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Benutzername: coffee2go
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Danksagungen: 110 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 266 Bewertungen
Bewertung vom 15.07.2020
Schwestern im Tod / Commandant Martin Servaz Bd.5
Minier, Bernard

Schwestern im Tod / Commandant Martin Servaz Bd.5


ausgezeichnet

Meine Meinung zum Buch:
Dieser Psychothriller hat alles, was ein spannender Thriller für mich enthalten sollte: Ein interessanter Fall, Bezug in die Vergangenheit und ratlose Ermittler, die gleich in die Irre geleitet werden, wie wir LeserInnen und natürlich kribbelnde Spannung. Ich bin begeistert, die Spannung konnte durch die zahlreichen Wendungen und Erkenntnisse, die häppchenweise präsentiert wurden, bis zum Schluss aufrechterhalten werden. Am gruseligsten finde ich die Stelle mit den Giftschlangen und es ist ja nahezu schon vorprogrammiert, dass hier ein „Unglück“ geschehen muss. Hinzu passt die seltene und außergewöhnliche Hautkrankheit des Autors. Im Buch sind viele Kleinigkeiten, die am Ende eine Runde Sache bilden, daran merkt man als LeserIn, wie durchdacht und ausgefeilt die gesamte Geschichte ist und wie viel Arbeit tatsächlich hinter einem lesenswerten, tollen Buch steckt.

Mein Fazit:
Leider habe ich die vorigen Teile der Thriller-Reihe noch nicht gelesen, aber dieser Fall macht richtig Lust darauf, dies so schnell wie möglich nachzuholen.

Bewertung vom 15.07.2020
DUNKEL / HULDA Trilogie Bd.1
Jonasson, Ragnar

DUNKEL / HULDA Trilogie Bd.1


ausgezeichnet

Meine Meinung zum Buch:
Huldar ist eine sehr sympathische Kommissarin im besten Alter, doch leider steht ihr Pensionsantritt schon kurz bevor. Als letzten Fall hat sie sich einen „cold case“ vorgenommen, der es in sich hat. Sie ist so ziemlich die Einzige, die sich um das Schicksal der verschwundenen Asylwerberin kümmert und mit vollem Einsatz Gerechtigkeit herstellen möchte. Im Privatleben läuft es momentan gerade etwas besser bei ihr, eine Beziehung zu einem guten Bekannten entwickelt sich so langsam in eine Liebesbeziehung und Hulda schmiedet Pläne für ihre Zukunft im Ruhestand. Den Tod ihrer Tochter hat sie nie überwunden und auch die Hintergründe dafür sind äußerst schockierend. Aber gerade dadurch ist es umso verständlicher, dass sie sich genau diesen alten Fall herausgesucht hat und die verschwundene junge Frau unbedingt finden möchte oder zumindest herausfinden, was damals passiert ist, damit ihre Familie Gewissheit hat. Allerdings hat sie ihre Gegner überschätzt und das wird ihr zum Verhängnis. Über den Schluss möchte ich gar nichts verraten, aber er hat es in sich!

Mein Fazit:
Das Buch hat mich komplett überrascht, im positiven Sinne! Mit diesem Schluss hätte ich beim ersten Teil einer Trilogie absolut nicht gerechnet.

Bewertung vom 11.05.2020
Offene See
Myers, Benjamin

Offene See


sehr gut

Meine Meinung zum Buch:
Der gesellschaftskritische Roman „Offene See“ ist nahezu zeitlos und passt auch heute noch oder wieder sehr gut. Die Sprache ist nur zeitweise direkt, aber großteils poetisch und ausschweifend, was zu den Gesprächssituationen zwischen Robert und Dulcie gut passt, aber dann an einigen Stellen für meinen Geschmack zu langatmig war, zB die laufenden Selbstreflexionen von Robert.
Gut gefallen hat mir, dass Robert sich eine Auszeit nimmt und versucht herauszufinden, was er in seinem Leben machen möchte. Was er nicht machen möchte, in die Fußstapfen seiner Vorfahren zu treten und im Bergbau zu arbeiten, das weiß er schon seit langer Zeit. Die besinnliche Zeit der Reise und das einfache Leben schärft seine Sinne und lässt genug Zeit zum Nachdenken und Grübeln. Zufällig landet er bei Dulcie, die für damalige Zeiten eine sehr selbstbewusste und charakterstarke, ältere Dame ist und die das Leben in vollen Zügen genießt, aber auch eine verwundbare und sensible Seite hat. Nach und nach erfährt Robert von ihren schicksalhaften Zeiten und die Beiden entwickeln eine innige, vertrauensvolle Freundschaft, die zu sehr guten und langen Gesprächen mit gutem Essen und reichlich Alkohol führt. Auch noch Jahre nach seiner Lebensfindungsphase denkt Robert gerne an die Zeit bei Dulcie zurück, denn sie hat einen nicht unbedeutenden Teil zu seinem neuen Leben beigetragen. Ich finde, dass die beiden Charaktere Robert und Dulcie sich so perfekt ergänzen, dass es eine wahre Freude ist, ihre Dialoge zu lauschen. Man hat wahrlich das Gefühl, als würde man mit ihnen gemeinsam am Tisch sitzen, essen, trinken, lachen, grübeln oder weinen.

Bewertung vom 11.05.2020
Das wirkliche Leben
Dieudonné, Adeline

Das wirkliche Leben


ausgezeichnet

Meine Meinung zum Buch:
Zu Beginn des Buches ist die Ich-Erzählerin ein zehnjähriges, schüchternes, aber sehr intelligentes Mädchen, die in einer Familie mit gewalttätigem Vater und unterdrückter Mutter aufwächst. Im Laufe des Buches entwickelt sie sich zu einer selbstbewussten jungen Frau, die sich ihrer weiblichen Reize bewusst wird und diese einzusetzen weiß, aber gleichzeitig auch intelligent ist und ihre intellektuellen Ziele selbst und meist sogar heimlich weiterverfolgen muss, da dies in ihrer Familie weder geschätzt noch für ein Mädchen unterstützt wird. Zuerst hat sie eine innige Beziehung zu ihrem jüngeren Bruder, doch nach einem Unglück und durch die Jahre wird die Situation immer bedrohlicher für sie. Dass sie nicht in die gleiche ausweglose Situation wie ihre Mutter rutschen möchte, ist ihr klar und dafür bekommt sie auch die Unterstützung ihrer Mutter, ansonsten muss sie sich alleine durchs Leben schlagen.
Aus dem Entgegenkommen, dass sie einen eigenen Hund haben darf, wird gleichzeitig auch ein Erpressungspotenzial, indem ihr das geliebte Tier wieder genommen werden kann. Schade, dass sie nicht bei dem ursprünglichen Namen für den Hund geblieben ist, Currie hätte ich passender und stimmiger gefunden.
Die Stimmung des Buches ist eine ganz besondere: Man spürt die unterschwellige Angst der Frauen vor den gewalttätigen Männern, man fühlt Situationen, die kurz davor sind zu eskalieren und dann passiert am Ende doch das Unerwartete. Sprachlich ist der Roman ebenso gewaltig. Nicht nur das Gesagte, das in einfachen, ausdrucksstarken Worten ausgedrückt wird, sondern auch die versteckten Botschaften zwischen den Zeilen sind von Bedeutung. Wenn man das Buch mehrmals hintereinander liest, findet man immer noch Stellen, denen man zuvor keine Beachtung geschenkt hat.

Bewertung vom 11.05.2020
Mias Pferdewelt - Glaub an deinen Traum!
Angermayer, Karen Chr.; Bender, Mia

Mias Pferdewelt - Glaub an deinen Traum!


sehr gut

Meine Meinung zum Buch:
Das Buch ist schon aufgrund der Aufmachung ein typisches Mädchen-Buch, obwohl ich erwähnen muss, dass für die meisten Mädels in diesem Alter pink gar nicht mehr soo cool ist, im Gegenteil, es wirkt fast schon zu kindlich für die Zielgruppe. Mia beschreibt ihre Kindheit, ihr Leben und Aufwachsen mit Pferden und wie sie zum Reitsport und zu ihrem Youtube-Channel gekommen ist, sehr autobiografisch und ausführlich. Außerdem gibt es zahlreiche Fotos und Farbbilder, das gesamte Buch ist gut durchstrukturiert und auch optisch sehr schön aufbereitet. Teilweise geht Mia auch darauf ein, dass man seine Träume unbedingt erfüllen soll, aber das wie wird irgendwie weggelassen. Gerade das hätte meine Mädels besonders interessiert, wie man sich ein eigenes Pferd finanzieren kann, wenn es nicht von den Eltern gesponsort wird

Bewertung vom 11.05.2020
Calypsos Fohlen / Pferdeflüsterer Academy Bd.6
Mayer, Gina

Calypsos Fohlen / Pferdeflüsterer Academy Bd.6


ausgezeichnet

Meine Meinung zum Buch:
Auch der 6. Band der Pferdeflüsterer-Academy Reihe ist, wie schon die Vorgänger-Bücher auch, ein spannender Mix aus Pferdegeschichten, Intrigen und die Bedeutung von Freundschaft. Gerade Cyprian und Zoe haben im vorigen Band eine innige freundschaftliche Beziehung entwickelt und nun hat Cyprian kaum Zeit für sie. Auf der einen Seite versteht Zoe ja, dass er sich nun um sein geliebtes Pferd kümmern muss, dass er endlich zurück bekommen hat, aber auf der anderen Seite ist sie auch ein wenig traurig, dass er mit ihr nicht mehr so viel Zeit für sie hat. Der Wert von Freundschaft und dass man auch einmal Abstriche machen muss oder gewisse Probleme ansprechen soll, hat uns sehr gut gefallen. Dieser Band ist außerdem besonders süß, da Calypso ihr Fohlen bekommt und natürlich gibt es wieder Bösewichte und Neider, die hier mitmischen wollen. Aber zum Glück kommen Zoe und Cyprian ihnen auf die Schliche.

Mein Fazit:
Die Vorschau auf den 7. Band am Ende des Buches ist richtig gemein, denn leider müssen wir uns noch bis September gedulden und die Vorfreude ist schon sehr groß.

Bewertung vom 11.05.2020
Das Dorf der toten Seelen
Sten, Camilla

Das Dorf der toten Seelen


gut

Meine Meinung zum Buch:
Die Grundidee des Buches, ein Filmprojekt über eine verlassene Geisterstadt, in der vor Jahren ein schreckliches Unglück passiert sein muss, finde ich sehr gruselig und überaus spannend. Auch die Zusammenstellung der Crew fällt etwas unglücklich aus, also kann es nur noch schlimmer werden und das befürchtete Chaos nimmt seinen Lauf. Die Situationen, in denen sich Alice und ihr Team in die alten, verlassenen Häuser begeben oder die Schule und die Kirche finde ich sehr gelungen beschrieben. Da hat man das Gefühl, wirklich mit ihnen vor Ort zu sein und auch die Stimmung ist so angespannt, dass man fast den Atem anhält. Dass in den Speisekammern noch brauchbare Lebensmittel zu finden sind oder dass die Bettwäsche noch in Ordnung ist, ist allerdings weniger glaubwürdig. Dass Alice die Geschehnisse, die über 60 Jahre zurückliegen, endlich aufklären will, finde ich spannend und es wäre auch filmreif gewesen. Einzig der Schluss war mir zu Fantasy-lastig und hat mir nicht so gefallen.

Mein Fazit:
Die Kategorie Thriller finde ich nicht ganz passend, ich hätte als Genre eher Fantasy oder eine Kombination aus Horror und Fantasy gewählt.

Bewertung vom 10.05.2020
Die Magier von Paris
Wolff, Christina

Die Magier von Paris


sehr gut

Die beiden Magierfamilien Belleson und Delune sind schon seit Generationen Konkurrenten und kämpfen um den Ruf ihrer Familien, denn jeder möchte „Der beste Magier von Paris“ sein. Von den Rivalitäten sind Claire und Rafael nur mäßig betroffen, sie haben ein schlimmeres Unglück zu verhindern und dafür brauchen sie einander und ihre unterschiedlichen Fähigkeiten in der Zauberei.
Uns hat das Buch auch vom ersten Anblick an verzaubert, vor allem das Cover ist ein echter Hingucker. Paris zeigt sich auch von seiner schönsten und köstlichsten Seite. Claire und Rafael schlemmen sich durch Schokolade, Croissants und Kakao, sodass uns beim Lesen schon das Wasser im Munde zusammengelaufen ist. Schön fanden wir auch, dass jeder Magier eine eigene Zauberkunst beherrscht, die ihn auszeichnet und dass es manchmal wichtig ist, zusammenzuhalten und gemeinsam an einem großen Projekt zu arbeiten um Erfolg zu haben. Die alten Familienstreitereien konnten Claire und Rafael zum Glück beenden und am Ende ist eine wunderbare Freundschaft entstanden.

Bewertung vom 01.05.2020
Hilfe per Eulenpost / Der magische Blumenladen Bd.11
Mayer, Gina

Hilfe per Eulenpost / Der magische Blumenladen Bd.11


ausgezeichnet

Meine Meinung zum Buch:
Meine Kinder und ich lieben die gesamte Reihe von „Der magische Blumenladen“, aber dieser Teil war noch um eine Spur anspruchsvoller und spannender als die vorigen Teile. Zum einen liegt es daran, dass Violet ihren Blumenzauber jetzt schon gezielt einsetzen kann und es nicht mehr so ausführlich thematisiert werden muss und zum anderen erleben Violet, Jack und Zack eine wunderschöne Zeit bei Violets Großeltern am Meer.
Im Vergleich zu den vorangegangenen Teilen waren Violet, Jack und Zack hier noch viel aktiver und haben sich für ein wichtiges Thema, den Umweltschutz, eingesetzt. Indem sie sich dafür eingesetzt haben, dass die Umweltsünder nicht ungestraft davon kommen und das Meer wieder frei von Plastik und Müll ist, haben sie einen wertvollen Beitrag geleistet und auch den Meerestieren geholfen. Diese Message, dass auch Kinder aktiv etwas für eine bessere Umwelt unternehmen können und auch erfolgreich sein können, hat mir sehr gut gefallen.


Mein Fazit:
Wir freuen uns schon auf den nächsten Teil der Serie und hoffen, dass die Autorin wieder ein so spannendes und wichtiges Thema aufgreift.

Bewertung vom 27.04.2020
Milchmann
Burns, Anna

Milchmann


weniger gut

Meine Meinung zum Buch:
Der Roman wurde in den Medien sehr stark beworben und gehyped und als literarisches Meisterwerk deklariert, dementsprechend groß war meine Vorfreude. Leider konnte mich „Milchmann“ weder sprachlich, stilistisch, noch inhaltlich mitreißen und überzeugen. Ich finde, dass die Botschaft teilweise künstlich verschleiert wurde und halte es nicht für notwendig, wenn man es auch direkt sagen könnte. Auf der anderen Seite war mir der Schreibstil zu unpersönlich, zu anonym. zB haben die Personen keine Namen, was ich noch verstehe, wenn man eine allgemeine Aussage machen möchte, aber dann die Verdoppelung des Milchmanns – mit echter Milchmann und Milchmann, finde ich nicht gelungen. Einige wenige Passagen haben mir gut gefallen, vor allem die gesellschaftskritischen, aber zum Großteil habe ich mich durch das Buch gekämpft.

Mein Fazit:
Der Roman polarisiert sehr stark, viele finden ihn absolut genial und sprachlich als Meisterwerk und andere können mit dem Stil nicht so viel anfangen. Ich zähle mich selbst zur zweiten Gruppe, mich konnte er leider nicht überzeugen.