Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Taluzi
Danksagungen: 69 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 563 Bewertungen
Bewertung vom 31.05.2020
Küstenmord in Harlesiel. Ostfrieslandkrimi
Uliczka, Rolf

Küstenmord in Harlesiel. Ostfrieslandkrimi


ausgezeichnet

Im idyllischen Küstenort Harlesiel wird die Leiche eines jungen Journalisten gefunden. Für die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens von der Kripo Wittmund beginnen die Ermittlungen. Wer hatte Grund Fabian Kluge zu ermorden? Hat es was mit seinen geheimen Recherchen in der Hochseefischerei zu tun? Aber wieso ist seine Freundin Julia spurlos verschwunden? Ist sie für den Tod von Fabian Kluge verantwortlich? Oder schwebt sie sogar in Lebensgefahr?

„Küstenmord in Harlesiel“ von Rolf Uliczka ist der 10. Band mit den Ermittlern Bert Linnig und Nina Jürgens. Alle Bände können unabhängig voneinander gelesen werden, da in jedem Buch ein abgeschlossener Fall behandelt wird. Nur das Privatleben von Bert und Nina geht weiter.
In diesem Fall steht Nina und ihr neuer Kollege Oke im Vordergrund. Oke passt gut ins Team und hilft entscheidend mit den Fall zu lösen durch seine Kontakte in den Niederlanden.
Der Journalist, der ermordet wird, recherchierte in der Hochseefischerei. Er dokumentierte die Plünderungen der Meere zum Zwecke des Profits. Damit begab er sich natürlich in großer Gefahr.
Auch wenn das Büchlein nur 180 Seiten hat, so ist es doch gefüllt mit jeder Menge Regionalität und Küstenflair, Wissensvermittlung und aktuellen Umweltthemen, so mancher Wendung und falscher Fährte im Kriminalfall. Es ist immer wieder faszinierend wie der Autor dies schafft.
Von mir gibt es natürlich 5 Sterne und ein dickes Plus. Ich freue mich auf weitere Bücher von Rolf Uliczka.

Bewertung vom 31.05.2020
Die nach den Sternen greifen / Das Grand Hotel Bd.1
Benedikt, Caren

Die nach den Sternen greifen / Das Grand Hotel Bd.1


ausgezeichnet

Das imposante Grand Hotel der Familie von Plesow ist an der Uferpromenade von Binz nicht zu übersehen. Im Jahr 1924 blickt Bernadette voller Stolz auf ihr Hotel und ihre Familie. Ihr Mann ist leider bei einem Unfall ums Leben gekommen. Ihr Sohn Alexander soll einmal das Grand Hotel erben, Constantin hat sein eigenes Hotel in Berlin und Josephine sucht ihr Glück in der Kunst. Bernadettes größte Sorge ist ihre verwöhnte Tochter Josephine, die sich bei der Arbeit nicht die Finger schmutzig mache will, sondern von einer Künstlerdasein finanziert von der Mutter träumt. Was Bernadette nicht ahnt, das ihre Tochter ihre geringste Sorge ist. Nachdem ein Mann im Hotel auftaucht, der Wissen über das Familiengeheimnis der von Plesows hat, ist alles nicht mehr wie zu vor.

„Das Grand Hotel – Die nach den Sternen greifen“ von Caren Benedikt ist der Auftakt zu einer Familiesaga.
Das Hörbuch wird gelesen von Anne Moll. Sie hat eine angenehme Stimme, der man gut lauschen kann. Die Protagonistin Bernadette ist eine eiserne Lady, die nach außen wenig Gefühl zeigt oder auf Befindlichkeiten ihrer Mitmenschen eingeht. Aber im Laufe der Geschichte zeigt sich ihre wahre Stärke alles von ihren Mitmenschen zu verlangen und dabei Güte walten zu lassen. Ganz besonders zeigt sich dies an dem Zimmermädchen Marie, die sie unter ihre Fittiche nimmt und ihr bewusst macht, was sie alles aus sich herausholen kann. Aber auch daran wie sie ihrem Erpresser auf den Zahn fühlt. Ihre Kinder Alexander und besonders Constantin haben diese Gabe machtvoll zu herrschen auch, allerdings fehlt ihnen die Güte und Wärme ihren Mitmenschen gegenüber.
Und genau das bringt die Familie ganz schön durch einander.
Die Handlungsorte sind Berlin und Binz auf Rügen. Gut dargestellt ist, wie unterschiedlich die Orte sind. In Binz ist es windig und ruhig. Dort sind viele Urlauber, die die Seele baumeln lassen wollen. Dagegen in Berlin blüht das Leben. Die Leute wollen Spaß haben und sich unterhalten lassen. Es ist lauter und lebhafter. Beide Orte könnten nicht unterschiedlicher sein.
Ich geben dem Buch auf jeden Fall meine Hörempfehlung.

Bewertung vom 17.05.2020
Ein Mord, zwei Mütter und die Macht der Liebe
Moerke, Debra; Lambert, Cindy

Ein Mord, zwei Mütter und die Macht der Liebe


ausgezeichnet

Debra und ihr Mann sind seit Jahren Pflegeeltern und besitzen langjährige Erfahrungen. Als sie Hannah und ihre Geschwister aufnehmen, ahnen sie nicht wie sehr ihr Leben dadurch beeinflusst wird und wie viele Tiefen sie zu meistern haben.
Als Hannah und ihre Geschwister von heute auf morgen zurück zu ihrer leiblichen Mutter müssen, ahnt Debra, dass dies keine gute Entscheidung war.
Aber das die leibliche Mutter Karen Hannah ermordet, damit hätte keiner gerechnet.
Debra und ihre Familie sind entsetzt und voller Trauer. Sie finden in ihrem Glauben Halt.
Karen nimmt aus dem Gefängnis Kontakt zu Debra auf. Sie ist zu einer lebenslangen Haft verurteilt und wieder schwanger. Karen bittet Debra ihr ungeborenes Baby nach der Geburt zu nehmen.
Werden Debra und ihre Familie sich darauf einlassen?

„Ein Mord, zwei Mütter und die Macht der Liebe“ von Debra Moerke und Cindy Lambert ist die wahre Geschichte einer Familie.
Die Geschichte lässt sich flüssig und lebendig lesen. Der Leser steigt ein in Debras Leben und begleitet sie. Debra ist eine starke und gläubige Frau. Sie lässt sich durch nichts erschüttern und findet ihren Halt im Glauben. Sie vertraut Gott und nimmt seine Entscheidungen an ohne damit zu hadern. Deutlich wird dies durch Hannahs Tod und später durch Debras Erfahrungen mit dem Jugendamt. Sie schafft es immer wieder auf die Menschen zu zugehen. Der Kindsmörderin Karen reicht sie die Hand. Wer hätte diese Stärke?
Gott gibt ihr diese Stärke. Der christliche Glaube ist in diesem Buch sehr präsent und spielt eine große Rolle.
Das Buch und die Geschichte von Debra und ihrer Familie erzählt von Stärke, dem Glauben und einer durchweg positiven Einstellung. Dafür gibt es die volle Leseempfehlung.

Bewertung vom 16.05.2020
Schwarzer Fjord
Koch, Sven

Schwarzer Fjord


ausgezeichnet

Liv wacht nach einem Treppensturz in einem dänischen Krankenhaus auf. Nur vage kann sie sich erinnern was in den letzen Tagen zuvor passiert ist. Sie ist zum Ringkobingfjord gereist, um ihre Freundin Vigga zu suchen. Vigga ist spurlos verschwunden und ihr Mann Magnus ist völlig verzweifelt. Welchen Grund sollte Vigga haben von heute auf morgen zu verschwinden? Liv merkt schnell, dass da noch mehr hintersteckt und gerät selber in eine bedrohliche Lage.
Bei dem Gespräch mit der Polizei wird ihr klar, dass sie die Hauptverdächtige ist. Schließlich wurde sie mit der Kleidung von Vigga gefunden. Liv ist klar, dass sie so schnell wie möglich aus dem Krankenhaus verschwinden muss, um ihre Unschuld zu beweisen.

„Schwarzer Fjord“ von Sven Koch ist der zweite Dänemark Thriller nach „Kalte Sonne“.
Der Schreibstil ist lebendig und nimmt einen von Anfang an in seinen Bann. Die Handlung schreitet schnell voran und durch manche Wendung im Geschehen ist es spannend. Beim Lesen weiß, man manches mal selber nicht was man von der Protagonistin Liv halten soll und ihr glauben kann.
Der Thriller wird aus Livs Sicht in der Ich-Perspektive erzählt. Liv hat als Kind eine traumatische Erfahrung gemacht, die sie bis heute beschäftigt und Auswirkungen auf ihr Leben hat. Durch das Verschwinden ihrer Freundin und dem Treppensturz werden alte Traumata wieder erweckt. Dennoch bleibt Liv stark und setzt alles dran, das Verschwinden von Vigga aufzuklären und ihre Unschuld zu beweisen.
Durch dezente Landschaftsbeschreibungen kam beim Lesen auch Urlaubsfeeling auf und die Sehnsucht nach Dänemark.
Alles in Allem ein absolut lesenswertes Buch.

Bewertung vom 12.05.2020
Offene See
Myers, Benjamin

Offene See


weniger gut

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in England ist Robert mit der Schule fertig und müsste nun eigentlich in den Bergbau wie alle Männer seiner Familie. Aber bevor er in die Dunkelheit und Enge abtaucht, will er die Weite des Meeres sehen. Mit Rucksack geht es raus in die Natur auf der Suche auch nach sich selbst.
Auf seiner Wanderung lernt er die ältere Frau Dulcie kennen. Sie lebt zurück gezogen in einem leicht heruntergekommenen Cottage. Sie bietet ihm einen Tee an und die Möglichkeit in ihrem verwilderten Garten zu übernachten. Schnell kommen sie ins Gespräch und Robert lauscht fasziniert ihren Erzählungen. Dulcies Ansichten und Erfahrungen sind so anders als das Weltbild seiner Herkunft. Als Dank für Speis und Trank hilft er ihr auf dem Grundstück und bringt ein altes Gartenhäuschen wieder in Schuss. Im Häuschen findet Robert ein Manuskript mit Gedichten, die bei Dulcie jede Menge Erinnerungen auslösen. Was steckt hinter der Geschichte des Manuskriptes?

„Offene See“ ist ein Roman aus der Feder des preisgekrönten Autors Benjamin Myers. Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive erzählt aus der Sicht von Robert. Robert kennt nur sein kleines Dörfchen und das einfache Leben einer Bergarbeiterfamilie. Auf seiner Wanderung wird er getrieben von der Sehnsucht. Mit der älteren Dulcie trifft er eine lebenserfahrene und weit herumgekommen Frau. Im Gärtchen bei Wein und leckerem Essen führen die beiden viele Gespräche.
Die Gespräche im Gärtchen waren am Anfang angenehm durch die romantische Vorstellung eines schönen Sommerabends, aber je weiter ich las desto mehr zogen sich die Landschaftsbeschreibungen und Erzählungen.
Die Charaktere entfalten sich im Laufe der Geschichte nicht so wie ich es erwartet habe. Robert bleibt undurchsichtig, fast wie ein leeres Blatt. Selbst zum Schluss als man einen Einblick erhält was er aus seinem Leben gemacht hat, bleibt sein Leben unscheinbar. Dulcie ist eine stärkere Persönlichkeit, die viel erlebt hat in ihrem Leben. Trotzdem bleibt auch ihr Charakter blass.
Wer mir beim Lesen richtig gut gefiel und mit Leben erfüllt war, war der Hund von Dulcie Butler. Für mich die eigentliche Hauptfigur in diesem Roman.
Leider konnte mich dieser Roman nicht überzeugen.

Bewertung vom 10.05.2020
Die Muskatprinzessin
Driessen, Christoph

Die Muskatprinzessin


gut

Im frühen 17. Jahrhundert lebt Eva in Holland. Ihr Vater Claes Cornelizoon Ment ist Bierbrauer, aber seine Geschäfte laufen schlecht. Daher kommt es ihm gerade recht, dass der wohlhabende Generalgouverneur der Vereinigten Ostindischen Compagnie, Jan Pieterszoon Coen, seine Tochter heiraten will.
Eva ist entsetzt, nicht nur, dass Coen 20 Jahre älter ist als sie, sondern sie träumte auch von einer Liebesheirat.
Sie fügt sich ihrem Schicksal. Aber schon schnell lernt sie die dunkle Seite ihres Mannes kennen. Sie folgt ihm mit ihrem Bruder und ihrem Kater Jasper nach Indien. Nach 8 Monaten auf hoher See erreichen sie als Herrscherpaar Ostindien. Hier wird sie wie eine Prinzessin behandelt und hat eine riesige Schar asiatischer Diener. Trotzdem ist das Land für sie fremd und faszinierend.
Sie merkt schnell, dass ihre Stellung ihr einen großen Einfluss gibt. Diesen nutzt sie um sich um benachteiligte Frauen und Kinder zu kümmern. Die Einheimischen verehren ihre Muskatprinzessin. Dagegen herrscht ihr Mann mit äußerster Strenge über das Land und seine Frau.
Wird Eva dennoch das Glück finden?

„Die Muskatprinzessin“ von Christioh Driessen ist ein historischer Roman, der historische Fakten rund um Eva Ment und der Zeit, in der sie lebte mit seiner fantasievollen Geschichte verknüpft. Anfangs viel der Einstieg in den Schreibstil etwas schwer. Besonders die Sprache und Ausdrucksweise der Charaktere kam mir nicht passend für die damalige Zeit vor. Hat man wirklich im 17 Jahrhundert folgende Begrifflichkeiten genutzt? Seite 51 „... dass eure Kunden ihre schmutzigen Pinsel in eure Farbtöpfe stecken und ihr doch sauber bleibt?“ oder auf Seite 71 „Der weibliche Ackerboden muss immer wieder vom Manne durchpflügt werden,....“ Mir schien es nicht passend und gab beim restlichen Lesen den Beigeschmack, dass ich mich oft bei den Schilderungen besonders in Amsterdam fragte, war das jetzt früher so oder ist es der Fantasie des Autors entsprungen.
Die Schilderungen in Indien gefallen mir recht gut. Auch die Beziehung zwischen Eva und ihrem Mann wird nachvollziehbar geschildert. Ihre heimliche Liebesgeschichte ist romantisch, aber auch sehr gewagt.
Ein Buch mit Höhen und Tiefen beim Lesen.

Bewertung vom 22.04.2020
Zara und Zoë - Tödliche Zwillinge / Die Profilerin und die Patin Bd.2
Oetker, Alexander

Zara und Zoë - Tödliche Zwillinge / Die Profilerin und die Patin Bd.2


gut

Die Profilerin Zara von Hardenberg hat einen Alptraum, indem über 1500 junge Frauen der Sommerakademie einem Terror-Anschlag zum Opfer fallen. Ein Alptraum, der schnell zur tödlichen Wahrheit werden könnte. Da Zara die beste Profilerin von Europol ist, findet sie jeden Hinweis und jedes Detail und ahnt die Schritte ihrer Gegner voraus. Allerdings bricht sie keine Regeln.
Um diesen schrecklichen Anschlag zu verhindern, braucht sie jemanden der sich um keine Regeln schert und auch illegal ein Ziel verfolgt. Dafür kann nur eine in Frage kommen. Ihre Zwillingsschwester Zoë. Zoë ist Patin der korsischen Mafia und kennt weder Gesetz noch Grenzen.
Um diesen Fall zu lösen, müssen die Zwillinge wieder ihre Rollen tauschen.

„Tödliche Zwillinge“ von Alexander Oetker ist der 2. Frankreich-Triller um das ungleiche Schwesternpaar. Oetker ist Journalist und Frankreich-Korrespondent. Sein Insiderwissen lässt er mit in seinen Thriller einfließen.
Der Schreibstil ist düster, rasant und brutal. Da erwartet man in der Regel einen männlichen Charakter als Hauptperson. Bei Oetker sind es aber zwei Charaktere und beide sind weiblich. Die Protagonistinnen können zudem nicht unterschiedlicher sein. Zara spürt Dinge voraus und hält sich an die Gesetze. Zoë ist eiskalt und brutal. Aber nur beide zusammen schaffen es den Anschlag zu verhindern.
Die Erzählperspektive, die Personen und Geschehnisse in verschiedenen Ländern wechseln häufig. Daher dauert es lange bis man die Zusammenhänge erahnt und durchdringt. Das mindert das Lesevergnügen, da man nicht in einen flüssigen Lesefluss kommt. Auch bleibt dadurch die Spannung etwas auf der Strecke.

Bewertung vom 13.04.2020
Abgefackelt / Paul Herzfeld Bd.2
Tsokos, Michael

Abgefackelt / Paul Herzfeld Bd.2


ausgezeichnet

Der Rechtsmediziner Paul Herzfeld wird von Kiel nach Itzehoe versetzt. Eine ruhige Stelle in der Pathologie soll ihm helfen nach seinem letzten Fall zur Ruhe zu kommen.
Seinen Mitarbeiter in Itzehoe vermeiden alle Gespräche nach seinem verstorbenen Kollegen, den er vertreten soll.
Die dortige Ruine des Klinikumarchivs zeugt von einem Flammenmeer, in dem nicht nur tausende Akten und Gewebeproben dem Feuer zum Opfer fielen, sondern auch Herzfelds Vorgänger in der Pathologie den Tod fand. Selbstmord heißt es. Aber das kann Herzfeld nicht glauben, denn es gibt viele Ungereimtheiten.
Je neugieriger er wird, desto mehr kommt er einem Skandal auf die Spur. Sein Vorgänger war einem Gesundheitsskandal auf der Spur. Und nun ist eine Killerin auf der Spur von Herzfeld. Wird Herzfeld aus diesem Fall auch Heil herauskommen?

„Abgefackelt“ von Michales Tsokos ist ein „true Crime“-Krimi, der auf wahren Begebenheiten und authentischen Ermittlungen beruht. Es ist der 2. Fall um Paul Herzfeld.
Herzfeld ist Rechtsmediziner. In seinem Beruf geht er auf und gibt 100 %. Seine Arbeit macht er detailliert und mit ganzer Leidenschaft. Sein Privatleben wird am Rande auch erwähnt. Herzfeld ist verlobt und hat eine kleine Tochter. Privat wünscht man Herzfeld mehr Leidenschaft für seine Familie, die kommt deutlich zu kurz.
Den ersten Band „Abgeschlagen“ muss man nicht vorher gelesen haben, um bei diesem Fall mit zu fiebern.
Es geht spannend los mit dem Prolog und bleibt auch bis zur letzten Seite spannend. Der Schreibstil ist lebendig. Detailliert beschreibt Tsokos die Abläufe der Obduktion. Das ist interessant und lehrreich. Hautnah erfährt man die Abläufe an einem Sektionstisch. Und trotzdem schreitet die Geschichte schnell voran. Die Kapitel sind kurz und ab und zu wird die Erzählperspektive gewechselt. Dann hat man Einblicke in das Handeln der Killerin, was zusätzlich die Spannung steigert.
Dieser Thriller ist absolut lesenswert, weil er spannend und authentisch ist.

Bewertung vom 13.04.2020
Darüber reden wir später
Achenbach, Cornelia

Darüber reden wir später


gut

Margret lebt mit ihrem Mann in einem Einfamilienhaus mit Garten. Ihre zwei Kinder sind längst ausgezogen. Ein routinierter und ruhiger Alltag hat sich eingestellt.
Bis eines Tages Gert beim Rasenmähen zusammen bricht. Gert liegt im Koma im Krankenhaus. Was wird aus ihm? Was wird aus Margret?
Sie beginnt sich Fragen zu stellen. Über ihre Leben, ihre Kindheit, über die Vergangenheit und die Vergangenheit ihrer Eltern und Geschwister.

„Darüber reden wir später“ ist das Debüt von Cornelia Achenbach. Der Roman erzählt die Geschichte von Margret. Sie hat geheiratet und zwei Kinder bekommen, die mittlerweile aus dem Haus sind. Als ihr Mann Gert ins Koma fehlt, fängt sie an sich zu fragen, was sie in ihrem Leben verpasst hat und was vielleicht anders gelaufen wäre, wenn....
Auch zu ihren Geschwistern Ingrid und Bernhard nimmt sie Kontakt auf. Sie erfährt, wie das Leben für ihre älteren Geschwister in den Kriegs- und Nachkriegszeiten war.
Der Schreibstil der Autorin ist klar und passt sich dem Alter der Protagonist an. Dennoch wird das Lesen etwas ausgebremst durch die vielen Gedankengänge und -sprünge von Margret. Sie scheint durch Gerts Unfall in einem Trauma zu sein. Sie wirkt emotionslos und unruhig, wie auf der Suche.
Das passt zu einem Menschen in Margrets Situation. Dennoch plätschert die Geschichte so dahin. Es sind keine wirklichen Tiefen oder Höhen zu spüren beim Lesen.
Am Ende bleiben genauso viele Fragen wie zu Beginn.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 05.04.2020
Bruckmann Reiseführer: 99 x Harz, wie Sie ihn noch nicht kennen. (eBook, ePUB)
Fuchs, Miriam; Sobotta, Stefan

Bruckmann Reiseführer: 99 x Harz, wie Sie ihn noch nicht kennen. (eBook, ePUB)


sehr gut

Ich bin im Harz aufgewachsen und war gespannt, ob es was Neues für mich zu entdecken gibt. Erstaunlich, was für Attraktionen ich noch nicht kenne und auch noch nichts von gehört habe. Da wäre z.B. die Hexenhäuschen zum Übernachten in Lerbach oder dem Café Heide Hof „Goldene Aue“.
Diese und noch viele weitere Sehenswürdigkeiten, Kultur, Essen, Aktivitäten und Wandertipps im Harz werden von Miriam Fuchs und Stefan Sobotta vorgestellt. Vielfältige Angebote sind dabei, so dass für jeden Geschmack was dabei sein sollte.
Zu den 99 Tipps gibt es jeweils eine Beschreibung, die Adresse und ein Bild, so dass man sich einen ersten Eindruck machen kann. Das Buch hat ein kleines Format, damit es in jede Tasche passt. Daher ist auch die Schrift recht klein.
Vorne im Buch befindet sich eine Straßenkarte auf der die Sehenswürdigkeiten eingetragen sind. Die Sehenswürdigkeiten sind nummeriert und so kann man sie schnell im Buch wieder finden. Der Inhalt ist aufgeteilt in 4 Bereiche Goslar und Umgebung, Wernigerode und Umgebung, Südharz und Berge. Mir fehlt noch ein schneller Überblick was ist für Kinder geeignet und was ist barrierefrei. Hier wäre es hilfreich mit Symbolen hinter den Tipps beim Inhalt zu arbeiten.
Trotz diese Krititk kann ich „99x Harz wie sie ihn noch nicht kennen“ von Miriam Fuchs und Stefan Sobotta aus dem Bruckmann-Verlag empfehlen.