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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: leseratte1310
Wohnort: Niederrhein
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Danksagungen: 102 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 1417 Bewertungen
Bewertung vom 16.07.2018
Ins Dunkel
Harper, Jane

Ins Dunkel


sehr gut

Die Firma Bailey Tennants will einen besseren Zusammenhalt bei ihren Angestellten fördern und schickt sie auf eine Teambildungsmaßnahme in die australische Wildnis. Die Gruppen von jeweils fünf Personen sind nur mit Kompass und Landkarte ausgerüstet. Während die fünf Männer unbeschadet wiederauftauchen, kommen nur vier angeschlagene Frauen zurück. Alice Russell bleibt verschwunden. Aaron Falk, Ermittler der australischen Polizei, muss Alice unbedingt finden, denn sie ist seine Informantin, da Daniel Bailey der Geldwäsche verdächtig ist.
Das Buch liest sich gut und ist spannend. Die Beschreibung der Landschaften sind sehr bildhaft beschrieben, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte. Der australische Busch birgt viele Gefahren, aber die größten Gefahren gehen wohl von Menschen aus.
Die Gruppe der Frauen besteht aus sehr unterschiedlichen Personen, die aber alle miteinander verstrickt sind. Es läuft nicht so gut in der Gruppe und die dominante Alice setzt sich ab. Die weiteren Mitglieder sind die Geschäftsführerin Jill, die Zwillinge Breanna und Bethany und Lauren, die Alice seit Schulzeiten kennt. Es kommt zu einer Gruppendynamik, die hochexplosiv ist. Keine dieser Frauen war mir wirklich sympathisch, aber ihre Darstellung ist sehr realistisch.
Aaron Falk und seine Kollegin Carmen erinnern sich an frühere Fälle im Giralang-Massiv, wo die Vermissten häufig nur noch als Leiche auftauchten. Es würde ihre Ermittlungen gefährden, wenn Alice Russell nicht wiederauftauchen würde.
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. So erfahren wir, wie die Wanderung der Frauengruppe verlaufen ist und auf der anderen Seite, wie die Suche nach Alice verläuft.
Psychologisch geschickt aufgebaut steigt die Spannung immer mehr und man will wissen, ob es Alice schafft. Es gibt immer wieder unverhoffte Wendungen, so dass ich bis zum überraschenden Ende keinen Verdacht hatte.
Mir hat dieser Thriller gut gefallen.

Bewertung vom 16.07.2018
Wähle den Tod
Herrmann, Jutta Maria

Wähle den Tod


ausgezeichnet

Jana will nicht mehr an ihre Vergangenheit denken, über die sie nie geredet hat. Jetzt lebt sie mit ihrem Mann Hannes und den Kindern, der vierzehnjährigen Kim und dem kleinen Max, glücklich und zufrieden. Doch dann passieren Dinge, die ihr perfektes Leben langsam aber sicher zerstören. Es beginnt damit, dass sie den Hund mit Stichwunden im Garten findet. Aber dabei bleibt es nicht und Jana ahnt, dass die Vergangenheit sie eingeholt hat.
Schon der Prolog sorgt dafür, dass man gepackt ist, denn eine Person ist voller Hass und will Rache. Danach lernen wir Jana und ihre Familie kennen. Abwechselnd wird aus der Sicht von Jana und von Kim berichtet, was geschieht und was sie antreibt.
Jana kommt anfangs noch recht sympathisch rüber, auch wenn ich nicht verstehen konnte, warum sie ihre heile Welt mit einem Geliebten aufs Spiel setzt. Doch je mehr passiert, umso weniger konnte ich ihre Handlungen begreifen. Sie hat über ihre Vergangenheit mit niemandem reden wollen – na gut. Aber nun wäre der Zeitpunkt gekommen, mit offenen Karten zu spielen, aber sie verstrickt sich immer weiter in Lügen. Dann verschwinden Janas Kinder.
Kim ist eine typische Pubertierende. Sie will ihre Freiheiten und begibt sich auf gefährliche Pfade, auch wenn ihr Bauchgefühl manchmal abrät. Entsprechend naiv verhält sie sich.
So nach und nach erfahren wir, welches Geheimnis Jana hütet. Eigentlich sollte ich sie verstehen, aber ihr Handeln bis in die Gegenwart betrachtet kann ich einfach nicht nachvollziehen.
Es ist ein spannender Psychothriller, der mich bis zum Schluss gefesselt hat.

Bewertung vom 16.07.2018
Schwarzes Watt / Theo Krumme Bd.4
Berg, Hendrik

Schwarzes Watt / Theo Krumme Bd.4


ausgezeichnet

Ina verbringt mit ihrer Familie den Urlaub in St.Peter-Ording an der Nordsee, als sie einen Mann sieht, den sie für den Mörder ihrer Schwester Nelly hält. Es ist ungefähr zwanzig Jahre her, seitdem sie ihre Schwester tot aufgefunden hat und einen Mann hat weglaufen sehen. Ina wendet sich an die Polizei in Husum und findet sogar Verständnis bei Kommissar Krumme. Er nimmt die Ermittlungen auf und schon bald hat man den Verdächtigen ausfindig gemacht. Es ist Pastor Hartung, der in seiner Gemeinde sehr beliebt ist.
Dies ist bereits der vierte Fall des Kommissars Krumme. Der Schreibstil des Autors liest sich sehr gut. Von Anfang an ist es die Spannung da und zieht im Laufe der Geschichte weiter an.
Krumme hat sein Leben in Berlin hinter sich gelassen und fühlt sich an der Nordsee sehr wohl. Er ist mit seiner Vermieterin befreundet, kann aber seine Gefühle ihr gegenüber nicht so richtig einordnen. Da ist ein Ausflug nach Hamburg doch eine gute Gelegenheit, sich näherzukommen, aber es läuft nicht so richtig rund. Krumme ist ein Ermittler, der seine Fälle nicht loslassen kann. Dabei verlässt er sich auch gerne auf sein Bauchgefühl.
Anfangs konnte ich noch mit Ina fühlen, denn sie hat den Verlust noch lange nicht verwunden. Aber sie wurde immer verbissener und vergaß darüber sogar ihre Familie. Zunehmend ging sie mir auf die Nerven.
Mir hat dieser Küsten-Krimi sehr gut gefallen, so dass ich auch noch die Vorgängerbände lesen werde.

Bewertung vom 15.07.2018
Die Zeit der Kraniche / Ostpreußensaga Bd.3
Renk, Ulrike

Die Zeit der Kraniche / Ostpreußensaga Bd.3


ausgezeichnet

Ich hatte schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung dieser Ostpreußen-Saga von Bestsellerautorin Ulrike Renk gewartet.
Die Menschen sehnen sich nach einem Ende des Krieges. Doch die sowjetischen Truppen kommen immer näher. Die Angst ist groß und immer mehr Menschen verlassen ihre Heimat, so auch die Familie zu Mansfeld. Aber Gebhard will in seiner Heimat auf seinem Gut bleiben. Doch dann wird er verhaftet und Frederike will nicht ohne ihn weggehen. Das Elend der Menschen, die mit den Flüchtlingsströmen aus dem Osten kommen, ist furchtbar. Frederike versucht zu helfen wo sie kann. Aber das ist auch für sie gefährlich.
Wieder gelingt es der Autorin mit ihrem wundervollen Schreibstil und ihrer guten Darstellung der Menschen und der Lebensumstände mich zu begeistern.
Obwohl es den Menschen auf dem Land besser geht als denen in der Stadt, hat auch dort der Krieg seine Spuren hinterlassen. Die Flüchtenden werden in den Gutshäusern einquartiert. Frederike hat sich schon immer verantwortungsvoll gezeigt. Sie will den Menschen helfen. Dass sie gut mit Menschen umgehen kann, hat sie schon immer bewiesen und das hilft ihr auch jetzt. Trotzdem ist es sehr schwierig für sie. Sie ist mutig und steht für die Ihren ein. Doch dann muss auch sie fliehen, doch sie sorgt sich um Gebhard: Was ist mit ihm geschehen?
Es ist Ulrike Renk wieder sehr gut gelungen, die schwierigen Bedingungen jener Zeit darzustellen. Überall herrscht Not und Elend und alles wird verwendet, um den schlimmsten Hunger zu stillen.
Auch dieses Buch hat mir wieder sehr gut gefallen. Frederike ist eine bewundernswerte, starke Frau, der das Leben immer wieder Knüppel zwischen die Füße geworfen hat.
Ich kann nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen.

Bewertung vom 14.07.2018
Verborgenes Unheil
Frenken, Daniela

Verborgenes Unheil


ausgezeichnet

Emma lebt seit der Trennung von ihrem Freund bei ihrer Schwester Daisy, um der in dem neu eröffneten Café zu helfen. Dort hat sie auch mit Nils zu tun, der eigentlich Tristan heißt. Nils hat eine blühende Phantasie und hält sich für einen Ritter. Sein Bruder Lennard hält ihn für übergeschnappt, denn Nils ist kein kleines Kind mehr, sondern ein junger Erwachsener. Dann verschwindet eine junge Frau, was aber niemanden wirklich besorgt. Nils behauptet, dass „Der Abt die Frau verbrannt hat“. Alle tun das als Hirngespinst ab, aber Emma beginnt Fragen zu stellen. Das hätte sie besser gelassen, denn schon bald ist sie in Gefahr.
Es braucht eine Weile bis die Geschichte Fahrt aufnimmt, aber so lernt man alle Beteiligten kennen.
Daisy hat in die Familie Weiß eingeheiratet und das Zusammenleben mehrerer Generationen hat schon Konfliktpotential. Außerdem gibt es da eine heftige Fehde mit der Familie Stamm. Edith Stamm, die Mutter, ist depressiv. Nils lebt in seiner eigenen Welt, Theresa ist zurückgeblieben und von Lennard nimmt jeder nur das Schlechteste an.
Es herrscht eine bedrückende Atmosphäre und jeder misstraut jedem. Emma sorgt mit Nachfragen, dass Dinge aufgerührt werden, die lange verborgen waren. Immer wieder gibt es Wendungen, die auf falsche Fährten locken. Das Ende ist sehr überraschend.
Es ist ein Buch, das man schwer aus der Hand legen kann, weil die Geschichte geheimnisvoll und sehr spannend ist.

Bewertung vom 14.07.2018
Blanca
Lauenstein, Mercedes

Blanca


sehr gut

Die fünfzehnjährige Blanca hat die Nase voll von dem Leben, das ihre Mutter ihr aufgedrückt hat. Sie hat nie irgendwo Fuß fassen können, da sie immer wieder weiterzogen. Blanca wünscht sich ein sicheres Zuhause, wo sie Freunde hat. Doch die Mutter ist rastlos und chaotisch. Bei Toni und Karl auf einer kleinen in Italien war Blanca vor Jahren glücklich, erinnert sie sich. Daher will sie wieder dorthin. Mit wenig Gepäck und Geld in der Tasche macht sie sich auf den Weg. Aber es gibt viele Umwege und Schwierigkeiten auf ihrer Reise. Das Geld reicht vorne und hinten nicht und sie muss sich oft von Essensresten ernähren.
Mich hat diese Geschichte sehr bewegt.
Ich konnte mich über die Mutter nur aufregen, die so gar keine Rücksicht auf die Bedürfnisse ihres Kindes nimmt. Sie ist früh Mutter geworden, aber das ist noch lange kein Grund, sich so zu verhalten. Wie kann man seinem Kind an den Kopf werfen, dass man es eigentlich nicht gewollt hat.
Blanca ist trotz allem ein starkes Mädchen. Sie muss unterwegs ganz schön was einstecken, aber sie lässt sich nicht unterkriegen und erkennt, dass sie leben möchte. Auch wenn mir viele ihrer Aktionen nicht gefallen haben, konnte ich doch sehr gut mit ihr fühlen.
Es ist ein Buch, dass traurig stimmt, denn ich hatte zeitweise das Gefühl, dass Blanca genauso wird wie ihre Mutter. Zum Glück trifft Blanca auf ihrem Roadtrip nicht nur Menschen, die sie ausnutzen wollen, sondern auch welche, die es gut mit ihr meinen.
Mich hat das Buch sehr nachdenklich gestimmt, aber es hat mir gut gefallen.

Bewertung vom 14.07.2018
Kleckerlätzchen für Fortgeschrittene
Hell, Iris

Kleckerlätzchen für Fortgeschrittene


sehr gut

Enddreißigerin Kim Weiß und ihr Mann Markus werden zum dritten Mal Eltern. Doch der Ultraschall enthüllt, dass es Zwillinge werden. Turbulente Zeiten werden auf die werdenden Eltern zukommen.
Das Buch ist sehr unterhaltsam, auch wenn es Kim wahrscheinlich nicht immer so vorkommt. Wie wird man vier Kindern gerecht? Dazu gehört eine Menge Organisationstalent. Das Auto wird zu klein und die Wohnung sowieso
Kim war mir sympathisch und es ist toll, wie sie alles im Griff hat. Auch wenn ihr manchmal alles über den Kopf wächst, sie lässt sich nicht unterkriegen. Von Marcus ist auch nicht so viel Hilfe zu erwarten, denn er wird beruflich gefordert. Schließlich müssen ja eine Reihe von Mäulern gestopft werden. Irgendwann geht Kim sogar den Wiedereinstieg in den Beruf an. Aber wird das funktionieren? Doch Kim wäre nicht Kim, wenn es ihr nicht gelingen würde, ihrem Leben eine zufriedenstellende Wendung zu geben.
Beim Lesen habe ich mich erinnert, wie es bei mir gelaufen ist mit den Zwillingen und ich konnte Kims Erlebnisse und Gedanken gut nachvollziehen.
Dieses humorvolle Buch hat mich gut unterhalten.

Bewertung vom 13.07.2018
Tschakka Wootiwoo (eBook, ePUB)
Causey, Patricia

Tschakka Wootiwoo (eBook, ePUB)


sehr gut

Wootiwoo, die kleine Spinne, lebt versteckt in einem kleinen Dörfchen in einer alten Fuchshöhle. Immer wieder trifft sie sich mit ihren Freunden. Es soll ein Fest stattfinden, bei dem man sich im Turnier messen kann. Wootiwoo will natürlich auch teilnehmen. Aber wird sie es schaffen?
Es ist etwas ungewohnt, mit Kindern eBooks zu lesen und wenn die Gruppe etwas größer ist, der man vorliest, auch sehr unpraktisch.
Der Schreibstil lässt sich gut lesen ist aber für die Kleinen recht anspruchsvoll. Die Geschichte hat mir und den Kindern gut gefallen. Die Bilder sind sehr schön und farbenfroh.
Die kleine Spinne Wootiwoo möchte zwar mitmachen bei den Wettspielen, aber da sind auch Zweifel. Aber frisch gewagt. Er trainiert vorher emsig. Es gibt eine ganze Reihe von ungewöhnlichen Disziplinen und die Spinne entscheidet sich für eine, bei der Mut gefragt ist. Es zeigt sich, dass man sich etwas zutrauen muss, wenn man das Ziel erreichen will und es kann überhaupt nicht schaden, wenn gute Freunde einen unterstützen.
Ein schönes Kinderbuch für Leseanfänger und zum Vorlesen.

Bewertung vom 12.07.2018
Schattenmänner / Kommissar Eugen de Bodt Bd.4
Ditfurth, Christian von

Schattenmänner / Kommissar Eugen de Bodt Bd.4


ausgezeichnet

In Berlin wird die Geliebte eines bayrischen Ministers ermordet. Eigentlich hat das Team von de Bodt den Fall schnell geklärt, doch er ist sich sicher, dass es so einfach nicht sein kann. Dann gibt es weitere dubiose Unfälle in Düsseldorf und Frankreich. Alle Opfer gehörten eine Facebook-Gruppe an, bei der sich alles um Katzen dreht. Doch die Todesopfer waren alle keine Katzenfreunde. Es stellt sich dann heraus, dass alle etwas mit der Rüstungsindustrie zu tun hatten. Handelt es sich um Spionage? Nach einer Pressekonferenz hat man es dann auch noch auf de Bodt abgesehen.
Dies ist der vierte Band um Hauptkommissar Eugen de Bodt und seine Mitarbeiter, die Kommissarin Silvia Salinger sowie Assistent und Computerfreak Ali Yussuf.
Es ist nicht so ganz einfach, in die Geschichte hineinzukommen, denn es tummeln sich eine Menge Personen in diesem Thriller herum. Doch mit der zeit ist das kein Problem mehr, dafür geht es sehr spannend zu. De Bodt jagt jemanden, dem es auf ein paar Menschenleben nicht ankommt.
De Bodt ist ein eigenwilliger Ermittler, der ständig mit irgendwelchen Zitaten um sich wirft. Bei seinen Kollegen und Vorgesetzten ist er sehr unbeliebt. Doch seit er die Kanzlerin gerettet hat, wagt man nicht so recht, ihn zur Ordnung zu rufen. Aber das würde wohl auch nichts nützen. Er macht was er will und ermittelt auch dann weiter, als ihm der Fall längst entzogen wurde. Mir gefallen vor allem die Unterhaltungen zwischen De Bodt, Salinger und Yussuf. De Bodts Vorgesetzter Tilly weiß nie was er machen soll, nimmt er ihn an die Kandare oder lässt er ihn besser laufen.
Christian v. Ditfurth zeigt auf, wo es in der Berliner Politik nicht so geradlinig läuft. Waffenexporte unterliegen strengen Regeln und müssen genehmigt werden. Aber wenn dass Geschäft doch so schön laufen könnte, warum nicht die Regeln umgehen? Und sich dann freuen „Wir steigern das Bruttosozialprodukt“.
Es gibt eine ganze Reihe von Akteuren, die in diesem Spiel mitspielen. Bis zum Ende tappt man als Leser im Dunkeln, wer denn in diesem Fall die Strippen zieht, und wird überrascht.
Ein sehr spannender Thriller im politischen Umfeld.

Bewertung vom 11.07.2018
Die Farben meines Herzens
Walker, Noa C.

Die Farben meines Herzens


ausgezeichnet

Filomena hat etwas erlebt, das ihr den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Sie hat sich nach Südtirol in die Berge zurückgezogen, da sie nicht mehr unter Menschen sein kann und Albträume und Panikattacken hat. Nur zu der Familie Gasser hat sie Kontakt. Dann erhält der Forstwirt Mika den Auftrag, sich oben auf dem Berg um den Sturmbruch zu kümmern. Vom Hof der Gassers geht es mit dem Wagen nicht weiter, daher muss Fillys Esel Cleopatra den Transport auf den Berg übernehmen. Dort oben in der Einsamkeit trifft Mika auf ein kleines Paradies und auf eine junge Frau, die etwas eigenwillig ist.
Mika fühlt sich von der jungen Frau angezogen. Immer wieder zieht es ihn auf den Berg. Aber auch Filomena fühlt sich seltsamerweise in der Gesellschaft Mikas wohl. Wenn die beiden wüssten, dass Meggi Gasser und Bruder Ruben im Hintergrund einige Fäden gezogen haben.
Zunächst begreift Mika nicht, was mit der jungen Frau los ist, die niemanden in ihre Nähe lässt. Doch Mika ist ein ruhiger Mensch, der sich nicht aufdrängt. Aber er sucht immer wieder den Kontakt zu Filomena. Wird es ihm gelingen, Filomena aus ihrer Isolation herauszuholen und ihr wieder Freude am Leben zu geben? Wird sie statt der dunklen Schatten wieder Farbe in ihrem Leben haben?
Filomena ist eine sympathische junge Frau, die trotz allem humorvoll ist. Das Schicksal hat ihr übel mitgespielt und es kostet sie wahnsinnig Kraft, überhaupt mit anderen Menschen zu reden. Auch Mika hat sein Päckchen zu tragen. Er ist ein ruhiger und sehr geduldiger Mensch, der immer wieder versucht Filomena zu helfen.
Aber auch die resolute und unangepasste Meggi ist mir sympathisch. Ihre Dialoge mit Bruder Ruben sind sehr unterhaltsam. Meggi und Ruben wolle Filly helfen und haben ein wenig Schicksal gespielt. Gut gefallen hat mir „Kirschauge“ Dana. Das kleine Mädchen scheint so stark und hat trotzdem ihre Schwächen.
Dieser Roman hat mich sehr berührt. Ich habe mit Filomena und Mika mitgelitten. So viele Menschen leiden unter Angst und Panik und man sollte das nicht alleine mit sich ausmachen müssen. Wie sehr Filly gelitten hat, wie sehr sie eigentlich auf Menschen zugehen will und wieviel Kraft es sie kostet, konnte man sehr gut miterleben.
Auch wenn es traurige Momente in diesem Buch gibt, so überwiegt doch die hoffnungsvolle Stimmung. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.