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6 Kundenbewertungen

Du hast nichts zu verlieren, wenn dir alles genommen wurde! Der 19-jährige Kanadier Mathis begleitet Hope, einen elf Jahre alten Somali, auf dessen abenteuerlicher Flucht quer durch Südamerika. Kaum gestartet, heften sich zwei zwielichtige Typen an ihre Fersen. Nicht die einzige Bedrohung, der sich Hope und Mathis unterwegs stellen müssen. Auf ihrem atemberaubenden Trip über den Amazonas, die Panamericana und auf dem Dach eines rasenden Güterzugs lauert der Tod überall. Mehr als einmal können sie ihm nur knapp entkommen. Werden die beiden es in die Freiheit schaffen?…mehr

Produktbeschreibung
Du hast nichts zu verlieren, wenn dir alles genommen wurde! Der 19-jährige Kanadier Mathis begleitet Hope, einen elf Jahre alten Somali, auf dessen abenteuerlicher Flucht quer durch Südamerika. Kaum gestartet, heften sich zwei zwielichtige Typen an ihre Fersen. Nicht die einzige Bedrohung, der sich Hope und Mathis unterwegs stellen müssen. Auf ihrem atemberaubenden Trip über den Amazonas, die Panamericana und auf dem Dach eines rasenden Güterzugs lauert der Tod überall. Mehr als einmal können sie ihm nur knapp entkommen. Werden die beiden es in die Freiheit schaffen?
  • Produktdetails
  • Verlag: Dressler / Dressler Verlag GmbH
  • Artikelnr. des Verlages: 1301390
  • Seitenzahl: 544
  • Altersempfehlung: ab 16 Jahren
  • Erscheinungstermin: 22. Juli 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 149mm x 45mm
  • Gewicht: 762g
  • ISBN-13: 9783791501390
  • ISBN-10: 3791501399
  • Artikelnr.: 55861763
Autorenporträt
Martin, PeerPeer Martin, 1968 in Hannover geboren, ist studierter Sozialpädagoge. Seine Erfahrungen aus der Jugendarbeit und die Geschichten eines syrischen Freundes inspirierten ihn, Bücher zu schreiben.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 03.01.2020

Der Rücken
der Bestie
Ein Junge flieht aus Südafrika
bis nach Kanada
„Wir haben Angst!“ ist in dicken schwarzen Lettern auf rotem Grund zu lesen. Und in etwas kleinerer weißer Schrift knapp darunter: „Und ihr seid immer noch so still.“ Die Anzeige des Jugendrats der „Generationen Stiftung“ in einer Wochenzeitung zeigt deutlich: Deutschlands Jugend sorgt sich. Wie Millionen Jugendliche auf der ganzen Welt. Um Klima und Umwelt, schwindende Ressourcen, globale Vermüllung. Kurz: um die Zukunft des Planeten, auf dem wir leben. Themen, die auch Peer Martin in seinem Jugendroman „Hope – Es gibt kein Zurück. Du kommst an. Oder du stirbst“ aufgreift. Darin erzählt er die ebenso dramatische wie emotionale Geschichte einer gefährlichen Flucht.
Ich-Erzähler ist der 19-jährige Mathis aus Kanada, der einen waghalsigen Plan hat: Um als angehender Fotojournalist auf sich aufmerksam zu machen, will er afrikanische Flüchtlinge auf ihrem Weg in die USA begleiten und ihre Erfahrungen auf Fotos festhalten. Als er in Johannesburg auf den elf Jahre alten Somalier Hope trifft, scheint er seine „Story“ gefunden zu haben. So viel vorab: „Hope“ ist kein Buch, das man zwischendurch zur Zerstreuung liest. Dazu sind die Informationen über die sozialen und wirtschaftlichen Zustände der Länder, durch die Hope und Mathis ziehen, zu erdrückend. Aber es ist ein spannendes Buch mit authentischen Figuren, deren Flucht auch Motive einer Abenteuerreise hat, die einen Sog entwickeln. Man will einfach wissen, wie es ihnen gelingt, die nächste Etappe auf ihrem Tausende Kilometer langen Weg zu überwinden. Und natürlich will man Hopes wirkliche Geschichte erfahren, die Peer Martin nur nach und nach preisgibt.
Mit gefälschten Papieren reisen Mathis und Hope nach Brasilien, werden mit anderen Flüchtlingen von Schleusern durch den Regenwald geführt – und allein gelassen. Eine Zeit lang leben sie bei einem indigenen Stamm im Amazonasgebiet, ziehen dann über Kolumbien, Panama, Costa Rica, El Salvador, Guatemala und Mexiko weiter bis in die USA und nach Kanada. Immer wieder verfolgt von somalischen Killern, die Hope nach dem Leben trachten. Sie arbeiten auf einer Bananenplantage, geraten zwischen die Fronten rivalisierender Straßengangs, reiten auf dem Rücken von „La Bestia“ durch Mexiko, verdursten fast in der texanischen Wüste, verlieren in einem Schneesturm die Orientierung. Der Weg, den Mathis und Hope nehmen, ist in Europa als alternative Fluchtroute für Afrikaner kaum bekannt – Peer Martin dachte, „jemand muss den Leuten davon erzählen“.
Wie in seinem Jugendbuchdebüt „Sommer unter schwarzen Flügeln“ (Deutschen Jugendliteraturpreis 2016) platziert er zwischen den Kapiteln Doppelseiten mit weiterführenden Informationen, die, parallel zu den Stationen der Flucht, eine Vielfalt von Fakten liefern über die globale Erwärmung und den Klimawandel, Drogen, Krieg und Unterdrückung, Monokulturen und Bandenkriminalität, die oft Folgen des westlichen Lebenswandels sind. (ab 14 Jahre)
ANDREA DUPHORN
Peer Martin: Hope – Es gibt kein Zurück. Du kommst an. Oder du stirbst. Mit Vignetten von KIM&HIM. Dressler, Hamburg 2019. 546 Seiten, 20 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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Der Rücken
der Bestie

Ein Junge flieht aus Südafrika
bis nach Kanada

„Wir haben Angst!“ ist in dicken schwarzen Lettern auf rotem Grund zu lesen. Und in etwas kleinerer weißer Schrift knapp darunter: „Und ihr seid immer noch so still.“ Die Anzeige des Jugendrats der „Generationen Stiftung“ in einer Wochenzeitung zeigt deutlich: Deutschlands Jugend sorgt sich. Wie Millionen Jugendliche auf der ganzen Welt. Um Klima und Umwelt, schwindende Ressourcen, globale Vermüllung. Kurz: um die Zukunft des Planeten, auf dem wir leben. Themen, die auch Peer Martin in seinem Jugendroman „Hope – Es gibt kein Zurück. Du kommst an. Oder du stirbst“ aufgreift. Darin erzählt er die ebenso dramatische wie emotionale Geschichte einer gefährlichen Flucht.

Ich-Erzähler ist der 19-jährige Mathis aus Kanada, der einen waghalsigen Plan hat: Um als angehender Fotojournalist auf sich aufmerksam zu machen, will er afrikanische Flüchtlinge auf ihrem Weg in die USA begleiten und ihre Erfahrungen auf Fotos festhalten. Als er in Johannesburg auf den elf Jahre alten Somalier Hope trifft, scheint er seine „Story“ gefunden zu haben. So viel vorab: „Hope“ ist kein Buch, das man zwischendurch zur Zerstreuung liest. Dazu sind die Informationen über die sozialen und wirtschaftlichen Zustände der Länder, durch die Hope und Mathis ziehen, zu erdrückend. Aber es ist ein spannendes Buch mit authentischen Figuren, deren Flucht auch Motive einer Abenteuerreise hat, die einen Sog entwickeln. Man will einfach wissen, wie es ihnen gelingt, die nächste Etappe auf ihrem Tausende Kilometer langen Weg zu überwinden. Und natürlich will man Hopes wirkliche Geschichte erfahren, die Peer Martin nur nach und nach preisgibt.

Mit gefälschten Papieren reisen Mathis und Hope nach Brasilien, werden mit anderen Flüchtlingen von Schleusern durch den Regenwald geführt – und allein gelassen. Eine Zeit lang leben sie bei einem indigenen Stamm im Amazonasgebiet, ziehen dann über Kolumbien, Panama, Costa Rica, El Salvador, Guatemala und Mexiko weiter bis in die USA und nach Kanada. Immer wieder verfolgt von somalischen Killern, die Hope nach dem Leben trachten. Sie arbeiten auf einer Bananenplantage, geraten zwischen die Fronten rivalisierender Straßengangs, reiten auf dem Rücken von „La Bestia“ durch Mexiko, verdursten fast in der texanischen Wüste, verlieren in einem Schneesturm die Orientierung. Der Weg, den Mathis und Hope nehmen, ist in Europa als alternative Fluchtroute für Afrikaner kaum bekannt – Peer Martin dachte, „jemand muss den Leuten davon erzählen“.

Wie in seinem Jugendbuchdebüt „Sommer unter schwarzen Flügeln“ (Deutschen Jugendliteraturpreis 2016) platziert er zwischen den Kapiteln Doppelseiten mit weiterführenden Informationen, die, parallel zu den Stationen der Flucht, eine Vielfalt von Fakten liefern über die globale Erwärmung und den Klimawandel, Drogen, Krieg und Unterdrückung, Monokulturen und Bandenkriminalität, die oft Folgen des westlichen Lebenswandels sind. (ab 14 Jahre)

ANDREA DUPHORN

Peer Martin: Hope – Es gibt kein Zurück. Du kommst an. Oder du stirbst. Mit Vignetten von KIM&HIM. Dressler, Hamburg 2019. 546 Seiten, 20 Euro.

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