Der Seidenspinner / Cormoran Strike Bd.2 - Galbraith, Robert
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Ein neuer Fall für Cormoran Strike
Als der Romanautor Owen Quine spurlos verschwindet, bittet seine Frau den privaten Ermittler Cormoran Strike um Hilfe. Es ist nicht das erste Mal, dass Quine für einige Tage abgetaucht ist, und sie möchte, dass Strike ihn findet und nach Hause zurückbringt. Doch schon zu Beginn seiner Ermittlungen wird Strike klar, dass mehr hinter Quines Verschwinden steckt, als seine Frau ahnt. Der Schriftsteller hat soeben ein Manuskript vollendet, das scharfzüngige Porträts beinahe jeder Person aus seinem Bekanntenkreis enthält. Sollte das Buch veröffentlicht werden,…mehr

Produktbeschreibung
Ein neuer Fall für Cormoran Strike

Als der Romanautor Owen Quine spurlos verschwindet, bittet seine Frau den privaten Ermittler Cormoran Strike um Hilfe. Es ist nicht das erste Mal, dass Quine für einige Tage abgetaucht ist, und sie möchte, dass Strike ihn findet und nach Hause zurückbringt. Doch schon zu Beginn seiner Ermittlungen wird Strike klar, dass mehr hinter Quines Verschwinden steckt, als seine Frau ahnt. Der Schriftsteller hat soeben ein Manuskript vollendet, das scharfzüngige Porträts beinahe jeder Person aus seinem Bekanntenkreis enthält. Sollte das Buch veröffentlicht werden, würde es Leben zerstören zahlreiche Menschen hätten also allen Grund, Quine zum Schweigen zu bringen.
Als Quine tatsächlich tot aufgefunden wird, brutal ermordet unter bizarren Umständen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um das wahre Motiv des skrupellosen Mörders aufzudecken eines Mörders, wie Strike ihm noch nie zuvor begegnet ist ...

Absolut fesselnd und voller unerwarteter Wendungen: Der Seidenspinner ist der zweite Roman der hochgelobten Krimiserie um den Ermittler Cormoran Strike und seine entschlossene junge Assistentin Robin Ellacott.
  • Produktdetails
  • Cormoran Strike Bd.2
  • Verlag: Blanvalet
  • Seitenzahl: 671
  • 2014
  • Ausstattung/Bilder: 2014. 672 S. 215 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 146mm x 53mm
  • Gewicht: 880g
  • ISBN-13: 9783764505158
  • ISBN-10: 376450515X
  • Best.Nr.: 40784583
Autorenporträt
Robert Galbraith ist das Pseudonym von J. K. Rowling, die mit "Der Ruf des Kuckucks" ihr erstes hochgelobtes Krimidebüt vorlegt.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Fritz Göttler hat der zweite Kriminalroman der hier unter dem Pseudonym Robert Galbraith schreibenden Harry Potter-Erfinderin Joanna K. Rowling gut gefallen. Erneut trifft er auf den einbeinigen Privatermittler Cormoran Strike, der hier von Rowling in grausamen Details beschriebene Morde aufzuklären hat und sich nebenbei mit den schmerzlichen Erinnerungen an eine vergangene Liebe herumschlägt. Darüber hinaus liest Göttler in diesem Krimi, der typische Elemente des Genres nur am Rande behandelt, auch ein gelungenes Verwirrspiel über den Literaturbetrieb. Insbesondere lobt der Rezensent den "Realismus des Theatralischen", mit dem die Autorin an elisabethanisches Theater erinnernde Tableaus entwirft.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 17.01.2015
Tragödie vom Rächer
„Der Seidenspinner“ - Joanne K. Rowlings zweiter Krimi unter dem Pseudonym Robert Galbraith
Die Konfrontation mit dem Tod kommt nicht wirklich unerwartet, aber sie ist dann doch schockierend und scheußlich selbst für einen Privatdetektiv: „Auf der Schwelle zögerte Strike nur kurz, um den Hemdärmel über seine nackte Hand zu ziehen, damit er keine Spur an der Klinke hinterließ . . . Er hatte den Tod erwartet, aber nicht das. Ein Kadaver . . . Doch was wie ein geschlachtetes Schwein aussah, trug Menschenkleidung.“
  Die detaillierte Beschreibung des mörderischen Arrangements wird hier nicht zitiert werden. Cormoran Strike ist solcherlei natürlich gewohnt. Er ist Sohn eines Rockmusikers, war Soldat in Afghanistan, hat durch eine Bombeeinen Unterschenkel verloren und schlägt sich nun als Privatermittler durch, mit den üblichen schnüfflerischen Aufträgen. Sie halten ihn auf Trab, quer durch London, in den U-Bahnen und Gassen. Die Entdeckung oben macht er in der Talgarth Road, Nummer 179. „Obwohl London reich an baulichen Anomalien dieser Art war, hatte er noch nie Gebäude gesehen, die so wenig zu ihrer Umgebung passten. Die alten Häuser standen in einer würdevollen Reihe wie dunkelrote Relikte aus einer optimistischeren, fantasievolleren Zeit, während vor ihnen unaufhörlich der Verkehr in beiden Richtungen vorüberrumpelte.“
  Im kalten Winter 2001 friert Cormoran Strike häufig, das Bein schmerzt, und wilde Erinnerungen brechen auf an eine schmerzliche Liebe zu einer Frau, die ihn lange gefesselt und dann verlassen hat, und die nun auf dem Titelbild des Tatler ist – sie wird einen Viscount heiraten . . . „Der Seidenspinner“ ist Cormorans zweiter Fall, beim ersten, „Der Ruf des Kuckucks,“ wurde erst allmählich klar, dass sich hinter Robert Galbraith Joanne K. Rowling verbarg, die erfolgreiche Schöpferin von Harry Potter. Sie wollte raus aus dem lästigen Korsett des Ruhms, einen jungfräulichen Neustart wagen in einem ganz anderen Genre.
  Auch der Autor Owen Quine, dessen Geschichte im „Seidenspinner“ ausgeweidet wird, treibt sein Spielchen mit dem Literaturbetrieb. Ein Manuskript, „Bombyx Mori“, zirkuliert von ihm, in dem es derb zur Sache geht und das als böser Schlüsselroman gelesen wird. Owen Quine selbst ist verschwunden, und Cormoran Strike soll ihn finden. Bombyx Mori ist der Gattungsname für den Seidenspinner.
  Die Versatzstücke des Krimis – Spurensuche, Befragung, Hypothesen – nutzt der Roman nur oberflächlich, und er ist überhaupt nicht aus auf die Behaglichkeit des Genres. Der äußeren Kälte der Stadt entspricht eine innere. „War es ein gutes Gefühl, sich durch Ihren gesamten Bekanntenkreis zu schänden und zu morden“, fragt Strike bei der Abrechnung, „eine einzige gewaltige Explosion der Bösartigkeiten und Obszönitäten . . .“ Die Welt ist hässlich, und diese Hässlichkeit wird dargestellt mit dem Realismus des Theatralischen. Der Roman ist eine Folge von Tableaus, ausgemalt in unerbittlicher, perfider Kleinteiligkeit. Und das Geschehen entpuppt sich, im wahrsten Sinn des Wortes, als elisabethanisches Theater – dessen große Autoren haben die Motti für die Kapitel geliefert, Ben Jonson, John Webster, Christopher Marlowe, und auch der ganz frühe Shakespeare. Thomas Middleton, „The Revenger’s Tragedy. „Wendet die Seideraupe fürwahr ihr gelbes Müh’n / Auf für Euch? Für Euch gibt sie ihr Leben hin?“
FRITZ GÖTTLER
Robert Galbraith: Der Seidenspinner. Aus dem Englischen von Wulf Bergner, Christoph Göhler, Kristof Kurz. Blanvalet Verlag, München 2014. 672 Seiten, 19,99 Euro. E-Book 15,99.
Die einst heftig geliebte Frau
findet Cormoran nun
auf dem Titelbild des „Tatler“
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"Dass mir [Der Seidenspinner] großes Vergnügen bereitet, liegt daran, dass es eine in der literarischen Welt spielende Satire auf die Usancen eitler Autoren, gieriger Agenten und bornierter Verleger ist - nicht zu vergessen die ahnungslosen Kritiker."
Tragödie vom Rächer

„Der Seidenspinner“ - Joanne K. Rowlings zweiter Krimi unter dem Pseudonym Robert Galbraith

Die Konfrontation mit dem Tod kommt nicht wirklich unerwartet, aber sie ist dann doch schockierend und scheußlich selbst für einen Privatdetektiv: „Auf der Schwelle zögerte Strike nur kurz, um den Hemdärmel über seine nackte Hand zu ziehen, damit er keine Spur an der Klinke hinterließ . . . Er hatte den Tod erwartet, aber nicht das. Ein Kadaver . . . Doch was wie ein geschlachtetes Schwein aussah, trug Menschenkleidung.“

  Die detaillierte Beschreibung des mörderischen Arrangements wird hier nicht zitiert werden. Cormoran Strike ist solcherlei natürlich gewohnt. Er ist Sohn eines Rockmusikers, war Soldat in Afghanistan, hat durch eine Bombeeinen Unterschenkel verloren und schlägt sich nun als Privatermittler durch, mit den üblichen schnüfflerischen Aufträgen. Sie halten ihn auf Trab, quer durch London, in den U-Bahnen und Gassen. Die Entdeckung oben macht er in der Talgarth Road, Nummer 179. „Obwohl London reich an baulichen Anomalien dieser Art war, hatte er noch nie Gebäude gesehen, die so wenig zu ihrer Umgebung passten. Die alten Häuser standen in einer würdevollen Reihe wie dunkelrote Relikte aus einer optimistischeren, fantasievolleren Zeit, während vor ihnen unaufhörlich der Verkehr in beiden Richtungen vorüberrumpelte.“

  Im kalten Winter 2001 friert Cormoran Strike häufig, das Bein schmerzt, und wilde Erinnerungen brechen auf an eine schmerzliche Liebe zu einer Frau, die ihn lange gefesselt und dann verlassen hat, und die nun auf dem Titelbild des Tatler ist – sie wird einen Viscount heiraten . . . „Der Seidenspinner“ ist Cormorans zweiter Fall, beim ersten, „Der Ruf des Kuckucks,“ wurde erst allmählich klar, dass sich hinter Robert Galbraith Joanne K. Rowling verbarg, die erfolgreiche Schöpferin von Harry Potter. Sie wollte raus aus dem lästigen Korsett des Ruhms, einen jungfräulichen Neustart wagen in einem ganz anderen Genre.

  Auch der Autor Owen Quine, dessen Geschichte im „Seidenspinner“ ausgeweidet wird, treibt sein Spielchen mit dem Literaturbetrieb. Ein Manuskript, „Bombyx Mori“, zirkuliert von ihm, in dem es derb zur Sache geht und das als böser Schlüsselroman gelesen wird. Owen Quine selbst ist verschwunden, und Cormoran Strike soll ihn finden. Bombyx Mori ist der Gattungsname für den Seidenspinner.

  Die Versatzstücke des Krimis – Spurensuche, Befragung, Hypothesen – nutzt der Roman nur oberflächlich, und er ist überhaupt nicht aus auf die Behaglichkeit des Genres. Der äußeren Kälte der Stadt entspricht eine innere. „War es ein gutes Gefühl, sich durch Ihren gesamten Bekanntenkreis zu schänden und zu morden“, fragt Strike bei der Abrechnung, „eine einzige gewaltige Explosion der Bösartigkeiten und Obszönitäten . . .“ Die Welt ist hässlich, und diese Hässlichkeit wird dargestellt mit dem Realismus des Theatralischen. Der Roman ist eine Folge von Tableaus, ausgemalt in unerbittlicher, perfider Kleinteiligkeit. Und das Geschehen entpuppt sich, im wahrsten Sinn des Wortes, als elisabethanisches Theater – dessen große Autoren haben die Motti für die Kapitel geliefert, Ben Jonson, John Webster, Christopher Marlowe, und auch der ganz frühe Shakespeare. Thomas Middleton, „The Revenger’s Tragedy. „Wendet die Seideraupe fürwahr ihr gelbes Müh’n / Auf für Euch? Für Euch gibt sie ihr Leben hin?“

FRITZ GÖTTLER

Robert Galbraith: Der Seidenspinner. Aus dem Englischen von Wulf Bergner, Christoph Göhler, Kristof Kurz. Blanvalet Verlag, München 2014. 672 Seiten, 19,99 Euro. E-Book 15,99.

Die einst heftig geliebte Frau
findet Cormoran nun
auf dem Titelbild des „Tatler“

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