Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: leseratte1310
Wohnort: Niederrhein
Über mich:
Danksagungen: 109 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 1726 Bewertungen
Bewertung vom 20.03.2019
Vaticanum
Dos Santos, José R.

Vaticanum


sehr gut

Der Historiker Tomás Noronha soll das Grab des Apostels Petrus im Auftrag des Vatikans erkunden. Der Papst Franziskus erzählt ihm von einer alten Prophezeiung, die seinen Tod vorhersagt. Dass kann Noronha nicht glauben, wird aber schnell eines Besseren belehrt, denn Der Papst wird von einem islamischen Terrorkommando entführt. Die Entführer drohen mit einer öffentlichen Hinrichtung im Internet. Also beginnt Tomás Noronha zu ermitteln und stößt auf viele dunkle Geheimnisse im Vatikan.
Ich hatte bisher noch kein Buch von J. R. Dos Santos gelesen. Ich finde, das Buch liest sich gut, auch wenn der Autor manchmal etwas zu detailliert berichtet. Die Verstrickungen im Vatikan sind ja seinen einigen Jahren immer wieder Thema in den Medien, daher ist das nicht unbedingt etwas Neues. Doch die Fakten wurden mit einer fiktiven Handlung zu einem spannenden Thriller verknüpft.
Tomás bleibt nicht viel Zeit, um die Hinrichtung von Franziskus zu verhindern. In dem Bekennervideo kommt der Papst zu Wort und versteckt darin eine Botschaft.
Obwohl Tomás Noronha Historiker ist, gibt er doch einen guten Ermittler ab. Er geht recht logisch an die Sache heran und so gelingt es ihm sehr gut Hinweise zu verfolgen und Geheimnisse ans Tageslicht zu bringen. Er ist mir sympathisch und ich habe ihn und Christine Rauch, die ihm geholfen hat, gerne begleitet. Viele der anderen Charaktere dagegen blieben etwas blass.
Ein spannender Thriller, der mir gut gefallen hat.

Bewertung vom 20.03.2019
Jenseits der Nacht (Thriller)
Dützer, Volker

Jenseits der Nacht (Thriller)


sehr gut

Lisa Wegener ist eine engagierte Unfallchirurgin. Doch der Job verlangt ihr einiges ab. Als die Kräfte am Ende sind, greift sie zu Aufputschmitteln, um die anstrengenden Schichten durchzustehen. Doch dann passiert ein Unfall. Dass ein Mensch gestorben ist, macht Lisa fassungslos. Sie droht daran zu zerbrechen. Doch dann lernt sie den Wissenschaftler Vincent van Dyck kennen. Es braucht eine Weile, bis Lisa erkennt, dass sie einen furchtbaren Fehler gemacht hat.
Der Thriller lässt sich sehr flüssig lesen und ich wurde von der Geschichte gleich gepackt.
Die Charaktere sind gut dargestellt, sind aber nicht unbedingt sympathisch. Ich weiß von jungen Ärzten in meinem Umfeld, wie anstrengend die ersten Jahre sind. Lange Dienste und kaum Erholungsphasen. Lisa ist ehrgeizig und mutet sich viel zu viel zu, aber sie bleibt den Patienten gegenüber fürsorglich. Als Ärztin müsste sie es besser wissen und doch nimmt sie die Aufputschmittel. Das setzt etwas in Gang, das zu eine Katastrophe führt. Zunächst war Lisa mir sympathisch, aber zunehmend wurden mir ihre Entscheidungen unbegreiflich. Daher kann der charismatische Vincent, der den Tod besiegen will, sie auch um den Finger wickeln.
Nicht alles kommt mir ganz logisch vor, aber das wird durch die Spannung wieder wettgemacht. Es gab eine Reihe von Wendungen, die dafür sorgten, dass ich mir nicht sicher sein konnte, wie es weiterging. Am Ende bleibt doch einiges offen.
Ein spannender und actionreicher Thriller.

Bewertung vom 19.03.2019
Die schwarzen Wasser von Venedig
Schreiber-Wicke, Edith

Die schwarzen Wasser von Venedig


sehr gut

Das Buch “Die schwarzen Wasser von Venedig“ enthält zwei Krimis für Mädchen und Jungen ab 13 Jahren. Allerdings finde ich die Geschichten so komplex, dass ich denke, das angegebene Alter ist zu niedrig angesetzt.
„Freier Fall“:
Zwei Schüler aus der gleichen Schule verunglücken innerhalb weniger Tage an unterschiedlichen Orten auf der Welt. Obwohl Schulferien sind, ist Caterina Loredan in der Schule drei Stockwerke tief gestürzt. Das Mädchen war magersüchtig und hat sich geritzt. Aber ihr Vater, Conte Marcello Loredan, will von Selbstmord nichts hören. Er will nicht, dass in dieser Angelegenheit ermittelt wird. Commissario Roberto Gorin lässt die Sache nicht los. Dann stürzt Luca in New Mexico von Klippen und Gorins Nichte Chiara wird verdächtigt, ihn ermordet zu haben. Sie will ihren Onkel sehen und ihm bleibt nichts anderes übrig, als sich auf den Weg zu machen.
„Schatten der Angst“:
Luca hat ein Problem mit seinem Großonkel Filippo Nardi, bei dem er lebt. Der Onkel hält in sehr knapp und Luca stellt sich manchmal vor, wie es wäre, wenn sein Onkel tot wäre. Leider redet er über seinen Wunsch mit den falschen Leuten. Dann wird der Onkel auf dem Golfplatz erschossen und statt endlich tun und lassen zu können, was er will, erwartet Luca ein Albtraum. Die Ermittlungen in diesem Mordfall führt Roberto Gorin.
Der Schreibstil lässt sich gut und flüssig lesen, allerdings ist Aufmerksamkeit geboten. Die Örtlichkeiten sind auch gut beschrieben und die Atmosphäre in Venedig kommt so gut rüber, dass man Lust auf einen Urlaub dort bekommt. Italienische Sprachschnipsel machen das Ganze authentisch.
Die Charaktere sind auch gut ausgearbeitet. Commissario Roberto Gorin ist ein sympathischer Mann. Da auch sein Privatleben eine Rolle spielt, lernt man ihn ganz gut kennen.
Die Ermittlungen verlaufen eher ruhig. Dennoch sind diese Krimis spannend, denn es gibt eine Reihe von Verdächtigen und die Lösung ergibt sich erst gegen Ende.
Spannende Krimis, die aber aufmerksam gelesen werden sollten.

Bewertung vom 19.03.2019
Die Akte Rosenrot
Korten, Astrid

Die Akte Rosenrot


ausgezeichnet

Ibsen Bach war ein ein genialer Profiler. Doch das Schicksal hat zugeschlagen und seither ist er nicht mehr er selbst. Er ist nicht nur körperlich angeschlagen, auch seine kognitiven Fähigkeiten sind nicht mehr so da wie früher. Daher kann er auch seinen Beruf als Profiler nicht mehr ausüben und muss Datenpflege im Innenministerium betreiben. Doch dann wird Bach vom BKA kontaktiert. In der Nähe von Moskau wurden Leichen in einem Maisfeld entdeckt. Es lag eine Postkarte mit den Namen von Ibsen Bach und Andreas Neumann und einem Geruch von Myrrhe dabei. Daher wird Ibsen in den Polizeidienst zurückgeholt.
Gleichzeitig erhält die Bloggerin Leonela Sorokin einen Hinweis. Sie geht der Sache nach und macht sich auf die Suche nach dem Journalisten Stefan Bennet, der bei einer Recherche spurlos verschwunden ist.
Ibsen und Leonela stürzen sich in die Ermittlungen und ahnen nicht, welch düstere Mächte sie damit wecken.
Der Schreibstil ist wirklich sehr packend. Es geht Schlag auf Schlag. Die Zeiten und Handlungsorte wechseln schnell, daher ist beim Lesen Aufmerksamkeit notwendig. Aber es ist durch diese Wechsel auch sehr spannend. Allerdings geht es auch grausam zu, also nicht unbedingt etwas für Leser mit schwachen Nerven.
Die Charaktere sind sehr authentisch Gestaltet. Jeder hat seine ganz besondere Persönlichkeit.
Ibsen Bach wurde wirklich gebeutelt, aber es ist toll, wie er sich trotz seiner Einschränkungen durchschlägt und kämpft. Ein Unfall vor fünf Jahren kostete ihn nicht nur seine Gesundheit und damit seinen Job, er verlor auch seine Frau.
Leonela Sorokin ist sympathisch, jung und intelligent, aber auch ziemlich naiv.
Die Spannung wurde die ganze Zeit hochgehalten und viele Wendungen ließen mich in Bezug auf den Täter im Dunkeln tappen.
Ein sehr fesselnder Thriller mit einem brisanten Thema. Empfehlenswert!

Bewertung vom 18.03.2019
Venezianische Rache (eBook, ePUB)
Gesing, Daniela

Venezianische Rache (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Es ist heiß in Venedig und Commissario Luca Brassoni freut sich schon auf den Urlaub mit seiner Familie. Aber es kommt, wie es kommen muss. Es gibt einen Mordfall und Brassoni muss ermitteln. Der junge Künstler Paolo Grande wird in seiner Wohnung erdrosselt aufgefunden. Der junge Künstler hatte erst kurz zuvor in der Gallerie dell’Accademia das Bildnis des Jacopo Soranzo, um 1550 geschaffen von Tintoretto, zerstört. Musste er deshalb sterben?
Dies ist bereits der sechste Band um den sympathischen Commissario Luca Brassoni und ich kenne alle Bände.
Der flüssige Schreibstil sorgt dafür, dass diese Geschichte sich angenehm und schnell lesen lässt. Die Atmosphäre von Venedig kommt sehr gut herüber und weckt Urlaubsgefühle in mir.
Brassoni ist ein fähiger und charismatischer Ermittler, der die Schönheiten des Lebens genießt, sei es ein gutes Essen oder seine Stadt Venedig. Er ist mit der sympathischen Gerichtsmedizinerin Carla Sorrenti verheiratet und hat inzwischen einen kleinen Sohn. Dagegen läuft bei seinem Kollegen Maurizio Goldini privat nicht alles so glatt.
Paolo Grande war Kunststudent und lebte seit dem Tod der Mutter vor zwei Jahren alleine. Seitdem hatte er sich laut Zeugen verändert. Er war mehr in sich gekehrt. Schnell findet die Polizei heraus, dass es Paolo war, der den Kunstfrevel begangen hat. Der Fall ist nicht einfach und Brassoni steht unter Zeitdruck, denn die neue, kommissarische Dienststellenleiterin Patrizia Bertuzzi will den Fall schnell geklärt haben und außerdem naht ja der Familienurlaub. Da kommt dann auch wieder Brassonis Cousin Stefan Mayer, genannt Caruso, ins Spiel, der als Journalist in Venedig gut vernetzt ist.
Die Ermittlungen führen in die prominenten Kreise Venedigs. Von Anfang an ist dieser Fall spannend. Aber es gibt auch einige Wendungen, die dafür sorgen, dass es bis zum schlüssigen Ende auch spannend bleibt.
Ich mag diese unterhaltsamen, aber eher ruhigen Venedig-Krimis mit ihrer ganz besonderen Atmosphäre und den sympathischen Protagonisten. Bin schon auf den nächsten Fall gespannt.

Bewertung vom 17.03.2019
Die verborgenen Stimmen der Bücher
Collins, Bridget

Die verborgenen Stimmen der Bücher


ausgezeichnet

Ich muss sagen, dass ich selten Fantasy lesen, aber dieses Buch hat mich gleich angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht, auch wenn einiges doch anders war als ich erwartet hatte. Aber dazu möchte ich nicht zu viel verraten.
Emmett Farmer soll einmal den Hof seiner Eltern übernehmen, doch eine schwere Krankheit lässt das nicht zu, denn danach ist er nicht mehr stark genug. Dann erreicht die Familie ein Brief. Emmett soll bei der Buchbinderin Seredith in die Lehre gehen. Man lässt ihm keine Wahl und schon am nächsten Tag bringt ihn sein Vater weg. Seredith ist als Hexe verschrien, doch Emmett ist gleich von ihr beeindruckt. Er lernt viel, aber in das verschlossene Gewölbe mit den kostbaren Büchern lässt sie ihn nicht. Viele seiner Fragen bleiben unbeantwortet mit dem Hinweis: Jetzt nicht… Es kommen Menschen heimlich zu der alten Frau und wollen ihre Hilfe, doch Emmett versteht nicht, was da vor sich geht. Doch dann stirbt Seredith und erst da begreift Emmett, was Seredith für die Menschen getan hat und was das für ihn bedeutet.
Das Buch ist nicht ganz einfach zu lesen, obwohl der Schreibstil einfach wundervoll und fesselnd ist. Am Anfang hatte ich genau wie Emmett nur Fragen. Vieles wurde nur angedeutet. Doch dann zeigt sich immer mehr, worum es geht.
Emmett hat schon früh erfahren müssen, dass Bücher etwas Schlimmes sind, denn als er mit einem Buch vom Jahrmarkt kam, hat er die Angst der Eltern bemerkt. Dann soll ausgerechnet er eine Lehre als Buchbinder machen. Er versteht es nicht und weder seine Eltern, noch Seredith beantworten seine Fragen. Aber Emmett begreift mit der Zeit, was es mit diesem Geheimnis auf sich hat. Er sieht, wie Menschen auftauchen und nach einer Weile verändert wieder gehen. Seredith ist davon überzeugt, dass Emmett das Zug für einen guten Buchbinder hat, doch sie wartet lange, zu lange, denn sie stirbt bevor sie ihm das Wichtigste vermittelt hat. Die Figuren sind alle sehr gut und besonders gezeichnet.
Es ist schon eine bemerkenswerte Idee, die die Autorin hier ins Spiel bringt. Man kann seine Erinnerungen und Gefühle abgeben und die Buchbinder machen daraus ein Buch, das gut verwahrt sein will, damit es den Menschen Leid und Schmerz erspart. Doch nicht jeder Buchbinder handelt so verantwortungsvoll wie Seredith. Je mehr man im weiteren Verlauf über Emmett und seine verlorenen Erinnerungen erfährt, umso klarer wird der Zusammenhang.
Mich hat dieses außergewöhnliche Buch wirklich begeistert und ich kann es nur empfehlen.

Bewertung vom 15.03.2019
Fünf Tage im Mai
Hager, Elisabeth

Fünf Tage im Mai


ausgezeichnet

Illy und ihr Urgroßvater Tat’ka haben eine ganz besondere Beziehung. Sie sind sich sehr nahe und Illy liebt es, die Zeit bei Tat’ka zu verbringen. Er erzählt er ihr alte Geschichten und zeigt ihr, was ein Fassbinder tut. Er ist der letzte seiner Art in Tirol. Aber auch Illy vertraut ihm alles an, was sie bei ihren Eltern nicht loswerden kann oder möchte, und sie nimmt seine Ratschläge an.
Der Schreibstil der Autorin Elisabeth R. Hager ist ruhig und sehr schön zu lesen; er ist tiefgründig und humorvoll. Der Dialekt in den Dialogen macht alles sehr authentisch. Sie erzählt über fünf Tage, die jeweils im Mai liegen, aber über einen Zeitraum von zwanzig Jahren verteilt sind. Es handelt sich um den 8. Mai 1986, 16. Mai 1996, 30. Mai 1998, 15. Mai 2004 und den 18. Mai 2004.
Die Charaktere sind wundervoll gestaltet. Tat’ka ist ein knorriger Mensch. Es scheint als ob die Menschen ihn fürchteten. Er lebt alleine und arbeitet mit über achtzig immer noch an seinen Fässern.
Ich konnte mit Illy fühlen, deren Kommunion nicht der schönste Tag ihres Lebens wird, wie es sich jedes Kommunionkind vorher immer wieder anhören muss. Dann irgendwann trifft sie einen Tristan und verliebt sich in ihn. Schon als Kind hatte sie im Atlas einen seltsamen Namen gefunden: Tristan Unger. Die Eltern wollen nicht, dass sich Illy mit Tristan, einem Außenseiter im Dorf, trifft; doch Tat’ka deckt die beiden.
Es geht nicht immer alles glatt in Illys Leben und sie erkennt irgendwann, dass sie Entscheidungen treffen und für ihr Leben Verantwortung übernehmen muss. Doch sie hat es ihrem Urgroßvater zu verdanken, dass sie stark geworden ist und ihr Leben meistern kann.
Es ist eine berührende Geschichte über eine ganz besondere Freundschaft. Meine absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 15.03.2019
Ziemlich beste Schwestern - Volle Kanne Urlaub
Welk, Sarah

Ziemlich beste Schwestern - Volle Kanne Urlaub


sehr gut

Die Osterferien sind da und es geht nach Italien in den Urlaub. Sie Schwestern Mimi und Flo schmuggeln ihre Kaninchen Knolle und Bolle ins Auto, wie soll sonst der Osterhase für sie Eier ins Nest legen, das die Kaninchen gerade anfertigen. Dann kommen sie an und haben ein Haus mit vierzehn Betten, da hat Papa wohl was falsch gemacht, aber so kann man jede Nacht in einem anderen Bett schlafen. Strandaufenthalt kann so langweilig sein, aber eine Schatzsuche bringt tolle Dinge zutage, zum Beispiel einen wunderschönen Fisch mit Wunschpunkte. Blöd nur, dass der dann im Kinderzimmer anfängt zu stinken. Auch Tauchgänge im Brunnen sind ganz schön abenteuerlich und ein Klohaus zu bauen ist anstrengend. Wenn die Kinder auf solch tolle Ideen kommen, sind Mama und Papa manchmal genervt.
Dies ist bereits der vierte Band um die Schwestern Mimi und Flo, die sehr einfallsreich sind, um sich zu beschäftigen. Das ist dann sehr lustig für die Kinder, die dieses Buch lesen oder vorgelesen bekommen. Eltern sehen das wahrscheinlich nicht unbedingt so, denn sie befürchten, dass ihre eigenen Kinder auch auf solche Ideen kommen.
Der Schreibstil ist kindegerecht und die Illustrationen passen sehr schön zur Geschichte.
Ein schönes und unterhaltsames Kinderbuch zum Vorlesen oder Selberlesen.

Bewertung vom 15.03.2019
Tiergeister AG - Küken-Chaos!
Iland-Olschewski, Barbara

Tiergeister AG - Küken-Chaos!


ausgezeichnet

Die Schule St. Ethelburg ist eine besondere Schule, aber das weiß Niels nicht, denn er ist ja nicht nachts dort. In der Nacht lernen die Tier-Geister von ihren Grusellehrern in der Spukschule Ekelburg, wie man Menschen erschrecken kann.
Frau Sommergrün und ihre Klasse wollen sich für das Tierwohl einsetzen. Mit einem Schild „Freiheit für die eingesperrten Tiere“ machen sie auf das Thema aufmerksam. Außerdem hat die Klasse Hühnereier in einem Brutkasten liegen und schon bald schlüpfen die Küken. Es sind 32 kleine Küken, die am nächsten Tag in die Aufzuchtbox umziehen sollen.
Derweil wollen die Geister-Tiere ihre eigene Demo, denn auch sie fühlen sich eingesperrt. Aber als sie die Küken entdecken, sollen auch die freikommen. Leider wird darauf dann ein Küken-Chaos, das die Geister-Tiere selbst verursacht haben. Daher brauchen sie die Hilfe von Niels, um die Küken wieder einzufangen.
Dieses Buch ist nach „Achtung gruselig“ und „Kaninchen-Alarm“ der dritte Band aus der Reihe „Tiergeister AG“. Die Geschichte ist zwar ein wenig gruselig, aber auch sehr unterhaltsam.
Auch dieses Mal gefallen mir das Cover und die Illustrationen im Buch wieder sehr gut. Der Schreibstil ist kindgerecht und für das angegebene Alter passend.
Nicht nur die Menschenkinder sind sehr gut beschrieben, auch jedes Tier hat seine Eigenarten.
Ein wunderschönes und unterhaltsames Buch, dass auch ein wenig gruselig, aber auch humorvoll ist.

Bewertung vom 13.03.2019
Paul und der Krieg
Haentjes-Holländer, Dorothee

Paul und der Krieg


ausgezeichnet

Am Montag, den 15. Februar 1943, 8:00 Uhr, steht ein Gruppe Jungen am Rheinufer in Köln. Sie warten auf die Rheinuferbahn, denn sie sind als Flakhelfer eingezogen worden. Unter ihnen ist der fünfzehnjährige Paul Haentjes. Die Jungen sind voller Erwartung und die Stimmung ist gut. Natürlich wollen sie ihr Vaterland retten. Sie sind wohl der Meinung, dass der Krieg ein großes Abenteuer ist. Wie naiv sie doch sind. Natürlich wird dem Volk nicht mitgeteilt, wie schlecht es aussieht. Die Propaganda sorgt nur für gute Nachrichten. Doch schon bald werden die Jungen von der grausamen Realität eingeholt. Viele sterben oder werden zum Krüppel, andere geraten in Gefangenschaft wie auch Paul.
Anhand von Dokumenten und Briefen aus dem Nachlass von Paul Haentjes hat die Autorin Dorothee Haentjes-Holländer die Geschichte ihres Vaters aufgeschrieben. Dieses Buch richtet sich an Leser im Alter von 12 - 15 Jahren und soll dafür sorgen, dass die Schrecken von damals nicht vergessen werden. Es soll eine Warnung sein, dass so etwas nie wieder passieren darf.
Was man in den Geschichtsbüchern findet, sind oft trockene Fakten, die man so hinnimmt. Doch es ändert sich, wenn man das Schicksal einer Person, die es wirklich gegeben hat, so hautnah miterleben kann. Dann berührt und erschüttert einen plötzlich das, was geschehen ist und wenn es dann Emotionen in einem hervorruft, befasst man sich intensiv mit dem Geschehen und fängt an zu hinterfragen. Ich finde, dass dieses Buch eine sehr gute Grundlage ist, so dass es im Unterricht eingesetzt werden sollte.
Paul ist sorglos, als er sich auf den Weg macht. Sogar seinen Fotoapparat hat er mitgenommen. Zunächst sind seine Berichte noch optimistisch, beeinflusst von der Propaganda, aber zunehmend ändert sich das, weil er erkennt, dass die Wirklichkeit anders aussieht.
Paul hat Glück im Unglück gehabt. Er wurde unversehrt aus der Kriegsgefangenschaft entlassen und konnte ein „normales“ leben führen. Doch ist es nach dem Erlebten überhaupt möglich? Viele Menschen dieser Generation haben alles beiseitegeschoben und wollten nicht über das Erlebte reden.
Ein aufrüttelndes Buch. Lesen!