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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Gusaca
Wohnort: Aldenhoven
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Bewertungen

Insgesamt 65 Bewertungen
Bewertung vom 19.02.2020
Qube
Hillenbrand, Tom

Qube


sehr gut

Die vom Autor Tom Hillebrand entwickelte Zukunftsgeschichte spielt im Jahr 2091. Bei ihren Ermittlungen zu einem Mordanschlag stößt die UNO-Agentin Fran Bittner auf die Spuren einer K.I., die sich selbstständig gemacht hat. Will diese die Kontrolle über den Planeten übernehmen?

Der Schreibstil ist flüssig und es gibt schon zu Beginn einige Verweise auf den ersten Teil, die Erinnerungen beim LEser wecken. Der Spannungsaufbau ist schon in der Anfangsphase des Buches gekonnt hoch .Der Autor entwickelt eine Zukunftswelt, die schon fast an die Grenzen des menschlichen Verständnisses geht. Digitale Nachbildungen des menschlichen Gehirns,die reale menschliche Erinnerungen beinhalten und zeitlich begrenzt als Cogit in Körperhüllen sogenannte Gefäße hochgeladen werden, superintelligente K.I., Hologramme, Hardlights und eine Vielzahl anderer technischer Neuheiten , werden gekonnt erläutert und in einem Glossar zusammengefaßt. . Das Bestreben technische Probleme und Begrenzungen zu lösen , um eine unbegrenzte Lebenszeit zu erhalten wird moralisch nicht bewertet. Der menschliche Zwiespalt zwischen Gefahr und Nutzen einer KI kommt dagegen gut zum tragen. Die Geschichte besteht aus mehreren Handlungssträngen, deren Zusammenhang sich erst am Ende des Buches offenbart. Die Story gipfelt in einem Turnier, dessen altertümlichen Spielelemente mich allerdings nicht so überzeugt haben. Die gezielte Manipulation der Geschenhisse durch die K.I. , die selbst die Träume der Menschen einschließt, ist erschreckend. Ist das alles wirklich nur Zukunftsmusik? Globale Klimaerwärmungen sind doch schon ein sehr aktuelles Thema, die hier im Buch ja zu verweisten Landstrichen geführt hat.

Ein Buch, das den Leser gekonnt unterhält, aber nicht mal eben nebenbei gelesen werden kann.

Ein Buch, das moralische Fragen aufwirft und die Frage in den Raum stellt, ob alles machbare auch wirklich umgesetzt werden sollte.

Ein Buch das Gefahren aufzeigt, die wir jetzt noch gar nicht vollkommen überblicken können.

Bewertung vom 07.02.2020
Wertschätzungen
Eckstein, Hans-Joachim

Wertschätzungen


ausgezeichnet

Der Autor ist Professor für das Neue Testament und lehrte an verschiedenen Universitäten. In diesem Sammelband veröffentlicht er eigene GEdanken, Gedichte und Gebete, die er zunächst für sich selber festgehalten hat, um sie für seine eigene Lebensgestaltung immer vor Augen zu haben. Seine Erkenntnisse teilt er mit uns , den Lesern, um zwischen Evangelium und Alltag eine Verbindung zu schaffen.Er setzt sich in diesem Buch mit der Liebe Gottes , unserem Glauben an ihn, unserer Hoffnung auf ihn , unseren Schwächen und unserer Suche nach Gott auseinander.Die einzelnen voneinander unabhängigen Texte eigenen sich sehr gut, um Abends nochmal in sich zu gehen. Der Bezug zum neuen und auch alten Testament ist immer gegenwärtig. Einige Gedankengänge sind mir persönlich zu tiefgründig und auch schwierig nachzuvollziehen. Aber eine Vielzahl von Texten haben mich auch sehr angesprochen. DAs Buch kann auf keine Fall in einem Rutsch durchgearbeitet werden. Dann geht zuviel verloren. Aber jeden Tag ein paar Texte zu lesen , die den LEser dann zum Nachdenken und Umdenken anregen können, sind sehr inspirierend. Noch schöner wäre es einige Texte mit Gleichgesinnten durchzusprechen.

Bewertung vom 04.02.2020
Spuren deines Lichts
Brown, Sharon Garlough

Spuren deines Lichts


ausgezeichnet

Die Sozialarbeiterin Wren leidet schon länger an Panikattacken und Depressionen. Nach einem Zusammenbruch und einem Klinikaufenthalt sucht sie Hilfe bei einer Verwandten, die ähnliches durchgestanden hat. Der Maler Vincent van Gogh inspiriert sie durch seine eigene Geschichte und seine Bilder. Und sie beginnt selber wieder zu malen. Seelsorgerische Gespräche mit ihrer Pastorin und ihrer Tante geben ihr Halt und einfache Arbeiten ihren Tagen Struktur. Als allerdings ein früherer sehr guter Freund mit eigenen schweren Problemen bei ihr auftaucht, erleidet sie einen Rückfall.

Diese Geschichte hat mich von Anfang an in den Bann gezogen. Wer selber mit Depressionen zu kämpfen hat, kann Wrens Gedankengänge nur allzugut nachvollziehen. Der Autorin gelingt es wunderbar Wrens Suche nach Hilfe einzufangen. Der Schreibstil ist flüssig und sehr emotional. Wrens Vorliebe für Vincent van Gogh ist in seiner persönlichen Geschichte begründet. Seine und auch Wrens Malerei helfen Beiden bei der Aufarbeitung innerer Kämpfe. Da ich selber male, haben mich besonders diese Stellen im Buch sehr angesprochen. Wrens Eltern haben durch ihren eigenen gelebten Glauben bei Wren ein festes Fundament an christlichen Werten gelegt, die ihr jetzt helfen. Sie lernt selbst in der tiefsten Dunkelheit und Verzweiflung noch ein Licht zu sehen. Sie malt eine Hand , die sie trägt und in der sie Gott erkennt. Im Leiden Christi sieht sie Bestärkung für sich selber. Sie beschäftigt sich mit der Bibel und gerade diese Erkenntnisse Wrens verleihen diesem Buch Tiefe und Wirkung. Die Charaktere und deren Entwicklung werden von der Autorin authentisch und glaubhaft ausgearbeitet. Wie schwierig es ist mit psychisch kranken Menschen umzugehen wird sehr gut verdeutlicht. Schon die kleinsten Alltagsdinge können schwerfallen und Probleme Anderer können unüberwindliche Hindernisse darstellen. Das ganze Umfeld ist betroffen.

Mit diesem Roman ist der Autorin ein vielschichtiges und sehr tiefgründiges Werk gelungen, was mich persönlich sehr angesprochen hat.

Bewertung vom 30.01.2020
Meine Mutter, das Alter und ich
Jungwirth, Katja

Meine Mutter, das Alter und ich


sehr gut

Die Autorin schildert in diesem Buch einige Erlebnisse mit ihrer pflegebedürftigen Mutter, die sich einsam fühlt und viel von ihrer Tochter einfordert.

Der Schreibstil ist flüssig und die einzelnen Ereignisse werden in voneinander unabhängigen Kapiteln wiedergegeben.

Schnell wird dem Leser die Überforderung und Hilflosigkeit der Tochter gegenüber dem einnehmenden Wesen der Mutter vor Augen geführt. An Sohn und Tochter werden unterschiedliche Anforderungen gestellt und die Befindlichkeiten der anderen Familienmitglieder spielen für die Mutter keine große Rolle mehr. Andere Kontakte gibt es aus den unterschiedlichsten Gründen kaum mehr. Und so gerät die Tochter, trotz eigener Familie immer mehr in Zugzwang. Sie möchte helfen, macht es der Mutter meistens aber nicht recht.

Wer kennt das nicht aus der eigenen Familie. Wobei ich den Eindruck habe, das diese Mutter wirklich äußerst egozentrisch ist.

Den in der Inhaltsangabe angepriesenen Humor habe ich teilweise vermisst. Ich habe ihn eigentlich nur im Ansatz wahrgenommen , hauptsächlich in der bildhaften Darstellung der einzelnen Kapitel .Die Autorin erkennt gut bewußte Manipulationen der Mutter und manipuliert sie im Gegenzug ebenfalls. Dies hat mich etwas schmunzeln lassen.

Beide Mutter und Tochter leiden , suchen Hilfe, verwerfen unbefriedigende Lösungen und werden von Gefühlen dominiert.Beide trauern um das Gewesene und versuchen so gut wie möglich mit dem Gegenwärtigen fertig zu werden.

Ich erkenne mich und meine Familie in einigen der Erzählungen wieder und fühle mit der Tochter mit. Dieses Abkapseln von Freunden , der Rückzug auf die eigenen vier Wände, das Abblocken von fremder Hilfe, die unterschiedliche Behandlung von Sohn und Tochter , die implizierten Vorwürfe kenne ich nur zu gut. Das Buch hilft dem LEser zwar nicht direkt , aber läßt einen gut erkennen das es anderen Familien nicht anders geht und ändert vieleicht ein bißchen die eigene Sichtweise.

Manipulation statt Konfrontation.

Bewertung vom 17.01.2020
Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten
Hajek, Jutta

Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten


sehr gut

Dieses halbbiographische Buch erzählt die Lebensgeschichte einer blinden Familie beginnend im zweiten Weltkrieg.

Die Liebe und Weitsicht der Eltern bewahrt das fast blinde Mariechen vor Hadamar. Sie lernt ihr Leben selbstbestimmt zu leben und bekommt mit dem blinden Josef zwei Söhne, die ebenfalls fast blind sind. Aus dem ganzen Text spricht ein starker christlicher Glaube, den Stefan und Christof von ihren Eltern vermittelt bekommen haben und der auch ihre Berufswahl stark beeinflußt. Beide Brüder müssen hart arbeiten, um ihr Berufsziel zu erreichen. Sie haben aber auch immer Menschen um sich, die sie gerne unterstüzen. Was auch heute nicht immer als selbstverständlich angesehen werden kann.

Die einzelnen Teile des Buches werden in ich-Form geschrieben und man merkt, das der Schreibstil der Autorin von der jeweiligen Erzähl-Person stark beeinflußt wird. Gerade der erste Teil erscheint mir manchmal vom Sprachgebrauch her einfach und altertümlich, ebenso wie die damaligen Moralvorstellungen.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig, konnte mich aber nicht immer ansprechen. Am Ende des Buches kommt die Autorin selber zu Wort und berichtet etwas über die Entstehungsgeschichte des Buches .

Mich persönlich hätte die Zeit im zweiten Weltkrieg noch stärker interessiert.

Hadamar und deren Wirken schien im Dorf bekannt zu sein. Es wäre interessant gewesen Mariechens Mutter zu Wort kommen zu lassen.

Sehr bewegt haben mich Stefans GEdanken zu eigenen Kindern. Seine Lebensbejahung und seine Zuversicht ist wirklich erstaunlich.

Dieser LEbensbericht ist erstaunlich positiv gestimmt und von einem christlichen Glauben geprägt worden, der sich so nicht allen Menschen erschließt. Es ist schön zu lesen, das es beim Thema Integration behinderter Menschen zumindest hier im Buch keine BErührungsängste gibt. Im Alltag habe ich das eher andere Erfahrungen gerade auf dem ersten Arbeitsmarkt gemacht.

Den Titel des Buches finde ich übrigens genial.

Wenn ich als Blinder die Grenzen nicht sehe, können sie mich nicht aufhalten.

Bewertung vom 09.01.2020
Falling Skye (Bd. 1)
Frisch, Lina

Falling Skye (Bd. 1)


ausgezeichnet

Im Amerika der Zukunft muß sich jeder Jugendliche einer Testung unterziehen, die ihn dem Trait Ratio oder Senso zuordnet. Den Rationalen steht die Welt offen, während die Emotionalen zu ihrem eigenen Schutz strengen Regeln unterliegen.
Die 16-jährige Skye lebt bei ihrem rationalen Vater, der als Ratsherr eine gehobene Stellung inne hat. Als sie zu den Prüfung einberufen wird, geraten ihre bisherigen Überzeugungen ins Wanken. Sie beginnt den wirklichen Sinn der Kristallisierung zu hinterfragen und erfährt dabei einiges über sich selber.

Der Schreibstil des Buches ist flüssig und der Sprachgebrauch ist auf eine jugendliche Leserschaft ausgerichtet. Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt. Und mit der Ankunft im Prüfungszentrum wurde es richtig spannend. Skye lernt neue Leute kennen und alte Freunde richtig einzuschätzen.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so das der Leser auch unterschiedliche Standpunkte kennenlernt. Die Charaktere entwicklen sich im Laufe der Story weiter. Es ist nicht immer alles so wie es auf Anhieb erscheint.
Den Menschen werden Ansichten eingeflüstert, hinter denen nicht immer lautere Absichten stecken. Skye lernt sich selber ein Bild zu machen und das es nicht so einfach ist nur rational oder emotional zu sein.
Die starke Überwachung der Testpersonen ist schon beängstigend und erinnert den Leser, das selbst wir heute gar nicht so genau wissen, wie wir überall ausgespäht werden.
Das Ende läßt noch genug Potential für einen zweiten Teil über.
Ein unterhaltsames Buch, das zum Nachdenken anregt und mehr Bezug zur Realität hat als man auf Anhieb denkt.

Bewertung vom 16.12.2019
Neues aus Bethlehem
Brunner, Markus

Neues aus Bethlehem


sehr gut

Dieses optisch sehr schön gestaltete Weihnachtsbüchlein beinhaltet 15 wunderbare Weihnachtsgeschichten, die dem LEser in unterschiedlichster Weise vor Augen führen , was der eigentliche Ursprung unseres Weihnachtsfestes ist. Die Weihnachtsbotschaft tritt heute leider immer mehr in den Hintergrund. Und genau das wird durch den Autor wieder gerade gerückt. Die biblische Geschichte wird hier u.a. in modernen Varianten und aus unterschiedlichen teils unerwarteten Perspektiven erzählt. Der Weihnachtsgedanke ist in alltäglichen Situationen genauso zu finden wie in der Geburt Christi. Die einzelnen Geschichten bringen den Leser zum Schmunzeln und auch zum Nachdenken.

Der Schreibstil ist sehr ansprechend und flüssig. Die einzelnen Geschichten lassen sich gut lesen. Die anschließenden Vertiefungen hätte ich nicht gebraucht, weil die Geschichten an sich schon sehr tief gehen. Aber für zusätzliche Gedankenanregungen sind sie nicht schlecht. Ich habe selten so schön stimmige Geschichten gelesen, die den Weihnachtsgedanken auf verschiedenste Weisen dem LEser näher bringen. Besonders die Sichten der verschiedenen Engel waren Interessant zu lesen .

Bewertung vom 15.12.2019
Das Verschwinden der Jamie Mason
Goddard, Elizabeth

Das Verschwinden der Jamie Mason


ausgezeichnet

Willow´s Großvater stirbt bei einem vorgetäuschten Unfall, als er sich auf die Suche nach der vor 21 Jahren als Baby entführten Jamie macht. Als Willow diese Suche fortsetzt, gerät sie ebenfalls in Lebensgefahr. Ihr Ex-Freund Austin hilft Willow. Bei der gefährlichen Suche wird schnell klar, das zwischen Willow und Austin trotz ungeklärter Probleme noch tiefe Gefühle füreinander vorhanden sind.

Die Handlung startet sofort sehr actionreich und spannend. Der flüssige und emotionsgeladene Schreibstil nimmt den LEser schnell gefangen. Geheimnisse, die in der VErgangenheit liegen werden langsam offenbart. Die Gründe für die damalige Entführung sind sehr verwickelt und komplex. Sie werden erst sehr spät schrittweise aufgedeckt. Falsche Fährten werden zunächst verfolgt und alte Konflikte beigelegt.
Der christliche Glaube hilft Austin und Willow durch viele Gefahren, wobei ich nicht verstanden habe, wer Austin diese Werte vermittelt hat. Die Charakterdartellung der Hauptpersonen ist sehr gelungen. Die inneren Zweifel und Ängste werden gekonnt in die Handlung eingefügt. An einigen Stellen hatte ich manchmal den Eindruck, das Austin und Willow doch langsam mal zu ihren Gefühlen stehen sollten. Dies wurde für meine Begriffe künstlich hinausgezögert. Um so glaubhafter entwickelt sich am Ende die glückliche Auflösung aller Verbrechen und vergangener Konflikte. Das Buch hat mich gut unterhalten ud gezeigt, das chrsitliche Werte auch heute noch eine Hilfe darstellen können.

Bewertung vom 14.12.2019
Tanz mit mir, Aurelia
Müller, Titus

Tanz mit mir, Aurelia


ausgezeichnet

John und Aurelia leben Beide im Jahr 1647 in London. Allerdings kommen die Beiden aus sehr unterschiedlichen Welten. John wächst bei seinem Onkel auf, der ein strenger Puritaner ist, während Aurelias Vater ein einst wohlhabender Graveur ist. Ihre Familie erwarte von ihr eine Heirat mit einem wohlhabenden Adligen, als Aurlia den Wasserträger John kennen und lieben lernt. Beide beginnen ihre sehr unterschiedlichen Weltanschauungen zu überdenken. Aber können Sie ihren Familien wirklich widerstehen und zu ihren Gefühlen stehen?

Der Roman zeigt die sehr unterschiedlichen Lebensumstände und christlichen Wertevorstellungen der Puritaner und der einstigen Anhänger der Monarchie sehr gekonnt auf. In der Beschreibung zweier Einzelschicksale , die Beide abwechselnd zu Wort kommen, veranschaulicht der Autor die historischen Gegebenheiten dieser Zeit sehr einprägsam und deutlich. Besonders im Ritus des Weihnachtsfestes kommen die Unterschiede zum tragen. Der Schrebstil ist flüssig und die Charakterentwicklung der Hauptakteure glaubhaft und sehr emotional. Persönliche GEfühle stehen gegen unterschiedliche Wertevorstellungen. Die BEreitschaft eigene Voruteile abzubauen , in dem man Nähe zuläßt und Erfahrungen austauscht , ist dabei die Voraussetzung für gegenseitiges Verständnis. Am Weihanchten kommt es zu einer Annäherung beider Familien, die fast dramatisch endet. Nur die Liebe zu den eigenen Kindern und die Bereitschaft Andersdenkenden verständnisvoll gegenüberzutreten, verhindert schimmeres. Leider war die Geschichte genau an diesem Höhepunkt zu ende. Wie gern hätte ich erfahren, bo diese Liebe eine Zukunft hat. Das Nachwort mit den historischen Daten verdichtet noch die Nachhaltigkeit des Buches.

Ein Roman dessen friedvolle Botschaft besonders in die Weihnachtszeit paßt.

Bewertung vom 19.11.2019
Draussen
Klüpfel, Volker; Kobr, Michael

Draussen


sehr gut

Cayenne und ihr Bruder Joshua werden von ihren Ziehvater Stefan darauf gedrillt immer wachsam zu sein und soziale Kontakte zu meiden. Er fürchtet eine nicht näher beschriebene Gefahr, die ihn dazu bringt Cayenne und Joshua mit extremen Survivaltraining zu unterrichten. Cayenne zweifelt mittlerweile an dieser Gefahr bis sie angegriffen wird und die Situation eskaliert.

Der Roman startet sofort sehr actionreich und spannend. Und der LEser wird sofort mit sich aufwerfenden Fragen konfrontiert. Die Handlung besitzt mehrere Handlungsstränge von denen einer einen Rückblick darstellt. Erst im Laufe der Geschichte werden die Zusammenhänge langsam klarer, wobei die Charaktere manchmal doch eher an der Oberfläche bleiben. Stefan nimmt man besonders am Ende seine Motive nicht immer ab.

Interessante Aspekte werden spannungsanreichernd in die Story eingebunden. Dazu zählt die fragwürdige Moral einiger Fremdenlegionäre, politische Manipulationen von Machtmenschen, extremes Survivaltraining im Wald , die Prepperszene und die Auswirkungen eines allumfassenden Stromausfalls .

Am Ende kommt es zu einer überraschenden Wendung, wobei die emotionalen Reaktionen der Akteure mich nicht überzeugt haben.

Der Schreibstil ist flüssig und spannend. Allerdings haben mich einige Handlungen und Verhaltensweisen nicht überzeugt. Sie erscheinen mir zu konstruiert und teilweise unlogisch.

Am Ende bin ich doch ein kleines bißchen enttäuscht zurückgeblieben.