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Benutzername: Taluzi
Danksagungen: 52 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 470 Bewertungen
Bewertung vom 18.01.2019
Final Girls
Sager, Riley

Final Girls


sehr gut

Quincy hat als einzige ein Massaker auf einer Party im Wald überlebt. An dieses Ereignis hat sie jede Erinnerung verloren. Zwei weitere Frauen haben ähnliches erlebt. Sam und Lisa überlebten auch ein Massaker. In den Medien sind die drei als „Final Girls“ bekannt.
Quinca führt mittlerweile ein ganz normales Leben. Allerdings gerät dieses gewaltig aus den Fugen als sie von Lisas Selbstmord erfährt und Sam plötzlich vor ihrer Tür steht.
Sam versucht mit aller Gewalt zu Quincys Erinnerungen vorzudringen. Was ist damals wirklich passiert?

„Final Girls“ von Riley Sager ist ein spannender und brutaler Thriller, der den Leser schnell in seinen Bann zieht.
Der Schreibstil lässt sich gut lesen. Der Autor schafft es gekonnt die anfängliche gedämpfte Stimmung der Protagonistin rüber zu bringen und ihre anschließende Wandlung zur aufgebrachten und wütenden Frau.
Die Protagonistin Quincy wirkt anfangs etwas debil. Sie lässt sich von Sam um den kleinen Finger wickeln und tut was sie sagt. Schnell befindet sie sich in einer Abwärtsspirale, allerdings kommen nun langsam kleine Erinnerungen zurück.
Sam dagegen ist kalt und fordernd. Schnell hat man eine vorgefertigte Meinung von ihr und glaubt, alle ihre Beweggründe zu kennen.
Aber der Verlauf der Geschichte und das Ende des Buches hat noch so manches an Überraschungen parat.
Anfangs ist die Spannung nicht allzu hoch und so manche Szene mit Quincy und Sam zieht sich in die Länge, aber am Ende steigert sich die Spannung. Allerdings wenn man genauer darüber nachdenkt scheinen nicht alle Wendungen am Ende schlüssig zu sein, dennoch hat das Buch gut unterhalten.

Bewertung vom 05.01.2019
Pinot Grigio stand nicht im Testament
Grote, Paul

Pinot Grigio stand nicht im Testament


weniger gut

Der Fotograf Frank Gatow wird von dem Winzer Werner Kannegießer nach Südtirol eingeladen, um sein modernes Weingut zu fotografieren.
Als Frank eintrifft, erfährt er von Kannegießers Tochter Theresa, dass ihr Vater angeblich in der Karibik beim Tauchen ertrunken ist. Mit dieser Vermutung bzw dem Verdacht, dass es Mord sein könnte, steht Theresa allein da. Die Kinder aus erster Ehe glauben ihr kein Wort.
Theresa bittet Frank um Hilfe. Bevor sich dieser darüber Gedanken machen kann, wird er von weiteren Familienmitgliedern aufgesucht und bedrängt.
Warum streiten alle so vehement ab, dass Werner Kannegießers Tod Ungereimtheiten aufweist? Was haben sie zu verbergen?

„Pinot Grigio stand nicht im Testament“ von Paul Grote ist ein langatmiger Kriminalroman, indem der Leser zur all erst viel über Politik, Landschaften und ihre Eigenheiten bzw Sehenswürdigkeiten und Weine an sich und Weinanbau erfährt. Teils interessant, teils sehr ausufernd widmet sich der Autor diesen nebensächlichen Themen. Eins muss man ihm lassen, was er schreibt ist gut recherchiert und fundiert. Der Leser muss es mögen.
Um wirklich Spannung – wie es sich für einen Krimi gehört - aufzubauen, waren es viel zu viele Details, Erklärungen und Beschreibungen.
Zum Ende des Buches wird es besser, da ereignet sich ein weiterer Todesfall und endlich steht der Kriminalfall im Vordergrund. Nun will man als Leser doch noch wissen, wie sich alles zugetragen hat und wer dahinter steht.
Das Ende ist gut durchdacht und wird spannend, aber auch schon im Laufe der Handlungen hin abzusehen.
Die Charaktere sind alle oberflächlich dargestellt. Sie wirken nicht authentisch. Es kommt zu keinem eine tiefere Verbindung zustande, da viele Handlungen nicht richtig durchdacht wirken.
Schade.

Bewertung vom 04.01.2019
Auf trügerischer Spur
Oehlschläger, Christian

Auf trügerischer Spur


ausgezeichnet

„Auf trügerischer Spur“ von Christian Oehlschläger enthält 12 kriminelle Jagdgeschichten nach dem Motto: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Die Geschichten spielen sowohl im Sommer als auch im Winter. Da überrascht schon mal ein Sommergewitter die Kollegen Robert Mendelski und Maike Schnur von der Kripo Celle, die sich in einer Jagdhütte aufhalten. Eigentlich verstecken sie sich vor einem geflüchteten Verbrecher, denn so abseits gelegen wird er sie nie finden. Oder?
Die Charaktere von der Kripo Celle kennt der ein oder andere Leser sicher aus den Niedersachsen Krimis von Christian Oelschläger, wie z. B. Kohlfuchs, Waldluder oder Wolfsfeder, um nur ein paar zu nennen.
Aber es gibt noch weitere Charaktere in den kurzen Jagdgeschichten, so dass es sich nicht alles um das Ermittlerteam Schnur und Mendelski dreht. Die Charaktere sind ganz unterschiedlich, da gibt es die hübsche Jägerin, die nur zur Jagd geht um ihren Geliebten zu treffen oder der gehörnte Ehemann, der nach einer Prügelei mit seinem Nebenbuhler, etwas Großes und Verpacktes in die Metzgerei schleppt und dann seiner Frau selbstgemachte Würstchen vorsetzt. Guten Appetit.
Zum Schluss gibt es noch eine moderne Weihnachtsgeschichte, die rührend ans Herz geht und einen nachdenklich macht.
Die Geschichten spielen alle in der Lüneburger Heide bei Celle, Uelzen oder Eschede. An Hand der landschaftlichen Beschreibungen merkt man, dass der Autor selber als als Förster in Niedersachsen arbeitet und Leiter der Bezirksförsterei Burgwedel des Forstamtes Celle ist.
Obwohl er seine Geschichten kurz und knapp hält und nicht mit langatmigen Detailbeschreibungen oder Nebengeschichten spickt, schafft der Autor es die Natur und die Leidenschaft für die Jagd lebendig werden zu lassen. Der Leser wird nach beenden des Buches mehr über die Natur, Tiere und Jagd wissen.
Dieses Buch ist eine Empfehlung an alle die Natur, Jagd und kriminell gute Geschichten lieben.

Bewertung vom 02.01.2019
Diebesjagd in London / Penny Pepper Bd.7
Rylance, Ulrike

Diebesjagd in London / Penny Pepper Bd.7


ausgezeichnet

Penny Peppers ist 10 Jahre alt und eng mit Marie, Ida und Flora befreundet. Gemeinsam besuchten sie Pennys Oma als diese einen Brief erhielt mit der Mitteilung, dass sie eine Reise nach London für 5 Personen gewonnen hätte. Was für eine Freude, denn Oma nimmt Penny und ihre Freundinnen mit.
Kaum sind sie in London angekommen mit dem Reisebus, bemerkt Oma, dass ihre kostbare Kette gestohlen wurde. Die Reiseleiterin Emily tröstet Oma und holt einen englischen Polizisten.
Aber schon bald verschwinden bei der Reisegruppe noch mehr Gegenstände.
Die Freundinnen vermuten, dass der Dieb zur Reisegruppe dazu gehört. Gemeinsam beschatten sie die Verdächtigen.

„Penny Peppers – Diebesjagd in London“ geschrieben von Ulrike Rylance und mit Illustrationen von Lisa Hänsch ist ein Buch für Kinder ab 7 Jahre.
Der Schreibstil ist kindgerecht und lustig. Schwere Wörter sind mit einem Sternchen versehen und werden in einem extra Kästchen erklärt, z. B.: Zipperlein, Ein Zipperlein ist ein fieses kleines unsichtbares Krankheitsdingsbums, das sich immer auf alte Leute stürzt und sie ärgert (Seite 8) auch englische Redewendungen werden dem Leser näher gebracht, z. B not my Cup of tea, nicht meine Tasse Tee. Heißt nicht, dass jeder nur aus einer Tasse mit seinem Namen drauf trink darf. Es bedeutet: Das ist nicht mein Fall ( Seite 97).
Da das Erbstück, die Kette von Oma, verschwindet, nehmen Penny und ihre Freundinnen den Fall gleich an sich und verfolgen die Spuren. Dabei kommt natürlich das Sightseeing nicht zu kurz und die englischen Sehenswürdigkeiten werden kurz vorgestellt.
Das Lesen ist abwechslungsreich durch die verschiedenen Schrifttypen und -größen, die durch die lustigen Illustrationen perfekt ergänzt werden.
Penny Pepper erhält auf jeden Fall ein Lese-Muss!

Bewertung vom 01.01.2019
Friesengroll
Dünschede, Sandra

Friesengroll


weniger gut

Kommissar Thamsen aus Niebühl ist zum Klassentreffen geladen. Er freut sich auf einen fröhlichen Abend mit ehemaligen Mitschülern. Aber daraus wird nichts. Die damalige Deutschlehrerin Rita Hansen liegt tot auf der Damentoilette. Schnell stellt sich heraus sie wurde erdrosselt.
Thamsen leitet sofort die Ermittlungen in die Wege. Aber schon am nächsten Morgen gibt es einen weiteren Toten. Ein ehemaliger Klassenkamerad hat Selbstmord begangen.
War es wirklich Selbstmord?

„Friesengroll“ von Sandra Dünschede ist ein Kriminalroman indem nicht nur der Kommissar ermittelt. Bei seinen Ermittlungen wird Dirk Thamsen von seinem Freund Haie unterstützt. Haie kann es nicht lassen eigene Nachforschungen anzustellen. Und dies wohl nicht zum ersten Mal.
Während Thamsen immer mal wieder Zeugen und Klassenkameraden befragt, erkundigt Haie sich bei den Dorfbewohner über ihr Wissen und den Dorfklatsch.
Dadurch kommt keine richtige Spannung auf. Außerdem hat man als Leser schon ab Seite 67 eine Tatverdächtige, die auf Seite 78 bestätigt wird. Schade, dass es so offensichtlich ist.
Auch gibt es in dem Buch viele Wiederholungen über das Leben der einzelnen Charaktere: der Kommissar, der sich zu alt für seien junge Familie fühlt, Tom, der seit dem Tod seiner Frau überfordert ist und Haies haushaltstechnische Fähigkeiten zur Versorgung von Tom und Niklas.
Auch das Thema Homosexualität wird dermaßen breitgetreten, dass man glaubt, dass Buch stammt aus einer anderen Zeitepoche.
Wer jetzt denkt, dann ist der Kriminalroman immer noch ein netter Regionalkrimi, der täuscht sich. Literarische Ausflüge ans Meer mit regionalen Beschreibungen fehlen. Dabei ist Haie ständig mit dem Rad unterwegs. Hier hätte die Autorin sicher schöne Landschaftsbeschreibungen unterbringen können.
„Friesengroll“ von Sandra Dünschede ist ein Kriminalroman, dem es an Spannung und regionalen Beschreibungen fehlt.

Bewertung vom 31.12.2018
Das Buch der Nacht / All Souls Trilogie Bd.3
Harkness, Deborah

Das Buch der Nacht / All Souls Trilogie Bd.3


sehr gut

Der Vampir Matthew Clairmont und die Hexe Diana Bishop kehren nach einer Zeitreise in die Vergangenheit nach London zurück.
In der Gegenwart warten auf beide besondere Herausforderungen, die gerade durch die Schwangerschaft von Diana, viele Feinde macht.
Gemeinsam mit ihrer Familie und engsten Vertrauten wollen sie die DNA von Vampiren und Hexen entschlüsseln, um die Fragen nach dem vampirischen Blutrausch und warum eine Hexe von einem Vampir schwanger werden kann, zu beantworten.
Gleichzeitig müssen sie die Kongregation von ihrer Ehe überzeugen. Da der Pakt zwischen Vampiren, Hexen und Dämonen es verbietet, gemeinsame Ehen einzugehen. Dazu muss Diana die Schriften des Buches „Buch des Lebens“ entziffern und die fehlenden Seiten finden.
Matthew dagegen gerät in die Fängen von Benjamin, der vor keiner Gewalt zurückscheut und Macht über die Clairmonts haben will.

„Das Buch der Nacht“ von Deborah Harkness ist der 3. Band der Hexen- und Vampirsaga. Das Cover zieht den Leser an durch seine wunderschöne Blütendarstellung in rot und weiß und dem dunklen Hintergrund.
Der Schreibstil ist sowohl düster als auch lebendig. Die Erzählungen und Beschreibungen sind sehr detailverliebt und daher etwas ausufernd.
Die Spannung entwickelt sich langsam, denn es dreht sich viel um das Familienleben der Clairmonts, alten Fehden und den Beschreibungen, wer warum welche Rolle hat. Beim finalen Höhepunkt hätte die Spannung noch mehr ausgereizt werden können. Die Beschreibungen der Folter und der Rettung hätte genauer sein können. Aber gut, es ist ja ein Roman.
Und wie es für einen Roman üblich ist, kommt die Liebe und Gefühle nicht zu kurz. Hier für hat die Autorin ein Händchen.
„Das Buch der Nacht“ ist eine fantasievoll Geschichte über die Liebe zwischen einem Vampir und einer Hexe und der Bedeutung von Familie.
Es wird nicht die letzte Saga über diese Familie sein, denn 2019 wird es einen weiteren Roman geben, der wohl die Geschichte von Phoebe und Marcus, dem Bruder von Matthew als Schwerpunkt hat.

Bewertung vom 28.12.2018
Die Ernte des Bösen / Cormoran Strike Bd.3
Galbraith, Robert

Die Ernte des Bösen / Cormoran Strike Bd.3


sehr gut

Das Detektivbüro von Cormoran Strike läuft nach seinen beiden erfolgreich abgeschlossenen Fällen ganz gut. Gemeinsam mit Robin Ellacot bearbeietet er nun ein paar kleine Aufträge.
Da erhält Robin eines Tages ein Paket, indem sich ein Frauenbein befindet. Was hat es damit auf sich?
Cormoran fallen gleich 4 Menschen aus seiner Vergangenheit ein, denen er diese Tat zu trauen würde. 4 Männer, die ihm Rache geschworen haben, skrupellos und grausam sind.
Während die Polizei diesen Vermutungen nur halbherzig zu hört und sich auf einen Verdächtigen versteift, beginnt Cormoran mit seiner Partnerin Robin zu ermitteln.
Während das Ermittlerduo 3 Männer nach und nach aufspürt und weitere Grausamkeiten von ihnen erfährt, passieren in London schreckliche Morde.

„Die Ernte des Bösen“ von Robert Galbraith ist der 3. Band des britischen Ermittlerduos Cormoran Strike und Robin Ellacott.
Hat man sich erst mal durch die ersten 100 bis 150 Seiten durchgekämpft, dann hat einen die Geschichte erreicht. Ich muss mich immer erst an die detailgenauen Beschreibungen und vielen kleinen Nebensächlichkeiten gewöhnen. Diesmal geht es unter anderem um die Beziehung zwischen Robin und Matthew. Kurz vor ihrer Hochzeit trennen sich die beiden und Robin und Cormorans berufliche Partnerschaft wird persönlicher.
Hat man sich erst mal an die Nebenschauplätze und den Schreibstil, der sehr anspruchsvoll ist, gewöhnt, dann hat einen die Story gepackt. Die Spannung steigert sich im Verlauf der Geschichte immer mehr. Besonders weil Robin mal wieder das Ermitteln nicht lassen kann und in die ein oder andere gefährliche Situation gerät. Denn der Täter hatte es faustdick hinter den Ohren. Durch den Perspektivwechsel kommt auch der Täter zur Sprache. Als Leser kann man daher gut mit rätseln, wer hinter den grausamen Taten steckt und wird dennoch überrascht.
Das Ende war gut durchdacht und ausgeklügelt. Ein gelungener Höhepunkt.
Dieser 4. Fall von Cormoran und Robin ist persönlicher, aber auch blutiger und gewalttätiger als seine Vorgänger, nichts für schwache Nerven.

Bewertung vom 28.12.2018
Wie tief ist deine Schuld
Ware, Ruth

Wie tief ist deine Schuld


sehr gut

Isa bekommt nach 17 Jahren eine Nachricht ihrer alten Schulfreundin Kate. Sie schreibt nur „ich brauche euch“ mehr nicht. Diese Worte genügen, damit Isa alles stehen und liegen lässt und mit ihrem Baby nach Salten fährt. Dort trifft sie auf Thea und Fatima, die auch die Nachricht erhalten haben.
Die 4 Freundinnen habe in Salten ihren schönsten und zu gleich schrecklichsten Sommer verbracht, den keine je vergessen konnte. Nun ist an der Küste eine Leiche entdeckt worden. Sie wissen, wer das ist und wie sie dahin gekommen ist.
Aber wissen sie wirklich alles über die grausame Tat?

„Wie tief ist deine Schuld“ von Ruth Ware ist ein meist packender Thriller.
Erzählt wird die Geschichte aus Isas Sicht, die sowohl Rückblicke in die Vergangenheit dem Leser beschert als auch die Story in der Gegenwart wiedergibt. Allerdings geschieht dies etwas langatmig. An manchen Stellen wird so Spannung erzeugt, weil es wichtige Hinweise auf die besondere Freundschaft der Mädchen zu Schulzeiten gibt, an anderen Stellen ist es nervig, weil die Handlung ausgebremst wird.
Die 4 Frauen Kate, Isa, Thea und Fatima verbindet ein Geheimnis, das nach und nach aufgedeckt wird und zum Schluss eine tragische Wendung erhält. Diese langsame und unbrutale Herangehensweise an das Geheimnis bescherte eine düstere und nebulöse Stimmung beim Lesen.
Die Erlebnisse in der Gegenwart allerdings wirken oft nicht authentisch. Die alte verfallene Mühle, deren kritischen Zustand die jungen Frauen so hinnehmen,die fehlenden Beweggründe für Kates Verhalten die Freundinnen einzuladen und Isas unüberlegtes Verhalten als Mutter. Das war nicht stimmig.
Trotzdem hat das Buch gut unterhalten.

Bewertung vom 25.12.2018
Stille Nacht, tödliche Nacht
Böhm, Michael; Kemmer, Wolfgang; Küsters, Arnold; Lange, Roland; Lux, Nicola; Möhker, Heidi; Plötner, Astrid; Rendla, Jennifer; Rhein, Andrea Z.; Rhein, Maria; Röttger, Nina; Bonvin, Christine; Roters, Connie; Schmid, Claudia; Schrage, Thomas; Tessendorf, Petra; Ziemons, Cecile; Eilers, Reimer Boy; Frogier de Ponlevoy, David; Gellert, Heike; Grünberger, Sylvia; Güllich, Rainer; Hentzschel, Dieter; Höhmann, Christiane

Stille Nacht, tödliche Nacht


ausgezeichnet

„Stille Nacht, tödliche Nacht“ enthält 24 Geschichten rund um Weihnachten und kriminelle Machenschaften. Man kann diese Anthologie also wie einen Adventskalender handhaben, nämlich in der Adventszeit jeden Tag eine Geschichte lesen. Das muss man nicht, man kann auch in seinem Tempo mehrere Geschichten oder alles auf einmal lesen.
Die Geschichten sind alle von 24 verschiedenen Autoren geschrieben, u. a. Heike Gellert, Astrid Plötner, Roland Lange, Claudia Schmid und Thomas Schrage. Jeder hat seinen individuelle Schreibstil in seine Geschichte eingebracht, daher sind die Geschichten mal spannend, mal humorvoll, skurril oder nachdenklich.
„Schöne Bescherung“ von Arnold Küsters ist eine leicht traurige Geschichte. Sie handelt von Herbert Eisenstein, der als Weihnachtsmann verkleidet eine Bank ausraubt. Auf seiner Flucht versteckt er sich im Krankenhaus. Dort wird er aber von einer Krankenschwester gefunden, die ihn für den bestellten Weihnachtsmann für den schwerkranken Ben hält. So gerät der Bankräuber an das Bett eines sterbenden Jungen.
„Am Ende ist Weihnachten“ von Heidi Möhker ist eine amüsante Geschichte mit offenen Ende. Annegret muss mit ansehen wie Paul ihr Mann sie umbringt und sich kurz danach mit seiner Geliebten zum Weihnachtsessen trifft. Dem Essen was sie zubereitet hat mit ihren selbst gesammelten Pilzen. Aber nicht nur das Essen ist mörderisch!
„Kipferlroulette“ von Claudia Schmid erzählt von einem gut geplanten Neubeginn! Daniel ist ein erfolgreicher Banker, der durch Bitcons reich geworden ist. Er hat alles - auch eine Frau, die er über alles liebt. Nun sucht Daniel nach dem außergewöhnlichen Kick.
In „stille Nacht, tödliche Weihnacht“ zusammengestellt von Petra und Uli Mattfeldt sollte für jeden Leser was dabei sein.

Bewertung vom 25.12.2018
Das Herrenhaus im Moor
Whitmore, Felicity

Das Herrenhaus im Moor


ausgezeichnet

Laura Milton freut sich auf einen gemeinsamen Abend mit ihrem Ehemann Frank. Doch der Abend endet im Streit und ihr Mann stirbt bei einem Autounfall. Laura glaubt nicht an einen Unfall, sondern an Mord. Sie findet einen seltsamen Brief in den Sachen ihres Mannes. Um heraus zu finden, was wirklich passiert ist, reist sie nach England in die Heimat ihres Mannes.
Dort stößt sie auf das Familiengeheimnis der Miltons. Im 19 Jahrhundert verlor Lady Victoria Milton bevor sie mündig war ihre Eltern. Ihr Vormund Richard erklärt sie für geistig labil und schickt sie in eine Anstalt für Geisteskranke. Mit aller Macht versucht Victoria ihren Willen nicht brechen zu lassen durch die erniedrigenden Behandlungen, die den Frauen in der Anstalt widerfahren.
Laura deckt in England nach und nach die Zusammenhänge zwischen dem Tod ihres Mannes und den damaligen Geschehnissen auf.

„Das Herrenhaus im Moor“ von Felicity Whitmore ist ein historischer Roman um ein tragisches Familiengeheimnis.
Der Schreibstil ist düster und geheimnisvoll und dennoch leicht zu lesen. Die Geschichte zieht den Leser unweigerlich in seinen Bann. Besonders die Geschehnisse im 19 Jahrhundert in der Anstalt für Geisteskranke Frauen sind spannend und erschreckend. Die Praktiken in dem Herrenhaus im Moor werden schonungslos geschildert und dem Leser nahe gebracht.
Schlimm was den Frauen dort angetan wurde, wie machtlos sie waren und dadurch ihren Männern völlig ausgeliefert waren.
Die Protagonistin der Vergangenheit Victoria ist eine unheimlich starke und mutige Frau, die nicht aufgibt und versucht die anderen Frauen in der Anstalt aufzurütteln. In der Gegenwart ist die Protagonist Laura eine neugierige aber auch leicht naive Frau, die herausfinden will, was ihrem Mann wirklich angetan wurde. Beide Geschichten werden von der Autorin gekonnt verwoben und zu einem Ganzen zusammengefügt.
Von Anfang bis Ende ist die Geschichte spannend zu lesen und wird recht schlüssig aufgeklärt am Ende. Dafür gibt es eine 100% Leseempfehlung.