Der Mann, der kein Mörder war / Sebastian Bergman Bd.1 - Hjorth, Michael; Rosenfeldt, Hans

Michael Hjorth Hans Rosenfeldt 

Der Mann, der kein Mörder war / Sebastian Bergman Bd.1

Ein Fall für Sebastian Bergman. Kriminalroman

Übersetzung: Allenstein, Ursel
Broschiertes Buch
 
14 Kundenbewertungen
***** ausgezeichnet
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Der Mann, der kein Mörder war / Sebastian Bergman Bd.1

Sebastian Bergman, Kriminalpsychologe. Hochintelligent. Unausstehlich.

In einem Waldstück bei Västerås entdecken Kinder die Leiche eines Jungen - brutal ermordet, mit herausgerissenem Herzen. Der Tote ist schnell identifiziert: Roger war Schüler eines Elitegymnasiums und seit Tagen vermisst. Die Polizei vor Ort ist überfordert, und so reist der Stockholmer Kommissar Höglund mit seinem Team in die Provinz. Dort trifft er überraschend einen alten Bekannten: Sebastian Bergman, ein brillanter Kriminalpsychologe und berüchtigter Kotzbrocken. Seit Bergman Frau und Tochter bei einem Unglück verlor, hat man kaum noch von ihm gehört. Nun bietet er Höglund seine Hilfe an. Das Team zeigt sich wenig begeistert. Doch schon bald ist der hochintelligente Bergman unverzichtbar. Denn in dem kleinen Städtchen Västerås gibt es mehr als eine zerstörte Seele ...

"Sensationell gut." - Hallands Nyheter


Produktinformation

  • Verlag: Rowohlt Polaris
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 587 S.
  • Seitenzahl: 592
  • Deutsch
  • Abmessung: 212mm x 138mm x 48mm
  • Gewicht: 690g
  • ISBN-13: 9783862520190
  • ISBN-10: 3862520196
  • Best.Nr.: 33396213
"Ein Ende mit raffiniertem Cliffhanger." -- HörZu

"Der beste Schwedenkrimi des Jahres." -- Die Welt

"Spannung über die gesamte Distanz - Bergman & Co, gerne wieder!" -- Krimi-Couch.de

"Was für ein Buch!" -- Leser-Welt

"Zum Glück geht das Autorenteam Hjorth/Rosenfeldt mit dem Psychologen in Serie. ... Schon eins ist klar: Das ZDF wird "Die Fälle des Sebastian Bergman" verfilmen." -- Berliner Kurier

"Ein beeindruckendes Krimidebüt ... psychologisch dicht, mit unerwarteten Wendungen und einem ungewöhnlichen Ermittler." -- 3sat, Kulturzeit-Krimibuchtipps

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Angetan zeigt sich Rezensentin Katharina Granzin von Michael Hjorths und Hans Rosenfeldts Krimi "Der Mann, der kein Mörder war". Vor allem der geniale Polizeipsychologe Sebastian Bergman hat sie fasziniert, denn dieses neurotische, arrogante, sexsüchtige, übergewichtige Ekel lässt keinen kalt, sondern löst höchst ambivalente Gefühle aus. Im ersten der Krimis um Bergman wird nach Angaben von Granzin unter anderem auch dessen familiärer Background mit den möglichen Ursachen seiner Besessenheit beleuchtet. Das Fazit der Rezensentin: intelligente, dezent ironische Krimiunterhaltung.

© Perlentaucher Medien GmbH

Großartig geschrieben, makellos. Politiken, Dänemark
Michael Hjorth, geb. 1963, ist ein bekannter TV-Produzent, Regisseur und Drehbuchautor. Er schrieb u. a. Drehbücher für die Mankell-Verfilmungen

Leseprobe zu "Der Mann, der kein Mörder war / Sebastian Bergman Bd.1"

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Kundenbewertungen zu "Der Mann, der kein Mörder war / Sebastian..."

14 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.7 von 5 Sterne bei 14 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von Angela.Bücherwurm aus Wülfrath am 29.03.2013 ***** ausgezeichnet
Fesselnder Pageturner

n Västeras, einer kleinen Stadt nahe Stockholm, wird der Schüler Roger Eriksson vermisst. Kinder entdecken seine Leiche. Die örtliche Polizei schaltet die Reichskriminalpolizei aus Stockholm ein. Torkel, der Leiter der Mordkommission, macht sich zusammen mit seinem Team auf den Weg nach Västeras, um die Ermittlungen zu übernehmen.

Zur gleichen Zeit befindet sich auch Sebastian Bergman in dieser Stadt. Sebastian Bergman ist ehemaliger Polizeipsychologe und ehemals auch ein guter Freund von Torkel. Er will nach dem Tod seiner Mutter das elterliche Haus in Västeras verkaufen. Bergman ist ein schwieriger, vom Schicksal gebeutelter Mensch und legt es geradezu darauf an, sich überall unbeliebt zu machen.

Aus persönlichen Gründen bietet Sebastian Bergman der Polizei, d.h. Torkel, seine Hilfe in diesem Fall an und wird zum großen Unmut der anderen Polizeikollegen auch eingestellt. Und auch hier gibt sich der Psychologe überheblich, unsensibel, unsympathisch, nahezu unnahbar.

Die Ermittlungen machen nach und nach Fortschritte, aber landen immer wieder in einer Sackgasse. Es gibt weitere Todesfälle. Was haben diese mit dem toten Jungen zu tun ? Die Ermittler " graben " immer weiter und tiefer ....

Aufgrund des Klappentextes und der ersten Seiten wollte ich diesen hervorragenden Krimi zunächst gar nicht lesen, da ich es überhaupt nicht mag, wenn es zu "blutig" zugeht. Da mir das Buch aber immer wieder empfohlen wurde, habe ich mich doch daran gewagt und wurde wahrhaft nicht enttäuscht.

Dieser Krimi, der überwiegend von der Ermittlerarbeit und den interessanten Persönlichkeiten der Protagonisten lebt, ist überaus fesselnd und - für mich - zum Glück nicht allzu blutrünstig.

Dem Autorenduo ist es gelungen einen sehr abwechslungsreichen, spannenden und glaubhaften Fall zu konstruieren. Immer wieder gibt es unerwartete Wendungen und der Leser wird in die Irre geführt.

Neben der Ermittlungsarbeit spielen aber auch die einzelnen Charaktere und deren persönlicher Hintergrund eine wichtige Rolle in diesem Buch. Besonders sticht hier natürlich Sebastian Bergman hervor. Dieser ist auf den ersten Blick einfach nur unsympathisch, eben ein wahrhaftes " Ekel ". In seinem Job ist er jedoch einzigartig. Doch je mehr man im Laufe des Buches von Bergman selbst erfährt, desto mehr Verständnis für ihn und sein Verhalten kommt auf, vielleicht sogar schon ein wenig Mitleid.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, ein wahrer Pageturner eben, und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Fall, den ich bereits hier liegen habe. Ich hoffe, dass man auch danach noch viele weitere Fälle gemeinsam mit Bergman aufklären kann. Ich würde ihn gerne noch besser kennenlernen.

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 03.03.2013 ***** ausgezeichnet
Diesen Krimi hat mir ein Kollege empfohlen und ich bin genauso begeistert wie er. Der Stil erinnert mich an Stieg Larsson. es ist alles drin: Spannung, Psychologie und ein wenig Sex. ich freue mich schon, auf die nächsten Bücher.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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Bewertung von Kleine aus Baden-Württemberg am 15.10.2012 ***** ausgezeichnet
Ich habe selten ein Buch gelesen, in dem mir ein Charakter so unsympathisch und zugleich auch irgendwie sympatisch war.
Sebastian Bergmann, Kriminalpsychologie und ehemals ein gefeierter Profiler, hat es drauf, seine Mitmenschen vor den Kopf zu stoßen. Unfreundlich, unberechenbar und süchtig nach Sex. Vor ihm ist fast keine Frau sicher.
Er schafft es, sich in einen Fall der Reichsmordkommission einzuklinken und sucht nach dem Mörder eines Jungen, der brutal ermordet im Wald gefunden wird - mit herausgerissenem Herzen.
Auch ein unfähiger Polizist spielt eine entscheidende Rolle in diesem Kriminalroman. Thomas Haraldson. Ihm verdankt es die Reichsmordkommission, dass der Fall von anfang an nicht glatt läuft. Fehler in der Ermittlung und Alleingänge; zum Schluss wird Haraldson auch noch in gewisser Weise selbst zum Opfer (fühlt sich aber selbst als Held).
Alleingänge macht auch Sebastian Bergman und macht sich damit keine Freunde, im Gegenteil. Er wird von fast allen im Team nicht richtig akzeptiert, aber wen wundert das bei seiner Art. Anzüglichkeiten und Sarkasmus gehören bei ihm zum alltäglichen Sprachgebrauch. Damit kommt er bei seinen weiblichen Kollegen Ursula und Vanja nicht besonders gut an. Am liebsten würden ihn alle loswerden - wenn er nicht so ein genialer Kopf wäre und schon in den 1990ern einen brutalen Serienmörder geschnappt hätte.
Von der ersten Seite an ist das Buch fesselnd und spannend und man kann es kaum wieder weglegen. Hjorth und Rosenfeldt schaffen es, charakterstarke Figuren zu erschaffen. Der Schreibstil ist wunderbar, typisch skandinavisch und leicht zu verstehen. Trotz des heftigen Themas ist es ein Buch, was auch als Abend- oder Nachtlektüre gut taugt.

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Bewertung von Ritja aus Deutschland am 11.06.2012 ***** ausgezeichnet
Bergman hat mich überrascht und gefesselt und selten war mir ein so arroganter und egoistischer Mann doch irgendwie symphatisch. Bergmann mischt sich ungefragt ein und unter das Polizistenvolk, um einen brutalen Mord an einen Jungen aufzulösen. Er ist unbeliebt, aber man weiß, dass er gut, besser: sehr gut sein kann und schon so manchen Fall gelöst hat. Als Polizeipsychologe steht er immer etwas außen vor und verschafft sich auch stets seine Distanz zu Kollegen und Vorgesetzen. Die Polizei sucht fieberhaft nach den Mörder und tritt doch auf der Stelle und scheint überfordert. Dazu kommt noch ein unfähiger Polizist, der verzweifelt versucht, anerkannt zu werden. Der interne Kampf bei der Polizei blockiert und lähmt die Ermittlungen. Bergman will eigentlich nur die Adresse einer Frau ermitteln, um vielleicht sein bis dahin unbekanntes Kind zu finden. Doch schnell wird auch er von dem Fall gepackt. Das er mit Zeuginnen/Tatverdächtigen schläft und kaum einen schlechten Witz auf Kosten der jungen Kolleginnen auslässt, erschwert die ganze Situation noch zusätzlich. Aber nicht nur er sorgt für Reibung, auch die anderen Kollegen tragen ihre Säckchen mit Sorgen und Problemen mit sich herum und können diese kaum noch halten. Spannend und fesselnd bis zum Schluß und auch das Ende überrascht - nicht nur, wer der Mörder ist, sondern auch, was Bergamn über sein Kind erfährt. Gut und leicht geschrieben mit einem leicht düsteren Einschlag, was aber für die skandinavischen Thriller/Krimis typisch ist.

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Bewertung von coffee2go aus Österreich am 27.02.2012 ***** ausgezeichnet
Kurze Inhaltszusammenfassung:
Der 16jährige Roger wird brutal ermordet, sein Herz wird ihm aus dem Leib geschnitten und anschließend wird er in einem Tümpel im Wald versteckt. Die Suche nach Roger beginnt sehr schleppend und die örtliche Polizei in Västeras muss die Reichspolizei als Unterstützung anfordern. Auch das Elite-Gymnasium, an dem Roger war, gerät zunehmend in die Ermittlungen und der Direktor hat zu tun, um den guten Ruf der Schule zu retten.

Meine Meinung zum Buch:
Die beiden Autoren haben den Krimi systematisch aufgebaut und nach und nach immer mehr von den Charakteren preisgegeben, sodass das Buch von der ersten bis zur letzten Seite äußerst spannend zu lesen war. Gut gefallen hat mir auch, dass man erst ziemlich am Schluss eine Ahnung davon bekommt, wer als Täter in Frage kommt und was die Motive gewesen sein könnten – solche Krimis mag ich gerne lesen!
Der ehemalige Polizeipsychologe Sebastian Bergmann wird im Laufe des Buches auch immer sympathischer. Mir gefällt es, dass er ehrlich und authentisch ist und sich nicht für andere verstellt und verbiegt. Vielleicht schafft er ja auch den Wiedereinstieg in seinen Beruf, damit sich sein Privatleben wieder etwas normalisieren kann, nach dem traurigen Schicksal, das er mit seiner Familie erfahren musste. Gespannt bin ich auch, wie sich sein Privatleben weiterentwickelt und wie er mit der Erkenntnis aus seiner Vergangenheit umgehen wird, die er ganz am Ende des Buches erfährt.
Auch die weiteren Ermittler waren sehr gut beschrieben, vom tollpatschigen Haraldsson, der so bestrebt ist einen Ermittlungsdurchbruch vorzuweisen und seiner Frau ihren Herzenswunsch zu erfüllen, dass er sich selbst am meisten im Wege steht, bis zu Torkel und Ursula, die während ihrer Dienstreisen ein Verhältnis haben.

Titel und Cover:
Der Titel klingt schon einmal sehr vielversprechend und das Cover finde ich optisch auch sehr ansprechend.

Mein Fazit:
Sebastian Bergmann ist bis zum Ende des Buches gar nicht mehr so unsympathisch, sodass ich mich jetzt schon auf das Nachfolgebuch der beiden Autoren freue, das ich auf alle Fälle lesen werde.

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Bewertung von leserattebremen aus Bremen am 18.02.2012 ***** sehr gut
Als in Västerås der 16 Jahre alte Roger Eriksson verschwindet, ist die örtliche Polizei schnell überfodert. Erst nach drei Tagen beginnt die Suche nach dem Jungen und als seine Leiche gefunden wird, wird die Reichsmordkommission eingeschaltet. Die Suche nach dem Mörder im Umfeld des Jungen führt die Ermittler und es Psychologen Sebastian Bergmann immer wieder an das Elitegymnasium Palmlövska, auf das auch Roger ging. Doch was haben der perfekte Direktor oder die Lehrerin von Roger wirklich mit dem Mord zu tun? Und warum hat der Junge, nachdem er an seiner alten Schule gemobbt wurde, auch an dieser Schule scheinbar keine Freunde gefunden? Die Suche nach dem Mörder von Roger gestaltet sich schwierig, scheint es über den Schüler doch kaum Informationen zu geben.
Unterlegt wird die Kriminalgeschichte mit zahlreichen persönlichen Geschichten des Ermittlerteams rund um den Kommissar Torkel. Sebastian Bergmann ist ein alter Bekannter von ihm und als Torkel ihn bittet, bei dem Fall zu helfen, bringt er sein ganzes Team gegen sich auf, denn Sebastian ist alles andere als eine sympathische umgängliche Person. Seit er seine Frau und seine Tochter verloren hat, ist er ständig auf der Suche nach unverbindlichem Sex und macht auch vor in den Fall verwickelten Frauen nicht halt. Er wirkt arrogant, behandelt die anderen Ermittler herablassen und besserwisserisch. Kaum einer hält es mit ihm aus, dennoch kann er den Fall entscheidend vorantreiben.
Der Krimi lebt von all diesen zwischenmenschlichen Beziehungen, die das schwedische Autorenduo so detailliert darlegt, dass einem die Personen schnell ans Herz wachsen. Je mehr man sie kennt, desto eher versteht man ihre Art, an den Mord heranzugehen und die Ermittlungen zu führen. Das unterscheidet diesen Krimi auch deutlich von den zahlreichen anderen skandinavischen Krimis, die in den letzten Jahren den Buchmarkt geflutet haben, er ist weitaus persönlicher und menschlicher ausgerichtet als es es bei einer reinen Täterjagd möglich wäre. Dadurch ist Hjorth und Rosenfeldt ein sehr gutes Buch gelungen, desssen Tempo zum Ende hin immer weiter steigt, so dass man es bei den letzten 100 Seiten wirklich nicht mehr aus der Hand legen kann.
Das schwedische Fernsehen verfilmt den Roman in Kooperation mit dem ZDF, man darf also gespannt darauf sein, Torkel, Vanja und Sebastian bald über den Bildschirm flimmern zu sehen. Eine sehr gute Vorlage haben Hjorth und Rosenfeldt auf jeden Fall geliefert!

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Bewertung von Mel.E aus L. am 15.01.2012 ***** ausgezeichnet
Morden ohne zu morden?

Dieses Buch wurde mir als Wanderbuch zur Verfügung gestellt und ich gestehe, nachdem ich es einmal angefangen hatte, war es schwer es wieder aus den Händne zu legen. Viele Menschen, viele Schicksale werden miteinander verknüpft und machen diesen Krimi zu einem echten Highlight.

Sebastian Bergmann erinnert mich spontan sehr an Dr. House, den ich einerseits total unangenehm finde, aber seinen Charakter auch sehr interessant und da er wichtig ist um den Fall aufzuklären, passt er einfach in diesen Krimi wie die Faust aufs Auge. Er selbst hat ein großes Päckchen zu tragen und versucht daher durch Sex und Affären den Verlust von Frau und Kind zu verdrängen. Klappt natürlich nicht wirklich und hinterlässt so nur weiteren Schmerz und macht ihn dadurch auch nicht wirklich sympathischer. Nachdem er sich selbst in die Ermittlung des aktuellen Falls drängt macht ihn auch bei seinen Kollegen / Kolleginnen nicht beliebter. Er fällt einfach immer und überall unangenehm auf, obwohl man ihm lassen muss, daß er oft Dinge sieht, die gerne übersehen werden. Er ist schlau und gerissen und durch seine Arroganz und Spürnase kommt er einem echten Abgrund auf die Spur, die so vielleicht untergegangen wäre. Denn der Fall war eigentlich abgeschlossen und die Presse schon informiert. Ab da nimmt der Krimi richtig an Fahrt auf und zeigt mir wieder einmal wie spannend und tiefgründig die menschliche Psyche ist. Sebastian Bergmann verfolgt natürlich seine eigenen Interessen, aber das bleibt mein Geheimnis

Der Fall wirft viele Fragen auf und es wird einiges vertuscht und totgeschwiegen. Es kommen Dinge ans Tageslicht, die einem die Haare zu Berge stehen lassen. Natürlich gehe ich darauf nicht ein, denn ihr sollt das Buch ja selbst zur Hand nehmen. Es ist schlimm, wenn ein junger Mensch sterben muss, der eigentlich nur auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit war. Roger, ein Außenseiter auf einer Eliteschule. Eine Schule, mit Menschen, zu denen er einfach nicht passt. Gemobbt, ausgegrenzt, geschlagen und bestohlen ........ eigentlich ein echt armes Würstchen. An die falschen Freunde gerät man recht schnell und es wird euch überraschen wer denn nun der Mann, der kein Mörder war wirklich ist. Wir tauchen in seine Gedanken ein und lernen ihn schnell kennen, aber sein wahres Gesicht und den Grund der tat habe ich so nicht erwartet und war daher bis zum Schluss wirklich gefesselt und gebannt von der Story!



Ein wirklich lesenwerter Krimi und daher auch eine echte Leseempfehlung von mir!

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Bewertung von Kuschelbu am 14.01.2012 ***** sehr gut
Auf den Krimi "Der Mann, der kein Mörder war" wurde ich neugierig, da er nicht nur in den Bestsellerlisten vertreten war, sondern auch weil die schwedische Zeitung Kristianstadsbladet dieses Buch mit dem Satz «Das wahrscheinlich beste schwedische Krimidebüt seit Larsson.» kommentierte. Das musste ich natürlich gleich herausfinden und kaufte das Buch.

Beim Lesen fiehl mir dabei relativ schnell auf, dass die beiden Autoren Hjorth und Rosenfeldt bei weitem nicht an Larsson herankommen. Ein Vergleich der Autoren finde ich aber auch nicht unbedingt passend, da dieser Krimi durch anderen Punkte positiv hervorsticht. War ich anfangs noch etwas skeptisch beim Lesen, wurde ich dann doch zunehmend neugierig, wie die Geschichte nun weitergeht. Schon ab der Mitte des Buches nimmt die Polizei unterschiedliche mordverdächtige Personen fest. Jedes Mal erwartete ich, dass die Autoren nun eine simple Lösung des Falles anbieten und mich enttäuschen werden, doch so war es nicht. Bis zu den letzten Seiten wird es nicht klar, wer der Mann, der kein Mörder war, ist. Die Geschichte wird immer komplexer und immer mehr Personen spielen plötzlich eine Rolle. Dabei darf man allerdings nicht anfangen über Realismus nachzudenken. Ich denke, in mancher Hinsicht haben die Autoren bei dieser Geschichte etwas zu dick aufgetragen und der Fantasie zu viel Raum gegeben.

Interessant bleibt die Geschichte aber vorallem durch den Hauptcharakter des Psychologen Sebastian Bergman. Ein typischer Antiheld, wie es auch Kurt Wallander in den Mankel Krimireihen ist. Im Gegensatz zu Wallander ist Bergman aber so gar nicht zum gernhaben. Der Psychologe Bergman, der Frau und Kind verloren hat, ist eine Ikone in seinem Fachgebiet aber menschlich ein warer Unhold. Sexsüchtig, egoistisch und antisozial. Doch das macht die Geschichte einfach interessant und besonders.

Auch der Erzählstil ist einfach gehalten und das Buch erfrischend zu lesen. Man merkt, dass die Autoren bereits einige Regiebücher geschrieben haben und man sich so die Szenen bildlich sehr gut vorstellen kann. Alles in allem ein leichter Krimi für zwischendurch, der mich nicht enttäuscht, aber nun auch nicht wie Larsson besonders überrascht hat.

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Bewertung von Gurke aus Berlin am 26.12.2011 ***** ausgezeichnet
Die Eliteschule in Västerås genießt einen hervorragenden Ruf, den der eifrige Direktor auch um jeden Preis verteidigen würde. Als Pfadfinder allerdings die Leiche des Schülers Rogers finden, dessen Herz aus der Brust gerissen und sein Körper anschließend in einem Tümpel geworfen wurde, merkt die Polizei schnell, dass Geheimnisse dort hinter jeder Tür lauern.

Das Autorenduo Hans Rosenfeldt und Michael Hjorth hat ein wirklich tolles Debüt vorgelegt, was vor allem dem „Ekelpaket“ Sebastian Bergmann zuzuschreiben ist. Bei dem schrecklichen Tsunami von 2004 verlor er seine Frau und seine kleine Tochter, seitdem stürzt er sich in eine Affäre nach der anderen und hält alle Menschen in seiner Umgebung durch sexistische oder freche Witze auf Abstand. In seinem Beruf als Kriminalpsychologe wird er damit schnell zum Außenseiter in dem Team, dennoch ist er wegen seines grandiosen Verstands und Menschenkenntnis beinahe unverzichtbar – zudem verbindet ihn die eigene Vergangenheit stark mit dem Gymnasium und so kennt er die Abläufe und Vorschriften ganz genau.
Dem gegenüber steht der vertrottele und vom Pech verfolge Ermittler Haraldsson, der unbedingt auf der Karriereleiter aufsteigen will, jedoch Fehler am laufenden Band macht und dadurch seine Kollegen in den Wahnsinn treibt.

Den Leser erwarten noch viele weitere Charaktere, die sich dank der Autoren in all ihren Macken und Stärken austoben dürfen. Die persönlichen Geschichten und Hintergründe, sowie Anfeindungen innerhalb des Präsidiums nehmen einen Großteil in dem Krimi ein, der dadurch sehr unterhaltsam und abwechslungsreich wird.
Der tragische Fall um den ermordeten Roger kommt natürlich auch nicht zu kurz und geschickt lenken die Autoren unsere Aufmerksamkeit von dem Täter weg, indem sie den Mann, der kein Mörder war zu Wort kommen lassen und uns so sein Handeln erklären und zahlreiche Anhaltspunkte geben, die ich dennoch bis zum Schluss nicht zusammensetzen konnte.

Obwohl bzw. gerade weil Sebastian Bergmann nicht der typisch sympathische Protagonist ist, habe ich mich von ihm prima unterhalten gefühlt und werde ihm auch in seinem zweiten Fall treu bleiben. Eine Verfilmung rund um den kauzigen Psychologen ist auch schon geplant und da kann man nur sagen, dass der Vergleich zu dem schwedischen Autor Stieg Larsson mehr als berechtigt ist, und Rosenfeldt und Hjorth würdige Nachfolger sind, die aus der Buchbranche so schnell nicht mehr wegzudenken sind.

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Bewertung von morgain66 aus Ludwigshafen am 09.12.2011 ***** ausgezeichnet
In Västeras wird ein 16jähriger Junge vermisst. Als sich herausstellt, dass der Junge ermordet wurde ruft die hiesige Polizei ein Ermittlerteam zu Hilfe. Das Team bekommt noch zusätzliche Unterstützung von Sebastian Bergmann, einem Polizeipsychologen, der selbst ein schweres Trauma mit sich herumschleppt und auch nicht sehr willkommen ist, in dieser Gruppe. Zusammen versuchen sie diesem Mordfall zu lösen, doch irgendwie will nichts richtig zusammenpassen. Da hilft es auch nicht, dass der Polizist Haraldsson die Lorbeeren für sich beanspruchen möchte und so ziemlich alles vermasselt. Dann geschieht ein weiterer Mord und das Team muss wieder von vorne anfangen.

Dieser Roman wird hauptsächlich aus der Sicht von Sebastian Bergmann erzählt, der sich dem Team nur angeschlossen hat, um eine Adresse ausfindig zu machen. Seit er Frau und Kind verloren hat schleppt er ein schweres Trauma mit sich herum und verletzt jeden, der es vielleicht gut mit ihm meint, um nur keine Nähe zulassen zu müssen. Am Anfang war mir Sebastian sehr unsympathisch, aber im Laufe der Handlung wandelt er sich. Zwar nicht so sehr, dass es unlogisch erscheint, aber doch so, dass ich ihn nicht mehr so verabscheut habe. Die Stimmung des Romans ist ziemlich düster. Im Laufe der Ermittlungen gibt es so viele überraschende Wendungen, dass ich ständig auf dem Holzweg war, mit meiner Meinung, wer denn der Mörder ist. Das Ende war mir dann doch ein bisschen zu konstruiert. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, weil ich den Lesern nicht die Spannung nehmen möchte. Doch trotzdem ist es ein sehr guter Krimi und ich hoffe, dass die Herren Hjorth & Rosenfeldt noch viele weitere Bücher um den Psychologen Sebastian Bergmann schreiben. Absolut empfehlenswert.

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