Wasser sehr rasant steigt, hat es natürlich noch umso interessanter gemacht.
Die Schauspieler Julia Ragnarsson und Kjell Bergqvist, sind die optimale Besetzung für die beiden Hauptprotagonisten, doch auch die Nebendarsteller sind sehr gut ausgewählt worden.
Mir ist Johan Widerberg gleich ins Auge gefallen, denn ich denke, dass er einer der bekanntesten Schauspieler vom Set ist.
Der Fall selbst hat es in sich und macht auch einen recht komplexen Eindruck auf mich. Seit dieser Staffel bin ich versessen darauf, die Romanvorlagen endlich in die Hände zu bekommen, denn was ich zu sehen bekommen habe, muss auf Papier ja mindestens genauso genial sein.
Was hier im Großen und Ganzen abgeliefert wird, ist richtig genial und es fällt schwer sich nach einer Folge davon loszureißen.
Der Umstand, dass sich nicht alles nur um diesen einen Fall dreht, sondern sich auch noch ein anderer Faden durch den Verlauf der Serie zieht, passt sehr gut und die Umsetzung hat prima geklappt.
Ohne diesen Faden würde die ganze Geschichte auch nicht funktionieren. Tom Stilton war der Hauptermittler damals, als der Mord am Strand passiert ist und da dieser Fall nie gelöst werden konnte ist er daran zerbrochen und als Obdachloser auf der Straße gelandet.
Würde es nicht sie Angriffe auf Obdachlose geben und die Ermittlungen dazu, hätten sich wohl die Wege von Tom Stilton und Olivia Rönning nie gekreuzt.
Am meisten jedoch hat mich das Ende dieser Staffel aus den Schuhen gehauen.
Diese Staffel ist in sich abgeschlossen und lässt mich sehr darauf hoffen, dass der nächste Teil der Reihe aus der Feder von Cilla und Rolf Börjlind, auch wieder verfilmt wird.

Mein Fazit:

Spannend, rasant, beklemmend und fesselnd! Man kann sich dieser Serie einfach nicht entziehen!

Bewertung vom 29.12.2017
Wolkenschloss
Gier, Kerstin

Wolkenschloss


ausgezeichnet

Inhalt:
Fanny Funke ist siebzehn und arbeitet nach dem Schulabbruch für ein Jahr im alten Grandhotel Wolkenschloss. Dort ist sie die Prakti, die Jahrespraktikantin und wird von einigen der Bediensteten auch so behandelt.
Unter den Mitarbeitern hat sie aber auch einige Freunde, so wie den Hotelierssohn Ben Montfort und Monsieur Rocher.
Fanny ist sozusagen das Mädchen für alles. Sie arbeitet in der Kinderbetreuung, hilft Manuel Heffelfinger im Wellnessbereich (der den Namen nicht verdient hat) und wird auch sonst überall im Hotel eingesetzt. Zur Weihnachtszeit und über den Jahreswechsel hin ist das Hotel immer komplett ausgebucht und nicht alle Gäste sind das, was sie vorgeben zu sein.

Meine Meinung:
Dies ist das zweite Buch, das ich von der Autorin bisher gelesen habe und ich hatte das gleiche Gefühl, wie beim ersten.
Es ist ruhig und es gibt keine Höhepunkte, aber auch mit dem Wolkenschloss hat sie es geschafft mich mit ihren Protagonisten, der Umgebung und der Geschehnisse zu faszinieren und zu verzaubern.
Fanny ist recht unscheinbar und obwohl sie sich klischeehaft vom Mauerblümchen zur Heldin wandelt, mag ich sie. Sie ist liebenswert und etwas tollpatschig, hat es im Grandhotel aber auch nicht wirklich leicht.
Obwohl sie gepiesackt wird, fühlt sie die Magie die vom Wolkenschloss ausgeht und fühlt sich dort sehr wohl. Sie liebt das alte Hotel und die meisten der Mitarbeiter.
Das Buch wird oftmals beschrieben als Jugendbuch mit Krimihandlung. Die Krimihandlung im Buch ist aber erst im letzten Drittel. Vorher hat Fanny vor allem mit der launischen Leitung, also dem Besitzer des Hotels zu kämpfen und dem süßen, aber bösartigen Don Burkhardt, der mit seinen neun Jahren manchmal ziemlich gefährlich und angsteinflößend wirkt.
Es macht Fanny nichts aus, dass sie Weihnachten und Neujahr nicht bei ihrer Familie ist, im Gegenteil, denn die Bastelaktionen der Mutter nerven sie jedes Jahr aufs Neue.
Sie ist gespannt wie sich das Hotel verwandelt und welchen zauberhaften Glanz es erhalten wird, denn gerade der Silvesterball lockt die Reichen, Schönen und Berühmten an.
Es entwickeln sich zarte Liebesbande, es gibt bösartige und geheimnisvolle Leute. Es gibt Freundschaft und Eifersucht, es ist also für jeden etwas dabei.
Als Coverfetischistin muss ich natürlich ein paar Worte zum Cover sagen, denn die Farbwahl, die einzelnen Elemente wie die verbotene Katze, die immer wiederkehrenden Vögel und natürlich die goldenen Verzierungen der Vorhänge konnten mich genauso faszinieren wie die Geschichte selbst.

Fazit:
Magisch, obwohl es kein Fantasy ist. Romantisch und schön, obwohl es kein Roman ist, mit einer Krimihandlung und mysteriösen Leuten, obwohl es kein Kriminalroman ist. Ein wirklich rundum gelungenes Jugendbuch. LESENSWERT!

Bewertung vom 27.12.2017
Silber - Das erste Buch der Träume / Silber Trilogie Bd.1
Gier, Kerstin

Silber - Das erste Buch der Träume / Silber Trilogie Bd.1


ausgezeichnet

Inhalt:
Weil die Mutter von Liv und Mia Silber schon wieder eine neue Stelle hat, müssen sich die beiden Mädchen erneut in einer neuen Stadt einleben. Aus dem geplanten Häuschen wurde nichts und so kommen sie mit wenigen Sachen vorübergehend in einer möblierten Wohnung unter.
Nicht erfreut darüber, stellt die Mutter die Mädchen vor die nächsten vollendeten Tatsachen.
Kurz darauf werden Liz Träume unheimlich, denn in ihrem ersten seltsamen Traum befindet sie sich auf einem Friedhof und schaut vier Jungs bei einem unheimlichen Ritual zu. So realistisch hat sie vorher noch nie geträumt und es wird noch schräger.

Meine Meinung:
Seit über drei Jahren staubt dieses Buch bei uns im Regal ein und jetzt wollte ich rein lesen, ob es mir gefällt. ES.IST.DER.WAHNSINN!
Obwohl ich keine Schnellleserin bin, habe ich nur etwas über einen Tag gebraucht und bin begeistert. Diese Geschichte, die eigentlich ganz harmlos wirkt, hat so viele fantastische und zauberhafte Elemente und ich habe schon ziemlich zu Anfang auf eine Liebesgeschichte gehofft und wurde nicht enttäuscht.
Liv lässt ihren Unmut an ihrer Mutter aus, gerät durch ihre Neugierde aber gleich in ein atemberaubendes Abenteuer, bei dem sie am Anfang nicht weiß, ob es Traum, oder Realität ist.
Im Traum gibt es Türen, die teilweise offen sind und teilweise Schlösser haben, die Liv nicht einfach so öffnen kann. Diese Träume sind so realistisch, dass sie die nächsten Tage in der Schule ziemlich verwirrt ist, vor allem als dann die Jungs der männlichen Barbie-Clique auf sie zukommen.
Teilweise fand ich das Buch ganz schön unheimlich und auch brutal. Mich hat es nicht gestört, im Gegenteil, denn mit den mysteriösen Aspekten, den Szenen in der Schule, den Szenen zuhause und dem ersten Herzklopfen hat mich die Geschichte tief in seinen Bann gezogen und ich bin froh, dass ich die Folgebände schon im Regal habe.

Fazit:
Spannend, mysteriös und absolut genial. Von mir gibt es eine bedingungslose LESEEMPFEHLUNG!

Bewertung vom 25.12.2017
Beim Weihnachtsmann zuhaus!
Hauenschild, Lydia

Beim Weihnachtsmann zuhaus!


ausgezeichnet

Meine Meinung:

Unsere Töchter sind 1 Jahr und 5 Jahre alt und beide finden das Buch einfach Klasse. Die ganz Kleine versteht zwar die Geschichte noch nicht, aber sie ist allgemein in alles was den Weihnachtsmann betrifft, vernarrt.
Mit jeder neuen Seite erstrahlte ihr Gesicht und sie fing an zu jauchzen.
Unsere Große mag zwar schon aus dem Alter der angesprochenen sein, aber dennoch findet sie die Geschichte ganz toll, denn wann erfährt man schon was eigentlich beim Weihnachtsmann zuhause los ist, bevor er sich auf den Weg macht und die ganzen Geschenke verteilt.
Die Verarbeitung des Buchs ist sehr hochwertig und die Seiten aus Pappe sind sehr stabil. Die Zeichnungen sind auch sehr weich und toll gezeichnet und ich finde die Farben auch richtig gut gewählt.
Sehr gut gefallen haben uns auch der gereimte Text und die dazu passenden Bilder.
Auch die Länge des Textes auf einer Hälfte der Doppelseite ist perfekt zum vorlesen.

Mein Fazit:

Ein tolles Kinderbuch, mit einem gut gereimten Text und wunderschönen Bildern!

Bewertung vom 25.12.2017
Stern über Bethlehem
Teckentrup, Britta

Stern über Bethlehem


ausgezeichnet

Meine Meinung:
Neben den typischen Geschichten über den Weihnachtsmann, das Christkind und die ganzen Geschenke die von kleinen Helfern hergestellt werden, wollen wir unseren Kindern natürlich auch spielerisch, bzw. kindgerecht übermitteln, warum wir das Weihnachtsfest überhaupt feiern.
Unsere Tochter ist jetzt fünf und interessiert sich sehr für die Geschichte - wir waren erst am Sonntag auf einer Krippenausstellung und haben auch zuhause Krippenfiguren.
Mit Stern über Bethlehem haben wir ein Büchlein, dass auch die kleine Schwester schon mit anschauen kann.
Die Illustrationen sind hier definitiv geschmacksache, denn 1. sehen alle Personen recht weiblich aus (Josef hat zumindest ein kleines Bärtchen), 2. sehen alle Personen kindlich aus und 3. sind die Farben recht düster.
Meiner Meinung nach muss nicht jedes Buch kunterbunt und peppig sein, denn hier passen die Farben haargenau zur Geschichte.
Mir gefällt, dass das Buch die Geschichte in knappen Worten genauso erzählt, dass Kinder sie auch verstehen können. Selbst die Große, die für dieses Pappbuch schon zu groß ist, hat schon zweimal gespannt zugehört und mir die Geschichte erzählt.

Fazit:
Trotz recht düsterer Farben und neutraler Personen ist die Geschichte über die Weihnachtsnacht ganz bezaubernd und kam bei unseren beiden Mädels gut an.